• Becky<<3
    Becky<<3 (24)
    Ist noch neu hier
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    Es ist kompliziert
    5 November 2012
    #1

    Selbstfindungsphase nach fast 2 Jahren Beziehung?

    Hallo Leute!
    Ich bin momentan in einer ziemlichen Beziehungskrise und bräuchte mal einen Rat von außenstehenden Personen :smile:.

    Also dies ist eine lange Geschichte..
    Mein Freund/Exfreund und ich sind fast 2 Jahre das Traumpaar schlechthin gewesen.
    Wir haben uns nie gestritten, konnten rumalbern wie kleine Kinder, aber auch ernsthaft und erwachsen miteinander reden. Wir haben nicht nur unglaublich schöne Momente gehabt, sondern haben auch schlechte Zeiten überstanden, wo z.B sein Vater gestorben ist.
    Wir haben uns beiden ewige Liebe geschworen und wollten immer zusammen bleiben. Wir waren/sind der Meinung den/die Richtige/n fürs Leben gefunden zu haben. Da ich nicht alles aufzählen kann...wir hatten einfach eine perfekte Beziehung, ohne ernsthafte Probleme.
    Und dazu ist zu sagen, dass er 22 Jahre ist. Ich bin also davon ausgegangen, dass er weiß was er will und nicht wie ein Teenager einfach große Sprüche klopft.

    Naja jedenfalls hat sich alles auf einmal geändert. Seine Familie macht ihm unheimlichen Druck. Er sitzt teilweise von 8 Uhr morgens bis 20 Uhr in der Uni und muss sich danach noch um seine altsheimerkranke Oma kümmern. Er rennt für seine Familie von A nach B. Dabei blieb dann wenig Zeit für uns, aber ich sagte "hey, das ist ok, so lange wir unsere Zeit genießen und wir uns lieben, ist alles gut". War dann auch okay, aber dann bekam er Gürtelrose, weil er mit den Nerven am Ende war. Naja und dann hat er so ca ne Woche danach mit mir Schluss gemacht. Er sagt, dass er mich nach wie vor liebt, aber zur Zeit einfach nicht mehr könne.

    Er meint, er müsste sich erstmal selbst finden, neu ordnen..mache ein Selbstfindungsphase durch und bräuchte Zeit zum nachdenken. Wäre zur Zeit nicht mehr er selbst. Wüsste nicht mehr wer er ist und könne emotional zur Zeit mit nichts was anfangen.
    Ich dachte mir dann nur..bist du jetzt 13, 50 oder 22?!
    Aber er meint halt, er würde mich immer lieben und wenn er sich selbst wieder hätte, wäre für mich der erste "Stuhl" frei. Ich bin jedenfalls total fertig und bin mittlerweile an dem Punkt, wo ich nicht mehr kann. Ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll. Ich liebe ihn nach wie vor mehr als alles andere.
    Aber er sagt, er wolle nicht "über das Problem" reden, er bräuchte Zeit und Ruhe...aber warum schreiben und reden wir dann ganz normal? Er sagt er liebt mich..Ich verstehe ihn nicht..
    Am letzten Donnerstag war er bei mir, wir hatten einen schönen Tag und haben uns geküsst. Sehr leidenschaftlich. Naja und die aufkommenden Gefühle hätten ihn verwirrt und er hätte den 2. Schritt vor dem 1. gemacht.
    Hä?! Ich komme nicht mehr klar. Jedenfalls gibt es bei uns keine Probleme und keiner von uns ist daran Schuld. Sind nur die von Außen einwirkenden Faktoren. Denke ich.

    Was soll ich tun?
    kann ich ihm überhaupt glauben?
    wie soll ich mich verhalten?

