• The-Starlight
    0
    13 September 2004
    #21
    du hast ja richtig aufgepasst
     
  • Absinth
    Verbringt hier viel Zeit
    192
    101
    0
    nicht angegeben
    14 September 2004
    #22
    Ich kanns in manchen Fällen schon bei anderen nachvollziehen, aber ich selber könnte mich nie umbringen.

    Dazu hab ich
    a.) Schon zu oft Außnahmesituationen erlebt

    b.) War ich schon zu oft in Situationen wo ich gedacht habe es könnte jetzt zu Ende gehen. Man registriert das zwar alles nicht so weil das Gehirn wie von alleine handelt ohne dass man denkt.
    Aber in ein paar Sekunden denkt man immer wieder dass man jetzt doch sterben könnte und in der nächsten Sekunde versucht man alles um wieder raus zu kommen.

    Ist ein echtes scheiß Gefühl. Und ich kenne diesen Film der sich vor Augen abspielt wenn man denkt es ist aus.
    Darum könnte ich mich selbst nie umbringen. Ich häng zu sehr am Leben, sonst hätt ich mich schon längst erschießen oder verbrennen lassen können.

    Ich weiß nciht ob das jemand diesen berüchtigten Lebensrückblick kennt, der sich in Sekunden abspielt. Aber im Nachhinein wars beeindruckend wie schnell das Gehirn alles mögliche gleichzeitig abruft und einem vorspielt.

    Naja, wie gesagt, ich könnte mir nie das Leben nehmen. Da kann passieren was wolle.
     
  • nitro23
    Gast
    0
    14 September 2004
    #23
    Ich kann mir sowas nicht vorstellen und ich käme auch nie auf so eine Idee.
    Ich mein, irgendwie geht es immer weiter. Und die Welt ist so groß und es gibt so viele Dinge noch zu sehen und zu tun.

    Wenn es mich wirklich hart trifft, würd ich wahrscheinlich in ne andere Stadt ziehen oder ins Ausland. Und wahrscheinlich wär Jack Daniels für einige Zeit mein bester Freund.Aber freiwillig abtreten, no way!

    mfg nitro
     
  • LadyEttenna
    0
    14 September 2004
    #24
    was glaubt Ihr, ist dieser schmerz wirklich so gross, dass man sogar selbstmord deswegen machen kann? kann diese "liebe" oder "verliebtheit" oder was auch immer... so stark sein? oder sind (waren) diese solce menschen nur zu empfindlich, oder waren sie einfach nur krank im kopf?
    was dnekt ihr darüber?


    Solche Momente können durchaus vorkommen.
    Würde mich deswegen aber nicht als zu empfindlich oder krank im Kopf bezeichnen. War mit meinem Mann 12 Jahre verheiratet und glücklich. Bis zu dem Tag als er nach einjährigem Krankheitsverlauf mit 36 verstarb. Dieses Gefühl der Endgültigkeit ..der Unabänderlichkeit...Machtlosigkeit....läßt sich mit Worten kaum beschreiben.
    Bis zu diesem Tage konnte ich mir auch nie vorstellen, mir selbst das Leben zu nehmen.....aber dann war diese Option auf einmal sehr verlockend.


    und wenn man in so einer situation ist, ehe man sich umbegracht hat oder es beschlossen hat... wie kann man es aufhalten, was kann man tun um seinen eigenen selbstmord aufzuhalten?


    Da jeder Verlauf ,jede Geschichte anders verläuft, bis man an diesem Punkt angelangt ist, kann ich nur für mich sprechen.
    Nach scheinbar endlosen Tagen....stellte ich mir die Frage, was er an meiner Stelle machen würde? Mein Mann hat mit einer unendlichen Stärke seine Krankheit ertragen und ich sah auf einmal, das auch ich nun Stärke beweisen muß...er sollte stolz auf mich sein.
    Aber der abolute Rettungsanker war und ist unsere gemeinsame Tochter ( sie war damalsl 3 1/2 Jahre alt ).
    Tja und dann hab ich die Kurve gekriegt, mich aufgerafft und das Leben geht in der Tat weiter.

    Es gibt immer einen Weg, man muß ihn nur erst erkennen....das ist oftmals sehr schwer, aber es lohnt sich zu suchen !
     
