• Ph!l
    Ph!l (34)
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    nicht angegeben
    21 Oktober 2004
    #81
    Hallo zusammen
    ich konnte gar nicht ganz zu ende lessen da mich vieles hier gestört hat ....

    ich finde religion ist ok .. jedem das seine
    egal welche religion oder ob überhaupt der "glaube"

    wobei man sagen muss "glaube" ist von den menschen erdacht in welcher form auch immer und ich finde es toll wen andere hinter ihrem eigenem "galuben" stehen (im insgeheimen glaubt jeder an etwas seis GOTT oder andere Gottheiten oder sonst eine Vorstellung vom leben)

    ich denke auch dass es da sicher mehr gibt als das wir uns denken können aber ich bin mir auch sicher KEINER kann sagen was es ist ... (denn auch die Biebel oder sonst was ist von menschen überliefert)

    und aus dem Grund sollte man jedem seine Meinung zum leben und allem drum herrum lassen!!!!

    und das was ich an dem strengen christentum ned ausstehen kann ist die Intolleranz gegen über anderen Meinungen ... (kommt leider häuffig vor wie auch hier)

    im grunde genommen geht es nicht um Gott es könnte genauso darum gehen sie mag nicht "skifahren" oder sonst was .... (mal banal ausgedrück)

    also an den der hier eigetnlich schlau draus werden wollte:
    lass ihr die Freiheit, die jeder Christ als nächstenliebe geben sollte, gegenüber anderen Religionen, Einstellungen und sonstigen Haltungen

    Ich hoff du lernst was draus .... denn ansonsten sollte man nicht sagen ich lebe im sinne gottes oder sowas:zwinker:

    PS: ich persöhnlich glaube nicht an die Kirche sondern einfach an etwas andere nenne es vielleicht gott oder sonst wie ... was mehr macht hat als wir ..!
     
  • SunsetLover
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    21 Oktober 2004
    #82
    Hallo Presti!!
    Ich hab jetzt nicht alle Antworten genau gelesen, aber ich antworte trotzdem mal. Ich hatte vor längerer Zeit auch mal das "Problem" mit meiner Ex wegen "kein Sex vor der Ehe"- sie wollte keinen bis zur Ehe, ich war und bin gegen diese Einstellung, mehr dazu in nem Thread, den ich dazu mal aufgemacht habe:
    Sie will kein Sex vor der Ehe

    Kurz zu mir: Ich würd mich auch als Christ bezeichnen, aber auch in einigen Dingen sehr frei denkend und teilweise im großen Gegensatz zu "tradionellen" kirchlichen (oder gar pietistischen) Meinungen.

    ich bin überzeugter christ [...] mir immer mehr bewusst, dass nun ein gewaltiger konflikt auf mich/uns zu kommt.
    Wenn du überzeugter Christ bist, dann weißt du zu aller erst mal eine starke Hilfe mit vielen Zusagen an deiner Seite oder? Soviel erst mal dazu, mehr möcht ich dazu net sagen bevor sich wieder manche hier die Mäuler zerreißen, aber ich denke wir verstehn uns :smile:

    meine christliche denkweise habe ich vermutlich von meiner mutter, die immerzu predigte wie heikel dieses thema doch ist. nach laaaaangem überlegen bin ich dann zu dem entschluss gekommen mit meiner freundin schlafen zu wollen, weil wir uns lieben.

    Und hier liegt der Hund begraben... das war auch das Problem bei meiner Ex, die von ihren Eltern auch sehr sehr in dieser Weise "erzogen" (ich sage heut bewußt: eher regelrecht indoktriniert) wurde. Was ist denn an dem Thema heikel?? So heikel kanns nicht sein, wenn in der Bibel selbst von "Brüsten schöner als die schönsten Granatäpfel" (s. Hohelied Salomos) die Rede ist oder?? WARUM machen Christen aus Sexualität eigentlich ein Problem, wo es keins ist oder zumindest wo es nicht geklärt werden KANN, weil einfach die Aussagen der Bibel sich teilweise widersprechen??
    Es ist sehr gut daß du dich davon gelöst hast und DEINEN Weg mit DEINEN eigenen Gedanken gegangen bist- meine Ex konnte das z.B. nicht und das hat ganz langsam unsere Beziehung vergiftet.


