• huhngesicht
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    4 Dezember 2014
    #1

    Prostitution und Schwangerschaft

    Die andere Diskussion ueber Abtreibung brachte mich auf dieses Thema. Grundsaetzlich ist ja der Erzeuger finanziell verantworltlich fuer Nachwuchs. Gilt das auch im Rahmen von Prostitution? Liesse sich eine Prostituierte von einem reichen Kunden schwaengern, koennte das ihre Lebenssituation ja erheblich verbessern. Ich habe von sowas aber noch nie gehoert.
     
  • User 4590
    User 4590 (36)
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    4 Dezember 2014
    #2
    Das Recht auf Unterhalt ist ein Anspruch des Kindes, nicht der Eltern, darauf können die Erzeuger also nicht einfach verzichten - daher gehe ich mal schwer davon aus, dass das auch gilt, wenn eine Prostituierte von einem Kunden ein Kind bekommt.

    Was man machen kann, ist, dass die Mutter den Kindsvater von seiner Unterhaltspflicht entbindet; aber auch dann besteht der Anspruch des Kindes immer noch weiter, d. h. das Kind kann jederzeit hingehen und seinen Erzeuger auf Unterhalt verklagen. Dieser muss dann zahlen, kann sich das Geld aber wiederum von der Mutter zurückholen, da diese ihn ja von der Unterhaltspflicht entbunden hatte.
     
  • User 108566
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    4 Dezember 2014
    #3
    Im Grunde hat ja nicht die Mutter, sondern das Kind das Recht auf finanzielle Unterstützung und damit würde sich nicht zwingend die Situation der Frau verbessern, denn reich wird man durch den Unterhalt für ein Kind nicht. Da überwiegen dann wohl für eine Prostituierte die Nachteile, als dass sie sich bewusst durch einen Freier schwängern lassen würde. Für sie entsteht dadurch keinerlei Anspruch auf irgendwas.
     
  • User 142227
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    vergeben und glücklich
    4 Dezember 2014
    #4
    Ich habe da rechtlich gesehen ehrlicherweise absolut keine Ahnung.

    Aber rein von der Überlegung her:
    Prostituierte bieten ja quasi eine Dienstleistung an, die von Männern (od. Frauen) in Anspruch genommen werden können. Welche Folgen (SS, Krankheiten) daraus entstehen - ist das nicht sozusagen "Berufsrisiko"? - Auch wenn es sich mega unsensibel anhört, das ist schon klar. Mindestens Kondome sollten ja in dieser Branche eigentlich immer verwendet werden.

    Ein Dienstleister hat ja rein theoretisch auch einen reibungslosen und folgenlosen Ablauf zu verantworten...der Anzunehmende zahlt und ist (theoretisch) raus aus der Sache. Sehr plastisch das Ganze.

    Da es hier um ein möglicherweise entstehendes menschliches Wesen geht, finde ich die ganze Sache sehr, sehr heikel. Der Vater liese sich ja nur durch Vaterschaftstest eindeutig feststellen. Ich könnte mir schon vorstellen, dass man diesen "zwingen" kann, für seinen Nachwuchs zu sorgen. Es ist und bleibt ja sein Kind und moralisch gesehen fände ich es korrekt, wenn dieser Unterhalt zahlen sollte. Schließlich weiß er von dem Risiko einer SS wenn man Sex hat. Pannen können immer passieren.
     
  • User 107106
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    4 Dezember 2014
    #5
    Für Unterhalt un Co braucht man aber einen Namen. Wenn also die Frau nicht weiß, wer der entsprechende Mann überhaupt war, wie soll sie dann ihn herantreten und ggfs. Geld einfordern? Exklusive Huren sind da sicher etwas anderes, aber ich gehe jetzt mal von der 0-8-15-Prostituierten aus, die am Puff in der Nähe der Autobahn arbeitet.
     
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  • User 139398
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    vergeben und glücklich
    4 Dezember 2014
    #6
    Hm ich denk mal 1. Ist es schwer den vater des kindes herauszufinden den ich glaube die meisten sagen sicher nicht den namen od sonst iwelche persönlichen informationen über sich
    2. Hab ich mal gehört das eine prostituierte dafür zu sorgen hat immer ein kondom dabei zu haben und wenn es mal doch passiert muss sie bzw der zuhälter dafür sorgen abtreiben zu lassen

    Und bei denen die keinen zuhälter haben wird wahrscheinlich das erste in frage kommen
     
  • simon1986
    simon1986 (34)
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    4 Dezember 2014
    #7
    Off-Topic:
    Ich gehe davon aus dass es NICHT um Rechtsberatung geht, da hier nicht jemand wissen möchte, ob ER unterhaltspflichtig wird. Also eine Neugier-Frage :zwinker:


    Das Kind hat in jedem Fall Recht auf Unterhaltszahlungen. Ich denke es wird sogar erbberechtigt. Es gibt nicht mehr "Kinder und Kinder". Nur muss der Vater nachgewiesen werden können. Was aber tendenziell einfacher wird, und nicht schwieriger.

    Abgesehen davon kann man bei einer Priostituierten mit ungeschütztem Verkehr noch ganz anderes auflesen als eine Vaterschaft.
     
  • User 116134
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    5 Dezember 2014
    #8
    Ich glaube, das passiert recht selten.
    Die meisten Damen unterstehen ja einem gewissen "Arbeitgeber", der darauf achten sollte, dass immer verhütet wird- wäre sicherlich nicht förderlich, spräche sich rum, dass man im Bordell XY gerne mal Vater wird.
    Außerdem müssten bestimmt sehr viele Männer auf eine Vaterschaft getestet werden- weiß nicht, ob das rechtlich durchsetzbar wäre?
    Zusätzlich denke ich, dass bei Professionellen die Angst vor Krankheit vielleicht doch zu hoch ist, damit ein Mann ohne Kondom mit einer Dame schläft.
     

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