  • The-Starlight
    0
    14 September 2004
    #25
    Ich weiß nciht ob das jemand diesen berüchtigten Lebensrückblick kennt, der sich in Sekunden abspielt. Aber im Nachhinein wars beeindruckend wie schnell das Gehirn alles mögliche gleichzeitig abruft und einem vorspielt.

    ist es bei dir passiert als du noch ganz am leben warst? beschreib das mal
     
  • Absinth
    Verbringt hier viel Zeit
    192
    101
    0
    nicht angegeben
    14 September 2004
    #26
    Ich war nie halbtot oder so.
    Ich dachte nur ich würd da vielleicht nimma rauskommen:zwinker:

    In Situationen wo man nur noch nach Instinkt handelt, und nicht nach Überlegungen.
    Also nicht bewusst, sondern automatisch.
    Ich hab mir nie gesagt: Mach erst das und dann das, sondern habs einfach gemacht.

    Das ging mir aber nur so, als mich fast so ein dicker Betonmischer zu Brei gemacht hätte. Der Fahrer ist eingepennt und plötzlich auf meine Fahrbahn gekommen:zwinker:


    Bei Situationen wo alles langsamer ging war das nicht so. Da konnte ich überlegen wie ich wieder rauskomme. Man hat man sich auch gedacht, bitte lass mich da rauskommen. Aber man hat noch bewusst und innerlich verdammt ruhig und nach Instinkt gehandelt.

    Aber beim solchen Ereignissen, wo alles so schnell ging, kam eben dieser Film.
    Ich kann nicht genau sagen wie das war. Aber man hat extrem viele Eindrücke auf einmal vor sich abgespielt.
    Angefangen von so kleinen Sachen die ich bis damals voll vergessen hatte, wie mein Vater mir mit 5 jahren so ein kleines blaues Auto geschenkt hatte usw....dann über Erlebnisse wie Krieg, Firmung, Geburtstage usw....
    Aber alles irgendwie fast gleichzeitig.

    Wie wenn man 1000 Dias nimmt, sie alle hintereinander stellt und dann auf einmal durchleuchtet und man alle gleichzeitig sieht.

    Klingt komisch, aber anders kann ichs nicht erklären.

    Aber wie gesagt. Ging mir erst ein mal so.
    Bei allen anderen Erlebnissen die genauso gefährlich, aber langsamer waren, gabs das nicht, weil ich die Zeit hatte zu überlegen.
     
  • The-Starlight
    0
    14 September 2004
    #27
    hast du bei diesen film vorspiel auch schmerz gespührt für sünden, oder etwas bereut, gelitten?
     
  • hellgrau
    Gast
    0
    15 September 2004
    #28


    Ja der Schmerz kann so groß sein. Aber Verwirrtheit, aufgewühlt sein,
    und keinen klaren Kopf haben, stehen dem eher im Weg.
    Bevor ich weiter schreibe, was ich dazu denke, folgendes :
    Ich habe nach dem Ende einer etwa 3-4 Jahre andauernden Beziehung
    versucht mich zu töten.
    Ich bin soweit gegangen, dass ich tatsächlich geschnitten habe.
    Überlebt habe ich, weil der Schnitt nicht tief genug ging, bzw. weil die Helfer und Ärzte schnell genug waren.
    (für mich macht das keinen Unterschied, wenn ich hier schreibe, aber
    so unschön dass auch manchmal ist, es fällt einem "Leser" erfahrungsgemäß leichter
    Aussagen einzuordnen, wenn er weiß "wie" der Schreiber betroffen ist)
    Ich will nicht sagen, dass man unter Verwirrtheit, Angst, Enttäuschung, Leere, keinen Selbstmord
    begeht.
    Es ist aber dennoch etwas anderes.
    Die Flucht ergreift man fast weniger vor der Situation, als vor der Unfähigkeit etwas daran zu ändern.
    Alles was man tun kann, alle Dinge die vorher interessant waren, sind auf einmal bedeutungslos, und ohne Einfluss.
    Man erkennt, dass man der Situation niemals entkommen kann, und dass es
    sich nie ändern wird.
    An die "Heilung über Zeit" glaubt man nicht, und selbst wenn, ist das keine Hoffnung.
    So steigert man sich immer wieder hinen, bis kurz vor den Punkt, wo es dann passiert.
    Das kann viele male geschehen, meißt reflektiert man die Dinge, die einem
    geschehen sind.
    Man bewirft sich regelrecht mit all den Schmerzen, die man jetzt erträgt.
    Man belädt sich immer wieder mit immer mehr und mehr Last,
    und hält sich das Ganze vor Augen, bis man irgendwann handelt.
    Sich zu töten ist in der Situation die einzige Handlung, die Einfluss auf die Dinge
    nehmen kann, die Einzige Handlung die verspricht etwas zu ändern.
    Wenn man genug Druck anhäuft, passiert es dann.

