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  • Shiny Flame
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    22 Oktober 2011
    #1

    Schluss machen?

    Wenn ich eine Beziehung führe, habe ich ein Problem, das die meisten anderen Leute glücklicherweise nicht haben: Ich habe immer eine Liebe, die sogar noch vor dem Mann an meiner Seite kommt. Das Schreiben, das Schriftstellern. Ich habe eine Weile gebraucht, bis mir das so klar wurde, aber meine beiden längeren Beziehungen, die ich beendet habe, zerbrachen an dem Punkt, an dem das Verhältnis zwischen dem Mann und mir auf eine Weise belastet war, dass ich mich nicht mehr in der Lage fühlte, zu schreiben. Der eine las meinen ersten selbstgeschriebenen Roman nur bis Seite dreißig, sagte, dass er es "total toll" fände und las dann drei Monate nicht weiter - ich fühlte mich verarscht und nicht ernst genommen. Der andere half mit einer sehr unsensiblen Äußerung, eine kleinere Schreibblockade zu einer von mehreren Monaten zu verfestigen.

    Irgendwann, im Gespräch mit einem Therapeuten wegen suizidaler Gedanken, kam ich darauf, dass für mich das Allerschlimmste im Leben ist, wenn ich nicht schreiben kann, wahlweise wegen externem Stress oder zu wenig Zeit oder sonst was. Richtigstellung: Das Schreiben hat hier keinen therapeutischen Nutzen im Sinne einer Aufarbeitung von was-auch-immer, sondern... Es ist halt mein Lebenstraum, seit vielen Jahren, und seit ich 17 bin, arbeite ich im Grunde darauf hin, diesen Traum auch leben zu können.

    Meinem jetzigen Freund habe ich das auch vom Anfang unserer Beziehung an so kommuniziert. Schreiben ist wichtig für mich. Sehr wichtig. Ich habe für meinen jetzigen Freund ein großes Opfer gebracht: Ich habe das Schreiben meines zweiten, aufgrund meiner gewachsenen Fähigkeiten hoffentlich besseren Romanes, um insgesamt drei Jahre verschoben. Das alles, um ihm die Chance zu geben, aus einem sehr ungesunden Job, familiären Umfeld herauszukommen und seinen eigenen Lebenstraum zu verwirklichen.

    Als Gegenbitte bat ich ihn, mich so sehr wie nur irgendwie möglich dabei zu unterstützen, wenigstens jeden Tag eine halbe Stunde schreiben zu können. Korrektur: Es ist nämlich sehr wichtig für mich. Ich habe inzwischen herausgefunden, dass viele psychische Probleme, mit denen ich mich in den letzten Jahren herumgeärgert habe, vermutlich nur Symptome dafür sind, dass ich "zu wenig" schreibe, um meinem Lebenstraum gerecht zu werden. Die Symptome sind vielfältig, die schlimmsten davon reichten tatsächlich bis zu Suizidfantasien. Das übersetzte meine Therapeutin für mich mal probehalber in "Wenn ich nicht genug schreibe, gerät mein Leben durch diese Gedanken in Gefahr, also ist Schreiben für mich gewissermaßen lebenswichtig und ich sollte mir die Zeit dafür nehmen". Seit ich das versuche und umsetze, geht es mir psychisch (normalerweise) deutlich besser.

    So. Mein Freund weiß darüber eigentlich bescheid - aber ich glaube, er findet es trotzdem nicht so toll. Langsam finde ich das beschissen. Ich habe das Gefühl, er sieht überhaupt nicht, dass ich ihm zuliebe NUR eine halbe Stunde pro Tag schriftstellere (und nebenbei in letzter Zeit jeden Tag für uns leckeres Essen koche und seine Hemden immer wasche, bügele und so was!). Korrektur: Er kümmert sich komplett um die Katze, unser Frühstück, die Einkäufe, das Treppenhaus und das monatliche Laubfegen vorm Haus, und den restlichen Hausputz teilen wir uns am Wochenende - es ist nicht so, dass alles an mir hängen bleibt. Bügeln und Kochen sind normalerweise Dinge, die ich auch gerne mache, da ich dabei zur Ruhe komme. So lange ich abends meine halbe Stunde Schreiben haben kann, ist das alles so auch in Ordnung für mich.

    So. Letzten Sonntag und Montag hat er bereits immer wieder, wenn ich am Schreiben war, über dies oder das mit mir geredet oder gewollt, dass ich mir "eben kurz" ein youtube-Video anschaue oder so. Ich rede gerne mit ihm - aber wir hatten eine Vereinbarung, dass ich beim Schreiben einfach meine Ruhe einfordern darf. Er hat sich überhaupt nicht dran gehalten! Ich habe mehrfach ruhig gesagt, anfangs sogar halb im Scherz, dass ich jetzt eigentlich schreiben will. Aber langsam wurde ich gereizt.

    Am Dienstag kam ich abends erst spät heim. Habe für uns gekocht, wir haben gegessen, ich habe geduscht, dann hatte ich noch eine halbe Stunde Zeit zum Schreiben vor Bettgehzeit. Eigentlich der normale Tagesablauf. Und nach dem Duschen war ich voller Inspiration. Da bat mein Freund mich, ihm "mal kurz" mit den Englischhausaufgaben zu helfen. Nach zehn Minuten, in denen ich die Freundlichkeit selbst war, meinte ich freundlich, dass jetzt eigentlich meine Schreibzeit sei und wir langsam fertig werden sollten. "Ja", sagte er und holte den nächsten Zettel raus. Aufgaben, die ich in fünf Minuten selbst hätte bearbeiten können - aber ich sollte ihm noch mal erklären, wie es ging. Langsam bekam ich schlechte Laune und mein Ton wurde motziger, ich erinnerte immer wieder daran, dass ich jetzt endlich schreiben wollte...

    Ich hätte es klar und entschieden sagen sollen - aber ich war eigentlich schon in Schreibstimmung. In der Schreibstimmung ist es mir unmöglich, "Nein" zu sagen, nn ganz ich weiß nicht, warum das so ist. Vielleicht liegt es daran, dass man daweit offen für die Inspiration sein muss. Ein bisschen hängt es auch mit meiner Biografie zusammen.

    Am Ende gab es Streit und ich ging ins Bett, ohne geschrieben zu haben. Mittwoch war ein Horrortag, ich kam nach Hause und war so voller Adrenalin, dass ich einfach nur tot ins Bett fiel. Zumal ich in der Nacht davor wegen dem Streit nur sehr schlecht geschlafen hatte.

