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    8 Januar 2019
    #1

    Religion/Kirche und Liebe

    [​IMG]

    In Moewmoew 's Thread (Öffnet ihr den Sternsingern?) haben sich einige ja sehr, sehr, sehr negativ gegenüber der Kirche geäußert.
    Nun kam mir die Frage:
    Sagen wir mal, ihr lernt eine Frau oder einen Mann kennen, ihr geht auf ein paar Dates, findet euch sympathisch und es besteht Potential für "mehr". Nach einiger Zeit erwähnt diese Frau/dieser Mann aber, dass er aktives Kirchenmitglied ist. Sie/Er glaubt an Gott, geht regelmäßig in die Kirche und findet die Institution der katholischen Kirche gut.
    Wie reagiert ihr?
    Wäre das für euch ein Ausschlussgrund die Person weiter zu treffen?
    Würdet ihr versuchen sie zu bekehren?
    Was, wenn die Person auch gerne kirchlich heiraten möchte?

    Wie sieht es mit anderen Religionen aus? Seid ihr da offener?

    Liebe Grüße
    vry
     
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    8 Januar 2019
    #2
    ja, definitiv.
    nein, so etwas versuche ich gerade in dem bereich ohnehin nicht.
    das kann sie gerne tun, nur nicht mich :zwinker:

    bin überzeugte atheistin. wir würden uns damit wohl beide keinen gefallen tun.
     
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    8 Januar 2019
    #3
    ja gravierende Diskrepanzen in Sachen Religion bzw. Religionsausübung wären für mich ein Grund, das Dating abzubrechen.
    Jeder darf und soll glauben was er möchte und darf so aktiv gläubig sein wie er möchte, aber mit mir und meiner Einstellung wäre das einfach nicht kompatibel.
    Ein Beziehungsleben stelle ich mir relativ unmöglich vor, wenn einer sozusagen aktiver Christ ist, ich dagegen in der Hinsicht absolut passiv und bestenfalls ein Christ auf dem Papier.
    In der Praxis würde das schlecht bis gar nicht funktionieren.
     
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    8 Januar 2019
    #4
    Mh, schwierig, wenn sie mich nicht versuchen würde zu bekehren und mich damit nicht nervt vielleicht schon.
    Nein, jeder wie er mag. Ich will auch nicht bekehrt werden. :smile:
    Och, das stört mich nicht. Die Kirche kann mich zwar mal, aber kirchlich heiraten finde ich schön.
    Haben wir dann auch so gemacht. :love: (Ja ich weiß, Doppelmoral :grin:)

    Zum Abschluss möchte ich sagen, ich bin Atheist, Gott sei Dank.
     
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    8 Januar 2019
    #5
    Vielen Dank für diese Antwort, erspart mir die etwas komplizierte Zitatefunktion auf den iPad. Ich unterschreibe MissBukowski ‘s Antwort ohne jedwede Abänderung.

    Ich möchte nach meinem eigenen Wertekanon leben, der womöglich nicht mal wesentlich von dem der Kirchen abweichen mag. Was ich sicher nicht akzeptieren werde, egal von welcher Institution ausgehend, ist, dass sich diese Institution herausnimmt, „Recht“ zu haben, einen Verhaltenskodex herauszugeben, der bemisst, ob man nun ein „guter“ wasauchimmer ist oder nicht. Niemand außer ich selbst legitimiere mich, und als Orientierung reichen mir die Grundrechte völlig aus. Auf der Basis wäre wohl eine Beziehung, schon eine Annäherung, mit einer aktiven überzeugten Katholikin kaum realistisch, es käme einfach schon nicht so weit.

    Das diskutiere ich dann auch gerne bei Bedarf mit einem katholischen Pfarrer ... wenn er eine Kollegin mitbringt!
     
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    8 Januar 2019
    #6
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    Zuletzt bearbeitet: 7 März 2019
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    8 Januar 2019
    #7
    ich sehe religion / gläubigkeit als eine privatangelegenheit oder hobby, und solange dieser mensch das genauso behandelt ist mir das relativ schnuppe. ob er als hobby nun fußballspielen geht oder in die kirche... nun, wenn ich ehrlich bin ist mir in diesem fall die kirche sogar lieber :grin:

    es wäre also kein ausschlussgrund, wenn er sachlich mit der thematik umgeht, und, ganz wichtig, nicht versucht mich zu bekehren. man kann über das thema sehr interessante gespräche führen, auch bei verschiedenen meinungen, aber explizite bekehrungsversuche dulde ich nicht, genauso wenig wie ich versuchen würde ihn von seinem glauben abzubringen.

    kirchlich heiraten wäre halt nicht drin, ich bin ungetauft, werde das nicht ändern, und mich auch nicht zu einer religion bekennen. ein potentielles kind zu taufen käme ebenfalls nicht in frage.
     
