• Beyce
    Gast
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    11 Juli 2004
    #41
    mit 35 noch kein sex is schon krass...
     
  • CassieBurns
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    11 Juli 2004
    #42
    Also das war ja jetzt eine Aussage, die die Diskussion unglaublich weitergebracht hat... :blablabla
     
  • Beyce
    Gast
    0
    11 Juli 2004
    #43
    jo, hast ja recht, ich konnte mir das einfach nicht verkneifen :blablabla :blablabla :blablabla
     
  • SottoVoce
    SottoVoce (37)
    Sehr bekannt hier
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    Verheiratet
    12 Juli 2004
    #44
    Ich frage mich nur, wieso man in einer Beziehung in einem Käfig stecken sollte?! Ich bin in einer Beziehung - einer ganz normalen, mit vielen Hochs und ebenso vielen Tiefs - und ich fühle mich nicht nur frei - ich bin es! Klar gibt es Dinge, die ich nicht tun "darf" (mit anderen Männern Sex haben zum Beispiel), aber das sind alles Dinge, die ich gar nicht tun will! Wenn ich es wollte, müsste ich mich nur aus meiner Beziehung "befreien".

    Und was IST für Dich denn "richtiges" oder "falsches" Leben?! Richtig bedeutet für mich, mit allen Sinnen zu leben. Zu hören, zu sehen, zu riechen, zu schmecken und zu fühlen, was um mich ist. Und das hat nichts mit Werbung zu tun. Die Natur macht keine Werbung. Mein Freund wirbt auch nicht für sich und doch liebe ich ihn. Ich werbe nicht für mich selbst, wozu auch, denn entweder, ich werde genommen, wie ich bin, oder eben nicht. Aber da ich mich darauf einlasse, habe ich das unverfälschte, richtige Leben ohne mich zu verbiegen.

    Das meinte ich nicht mit Geborgenheit. Ich habe aber das Gefühl, Du hast das noch nie so erlebt, wie ich es meine, darum brauche ich auch nicht versuchen, es zu erklären.

    Ich habe dieses Gefühl auch nicht. Wieso sollte ich mich in einer Welt geborgen fühlen, wo sich Menschen hinterrücks umbringen, betrügen und jeder nur auf sich selbst schaut?! Aber ich fühle mich in den Armen meines Freundes geborgen. Sicher gerade vor dieser Welt!

    Nach meiner Theorie haben solche Gefühle meistens einen ziemlich triftigen Hintergrund, wenn man sich die Mühe macht und nachforscht. In meine Klasse ging früher ein Junge, der ein ziemlicher Nationalist war, nicht gewalttätig oder so, aber Deutschland war für ihn echt alles. Ich hab es nie verstanden (wie kann jemand an einem Land hängen, wo die Grenzen selbstgemacht sind?!), bis ich herausfand, dass er in seiner Familie keinerlei Zusammengehörigkeitsgefühl hatte. Er war immer alleine, schon als kleines Kind. Kein Wunder, dass er sich etwas anders suchte, wo er "dazugehörte".

    Ich halte es für falsch, Hass auf andere Menschen zu haben. Ich halte es aber noch für viel schrecklicher, wenn dieser Hass ausgelebt wird. Ich habe auch schon gehasst - ein einziges Mal in meinem Leben einen einzigen Menschen. Ich habe ihn nie schlecht behandelt und ihm nichts von dem, was er mir angetan hat, heimgezahlt. Heute tut er mir Leid. Ich denke, Hass "verschwindet" von selbst, wenn man es zulässt. Ich halte es für falsch, Hass künstlich anzufachen. NICHT falsch ist es dagegen, jemanden zu hassen, der einem sehr weh getan hat - man darf sich nur nicht dazu hergeben, Rache zu üben.

    Lachst Du nie? Mir wird ganz schlecht, wenn ich daran denke, dass Du wohl gar nicht weißt, wie es sich anfühlt, wenn man vor Glück zerspringen könnte... Du weißt nicht, wie Wolken schmecken. Du kennst das gar nicht, wenn man abzuheben scheint. Das tut mir unendlich Leid, weil Du gar nicht weißt, was Du Dir da wegdiskutierst, nur um "anders" sein zu können...

    Also, JETZT bin ich erst Recht meganeugierig!

    Mal ganz abgesehen davon, auch in DIESER Welt muss man nicht dauerhaft besorgt sein. Man lebt. Man lebt heute und wird es auch morgen noch tun. Wozu sich Sorgen machen?! Sorgen muss ich mir machen, wenn mein Sohn schwer krank ist oder mein Freund mal wieder einen Scheißjob machen muss, wo ich vor Sorge fast umkomme, dass ich ihn irgendwann nicht mehr haben könnte, und das vielleicht viel zu schnell geht.

    Aber es gibt tausendmal mehr Gründe, glücklich zu sein und sich zu freuen!
     
  • Kater Brumm
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    12 Juli 2004
    #45
    Was für ein schöner Beitrag, Sotto Voce! Da spricht mir vieles aus der Seele.

    Das ist es auch, was mir an ideologischen Theoretikern oft auch Angst macht, dass sie eben das Leben nicht lieben. Da kann man die schönsten Utopien haben, wenn aber das Gefühl draußen bleibt, wird es unmenschlich.
     
  • SottoVoce
    SottoVoce (37)
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    12 Juli 2004
    #46
    :schuechte Danke...

    Ich könnt mich hier irgendwie richtig reinsteigern in dieses Thema, weil ich die Vorstellung so schrecklich finde, in einem Leben dahinzudümpeln, in dem GAR NICHTS lebenswert ist, weil alles grau ist...
     

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