• Raven7
    Raven7 (30)
    Ist noch neu hier
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    Verheiratet
    11 März 2019
    #1

    Schmerzvolle Trennung - eine etwas längere Geschichte & doch nur wenige Monate her..

    Hallo liebes Forum,
    ich schreibe das erste Mal in der Form meine Gedanken nieder.

    Manchmal habe ich jedoch das Gefühl, dass eine Außenperspektive hilfreicher ist als alles andere, deshalb versuche ich es mal..

    Momentan geht es mir gar nicht gut, weil ich eine sehr harte Trennung durchmachen muss. Mein Partner und ich kennen uns 15 Jahre, davon waren wir 7 Jahre ein Paar, vorher beste Freunde. Seit 1 Jahr sind wir verheiratet und ich persönlich war sehr glücklich. Schon als Freunde kannten wir uns in- und auswendig, teilten alles miteinander und auch unsere Beziehung war von Lachen und Harmonie erfüllt. Klar haben wir auch gestritten und zwar vor allem deshalb, weil wir beide studierten und nebenbei arbeiteten, das zehrte etwas an den Nerven. Wir zogen von einem kleineren Ort in die große Stadt nach Berlin, und hatten sozusagen nur uns. Wollten gemeinsam studieren und füreinander da sein. Ich habe mich sehr darauf verlassen, ich wähnte mich in Sicherheit und Geborgenheit.
    Seltene Streitereien nahm ich nicht allzu ernst, doch mir fiel schon immer auf, dass immer ich mich zuerst entschuldigen muss, damit es gut ist. Ihm fiel es schwer, Fehler einzugestehen. Seit den wenigen Jahren in Berlin, machte er auch immer weniger im Haushalt und auch mit mir. Zeit mit ihm musste ich zunehmend "aushandeln", denn er hatte nie wirklich viel Ambition. Darum waren wir oft zuhause und selten mal ein Stück Kuchen essen oder was erleben. So hatte ich mir das Stadtleben nicht unbedingt vorgestellt, aber ich gab mich zufrieden, denn ich dachte, vielleicht ist unser Leben einfach hektisch. Dennoch hatten wir tolle Momente, kochten daheim etc. Aber körperliche Nähe wurde immer weniger.
    Dann kam es letztes Jahr im November zu einem Fototermin, den er hatte für Bewerbungsfotos. Die Fotografin dort hatte ihm sehr gefallen, ich hatte das mitbekommen, weil ich dabei war. Sie verstanden sich auch Anhieb und auch wenn mir schien, dass sie nur Augen für ihn hat und er für sie, dachte ich mir nichts dabei. Ich wusste, dass er generell Leute kennenlernen will, damit wir einen Freundeskreis aufbauen können.
    Einige Tage später konnte er nicht aufhören an sie zu denken, sie war ihm so sympathisch. Daher ermutigte ich ihn sogar und seine Idee, ihr eine Mail zu schreiben. Ich habe ihm immer viel Freiheit gelassen und er mir, wir kannten uns so lange und ich vertraute blind. Vielleicht war das dumm, aber wie gesagt war ich mir sicher, dass unsere Beziehung nichts erschüttern kann. Wir haben soviel erlebt, und sind auch generell eher offen mit allem umgegangen, auch mit neuen Leuten.
    Sie telefonierten und er war hin und weg von ihr.