    ich sehe in unserer noch jungen beziehung daher etwas wie eine "vorgezogene ehe". das soll heißen, dass ich mich auf dieses eine mädchen bereits festgelegt habe. ich habe sie aber auch mit meiner radikalen einstellung konfrontiert um sicher zugehen, dass ich mich nicht mit ihr ins unglück stürze und damit sie genau weiß worauf sie sich einlässt.

    Mit dieser vorgezogenen Ehe wäre ich aber vorsichtig... da gehst du doch irgendwo schon einen "faulen" Kompromiss mit dir selbst ein oder :zwinker: Bei der Ehe sagst du doch aus christlicher Sicht ganz bewußt vor Gott "ja" zu deiner Freundin und läßt diese Ehe unter Gottes Segen stellen (so zumindest ist der doch der Sinn der eigentlichen christlichen Ehe oder?). Also warum "vorziehen"? Um sich dann zu beruhigen damit sich festgelegt zu haben um dann doch kein schlechtes Gewissen beim Sex zu haben?

    ich hoffe nur, dass ich es niemals bereuen muss mit ihr geschlafen zu haben, weil sie nicht an gott glaubt. denn angenommen wir würden uns trennen, würde ich bei der suche nach einer neuen partnerin als erstes entscheidendes kriterium den glaube an gott festlegen.

    Warum solltest du das bereuen mit ihr geschlafen zu haben weil sie nicht an Gott glaubt? Kannst du mir das biblisch begründen?
    Dass du als erstes Kriterium einer neuen Partnerin hast, daß sie an Gott glaubt find ich auf den ersten Blick bewunderswert- aber auf den zweiten nicht mehr so ganz ;-) Und warum? Genau deswegen:

    meine freundin verschwendet keinen einzigen gedanken an gott und kann sich nicht vorstellen, dass sich dies einmal ändert. sie ist allgemein sehr sturr und wird/kann/will?? sich vorausichtlich nicht zum glauen bekehren.
    Macht sie das REIN ALS MENSCH etwa minderwertig?? Sind nur bekehrte Christen bessere Menschen?? Ist es nicht diese Holzhammer-Bekehrungsmethode, die doch viele Menschen gerade zu abschreckt? Ich finde diesen Satz "sie wird/kann/will sich voraussichtlich nicht zum glauben bekehren" so etwas abwertend, so nach dem Motto "...naja, sie ist halt nich perfekt und hats auch nich vor das zu ändern..." Vielleicht ist sie gerade so stur deswegen, weil du es sie vielleicht merken läßt, daß sie in deinen Augen bzw. eure Beziehung in deinen Augen nicht perfekt ist und sie weigert sich eben, diese "Bekehrung" nur deswegen anzunehmen? Das ist ja kein Schuh, den man sich einfach so anzieht, ich denk das wissen wir beide oder? Und hat Jesus gerade nicht die "Sünder" angenommen...? :zwinker:

    nur ich wünsche mir, dass meine freundin bereit ist sich für meinen glauben zu interessieren und diesen auch anzunehmen.
    Wow, das ist für mich der Killersatz in deinem Posting schlecht hin.... Diesen Wunsch wird sie wohl oft zu spüren kriegen und das baut doch nur Druck auf und denkst du wirklich aus Druck wird sie irgendwann Gott FÜR SICH entdecken können??

    meine mutter kämpft auch vergebens darum meinen vater vom glauben zu überzeugen, doch auch sie schafft es nicht und leidet auch etwas darunter.
    Sorry, kann ich nicht verstehn... leitet sie ihr glückliches Christsein nur davon ab, Menschen zu bekehren??

