• Rotor66
    Rotor66 (32)
    Ist noch neu hier
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    nicht angegeben
    10 Juni 2014
    #1

    Sexprobleme

    Hallo!

    Ich bin schwul und habe seit einigen Jahren schon einen tollen Freund. Wir lieben uns beide sehr und wünschen uns nichts mehr als zusammen zu bleiben. Leider steht uns dabei jedoch ein bisschen der Sex im Weg.

    Angefangen hatte es, dass er mein erster Freund war. Er ist von der Art her eher der passive Typ, ich selber sehe mich eher als aktiven, was prinzipiell gut klappen sollte. Da er mein erstes mal war, war ich bei unseren ersten gemeinsamen Sexversuchen zu vorsichtig und verschüchtert, als dass es richtig klappen konnte, sodass es in der Hisicht nicht richtig rund laufen wollte. Nach etwas mehr als einem halben Jahr hatten wir uns dann aufgrund Zeitmangels (es war zunächst eine Fernbeziehung) getrennt. Im Prinzip war außer dem Sex alles gut gewesen, auch wenn ich jetzt weiß, dass er mich damals in der Endphase betrogen hatte. Das habe ich ihm jedoch verziehen, weil er ehrlich eingesehen hat, dass das ein Fehler gewesen war.

    Nach knapp einem halben Jahr haben wir uns dann wieder entdeckt und sind bis heute immernoch zusammen, seit 2 Jahren wohnen wir auch zusammen. Das erste halbe Jahr hatte der Sex dann gestimmt und war immer besser geworden, bis mein Freund langsam in eine Depression gerutscht ist. Der Sex wurde weniger bis wir aufgrund seiner schlimmsten Phase der Depression und anschließender Medikamente gar keinen Sex mehr hatte. Dieser Zustand hält jetzt also schon fast 1,5 Jahre an.

    In seiner Depressionszeit hatte ich versucht für ihn da zu sein und wir haben viel Zeit gemeinsam kuschelnd vor dem Fernseher verbracht, was für ihn daals wichtig war. Leider hat sich dadurch anscheinend auch sein Bild von mir gewandelt, weil er als passiver eher auf den Macho-Typ steht, der ihn auch mal ordentlich ran nimmt. Diesem Bild habe ich zwar noch nie zu 100% entsprochen, bin aber (auch nach seinen Reaktionen und Aussagen) davon überzeugt, dass ich ihm im ersten halben Jahr das bieten konnte, was er braucht.

    Inzwischen geht es ihm langsam besser und auch die Lust kehrt zurück. Leider hat er durch die Depressionszeit die Lust verloren, passiv von mir stimuliert zu werden und bekommt immer mehr das Verlangen nach anderen Typen, von denen er genau das möchte. Sex haben wir inzwischen zwar auch wieder, allerdings nur noch anders herum, was uns beide irgendwie unzufrieden zurück lässt. 3-4 mal wenn wir uns zwischendurch länger nicht gesehen hatten, war die Lust auch wieder stärker und ich hatte es ihm 1-2 mal richtig besorgt, dauerhaft hatten wir das jedoch aus oben genannten Gründen nicht geschafft. Theoretisch haben wir also alles, was wir brauchen, eine Pause von ein paar Tagen hate jedoch nichts gebracht.
    Trennen wollen wir uns eigentlich nicht, weil ansonsten alles so gut passt zwischen uns. Was können wir also noch tun, dass die "totale" Lust bei uns zurück kehrt und er wieder ein "richtiges" Bild von mir bekommt?

    Viele Grüße
    Rotor66
     
    Zuletzt bearbeitet: 10 Juni 2014
  • Nicht die richtige Frage? Hier gibt es ähnliche Themen:
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  • Rotor66
    Rotor66 (32)
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    nicht angegeben
    11 Juni 2014
    #2
    Keine Tipps oder Ideen? Schade...
     
  • Aesculus
    Gast
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    11 Juni 2014
    #3
    Naja, wenn er von anderen Typen ran genommen werden will und du dich jetzt bemühen musst ein "richtiges" Bild zu erzeugen (das vielleicht gar nicht du bist?), verstehe ich nicht, welchen Sinn die Beziehung überhaupt macht. Du musst erstmal für dich heraus finden, was dieses "richtige Bild" überhaupt ist. Die Situation ist schon komisch. Für mich klingt das so, als würdest du einfach verzweifelt versuchen, die Beziehung zu retten, obwohl er Ansprüche hat, die du halt nicht erfüllen kannst. Vielleicht habe ich das auch falsch verstanden.
    Warum wurde er denn überhaupt depressiv? Ist das wichtig, um die Lage einschätzen zu können? Vielleicht wurde er ja auch depressiv, weil die Beziehung ihn nicht befriedigt...
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11 Juni 2014
  • User 113955
    Beiträge füllen Bücher
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    vergeben und glücklich
    11 Juni 2014
    #4
    Naja, viele Möglichkeiten habt ihr nicht. Was du mit diesem 'richtigen Bild' bezwecken möchtest, ist mir nicht klar. So wie ich es verstanden habe, wünscht er sich einen dominanteren Partner, was du schlicht einfach nicht bist. Wenn du es nicht bist, dann wird er es auch nicht in dir sehen. Dich langfristig zu verbiegen halte ich auch nicht für sinnvoll. Also ist das jetzt schon für ihn ein KO-Kriterium?

