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  • MsThreepwood
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    2 Juni 2009
    #21
    Ich befürworte eine Legalisierung von Abtreibungen, da für mich die Rechte und die Gesundheit der Mutter weit über dem des ungeborenen Kindes stehen.
     
  • krava
    krava (37)
    Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
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    nicht angegeben
    2 Juni 2009
    #22
    Legal bleiben sollte es, aber es sollte vor jedem Schwangerschaftsabbruch sorgfältig geprüft werden, welche Motive die Frau für diesen Schritt hat. Diese Scheine werden meiner Meinung nach viel zu oft ausgestellt, wenn keine triftigen Gründe vorliegen.
     
  • User 29904
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    2 Juni 2009
    #23
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    Zuletzt bearbeitet: 22 Februar 2016
  • Numina
    Numina (31)
    ...!
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    2 Juni 2009
    #24
    Das mit der Prüfung klingt natürlich super, aber an der Umsetzbarkeit dürfte es scheitern. :ratlos:
    Abgesehen davon, dass solchen Prüfern mit Sicherheit ständig ins Gesicht gelogen werden würde "Ich leide psychisch unglaublich durch die Schwangerschaft, meine Familie bringt mich um etc." statt "Es passt grad einfach null in mein Leben ich will meine Freiheit" gibts bei der Anzahl der Abbrüche auch das Personal für solche Prüfungen nicht und ich glaube kaum, dass irgendjemand bereit sein würde es extra einzustellen. :ratlos:

    Und auch bei sowas wäre es schwer zu entscheiden wer nun abtreiben "darf" und wer nicht.
    Sollte man dem Mädel, dass das mit der Verhütung nun schon zum 3. Mal nicht auf die Reihe bekommen hat und Abtreibung auch als Verhütung ansieht die 3. Abtreibung verweigern und ihr somit zutrauen ein Kind großzuziehen?
    Muss man die Frau bei der alles stimmt (finanziell, Partnerschaftliche, etc.) dann zwingen ein Kind das sie dennoch nicht möchte auszutragen?

    Ich bin prinzipiell deiner Meinung, eine Genehmigung für einen Schwangerschaftsabbruch bekommt man vielleicht zu leicht und völlig ohne sich Gedanken gemacht zu haben ob man es nicht vielleicht doch schaffen könnte bzw. obs nicht erstmal nur der erste "Schock" ist. Nicht umsonst leiden im Nachhinein ja auch viele Frauen unter der Abtreibung, die sie damals oder auch kurz vorher noch wollten.
    Ich finds ehrlich gesagt entsetzlich, dass es Frauen gibt die mehrmals abtreiben wollen, weil sie nicht in der Lage waren anständig zu verhüten, damit meine ich keine einmaligen Unfälle.

    Gibt wirklich kaum ein Thema mit derartig vielen Dimensionen, die man einfach nicht unter einen gesetzlichen und gesellschaftlichen Hut bekommt. :geknickt:
    Unter den der eigenen moralischen Gefühle bei der Vielfältigkeit schonmal sowieso nicht.
     
  • Sheilyn
    Sheilyn (33)
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    2 Juni 2009
    #25
    klar!

    ich könnte es zwar nicht. aber es gibt gewisse ausnahmen (vergewaltigung) etc wo es einfach evt besser wäre.
    aber dann doch möglichst früh!

    ich könnts wohl nicht.

    ich bin aber dafür, dass frauen abtreiben dürfen, keiner weiss was in gewissen menschen vorgeht.
    evt ist es sogar besser, wenn schwangere frauen, die absolut KEIN kind um nichts in der welt wollen, abtreiben.
     
  • ShadowScar
    ShadowScar (28)
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    2 Juni 2009
    #26
    Ich bin dafür dass sie legal bleiben. Es kann immer passieren, dass was passiert, auch wenn man zu 100% verhütet... oder angenommen man wird zum Sex gezwungen und wird dadurch schwanger... ist es dann die iegene Schuld? Seh eich nicht so...
     
  • User 29904
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    2 Juni 2009
    #27
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    Zuletzt bearbeitet: 22 Februar 2016
  • many--
    many-- (34)
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    2 Juni 2009
    #28
    Die Sprache ist ein ungenaues Werkzeug, eine Ausdrucksform der menschlichen Wahrnehmung. Tatsächliche naturwissenschaftliche decken sich aber oft genug nicht mit dem, was der Homo Sapiens mit Hilfe seiner Glubscher und seiner erzähllogischen Denkmasse im Kopf als "Wahrheit" erkannt hat.