    sie sind trotzdem fast 25 glückliche jahre verheiratet. ich sehe meine eltern als ansporn und hoffe, dass ich mich nicht zwangsläufig von meiner freundin trennen muss.
    25 Jahre glückliche Jahre voller Liebe oder 25 Jahre voller Bekehrungsversuche auf der einen Seite und das Gefühl immer nie ganz "perfekt" zu sein auf der anderen Seite?
    Also solche Eltern könnte ich mir aus meiner ganz persönlichen Einstellung nicht als Vorbild nehmen. Dass wir uns nicht falsch verstehn: ich hab nichts dagegen, daß andere Menschen von meinem Glauben erfahren bzw. er erfahrbar wird. Im Gegenteil. ABER warum muss es immer der Holzhammer sein? Ich denke wenn manche Christen ihr Christsein einfach mal unverkrampfter und echt (vor)leben würden, dann wären die Kirchen sicherlich voller.
    Du kannst dich ja auch mal gerne per Mail melden wenn du willst!
    Liebe Grüße und den richtigen Weg,
    Sunset

    Hey, langsam, das muss doch nicht sein oder? :angryfire

    Das ist doch ein absolutes Vorurteil daß immer wieder gerne gegen Christen rangezogen wird :zwinker:
    Komisch, aber wer verurteilt denn jetzt genau hier ein paar Threads oben drüber die Meinung eines Christen mit Beleidigungen?? Das ist doch wohl eher intollerant oder? Und daß die Bibel natürlich nur alles überlieferte Geschichten sind ohne wahren Kern, macht die Sache natürlich umgemein einfach...: so muss ich mir keine Gedanken machen, ob diese Maßstabe wirklich was für mein Leben bedeuten könnten :smile:



    Und wie viele Menschen sterben täglich ohne Einfluss der Religion bzw. weil sie sich nicht (aus christlicher Sicht) an Gebote wie "du sollst nicht töten" o.ä. halten? Ich glaube dieses Zahlenspiel lassen wir lieber oder? :zwinker:



    Wieso konnte so ein Universum von selbst entstehen? Ist das nicht genau so "unlogisch"... so nach der Art, daß sich das (nichts) denkt, achja, ich ensteh jetzt mal als Universum... hab ja sonst nix zu tun.
     
  • Hermann
    Gast
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    21 Oktober 2004
    #83
    Lieber 0x2B|~0x2B,

    Du wirfst in Deinem Beitrag #79 neben haßerfüllten Worten ("Kotzreize", "das Perverseste") hier im Liebesforum interessante Fragen auf, bei denen Du verständlicherweise aber nur menschliche Perspektiven in Betracht ziehst. Der Mensch kann die Welt nur mit seinen sieben Sinnen erfassen und aufbauend darauf mit der Technik ausloten.
    Woher willst Du wissen, daß das alles ist, was Du in den durch die Sinne erfaßten Naturgesetzen erblickst?

    Ist es nicht für das ganze Leben positiver und befreiender zu wissen, daß am Ende das Gute über alles siegen wird? Mir würde ohne diese Gewißheit eine entscheidende Zuversicht fehlen.



    "Was spricht dafür, daß es Gott gibt?"

    Was spricht dagegen?

    "Nach neuesten Erkenntnissen entstand das Leben im Weltraum."

    Du gibst damit selbst zu, daß es die neuesten Erkenntnisse sind.

    "Die chemischen Verbindungen aus denen die Lebewesen ..."

    Woher kommen diese chemischen Verbindungen letzten Endes?

    "Der Mensch verändert sich ebenfalls durch die Evolution .."

    Könnte es nicht auch anders laufen? Warum läuft es gerade so?



    Atheisten (Gottleugner) sind oft die größeren Gottsucher. Gott ist die Liebe.

    Allein die Tatsache, daß die heute eröffnete Diskussion, die Gottes Namen im Titel trägt, bereits 82 Beiträge zählend sich über sechs Seiten erstreckt, ist für mich ein gutes (oder Gottes- :zwinker: )Zeichen. Die Diskussion hätte ja auch wie so viele andere nach drei Beiträgen in Gleichgültigkeit im elektronischen Nichts versinken können. Da Gott die Liebe ist, ist er hier schon ganz richtig.
     