    Donnerstag kam dann wieder die graue Wolke, weil ich das Gefühl hatte, dass meine Schreiberei neben meinem Job und den ständigen Gesprächsanforderungen meines Freundes einfach untergeht. Nach drei Tagen ist man immer schon nicht mehr richtig im Schreibflow drin und braucht erst mal zehn Minuten, um überhaupt wieder in die Geschichte hineinzufinden, und ich war doch so erschöpft... Ich fing an zu weinen, und mein Freund hat mich dann getröstet. Richtig lieb getröstet. Und dann hat er mir meine Lieblingsmusik angemacht, damit ich endlich wieder schreiben konnte. Mich noch mal in den Arm genommen. Mir die Liebe gegeben, die ich brauchte, um mich auf die Muse einzulassen.

    Und er hatte gesagt, dass er jetzt versteht, warum ich am dienstag so motzig war, und dass er nächstes Mal, wenn ich sage, dass ich schreiben will, mehr Rücksicht nehmen wird und es ihm leid tut. Ich dachte, alles wäre wieder gut. Gestern abend und heute morgen war richtig schön.

    ***

    Aber dann wollten heute wir auf eine Geburtstagsparty einer Freundin von mir. Ich habe mich fertig gestylt, und dann dachte ich, in dieser Klamotte mit meiner neuen schicken venezianischen Maske könnten wir vor Aufbruch bei dem schönen Wetter endlich noch im Garten das Autorenfoto machen, von dem ich schon seit einem Jahr träume und für das ich jetzt enldich die teure Maske kaufen konnte.

    Ich fragte meinen Freund danach, ob er das machen könnte. Er meinte nein, es wäre ihm zu stressig, so ein dummes Foto, und seine Kamera sei auch nicht gut (dabei war das letzte, hässliche Foto auch von dieser Kamera und eine andere hätten wir sonst auch nicht). Ich bat ihn, mir zuzuhören, und erklärte, warum mir dieses Foto so wichtig sei und dass heute irgendwie der perfekte Tag sei, wegen dem Wetter und der mit Sekundenkleber ins Dekolltee geklebten Schmucksteine, die ich morgen wegen der dann gereizten Haut bestimmt nicht noch mal aufbringen könnte. Er wurde wütend und dann...

    Dann stritten wir, und zwar richtig übel. Er fing damit an, dass ich mich wegen meiner Motzigkeit am Dienstag nie wirklich entschuldigt hatte. Habe ich zwar, aber ich habe dennoch gesagt gehabt, dass ich mich in vergleichbaren Situationen wieder so verhalten würde. Das Schreiben kommt zuerst, dann kommt er, das habe ich ihm schon vor Beginn der Beziehung so gesagt und er wusste, worauf er sich einlässt. Und wenn ein Mann mich am Schreiben hindert, dann hat das früher oder später immer dazu geführt, dass ich Schluss mache.

    Ich habe diese Sachen ganz ruhig gesagt, nicht geschrien oder gemotzt oder so. Ich weiß, viele hier im Forum werden das nicht nachvollziehen können (warum frage ich bei so was überhaupt nach, wenn ich die Antwort schon kenne?), aber das sind einfach die Fakten. Das Schreiben ist mein Lebensinhalt. Ich habe meinen Beruf danach gewählt, dass er mir langfristig dabei helfen kann, das Schreiben zu finanzieren. Ich habe teilweise Dinge nur deshalb ausprobiert, weil ich meinte, ich müsste auch großen Herzschmerz und andere unangenehme Dinge erlebt haben, um irgendwann gut darüber schreiben zu können. Ich habe von meinem letzten Geld Schreibseminare besucht.

    Es ist einfach wichtig.

    Und ja, es ist wichtiger als mein Freund, so grausam das auch klingen mag. Ich habe immer gewusst und auch am Anfang klargestellt gehabt, dass ich Schluss machen werde, wenn er mich zwischen die Wahl zwischen Schreiben oder ihm stellen wird.

    Ich habe in meinem Leben jetzt elf Jahre wieder und wieder den Moment nach hinten geschoben, in dem ich mit dem Schreiben "richtig" anfangen kann. Habe erst Abitur gemacht. Dann erst mein erstes Staatsexamen gemacht. Dann das zweite. Und dann, als ich loslegen wollte, habe ich es aus Liebe zu meinem Freund wieder nach hinten geschoben und bin voll arbeiten gegangen und habe einen sehr stressigen Umzug gemacht. Und jetzt gehe ich voll arbeiten und verdiene den Lebensunterhalt für uns beide, damit er seinen Traum verwirklichen kann, und muss das noch eineinhalb Jahre tun.

    Ich ertrage es einfach nicht, jetzt noch einmal zu sagen, das Schreiben ist nicht so wichtig wie andere Dinge. Wir hatten den Kompromiss mit der halben Stunde am Tag, die er mir um jeden Preis ermöglichen sollte, damit die Selbstmordgedanken wegbleiben. Aber diesen Kompromiss hat er am Dienstag verletzt - und macht mir jetzt Vorwürfe, weil ich motzig deswegen werde.

    Er behauptet, ich wäre total egoistisch und würde nur an mich selbst und überhaupt nicht an seine eigenen Gefühle denken. Damit hat er sogar Recht, aktuell, denn ich kann und werde an diesem Punkt nicht nachgeben. Ich kann nicht, ich kann einfach nicht, egal wie sehr ich gerade weine und mir wünsche ich könnte es, zu ihm sagen, dass er und die Beziehung mir wichtiger ist als die Schriftstellerei und es mir leid tut, seine Gefühle damit verletzt zu haben.

    Es tut mir leid, dass ich ihm wehgetan habe! Aber als ich ihm das gesagt habe, reichte ihm das nicht. Er meinte, mir müsse auch leid tun, was ich gesagt habe. Und das kann ich nicht, das bringe ich nicht fertig!

    ***

    Ich weiß gerade nicht, was ich tun soll.
     
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  • User 18889
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    22 Oktober 2011
    #2
    Kannst du nicht in einem Raum schreiben, den man abschließen kann und in dem dein Freund dich wirklich nicht stören darf?

    Ich weiß, dass man leicht dazu neigt, den Partner doch anzusprechen, wenn er so präsent neben einem sitzt, egal was er gerade tut.

    Und warum musst du euren Lebensunterhalt verdienen? Irgendwo am Anfang stand was von einem Umzug, aber so ganz habe ich es nicht verstanden oder nach dem langen Text schon wieder vergessen. :tongue:

    Was ist denn sein Lebenstraum? Und warum kann er wegen diesem nicht arbeiten?
     
  • heartless
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    22 Oktober 2011
    #3
    klingt für mich eher danach als ob er ein egoistischer A*** wäre, verzeih, aber du reißt dir für ihn den Allerwertesten auf, äusserst klar deine verständlicihen Wünsche und er drängt dich in die Ecke, weil er nicht alles haben kann.... so ein Kindergarten.
    Ich würd mir echt überlegen, an deiner Stelle, ob ich das noch lange weiter mitmachen wollte..
     
  • Shiny Flame
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    22 Oktober 2011
    #4
    Nein, ich kann nicht in einem abschließbaren Raum schreiben, weil unsere Wohnung klein ist und wir ein gemeinsames Arbeitszimmer haben.