    Was die Entstehung von menschlichem Leben angeht: eine befruchtete Eizelle ist kein Mensch, nicht einmal ein eindeutiger potentieller Mensch. Das ist Fakt. Begründung: im ersten Stadium der Entwicklung sind Zellen totipotent, d.h. können sich in verschiedene Richtungen entwickeln: die befruchtete Eizelle, nennen wir sie Lucy, kann sich teilen, und es kommt zu einer Zwillingsgeburt: welcher von den beiden ist dann Lucy? - Die geteilten Zellen, nennen wir sie Tina und Uschi, können auch wieder zu einem zusammenwachsen. Wer ist das dann, Tina, Uschi oder doch wieder Lucy?
    Es tut mir sehr leid, aber die Empfängnis als Zeitpunkt ist wissenschaftlich nicht haltbar. Das kann aber das menschliche Auge so nicht wahrnehmen, der Mensch nicht einfach so wissen: es ist aber so. Da versagt dann der überkommene Sprachgebrauch.

    Übrigens, noch etwas: wen man sagt, man sei gegen Abtreibung - kann man dann guten Gewissens die Verhütung befürworten? Beides verhindert die Entstehung von menschlichem Leben, oder? Und nach der goldenen Regel - was du nichts willst, dass man dir tu... - sollten wir, die wir selber doch ins Leben gekommen sind, dagegen sein, dass jemand entstehendes Leben tötet? Ich meine, wären wir getötet worden... aber wo dann die Grenze setzen? Also, wissenschaftlich gesehen gibt es ja noch die Möglichkeit der Parthenogenese, dh des entstehens von Leben aus der Eizelle alleine. Das ist zwar beim Homo Sapiens noch nie beobachtet oder herbeigeführt worden, aber bis 69 war auch niemand auf dem Mond. Also: müssen schon Eizellen geschützt werden?
    Und, hey: wenn wir sagen: die Entstehung von Leben verhindern ist blöd - was ist dann mit dem Zölibat? Da wird doch auch... usw.

    Was ich sagen will: wenn man hier erst mal anfängt, logisch (!) und nicht etwas nach Sprachgebrauch nachzudenken, dann tun sich echte Abgründe auf. Dann erkennt man: eigentlich ist die ganze Abtreibungsdebatte fast schon heuchlerisch - wir betreiben längst Geburtenkontrolle. Die Frage kann nur sein, bis zu welchem Entwicklungsstand des kommenden Lebens diese zulässig sein soll.
    Und zu dieser Frage empfehle ich persönlich den utilitaristischen Standpunkt zB von Peter Singer: wenn das Leben kein bewusstes Leben ist - zB der Zellhaufen im Anfangsstadium - dann tut man ihm nicht weh, dann zerstört man seine Zukunft nicht (denn es hat noch gar keine Zukunftswünsche) - dann muss man es nicht schützen. Wenn das Leben bewusst ist, dann muss man seine Interessen ernst nehmen - aber möglicherweise haben andere Lebensformen auch Interessen, mehr Interessen möglicherweise? Was wiegt das Interesse eines ungeborenen Wesens von 2, 3 Monaten gegen die zahlreichen Interessen der jungen Frau, die das Kind ihres Vergewaltigers nicht austragen will? Wenig, finde ich.
    Wenn man natürlich sagt: "Nein, alles Leben, auch potentielles Leben, ist heilig!" - dann will ich aber sehen, wie man diese Auffassung logisch begründet, ohne einmal "Gott" zu sagen.
    Ich fürchte, letztendlich laufen solche Debatten viel zu oft darauf hinaus, dass jemand sagt: "Gott will" oder "ich will nicht". - Die Frage muss aber sein: was ist für alle Menschen das Beste?
     
  • Samaire
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    2 Juni 2009
    #29
    Richtig.

    Mir ist im Übrigen egal, warum jemand ungewollt schwanger wurde und ich kann die Argumentation "bei Vergewaltigungen ist es okay, wenns aus eigener Dummheit passiert aber nicht" in keinster Weise nachvollziehen. Entweder es ist nun okay oder es ist eben nicht okay, was dazwischen gibt es nicht. Wer sein Kind nicht will, der soll die Möglichkeit haben, es abzutreiben, für mich gibt es da nichts zu diskutieren. Mir ist völlig schnurz, aus welchen Gründen sich eine Frau gegen ein Kind entscheidet, ob es nun behindert ist, nicht in die Lebensplanung passt oder sonstwie ungewollt ist - es ist und bleibt ungewollt und das allein ist für mich persönlich genug Grund und eine Abtreibung ist in einigen Fällen immer noch die eindeutig beste Wahl.

    Nein, das heisst nicht, dass Abtreibung eine Verhütungsmethode ist, logischerweise ist sie das nicht und soll es auch nie sein und, wie man hier an diversen Orten entnehmen kann, bin ich der Meinung, dass man sich heutzutage verdammt dumm anstellen muss, um umgewollt schwanger zu werden. Aber mein Gott, dann passiert es halt - wenn man sich dann dagegen entscheidet, dann ist das eben so. Und wenn jetzt wieder einer mit dem "dann kann mans zur Adoption freigeben"-Argument kommt: nein, das tut überhaupt nicht zur Sache, weil der ganze Rest nämlich bleibt und wer nicht will, der soll sich dagegen entscheiden können, ohne irgendwelche Konsequenzen (abgesehen von evtl. persönlichen, psychischen) erleiden zu müssen.
     