  • -JIMMY-
    -JIMMY- (36)
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    vergeben und glücklich
    21 Oktober 2004
    #84
    Der Zivi! :tongue:

    Jeder sollte seinen Glauben haben, wenn er andere dadurch nicht einschränkt! Gemäß dem Motto: "Liebe deinen Nächsten, denn er ist wie du!
     
  • SunsetLover
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    21 Oktober 2004
    #85
    Das seh ich ganz genau so. Komischerweise sind sehr oft die absolutesten Atheisten besser informiert als die Christen. Warum? Aus Unsicherheit daß vielleicht nicht doch was dran sein könnte? Wenn es keinen Gott gibt, warum beschäftigen sich dann Atheisten so intensiv mit...NICHTS??
    Ich seh es ganz genauso, daß es eine große Menge an "Suchenden" gibt, die einfach auch durch die totale Auflösung von Normen, Werten usw. einfach tierisch verunsichert sind und irgendwo einfach einen "Sinn", Zweck oder Halt suchen. Warum hat denn die Esoterik sonst so einen Riesenboom??? Und sag mir bitte keiner, daß deren Theorien logischer sind...
     
  • Unicorn
    Unicorn (36)
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    vergeben und glücklich
    21 Oktober 2004
    #86
    Vorweg:
    Es ist mir nicht so ergangen, mein Freund ist gläubiger Christ (wenn auch der anderen großen Konfession angehörig) wie ich. Wobei er öfter in die Kirche geht als ich.
    Desweiteren:
    Ich weiß nicht, ob ich wirklich eine Beziehung mit jemandem führen könnte, der meint, dass Glaube, Religion und Gott Humbug/Schwachsinn/altmodisch/... sind. Natürlich könnte die Liebe stark genug sein und man könnte Kompromisse finden - aber irgendwie wäre es immer etwas störend, zu wissen, dass "er" in einer Sache, die mir sehr wichtig ist, völlig anders denken würde als ich.
    Ihr Atheisten, stellt euch z.B. 'mal vor, ihr wärt sehr sportlich und euer Partner ein Sportmuffel, der gar nicht verstehen kann, warum ihr sowas macht. Klar, ihr könntet damit leben, aber es wäre unterschwellig immer etwas, was zwischen euch stünde, weil ihr beide den jeweils anderen in einem wichtigen Punkt nicht verstehen könntet.
    Ich finde, bei einer Beziehung, die auf "so lang wie möglich, Ende offen" angelegt wäre, würde sowas auf Dauer schon stören.
    (Naja, vielleicht hab' ich auch einfach keine Ahnung... :zwinker: )
    Aber:Menschen sind, wie sie sind. Man sollte nicht versuchen, sie zu irgendwas zu bekehren.
    Dann im Zweifelsfall lieber frühzeitig Schluss machen, bevor sie's irgendwann tut, weil sie sein unterschwelliges "Mir wäre lieber, wenn du Christ wärst" nicht mehr aushält.

    <Disclaimer> Ich habe absolut nichts gegen Atheisten, solange sie nichts gegen Christen haben. :zwinker: Hab' genügend Atheisten im Freundes-/Bekanntenkreis.
    Ich bin aber schon froh, dass mein Freund ähnlich "glaubt" wie ich, weil mir mein Glaube einfach wichtig ist.</Disclaimer>

    Noch 'was:
    Wer behauptet, die römisch-katholische Kirche stünde quasi noch im Mittelalter, hat sich scheinbar nicht genug informiert. Man sollte da differenzieren - meint man die Kirchenführung (da mag das zutreffen) oder die "breite Masse", die zwar leider in der rk Kirche nicht allzu viel zu sagen hat, aber eigentlich doch das ist, was die Kirche ausmacht?
    Ich weiß nicht, ob man unter Römisch-Katholiken eine Mehrheit für die Homoehe oder die Abtreibung per Pille gewinnen könnte. Aber sicherlich für mehr Toleranz, Aufklärung - und Ökumene. Es gibt genug innerkirchliche Bewegungen, die dafür einstehen.
    (Um meinen Freund an dieser Stelle sinngemäß zu zitieren: "Ich trete nicht aus 'meiner' Kirche aus oder konvertiere, weil ich denke, dass man die Kirche nicht von außen ändern kann, sondern nur von innen bzw. 'unten'.")