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    8 Januar 2019
    #8
    Nicht nur Religiosität sondern auch bereits Spiritualität ist für mich ein Ausschlusskriterium. Bekehrung wäre mir zu affig und vor allem zu übergriffig. Es passt dann einfach nicht zwischen uns. So wie es wegen tausend anderen Dingen nicht passen könnte.
     
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    8 Januar 2019
    #9
    Wie reagiert ihr?
    Kein Problem, ich bin selbst katholisch und stehe dazu.

    Wäre das für euch ein Ausschlussgrund die Person weiter zu treffen?
    Nein, wieso sollte es?

    Würdet ihr versuchen sie zu bekehren?
    Zu was?

    Was, wenn die Person auch gerne kirchlich heiraten möchte?
    Ich möchte generell nicht noch einmal heiraten.
    Wäre dies anders würde ich mir ebenso eine kirchliche Hochzeit wünschen.

    Wie sieht es mit anderen Religionen aus?
    Seid ihr da offener?

    Habe ich mir noch keine Gedanken zu gemacht, könnte aber schon schwieriger werden.
    Offener als einer Christin gegenüber wäre ich da wohl nicht.
     
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    8 Januar 2019
    #10
    Als Gläubige Christin (Protestantin) habe mir diese Frage auch schon gestellt, nur eben aus der andern Perspektive.
    Kann ich einen Partner haben, der nicht Christ ist?

    Ich weiß es nicht. Mein Mann ist Christ und das vereinfacht vieles. (Von Sexualmoral bis Kindererziehung).

    Ich glaube der Casus Knaktus wäre, dass ich ernst genommen werden möchte. Ein Mensch der Religion albern findet, kann mich ja nicht ernstnehmen und das wäre der letzte entscheidende Punkt, wo es nicht gehen würde. Ein Katholik, ein Jude oder ein Moslem könnte meine Ernsthaftigkeit bei dem Thema generell wohl besser verstehen, als ein Atheist. Am einfachsten ist ein Partner, der mit mir religiös auf einer Wellenlänge ist. Da gibt es nicht viele. Und ich bin sehr dankbar, dass mein Mann zu diesen wenigen Menschen gehört.

    Missionsfeld Beziehung finde ich unangebracht. Das würde ich nicht wollen und müsste daher von Anfang an Entscheiden: kann ich mit dieser Diskrepanz leben, oder nicht?

    Leider gibt es ja Entscheidungen, die man teils religiös als Paar treffen muss, oder eben nicht: Hochzeit, Sex vor der Ehe, Kindstaufe/Beschneidung, Beerdigungen, Umgang mit Trauer, Verhütung, Abtreibung behinderter Kinder, Pille danach, etc. man kann da nicht immer sagen, dass man mit seiner Religion den Partner nicht behelligen mag, weil er automatisch mit drin hängt.
     
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    8 Januar 2019
    #11
    Für mich ist das ein ziemlich unrealistisches Szenario. Jemanden, von dessen Weltanschauung und Persönlichkeit ich so wenig weiß, dass ich eine hohe Affinität zu Religion und Kirche nicht mit ziemlicher Gewissheit ausschließen kann, date ich nicht; "Potenzial für mehr" gäb's in diesem Stadium einfach nicht. Insofern fiel es mir bisher sehr leicht, (aber)gläubige Menschen frühzeitig auszusieben, ohne da in irgendeinen emotionalen Konflikt zu kommen.
     
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    8 Januar 2019
    #12
    Eine Person macht mehr aus als eine Spiritualität, d.h. ich könnte das so pauschal nicht ausschließen. Manchmal bewundere ich Menschen, die einen starken Glauben haben obwohl ich ihn nicht teile.
    Aber es ist anzunehmen, dass eine Religiösität / Spiritualität sich auch in anderen Bereichen des täglichen Lebens findet und da würde die Person mir wahrscheinlich recht schnell auf den Sack gehen. Bekehrung ist da sowieso nicht möglich.
    In der Tat habe ich kirchlich geheiratet, als recht unreligiöser Mensch. Auch sind alle Kinder getauft.
    Im Nachhinein, mit fast 13 Jahren Abstand war das ein Fehler. Jetzt nicht jemanden die ewige Treue zu schwören, sondern der ganze Stuss, der damit zusammenhängt.
     
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    8 Januar 2019
    #13
    Ich finde es echt krass, wie schnell hier dann wieder ausgesiebt wird. Ist doch "nur" Religion? Ich muss ja nicht mit in die Kirche. :grin: Genauso, wie mein Partner nicht mit mir zum Sport muss. Oder stelle ich mir das zu einfach vor?
    Klar, Extreme sind dann noch mal was anderes. Das meinte ich aber nicht. :smile: Jemanden, der bei jedem Mahl betet, könnte ich auch nicht daten. :grin:
    Zumal viele unserer Werte doch auch aus der Religion kommen - das bietet doch auch Möglichkeit zu diskutieren.
     
