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  • Stephan17
    Gast
    0
    22 Januar 2009
    #1

    Schmerzensgeld wie reagieren?

    Tag Leute,

    unzwar wurde ich vor 1 Jahr zusammen geschlagen.
    Habe ihn angezeigt und auch Gerichtlich gewonnen.

    Mein Anwalt hat 1000€ Schmerzensgeld eingeklagt
    zusätzlich 64€ Autoantenne,50€ jacke, 40€ Brillenreparatur und 10€ Praxisgebühr.


    Der Angeklagte hat mein Anwalt nun ein Angebot unterbreitet.
    Da er nur Lehrling ist und 280€ verdient könnte er ja nur 10€ jeden Monat abzahlen.

    Er würde mir 400€ Schmerzensgeld + die Sachbeschädigungen SOFORT bezahlen. Was würdet ihr machen?

    Auf die 1000€ weiterhin verbleiben?

    Oder lieber das Angebot annehmen, bevor er jeden Monat nur 10 € abzahlt?

    Er lebt mit sein Vater im nagelneuen Haus, die haben genug Kohle.
    Das mit den 10€ ist nur zum Angst einjagen...:kopfschue
     
  • happy&sad
    happy&sad (35)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    22 Januar 2009
    #2
    Wie stehen denn die Chancen, dass dir die 1000€ + Sachbeschädigung gerichtlich zugestanden werden?
    Ich selbst würde es wohl darauf ankommen lassen... Wenn er bei seinem Vater wohnt, Kost und Wohnung frei hat kann ich mir nicht vorstellen, dass er nur 10€ monatlich zahlen kann. Dann muss er eben eine Zeit lang auf Luxus verzichten, ist er ja schließlich selbst schuld! Würdest du das Angebot annehmen würdest du immerhin auf 600€ verzichten. Eindeutig zu viel!
     
  • Stephan17
    Gast
    0
    22 Januar 2009
    #3
    Naja mein Gesicht sah ziemlich misshandelt aus, hatte abschürfungen an Knie und Hand. Musste mich 2 Tage krank schreiben lassen.


    Wie es Gerichtlich aussieht, kann ich nicht sagen.

    Also soll ich auf das eingeklagte Geld weiterhin bestehen?
    Und auf 600€ nicht verzichten?

    Das Geld brauch ich sowieso net, würde aufn Sparbuch gehen.
     
  • happy&sad
    happy&sad (35)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    22 Januar 2009
    #4
    Ich kann dir leider nicht sagen, ob du darauf verzichten sollst oder nicht, nur, dass ich das Angebot nicht annehmen würde! Mir würde es da eher um das Prinzip gehen als darum wann ich das Geld bekommen würde. Besonders, wenn du auf das Geld nicht jetzt sofort angewiesen bist...

    Was hat denn dein Anwalt gesagt? Er hat ja recht oft mit so etwas zu tun und kann sicher besser als wir einschätzen, ob du Chance auf den vollen Betrag laut Gerichtsurteil hast... Vielleicht kann er dir auch sagen, ob es eine Möglichkeit gibt, dass der Angreifer mehr zahlt als nur 10€, da er ja keine Miete etc. zahlen muss.
    Der Angeklagte will offensichtlich keinen Rechtsstreit, andererseits gibt es sicher einen Grund aus dem er nur bereit ist 400€ zu zahlen.
    Wenn der Anwalt dir sagt, dass deine Chancen extrem schlecht stehen und du voraussichtlich nur einen Teil des eingeklagten Geld bekommen wirst ist immer noch die Frage da, wie groß der Teil ist.
     
  • unbekannte
    unbekannte (34)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verlobt
    22 Januar 2009
    #5
    ich würde mich auch mit meinen anwalt aussprechen

    er kann die chancen abwiegen das der fall das du nur 10€ bekommen kannst oder mehr einschätzen

    außerdem warum sollte er nicht die 400€+sachbeschädigungen gleich bezahlen und dann weiter 10€ bis alles abgezahlt ist? würde dann halt nur noch 5 jahre dauern bis es da ist...

    du solltest mit deinem anwalt halt besprechen was die wahrscheinlichen folgen sind und dann entscheiden (auch wer die höhe der raten festlegt)
     
  • Stephan17
    Gast
    0
    22 Januar 2009
    #6
    Mein Anwalt ist erst heute Nachmittag erreichbar, deshalb wollte ich von euch ein Rat einholen.
     