    Und noch was :zwinker: :
    In Israel gäbe es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit viel mehr Ruhe, wenn man die Leute einfach machen ließe. Die Mehrheit der Israelis und Palästinenser will keinen Konflikt mehr, sondern eine Lösung. Die beharren auch nicht auf ihrer Religion als "der einzig wahren".
    Leider sehen die Herren Arafat und Sharon und ihre fundamentalistischen Anhänger das anders... :frown:
    (Wie die Lösung aussehen könnte - das ist ein schwieriges Thema. Zwei Völker leben in einem Land, beide empfinden sich als die "rechtmäßigen" Einwohner. Das würde eine friedliche Koexistenz sehr erschweren. Aber eine Mauer ist genau das Gegenteil eines Lösungsansatzes...)

    Und ein Letztes :rolleyes: :
    Ich glaube an Gott, an seine Allmacht und daran, dass er die Erde bzw. das Leben "erschaffen" hat. Und das stellt nicht im Ansatz einen Konflikt mit der Tatsache, dass ich als Biologin die Evolutionstheorie vertrete, dar. Passt doch durchaus alles zusammen, wenn man nicht alles so wörtlich nimmt. :smile:
    Die Bibel ist im Endeffekt ein Buch voller Erzählungen, Gleichnisse - Geschichten. Ein Geschichten-Buch, das die Menschen zum Nachdenken bringen soll und Ratschläge (das steht "Du sollst nicht...", nicht "Du darfst nicht...") für ein besseres Zusammenleben gibt.

    Warum ich an Gott glaube? Weil ich denke, dass es so viele Zufälle, wie es in der Geschichte des Lebens gab, zwar geben kann, das aber unwahrscheinlich ist.
    Ich glaube, dass sich irgendjemand "von außen" interessiert/amüsiert/wütend/... anschaut, was die Menschen so machen. Und sie erstmal einfach machen lässt und nur darauf achtet, dass sie sich nicht selbst zerstören.

    Liebe Grüße vom Fabeltier, das noch dringend lernen muss, weil's morgen Klausur schreibt, und daher jetzt schnell verschwindet
     
  • SunsetLover
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    Single
    21 Oktober 2004
    #87
    Das geht jetzt zu weit vom topic weg deswegen nur kurz. Ich denk da muß man ganz klar trennen zwischen dem Judentum einerseits und em politischen Israel andererseits, Das sind zwei ganz verschiedene Dinge. Aber bei allem anderen kann ich dir eigentlich (fast nur :zwinker: ) zustimmen.
     
  • User 11753
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    nicht angegeben
    21 Oktober 2004
    #88
    Ich habe mich früher oft mit anderen Menschen über Glaube unterhalten und dabei festgestellt, dass die meisten den Glauben leben, den ihre Eltern gelebt haben, ohne da groß drüber nachzudenken. Atheisten oder Agnostiker dagegen hatten sich meist sehr intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt (ich auch).

    Schon mal überlegt, dass es einem Atheisten oder Agnostiker auch eine gewisse Toleranz abverlangt, den Glauben des Partners einfach so zu akzeptieren, ohne ihn herabzuwerten? Man könnte es ja auch albern finden, dass jemand jeden Sonntag oder öfter in die Kirche geht und zu einem Wesen betet das keiner je erfasst hätte und in Form irgendeines Nachweises greifbar machen könnte. Oder dass man erst einen Fehler macht und das dann beichtet, und dann isses wieder gut.

