• Reaper0309
    Reaper0309 (24)
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    11 April 2020
    #1

    Panik beim denken an ein Leben nach dem Tod

    Guten Abend...

    ich weiss grad nicht wie ich es beschreiben soll, aber ich versuche es.

    Ab und zu, meist wenn ich grade nicht im Stress bin und dazu komme entspannt Gedanken zu fassen, denke ich über meine Existenz nach.

    Nicht als Mensch, Sohn, etc. sondern als Lebewesen. Oder genauer, als bloßes Bewusstsein. Und dann packt mich die blanke Panik für 30 Sekunden pocht mein Herz wie irre und ich kriege einen Schweißausbruch.

    Das kommt etwa einmal in 6 Monaten vor.

    Wie komme ich darauf...nun in unserem Alltag folgen wir, bzw. ich glaube viele Menschen, die einer regelmäßigen Tätigkeit nachgehen bestimmten Gedanken.

    Was passiert auf der Arbeit?
    Was esse ich?
    Was mache ich heute beim Sport?

    Diese Art von Gedanken.

    Da ich momentan viel Zeit habe und mein Gehirn nicht mit lernen oder Arbeiten belasten muss, passiert es ab und zu, dass ich mir über Dinge jenseits von heute und morgen mache.

    Genau genommen frage ich mich, was kommt nach dem Leben und was ist der Sinn des ganzen. Und ich merke, dass mein Verstand da an eine Grenze stößt, anders als bei Naturwissenschaftlichen Dingen die man sich nicht erklären kann, sprengt das meine Vorstellungskraft.

    Ich mein klar jeder überlegt sich mal: Nehm ich später Eiche oder den Ofen? Aber In unserer Hülle steckt ja ein Bewusstsein. Je nach Glaube "Seele". Aber was passiert danach damit?

    Bekomme ich einen neuen Körper und mein Gedächtnis wird gelöscht?
    Wird mein Bewusstsein in ein tiefes schwarzes nichts getaucht und ist mit meinen Gedanken allein?
    Hört man einfach auf zu existieren?
    Geht das überhaupt?

    Ich weiss es kann mir sicherlich niemand eine Antwort darauf geben, aber ich hab grad wieder so einen Moment gehabt in dem ich Panik bekam...man hat sein Leben lang einen relativ stringenten Plan, jeder Mensch.

    Und dann kommt da auf einmal dieses Nichts. Das wir alle kennen, alle so hinnehmen, dass es irgendwann kommt, aber bin ich der einzige, der davor irgendwie Angst hat?

    Das stimmt mich nachdenklich. Das ich zu einem gewissen Anteil verrückt bin, sei mal nicht in Frage gestellt, aber das macht mich charmant "hüstel".

    Und ich denke mir, wo wenn nicht sonst in den tief annonymen Weiten des WWW kann man das kund tun....
     
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    Vikky94 (26)
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    11 April 2020
    #2
    Mir gehts oft ganz genau so...:whistle:

    Das ist ja aber das Hauptproblem, dass wir einfach nicht wissen was da auf uns wartet. Und es kann uns auch niemand sagen.
    Ich hab mich vor ewigkeiten mal ein wenig mit den verschiedenen Ansichten und Theorien auseinander gesetzt und da waren manche Sachen dabei, mit denen konnte ich überhaupt nichts anfangen. Manches wiederum klang, naja, fast irgendwie „vertraut“. Manches nach tollem wunschdenken usw.
    Aber so ein, zwei Möglichkeiten, die mir im Kopf geblieben sind, mit denen ich mich einfach wohl gefühlt habe...an denen versuch ich mich in so Momenten fest zu halten.
    Wir wissen es nicht und es macht keinen Sinn uns unsere hübschen Köpfchen dran zu zerbrechen. Hier zählt was man für sich glaubt. Und das darf natürlich was total schönes sein!
    Und ansonsten Versuch ich mir einfach straight keine Gedanken zum Thema „hey, du fühlst und lebst jetzt...und irgendwann? Da kommst du nicht drum herum...“ zu machen.
    Ich drück mich gern vor unangenehmen Zeug...also Versuch ich’s auch bei so Gedanken :seenoevil:
     
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    11 April 2020
    #3
    Ich verstehe deine Gedanken und mag dieses Thema sehr! Ich habe keine Angst davor im Gegenteil.
    Ich habe auch genau wie du mir schon über dieses Thema Gedanken gemacht und das nicht nur einmal. Ich finde dieses Thema sehr interessant.
    Ich hatte mal eine gewisse Vorstellung das ich alle die ich mal kannte die inzwischen verstorben sind mal wieder sehen werde wenn ich selbst tot bin. (Ich hatte eine gewisse Glaubensrichtung) inzwischen glaube ich daran nicht mehr wirklich weil wie ich finde einige Indizien dagegen sprechen (meine persönliche Meinung).

