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  • Koyote
    Koyote (39)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    5 März 2005
    #21
    Die Bundeswehr ist nicht "fast überflüssig" heutzutage, wer so etwas behauptet, zeigt damit, daß er keinerlei Kenntnisse auf dem Gebiet der Geschichte und Politik besitzt.
    Gerade das Gleichgewicht der Kräfte zwischen Warschauer Pakt und Nato hat es möglich gemacht, daß in Europa so lange Frieden war, wie niemals vorher.
    Die Bedrohung, der wir heute ausgesetzt sind, können wir nur durch eine Bundeswehr begegnen, jedem Gegner der Bundeswehr sollte der 11.092001 eindrucksvoll und zugleich grausam vors Auge geführt haben, daß die heutigen Agressoren weitaus schwieriger und komplizierter unter Kontrolle zu halten sind als noch vor vielen Jahren. Ja, wir sind zur Zeit von Freunden umgeben, durch die heutigen Technolgien muss ein gegener aber nicht mehr auf dem territorium des Nachbarlandes seine Truppen anfangen zu postieren, damit wir wissen, in x Monaten kann er uns dann angreifen. Bei den heutigen Gegnern handelt es vorwiegend um Terroristen, die in kleinen unauffälligen Einheiten ihre Anschläge gezielt gegen die Bevölkerung richten, da beträgt die Vorbereitungszeit Null.
    Die Bundeswehr ist also alles andere als überflüssig!
    Gruß koyote
    PS: Deine Rechtschreibung solltest Du dringend überarbeiten, wenn Du Probleme damit hast, verhindert das nicht, seine Beträge vorher nochmal durchzulesen. So sind sie nämlich fast unlesbar.
     
  • Dexterinus
    Dexterinus (35)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    5 März 2005
    #22
    ok jetzt muss ich mich noch mal zu wort melden: es mag sein dass Bund/Zivi nicht so überflüssig sind wie es vielleicht aus meinem Posting rauskommt. Allerdings finde ich es unmöglich Milliarden für eine "Ausbildung" auszugeben von der wirklich NIEMAND etwas hat!

    Und ich denke sogar, dass es bei Beseitigung der Wehrpflicht und einer Erhöhung der Anreize (mehr Lohn...) es sich genug Leute nach der Schule finden lassen würden, die das FREIWILLIG machen würden.

    Und selbst wenn nicht: Ein Jahr als Bundler oder Zivi kann schon Leuten helfen z.B. mal von daheim wegzukommen und auf eingenen Beinen zu stehen und so weiter. Aber junge Menschen in Ausbildung/Beruf die Zukunft aufzuzwingen halte ich für einen schlimmen Fehler!

    Und was das mit den Frauen angeht: Ich habe in keinem Satz gesagt, dass ich als MANN benachteiligt bin!
     
  • David1984
    Gast
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    5 März 2005
    #23

    ich habe ja auch nicht gesagt das sie ganz überflüssig ist !sie sollte sich verkeinern und speziler werden !!!(berufarmee) und die geschichten ereignisse waren ausschalag geben für die heutige entwicklung!Aber das war vor mehr als 50 jahren !! dies war schon wichtig Aber wir sind in einer zeit jahre 2000 wo der genger der terror ist und nicht irgenrt ein Land ! wies soll dann bitte mit einer armee denn terror aufhalten oder verhintern wenn du gesagt Bei den heutigen Gegnern handelt es vorwiegend um Terroristen, die in kleinen unauffälligen Einheiten ihre Anschläge gezielt gegen die Bevölkerung richten, da beträgt die Vorbereitungszeit Null. wie soll das gehen ? das mit dem elften september ist tragisch! hast man ja gesehen was sie machen konnte oder ? Die Amree Konnte nicht verhinder das dies geschar !dess wegen ist es ein unsins an demm grundwehrdinst fest zu halten und weiter zu machen,dies ist auch eine meinung eines bekannten der beim bund arbeiten als general der wir woll wissen wie dort läuft Berufsarmee ist das was kommen wird und auch das besseres ist !!

    p.s. ist es so besser mit der schreibung ???
     