    Ich hatte bisher meistens Partner, die mehr oder weniger religiös waren, aber ich hab ihnen ihre Religion und ihre Kirche lassen können so wie sie sie gesehen haben. Das schließt nicht aus, dass man da mal ein wenig darüber diskutiert, aber es macht mir keine Mühe (mehr), zu respektieren, dass jemand anders halt an Gott glaubt, obwohl ich persönlich das nicht nachvollziehen kann. Ich habe mich auch schon mit Leuten unterhalten, die ihren Glauben nicht mit ihrer Erziehung mitbekommen haben, sondern die erzählen, dass sie, manchmal durch irgendein Schlüsselerlebnis, einfach das "Gefühl" haben, dass da "etwas" ist (was sie eben als Gott bezeichnen) - das finde ich sogar faszinierend.

    Nur ich habe dieses Gefühl eben (bisher jedenfalls) nicht, und das kann einem auch keiner einimpfen - das zu wollen oder sich zu wünschen dass der andere von selber eines Tages gläubig wird, hat etwas Anmassendes für mich. Ich lebe ganz gut ohne dieses Gefühl, ich nehme meine Werte halt nicht aus der Bibel oder aus irgendwelchen kirchlichen Traktaten, sondern ich such sie mir selber (was mehr Arbeit ist).

    Ich verstehe gar nicht, wie man sich über etwas, was bloß "Glaube" ist, überhaupt streiten kann.
     
  • büschel
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    21 Oktober 2004
    #89
    aalso:

    glauben ist persönlich und kann nicht einfach herbeidiskutiert werden: ja.
    aber ich kann auch verstehen, dass man in diesem bereich mit dem/der anderen einer meinung ist; ist ja bei mir auch nicht anders.
    jetzt das seltsame: ich bin "konfessionslos", und habe nie so wirklich an sowas wie gott geglaubt; zumindest nicht nach art der weltreligionen. nur in einer gewissen phase habe ich sowas empfunden, wie ein etwas, das ich den lieben gott nenne; da wollte ich was von einer und wollte unbedingt ihr das klar machen, wie überzeugend dieses gefühl ist weil es auch irgendwie sie betraf. sie wollte das nicht mal hören; sie war streng gegen kirche; ich glaub sie hat mich falsch verstanden, denn ich war / bin definitiv kein christ oder so; naja hätte sie halt wenigstens darüber geredet; naja, jetzt hab ich das gefühl auch nicht mehr;
    nach meinen jetzigen überzeugungen kann sowas wie ein "wohlwollender" geist schon da sein aber halt nur zufällig und definitiv nicht mit sicherheit und garantie. (denn siehe andere kommentare von mir) ich glaube daran, dass lebewesen entscheiden können; das impliziert den zufall und somit ist jede mit entscheidungen verknüpfte zukunft definitiv nicht vorhersagbar. und obwohl entscheidungen zufällig sind kann zufälligerweise ein muster erscheinen, das einer gesetzmässigkeit zu gehorchen scheint. der andere fall ist: es ist alles gesetzmässig nur das gesetz nicht mit endlichen beobachtungen zu untermauern. bsp: ob eine gegebene zahl pi ist oder nicht kann ich evtl nicht herausbekommen auch wenn sie es ist; zB dann, wenn ich die dezimalstellen vergleichen muss.
    aber bei vööliger gesetzmässigkeit braucht sich keiner um richtig oder falsch kümmern, denn es passiert nur was passieren kann, und es ist eindeutig und starr;, unveräderlich.
    und mit entscheidung ist eine den physikalischen zufall beherrschende struktur (zufällige selbstverständlich) nicht ausgeschlossen; aber mit sicherheit nicht garantiert: ein unzuverlässiger gott sozusagen, genauso wie keiner en detail mit sicherheit wird sagen können, was er morgen macht.
    deshalb halte ich es nicht für unmöglich irgendwann dran zu glauben wohl wissend, dass ich es unter der prämisse es gäbe entscheidungen niemals beweisen könnte, weil er nicht garantiert sein kann, aber auch nicht ausgeschlossen.
    (hier meine ich mit dem "lieben gott" die karikatur/"wohlwollende" struktur des zufalls; und nicht den weltschöpfer (den es nicht geben kann ohne das es bereits etwas gibt was er nicht geschaffen haben kann) oder den allwissenden (den es im fall der ex. von entscheidungen nicht geben kann) oder den allmächtigen (widersprüche gehen ja irgendwie nicht oder?)