    Ich glaube inzwischen daran das wenn man tot ist einfach tot ist. Ich stelle mir das dann immer so vor. Wenn ich nachts geschlafen hab oder wann auch immer und kein Traum hatte, keine wachphase, sondern einfach tief und fest 8 std geschlafen habe sodass ich beim Aufstehen dachte, man wie schnell vergingen die 8 std. Und wenn ich mich noch so anstrenge herauszufinden ob ich was geträumt habe oder nicht und ich mich an überhaupt nichts in de letzten 8 std erinnern kann als wäre ich nicht anwesend gewesen dann denke ich mir so ist bestimmt der tot. Die Zeit nach dem Leben. Man bekommt überhaupt nichts mit. Das ist meine persönliche Meinung dazu...
     
  • User 162572
    Öfters im Forum
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    11 April 2020
    #4
    Ich habe, wenn auch sehr selten, ab und zu ähnliche Gedanken.

    Einerseits ist da ein gewisser Respekt davor, andererseits eine große Gelassenheit. Irgendwann holt es uns alle, womöglich sogar morgen früh. Passieren kann immer etwas, dieses Risiko gehört zum Leben.

    Mir stellt sich eher die Frage: Hat man wirklich Angst vor dem Sterben? Oder Angst davor, etwas verpasst zu haben?

    Die Antwort auf seine ganz persönlichen Fragen findet vermutlich jeder Mensch für sich, wenn es so weit ist.
     
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  • WeBär
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    11 April 2020
    #5
    Ja ich kenne das auch und da bist du nicht alleine. :zwinker:

    Niemand möchte sterben, stimmt vielleicht nicht ganz aber der Großteil möchte das nicht.

    Ich Frage mich manchmal wie sich das anfühlt oder ob man es merkt das man stirbt. Wird man vorher bewusstlos oder ist es quasi wie einschlafen? Kommt vielleicht auch darauf an wie man stirbt. Durch einen Unfall oder Krankheit.

    Es wird kommen und es ist unausweichlich. Für den einen früher oder für den anderen später.

    Was mich manchmal dann in Panik versetzt das jeder für sich alleine stirbt ohne zu wissen was kommt oder passiert. Ich mache mir Gedanken was mit meinen Liebsten ist. wie kommen sie damit klar wenn ich tot bin? Kann ich noch sehen wie sie ihr Leben leben? Das mich dann wiederum aufschrecken lässt weil ich es nicht weiss.

    Wiederum macht mich auch der Gedanke vom Alter kirre. Wenn du weißt, du hast deine Zeit gelebt und es sind schon viele die du kennst tot. Das du weißt deine Zeit ist vorüber.

    Ich wünsche mir mit meiner Frau alt zu werden und meine Kinder Aufwachsen zu sehen und auch meine Enkelkinder und wenn die Zeit gekommen ist gemeinsam mit meiner Frau zu sterben und zu hoffen das wir dann irgendwie trotzdem noch zusammen sind wo auch immer.

    Der Gedanke niemand mehr wieder zusehen für immer macht mich fertig.

    Aber wenn davon ausgeht wenn man tot ist das da eh nichts mehr mit denken ist, haben sich die Ängste auch mit dem tot erledigt.

    Mann sollte nur nicht zulange über sowas grübeln weil es traurig und depressiv macht.
    Am besten man akzeptiert es einfach so. Man kann es eh nicht ändern
     
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  • User 162074
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    11 April 2020
    #6
    Reaper0309
    Da ja dieses Thema bei dir Angst und Panik hervorruft würde es dir vllt helfe herauszufinden an was du glauben willst. Denn niemand weiß was danach kommt und jeder denkt da anders drüber.