  • Dr. Tell me
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    5 März 2005
    #24
    ich weiss ja nich wie alt dein mann is aber heutzutage werden sogar nich mehr alle eingezogen die dazu fähig sind - sicher die bundeswehr ist sicher aber sollte man das nicht denen überlassen die das berufsmäßig machen wollen? mit eppilepsie wirst du heutzutage im übrigen zu 100% ausgemustert... ausserdem kannste wegen jeder banalität ausgemustert werden - zum beispiel pollenallergie - auch wenn sie noch so schwach ist (ist bei mir der fall)... vor allem nachgewiesene lebensmittelallergien sind ausmusterungsgründe - en freund von mir hat glutenallergie - kann also kein normales brot essen...
     
  • deBergerac
    deBergerac (32)
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    Single
    5 März 2005
    #25
    Nein. Aber wie wäre es mit kleineren Schritten? Beispielsweiße am Satzende einen Punkt setzen? Vorübergehend vollständig auf Großbuchstaben zu verzichten, anstatt sie falsch einzusetzen? Den Text vor dem Abschicken wieder zu lesen? Dann könntest du langsam aber sicher zur korrekten Wiedergabe der Buchstaben, zu korrekter Grammatik und in letzter Konsequenz auch zu Sinnabschnitten übergehen. Das wär doch mal was.

    Welcher General (und welcher genaue Dienstgrad) befürwortet eigentlich eine Freiwilligenarmee? Hat er das auch schon öffentlich getan? Das wäre eine wirklich hilfreiche Information. Meine Erfahrung geht nämlich dahin, dass Offiziere fast alle Befürworter der Wehrpflicht sind. Und sowas hat geschworen die "Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen". Es gibt nichts unwürdigeres für eine freie Gesellschaft als seine jungen Männer in die temporär in die Sklaverei zu schicken.

    Edit: Ein sehr sicherer Weg ausgemustert zu werden ist es übrigens Mitglied oder noch besser Funktionär der NPD zu sein. Angeblich hat es bei dem ein oder anderen auch schon gereicht bei der Musterung den Nazi nur "zu spielen".
     
  • Silke74
    Silke74 (43)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    6 März 2005
    #26
    @ tell me, mein Mann wir 30 und ist jetzt seit fast 3 Jahren vom bund weg.

    Er wurde eingezogen als er mit der Lehre fertig war, das war dann 1998, also nicht so lange her und da wurde ein eppeleptiker eingezogen.

    @ David, die Bundeswehr istr nicht nur für Kriege da, sondern für viele andere Sachen auch.

    Ja, die Sache mit dem 11.September ist tragisch und zu der Zeit, sass ich auf heissen Kohlen, denn mein Mann hätte jeden Tag damit rechnen müssen eigesetzt zu werden, aufgrund seiner Ausbildung dort.
    Das war keine schöne Zeit, denn ich sass mit einem 1 1/2 jährigen Kind zu Hause und musste damit rechnen das er mal einen Tag nicht nach Hause kommt und ich nicht gewusst hätte wo er hin ist.

    Ok, das "Männer" eingezogen werden sollen, wenn sie gerade im Studium oder sonstiges sind, finde ich auch nicht gerade toll, das sollte man anders hin bekommen, aber ich finde den Wehrdienst schon wichtig.

    Man könnte auch dafür erst einmal diejenigen einziehen, die ohne Lehre oder so da stehen und dem Staat auf der Tasche liegen, weil sie evtl auch nicht arbeiten wollen.
    So würde auch die Arbeitslosenrate sinken.

    Trotz alledem finde ich den Bund sehr wichtig.
     
  • 123hefeweiz
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    6 März 2005
    #27
    Mir kommen die Tränen... all die ausgebeuteten jungen Männer in der Blüte ihrer Jahre. Die UNO sollte Blauhelme schicken *SCNR*

    Für mich persönlich ist es deutlich unwürdiger, die einem als Staatsbürger verliehenen Rechte wahrnehmen zu wollen und die damit möglicherweise verbundenen Pflichten rundheraus abzulehnen.