    Er ist kein egoistisches Arschloch, sondern hat sich ein Jahr lang in einem Mobbingbetrieb durchgequält und ist dadurch an Depression erkrankt und hat mich trotzdem noch mit allem, was er hatte, unterstützt, damit ich mein zweites Staatsexamen im zweiten Versuch schaffe. Der Weg aus der Depression raus war der Umzug, den ich zunächst alleine gemacht habe, und ich verdiene jetzt unseren Lebensunterhalt, damit er eine zweijährige Weiterbildung machen kann, mit der er in zwei Jahren genug verdienen kann, dass ich deutlich mehr Stunden reduzieren kann, damit ich besser schreiben kann.

    Es war eigentlich ein guter Plan, in dem jeder viel für den anderen tut, er hat schon viel für mich getan und ich jetzt auch viel für ihn...

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 18:19 -----------

    Verdammt, ich will überhaupt nicht Schluss machen :frown:. Im Gegenteil. Ich will irgendwie eine Lösung finden, in der jeder seine Würde behalten kann und es wieder so gut wird, wie es sonst oft und meistens ist. Aber er ist einfach weggefahren und kommt überhaupt nicht zurück :frown:.
     
  • User 106548
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    22 Oktober 2011
    #5
    Hi Shiny,

    uffa, warum hast Du nicht 'mal ein Problem, wo man direkt ja oder nein, schwarz oder weiß sagen kann... :zwinker:

    Klar könnte man jetzt sofort die Parolen 'raushauen á là "Du kannst nicht richtig lieben", "er ist egoistisch", "Du bist süchtig" usw. Ich hoffe für Dich, daß das hier nicht kommt, denn es trifft das Problem wohl nicht annähernd.

    Vorab eine Frage, weil ich Dich zu wenig kenne und das Folgende hier nicht ganz verstehe: Du hast schon seit Ewigkeiten den Traum zu schreiben. Hast diesen Traum immer wieder zurückgestellt, um Dir erstmal eine finazielle Basis zu schaffen. So weit verstanden. Aber dann schreibst Du, daß Du aus eher therapeutischen Gründen, um Deine Suizid-Gedanken (und auch die Selbstverletzungen?) zu bekämpfen, schreiben MUSST. Im Optimalfall jeden Tag. Das bekomme ich nicht so ganz zusammen, ein Traum ist für mich etwas Freiwilliges, das andere etwas Zwanghaftes bzw. therapeutisches, um zwanghafte Ersatzhandlungen (nur laienhaft ausgedrückt) zu vermeiden. Wie spielt das bei Dir zusammen?

    Das erste, das auffällt, ist eine Absprache/Ansage, die Du Deinem Freund schon vor Beziehungsbeginn gemacht hast: Du willst auf gar keinen Fall auf das Schreiben verzichten, auch wenn es den Verlust gemeinsamer Zeit bedeutet. Ich vergleiche das einfach 'mal mit einer Pferde-Besitzerin, die sich auch jeden Tag um das Tier kümmern muss. Entweder man akzeptiert das als Partner oder lässt es sein. Ein Zwischending gibt es da nicht. Jetzt hast Du allerdings kein Pferd, das jeden Tag gefüttert, getränkt und bewegt werden muss, sondern bist zu Hause und hast vordergründig keinen Zeitdruck. Also steht man in einer Beziehung eigentlich täglich vor der Frage, ob Du mal auf einen Tag Schreiben verzichten kannst oder nicht. Dein Freund sieht anscheinend nicht so ganz die Wichtigkeit für Dich und Du bist der Meinung, Du hast es einmal gesagt und dann muss das immer so gelten.
    Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, daß Du das mit dem täglichen Schreiben in den letzten Jahren eh nicht hinbekommen hast (wie auch, das Leben lässt einen nicht immer...), Dein Freund also denkt: "Siehste, geht doch auch ohne." Und dann den Schritt weiter denkt: "Was macht sie denn jetzt auf einmal wegen einem Abend so ein Theater?" Du fühlst Dich im Gegenzug nicht verstanden und außerdem hat er eine Dir ganz wichtige Grenze überschritten, indem er Eure Absprache gebrochen hat. Dann kommt es zu solchen sinnlos-Streits wie mit dem Foto. Hätte auch die Zahnpasta-Tube sein können, oder?

    Ich weiß zumindest so viel von Euch, daß Ihr viel miteinander redet. Also wirst Du ihm rational Deinen Standpunkt verständlich machen können. Ich habe nur ein wenig das Gefühl, daß es nicht auch in seinem Herz ankommt.
    Wenn ich so Deine Threads seit Beginn der Sommerferien überdenke, habe ich eher das Gefühl, daß Ihr Beide im Moment voll bis oben hin seid. Voll mit Problemen, mit Ängsten und Sorgen. Teils solche, die Euch und Eure Beziehung betreffen, teils von außen hereingetragen. Es wirkt für mich, als ob Ihr Beide momentan nicht mehr die Kraft habt, Euch mit Euren Problemen auseinanderzusetzen, weil jeder zu sehr mit sich selbst und seinen eigenen Problemen beschäftigt ist.
    Den Dienstag-Abend halte ich für ein gutes Beispel dafür: Du wolltest Schreiben, Du musstest Schreiben. Da war kein Platz mehr für ihn zwischen Alltag und Schlafen. Er wollte Deine Aufmerksamkeit und hat darum fast gebettelt. Du hast sein Bedürfnis nicht wahrgenommen, er Deins nicht.

    Keine Ahnung, ob das zutrifft, was ich vermute. Daher werde ich einen Teufel tun, und Deine Frage aus der Überschrift beantworten. Wenn es aber zutrifft, denke ich, daß es nicht das Falscheste ist, wenn ihr Euch räumlich trennt. Vielleicht reichen ja paar Wochen, so daß Ihr 'mal wieder zu Euch kommen könnt. Ich spreche nicht von Beziehungspause oder Kontaktsperre, warum auch. Aber Luftholen tät Euch, glaub' ich, 'mal ganz gut!

    Achja, noch ein Abschlusssatz: Ich bin der Meinung, man kann einen anderen Menschen von Herzen und total lieben, auch wenn es noch eine andere Sache gibt, die einem noch wichtiger ist. Das muss kein Widerspruch sein.

    Mark11
     
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  • Shiny Flame
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    22 Oktober 2011
    #6
    Das mit dem Schreiben hat meine Therapeutin mir so erklärt: Da ich dazu neige, die Dinge, dir mir wichtig sind, aus Rücksicht auf geliebte Menschen zurückzustellen, hat mein Unterbewusstsein einen etwas drastischen Weg gewählt, um mir klar zu machen, dass ich jetzt nicht mehr länger warten will damit, meinen großen Traum endlich auch zu leben. Es sagt sozusagen sehr deutich: "Schreiben ist lebenswichtig; wenn du nicht schreibst, droht Lebensgefahr, also ist Schreiben lebenswichtig, mach endlich!" Das ist dann auch kein therapeutisches SChreiben, bei dem man sich schwere Dinge von der Seele schreibt, sondern tatsächlich einfach professionelles Schreiben verkäuflicher Texte, Erotik und Krimi halt, weil es dafür auch bei Kurzgeschichten (die nicht ganz das tiefe Draufeinlassen eines Romanes erfordern) einen Markt gibt.