    Anders ist es, wenn man "mit klarem Kopf" Selbstmord begeht.
    Es ist kein "Augen zu und durch", sondern eine bewusste meißt lang überlegte Entscheidung.
    Man wiegt diesen Schritt gegen alle Dinge ab, die einem widerfahren sind,
    und stellt überlegungen an, welche Zukunft besser ist.
    Die Situation ist einem dabei völlig klar, es gibt nicht den Krampf im Gehirn, den man normalerweise bekommt, wenn man versucht über die
    erlebten "schlimmen Dinge" nachzudenken.
    Anders als im verwirrten Zustand, verliert man nicht die Kontrolle, wenn man
    die Erlebnisse durchgeht, sich reflektiert, was passiert ist.
    Es wird kein Druck aufgebaut um dann irgendwann den letzten Schritt gehen zu können.
    Man trifft diese Entscheidung in völliger Klarheit.
    Bei mir war es die Erkenntniss, dass gegenüber dem Verlust, den ich erlitten habe, nichts mehr auf mich wartet.
    Dass nichts mehr übrig ist, was auch nur annähernd einen Sinn machen würde.
    Was soll ich mit einer Karriere, mit einem Freundeskreis, mit einer Beziehung, die doch nie so wird, wie diejenige, welche ich für immer verloren habe ?
    Es werden immer Dinge aufgezählt die einem Leben wieder einen Sinn geben, und duch die Menschen vor einem Selbstmord oder einem "Scheintot" bewahrt werden. Tatsache ist aber, dass auch all diese Dinge
    den Verlust nicht ungeschehen machen. Die Schmerzen bleiben Schmerzen,
    auch wenn man lernt mit ihnen umzugehen.
    Mit dieser Überlegung habe ich mich entschieden zu sterben.

    Wie ich bereits geschrieben habe, hat es nicht "funktioniert".
    Ich kann mir vorstellen, dass einige von Euch sich fragen, warum ich es nicht
    wieder getan habe, wo ich doch so überzeugt war ?
    Zuerst einmal ist da der Punkt, dass es um einen herum nur allzu selten jemanden gibt,
    der einen nicht mit "Du darfst Dich nicht selbst töten" konfrontiert.
    Und in der Zeit nach dem Versuch, hätte mir jegliche Kraft gefehlt, mich dagegen durchzusetzen.
    Zum anderen war da eine Sache, die vielleicht auch jemanden vor einem Selbstmordversuch abhalten kann.
    Ich hatte erkannt, dass man Dinge nicht ungeschehen machen kann.
    Man kann nur immer wieder neue Dinge tun. Ich war und bin der Überzeugung, dass der Verlust nicht zu kompensieren,
    und der Schmerz nicht zu lindern ist.
    Schmerzen nehmen nicht ab, aber es gibt andere Gefühle, die ihnen
    entgegenwirken. Ich kann das Loch, dass damals entstanden ist nicht füllen,
    denn solche Löcher sind nicht wirklich "leer" , aber ich kann andere Dinge
    "erschaffen" die neben diesem Loch bestehen.
    Der Verlust ist ein Teil meines Lebens, der mich ausmacht, der mein Leben
    extrem stark verändert hat.
    Man könnte es als Brandmarke sehen, die mir unter anderem die erfolgreiche Traumbeziehung, die es sein sollte versagt.
    Dass war das erste, was ich erkannt habe.
    Dass die Dinge nict verschwinden, und man alles mitnimmt, was sich in seinem Leben ereignet.
    Ich bin mir sehr sicher, dass es nicht wirklich funktioniert, jemanden vom Selbstmord abzuhalten,
    mit der "Alles wird gut" Klatsche.
    Ich glaube, dass man sich gerade gegenüber jemandem, der die Schmerzen nicht akzeptiert und nicht einssieht, dass dort Dinge unwiederbringlich verloren sind, verschließt.
    Das ist eigentlich immer so, es ist einfach falsch die Dinge herunterzuspielen, und immer weiter
    blind das gleiche Happy End vor Augen zu haben.
    Zudem ist es sehr respektlos einem Freund den Schmerz auszureden.
    Schmerzen müssen auch ertragen werden, es wird nicht leichter, wenn man vor ihnen die Augen verschließt.
    (Es wird allerdings auch nicht leichter, wenn man sie akzeptiert.
    Aber man erhält die Kontrolle zurück.)