  • Guzi
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    22 Januar 2009
    #7
    Hätte er dich nicht zusammen geschlagen, müsste er nicht zahlen. Soviel nur mal dazu. Da muss er meines Erachtens jetzt selber durch.

    Sprich es mit deinem Anwalt ab. Er wird dir sagen können, wie hoch die Chance ist, dass du die 1000€ kriegst. Auch wenn er heute Nachmittag erst erreichbar ist, es geht hier ja schon um einen relativ großen Differenzbetrag, von dem wir hier reden.

    Ich persönlich würde es zuerst mit dem Anwalt absprechen, aber im Endeffekt den Betrag einklagen. Er wusste, was er tut, als er dich zusammen geschlagen hat, also muss er auch mit den Konsequenzen leben.

    Meine persönliche Meinung zu dem Thema. :zwinker:
     
  • unbekannte
    unbekannte (34)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verlobt
    22 Januar 2009
    #8
    na die paar stunden kann es ja noch warten oder? wenn es jetzt rein ums empfinden geht würde ich sagen nimm das was du meinst dem gegner am meisten lehrt das sein verhalten falsch war

    du sagst ja selbst das du auf das geld nicht angewiesen bist

    vielleicht sagt dein anwalt das er eh verpflichtet ist alles zu zahlen und das so hoch wie er nur kann
     
  • Stephan17
    Gast
    0
    22 Januar 2009
    #9
    Klar kann ich warten, ohne mein Anwalt mach ich eh nichts.
     
  • Itzibitzi
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    22 Januar 2009
    #10
    Wurde dir denn vom Gericht schon 1000 € zugesprochen, also hast du ein Urteil? Weil du sagst "eingeklagt"?

    Oder hat dein Anwalt auf Zahlung von 1000 € geklagt, das Verfahren läuft aber noch?
     
  • Stephan17
    Gast
    0
    22 Januar 2009
    #11
    Vom Gericht wurde das Geld nicht eingeklagt.

    Mein Anwalt hat selbstständig ein Schreiben an Ihn aufgesetzt.
     
  • squarepusher
    Sehr bekannt hier
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    Single
    22 Januar 2009
    #12
    von den 1000€+unkosten würde ich erst dann auch nur einen cent abweichen, wenn feststeht, dass der "reuige" schläger dir die 1000€ nur in mini-raten abzahlen kann.

    das 10€-im-monat-angebot ist wertlos, gegenstandslos, bedeutungslos, das hat der (oder sein anwalt) sich in der früh beim zähneputzen ausgedacht. und schon gar nicht geht daraus hervor, dass er wirklich nur 10€ im monat abzahlen kann.

    es wird irgendeine möglichkeit geben, ihn von objektiver seite aus schätzen zu lassen, feststellen zu lassen, wieviel er zahlen kann. lasst das mal tun, und wenn dann feststeht, dass er, hausnummer, 50€ im monat zahlen kann, dann ist der richtige zeitpunkt, um solche "außergerichtlichen einigungen" (weiß nicht, ist das in dem fall dann eine?) in betracht zu ziehen.

    meine persönliche meinung:
    wenn ich an deiner stelle wäre und das geld nicht bräuchte, würde ich ihn auch 20€ im monat abstottern lassen, egal wie lange das dauert. er soll ruhig alles zahlen. außerdem: wie ist das mit zinsen? wenn er daherkommt mit "ich bin so arm ich kann nicht viel monatlich zahlen" heißt das ja nicht, dass er diesen geringen betrag nicht auch noch über die begleichung der strafe hinaus berappen kann. wenn du anspruch auf zinsen hättest, könntest du ihn auch damit unter druck setzen. dann zahlt er dir eben noch 100€ deppenstrafe zu den 1000€+unkosten dazu, wenn er dir unbedingt nur 20€ im monat zahlen will.
    (ich gehe jetzt von 20€ aus, 10€ ist lächerlich)

    edit: dies alles gesetz dem fall du hast ein gerichtsverfahren gewonnen und dein anspruch ist rechtskräftig. wenn dein anwalt ihn daweil nur angeschrieben und 1000€+unkosten verlangt hat, heißt das gar nichts, auch nicht dass du 1000€ "gewonnen" hast oder dass dein anwalt 1000€+unkosten "eingeklagt" hat. wenn ihr euch jetzt nicht einigen könnt, wird es ein verfahren geben, in dem festgestellt wird, wieviel dir zusteht und wennötig auch, wieviel monatlich der typ berappen kann.
     