    Seit Beginn der Sommerferien habe ich jeden Tag geschrieben, seit Beginn des neuen Schuljahres (also seit sieben Wochen ungefähr) lautet die Vereinbarung eine halbe Stunde Schreiben am Tag. Die habe ich normalerweise auch eingehalten, oft mehr, ganz selten mal einen Tag ausgefallen lassen. So kam ich im Schnitt auf viereinhalb Stunden Schreiben oder ca. 8 - 16 Seiten Text in der Rohfassung pro Woche. Es sind dabei zwei bereits fertige Geschichten in der Rohfassung entstanden, an der dritten arbeite ich aktuell.

    Es ist auch nicht so, dass ich das nur einmal ganz am Anfang gesagt habe... Ich habe das mit dem "entweder-oder" so krass natürlich nicht jeden Tag gesagt, aber immer wieder gesagt, wie wichtig das Schreiben ist. Mein Freund hat mich schon einige Male aufgefangen und getröstet, wenn ich in mein tiefes "ich-kann-nicht-schreiben-ich-bin-wertlos-mein-Leben-ist-überflüssig"-Loch gefallen bin und hat auch oft genug beobachtet (und auch mit mir drüber geredet), dass ich ein ganz anderer Mensch bin, wenn ich genug schreiben kann. So bin ich zum Beispiel seit der regelmäßigen halben Stunde normalerweise ausgeglichener, koche immer öfter für uns beide und halte unsere Wohnung auch schön ordentlich, außerdem komme ich häufiger gut gelaunt von der Arbeit oder stehe morgens schon mit guter Laune auf...

    Räumliche Trennung ist nicht ohne weiteres möglich... nur in der Form, dass mein Freund seit inzwischen gut eineinhalb Stunden die Wohnung verlassen hat und ich mir langsam richtig üble Sorgen mache. Vorgestern, als ich schreiben wollte, ist er so lange mit seinen Büchern ins Wohnzimmer gegangen, um mir Raum zu lassen - da dachte ich eigentlich, wir seien auf einem guten Weg.

    ***

    Das mit dem Foto ist nicht ganz so wie die Zahnpasta-Tube... Es ist das Foto, das unter meinen gedruckten Texten als Autorenfoto erscheint, und das aktuelle war sehr hastig aufgenommen worden. Seit eineinhalb Jahren arbeite ich auf ein besseres Foto hin, mache Skizzen dafür, überlege, hatte schon zwei Shootings, die mich nicht überzeugt haben, habe mir vor kurzem für den Preis von zwei Schreibhonoraren eine sehr elegante Maske gekauft... Heute war da irgendwie dieser Blick in den Spiegel, der da sagte: Ja, das ist es! Draußen scheint die Sonne... Dieses Outfit, diese Frisur, dieses Make-Up zur Maske, und dann draußen im Grünen einfach zehn Minuten lang ein paar Fotos machen.

    Man hätte es nach hinten verschieben können, ja... Jetzt ärgere ich mich selbst drüber. Dann wird halt ein weiteres Mal das hässliche Foto gedruckt, das ich nicht mehr ausstehen kann und das meine Texte einfach nciht mehr richtig repräsentiert. Das Foto ist auch wichtig, aber anders als das SChreiben selbst ist es nicht so wichtig wie meine Beziehung. Es symbolisiert halt auch "schriftstellerischen Erfolg" für mich, daher war es mir wohl wichtiger als für meinen Freund, für den es nur eine zusätzliche Verspätung auf der eigentlich geplanten Party bedeutet hätte...

    Es war wohl wirklich noch ein wenig der aufgestaute Ärger von letzter Woche...

    Vielleicht sollte ich mal meinen Freund fragen, was ihn eigentlich genau so gestört hat, dass er heute deswegen ausrasten musste. Vielleicht war es ja etwas Randläufigeres, was als Fehler einzugestehen mir leichter fällt, und gar nicht NUR, dass mir das Schreiben wichtiger ist als er?

    In dem Fall könnte man ja doch noch eine Lösung finden wie "er geht für die Schreibzeit in einen anderen Raum", wie wir sie am Donnerstag bereits hatten...

    ***

    Verdammt, ich mach mir trotzdem Sorgen, weil er so lange nicht wieder kommt!
     
  • User 46728
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    22 Oktober 2011
    #7
    Bist du nicht wegen seinem Job umgezogen? Oder war es wegen deinem? Ich erinnere mich nicht mehr...
    Wars die letzten Jahre denn oft so oder hat alles mit seinen Depressionen angefangen? Und ihr seid ja auch verlobt, ist da schon mehr geplant?
     
  • Kaya3
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    22 Oktober 2011
    #8
    Hey,

    also, auch wenn es nur ein eher kleiner Aspekt ist: Ich finde nicht, dass du eine Entscheidung zwischen deinem Freund und dem Schreiben treffen musst. Bzw. vielleicht macht er das daraus und du übernimmst das so. Prinzipiell ist das aber meiner Meinung nach eine Entscheidung zwischen deinen persönlichen Interessen und seinem Aufmerksamkeitsbedürfnis. Du hast einen anstrengenden Tag und du postest hier auch nicht zum ersten mal, wie fertig dich der Job macht. Du brauchst einen Ausgleich, den bräuchte jeder Mensch in der Situation. Ich denke, dass das Schreiben damit für dich tatsächlich lebensnotwendig ist und ein wichtiger Bestandteil deiner seelischen Gesundheit ist. Meiner Meinung nach sollte das definitiv nicht verhandelbar sein und du solltest das dementsprechend behandeln.

    Davon aber mal unabhängig was auf seiner Seite passiert: Du hilfst ihm bei den Hausaufgaben. Du unterhälst und bewunderst ihn. Und das, nachdem du nach einem langen Tag gekocht und aufgeräumt hast. Ich denke nicht, dass du dich zwischen ihm und dem Schreiben entscheiden musst - obwohl man jetzt argumentieren könnte, ob du so einen anstrengenden Freund haben musst, wenn dein Alltag schon so anstrengend ist :zwinker: Du musst dich zwischen seinen Bedürfnissen und deinen entscheiden. Und anscheinend entscheidest du dich immer für seine. Mal ehrlich, dass die Freundin einem bei den Hausaufgaben hilft, ist absolut nicht selbstverständlich und so sollte er das auch sehen.