    Wenige Tage später kam er mich bei der Arbeit abholen, wir gingen ins Kino und etwas stimmte nicht. Ich bemerkte es die ganze Zeit und nach dem Film sagte er mir, ich hätte ihn jahrelang belogen. Er hatte einen USB Stick gefunden, auf dem alte Mails waren. Diese hatte ich verfasst, im Namen anderer Personen, da es eine Zeit in unserer Freundschaft gab, in der er mich urplötzlich von sich stieß und nicht mehr sehen wollte. Das ging ungefähr 6 Monate. Er war sehr labil, ich hatte Angst um ihn, dass er sich was antun könnte, wir waren noch ziemlich jung. Um überhaupt zu wissen, wie es ihm geht, erfand ich Leute, denn er konnte sich "fremden Menschen" immer schon leichter anvertrauen. So schrieb er mit diesen Menschen. Eigentlich war aber ich das - und ich weiß, das war kein Kavaliersdelikt. Es ist ein Jahrzehnt her und sobald wir wieder Freunde waren, vergaß ich das. Die "Leute" meldeten sich nicht mehr bei ihm und er war zwar enttäuscht, aber auch das verging. Ich sah, dass es ihm besser und besser ging, versuchte immer für ihn da zu sein, ihn aufzubauen und habe ihn wirklich immer ermuntert, seine Träume zu erfüllen. Auch Berlin war mehr sein Traum, doch ich wäre mit ihm überall hin gegangen. Warum ich diesen USB Stick noch hatte, ich weiß es nicht. Er warf mir alles vor und ich konnte es erst nicht einmal zugeben, weil ich so geschockt war. Er war völlig außer sich, ich verstand ihn und entschuldigte mich. Er hatte alles durchsucht, meinen Laptop, meine Sachen, um Dinge zu finden, um mich und meine "ganzen Lügen zu enttarnen". Er nannte mich falsch, durchtrieben und was weiß ich nicht alles. Es war eine handfeste Krise. Er ging zu einem Kumpel, um sich auszuquatschen und sagte mir, wenn er wiederkäme, sei ich weg. Er wolle mich nicht mehr sehen oder um sich haben. Er zog seinen Ehering aus und sagte, das mache er nur einmal und es sei vorbei. Ich flehte ihn an zu bleiben, hasste mich selbst dafür, konnte aber einfach nicht verstehen, was da gerade passierte. Er wollte von mir nicht berührt werden, nicht festgehalten werden und ging. Völlig unter Schock musste ich mir einen Koffer von befreundeten Nachbarn leihen und packte wirr Sachen ein, eine Freundin buchte ein Ticket nach Hause, denn ich war dazu nicht imstande. Meine Familie und engsten Freunde wohnen 500 km weit weg. Ich schaffte es irgendwie zum Flughafen, nachdem ich mich völlig verzweifelt von meinen 2 Katzen verabschiedet habe, und dann aber nicht weiter. Mich erfasste so große Panik, dass ich dachte ich würde sterben. So hatte ich am Flughafen einen Zusammenbruch und eine Panikattacke, wurde mit dem Krankenwagen in eine Klinik gebracht. Dort ging es mir nicht besser, meine Familie versuchte ihn zu erreichen, meine Freundin war ständig mit mir am Telefon, weil sie angerufen worden ist, aber er ließ sich nicht blicken. Er reagierte auf gar nichts und niemanden, er kam auch nicht ins Klinikum. Ich blieb eine Nacht und dann musste ich ins Hotel. Von dort versuchte ich ihn zu kontaktieren, er kam zu einem Gespräch in ein Cafe 2 Tage später.

    Ich konnte nichts essen, nichts machen, nicht arbeiten gehen - ich kämpfte um ihn, sagte es täte mir leid, es sei lange her und wir könnten das gemeinsam schaffen, wie so vieles zuvor. Er war eiskalt zu mir. Ich fragte, ob er gewusst habe, wo ich sei und er sagte: Ja, aber es sei nicht wichtig, denn schließlich könnte ich auch den Zusammenbruch gespielt haben. Ich sagte ihm, ich könne nicht im Hotel bleiben und ich will heim, weil es auch mein Zuhause sei. So kam ich nach Hause, er war zwar nicht begeistert, aber gut. Da wir wirklich nicht viele nahe Freunde in Berlin haben, konnte ich auch nirgends sonst wirklich hin, weil ich auch seelisch fertig war und das niemandem zumuten wollte.

    Zuhause war es aber eine Tortur.

    Ich sah, wie er stets am Handy war und in diesem Momenten lächelte er. Mir wollte er nie zuhören, alles waren Ausreden in seinen Augen. Ich durfte nichts richtig stellen und wenn ich weinte, so sagte er mir, ich habe kein Recht auf Schmerz. Er sei schließlich der Hintergangene.

