• ogelique
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    28 Mai 2004
    #61
    Ja, aber es wäre ein UNFALL, derjenige würde nicht absichtlich seinen Angehörigen Schmerzen zufügen.

    Ja, findest du? Willst du wirklich behaupten, dass es keine eventuelle Heilung geben kann?
    Sorry, aber ich selbst will ja in die medizinische Forschung und wenn ich nicht fest davon überzeugt wäre, dass ich dabei etwas bewirken kann, das mit HEILUNG zu tun hat, würde ich es nie machen.
    Und gerade bei Krankheiten mit einer langen Inkubationsperiode ist eine Heilung wahrscheinlich. In Einzelfällen konnte bereits Hautkrebs gentechnisch geheilt werden, es laufen 1000e Forschungsprojekte.

    Der Vater einer Freundin (er war erst 46) von mir hatte vor 2 Monaten Aneurisma (ein sehr starker Schlaganfall). Er lag 1 Woche lang im Koma, die Chancen auf eine viollkommene Heilung waren gleich Null. Wenn er aufwachen würde, wäre er mindestens gelähmt.
    Das Einzige, was ich von seiner Familie hörte, war: Hauptsache, er bleibt am Leben. Egal, wie, aber Hauptsache er lebt.
    Er ist gestorben.
    Seiner Frau geht es immer schlechter, ohne psychologishce Hilfe wird sie die nächste Zeit auf keinen Fall überstehen.

    Und du willst behaupten, sie würde sich ernsthaft besse fühlen, wenn er noch am Leben wäre und im Rollsteuhl sitzen würde?

    Angenommen deine Mutter würde im Koma liegen. Würdest du dann deine Einwilligung geben, dass man die Geräte abschaltet? Würdest du es wirklcih machen oder würdest du weiterhin hoffen, dass sie eines Tages aufwacht?

    Ich könnte diese Verantwortung nicht auf mich nehmen.


    @Spacko: Ich war tatsächlich noch nie in einer solchen extremen Situation, klar, mit dem Gedanken spielt man manchmal schon, aber ich fasse diese Gedanken als das auf, was sie wirklich sind: pubertärer Quatsch.
    Und hinterher stellte es sich auch immer raus, dass es genau das war - nicht mehr, nicht weniger.
    Eine Freundin erzählte mir neulich, dass sie vor 3 jahren einen Selbstmordversuch hatte.
    Warum? Weil sie Probleme mit ihren Klassenkameraden hatte und mitr ighren Eltern.
    Davon könnte ich ein Lied singen - ich fasse es nur nicht so auf, wie sie.
    Neulich wollte sie wieder tabletten schlucken, weil sie an der BA eine schlechte Beurteilung von einem Praktikum bekam. Es war bloss eine SCHLECHTE BEURTEILUNG!!! Mittlerweile wird diese rividiert. Und wesegen hätte sie sich denn dann umgebracht???
     
  • Ryan|83
    Ryan|83 (37)
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    28 Mai 2004
    #62

    Egal wie der jenige stirbt, das endergebnis bleibt gleich oder?

    Wenn nen Medikament dann irgendwann gefunden wir braucht es noch mind. 3 jahre bis es in Deutschland zugelassen wird.. weil es auf risiken nebenwirkungen usw in zich studien getestet wird..
    un zu dem lange Inkubationszeit.. nur so als beispiel.. Aids brauch auch ca 10 jahre oder bis man daran stirbt oder waren es 15 jahre? und Aids is so lange schon bekannt und heilbar ist es noch net.. später sicher irgendwann. Aber wenn ich tot krank wäre und meine einzige hoffnung wäre das "irgendwann" mal ne heilung erfunden wird, na dann prost.

    wenn du dir das nochma durchliest wirst vllt erkennen was ich mein. egal ma gucken obs nu klarer rüberkommt.
    Ich sagte. Warum soll der mensch sein eigenens leben weiterleben wenns so qualvoll und die reinste hölle ist? Für die anderen etwa damit sie glücklich sind? oder eher net unglücklich sind?
    Diese wunden (einen geliebten menschen zu verlieren) heilen mit der zeit die leiden der Person aber net..

    wenn meine mutter im koma wäre, klar würd ich hoffen das sie wieder gesund wird. und ob ich die maschinen abschalten lassen würde weis ich net.. warscheinlich hängt das von vielen dingen ab.
     