    Der Punkt ist, dein Freund muss selbstständiger werden. Wenn er deswegen rummäkelt, dann kann die Antwort mMn nur sein: Seine Freundin ist nicht seine Mama und er muss mal ein bißchen erwachsener mit der Situation und seinem Leben als solches umgehen, wenn er eine Beziehung führen will.
    Ergo, meiner Meinung nach muss dein Freund dafür sorgen, dass Bestätigung nicht nur von dir kommt, dass er etwas selbstständiger ist und vor allem sollte er mehr in der Wohnung tun. Kann doch nicht sein, dass du das alles alleine schultern musst??

    Nun, willst du wirklich weiterhin so viel Verständnis für deinen Freund zeigen? Wenn das darauf hinausläuft, dass er nie wirklich in die Puschen kommt, immer der Beziehung und dem Leben mehrere Schritte hinterherhinkt und du darunter leidest, dann wird das wohl eine Entscheidung zwischen Schreiben und dem Mann. Nur das konkrete Problem ist mMn nicht eine Beziehung an sich, sondern ein Problem das dein Freund hat: Dass er soviel Aufmerksamkeit von dir braucht.

    Und ja, du musst deine Grenzen und deine Freizeit verteidigen und auch mal streng sein, bzw. mal radikal sein. Wenn du die Zeit brauchst, dann sag das, dann musst du die Eier in der Hose haben und dich durchsetzen :zwinker: Vor allem, wenn er nicht anders lernt, wo deine Grenzen sind.
     
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  • User 91095
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    22 Oktober 2011
    #9
    Hallo,

    ich bin vom Charakter her ganz anders als du, daher kann ich es vermutlich nicht nachvollziehen. Nur, von meiner Perspektive aus ist das jetzt kein Problem, das man nicht aus der Welt schaffen könnte. Eine halbe Stunde am Tag. Was ist das schon? Alles, was ich hier lese, ist eigentlich eine Folge von Missverständnissen durch "schlechte" Kommunikation. Dein Freund weiß offensichtlich nicht ganz genau, was du willst und brauchst. Und die Sache, dass du nicht "Nein" sagen kannst, daran würde ich wirklich arbeiten, damit eine klare Kommunikation möglich ist. Ich meine, ich kenne auch Künstler und ihre (entschuldige, dass ich das sage) "Launen". Das kann für eine außenstehende Person extrem mühsam und anstrengend sein, vor allem, weil man irgendwann keine Lust hat, sich das die ganze Zeit anzusehen und "nachzugeben". Irgendwann reicht es einfach. Und von deiner Seite aus hast du das Gefühl, dass du sowieso schon so große Einbußen gemacht hast und Opfer gebracht hast, dass du es nicht verstehen kannst, dass er dich nicht mal diese wenige Zeit für dich beanspruchen lässt. So gesehen bringt ihr beide große Opfer, die der andere möglicherweise gar nicht erkennt. Und somit fühlt ihr euch beide mies und benachteiligt, schiebt auf den jeweils anderen, dass er egoistisch ist, obwohl er es nicht ist.

    Vielleicht verstehe ich dein Problem jetzt auch ganz falsch. Ich würde dir eigentlich nur raten, dass ihr euch noch einmal in Ruhe zusammensetzt und darüber redet, dem anderen zuhört, etc. Schlussmachen sehe ich ich persönlich bei dem Problem in weiter Ferne, es sei denn, du willst wirklich, dass sich dein Partner deiner Schriftstellerei unterordnet. Ich kann nur sagen, ich glaube nicht, dass das irgendein Mensch machen würde und dass dabei noch eine gleichwertige Partnerschaft möglich ist.
     
  • diskuswerfer85
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    22 Oktober 2011
    #10
    klar kannst du schluss machen. aber ich will ehrlich sein: wenn dein text nicht übertrieben ist bist du äußerst kompliziert:smile:.

    wenn eine person so abhängig von einer sache ist, dass sie das nicht 2 tage lang aussetzen kann ohne suizidgedanken zu bekommen übersteigt das das emotionale verständnis der meisten männer einfach.

    denn die meisten menschen haben einfach nicht die gleichen dinge mitgemacht um das auch nur annähernd nachvollziehen zu können. sie können sich da einfach nicht hineinversetzen.

    ich kann verstehen, dass du enttäuscht bist, dass dein freund dich nicht versteht, aber ohne dir zu nahe treten zu wollen (du scheinst ne echt interessante persöhnlichkeit zu sein) braucht man wohl doch eher ein diplom in psychologie um deine gedankengänge begreifen zu können und ich denke das weißt du auch. 99,9% aller männer und frauen wären damit wohl massiv überfordert.

    denn das problem ist doch, dass er nicht versteht was dir das bedeutet. er denkt villt. dass das ein hobby ist was dir wichtig ist und respektiert hat, aber das du quasi "abhängig" davon bist kann er nicht nachvollziehen.
     
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  • User 38494
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    22 Oktober 2011
    #11
    also ich hab ja eine leseschwäche und daher dauert so ein text zu lesen für mich schnell mal 20 minuten. :grin:

    für mich klingt es so, als ob ihr beide euch nicht über DEINE psychischen probleme klar seid.

    du versuchst das in den griff zu kriegen indem du schreibst und bist der meinung, das es für dich überlebensnotwendig ist ... er versteht diesen ansatzpunkt nicht wirklich und kann das nicht nachvollziehen.
    ich glaube auch, das es schwer sein wird einen partner zu finden, der das voll und ganz akzeptieren kann ... sofern er wirlich liebt.

    du fragst was du tun kannst.
    an deiner stelle würde ich mir erstmal zeit lassen eine entscheidung zu treffen, denn so wie ich das lese ist es wohl so, das du die dinge momentan eben nur aus deiner perspektive betrachten kannst und nicht auch seine sichtweise der dinge halbwegs neutral beurteilen kannst.

    er möchte eben eine partnerin.
    manchmal nähe ... da kann man hausaufgaben vorschieben oder auch versuchen ein gespräch anzufangen .... du willst dann schreiben und läßt ihn eigentlich allein.
    genau so gut könntest du sagen, das dir deine freundinnen wichtiger sind und du mit denen jetzt auf tour gehst, finde ich.

    ja, eine partnerschaft mit GEGENSEITIGEM respekt beinhaltet eben, das man auf den anderen rücksicht nimmt.
    sich nicht zu sehr dabei zurücknimmt, nur um dem anderen zu gefallen oder einen gefallen zu tun ... und gleichzeitig auch, das man für sich selbst ein gewissen maß an feinfühligkeit dem anderen gegenüber an den tag legt.

    ganz ehrlich?
    ich könnte so eine beziehung nicht führen.
    mir ist es manchmal wichtiger meine erlebnisse vom tag zu erzählen und meine frau hört mir zu (oder auch nicht).
    gleichzeitig ist es auch andersrum der fall und sie erzählt mir dinge aus ihrem job (wo ich sowieso fast nur bahnhof verstehe), aber ich versuche meinen senf dazu zu geben und biete so eine plattform für stressabbau.

    ist dir das schreiben wichtiger als ein mensch, dann frage ich mich warum du überhaupt eine beziehung führst.
    vielleicht solltest du dich das selbst mal fragen und vielleicht wäre es besser für dich einfach single zu sein, zu schreiben ... und wenn einem grad danach ist, kann frau sicherlich sehr schnell auch sex oder nähe bekommen ohne das man zusammen lebt.

    nur musst du diese entscheidung nicht übers knie brechen und morgen deinen entschluss präsentieren.
    du kannst darüber nachdenken und das alles mal reifen lassen ... eben ob DEINE vorstellung kompatibel mit der deines freundes ist ode rnicht und ob sie überhaupt kompatibel mit irgenwem ist.

    deine therapeutin macht sich das meiner meinung nach erstmal einfach.
    sie sagt, das wenns dir gut tut, du das tun sollst ... was grundlegend natürlich erstmal richtig ist, aber wenn da andere komponenten deines lebens drunter leiden, muss man eben abwägen was einem wichtiger ist.
     