    Irgendwann nahm ich sein Handy und sah, dass er mit ihr schreibt. Ich stellte ihn zur Rede und war enttäuscht ohne Ende. Dann sagte er mir, ich sei daran schuld, ich habe ihn schließlich hintergangen und ja, er habe großes Interesse an ihr. Ich sagte, das könne nicht sein Ernst sein, wir hätten gerade die schlimmste Beziehungskrise und er mache sowas. Er nannte mich eine Manipulantin und dass ich ihm alles erzählen würde, um ihn weiterhin "zu binden". Ich hätte ihn auch zur Heirat gedrängt und generell einfach nur Jahre seines Lebens gekostet. Er wisse gar nicht mehr, wer ich sei und so könne er mir nicht mehr vertrauen.

    Er begann, nach Wohnungen zu suchen. Ich sagte, er könne doch erstmal vielleicht eine Unterkunft suchen für eine gewisse Zeit, sodass wir Abstand hätten aber dennoch reden könnten, es aufarbeiten. Er suchte aber weiter, eine WG und fand eine. Die war aber noch nicht bezugsfertig, also blieb er lange und qualvolle Tage da, in denen ich viel redete und er nur genervt war ohne Ende. Er wollte sich so schnell es geht von mir befreien.

    Ich weinte unglaublich viel, nahm alle Schuld auf mich und war kaum noch in der Lage, zu klar zu denken. So musste ich zur Ärztin und mich krankschreiben lassen. Als ich ihm das eröffnete, ich rief ihn an, weil er ging weiter arbeiten, da sagte er, wir würden später reden, wenn er daheim sei. Es war sein Geburtstag und als er heimkam, war er glücklich. Auf mich reagierte er nicht. Dann war er pausenlos am Handy und sagte, er sei abends verabredet. Ich sagte, meine Welt gehe unter, und er sei verabredet? Er ignorierte mich und als er im Bad war, kam eine Nachricht von ihr. Er hatte ihr wenige Minuten nach meinem Telefonat mit ihm geschrieben, wie genervt er von meinem Geheule sei, seine Gedanken seien nur bei ihr. So ging das hin und her. Ich war fassungslos, schrie ihn an und er sagte nichts. Irgendwann schrie auch er mich an, er habe Gefühle für sie und was ich erwarten würde! Ich warf ihn raus, sagte er solle heute noch ausziehen, mir war das zuviel. Ich litt mittlerweile unter Panikattacken, weil mir der seelische Stress so zusetzte. Er wusste um meine Depressionen, die ich seit Jahren immer wieder hatte und dennoch war er herzlos. Ich habe kein Mitleid erwartet, nur dieses Verhalten ließ mein Herz gefrieren. Sein Kumpel kam und half ihm.
    Als er ging, da griff ich nach ihm, sagte unter Tränen, wir könnten alles schaffen. Er sah mich nur an, traurig wie es schien und sagte dann voller Abscheu: Hab wenigstens den Anstand, und bring dich nicht um. Deiner Mutter zuliebe.

    So ging er und ließ mich völlig alleine. Ich wollte ja, dass er geht, aber sowas hatte ich gar nicht erwartet. Ich habe einen Tag später Geburtstag und das war aber die schlimmste Nacht meines Lebens.

    Seitdem habe ich stetig versucht mit dem Kummer umzugehen und mein Leben auf die Reihe zu bekommen. Von seiner Seite aus war ständig Kontakt, er musste das und jenes noch holen und da er den Schlüssel hatte, ging er auch nicht auf die Bitte ein, mich zu informieren, wenn er in die Wohnung käme, sondern tat es einfach.

    Für mich war das jedes Mal ein Hieb ins Herz. Jedes Mal. Ich rief ihn oft an, er ging dran und sagte mir, er müsse sich für oder gegen uns entscheiden, ich solle warten. Die Chancen stünden 50/ 50.
    Ich kämpfte um ihn, er sagte, es würde lange dauern, denn er ließe sich Zeit. Ich sagte, ok! Denn es sei auch eine wahnsinnig große Entscheidung.