    Gruß
    hefe
     
  • deBergerac
    deBergerac (32)
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    6 März 2005
    #28
    Probleme mit meiner, zugegeben etwas pathetischen, Wortwahl? Dann gib mir doch bitte deine Definition von Sklaverei und Zwangsarbeit und wie sich Wehrpflicht davon unterscheidet.

    Der Staat verleiht mir keine Rechte. Rechte sind eine vorstaatliches Kategorie. Man schließt sich vielleicht zu einem staatlichen Kollektiv zusammen um sie durchzusetzen, aber ein Staat ist nicht die einzige Möglichkeit sie zu verwirklichen.
    Ich wurde übrigens nie gefragt ob ich die deutsche Staatsbürgerschaft (oder überhaupt eine) haben will. Von diesem Staat erfuhr ich persönlich bis dato nur Zwang und Einschränkung von Selbstverständlichkeiten unter Gewaltandrohung. Kein Gebilde das es mir wert ist verteidigt zu werden.
     
  • Koyote
    Koyote (39)
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    Verheiratet
    6 März 2005
    #29
    Leider wurde die Deutschen auch nicht befragt ob Du die deutsche Staatsbürgerschaft verdienst.

    Natürlich gibt es überall Einschränkungen und Zwänge denen man unterworfen, in keinem Staat kann es totale Freiheit geben. Wenn dir ensthaft nicht bewusst ist, welchen rechte Dir der Staat verleiht, dann solltest Du Dir vielleicht mal das Grundgesetz durchlesen. Dann kannst du Dich vor den Fernseher setzen und nachrichten ansehen und dann wirst du feststellen wie es in anderen Staaten ist. Alternativ könntest Du auch im Internet auf den seiten der Menschenrechtsorganisationen nachlesen, was in ajnderen staaten passiert. Wenn Du dann immer noch nicht verstanden hast, welche Rechte Du hast, die sehr viele Menschen auf dieser Welt nicht haben, solltest Du vielleicht auswandern.

    Gruß koyote
     
  • deBergerac
    deBergerac (32)
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    6 März 2005
    #30
    Das ist mir auch herzlich egal. Selbst wenn es mir angeboten worden wäre, ich hätte es ausgeschlagen.

    Das haben Staaten so ansich. Es gibt welche mit mehr und welche mit weniger Freiheit. Vollkommene Freiheit funktioniert nur ohne Staat. Das ist dummerweise ein mehrheitlich als unbequemer Weg empfundener Weg. Mein ureigenstes Interesse ist es möglichst viel Freiheit zu haben.

    Witzbold. Papier ist geduldig. Würde habe ich auch ohne das das irgendwo gedruckt steht. Und eigentlich ist es für mich selbstverständlich das ich arbeite wie ich will, das ich nicht Sklave eines anderen bin, das ich Meinungen äußere wie ich will.
    Eine Verfasssung ist nichts anderes als eine Selbstverpflichtung des Staates bei solchen Alltagsfreiheiten keine oder nicht übermäßig viel Gewalt gegen die einzelne Person anzuwenden. Sicher gibt es Staaten die das anders handhaben.

    Rechte sind eine vorstaatliche Kategorie, ich kann es nur wiederholen. Dieser Staat garantiert sie mir nicht, er schränkt sie ein. Auswandern ist auch mittelfristig geplant. Dazu muss ich mir aber erst einmal einen ordentlichen Kapitalstock erarbeiten.
     
  • 123hefeweiz
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    6 März 2005
    #31
    Nun, für Sklaven ist eine Entlohnung üblicherweise nicht vorgesehen. Der Sold ist zwar eher kärglich, aber vor knapp zehn Jahren kam ich als Zivi schon auf rund 1.000 DM, was für einen Schulabgänger gar nicht so wenig ist. Außerdem sind dir auch während der Dienstzeit gewisse Grundrechte garantiert - beispielsweise das Recht auf freie Meinungsäußerung, von dem du ja jetzt schon recht fleißig Gebrauch machst.