  • Shiny Flame
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    22 Oktober 2011
    #12
    Haarefan, wenn ich nach Hause komme, quatschen wir über unseren Tag, er erzählt mir seinen, ich erzähle ihm meinen, dann arbeiten wir beide ein bisschen an unserem Schreibtisch, dabei kann man ebenfalls plaudern. Dann gehe ich im zur Zeit normalerweise irgendwann in die Küche, koche uns was, dann essen wir, gucken dabei Serie und erzählen mehr. Dann gehe ich normalerweise duschen, danach komme ich zurück, gebe meinem Schatz noch einen Kuss und "verabschiede" mich zum Schreiben in meine eigene Welt.

    Das ist aktuell der normale Ablauf eines gemeinsamen Nachmittags - und ganz ehrlich, da ist eigentlich genug Raum für Nähe!

    ***

    Noch mal: Ich schreibe nicht als Kompensation irgendwelcher psychischen Probleme - sondern weil ich Schriftstellerin bin und das mein Lebenstraum ist. Deswegen. Die psychischen Probleme entstehen dann, wenn ich meine eigenen Bedürfnisse und diesen Lebenstraum zu sehr zurückstelle, um es anderen Recht zu machen. Seit ich das begriffen habe, wirklich begriffen habe, bin ich nicht mehr bereit, ihn zurückzustellen - und bin eigentlich auf dem besten Weg zur psychischen Gesundung. Kein Frust-Shopping mehr am Rande des Dispos, kein Liegenlassen des kompletten Haushaltes über viele Wochen, kein Frustfressen von ungesunden Nahrungsmitteln, keine unvermittelten und grundlosen Angstattacken, weniger rückenschmerzen und eine unverkrampftere Körperhaltung, Freude an Bewegung und Sport, besseres Immunsystem (bin bisher von Grippe und Erkältungen in meinem Umfeld verschont geblieben)...

    All das ist besser oder komplett gut geworden, seit ich mich eben wirklich aus Angst vor den sonst einsetzenden Problemen am Riemen reiße und mich selbst eben nicht mehr wie früher verleugne, sondern meinen Lebenstraum ernst genug nehme, um mir jeden Tag eine halbe Stunde Zeit dafür zu nehmen. Es ist nämlich wirklich wichtig für mich. Und seit ich mir das Schreiben so sehr in meinen Tagesablauf eingeplant habe, bin ich auch in meinem Job besser geworden, weil ich da jeden Nachmittag dann ganz entspannt zwei oder drei Stunden für arbeiten kann, so dass ich morgens auch entspannter in die Schule gehen kann.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 19:06 -----------

    Sowohl als auch. Ich war arbeitslos und habe mir einen neuen Job in einer Gegend gesucht, in der es für ihn sowohl die aktuelle Weiterbildungsmöglichkeit wie auch gute Jobchancen gibt.
     
  • diskuswerfer85
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    22 Oktober 2011
    #13
    hast du nicht weiter oben geschrieben, dass du sofort suizidgedanken bekommst wenn du mal nicht schreibst?

    ich finde du solltest das mit dem schreiben weiter machen und das von ihm auch einfordern, aber endeffekt kommt mir das schon ziemlich ungesund vor.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 19:12 -----------

    ich denke du musst ihm klarmachen, dass du das wirklich brauchst für deine psychische gesundheit und dabei auch nichts schönfärben. sonst wird er das nicht verstehen können.
     
  • Shiny Flame
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    22 Oktober 2011
    #14
    Diskuswerfer, die Fassung für den psychologischen Laien lautet: Wenn Menschen ihre Bedürfnisse zu lange vernachlässige, um von der Gesellschaft geforderten Maximen oder den Anforderungen nahestehender Menschen zu genügen (erst studieren, erst zweites Examen, ...), dann reagiert die Psyche darauf mit Stresssymptomen, die wie ein rotes Warndreieck mitteilen: Hier ist etwas nicht in Ordnung, ändere etwas, sonst wirst du krank!

    Bei mir war das, was nicht in Ordnung war, offensichtlich die Tatsache, dass ich meine Schriftstellerei über einen zu langen Zeitraum immer wieder zurückgestellt habe. Das hat mich krank gemacht - so krank, dass ich am Ende Suizidgedanken bekam.

    Da man Probleme normalerweise besser an der Wurzel und nicht nur an den Symptomen behandelt, brachte die Entdeckung des ursächlichen Problemes (nicht schriftstellern können und ein schlechtes Gewissen meinen Mitmenschen gegenüber haben, wenn ich diese gute, für mich so glückbringende Sache praktiziere und andere Menschen auf der Welt gleichzeitig unglücklich sind) einen Lösungsansatz mit: Eben doch schriftstellern, weil ich nicht die ganze Welt retten kann und auch dann schriftstellern (= glücklich sein) darf, wenn in Somalia die Kinder verhungern und andere Menschen Liebeskummer haben und unglücklich sind.

    Und glücklicherweise hat sich herausgestellt, dass die ganzen Symptome durch die Behandlung des ursächlichen Problemes deutlich besser werden und sehr, sehr stark zurückgehen. Ich will nicht, dass sie wieder kommen. Aber da es mir nach wie vor sehr schwer fällt, zu sagen "ich will schriftstellern, weil sich das so richtig anfühlt, selbst wenn es anstrengend ist, und mein Leben sich sinnvoll anfühlt", ist es immer noch einfacher für mich zu sagen "ich muss schriftstellern, weil ich sonst wieder diese ganzen doofen psychischen Krankheitssymptome, bekomme (deren schlimmstes halt "Suizidgedanken" ist), mit denen mein Unterbewusstsein mir mitteilt, dass ich in eine falsche Richtung gehe". Wahr ist beides.

    ***

    Dennoch ist mein Freund jetzt seit über zwei Stunden weg, ohne sich gemeldet zu haben... Ich mache mir inzwischen große Sorgen.

    ***

    Jetzt ist er wenigstens wieder da.
     
