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  • Speedy5530
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    31 März 2005
    #1

    Organspende<->Organspender

    hallo,

    leider habe ich keinen passenden bericht dazu gefunden, aber laut nachrichten ist folgendes im gespräch:

    menschen, die keinen organspenderausweis besitzen, sollen bei bedarf auch selber keinen anspruch auf organspenden haben dürfen..

    wie steht ihr dazu?..

    gruß speedy
     
  • Nicht die richtige Frage? Hier gibt es ähnliche Themen:
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  • madison
    madison (47)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    31 März 2005
    #2
    würde ich eigentlich ganz gut finden.

    Ich hab schon seit Jahren einen Ausweis und habe mir auch schon öfters überlegt, dass ich es nicht unbedingt gut finden würde, wenn irgendein steinalter Opi eines meiner Organe bekommen würde, ein jüngerer Mensch aber darauf verzichten müsste, weil er ja noch länger mit seiner z.B. kaputten Niere an der Dialyse hängen könnte als eben der Opi.
    Ich bin gerne bereit, meine Organe zu spenden, aber eben nicht unbedingt an jeden (klar, im Fall der Fälle wär's mir eh wurscht, wär ja dann schon tot).

    Ich fände es angebracht, dass auch nur wieder ein organspendewilliger meine Organe bekäme.
     
  • DieKatze
    DieKatze (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    31 März 2005
    #3
    Hallo!
    Ich halte diese Idee nicht für sinnvoll. Es sollte jedem Menschen freigestellt sein, ob er Organe im Zweifelsfall spenden möchte oder nicht. Geholfen werden sollte jedoch möglichst allen Menschen, unabhängig davon, ob sie auch nach ihrem Hirntod Organe spenden würden oder nicht. So sehe ich das zumindest.
    Viele Grüße

    Edit: Natürlich würde ich auch lieber einem jungen Menschen Organe spenden als einem Menschen, der wahrscheinlich nicht mehr lange zu leben hat (auch mit einem neuen Organ), aber das war ja nicht im Gespräch, oder?
     
  • Lt. Cmdr. Data
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    Single
    31 März 2005
    #4
    Hmm, ich sehe zwar die zugrundeliegende Intention (nämlich dass es zuwenige Organspender gibt) - aber das ist Erpressung.
    Jeder sollte die gleichen Chancen auf ein Spenderorgan haben.

    Was allerdings Not tut ist eine umfassende Aufklärung, um die Anzahl der Spendewilligen zu erhöhen.
     
  • Olga
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    31 März 2005
    #5
    Das ist ja so, als würde man einem Mörder nicht helfen, wenn er am verbluten ist, weil er selber ja auch mal jemanden umgebracht hat.

    Nee, die Idee find ich nicht gut. Wer Hilfe braucht, sollte sie unabhängig von allem anderen auch bekommen.
     
  • Reservoir Dog
    0
    31 März 2005
    #6
    Ich find die Idee klasse. Ist doch richtig so. Wieso sollen Menschen meine Organe bekommen, obwohl diese sich nicht mal bereit dafür erklärt haben ihre zu spenden. Das ist doch absurd. Was gibt es denn für Gründe, seine Organe nicht zur Spende zu Verfügung zu stellen. Man ist doch eh tot, wenn der Fall eintritt.

    Edit:
    -------------
    Bitte wie? Wenns nach mir ging würde es bei Mord die Todesstrafe geben.
    Ich helf doch keinem Mörder, eher würd ich ihn jämmerlich verbluten lassen.
     
  • Sternschnuppe_x
    Benutzer gesperrt
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    Single
    31 März 2005
    #7
    Diese Idee mag auf den ersten Blick zwar "gerecht" erscheinen, aber für mich klingt das doch extrem nach "Auge um Auge, Zahn um Zahn". Das wäre, als würde man Sozialhilfe streichen mit der Begründung, es bekommen nur Leute Geld, die auch irgendwo mal irgendwas eingezahlt haben, wer sein ganzes Leben lang keine Ausbildung gemacht hat und/oder arbeitslos war, hat eben Pech gehabt, der hat's auch nicht verdient.