  • Stephan17
    Gast
    0
    22 Januar 2009
    #13
    Die Gerichtsverhandlung war schon vor Monaten, wurde aber vertagt da er einen ins Koma geschlagen hat.

    Alle Zeugen sagten für micg aus. Die Anzeige die gemacht wurde, war ja nur wegen Körperverletzung.

    Das Schmerzensgeld kommt jetzt noch zusätzlich von mein Anwalt.
     
  • Itzibitzi
    Verbringt hier viel Zeit
    339
    103
    1
    nicht angegeben
    22 Januar 2009
    #14
    Achso.
    Ohne nun die genauen Verletzungen, Verdienstausfall, Spätfolgen etc. zu kennen, scheinen mir 1000 € etwas hoch angesetzt - was natürlich eine gute Verhandlungsgrundlage ist!

    Vielleicht kommt von der Gegenseite noch ein höheres Angebot als 400 €, das du dann annehmen solltest - dein Anwalt wird dich dahingehend noch beraten.

    Allerdings sind 400 € (ohne wie gesagt den Fall + die Folgen genau zu kennen) nicht schlecht, wenn sie auch gleich zahlt werden.

    Für ein Gerichtsverfahren musst du mehrere Monate einplanen, dann ist nicht sicher, wieviel der Richter dir zuspricht, und dann kann es auch sein, dass der Schädiger auch einfach nicht zahlt, oder nur in Raten.
    Recht haben und Recht bekommen sind 2 Paar Stiefel!! (leider leider)

    Darum ist das Angebot, 400 € als Schmerzensgeld sofort zu zahlen, nicht so schlecht.

    Aber besprich dich mit deinem Anwalt, der ja die konkreten Umstände deines Falls genau kennt.
    Aber dann weißt du schonmal, was in etwa auf dich zukommt und was realistisch ist! :zwinker:
     
  • Stephan17
    Gast
    0
    22 Januar 2009
    #15
    Ich glaube ich werde ihn entgegen kommen und 500€ Schmerzensgeld + Sachbeschädigung anbieten.
     
  • User 18780
    User 18780 (35)
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    Verheiratet
    22 Januar 2009
    #16
    irgendwie passt das doch nicht zusammen:

    wenn er armer azubi ist, und nur 10€ monatlich abdrücken kann, wie soll er dir dann SOFORT 400€ geben können? :ratlos:

    auch wenn das möglicherweise durchschaubare verhandlungstaktik ist, könnte es sinvoll sein, auf ihn zuzugehen. k.a. das weiß der anwalt wohl besser.
     
  • happy&sad
    happy&sad (35)
    Verbringt hier viel Zeit
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    123
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    nicht angegeben
    22 Januar 2009
    #17
    Also spätestens da wäre mir das Geld, das ich bekomme zweitrangig!
    Er scheint ja öfter mal einfach so drauf zu hauen, da sollte er wirklich so viel Stress wie möglich von den Opfern bekommen. Du kannst froh sein, dass es bei dir so glimpflich ausgefallen ist, aber der andere hatte nicht so viel Glück. Dass es nicht nur ein Einzelfall war belastet ihn vor Gericht noch mehr und erhöht die Chancen ihn zu belangen.
    Wenn du ihm 'entgegenkommen' willst, dann nicht mit so einer niedrigen Summe (meines Erachtens). Aber wie schon vorher gesagt: Rede mit deinem Anwalt (was du ja auch vor hast)
     
  • schnuffl76
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    vergeben und glücklich
    23 Januar 2009
    #18
    das dachte ich mir auch! Ich würde mich auf keine Kompromisse einlassen!
     
  • brainforce
    brainforce (35)
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    23 Januar 2009
    #19
    ...außerdem schreibst du weiter oben das das Geld eh auf dem Sparbuch landet - was nicht verwunderlich ist, denn so einen "Geldsegen" plant man ja nicht freiwillig ein...:zwinker:

    Glaube kaum das ich persönlich so einen Typen freiwillig auch nur einen Milimeter entgegenkomme!:ratlos:
     
  • SunShineDream
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    23 Januar 2009
    #20
    ich würde auhc drauf bestehen. schon alleine weil den leuten geld mehr wehtut als das was die an sozialstunden oder so kriegen. wenn er wie du schreibst noch andere danach verprügelt hat sogar ins koma shcon erstrecht. soll er ruhig für den scheiss den er baut auhc gradestehn
     

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