  • User 38494
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    22 Oktober 2011
    #15
    also ich wollte und will dich nicht angreifen oder kritisieren, sondern lediglich denkanstöße liefern und sagen, wie sich mir das darstellt ... sofern man sich überhaupt ein bild machen kann mittels auch eines etwas längeren textes. :zwinker:

    ein gesunder egoismus gehört eben zu einer gesunden psyche. :jaa:
    manchmal (oder auch immer wieder) muss man sich selbst die frage stellen was zu viel ist und was zu wenig.

    nehme ich mich zu viel zurück, ist das für mich und meine psyche schlecht.
    bin ich zu egoistisch, ist das schlecht für meine mitmenschen und letztlich für meine psyche ebenfalls schlecht.

    jeder für sich muss eben lernen das gesunde mittelmaß zu finden.


    interessant finde ich aber, das du im eingangspost geschrieben hast, das du, wenn du nicht schreibst dann selbstmordgedanken bekommst ... sowas finde ich nicht "normal" und eher mehr als bedenklich.

    klar kann schreiben helfen andere dinge in den griff zu kriegen (falls du dich ritzt oder andere und schlimmere handlungen an dir vornimmst), aber letztlich muss man sich eben auch dann fragen, was einem wichtiger ist.

    natürlich steht deine gesundheit, was eben auch deine psyche angeht ... an oberster stelle.
    erst dann kommen andere menschen und deren probleme ins spiel ... was sich aber doch irgendwie immer ineinander verwebt.

    man selbst muss lernen zu unterscheiden und prioritäten zu setzen.

    was tut mir gut?
    kann ich das?
    kann ich das ebenfalls aushalten, ohne das es mich zu sehr runterzieht?
    wie kriege ich mich und meine gefühle in den griff?

    all diese grundfragen gilt es meiner meinung nach aufzuarbeiten und nicht einzig und allein darauf zu spekulieren, das man irgendwann mal ein buch verlegt bekommt.
     
  • User 111179
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    22 Oktober 2011
    #16
    Mir geht es ein bisschen wie Lotusknospe - ich bin vom Charakter her auch ganz anders als Du und kann so einiges was Du geschrieben hast nicht wirklich nachvollziehen (das ist jetzt nicht böse gemeint). Deshalb will ich mich kurz und knapp auf ein paar ganz pragmatische Denkanstöße beschränken.

    Könnte es sein, dass sich schlicht und einfach euer Zeitmanagement etwas verbessern müsste? Ich weiss nicht, wann Du normalerweise nach Hause kommst, aber da Du in einem Post den Verlauf eines typischen Nachmittags beschriebst, gehe ich davon aus, dass Du Dir den Nachmittag und Abend recht frei einteilen kannst.
    Du brauchst laut eigener Aussage 2-3 Stunden für Deine Unterrichtsvorbereitung, da lässt sich sicher nichts einsparen. Aber warum vereinbarst Du nicht mit Deinem Freund, dass ihr Kochen und Hausarbeit teilt / abwechselnd übernehmt. Erzähle mir jetzt bitte nicht, dass er nicht kochen oder die Waschmaschine bedienen kann. Das kann man Deinem Freund im Notfall auch beibringen und nach Deinen Posts im Abnehmthread zu urteilen, erwartest Du ja auch keine Gourmet-Menüs. So ließe sich wahrscheinlich schon locker eine Stunde am Tag oder zumindest jeden zweiten Tag für dich freischaufeln. Vielleicht könnt ihr Eure Serie auch später am Tag oder am Wochenende online ansehen und Du setzt Dich erstmal zum Schreiben hin. Ich weiss ja nicht, wann Ihr so ins Bett geht, aber wenn es nicht gerade schon um 8.30 ist, sollte sich doch da locker 'ne Stunde finden lassen. Du schreibst doch auch recht regelmäßig und oft lange Beiträge im Forum. Wenn die Schriftstellerei auf Platz eins in Deinem Leben steht, musst Du in Deiner Tagesplanung einfach Prioritäten setzen.

    Obwohl ich dazu eigentlich nichts sagen wollte, muss ich nun doch noch erwähnen, dass ich ein paar Deiner Aussagen doch ganz schön heftig finde. Zum Beispiel, dass Dein Ausschnitt immer noch nach Mundgeruch röche. Ich kann nicht genau sagen was es ist, aber wenn jemand sowas über seinen Partner sagt - und das noch nicht mal mehr in der Hitze des Streits - schockiert mich das irgendwie.:confused:
     
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    22 Oktober 2011
    #17
    Ich sehe zwei Notwendigkeiten:

    1. Du musst Deine Prioritäten schriftlich festlegen, und auch durchsetzen!
    Du und Dein Freund habe jeder seine probleme, die auch bedrohlich sind. Priorität 1 haben also Dinge, die die akute Gesundheit betreffen. Das sind Deine Selbstmordgedanken, und seine Depressionen.
    Priorität 2 haben Dinge, die euer Weiterkommen im Leben betreffen. Deine Karriere, seine Ausbildung.
    Priorität 3 hat der Alltag.
    Du hast geschrieben, Du kochst und bügelst, und dann fehlt Dir die Zeit zum Schreiben. Da sind die Prioritäten durcheinander. Soll er bügeln und kochen.
    Du müsstest die Prioritäten Aufschreiben, für Dich und ihn. Und beide unterschreiben, ein Vertrag also. Und an den hält ihr euch beide. Und wenn er facebook will während Du schreibst, dann zeig ihm was er unterschrieben hat.

    2. Du brauchst einen eigenen Raum!
    Es geht nicht dass ihr ein gemeinsames Arbeitszimmer habt. Ich habe jetzt nicht ganz verstanden, wie Eure Wohnung aufgebaut ist. Habt ihr Wohnzimmer, Küche, Arbeistzimmer? oder nur Wohnzimmer und Küche. Es gibt recht elegante kleine Computertische. Stell einen in das Wohnzimmer, die Küche, oder notfalls ins Schlafzimmer. Wenn Du ihn von eurem Platz verscheuchen musst, dann gibt das immer wieder Probleme. Du brauchst einen Platz für Dich und Deine halbe Stunde mit einer Tür, die Du schliessen kannst. Denk dran, die halbe Stunde ist wichtiger als essen, Duschen, und fast alles andere.

    Lass es zu erklären, warum Du die halbe Stunde brauchst. Das ist Deine Medizin, und die musst Du haben, damit Du gesund bist. Wenn Du zur Dialyse müsstest würde auch keiner daran rummäkeln. Und die meisten Leute mit Selbstmordgedanken wären heilfroh, wenn Sie mit einer halben Stunde Schreiben ihr Problem in den Griff bekämen.
     