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    8 Januar 2019
    #14
    Wie reagiert ihr?
    Erst einmal interessiert. Es ist ein Teil dieses Menschen, den ich ja offensichtlich mag, denn sonst würde ich mich nicht mit ihm treffen wollen und von daher interessiert mich auch diese Seite an dieser Person, wie so viele andere an ihr auch. Kennenlernen halt...

    Wäre das für euch ein Ausschlussgrund die Person weiter zu treffen?
    Das kommt dann d'rauf an. Schwierig wird's bestimmt. Gläubigkeit stört mich weniger als Zugehörigkeit zu einem dieser Glaubensvereine. Aber es gibt ja z.B. auch (katholische) Christen, die ihre Kirchen verändern wollen, zB demokratisieren, Frauenrechte in der Kirche stärken etc.
    Es kommt also darauf an, wie diese Frau ihren Glauben lebt und wie (un)kritisch sie ihrer Kirche gegenüber steht. Aber, realistisch betrachtet: viel Chancen werden da nicht sein.

    Würdet ihr versuchen sie zu bekehren?
    Nein. Ich bin ja eben kein Gläubiger. Sie müsste aber mit meinem IPU-Aufkleber am Auto klarkommen :zwinker:. Sollte sie es versuchen, bin ich schneller weg, als sie "Gott" sagen kann.

    Was, wenn die Person auch gerne kirchlich heiraten möchte?
    Pech gehabt. Sie.
     
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    8 Januar 2019
    #15
    .
     
    Zuletzt bearbeitet: 7 März 2019
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  • Nevery
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    8 Januar 2019
    #16
    interessanter punkt, wobei man da ja auch völlig ohne religion unterschiedlicher meinung sein kann.
    jemand, der keinen sex vor der ehe will, was gegen verhütung oder pille danach hat, kinder beschneiden lassen will, solche dinge... der wäre ganz definitiv raus, da lasse ich auch nicht mit mir diskutieren.
     
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    8 Januar 2019
    #17
    Für mich stehen Glaube, Spiritualität und Religion in einem so krassen Gegensatz zu meiner Weltanschauung, dass eine Beziehung nicht möglich wäre. Es geht ja nicht nur um ein paar Stunden in der Woche in der Kirche sondern um den ganzen Klimbim dahinter. Ich kann gläubige Menschen schlecht ernst nehmen und finde Religiösität im besten Fall dämlich im schlimmsten Fall widerlich.

    Dass meine Einstellung dazu nicht moderat ist, ist mir durchaus bewusst.
     
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  • froschteich
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    8 Januar 2019
    #18
    Mir ist das egal, solange wir halbwegs die gleichen Werte haben. Ich bin total atheistisch, mein Mann ist ein bisschen gläubig, das ist absolut okay für mich. Wenn er unserem Kind was über Gott erzählen will, hab ich da auch nichts dagegen.

    Natürlich würde ich Bekehrungsversuche in beide Richtungen blöd finden - dafür ist das einfach zu tiefgehend.
     
  • User 97853
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    8 Januar 2019
    #19
    In meiner Familie gibt es viele Christen, aber Religion war bei uns noch nie irgendein problematischer Gesprächsstoff. Kann mich nicht daran erinnern, wann das letzte Mal überhaupt über die Kirche diskutiert wurde.
    Wenn geheiratet wird, wird in der Kirche geheiratet, man geht auf Taufen, mal spricht der Pfarrer der örtl. Gemeinde auch auf einem Geburtstag, Allerheiligen verbringt man auf dem Friedhof,... Aber "das war's". Vielleicht habe ich da einfach Glück? In meiner Familie sind sie recht liberal und nehmen vieles auch mit Humor. An Allerheiligen ist der Gottesdienst (Nennt man das in dem Fall so? :grin: ) immer draußen und die Kirche dort hat es auch nach Jahren immer noch nicht geschafft, ordentliche Lautsprecher aufzustellen. Je weiter hinten man also steht, desto weniger versteht man. Da macht meine Familie immer Witze d'rüber.
    Man kann ja nicht alle Christen in eine Schublade stecken. Genauso, wie man nicht alle Vegetarier, Veganer,... gleich abstempeln sollte.
     
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  • kohlensäure
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    in einer Beziehung
    8 Januar 2019
    #20
    Ich bin da sehr offen. Der Glaube wäre/ist mir egal so lange ich nicht „gezwungen“ werde diesen zu teilen... so ist es aber mit anderen Dingen auch...
     

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