    Wenn es bis auf den Sex gut läuft, kommt für dich ein öffnen der Beziehung in frage? Dann könntet ihr euch den Sex, wie ihr ihn braucht, woanders holen.

    Zu den Depressionen will ich gar nicht viel sagen, aber ich finde es wichtig, dass du dabei stets im Auge behältst, dass du sein Partner bist und nicht sein Therapeut. Sonst könnte es dich am Ende auch kaputt machen.
     
  • Rotor66
    Rotor66 (32)
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    nicht angegeben
    11 Juni 2014
    #5
    Danke für die Antworten!

    Die Depression hatte andere Gründe, da war unsere Beziehung eher der letzte Anker. Ich habe damals eben versucht für ihn da zu sein.

    Verbiegen will ich mich ja nicht. Es geht vielmehr darum, dass wir uns jetzt durch die lange sexfreie Zeit beide in die Kuschelschublade gesteckt haben, weil wir ein Jahr im Prinzip nichts anderes gemacht haben. Mit falschem Bild meine ich also eher, dass wir auch unsere sexuelle Seite wieder mehr wahrnehmen.
     
  • Aesculus
    Gast
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    11 Juni 2014
    #6
    Ich will dir ja nicht reinreden, aber für mich klingt das so, als hättet ihr ganz andere Probleme, als "eure sexuelle Seite wieder mehr wahrzunehmen".
    Oben schreibst du doch eher, dass er rangenommen werden will und du dafür irgendwie nicht geeignet bist. Ich bin leicht verwirrt. :confused:
    Wenn er Bock hat, mit anderen zu vögeln, dann nimmt doch zumindest er seine sexuelle Seite wahr...
     
  • Morten
    Morten (34)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Single
    11 Juni 2014
    #7
    Die Frage ist doch , ob Du dich Charakterlich verbiegen sollst ( wovon ich nicht ausgehe ) oder "einfach nur" dein Sexual verhalten ändern solltest. Um es mal stupide zu sagen , manche menschen brauchen es einfach etwas "härter" im Bett und wen dem bei ihm so ist , solltest du im Bett halt mal deine animalische seite zeigen und nicht deine "Kuschelseite"
    Ich kann dir nur den Rat geben : "Sei beim Sex Du selbst" auch wen du ihn liebst lass es ruhig mal raus und gibs ihm ^^

    Ps: Meine Ex-Freundin hat mit mir auch nach vielen und langen diskussionen schluss gemacht weil ich mein "Sexual-trieb" nicht ändern wollte(wobei es bei mir nur um die quantität ging) und ihr das nach einer gewissen zeit nicht mehr passte. Also rette was noch zu retten ist, denn wen du ihn wirklich liebst sollte er dir das wert sein !
     
  • Rotor66
    Rotor66 (32)
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    nicht angegeben
    11 Juni 2014
    #8
    Nein, ungeeignet dafür bin ich nicht :grin:
    Ich wollte damit nur sagen, dass ich nicht das absolute Extrembeispiel für Dominanz darstelle, dominant sein kann ich durchaus.
    Und klar, wir nehmen beide unsere eigene sexuelle Seite war, aber eben die des anderen nur noch schwerer. Vielleicht mal als anderes Beispiel formuliert: Früher war einer der ersten Gedanken, wenn wir uns gesehen haben, dass wir mal wieder Bock haben. Seit dem Jahr Sexpause hat sich das aber durch die Gewohnheit so verschoben, dass wir immer zuerst an Kuscheln & Co denken.

    Die Lust kommt ja, wenn wir "einfach machen", aber um sich für den passiven Part hingeben zu können, müsste die Lust auch mal wieder spontan kommen.

    Edit: Ja, vielleicht liegt es auch wirklich nicht an ihm, sondern an mir, dass ich in der langen Zeit unterbewusst "lieb und nett zu ihm sein" gespeichert habe. Das ist vielleicht noch ein Ansatzpunkt, danke!
     
  • User 95608
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    vergeben und glücklich
    11 Juni 2014
    #9
    Ihr habt das "ganz normale" Problem, dass langjährige Mann-Frau-Paare auch haben.
    Die sexuelle Anziehungskraft und das Begehren rückt durch was auch immer so weit in den Hintergrund, dass beides kaum noch zurückgeholt werden kann.
    Alternativ bieten sich beispielsweise sexuelle Erlebnisse mit weiteren Mitspielern an, um die sexuelle Lust auf diesem Umweg vielleicht wieder ins eigene Bett zu holen - aber das ist ein schmaler Grat, dessen muss man sich bewusst sein.
    Ansonsten kann ich als sehr aufgeschlossenes und sexuell sehr aktiv und interessiertes Wesen nur dazu sagen: was im Bett tot war, wurde nie wieder lebendig in meinen Partnerschaften ... Daraus kann man für die nächste Beziehung zumindest lernen ...
     

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