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    14 Oktober 2020
    #1

    künstliche Befruchtung Problem Azoospermie

    Hallo zusammen,

    gibt es andere Männer hier, die ebenfalls mit dem Problem leben müssen, dass in ihrem Sperma fast gar keine Spermien zu finden sind und die auch keine Antwort bekommen woran das liegt? :S

    Mir konnte zwar zum Glück durch eine Hodenbiopsie geholfen werden und Spermien für bis zu 12 Versuchen gefunden werden, aber dennoch belastet es mich generell bzw. speziell dass mir niemand die Ursache nennen kann?

    Vielen Dank im Voraus für eure offene Art gerne könnt ihr mir auch privat schreiben, wenn euch das lieber ist.
     
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  • User 149155
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    14 Oktober 2020
    #2
    Hallo Kiarass88,

    nachdem im Kinderkneipchen fast ausschließlich Frauen posten, ist es möglicherweise recht unwahrscheinlich, dass dir ein Mann (mit Azoospermie) antworten wird.

    Für manche gesundheitliche Einschränkungen gibt es keinen besonderen, ersichtlichen Grund. Ich habe selber Endometriose und einen "echten Grund" dafür gibt es auch nicht. Hast du denn einen Facharzt schon gefragt, welchen Grund er für deine Azoospermie vermutet?

    Wie lange weißt du denn schon von deiner Azoospermie? Es kann eine Weile dauern, bis man sich mit der Situation arrangiert. Bei mir sind es mittlerweile schon fast zwei Jahre seit der endgültigen Diagnose und es hat schon seine Zeit gebraucht.

    Vielleicht kann man es irgendwo noch wenigstens ein bisschen positiv sehen: Es wurde Sperma für 12 Versuche zur künstlichen Befruchtung gewonnen. Das ist wirklich viel! Bei manchen gibt es nicht einmal das.

    Ich weiß, ihr werdet deswegen gewissermaßen um eure Bastelphase, den ungeschützten Zeugungssex betrogen und das ist richtig gemein und unfair. Aber ihr habt berechtigten Grund zur Hoffnung, Eltern zu werden!

    Wie steht denn deine Partnerin zu dem Thema?
     
  • User 171204
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    14 Oktober 2020
    #3
    Bei einem Bekannten wurde eine Krampfader am Hoden entfernt, woraufhin seine Spermaqualität sich erheblich verbesserte - vorher war es durch die Ader dort wohl zu warm.
    Ob seine Diagnose Azoospermie lautete, weiß ich nicht, ihm wurde aber gesagt, dass er ohne medizinische Hilfe kein Kind zeugen könnte, da eben viel zu wenig und zu schlechte Spermien vorhanden seien - er hat aber heute eine Tochter, die auf natürlichem Weg gezeugt wurde.

    Die OP war ambulant und anscheinend nicht schlimm, direkt im Anschluss ging er mit seiner Frau shoppen. :zwinker:
     
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    14 Oktober 2020
    #4
    Okay das ist doch schön freut mich zu hören für deinen Bekannten, dass ihm so schnell und unkompliziert geholfen werden konnte. Aber bei mir ist das so nicht möglich lt. meiner Fachärztin leider.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 14 Oktober 2020 ---
    Hallo sanguina ,

    vielen Dank für die sehr genaue und detaillierte Antwort bzw. dass du dir so viel Zeit dafür genommen hast.

    Das ist ja das Problem, dass selbst der Facharzt keine eindeutige Diagnose gestellt hat sondern nur Vermutungen, weil er sagt die Suche einer Diagnose 'lohnt' sich nicht weil hierzu wohlmöglich mehrere Operationen nötig wären und selbst dann gäbe es keine Garantie, dass man mir sicher etwas sagen kann.

    Das Thema Kinderwunsch belastet unsere Beziehung schon eine ganze Weile und ich weiß selbst erst seit ca. 1,5 Jahren mittlerweile davon, weil es auf natürliche Art und Weise leider nicht funktioniert hat. Psychisch komme ich damit relativ gut klar, aber ich hätte einfach gerne eine Erklärung, weil ich mich immer an alle Regeln gehalten habe nie ernsthafte Verletzungen hatte nie Drogen genommen habe außer ab und zu Shisha usw. und das deswegen als sehr unfair empfinde.

    Leider wurde jetzt bei meiner Frau nachdem meine OP gut gelaufen ist und die Spermaproben entnommen werden konnten auch eine Zyste und damit verbundene Endomitriose festgestellt was natürlich das Ganze wieder erheblich erschwert und schon wieder einen Stein mehr in unseren Weg legt.