    Ärzte sind verpflichtet zu helfen, ohne Wenn und Aber. Es sollte bei der Frage nach Gesundheit oder Überleben nie darum gehen, ob jemand das "verdient" hat oder nicht. Denn dieses Urteil sollten Menschen, meiner Meinung nach, nicht fällen. Jedes Leben ist gleich schützenswert - und das unabhängig von jeder "Gegenleistung".

    Was ich allerdings gut fände: Ich habe in einer Diskussion im Fernsehen den Vorschlag gehört, bei der Verlängerung des Personalausweises GRUNDSÄTZLICH auch zwingend das Ausfüllen eines Organspendeausweises einzuführen. Und zwar nicht so, daß man Organe spenden MUSS, sondern so, daß man auch "nein" sagen darf.

    Aber eben mit dem Ergebnis, daß sich mit dieser Entscheidung dann auch jeder auseinandersetzen muß. Das heißt, all die, die "eigentlich" ja bereit wäre, zu spenden, aber sich nie so recht "aufraffen" konnten, einen Ausweis zu besorgen und auszufüllen, würden dadurch dann erfaßt. Und überhaupt wüßte man im Falle eines Hirntodes dann wirklich bei jedem Menschen bescheid, was ER SELBST gewollt hätte, man müßte sich nicht mehr auf den "mutmaßlichen Willen" berufen und könnte den Angehörigen die Entscheidung darüber abnehmen.

    Sternschnuppe
     
  • Lt. Cmdr. Data
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    Single
    31 März 2005
    #8
    Ich finde es sehr beruhigend dass es nicht nach dir geht :smile:
     
  • Dr. Tell me
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    nicht angegeben
    31 März 2005
    #9
    Das stimmt so nicht ganz - Auf dem OSA ist auch ein feld wo du ankreuzen kannst dass du nicht spenden willst ( bei mir zumindest..) es geht darum dass alle die nicht bereit sind zu spenden auch keine spenderorgane erhalten sollen..

    Ich finds nicht gerechtfertigt weil es bei vielen leuten auch krankheitsbedingt so sein kann dass sie nicht spenden dürfen und ihnen somit jegliche hilfe verwärt würde...

    edit: Im übrigen würde ich Sternschnuppe_x zustimmen..
     
  • Baerchen82
    Baerchen82 (36)
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    31 März 2005
    #10
    ich denke das verstößt gegen die Menschenwürde.. momentan ist es ja wenn ichs richtig weiß durch die Warteschleifen-methode geregelt.. da sollte der Patient selbst entscheiden können, ob und wen er "vor lässt"..
     
  • Lt. Cmdr. Data
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    31 März 2005
    #11
    Das fände ich auch gut!
    Idealerweise auch eine Patientenverfügung um ein menschenunwürdiges Hickhack wie im Fall Terri Schiavo zu verhindern.
     
  • MoonaLisa
    MoonaLisa (32)
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    nicht angegeben
    31 März 2005
    #12
    Ich denke mal, dass es da dann Ausnahmen geben würde. So eine Ungerechtigkeit herrscht hier nun auch nicht vor.

    Ich finds eigentlich ganz gerechtfertigt. Mir ist das recht wurscht, wo meine Organe nach dem Tod hinkommen. Ich bekomme dann schließlich eh nichts mehr mit.
     