    Doch wenige Wochen später, da sagte er mir am Telefon, er komme nicht wieder. Es sei endgültig vorbei, ich habe ihn zerstört und seelisch ausgenutzt und er wolle mit mir höchstens noch befreundet sein, das hoffe er sehr. Ich war völlig am Boden, erinnerte ihn an all die schönen Urlaube, alles gemeinsame, die Gespräche, wir dachten wirklich, wir seien Seelenverwandte, so absurd das auch klingt. Ich war mittlerweile wieder arbeiten und versuchte mit Therapie alles aufzuarbeiten, es hatte mich viel Kraft gekostet alleine auf die Beine zu kommen und auch einen Platz zu finden. Aber ich musste es tun, denn auf dumme Gedanken kommen, das war allzu leicht.
    Ich schaffte den Tag nur mit Antidepressiva und sie erleichterten meinen Alltag, aber es nahm mir nicht meinen seelischen Schmerz. Dieser Fausthieb von ihm wog so schwer... ich konnte kaum atmen.
    Ich fragte nach ihr, ob es an ihr liege und er sagte, es liege alleine an mir. Wenn er nicht gewesen wäre, hätten wir keine schöne Beziehung gehabt, ich hätte ihn immer nur behindert und sei schon lange keine Priorität mehr gewesen für ihn. Er wolle in Berlin ein neues Leben anfangen, das hatte er sich vorgenommen und ich verdiene es nicht, ein Teil davon zu sein.

    Tatsächlich erfuhr ich nach und nach von Leuten, die ich nicht kannte, er hatte sich ein Netzwerk aufgebaut, von dem ich nichts wusste und darum auch so wenig Bereitschaft gehabt, Zeit mit mir zu verbringen.

    Mein Therapeut meinte, er habe mich als Sprungbrett benutzt, um in Berlin anzukommen, denn schließlich hätte er das anfangs finanziell alleine nicht geschafft und kannte auch niemanden. Das hatte sich ja geändert...
    Ich konnte das kaum fassen, obwohl es Sinn ergab.

    Mein Ex sagte mir, ich hätte mich gehen lassen und würde nur noch vor dem Fernseher hocken (Abends mal 2 Folgen Serie schauen nach einem langen Tag..) und während ich das Brot sei, sei seine Neue eben das Croissant.

    Ihm fiele das alles auch nicht leicht, aber er denke nicht mehr an uns, nur noch als Erinnerung. Auch die Katzen, an denen ihm so unglaublich viel lag, wollte er nicht mehr sehen, weil ich ja dann da sei und irgendwann verlangte ich auch einfach den Schlüssel zurück, ich wollte nicht, dass er in meine Wohnung kommt.
    Manchmal rief er mich einfach an, um unwichtige Dinge zu klären, doch ich musste mich dringend distanzieren, um nicht zugrunde zu gehen, also wechselte ich meine Nummer. Darauf reagierte er mit einer wütenden E-Mail, wieso ich ihm nun die Schuld an allem gäbe und meine Nummer wechselte.

    Mit den E-Mails ging es dann weiter, er wollte dies unterschrieben haben oder jenes. In der Zwischenzeit habe ich mein Studium aufgegeben, um Vollzeit zu arbeiten und die Miete alleine stemmen zu können, an Mitbewohner war nicht zu denken. Er suchte mich wohl per E-Mail in der Uni und meldete sich wieder erbost, wieso ich die Uni aufgebe und ihn nicht informiere.

    Ich versuchte alle Kontaktversuche zu blocken, weil es mich jedes Mal so fertig machte.

    Nun will er Geld von mir, macht eine Liste mit allem was ich ihm angeblich schuldig bin. Er will schließlich neu anfangen und ich habe ihn nicht nur Zeit, sondern auch Geld gekostet. Er will 4000 Euro von mir und denkt ich verdiene nun das große Geld. Dabei verdiene ich nur ein wenig mehr und kann die Miete gerade so halten, aber das weiß er natürlich nicht.