    Mit der Akzeptanz gegenüber dem Verlust, und der Bereitschaft auch die schmerzlichen Erinnerungen, als Teil meines "Lebensbildes" zu akzeptieren,
    kam dann langsam wieder der Gedanke daran "Dinge zu tun".
    Durch die Erlebnisse sind die emotionalen "Highscores" verändert worden.
    Es ist nicht mehr möglich gewisse Dinge zu erreichen.
    Aber es gibt umso mehr andere Dinge, die getan werden können.
    Es mag sich makaber anhören, aber die Verluste und Rückschläge, die man erleidet, sind auch nur weitere Farben,
    auf dem Bild, das man sein Leben über malt.
    Es sind Farben, die einem nicht gefallen, die das Bild in extremer Weise verändert haben,
    und es für immer prägen werden.
    Aber wird das Bild dadurch schlechter, als ein anderes ?
    Es ist vollkommen klar, dass ich nicht mehr das Bild malen kann, dass ich
    mir einmal erträumt habe.
    Aber die einzige Bewertung geht von mir aus.
    Nur meine eigenen Maßstäbe, basierend auf den Gefühlen und Motivationen, die bis zum Innersten abgeleitet ganz tief aus mir hervorkommen, und die ich nicht weiter erklären und differenzieren kann,
    nur diese Maßstäbe sind es, nach denen mein Bild bewertet wird.
    Ich will damit keinesfall sagen, dass es "egal" ist was für ein Leben man führt.
    Aber es ist nur für einen selbst, und die Menschen, die man beeinflusst nicht egal.
    Es gibt kein besseres oder schlechteres Leben.
    So ist für mich der Grund verschwunden "den Pinsel wegzulegen".
    Ich führe ein Leben, in welchem ich andere Wege gehe, als die, welche ich mir
    einmal erträumt habe. Ich erreiche andere Erfolge, als die, welche ich früher angestrebt habe.
    Und ich erleide andere Schmerzen, als die, welche ich früher gefürchtet habe.

    Dinge geschehen nicht immer so, wie man sie haben will.
    Und es ist die essentielle Grundentscheidung des Lebens, diese Dinge
    "in Angriff" zu nehmen.
    Aufzustehen und zu handeln, Dinge zu tun, das Bild weiterzumalen.
    Nicht in dem blinden aufgedrückten Glauben, dass man etwas ungeschehen machen könnte, oder dass Schmerzen mit der Zeit verfliegen werden,
    sondern in dem Wissen, dass es nur eine Bewertung für das eigene Leben gibt, nämlich die, die man selbst vornimmt, und das es keinem vorgegebenen rosa Skript folgt, sondern dass mit allen Farben gemalt wird.
    Auch mit Schwarz, oder hellgrau.
     
  • morea
    Verbringt hier viel Zeit
    289
    101
    0
    Single
    17 September 2004
    #29
    "ich hab schon oft erlebt, dass ein mensch sich selbst umbrachte nach der trennung mit dem partner/in."
    und wie ging es DIR dabei? warst du nicht wütend, weil du nichts davon wusstest oder du >den grund< nicht nachvollziehen kannst oder du gerne geholfen hättest, wenn du eine chance bekommen hättest???