    Vielen Dank für deine Glückwünsche und ich bete auch dafür, dass wir mit dem Glück beschenkt werden irgendwann ein Kind zu haben.
     
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    14 Oktober 2020
    #5
    Kiarass88 Im Babybastelthread hatten in den vergangenen Monaten ungefähr ein Dutzend Paare, die nach der Behandlung in einer Kinderwunschklinik schwanger wurden oder noch auf dem Weg dahin sind. Schau dich doch mal um, du bist herzlich willkommen. :smile: Ich selbst bin gerade nach unserer dritten ICSI schwanger. Auch für meinen Mann war es natürlich eine erhebliche Belastung, dass sein schlechtes Spermiogramm der Grund dafür war, dass wir diese Behandlungen durchlaufen mussten. Und auch wir können nur vermuten, woran es liegt. Meist geschahen die Gründe dafür bereits im Kindesalter oder sogar noch im Mutterleib. Bei meinem Mann vermuten wir z.B., dass es daran liegt, dass seine Hoden nie komplett ausgebildet wurden. Das betrifft auch andere Organe. Seine Mutter hatte in der Schwangerschaft eine Infektion, die die normale Entwicklung an dieser Stelle unterbrach. Aber genau wissen wir es nicht.

    Oft sind es Wanderhoden, Hodenhochstand, Varikozelen, wie Riot schon schrieb, aber auch Bakterien oder Infektionen, die die Spermien nicht oder nicht richtig reifen lassen. Wir haben das so hingenommen. Das einzige, was uns wichtig war, war, dass die Einschränkung keine genetische Komponente besitzt, die ggf. an Nachwuchs weitervererbt werden könnte. Das haben wir durch eine andrologische und humangenetische Untersuchung ausschließen lassen. Ansonsten haben wir uns dem Schicksal gefügt, denn letztlich ist es ja auch egal, woran es liegt: Wenn es eh nicht reversibel ist und an das eventuelle Kind nicht vererbt wird, darf der Grund auch ein Mysterium bleiben, wir haben unsere Kraft in die Kinderwunschbehandlung gelegt. Viel Kraft euch bei eurem weiteren Weg, ich drücke euch die Daumen!
     
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    #6
    Ja ich "leide" auch unter dieser Diagnose. Allerdings ist bei mir die Ursache relativ klar. Da in frühester Jugend bei mir eine Leistenbruch-OP verpfuscht wurde habe ich deutlich unterentwickelte Hoden. Die Menge an Spermien ist somit so gering, dass bei mir sogar Kryptospermiose diagnostiziert wurde. Also ich bin klinisch unfruchtbar. Mit dem wenigen was da ist wurde über sechs Jahre per ICSI versucht schwanger zu werden. Ohne Erfolg. Wir haben uns dabei auch immer sehr objektiv darüber Gedanken gemacht, wie es wäre, wenn es nicht klappt. Und dabei auch über Samenspende und Adoption geredet.
    Interessanterweise hat es dann wie durch ein Wunder auf normalem Weg geklappt und unsere Tochter hockt hier gerade auf meinem Schoß und schaut Bobo Siebenschläfer :grin: Klinisch ist das eher eine höchste Unwahrscheinlichkeit. Da ist nix mit dem viel beschworenen "entspannt euch, das wird dann schon".
    Tipps kann ich euch da nun leider kaum geben. Wir haben das ganze Thema halt von Anfang an versucht so rational wie möglich anzugehen. Wir können mit noch so viel Tränen und Hoffen nichts ändern. Also medizinische Hilfe annehmen, Experten fragen, andere Optionen erwägen. Das war aber auch nicht immer einfach. Da sind durchaus einige Nerven und Tränen geflossen. Und lange nicht jeder kann es so rational betrachten. Nehmt euch hier unbedingt dann Hilfe. Und setzt euch damit auseinander, wenn es eben nicht klappt.
     
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    #7
    wieso?
    sie können ja trotzdem ungeschützt ...
    oder wie jetzt??
     
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    #8
    Es ist einfach ein Unterschied, ob man jeden Ungefähr-jetzt-ist-Eisprung-Zeitpunkt in die Kiste hüpft mit dem Gedanken "Es könnte ja klappen!" und irgendwann einfach nen positiven Test in der Hand hält... oder eine Sache, die an einen häufig als super natürlich und easy herangetragen wird, plötzlich "medizinisch" zu sehen. In einem ersten Schritt und manchmal auch zwischendurch geht die Leichtigkeit verloren.
    Diese Vorstellung ist es, die einem genommen wird, dieses "Und dann teste ich und plötzlich bin ich schwanger!" Künstliche Befruchtung ist eine sehr durchgetaktete Angelegenheit.