  • ogelique
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    28 Mai 2004
    #63
    Naja, AIDS braucht sogar bis zu 20 Jahre, bis man überhaupt daran erkrankt - und du ahnst gar nicht, was in dieser Zeit alles passieren kann...
    Und was ist, wenn die Diagnose falsch war? Dann bist du tot und danach wird festgestellt, dass das Ganze einfach nur ein blöder Fehler gewesen ist.

    Ich fass' es nicht, dass du wirklich so pessimistisch sein kannst.

    Meine Mutter hat multiple Sklerose - auch unheilbar - aber diese Krankheit ist schleichend, davon merkt sie jetzt auch gar nichts und sie kann erst in 30-40 Jahren zu Tod führen. Und sie denkt keinen Augenblick daran, sich deswegen umzubringen.
    Und ICH würde es auch nicht akzeptieren, wenn sie das tun würde.


    Verstehst du mich? Eine unheilbare Krankheit ist eine Diagnose - aber TOD ist die allerletzte Diagnose, die einzige, die du nie wieder wirst rückgängig machen können.
     
  • Ryan|83
    Ryan|83 (37)
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    28 Mai 2004
    #64
    bin nur heut so pessimistisch bin grad schlecht drauf.. / sauer usw.. ^^ morgen siehts vllt wieder was rosiger aus ^^ Kannste evi fragen ihr is das auch aufgefallen ^^ kann ja net jeden tag fröhlich sein ^^

    Ich mein ja net das wenn die diagnose gestellt wurde du hast ne unheilbare krankheit das man sich von ner brücke stürzen soll lol.. das is schwachsinn stimm ich dir zu! ich mein eher due kombination aus unheilbar und höllische schmerzen. ich hab auch ne unheilbare krankheit.. Diabetis aber ich lebe noch und ich hatte nich vor das zu ändern von meiner seite her :tongue:^^ Es kommt auf die umstände an, nicht falsch verstehen :smile: Krankheit ist nicht gleich krankheit.
     
  • ogelique
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    28 Mai 2004
    #65
    @Ryan: Also, dann, erst wnn die Ktrankheit stark ausbricht handeln? Und wenn die Schmerzen unerträglich werden, so unerträglich, dass es nicht mehr auszuhalten ist? Und der Tod schon nahe kommt?
    Das könnte evtl. ein Grund sein, das wäre auch ein Argument für die Euthanasie.

    Freut mich aber zu hören, dass du nicht immer so pessimistisch bist :smile:
     
  • Blackie
    Blackie (33)
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    28 Mai 2004
    #66
    Hi!!
    Also ich hab noch keinen Selbstmord versuch gemacht, aber ich war mehr oder
    weniger, also wohl mehr weniger kurz davor! Undzwar is zu der Zeit soviel auf mich herabgestürzt. (Eltern Streß; Freunde Streß; Schule Streß)

    Naja bin froh dass mir der Mut fehlte/die Angst größer war!!

    MfG Blackie
     
  • Cyano
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    nicht angegeben
    28 Mai 2004
    #67
    No

    ...also ich hab das bisher weder versucht, noch werde ich das wohl jemals in Erwägung ziehen...

    Für mich gibt es keinen Grund, mir selbst das Leben zu nehmen, dafür ist mir das meinige viel zu wichtig.

    Klar hat man dann und wann Probleme und es geht einem richtig scheiße aber ich finde das ist kein Grund einen solchen Entschluss zu fassen.

    Hat meiner Meinung sehr viel mit Charakterstärke zu tun...! Ein starker "Charakter" kann seine Probleme auf anderem Weg lösen, mal ganz abgesehen davon, dass ein Selbstmord keine Lösung ist!

    Der Großteil derer, die den Versuch unternehmen, machen dies ja nicht, weil sie sich wirklich umbringen wollen, sondern aus dem einfachen Grund, Aufmerksamkeit zu erwecken....das muss man wohl dazu sagen...
     