    Sondern? Zugegeben, der Gedanke der unveräußerlichen Grundrechte ist etwas abstrakt, aber die zugrunde liegenden Theorien sollten jemandem in deinem Alter nicht ganz fremd sein. Das schönste Recht auf Freiheit und körperliche Unversehrtheit hilft dir nix, wenn es niemand durchsetzen kann - sei es die Polizei, ein Gericht oder eben auch eine im Auftrag des deutschen Volkes handelnde Armee.

    Wenn du bisher schon so schlimm unterdrückt wurdest, solltest du wirklich übers Auswandern nachdenken. Denn in einigen Jahren wirst du auch um so unschöne Sachen wie Steuern bezahlen, ggf. Zwangsmitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse oder Weisungsgebundenheit gegenüber einem Vorgesetzten oder Chef nicht mehr rumkommen.

    Gruß
    hefe
     
  • Koyote
    Koyote (39)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    6 März 2005
    #32
    Es ist nur deshalb für Dich selbstverständlich weil sie Dir dieser Staat garantiert. In anderen staaten wärest Du es gar nicht gewohnt Deine Meinung zu äußern, weil Du wüsstest daß es mit Folgen für Dich verbunden wäre, daher nimmst Du gerade fleissig Deine garantierten Rechte in Anspruch...

    Ansonsten gebe ich es hiermit auf Dir das zu erklären, was die Schule und Deine Eltern scheinbar versaut haben kann ich auf diesem Wege auch nicht retten...
    Koyote
     
  • deBergerac
    deBergerac (32)
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    Single
    6 März 2005
    #33
    Stimmt, Sklaven werden dafür voll versorgt.

    Schonmal Artikel 17a des Grundgesetz zur Kenntnis genommen?

    Wessen Theorien meinst du? Da fiele mir spontan der gute John Locke ein. Dessen Eigentumsbegriff, als Einheit von Eigentum an seiner Person, Freiheit seiner Handlungen und Eigentum an seinem Vermögen ist in dessen Staatstheorie auch ein vorstaatliches Naturrecht. Nur ist dieser vorstaatliche Zustand durch Rechtsunsicherheit gekennzeichnet.
    Welche Rechtfertigungstheorie für den Staat hast du denn im Hinterkopf?

    Habe ich wie gesagt mittelfristig vor.

    Siehst du keinen Unterschied zwischen den ersten beiden Dingen und letzterem?

    Du merkst scheinbar nicht worauf es hinausläuft. Ohne Staat könnte ich mich auch frei äußern. Ich wäre nur für meine Freiheit selbst verantwortlich. Sprich käme eine Person und versuchte sie diese Freiheit mittels Gewalt einzuschränken müsste ich mich selbst verteidigen. Das staatliche Kollektiv mag ein bequemes Mittel sein solche Aggression von Personen gegen andere zu verfolgen und selbst mit Gewalt zu ahnden. Ohne den Staat wäre es ein Zustand von Rechtsunsicherheit.

    In den anderen Länder auf die ihr verweist ist es immer der Staat oder ein anderes Kollektiv das Gewalt anwenden kann das diese Freiheiten einschränkt. Wer zensiert denn? Wer schickt denn Leute in Zwangsarbeit? Wer foltert und mordet denn in diesen Teritorien? Der Staat oder Kollektive die geballte Macht haben.

    Diskussionsunfähig sobald jemand nach dem 2. Versuch nicht deiner Meinung ist?
     
  • 123hefeweiz
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    6 März 2005
    #34
    Richtig. Aber: Verpflegung und Unterkunft mögen zwar im Ritz in Paris etwas besser sein, trotzdem ist beides auch beim Bund frei. Auch als Zuviel-Dienst-Leistender (Wortspiel!) hast du Anspruch auf Gemeinschaftsverpflegung oder Essensgeld, sowie ab einer bestimmten Entfernung freie Unterkunft.