    Ich freue mich über jeden Rat :smile:
    Becky<<3
     
  • Subway
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    Verheiratet
    5 November 2012
    #2
    Mit deinen Worten klingt es so, als wäre 22 Jahre ein biblisches Alter, in dem man schon einen Überblick über sein komplettes Leben hat. Von dem Gedanken würde ich mich ein wenig entfernen. Dein Freund ist mitten im Studium, gerade das ist eine Zeit, in der sich noch einmal viel im Leben ändert. Es gibt mehr Eigenverantwortung, das Umfeld ändert sich, man hat Kontakt zu vielen anderen Personen und so weiter.

    Denke nicht, dass es da so sonderlich ungewöhnlich ist, dass man sich über sein eigenes Leben ein paar Gedanken macht.
     
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  • aiks
    Gast
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    5 November 2012
    #3
    Ich finde es jetzt auch nicht so abwegig mit 22 über sein Leben nachzudenken. Ich kenne sehr viele Leute, die gerade in dieser Zeit Studium gewechselt/geschmissen haben, umgezogen sind, dazu kommt, dass sich wie gesagt das Umfeld ändert. Die ersten nahen Freunde vielleicht sogar ältere Geschwister kriegen Kinder, fangen mit der Arbeit an, gründen Familien. Da fragt man sich noch einmal, wo man selbst eigentlich hin will, wer sind die Freunde, mit denen ich meinen 30. Geburtstag feiere? Will ich in der Stadt bleiben in der ich gerade bin? Auslandsemester machen? Ganz auswandern?

    Gerade wenn man noch recht unzufrieden mit seinem Leben ist (und wenn man so viel Zeit auf der Uni sitzt und dann noch von der Familie voll eingespannt wird, ist man das sicher irgendwo), fragt man sich ob das jetzt alles gewesen ist, bevor man in die Arbeitswelt eintritt.
     
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    5 November 2012
    #4
    Ich finde es wie meine Vorredner nicht ungewöhnlich und unvernünftig das man mit 22 eine neue Lebensphase beginnt und sich neu sortiert und orientiert, es ist einfach auch ein Reifeprozeß.

    Er ist in einer neuen Lebensphase angekommen und du nicht, wirst auch noch Jahre dafür brauchen, eure Wege trennen sich also und werden sich evt. auch nicht mehr berühren.

    Deswegen sind trotz aller Liebe die meisten Jugendlieben endlich und zwar ganz ganz typisch nach einer Verfallszeit von 2-3 Jahren.
    Es ist nicht ausgeschlossen, das die zwei Menschen tatsächlich lange (lebenslang soll man bei 80 Jahren Lebenserwartung eh nicht sage, da überlebst du alleine schon drei Männer.:zwinker:) glücklich miteinander wären oder es später (z.B. als zweite Lebenspartnerschaft) was werden könnte, aber zum Teil verheizt man seinen perfekten Partner als Jugendliebe, ist halt so, aber dennoch ist das ja eine glückliche Zeit die zum Leben dazu gehört und die man genossen hat, als das was es war eine Jugendliebe und bleibt für immer ein Teil des Lebens, nur halt als abgeschlossenes schönes Kapitel.
    Auch das muss man akzeptiren lernen.
    Es ist nicht weniger schön oder wertvoll gewesen, weil es nur 2 Jahre gedauert hat, es waren zwei schön Jahre, nicht all Menschen auf der Welt können das überhaupt sagen.:zwinker:


    Klar das er dennoch traurig ist über die Trennung und dich eben auch nicht verletzten will (daher muss das mit dem "ersten Stuhl" auch nicht zwingnd die Wahrheit sein, sowas sagt man halt Verlassenen:zwinker:) und das man aus Gewohnheit in Verhaltensmuster verfällt (vertraute Küsse) oder auch mal verwirrt ist, aber das heisst eben nicht das er in seiner Entscheidung unsicher ist oder sie unbewusst getroffen hat, dem ist bereits ein Prozeß vorraus gegangen, da kannst du sicher sein.

    Aber eben diese Traurigkeit ist auch ein Teil der Entwicklung, die man auch mitmachen muss, altes abschließen, betrauern und auf neue Wege und neues Glück gehen, das muss man mal erlebt haben.
     
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