    Wenn du jedoch dich verzettelst in allen möglichen Theorien überforderst du dein Gehirn und erfährst du ein Gefühl von Verlust von Kontrolle. Das kann Angst und Panik hervorrufen. Es muss daher nicht einmal bedeuten, dass du Angst vor dem Tod hättest, sondern dass die Komplexität des Themas dich überfordert (logischer Weise).
    Ich habe für mich auch ein Gefühl und Möglichkeiten entwickelt, die für sich für mich richtig anfühlen, was nach dem Tod wäre. Und damit kann ich gut leben. Ansonsten probiere ich das beste aus meinem Leben zu machen und so viel wie möglich zu genießen (auch wenn das nicht immer geht).
    Vielleicht hilft es dir ja auch über das Thema konkret zu reden, hier oder mit anderen?
     
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  • Reaper0309
    Reaper0309 (24)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    11 April 2020
    #7
    Danke erstmal für die Antworten zu so später Stunde...
    Eure Antworten haben alle etwas wo ich irgendwo zustimmen kann.

    Aber unterm Strich ist es weniger das sterben oder der Tod...es ist mehr ein....eine Angst vor der Unendlichkeit.

    Kennt ihr die Gebrüder Löwenherz? Das erste Buch das ich als Kind wirklich geliebt habe.
    Was kommt nach der Welt, nach dem Leben? Was ist wenn man unendlich weiter existiert?

    Ich mein jeder kennt das Gefühl wenn die Uhr auf der Arbeit auf 16:50 Uhr steht....kurz vor Feierabend...man räumt noch alibimäßig Papier in den Drucker....spült die Kaffeetasse.....aber was ist, wenn man irgendwann genug hat und sich sagt "jetzt reichts", aber egal was man tut, man existiert immer weiter.

    Das finde ich beängstigend..
     
  • User 162074
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    11 April 2020
    #8
    Selbst wenn du unendlich existieren würdest, würdest du es doch gar nicht wissen... denn du weißt es doch jetzt auch nicht, ob du davor existiert hast. Die Angst vor der Unendlichkeit besteht also nur in deinem Kopf (außer du hast es auch beim Universum, da ist es noch nicht ganz klar :grin:).
     
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  • Reaper0309
    Reaper0309 (24)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    11 April 2020
    #9
    Tatsächlich gehts mir da genauso.
     
  • User 162074
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    11 April 2020
    #10
    Na ja, es ist bewiesen, dass das menschliche Gehirn das Konzept der Unendlichkeit nicht verarbeiten kann, da es außerhalb des Vorstellungsvermögen liegt. Wenn du also wirklich Panikattaken dadurch bekommst, solltest du dich nicht da hineinsteigern und dir eher sagen, dass das Leben endlich ist. Es spricht auch mehr für ein endliches Leben als für ein unendliches, wobei beides nicht bewiesen werden kann. Wie gesagt, glaube an das, was dir hilft um keine Panik zu bekommen.
     
  • Reaper0309
    Reaper0309 (24)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    12 April 2020
    #11
    Danke für den Versuch. Aber das kommt so plötzlich und klar dass ich da logisch nicht gegensteuern kann.
     
  • User 162074
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    12 April 2020
    #12
    So lange du denkst, dass die Angst dich kontrolliert, wird dich die Angst kontrollieren. Das ist bei allen Ängsten so. Wenn man sich vorher Gedankenkonstrukte überlegt, die einen wieder ins hier und jetzt bringt und dich aus dem Gedankenkarussell reißen können, dann können sie dir auch akut helfen. Jedoch braucht das Übung. Einfach ist es nicht. Es kann einem auch helfen sich auf das Körpergefühl zu konzentrieren, wie Ein-und Ausatmung, wie man sitzt etc. Du musst für dich herausfinden was dir helfen könnte.

    Und was du erlebst ist normal :smile: darüber solltest du dir keine Sorgen machen. So lange diese Momente nicht zu häufig auftreten, brauchst du dir mMn auch nicht zu viele Gedanken darüber machen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12 April 2020
  • User 176107
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Verheiratet
    12 April 2020
    #13
    Finde ich sehr interessant, vor allem weil Du Dir das als junger Mensch stellst.
    Vor allem, eigentlich hat man ja den Wunsch nicht zu sterben.
     