  • User 29290
    User 29290 (38)
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    31 März 2005
    #13
    Ich habe seit Jahren einen Organspendeausweis weil ich das sehr wichtig finde. Leider gibt es in der Tat viel zu wenige Leute die zur Organspende bereit sind. Ich finde es nicht nachvollziehbar, dass Leute die nicht selber bereit wären Organe zu spenden es trotzdem ok finden Spenderorgane zu erhalten. Entweder man ist für Organspende oder man ist aus Überzeugung dagegen und dann sollte man auch konsequent sein.
    Es geht mir hier nicht um Leute die krank sind und nicht spenden könnten, sondern um die die nicht wollen. Das System funktioniert nun mal nicht wenn keiner was geben aber jeder nehmen will.
     
  • the_Mistress
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    in einer Beziehung
    31 März 2005
    #14
    auf eine art ist es schon richtig - auf der anderen art gibt es ja verschiedene gründe, warum menschen nicht spenden.
    der gleube z.b.

    hum, bin hin und hergerissen, da sollte es ne dritte möglichkeit geben, etwa das organspender bevorzugt werden, aber nicht das ausschließlich nur sie organe erhalten.
     
  • Thomaxx
    Gast
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    31 März 2005
    #15
    eine geniale Idee, endlich wird der Organhandel gen 0 tendieren......*ab jetzt immer ne hieb und stichfeste Weste in Polen und Tschechien trag*
     
  • MatzeDD
    MatzeDD (35)
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    vergeben und glücklich
    31 März 2005
    #16
    Hallo Leute,

    ich habe auch schon seit Jahren einen Organspendeausweis bei mir und ich denke, wenn ich schon sterbe, dann kann ich wenigstens mit meinen Organen noch anderen Leuten helfen.
    Ob es nun richtig ist nur noch Organspendern, Organe zu spenden ist eine strittige Frage, aber ich finde es in Ordnung. Schließlich ist Organspende ein Geben und Nehmen.

    Matthias
     
  • User 29290
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    31 März 2005
    #17
    Wenn man meint Organspenden seien nicht mit dem Glauben vereinbar sollte man ja eigentlich auch nicht von anderen Organe annehmen. Das ist ja dann bestimmt auch nicht im Glauben vorgesehen.
     
  • lolla1285
    Gast
    0
    31 März 2005
    #18
    Also ich persönlich hab auch eine Organspendeausweis! Ich hab da auch gar kein Problem mit meinem Glauben! Ich denke sogar, dass es eine sehr gute Sache ist Organe zu spenden! Denn so kann ich auch über meinen Tod hinaus noch Menschen helfen!
    Naja was diese Regelung angeht, weiß ich noch nicht wirklich, was ich davon halten soll! Ich meine es sollte jedem Menschen geholfen werden!!!
     
  • Reservoir Dog
    0
    31 März 2005
    #19
    Ich finde es auch sehr beruhigend nicht zu den heulenden und fähnchen-schwingenden Aktivisten zugehörn, die wegen jeder Kleinigkeit ihren Protestgesang anstiften (siehe Terri Schiavo, usw.). :bier:


    Dito!
    Und all diejenigen die Glauben nicht spenden zu müssen (aus Feigheit, Faulheit, Egoismus) den soll es auch verwehrt bleiben eine Organspende zu bekommen.


    Wenn mir der Staat Geld schenkt, wenn ich Schulden habe und nicht arbeiten gehen will. Dann wird auch gejammert und geschimpft...
    Ich kanns net verstehen.
     
  • Olga
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    31 März 2005
    #20
    In welchem zeitlichen Abstand zur Organ-Erhaltung müsste der Ausweis denn dann ausgefüllt worden sein?
    Denn sonst würde eben jeder, der merkt, dass er ein neues Organ braucht, noch schnell nen Ausweis ausfüllen.

    Ich stell mir das sehr geil vor, im Krankenhaus:

    Patient liegt dran, braucht dringens ne Spende, weil er sonst stirbt.

    Arzt: Haben Sie denn einen Organspendeausweis?
    Patient: Nee, hab ich nicht.
    Arzt: Oh, das tut mir Leid, dann können wir nichts für Sie tun. Sie müssen leider sterben.

    Gehts noch?
     

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