  • squarepusher
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    2 Juni 2009
    #30
    ohne euren garantiert bombigen spaß an der definitions und winkelschluss-schlacht bremsen zu wollen:

    die frage ob abtreibung moralisch vertretbar ist oder nicht wird nicht auf dem boden von sprache, redewendungen und genauen erklärungsmodellen davon, wann man einen zellhaufen "leben" nennen kann, entschieden werden können.
     
  • User 68557
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    2 Juni 2009
    #31
    Ich denke, dass das deutsche Recht in dieser Hinsicht sehr gut ist.
    Bis zur 12. Woche kann jede beliebige Frau in Deutschland abtreiben sofern sie eine bestimmte Aufklärung erhalten hat.
    Ich selbst würde Gebrauch von diesem Recht machen wenn ich, ohne dem Kind ein angenehmes Leben bieten zu gönnen, d.h., bis ich mein Abitur absolviert habe, schwanger werden würde.
    Wie schon vorher gesagt wurde, Schwangerschaftsabbrüche wird es immer geben. Egal ob legal oder illegal.

    Moralisch muss das jede Frau selbst wissen.
     
  • 2 Juni 2009
    #32
    Moralisch vertretbar für mich. Und jeder für den es moralisch vertretbar ist, ist auch moralisch im reinen.

    Moralische Diskussionen bringen nichts, da sich etablierte, moralische Aspekte nicht diktieren lassen.
    Man kann also lediglich auf die Einsicht hoffen, dass man es für die Gesellschaft akzeptiert, dass etwas so ist bzw besser ist.
     
  • laura19at
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    3 Juni 2009
    #33
    Ein Abbruch ist sicher eine harte Angelegenheit für die Betroffene. Trotzdem bin ich dafür, dass jede Frau über ihren Körper entscheiden darf.
    Somit ist es gut, wie es ist
     
  • fuego
    fuego (34)
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    3 Juni 2009
    #34
    Sollte auf jeden Fall legal bleiben!
    Ich achte sehr gewissenhaft auf die Verhütung, aber ich finde es sehr beruhigend zu wissen, dass man im Notfall trotzdem was machen kann, denn ich möchte absolut keine Kinder, kann damit einfach nichts anfangen (mein Freund ebenfalls, zum Glück)
    Da finde ich es wirklich gut, dass man sich im Zweifelsfall dagegen entscheiden kann.
     
  • Subway
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    3 Juni 2009
    #35
    Off-Topic:
    Ist ja schön, dass ihr Gegner euch das so hindreht wie ihr möchtet. Fakt ist allerdings, dass es eben zu dem Zeitpunkt noch kein Kind ist. Das liegt ganz simpel in der Definition des Wortes.

    "Ein Kind ist ein Mensch, der sich in der Lebensphase der Kindheit befindet."
    "Die Kindheit ist der Zeitraum im Leben eines Menschen von der Geburt bis zur geschlechtlichen Entwicklung (Pubertät)."
     
  • User 88899
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    vergeben und glücklich
    16 Juni 2009
    #36
    Ich hoffe, dass ich nie in die Situation komme, in der ich darüber nachdenken muss, aber ich bin froh, dass es die Möglichkeit gibt.
     
  • User 66279
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    vergeben und glücklich
    16 Juni 2009
    #37
    definitiv ja!
    Wir können uns in Kriege einmischen, die uns nichts angehen, aber keinen 3 monate alten Zellhaufen zerhäckseln?
    Solange es so viele andere lebensverachtende Dinge auf der Erde gibt, ist Abtreibung für mich echt das kleinste Übel. Falls es irgendwann mal keine Krieg/Gewalt an Schule/Verbrechen usw. gibt, ist eine Abtreibung auch unnötig, weil man dann gern und zu jeder Zeit Kinder in die Welt setzen würde.
     
  • User 37900
    User 37900 (34)
    Teammitglied im Ruhestand
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    vergeben und glücklich
    16 Juni 2009
    #38
    Ich bin für eine Legalisierung der Abtreibung bis zur 12. Schwangerschaftswoche. Bisher ist doch nur so, dass die Abtreibung bis dahin straffrei ist. Das kann für ungewollt Schwangere - in meinen Augen - ein starker Zwiespalt sein. Einerseits wollen sie ihr Kind unter keinen Umständen, andererseits werden sie für den Rest ihres Lebens damit gebrandmarkt, dass sie etwas illegales gemacht haben und "nur" aufgrund eines Gesetzes nicht dafür bestraft werden. In der Hinsicht sollte das Gesetz geändert werden.

    Grundsätzlich beginnt für mich das Leben eines Kindes bereits im Bauch der Mutter. Auch dort hat es schon Empfindungen. Und für werdende Mütter ist es sowieso spätestens ab dem Spüren der ersten Tritte nicht mehr nur ein "werdendes Leben", sondern es ist das eigene Baby, das lebt, wächst und gedeiht.
     

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