    "was glaubt Ihr, ist dieser schmerz wirklich so gross, dass man sogar selbstmord deswegen machen kann?"
    ich denke, der schmerz kann so gross sein, dass man nicht mehr leben möchte und sich selbst aufgibt.
    ob man aber so stark ist und es auch umsetzen kann? ich konnte es nicht.

    ist es nicht eher so, dass man mit so einer "aktion" auch die verlorene liebe treffen will? nach dem motto "schau, was du mir antust"?! (obwohl das paradox ist, weil man selbst für sein handeln verantwortlich ist)
    ist es nicht eigentlich auch die auseinandersetzung mit dem ex-partner, die vielleicht fehlt?

    ich denke, die leere, die wut, die fehlenden gemeinsamkeiten, die erinnerungen.................... das alles wird weiterhin " im herzen" zu finden sein. man kann es nicht ungeschehen machen und man kann es auch nicht vergessen, aber am richtigen platz wird es erträglicher werden.

    "und wenn man in so einer situation ist, ehe man sich umbegracht hat oder es beschlossen hat... wie kann man es aufhalten, was kann man tun um seinen eigenen selbstmord aufzuhalten?"
    aufhalten kann man es nur, indem man nicht aufgibt!
    indem man gute freunde hat, die helfen und zuhören.
    oder sich professionelle hilfe holt.
    oder sich z.b. hier im internet anonym ausspricht
    oder sich mit neuem beschäftigen, das einen fordert (beruflich, sportlich o.ä.)
    oder sich um >schwächere< kümmert, die mehr probleme haben. (meine bekannte hat z.b. MS und ihre weltanschauung ist um einiges anders, als es bei mir war)
    oder mit lesen? bücher, die einen fordern und auf andere gedanken bringen.
    warum nicht mal mit versch. religionen beschäftigen?
    im prinzip hilft alles, was negative gedanken vertreibt!
    und vor allem weggehen und neue eindrücke sammeln!!!
     
  • m-mq
    Gast
    0
    17 September 2004
    #30
    Sicher ist der Schmerz überwältigend groß. Also kann er mal sein.

    Aber ich denke, wenn man schon mal so weit am Rande war, dass man einen Selbstmord in Betracht gezogen hat und mit der Hilfe des einen oder anderen davon weggekommen ist, wird diese Erfahrung einen wahrscheinlich auch in Momente höchster und unerträglicher Trauer davon abhalten können, sich das Leben zu nehmen.

    Am besten man hat was zu tun. Da vergisst man zwar nicht unbedingt den Schmerz, man denkt aber weniger an ihn und man gewöhnt sich mit der Zeit daran. Wie gut es doch ist, wenn man einen Hund hat. Dann weiß man, da ist immer einer, der dich lieb hat, der niemals von deiner Stelle weicht und immer vor dir stehen wird. Und außerdem ... wenn er immer für dich da ist... dann kannst du ihn doch nicht einfach verlassen, einfach im Stich lassen. Was kann er denn dafür, dass du so einen Kummer hast. Nichts. Wie egoistisch wäre es denn, nur weil DU so'nen großen Kummer hast, ihn einfach im Stich zu lassen.

    Naja, jedenfalls hab ich mich, auch wenns schon ewig lange her ist, für den Hund entschieden.

    Ach ja, ich denke, dass die Leute krank oder so sind. Schon eher, dass diejenigen zu empfindlich auf sowas reagieren. Aber ich denke mal auch, dass ihnen in dem Moment, wo sie am meisten auf Freunde angewiesen waren, keiner für sie da waren.
     
  • LouisKL
    Beiträge füllen Bücher
    1.441
    248
    1.454
    vergeben und glücklich
    17 September 2004
    #31
    Ich habe jetzt nicht alles gelesen, nur einige Artikel, von denen mich die meisten ziemlich nachdenklich gemacht haben.

    Aber ich würde gerne eines sagen: Selbstmord aus Liebe ist letztendlich "feige". Ich sage das aus der Sicht von jemandem, dessen Ex-Partnerin ernsthaft damit gedroht hat, sich das Leben zu nehmen.