  • Mr. L*
    Öfters im Forum
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    nicht angegeben
    12 April 2020
    #14
    Es gab mal eine Folge der Serie Twillight Zone, die ich in den 80ern gesehen habe, wo ein Wissenschaftler sein Leben, incl. Familie aufgegeben hat, um als Licht durch das Universum zu reisen und unsterblich die Antworten auf alle nur denkbaren Fragen zu erhalten...

    Die Frage ist, will man das, und falls ja, wer sagt, daß man nach dem irdischen Ableben nicht eh in eine andere Existenz übergeht und alles mögliche kennenlernt, das einem "hier und jetzt" verwährt bleibt...

    Eine abschließende Antwort wirst Du nicht bekommen...

    Mir gefällt der Gedanke, daß dieses Leben erst der Anfang ist, unabhängig davon, wie es danach weitergeht...


    Was das irdische Leben angeht, so halte ich es mit Queen: Who wants to live forever... When love must die...

    Wenn es vorbei ist, werde ich es erfahren, bis dahin gilt für mich:

    Der Sinn des Lebens, ist das Leben selbst!



    Edit: Grammatikkkorrekturen
     
    Zuletzt bearbeitet: 12 April 2020
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  • Q-Fireball
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    Es ist kompliziert
    12 April 2020
    #15
    Also ich will dir nicht zu nahe täten, aber es gibt keine Unendlichkeit. Für das Universum gibt es evtl. eine Unendlichkeit, so sicher ist man sich da aber auch nicht.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 12 April 2020 ---
    Ich gehe da mittlerweile ein Schritt weiter. Es gibt kein Sinn des Lebens, nur den Sinn den man sich für sein Leben macht.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 12 April 2020 ---
    Off-Topic:
    Darum habe ich mir früher immer gedacht, dass es diese Angst ist, warum ich darüber nachdenke. Aber es ist wie Reaper0309 sagt, wenn man Zeit hat darüber nachzudenken, dann tut man es auch.

    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 12 April 2020 ---
    Für mich entscheidend damit besser umgehen zu können, ist so paradox es klingen mag, seine Existenz und den Tod nicht so ernst zu nehmen. Ängst über den Tod sind natürlich, aber nicht natürlich ist es wenn die Ängste einen beherrschen.
     
  • Mr.630
    Mr.630 (19)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    12 April 2020
    #16
    Also ich Studiere derzeit Biologie und da kommen solche Gedanken stets und ständig. Wenn man zum Beispiel eine Maus aufschneidet, und in ihre Einzelteile zerlegt obwohl man sie noch vor eine Stunde gesehen hat wie sie lebhaft an etwas geknabbert hat und man realisiert, das wir nur ein geschickt konstruiertes Gebilde aus Zellen, Gewebe sind, die mit chemischen Verbindungen interagieren und sich einfach nur selbst erhalten will. Das gilt für Maus wie Mensch.

    Es raubt das Magische und Mystische, der Große Unterschied zwischen leblosen Objekten und Organismen ist ... ja ... irgendwie halt einfach nicht da.
    Gerade deshalb bin zumindest ich der Meinung, das es schlicht kein Leben nach dem Tod gibt, beziehungsweise keine Existenz in irgendeiner Weise. Das Bewusstsein wird quasi gelöscht. Dieser Gedanke hat für mich etwas unheimlich ... befreiendes.
    Das heißt meine Existenz hat keinen höheren Sinn, ich bin einfach hier um hier zu sein. Ich werde vergehen das ist schonmal sicher, aber ich kann vielleicht was gutes Bewirken und wenn’s nur winzig kleine Dinge sind die einem Mitmenschen weiter bringen. Diese kleinen Positiven Aktionen von denen glaube ich, dass sie die Zukunft lange überdauern können. Aber andererseits, kleinere oder größere Fehler, wirken dadurch nicht mehr so wichtig. Das bedeutet aber auch, dass das „Ziel des Lebens“ einfach nur darin besteht Freude am Leben zu haben. Sich auch mal was gönnen, wir haben es doch verdient. Es ist wie es ist, und ich bin nur ein kleiner Gewebhaufen, der wie auch immer ein Bewusstsein erlangt hat, was einfach nur unfassbar ist.
    Im Grunde ist das meine Begründung für die Befürwortung einer utilitaristischen Verhaltensweise.