    Ich glaube, die allermeisten betroffenen Paare machen irgendwann so eine Phase durch in der man versteht, dass es nicht so laufen wird, wie man es erwartet und sich gewünscht hat.
     
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    #9
    Off-Topic:

    naja ...
    "kinder kriegen" oder "kinder nicht kriegen" in allen möglichen formen ist wohl häufig nicht die einfache traumnummer von "wunschschwangerschaft zum wunschzeitpunkt mit dem wunschpartner in der wunschbeziehung und der wunschlebenssituation" -
    und vermutlich noch häufiger als das nicht-erscheinen geplanter kinder ist das erscheinen ungeplanter ...
    ich denke, beide varianten können zu schwerwiegenden lebenssituationen führen - wobei man in letzterer situation allerdings unter akutem handlungs- und entscheidungszwang steht ...
     
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    #10
    Off-Topic:
    Die meisten Paare bekommen Kinder immer noch auf einfachem, natürlichem Weg - Penis in Vagina, erledigt. Wenn das, warum auch immer, nicht geht, belastet das, und das ist legitim. Nichts anderes hat sanguina gesagt. Ich hätte auch lieber einfach Sex gehabt, ohne andauernde Ovus, Temperaturmessen, halbe Stunde liegenbleiben und Sterillität. Ich bin dankbar, dass es geklappt hat. Schön ist aber definitiv was anderes und ich bin traurig darüber, dass es nicht auf normalem Weg ging. Und das darf ich auch sein.
     
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    30 Oktober 2020
    #11
    hab dem ihren nicht widersprochen.
    lediglich damals nachgefragt, was damit gemeint war.
     
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    #12
    Off-Topic:
    SAMSARA wie Bria schon erwähnt hat: Es läuft halt nicht bei jedem so, dass man das Kondom oder die Pille weglässt und nach ein paar Monaten testet man positiv und nochmal Monate später kommt bei der komplikations- und interventionslosen Geburt ein quietschfideles Baby bei rum.

    Mein Mann und ich als Beispiel: Wir haben noch nicht mal zu basteln begonnen und meine Vagina wurde von ~ 10-15 Gynäkologen in den letzten 2 Jahren begutachtet, meist im Krankenhaus. Eine Bauchspiegelung inkl. Visiten und Hinzurufen der Oberärztin, eine rektale Untersuchung (lecker :ichsagnichts:), diverse Abstriche, US-Untersuchungen, Diskussion über eine mögliche zweite OP.

    Und dann mein Mann: Tastuntersuchung, Blutabnahme, Spermiogramm.

    Dann noch das ganze "Periphere" drum herum: Medikamente, Behandlungspläne.

    Und wir sind da noch lange nicht das Extrem. Da gibt es noch ganz andere "Fälle" und schon bei uns ist es nicht immer angenehm.

    Und wenn es dann bei uns ans tatsächliche Basteln geht, geht die Maschinerie weiter... und wenn es nicht schnell genug klappt, ohne dass weiterer Schaden entsteht, Bastelpause, noch eine OP...
     
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    #13
    Allerdings geht es hier nicht um ungeplante Kinder sondern du warst verwirrt ob sanguina s Aussage - hier geht es um Schwangerschaften, die nicht "einfach so" entstehen. Und ich habe versucht dir zu erläutern, warum das belastend sein kann.
    Wer den medizinischen Weg geht, der will ein Kind. Bzw wollte schon zuvor eines. Ich weiß nicht, ob du Kinder hast oder planst, aber klar betrübt es einen im Laufe des Kinderwunschs manchmal, dass einem Momente genommen werden, die man sich erwünscht hat.

    Es geht nicht darum was wann schwerer wiegt. Solche Situationen sind nicht vergleichbar.
     
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    #14
    Off-Topic:
    *nick
    die bastel-verlust-aussage.

    und ...
    weil nicht vergleichbar auch nicht verglichen. lediglich in den ot-raum gestellt.

    den wir aus meiner sicht auch wieder schließen können.

    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 30 Oktober 2020 ---
    Off-Topic:

    NS:
    ich kenn die andere seite
    der medaille ...
     
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