  • ogelique
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    28 Mai 2004
    #68
    Genau meine Meinung...
     
  • Ryan|83
    Ryan|83 (37)
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    28 Mai 2004
    #69
    Ja genauso so meint ich das.. :]
    ^^
     
  • *sternchen*
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    28 Mai 2004
    #70
    .........
     
  • Angel4eva
    Angel4eva (31)
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    nicht angegeben
    28 Mai 2004
    #71
    Ich denk häufig daran, bislang hab ich's aber noch nicht versucht. Ich würde aber auch lieber gerettet werden, glaube aber nicht, dass ne Möglichkeit besteht. :cry:
     
  • CreamPeach
    Gast
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    28 Mai 2004
    #72
    @emotion: natürlich darfste mir ne pn schreiben ;o) können uns gern mal unterhalten.
     
  • User 10541
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    nicht angegeben
    28 Mai 2004
    #73
    Gründe gibt es

    Zum Thema:
    Grundsätzlich sage ich nicht, dass es keine Gründe für einen Suizid gibt.
    Verzweiflung kann so groß sein wie wir sie heute nicht erwarten können. Und der Schmerz kann ohne ein nichtgefundenes Ventil so stark sein (psychisch), dass er einen sprichwörtlich umbringt. Körperliche Schmerzen - ich habe bei einer ehemaligen Freundin mitbekommen, wie schlimm es sein kann, krank zu sein und das war noch eine "harmlose" Phase ihrer Odyssee.

    Und was die Sinnlosigkeit angeht, denke ich, dass es da ja schließlich klar zwei Seiten gibt. Die Angehörigen, die meist sagen dass es das nicht wert war und der der sich das Leben nimmt/genommen hat und für den es in dem Moment allemal ein Grund war es zu tun.

    Einige die den Versuch hinter sich haben sagen oft, dass sie froh sind überlebt zu haben, manche die "nur" gerettet wurden und deren Probleme dann weiter ohne Hilfe bestehen bleiben machen vielleicht weiter.

    Dieses Thema/Gebiet/Begebenheit der Selbsttötung ist unberechenbar und nicht zu verallgemeinern mit dem Spruch, dass es keinen Grund gibt. Es liegt im Auge des Betrachters und für den "Lebensmüden" ist es in dem Moment die richtige Entscheidung - es bleibt nichts, als ihm die Macht über seinen eigenen Körper zu lassen. Was nicht heißen soll, dass die Wut/Schmerz der Angehörigen keine Berechtigung hat - denn es kann vorkommen, dass sie sich im Stich gelassen fühlen und sich fragen, ob nicht wenigstens sie für ihn soviel wert waren, dass er hätte weitermachen können. Eine egoistisches aber für mich absolut verständliches Gefühl.

    Gruß
    Tres
     
  • Eselchen
    Eselchen (35)
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    Es ist kompliziert
    28 Mai 2004
    #74
    und weißt du wieso sie Aufmerksamkeit wollen? Weil ihnen ansonsten keiner zuhört und ihnen keiner hilft. Die Selbsttötung ist dann oft der Schrei nach Hilfe. Deswegen wollen auch so viele nicht wirklich sterben. Damit dann irgentwer mal sieht das man Probleme hat, die man allein nicht bewältigen kann. Ist vielleicht nicht so einfach zu verstehen, aber ich kann es sehr gut nachvollziehen. Und der Grund muss nicht nur Krankheit + Schmerzen sein. Auch seelische Probleme können manchmal sehr schmerzhaft sein, vorallem wenn die Umwelt nur mit Verachtung und Ignoranz darauf reagiert. Und das ist nicht immer Liebeskummer...

    Gruß Esi
     
  • angel_in_hell
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    28 Mai 2004
    #75
    Daran gedacht hab ich schon öffters, besonders schlimm
    war es als mich mein Freund verlassen hat und nach zwei
    Woochen schon wieder eine Neue hatte, aber dann hab ich
    mir gedacht, warum soll ich mich wegen so einem
    A****loch umbringen, dafür bin ich mir zu kostbar!!!!!!