    Selbstmord ist immer irgendwie der einfachere Weg. Sich komplett in seinem Schmerz fallen lassen ist sehr viel einfacher, als dagegen anzukämpfen. Sich einzureden, dass nichts mehr geht; dass sie/er "das Wichtigste" waren. Anschließend ist alles vorbei, keine Sorgen mehr, fertig.

    Richtig übel wird es, wenn Selbstmord, oder die Drohung damit, noch benutzt wird, um sich am Partner zu rächen.

    Ich sage das mit tiefstem Respekt vor allen denjenigen hier, die offenbar kurz davor standen und doch noch umgedreht sind: DAS ist wahrer Mut. Ich weiß nicht, ob es hilft, sich so etwas vor einem Versuch zu sagen: Dass man da eigentlich etwas ganz, ganz mieses macht und im Grunde nur sich selbst bemitleidet.

    Ich sage das absichtlich so hart.
     
  • SoccerNick
    Verbringt hier viel Zeit
    132
    101
    0
    Single
    13 Oktober 2004
    #32
    Schwierige Situationen

    Ich habe in anderen Fäden schon geschrieben, wie es mit mir und der Frau, die ich über alles liebe, auseiandergegangen ist. Ich hätte vor dieser Frau nie gedacht, dass ich auf die Idee kommen würde, mich umzubringen, wenn Schluss ist. Am Samstagnacht, als ich nicht schlafen konnte, habe ich im Geiste einen Abschiedsbrief an sie geschrieben. Ich habe kurze Zeit gedacht, dass ich den Schmerz nicht aushalten würde.
    Aber man sollte sich eines überlegen und dieser Gedanke hat mir Kraft gegeben.
    Ich habe mit dieser tollen Frau 16 wunderschöne Monate verbracht. Und ich versuche derzeit nicht zu klagen, dass sie weg ist, sondern versuche, mir einzureden, dass ich dankbar sein soll, dass sie bei mir war. Das ist schwer, und ich bin derzeit alles andere als über sie weg.
    Aber: Wenn ich mich umbringe, dann ist mein Leben vorbei. Soll sie in den Bewusstsein weiterleben, dass sie schuld ist?
    Ich denke nicht, dass man das Recht zu so etwas hat.
     
  • veryhappy
    Gast
    0
    13 Oktober 2004
    #33
    also mal ehrlich: wenn man selbstmordgedanken hat, weil eine beziehung auseinandergegangen ist, dann ist die trennung meiner meinung nach nicht der eigentlich grund, sondern nur der auslöser. wer bereit ist, sich selbst etwas anzutun, der hat ein problem mit sich selbst. der hat seinen partner nicht (nur) geliebt, sondern sich völlig abhängig von ihm gemacht. wer sich selbst und sein leben liebt, der kommt sicher besser mit dem schmerz einer trennung zurecht.
    ist nur schlimm, wenn man eh schon probleme hat und dann kommt noch ne trennung dazu.
    ich würde selbstmord nicht unbedingt "feige" nennen, auch wenn es eine art "davonlaufen" ist. aber in den meisten fällen war die verzweiflung einfach zu groß...
    vergesst nicht, euch selbst zu lieben und ein eigenständiger mensch zu bleiben!!!
     
  • SoccerNick
    Verbringt hier viel Zeit
    132
    101
    0
    Single
    13 Oktober 2004
    #34
    @VeryHappy

    Oder aber man zieht die Konsequenz, dass man sich dem nächsten Partner nicht mehr mit "Haut und Haaren" verschreibt...Diesen Gedanken mache ich mir nämlich gerade.
     
  • 13 Oktober 2004
    #35
    Also als "krank im Kopf" würde ich solche Menschen NICHT bezeichnen. Eher verzweifelt und ich denke, genau dieses Wort passt. Wenn jemand eine Libe verliert, die seine Einzige Stütze und seinen/Ihren einzigen Sinn im Leben darstellte, liegt ein Selbstmord nahe, weil dieser Mensch in dem Moment nichts mehr zum festhalten hat und auch nicht glaubt, jemals wieder so etwas zu finden.
    Als meine erste Beziehung gescheitert ist dachte ich auch, dass ich an dem Schmerz zugrunde gehe und einige Jahre später war es ähnlich. Aber im Laufe der Zeit und mit wachsenden Erfahrungen weiß man einfach, dass es IMMER wieder etwas neues gibt, für das es sich zu leben lohnt. "Denn das Lebenswerk ist des Lebens wert!"
     