    Also im Kern, nimm dich nicht so wichtig, jeder tut was er kann und das reicht. :smile:

    Das wird dir vermutlich nicht bei deinem Problem weiterhelfen, aber ich wollte einfach mal meine Ansicht der Dinge hier aufschreiben, Danke fürs durchlesen.:zwinker:
     
    • Lieb Lieb x 2
  • SolitaryMan
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    12 April 2020
    #17
    freilich stellt man sich die Existenzfragen mal mehr mal weniger.
    Mal schauen, ob ich ein paar Gedanken dazu noch verständlich formuliert bekomme...

    1. Ich habe keine Angst vor dem Tod, denn meiner Meinung nach ist dann einfach Schluss, wenn die Biochemie erlischt, geht auch das Ego, Selbst, Seele nenns wie du willst zu Grunde. ( Es sei denn jemand kann mir die Sache mit den 23 Gramm beweisen & erklären) Von daher mache ich mir um so etwas wie "Leben nach dem Tod" keine Gedanken, auch wenn es interessante Jenseitskonzepte gibt.

    2. Wovor ich Angst habe ist
    a) der Prozess des Sterbens - denn der kann durachs schrecklich sein
    b) davor mein Leben zu bereuen, wie es vermutlich leider vielen am Ende ergeht.

    3. Es gibt keinen Sinn des Lebens, nicht mal auf "selfish genes" Ebene - Leben um des Lebens Willen ist für mich kein Sinn / Grund denn ohne Leben dreht sich die Welt auch unbeeindruckt weiter (Unsere Nachbarplaneten funktionieren auch seit Milliarden Jahren, ohne das da was lebt)
    Einen allgemeinen gibt es erst Recht nicht, das hat mir R. D. Precht in "Wer bin ich und wenn ja wie viele" nochmals schön vor Augen geführt - Man kann maximal seinem EIGENEM Leben Sinn verleihen oder es zumindest versuchen - das hilft dann auch bei 2b.

    4. In einem Gespräch mit einer religiösen Person, in dem es darum ging, das ich nicht an so etwas wie Gott glauben KANN, kam irgendwann der durchaus kluge Satz: "Ich habe mich dafür entschieden an etwas zu glauben, du dich dafür es nicht zu tun." Ist jetzt eben die Frage, wem es damit besser geht...

    Bis jetzt haben wir noch alles überlebt, aber kein einziger sein Leben. Also warum entscheidest du dich dafür zu Glauben, das es danach weiter geht, wie auch immer, wenn es absolut keine Anzeichen gibt, die diese These stützen? Es ist schließlich noch keiner zurückgekommen und hat das Gegenteil bewiesen...
    Der Tod ist der Fluch der Lebenden, wir müssen uns damit rumärgern, nicht die Toten.

    Das Ziel sollte wohl wirklich sein, am Ende wie Rüdiger Nehberg (RIP) sagen zu können "Ich habe genug für drei Leben gelebt."
     
  • SchönesWetterHeute
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Single
    12 April 2020
    #18
    Ich hatte übrigens nie einen Plan.
    Aber viele deiner anderen Gedanken kann ich gut nachvollziehen .
     
  • Yurriko
    Yurriko (27)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Verlobt
    12 April 2020
    #19
    Manchmal beschäftige ich mich damit oder habe tiefgreifene Unterhaltungen mit anderen Leuten (meist mein Partner) darüber. Allerdings habe ich keine Angst dabei, mich macht es neugierig, regt meine Fantasie an (was könnte das hier und jetzt sein, was könnte danach kommen, wie könnte es vielleicht in der Zukunft sein etc) und mir macht das tatsächlich Spaß.

    Ich seh das mit dem Tod auch nicht so tragisch. Am Ende sterben ich. Sowas passiert eben. Ich glaube sogar, dass meine Hinterbliebenen mehr leiden werden als ich. Aber ich glaube auch absolut nicht an die Hölle in der Form, wie einige es mir weiß machen wollen. :smile:

    Mein optimal Fälle wären:
    * Ich werd auf einer Welt mit Magie wiedergeboren (HueHueHue)
    * Meine Seele hört auf zu existieren

    Beides wäre legitim für mich :smile:
     
    • Lieb Lieb x 1
  • User 151729
    Sehr bekannt hier
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    Single
    12 April 2020
    #20
    "Nichts" fände ich super und realistisch.
    Keine Sorgen, keine Schmerzen, keine Probleme. :smile:
     
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