    Übrigens solltest du den genauen Wortlaut von Art. 17a Abs.1 GG beachten. Dort heißt es: "(1) Gesetze über Wehrdienst und Ersatzdienst können bestimmen[...]". Mir wäre aber kein solcher Fall bekannt. Kennst du denn ein entsprechendes Gesetz?

    Viel Erfolg. Ich bin sicher, Menschen mit deiner Einstellung werden überall mit offenen Armen empfangen.

    Im Grunde genommen nicht.

    Gut erkannt, Watson. Trotzdem gehe ich davon aus, dass du im Laufe deines Lebens bereits eine ganze Reihe von Dienstleistungen in Anspruch genommen hast, die du offensichtlich als selbstverständlich erachtest. Strom aus der Steckdose, Wasser aus dem Wasserhahn, halbwegs taugliche Straßen, funktionierende Versorgung auch mit Luxusgütern, ärztliche Behandlung, trotz PISA immer noch gute Bildung/Ausbildung... für all diese Dinge hat jemand bezahlen müssen, und das war und ist unsere Gesellschaft. Ich finde es nur recht und billig, sich für alle diese Dinge erkenntlich zu zeigen und gewisse Gegenleistungen zu erbringen.

    Gruß
    hefe
     
  • deBergerac
    deBergerac (32)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    6 März 2005
    #35
    Ich gebe zu, die Wortwahl war sehr pathetisch. Nur Wehrdienst ist ein Arbeitsverhältnis das dadurch gekennzeichnet ist das man es nicht freiwillig eingegangen ist, das man es nicht aus eigenem Willen beenden kann und das bei dem Versuch es nicht aufzunehmen oder es eigenmächtig zu beenden negativ sanktioniert wird. Das ist charakteristisch für Zwangsarbeit und im notwendigen (nicht unbedingt hinreichenden) Sinne auch für Sklaverei.

    Das Wehrpflichtgesetz ist die konkrete Umsetzung. Der Paragraph 51 nennt die konkreten Einschränkungen.
    http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/wehrpflg/__51.html

    Ich weiß gar nicht warum ihr beide euch so an meiner Person stört. Ihr kennt weder mich, noch mein tatsächliches oder geplantes Handeln. Trotzdem wird abfällig über meine Elternhaus gesprochen.
    Was machst du eigentlich momentan so für diese Gesellschaft? Irgendwelche Ehrenämter? Versteh mich nicht falsch, ich will jetzt hier kein Aufrechnen anfangen um mir damit moralische Integrität zu verschaffen, aber sei versichert, so destruktiv wie ich vielleicht schreibe bin ich nicht. Um es mit Goethe auszudrücken: "Ich bin ein Teil von jener Kraft, Die stets das Böse will und stets das Gute schafft./ Was ist mit diesem Rätselwort gemeint?/ Ich bin der Geist der stets verneint!"

    Nun, das Arbeitsverhältnis ist eine private, vertraglichbasierte freiwillige Entscheidung. Staatliche Zwangsversicherung ist das nicht.

    Selbstverständlich habe ich Dienstleistungen in Anspruch genommen, ziemlich unmöglich ohne auszukommen. Als selbstverständlich erachte ich dabei nur, dass es Menschen gibt die diese Dinge anbieten und das man aus solchen Angeboten auswählen kann. Gegenleistungen in monetärer Form sind bei Verträgen eigentlich auch eine Selbstverständlichkeit.

    Ich will jetzt nicht anfangen welche dieser staatlichen, teilstaatlichen, ehemals staatlichen Dienstleistungen wieviel wert sind und ob sie nicht besser in privater Hand aufgehoben wären. Aber in gewisser Hinsicht wurden durch meine Eltern und auch durch mich ein guter Teil Geld an diesen Staat transferiert. Mir wurde also nicht direkt ein Geschenk gemacht für das ich mich jetzt artig bedanken und revanchieren muss.

    Ich stelle arg in Zweifel ob eine Gegenleistung in Form von Zwangsarbeit für einen kleinen Teil der Bevölkerung notwendig oder gar gerecht ist.
     