    Meine Freundin wollte sich auch umbringen, als ihr Freund
    schluss gemacht hat, sie stahnd auch schon auf der Brücke,
    aber sie hat sich nicht getraut....

    und ich denke das ist auch gut so, weil in meinem alter sollte
    sich NIEMAND wegen seinem Freund umbringen, weil das halt
    NUR der erste oder zweite Freund ist und man hat sein ganzes
    Leben noch vor einem!!!

    Generell denke ich, dass Selbstmord falsch ist...wenn es so eine
    unheilbare Krankheit ist, ist das schon wieder was anderes...
    aber sonst denke ich, kann man an seinem Leben immer so viel
    ändern, dass es einem wieder ziehmlich gut geht...

    bye... :engel:
     
  • User 13029
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    Es ist kompliziert
    29 Mai 2004
    #76
    Es ist die letzte Konsequenz. Wenn für jemanden seine eigene Existenz unerträglich geworden ist, dann verurteile ich ihn nicht, wenn er zu diesem Mittel greift.

    Hach, meine Eltern haben mich erzogen nach dem Motto "Steh auf, wenn du am Boden bist". Aber ich glaube, es gäbe durchaus Situationen, die mich dazu verleiten könnten, die Pistole an die Schläfe zu setzen und mir das Gehirn rauszuballern.
    Wahrscheinlich aus Liebe, der x-ten vergebenen...
     
  • Thomaxx
    Gast
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    29 Mai 2004
    #77
    schließ mich dem mal an und ergänze noch:


    Der Gedanke an den Selbstmord ist ein starkes Trostmittel:
    mit ihm kommt man gut über manche böse Nacht hinweg
     
  • Eselchen
    Eselchen (35)
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    Es ist kompliziert
    29 Mai 2004
    #78
    kennt ihr "unterm rad" von hermann hesse?
     
  • Teeta
    Teeta (31)
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    vergeben und glücklich
    29 Mai 2004
    #79
    Ich selbst habe noch nie daran Gedacht Selbstmord zu begehen. Man kann aus fast allen Krisen wieder raus kommen.

    Es gibt aber bestimmt Menschen die darin den einzigen Weg sehen und man sollte soetwas auch einsehen, wenn man sein Leben beenden möchte, ist das eine persönliche Entscheidung, diewie ich finde respektiert werden sollte!

    Mein Opa hat mir erzählt, dass er viele Soldaten gesehen hat die Selbstmord begannen haben. Er war damals an der Ostfront und hat dort sehr viele Menschen sterben sehen, eben auch durch Selbstmord.

    Der einzige Grund für mich wäre eine unheilbare krankheit im Endstadium. Liebeskummer, Schule usw wären keine Gründe für mich.
     
  • Chicy
    Gast
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    29 Mai 2004
    #80
    Generell finde ich, dass es sich für NIEMANDEN lohnt, sich umzubringen!
    Aber ich kann nachvollziehen, wenn man jetzt nen Menschen Jahrelang kennt, durch dick und dünn geht, und auf einmal stirbt der! Da fehlt ein Stückchen in deinem Leben und man möchte nicht mehr weiter leben! Wenn ich nur dran denke, DER Mensch würde jetzt nicht mehr leben, dann wär ich Monatelang zu tiefst deprimiert, und würde mich abkapseln, und ich denke, da hat man des öfteren solche Gedanken!

    Gedanken gemacht hab ich mir zwar schon, aber nie ernsthaft! Wenn ich mal nen bekackten Tag hatte: ach das wär jetzt schön, wenn ich sterbe, wenn ich nichts mehr von dieser be***issenen Welt mitkriegen würde! Und dann denke ich: wen würde es denn überhaupt interessieren, wenn ich nimmer da wäre.......

    Aber das Leben besteht aus Hochs und Tiefs und ich finde, man sollte nicht voreilig handeln, denn es kann NUR besser werden :smile:

    UND, was ich noch sagen möchte: also wenn ich jetzt behindert werden sollte, oder im Rollstuhl sitze oder was weiß ich irgendwelche schrecklichen Sachen ZB: keine Beine mehr oder so: DANN WÄRE ES KEIN GRUND MEHR FÜR MICH WEITERZULEBEN!!!!
     

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