    und wenn du das gefühl ihr nicht mitteilen kannst; hm; pech gehabt vielleicht; aber erzwingen kann man das denk ich nicht; und wnn du sie liebst, würd ich drauf pfeifen ob sie nun an sowas glaubt oder nicht;
     
  • r980
    r980 (41)
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    Single
    21 Oktober 2004
    #90
    Also wenn ich mich auch mal dazu äußern darf:

    Was bitte hat denn Religion mit Liebe zu tun?
    Wenn ich schon das "bekehren" lese, gehts bereits gegen mich.

    Ich hätte eigentlich nicht gedacht, daß es in der heutigen Zeit noch so Religionsfanatiker gibt. Sind die weltfremd, oder einfach nur Träumer?

    Sorry, für meine negative Haltung, aber ich halte von Religion in jeglicher Form rein garnichts, etwas wegen dem unnötigerweise Kriege geführt wurden, kann einfach nicht gut sein.

    Wenn sich die Freundin selbst einen Gefallen tun will, sucht sie sich nen normalen Typen....der nicht wie du ein Problem aus NICHTS macht.
    Ich glaube ihr hattet noch keine wirklichen Probleme....

    Gruß
    rob

    (Ich vertrete nur meine Meinung, ich hoffe ich war nicht zu hart)
     
  • SunsetLover
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    22 Oktober 2004
    #91
    Vielleicht nicht zu hart, aber wie ich finde auch manchmal nicht sachlich korrekt.

    Religiöse Menschen sind nicht immer gleich Fanatiker. Und wenn sie ihre Meinung eben haben und dies religiös begründen ohne anderen zu schaden- ist das dann gleich fanatisch?

    Sind religiöse Menschen unnormal? Was ist denn normal? Da steckt für mich Intolleranz dahinter, und die Intolleranz war es sehr oft, die Kriege ausgelöst hat, die dann zwar einen religiösen "Mantel" hatten (s. Kreuzzüge), aber doch im Kern an der Sache vorbei gingen (wie z.B. an den Grundlagen des Christentums bez. Nächstenliebe usw.)


    Woher willst du das wissen? Christen sind vor den Problemen dieser Welt doch nicht imun. Aber wenn sie sich dennoch in solchen Situationen auf Gott beziehen- was ist daran verwerflich?

    LG
    Sun
     
  • daedalus
    daedalus (40)
    Teammitglied im Ruhestand
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    113
    50
    nicht angegeben
    22 Oktober 2004
    #92
    Ist ja viel passiert seit ich gestern weg bin... Zwei Anmerkungen:

    1. Ich moechte hier keine Beleidigungen mehr sehen.
    2. Der Threadersteller hat anscheinend nichts gegen die allgemeine Diskussion ueber Religion, Glauben etc.. Ich hatte ihm per PN angeboten das zu unterbinden, von daher brauch auch kein Hinweis mehr erfolgen, dass das nicht Thema des Threads ist
     
  • BeeInLuv
    BeeInLuv (41)
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    Verheiratet
    22 Oktober 2004
    #93
    @Cicero

    Die Schwierigekeit liegt ja immer in der Definition.
    Zum einen möchte ich die Kirche und den Glauben an sich unterscheiden!

    Wenn ich sagen würde, ich sei ungläubig, dann wäre dies auch nicht ganz korrekt. Ich glaube schon an "etwas", nur eben nicht an das, was mir die evangelische Kirche (nur als Beispiel) vorschreibt.
    Ich habe eine geteilte Meinung zur Bibel, zur Religion und zu dem Begriff eines Gottes, wie ihn mir diese beiden und die Kirche vorschlagen, bzw. regelrecht vorschreiben.