  • 123hefeweiz
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    6 März 2005
    #36
    Hab ich da jetzt was verpaßt? Oder hat irgendjemand irgendwo irgendwas über dein Elternhaus geschrieben? Ich habe auch nicht deine Person oder deine Absichten kritisiert sondern die Einstellung, die du hier an den Tag legst. Andere Aspekte deiner Persönlichkeit kann und will ich nicht beurteilen.

    Na, wenigstens vom staatlich zwangsverordneten Deutschunterricht ist was hängen geblieben... *g* Ich habe mich von 1981 bis 2003 in der außerkirchlichen Jugendarbeit engagiert und war die letzten sechs Jahre stellvertretender Vorsitzender und Technischer Leiter einer Jugendorganisation. Im Moment beschränkt sich mein Beitrag allerdings auf meine brav gezahlten Steuern. Ach ja, ich bin Zivi in der ambulanten Altenpflege gewesen.

    Du mußt ja nicht zwangsversichert sein. Kannst dich selbständig machen oder soviel verdienen, dass die gesetzliche Versicherungspflicht wegfällt. Und es steht dir jederzeit frei, deinen Job zu kündigen. Auf das dann nicht mehr vorhandene Einkommen entfallen dann auch keine Steuern und Sozialabgaben mehr.

    Da du das Wehrpflichtgesetz so gut kennst: du kannst jederzeit totalverweigern. Das ist nicht direkt verboten, sofern man bereit ist den dafür fälligen Preis (ggf. in Form von Freiheitsentzug) zu zahlen. Und gerade du als aufrechter und unerschrockener Gegner staatlicher Willkür bist doch sicherlich stolz auf dein Martyrium, wenn man dich ungerechtfertigt bestraft, nur weil du dich der Unterdrückung nicht beugen wolltest.

    Gruß
    hefe

    edit:
    Das mag sein, dort stehen Einschränkungen. Aber könntest du denn freundlicherweise diese Einschränkungen anhand konkreter Fälle oder Beispiele belegen? Wie du selber schon sehr richtig geschrieben hast: Papier ist geduldig (ein Webserver scheinbar auch)...
     
  • deBergerac
    deBergerac (32)
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    Single
    6 März 2005
    #37
    Koyote: "Ansonsten gebe ich es hiermit auf Dir das zu erklären, was die Schule und Deine Eltern scheinbar versaut haben kann ich auf diesem Wege auch nicht retten..."
    Meine Einstellung zum Thema Staat hat auch prinzipiell nichts mit meiner Einstellung zum Thema Arbeit zu tun. Ich sorge mich insofern nicht allzusehr über ein Scheitern aufgrund meiner Einstellung.

    Irrtum, den Faust habe ich vorher privat gelesen.

    Du musst nicht leben, es steht dir jederzeit frei dich umzubringen. Wer nicht unter diese Kriterien fällt hat in diesem Land keine Möglichkeit dem zu entziehen.

    Absoluter Nonsense den du schreibst. Du könntest dann auch einen beliebigen Straftatbestand des StGB nennen und sagen er wäre nicht direkt verboten. §§15, 16 WStG regeln das mit der Totalverweigerung.

    Märtyrer sind Idioten. Ich bin mit 10 in die Jugendfeuerwehr und seit über 2 Jahren in der aktiven Wehr, freiwillig. Das kommt mir zu gute, die Verpflichtung für 6 Jahre im KatSchutz ist ein eleganter und legaler Weg um diese Scheiße rum.
    Trotzdem bin ich Wehrpflichtgegner.

    Irgendwie sollte das offensichtlich sein:

    körperlichen Unversehrtheit: Fängt schon bei der Musterung an, und in der Grundausbildung nimmt man auch nicht allzuviel Rücksicht auf Wehwehchen.

    Freiheit der Person: Wer Befehle befolgen muss, der ist nicht mehr in seinen persönlichen Handlungen frei.

    Freizügigkeit: Unerlaubtes Fernbleiben ist ein Straftatbestand.

    Unverletzlichkeit der Wohnung: Durchaus schon passiert, dass jemand zur Musterung von der Polizei aus der Wohnung geholt wurde.
     