  • metalcradle
    Verbringt hier viel Zeit
    235
    101
    0
    nicht angegeben
    13 Oktober 2004
    #36
    naja sorry aber wir werden alleine geboren und auch so sterben!
     
  • Kain24
    Gast
    0
    13 Oktober 2004
    #37
    Hab jetzt nicht alles gelesen...aber will mich trotzdem dazu äußern, wie es bei mir ist.

    Bin, so würde ich mich bezeichnen, ein sehr rational denkender mensch.
    Aber in bezug auf eine sache habe ich auch schon öfter darüber nach gedacht. Da ich denke, dass jeder mensch nur eine große liebe im leben findet...oder laß es zehn menschen sein, mit denen man seelenverwandt ist, wie groß ist die wahrscheinlichkeit...die zu finden...und ich meine, so glaube ich, meine ien wahre liebe verloren zu habe, hab ich auch schon öfter an selbst"mord" gedacht.

    Aber so groß der schmerz auch ist, ich seh es eher so, dass ich ihn ertragen werde, denn die hoffnung stirbt nie. Und ich weiß wie groß der schmerz ist...es droht einen zu innerlich zerreißen und grade, wenn man ansonsten gegenüber niemanden außer dem einen etwas empfindet, ist es scherzhaft und diesen einen immer wieder sieht und wie glücklich sie mit einem anderen ist.

    Aber selbst wenn ich daran denke, was das leben sonst noch für mich bringt und ich der meinung bin, dass dies "nicht mehr meine welt" ist, setz ich mir ein neues ziel und arbeite an mir um besser zu werden...einfach um ein besserer mensch zu werden, weil selbstmord einfach feige ist.

    Nachtrag:
    Hab gerade gelesen, dass einer über mir schon geschrieben hat, dass selbstmord feige ist. Sehe das so, dass derjenige dann dem anderen einfach schuldgefühle einreden will und ihn/sie für seinen tod verantwortlich machen will. Und das ist absolut erbärmlich.

    Seh das momentan so....meinetwegen ertrage ich den schmerz, solange sie glücklich ist und wenn sie einen hat, der "besser" ist...dann muss man eben an sich arbeiten, dass man selber besser wird.
     
  • The FedEx Pope
    Verbringt hier viel Zeit
    120
    101
    0
    Verliebt
    13 Oktober 2004
    #38
    Tja, Selbstmordgedanken. Wer kennt sie nicht in Verbindung mit der Liebe? Hab schon mehrmals darüber nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen das jeder selbst entscheiden muss ob ihm so viel an diesem Mädel oder Jungen liegt, dass man sein Leben dafür opfert. Krank finde ich das nicht. Es kann jeden von uns passieren, wenn man sein absolutes Traummädel gefunden hat und man sie nicht kriegt oder sie einen verlässt, dann über solche Sachen nachzudenken.
    Ich bin z.B. grade in einer Situation, wo ich es sehr schwer werden würde wenn ich das Mädel nicht kriegen würde. Ich war noch nie so extrem verliebt.
     
  • habibi88
    Gast
    0
    14 Oktober 2004
    #39
    Liebeskummer ist ein grauenvoller Schmerz,der einem zu
    allem fähig macht.
    Seele und Herz leiden,und schreien nur
    noch nach Erlösung,der Verstand funktioniert nicht mehr.
    Mord ist nicht ausgeschlossen,wenn jemand keinen anderen
    Ausweg mehr sieht.
     
  • h0p3
    Gast
    0
    14 Oktober 2004
    #40
    Ich finde, wenn man Selbstmord in Betracht zieht/durchführt wegen einer Trennung, dann kann man fast sagen, mabn hat seinen Partner nicht geliebt.
    Denn Liebe bedeutet ja auch loslassen können (auch wenns abgedroschen klingt) und man möchte ja eigentlich immer, das es seinem Partner gut geht/er glücklich ist.
    Wie kann er das sein, wenn sich sein(e) Ex Freund(in) umbringt?

    So sehe ich das!
     

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