    Gleichzeitig geht es meiner Familie sehr schlecht, mein Stiefvater, der mehr Vater war zu mir als mein eigener Vater, hat Leukämie bekommen und kämpft gerade im Krankenhaus mit Chemo um sein Leben. Meine Familie ist am Ende und ich kann nicht hin, weil ich so viel arbeiten muss, Überstunden, um die Wohnung eben zu finanzieren. Einfach eine neue suchen ist in Berlin nicht so einfach und wäre jetzt auch viel zu viel für mich.

    Aber mein Ex weiß davon, ich hatte ihn in einer Mail gebeten, mich doch bitte in dieser Zeit in Ruhe zu lassen. Er hatte über Umwege davon erfahren und kontaktierte mich ständig zu irgendwelchen Geldfragen, um dann in PS zu schreiben: Ach ja und wie gehts deiner Familie? Ich hoffe es ist alles okay?

    Nun habe ich euch die Geschichte meiner letzten qualvollen Monate erzählt, ich weiß überhaupt nicht, ob man soviel in einem Forum schreiben "darf", will euch alle nicht nerven oder langweilen.

    Ich kann einfach trotz allem und trotz dem, dass wir keinen Kontakt haben, innerlich kaum loslassen. Sobald ich von ihm höre, tut es weh und ich leide wieder. Ich hasse ihn, dann bin ich wütend, dann liebe ich ihn, es ist ein ständiges Auf und Ab. Ich zweifel an ihm, an mir, an uns, ständiger Wechsel. Ich will gleichzeitig wissen was er tut, mit wem, weshalb und ermahne mich oft, denn Kontakt würde mich nur wieder zurückwerfen. Es ist wie eine Sucht, ich halte so fest an dem was wir hatten, weil ich so daran glaubte. War ich naiv? Schließlich sind wir beide 30 und kennen uns das halbe Leben. Kann ich mich so getäuscht haben?
    Er behauptete auch so oft, es liege nicht an einer anderen Frau, sondern nur an mir alleine.

    Ich liebe ihn noch sehr und bin so unglaublich erstaunt und schockiert, wie schnell er sich distanzieren konnte, wie schnell er weg war und alles das. Ich suchte viel die Schuld bei mir, doch ich kann das kaum noch tun, weil ich zwar meinen Anteil kenne, aber nicht glauben kann, dass das alleine das Ganze in dem Maße ausgelöst hat. Ich möchte mir auch selbst verzeihen, zur Ruhe kommen, für meine Familie da sein. Doch er sucht immer wieder Gründe, um mir eins reinzuwürgen. Überall erzählt er "seine Geschichte" und ich erfahre über Umwege, dass Leute denken ich hätte ihn unser Leben lang hinters Licht geführt, mit allem! Er vergisst dabei komplett jahrelange Zuneigung, Fürsorge, Liebe. Er ist das Opfer und nichts hält ihn ab davon, mir wehzutun.

    Komischerweise hofft ein Teil von mir immer noch auf ein Zurück, auch wenn das wohl so unsinnig ist.

    Was denkt ihr? Wie sind eure Meinungen, Erfahrungen? Die Frage richtet sich so insgesamt an die ganze Thematik. Danke schon vorab für eure Hilfe, vielleicht bringt es ein wenig Licht in mein Dunkel.

    Liebe Grüße, Raven.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11 März 2019
    • Lieb Lieb x 1
  • sweetpuzzle
    Ist noch neu hier
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    Single
    11 März 2019
    #2
    Hey Liebe Raven fühle dich erstmal ganz doll gedrückt :knuddel:echt schlimm was du momentan durchmachen musst... und das noch in einer fremden Stadt, in welcher du noch kaum Leute kennst.

    Um ehrlich zu sein liest es sich für mich so, dass er sich in die Fotografin verliebt hat und daher nach Gründen gesucht hat, um dich "loszuwerden".
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Trennungsgrund sein soll dass du vor 10 Jahren mit ihm geschrieben hast und dich als eine andere Person ausgegeben hast um ihm zu helfen. Vor allem, wo ich ihr euch schon so lange kennt.
    Ich finde es total stark von dir, dass du auch gar nicht eifersüchtig warst, als die beiden angebandelt haben.
    Aber ich denke leider, dass es wohl kein Zurück mehr gibt. Ich denke er möchte jetzt in der neuen Stadt auch für sich einen Neuanfang. So weh es auch tut ;/
    Aber was willst du mit einem Typen, der dich für die Nächstbeste verlässt?
    Lass die Trauer bewusst zu..es wird besser werden! Auch wenn es dir noch nicht so vorkommt... auch du wirst jemanden finden, der dich wirklich zu schätzen weiß!