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    #18
    So, also Schluss machen werde ich nicht, wir hatten gerade eine längere Aussprache und haben jetzt noch mal ein bisschen Internetzeit alleine, um runterzukommen. Ich weiß noch nicht so richtig, wie es weitergehen wird. Ich hatte einen richtig bösen Ausraster ihm gegenüber heute, er mir gegenüber ebenso... Hässliche Dinge, die aber vielleicht auch ein bisschen aus der schulischen Erschöpfung bei beiden resultieren. Richtige Lösungen, von denen man hoffen könnte, dass sie immer funktionieren, haben wir auch noch nicht. Aber immerhin ist das Schweigen jetzt gerade ein bisschen friedlicher geworden...

    Übrigens, mein Freund übernimmt durchaus die Hälfte der anfallenden häuslichen Pflichten, ich werde jetzt nicht von ihm verlangen, dass er auch noch bügelt. Kochen tut er theoretisch jeden zweiten Tag, aber praktisch macht es mir in letzter Zeit einfach auch Spaß, schönes und gutes Essen für uns beide zu machen, so dass bei ihm aus dem Kochen ein bis zwei Mal pro Woche geworden ist.

    In unserem Leben verändert sich im Moment viel, eigentlich in fast jeder Hinsicht zum Positiven... Ich habe keine Ahnung, warum dann seit letztem Wochenende so viel Mist und Zank zwischen uns ist. Oder doch? Die Woche davor war extrem arbeitsintensiv, dann hatte ich den kompletten Samstag mit meiner Fortbildung verbracht, den Sonntag nur im Bett gelegen, um neue Kraft zu sammeln... Kein Wunder, dass er Montag anfing, auch in meiner "eigenen privaten" Zeit ein bisschen Nähe und Aufmerksamkeit zu suchen, auch wenn mich das dann überforderte...

    Mark11 hat wohl Recht mit der beruflichen Überlastung... Scheiße. Na ja, jetzt sind erst mal zwei Wochen Ferien hier im Bundesland.

    Zum Thema eigenen Raum haben wir jetzt erst mal vereinbart, dass ich ihn für eine halbe Stunde (rechtzeitig vorher angekündigt) zum Schreiben aus dem Arbeitszimmer schmeißen darf. Das war ja das größte Problem, und vielleicht ist das auch ein Ansatz für eine Lösung.
     
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    23 Oktober 2011
    #19
    Hi nochmal,

    was mich interessieren würde: ist das eigentlich ein grundsätzliches Problem bei Euch mit Deiner Schreib-Zeit? Ich glaube nämlich nicht. Du hast in einem der Posts hier geschrieben, daß er Dich auch unterstützt, Dir bei einer Blockade Mut und Motivation gibt (oder es zumindest ehrlich versucht).
    Ein Problem sehe ich darin, daß Ihr Euch in einer Zeit kennengelernt habt, als Du das Schreiben eher zurückgestellt hast. "Erst" seit paar Monaten nimmst Du Dir jetzt wirklich Zeit dafür. Hat er verstanden, warum es jetzt so ist? Also, wirklich verstanden?
    Ich halte Euch beide für Menschen, die eigentlich ständig am emotionalen Limit entlangschrappen. Wenn dann noch Streß von außen dazukommt, entlädt es sich bei dem Einen und das löst dann bei dem Anderen ebenfalls ein Überschreiten des Streßlevels aus. Der Streit ist da. Unvermeidlich und dann auch bis über die Grenze hinaus emotional und unfair. Dies ist Euch heute passiert. Ihr wart beide nicht in der Lage, die Stimmung des Anderen aufzunehmen, er wollte zur Party und v.A. Nichts von Deiner Schreiberei hören, Du hingegen hast nur daran gedacht.

    Ich kann Dich gut verstehen, ich brauche auch eine gewisse Zeit für mich. Bei mir ist es kein Lebenstraum, den ich verwirklichen will. Es ist halt einfach so, daß ich nicht 7/24 "im Leben" sein und Menschen um mich herum haben kann. Ich muss mich dann zurückziehen können, nichts sehen, nichts hören, nicht sprechen müssen. Wenn ich das nicht habe, dann steigt mein Stresslevel, das ist nicht gut für mich und nicht gut für meine Umwelt. Ich habe lange gebraucht, um das wirklich zu realisieren, daß es halt so ist. Es hat mich eine tolle Beziehung und paar Freundschaften gekostet, Verständnis darf man nicht wirklich erwarten (v.A. weil ich auch keine griffige Begründung dafür habe), es bleiben enttäuschte Menschen zurück, die es nicht verstehen, weil sie anders sind. Heute habe ich das Riesen-Glück, mit einer Frau zusammen zu sein, die es nicht nur akzeptiert, sondern auch versteht. Anders wäre es nicht möglich, zusammen zu leben.
    Kannst Du das auch von Deinem Freund sagen? Denkt er wirklich so oder sind das doch eher Lippenbekenntnisse?
    Weißt Du, ich denke, ganz unabhängig davon, warum Du schreibst, muss es in einer Beziehung möglich sein, daß ein Part einfach eine gewisse Zeit des Tages vom anderen in Ruhe gelassen werden darf, wenn er es denn braucht. Einige machen täglich Sport, andere gehen zum Pferd oder einen trinken und Leute wie Du brauchen eben eine halbe Stunde zu Hause für sich. Ich frage mich immer, was daran so schwer zu akzeptieren ist.

    Ich möchte nochmal das Thema "räumliche Trennung" aufgreifen: ich weiß ja nicht, wo ihr wohnt (Mietpreise) und was Dein Freund verdient. Aber habt Ihr 'mal, da ein getrenntes Wohnen ja nicht in Frage kommt, 'mal über eine größere bzw. anders geschnittene Wohnung nachgedacht, in der JEDER seinen Rückzugsraum hat? Es geht mir dabei gar nicht nur um das Schreiben, sondern auch darum, daß ich auch bei anderen Threads von Dir das Gefühl hatte, daß Ihr Euch schnell gegeneitig emotional hoch (oder weit 'runter) schaukelt.
    Ist jetzt leicht daher gesagt, weiß ich, aber ich denke, Ihr müsst einen anderen Weg für Euch finden, wie Ihr mit Euren starken Gefühlen einen gemeinsamen Umgang findet, sonst knallt es irgendwann final. Das fände ich schade, weil ich eigentlich denke, daß sich da schon zwei Passende gefunden haben...

    Mark11
     
  • rudolfk
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    23 Oktober 2011
    #20
    Wenn Dir das schreiben so wichtig ist, dann wird das nicht auf die Dauer reichen. Du brauchst dafür wirklich Deinen Raum (ganz wörtlich).

    Frauen glauben oft, alle Probleme seien durch Gespräche zu lösen. Das geht nicht immmer. Manche Probleme muss man organisatorisch oder technisch lösen.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 22:29 -----------

    Da hast Du mich falsch verstanden. Es ging nicht um die Verteilung, es ging um die Wichtigkeit. Du hattest Zeit für unwichtiges, dasBügel, aber keine für das wichtigste, das Schreiben.
     

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