  • 123hefeweiz
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    7 März 2005
    #38
    ...löblich...

    Immerhin scheint es einen recht großen Anteil an Leuten zu geben, die diese genannten Möglichkeiten nutzen.

    Nun, das ist Einstellungssache. Ich persönlich finde, dass Parken in der Fußgängerzone mit 35 € eben etwas teurer ist als im Parkhaus. Daher gilt es abzuwägen. Könnte mir auch Situationen vorstellen, in denen ich jemanden töte und danach brav ins Gefängnis wandere.

    Das ist dein gutes Recht. Aber es gibt vernüftigere und offensichtlichere Argumente dagegen als das fadenscheinige Beharren auf irgendwelchen gottgegebenen Rechten. Mach mal die Augen zu, dann siehst du was du ohne Staat und Gesellschaft hättest.

    Ach, um Gottes Willen. Es ist die Bundeswehr und nicht die Navy SEALs.

    Wenn ein Befehl deinem Rechtsverständnis widerspricht bist du sogar gesetzlich verpflichtet, ihn zu verweigern. Das gilt übrigens auch für Berufssoldaten und ist nicht wehrdienstspezifisch.

    Wenn du einer anderen Arbeit unerlaubt oder ohne triftigen Grund fernbleibst musst du auch mit entsprechenden Konsequenzen rechnen. Auch als dein eigener Chef.

    Auch das nicht unbedingt wehrdienstspezifisch. Hast du denn einen Präzedenzfall parat?

    Nach meinem Verständnis bedeutet Freiheit nicht, dass ich wie ein kleines Kind tun und lassen kann was ich will. Freiheit bedeutet, sich zu jedem Zeitpunkt für verschiedene Handlungsmöglichkeiten entscheiden zu können und die Resultate dieser Entscheidungen als logische Konsequenz derselben zu betrachten.Die Frage muss also nicht lauten: "Warum geht es mir so schlecht?" sondern "Was wären die Alternativen?"

    Gruß
    hefe
     
  • deBergerac
    deBergerac (32)
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    Single
    7 März 2005
    #39
    Selbstständige arbeiten und können sich frei entscheiden wie sie sich absichern. Warum sollten das Angestellte nicht dürfen? Aber das ist nicht der Punkt.

    Es besteht ein Unterschied zwischen einer Ordnungswiedrigkeit und einer Straftat. Die Relation zwischen den Konsequenzen ähnelt der zwischen blauem Fleck und Querschnittslähnmung. Abgesehen davon ist und bleibt deine Aussage Nonsense, bestenfalls unnütze Sophisterei.

    Wenn man Prinzipien gegen Sachzwänge tauschen will vielleicht. Mir fielen sicher auch noch einige gute Sachgründe ein warum die Wehrpflicht unnütz ist, aber Freiheit ist mein oberstes Prinzip.

    Ohne Familie und Freunde sicher, ohne Gesellschaft vermutlich, aber ohne Staat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht.

    Das ändert nichts an der Tatsache. Nur weil es in Stalingrad bitter kalt war, ist der Bund kein Zuckerschlecken.

    Nicht mein Rechtsverständnis, sondern Recht und Gesetz. Und die Auslegung bleibt anderen überlassen. Schütze Arsch ist letztendes der Leidtragende. Aber auch das hat nichts mit der Grundrechtseinschränkung zu tun.

    Grundsätzlich geht man Arbeitsverhältnisse aus eigenem Willen ein, da liegt der Unterscheid zur Bundeswehr. Und das man nicht strafrechtlich verfolgt werden kann, höchstens zivilrechtlich falls man Schaden anrichtet.

    Was? Die Vorführung zur Musterung ist nicht wehrdienstspezifisch?

    Für mich ebenfalls nicht. Freiheit ist das Recht sein Leben ohne Gängelung von außen leben zu können, ohne jemand anderen in dem selben Recht einzuschränken.

    Du kannst dich mit den genannten Einschränkungen wenden wie du willst, aber mit dieser Definition fällt Wehrdienst unter die Kategorie Unfreiheit.
     

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