    :herz::herz:
     
  • User 106548
    temporär gesperrt
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    Single
    11 März 2019
    #3
    Puh, harte Geschichte. Dass es Dir erst einmal die Füße weg gerissen hat, ist mehr als verständlich. :knuddel:


    Exakt das denke ich auch. Es passt einfach Alles zu gut.
    Ok, das, was Du damals mit den Mails gemacht hast, ist natürlich der Hammer. Da wäre ich auch stinken-sickig. Aber sehr wahrscheinlich würde sich nach dem ersten sauer-sein dann die Erkenntnis durchsetzen, dass Du mir ja eigentlich etwas Gutes tun wolltest. Dann redet man da nochmal in aller Ruhe d'rüber, grummelt noch ein bisschen :zwinker: und dann ist das auch irgendwann gut.
    Er hingegen hat das als wohl willkommenen Startpunkt genommen, um den Absprung zu machen und gleichzeitig Dir die Schuld für Alles geben zu können. Denn er ist damit fein 'raus: Du bekommst die Arschkarte und er, auf das er scheinbar schon länger hingearbeitet hat.

    Die Fotoladenangestellte ist dabei m.E. nur zufällig in das Spiel hinein gekommen. Die nimmt er jetzt mal eben noch als Naschwerk mit auf seinem Weg in seine "Freiheit".

    Für Dich kann es jetzt erst einmal nur darum gehen, den Kopf über Wasser zu halten. Depressionen sind ein sch***-Partner, wenn man ohnehin schon Mühe hat, wieder auf die Füße zu kommen. Gut, dass Du Dir schon eine Therapie gesucht hast, ich wünsche Dir, dass der/die TherpeutIn Dir helfen kann.
    Ja, eine Wohnung suchen, kostet Kraft und Zeit, ein Umzug Geld. Alles, was Du im Moment wahrlich nicht über hast. Trotzdem solltest Du versuchen, etwas weiter nach vorne zu gucken.
    Willst Du überhaupt in Berlin bleiben? Willst Du nicht vielleicht irgendwann weiter studieren? Ich denke, Du musst alle Deine Baustellen in möglichst kleinen Schritten zuschütten. Mit der Wohnung solltest Du anfangen. Sie kostet Dich zu viel Geld (Geld, das fehlt, macht Dir zusätzlichen Streß - über den Zusammenhang zwischen Streßlevel und Panikattacken muss ich Dir nichts erzählen, denke ich :zwinker:) und sie erinnert Dich an die Beziehung. Und, sie verstärkt das hier:
    , was nie mehr eintreten wird. Und falls doch, dann kannst Du Dir sicher sein, dass er Dich nur (miss)braucht, weil sein eigener Plan irgendwie schief gegangen ist und er wieder ein Nest braucht bis zum nächsten Absprung.
    Und wenn Du eh schon die Wohnung angehst, gehe eben auch mal an, darüber nachzudenken, ob Du überhaupt in Berlin bleiben willst.
    Dann rechne mal aus, ob Dein Ex wirklich finanzielle Ansprüche geltend machen kann. Ich gehe mal davon aus, dass z.B. die Wohnungseinrichtung, die Du ja jetzt hast, von Euch Beiden bezahlt wurde damals. Mach das, einerseits, um ungerechtfertigten Ansprüchen seinerseites etwas entgegen zu halten hast, aber auch, falls er etwas bekommen könnte, dass Du vorbereitet bist und nicht auf einmal in die Schuldenfalle gerätst.

    Ich wünsche Dir viel Kraft die nächsten Wochen!
     
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    12 März 2019
    #4
    Oh so geht es jedem, ganz egal wie lang man zusammen war. Daher fühl ich mit dir und würde dich auch gerne mal drücken.

    Das finde ich frech von deinem EX! Ich könnte auch behaupten man habe mich als Sprungbrett benutzt, dennoch hört der Spaß hier bei mir auf. Was in der gemeinsamen Wohnung ist kann man gerne aufteilen, sollte man auch, aber bitte gerecht. Aber anzufangen Sachen aufzulisten, nach dem Motto das habe ich gekauft du willst das, also gibt mir xxxx€ finde ich frech. Denn diese Sachen hat man zu der Zeit gemeinsam gekauft, niemand weis zu welchem Anteil dies Finanziert oder genutzt wurde oder wie hoch noch der Restwert ist.
     
  • calessa
    calessa (31)
    Öfters im Forum
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    130
    vergeben und glücklich
    12 März 2019
    #5
    Steinigt mich, aber ich habe etwas Verständnis für den Ex. Ich erkläre auch gern, auf welche Bereiche sich das bezieht. Er hat das mit den Mails anscheinend als gewaltigen Vertrauensbruch empfunden, so sehr, dass er sie als Person komplett in Frage stellte. Das hat er ja immer wieder gesagt. Ungeachtet dessen, ob ich die Massivität hier nachvollziehen kann, kann ich zumindest anerkennen, dass es für ihn ein gewaltiger Vertrauensbruch war, vielleicht auch, weil sie es ihm nie selbst sagte und wohl auch nicht gesagt hätte.

    Die Fotografin sehe ich auch eher als Katalysator. Aber soweit zu gehen, dass er da irgendwas heraufbeschwört, weil er sich neuverliebt hat. Kann ich nicht beurteilen und ich gehe auch nicht immer davon aus, dass Menschen nur das sagen, was sie nicht meinen. Vielleicht ist das so, vielleicht auch nicht. So oder so: er wollte sehr klar eine Trennung. Warum auch immer.

    Was ich hingegen schwierig finde ist, dass die TE meiner Meinung nach recht oft die Grenzen ihres Partner ignoriert hat. Er hat ja sehr deutlich gezeigt, dass er Abstand und die Trennung will. Immer und immer wieder. Dem ist sie nicht nachgegangen, stattdessen hat sie seine Nachrichten mitgelesen und das zu einem Zeitpunkt, zu dem die beiden laut seiner Aussage schon getrennt waren. Meiner Meinung nach ist der einfach wahnsinnig sauer und für ihn war recht schnell klar, dass es das gewesen ist. Das wurde von der TE aber nicht akzeptiert und respektiert. Es gibt Menschen, die darauf extrem sensibel reagieren. Mich zum Beispiel. Von daher kann ich ein gewisses Verständnis dafür aufbringen, dass er einfach nur weg von ihr will, denn seine vorher gesetzten Grenzen hat sie nicht respektiert. Das kann dann eskalieren. Ich bin auch jemand, der sehr um sich haut, wenn meine Grenzen nicht respektiert werden, wenn man mir den Abstand und Raum, den ich gerade brauche partout nicht geben will. Den Eindruck habe ich hier. Bei allem Mitgefühl für die TE ist es für mich aber nicht so klar, dass er der böse Bube in der Geschichte ist.

    Das mit dem Geld will ich nicht beurteilen. Keine Ahnung, was er sich dabei denkt. Ob er da eine verquere Form von Schmerzensgeld sieht oder was auch immer. Liest sich erstmal komisch, aber vielleicht bezieht er das wirklich auf eine Art Gütertrennung.

    Ich denke du, liebe TE solltest nun endlich ein paar Schritte zurückgehen, dich um dich und dein Leben kümmern. Das Ganze für dich aufarbeiten, deinen Platz im Leben wiederfinden und nicht darauf hoffen, dass das mit ihm noch irgendwas wird - was auch immer. Denn diese Hoffnung bremst dich aus. Vielleicht nimmst du dir auch professionelle Hilfe, da du ja selbst merkst, dass du aktuell nicht vorankommst.
     
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