    Ein Atheist lässt sich in meinen Augen dennoch unterteilen:
    Grundsätzlich besteht im Weltbild eines Atheisten nichts "Übermenschliches", quasi kein Gott, zumindest nicht in der Form, wie ihn die Kirche oder Bibel vorschreibt, bzw, wie die Kirche oder die Religionen den "Gott" oder "Götter" vorschreibt.

    Ein Atheist ist entweder derjenige, der "glauben" durch "überzeugt sein" ersetzt. Folglich:
    Ich bin davon überzeugt, dass es einen Gott nicht gibt!

    Oder er ist einfach unsicher, aber kann es einfach nicht glauben.

    Und dann kommt noch der "Agnostiker", welcher die Ansicht vertritt: kann sein, kann auch nicht sein ... und mir eigentlich auch egal.

    Greetz Bee

    zustimm****
    Es gibt zu diesem Thema einfach geteilte Meinungen, dass muss jeder akzeptieren, vor allem diejenigen, die immer gleich von Toleranz sprechen.


    Wenn er einen solchen Thread beginnt, dann muss er auch damit rechnen, dass es zu Diskussionen über Glauben, Kirche, Religion, Gott und Nichtgläubige kommt...
    Aber dann paßt das ja.... :smile:
     
  • presti
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    21
    86
    0
    vergeben und glücklich
    22 Oktober 2004
    #94
    hi folks,
    es hat sich ja wirklich einiges getan. finde schön, dass ich euch mein problem so brennend interessiert. :smile:
    nicht, dass zwischen meiner freundin und mir jemals ein großer streit statt gefunden hätte (dafür bin ich nämlich zu sehr harmonie bedürftig :engel: ), aber ich bin mir sicher, dass es mir auf grund eurer posts bereit leichter fallen wird mit meiner freundin in einklang zu leben. nochmals danke!

    @die jenigen mit den dollen ratschlägen: ich bitte euch diese zu unterlassen, denn ich beabsichtige nicht mich von meiner freundin zu trennen. danke!!

    @ The FedEx Pope und die, die is noch wissen wollen: wahrscheinlich würde selbst nach deiner defintion mein erscheinungsbild als "normal" zu bezeichnen sein...
    (@all:ich weiß, dass ich auf diese dumme bemerkung nicht hätte eingehen müssen :zwinker: )
     
  • seki#2
    Gast
    0
    22 Oktober 2004
    #95
    Können Christen nicht so argumentieren, dass unglaubige in die Hölle kommen und dass daher alle zum glauben bekehrt werden müssen, da sie sonst nicht in den Himmel kommen und für alle ewigkeit glücklich sind?

    Nach dieser Logik, kann man dann ja auch nicht mehr von Intolleranz sprechen, da der Christ ja nicht einfach nur bekehren, sondern retten will.
     
  • -Tina-
    -Tina- (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    54
    91
    0
    vergeben und glücklich
    22 Oktober 2004
    #96
    Das würde ich genau anders interpretieren: Wer sich mehr mit der (christlichen) Religion auseinandersetzt, merkt immer mehr, wie unsinnig oder widersprüchlich sie teilweise ist und kommt deswegen von ihr ab. Denn das jeder mal darüber nachdenkt ist ja irgendwie klar, schließlich fragt man sich ja irgendwann mal, wie alles enstanden ist und da in unserem Land nunmal die christliche Religion die größte ist, wird man zuerst mit ihr und somit mit Gott konfrontiert. Aber egal, ich will hier keinen Angreifen oder beleidigen, aber das wollte ich mal dazu sagen... .
    Zum Threadersteller: Ich stimme den (meisten) anderen zu: Sei tolerant, du kannst ja deinen Glauben haben, aber zwing ihr nichts auf oder versuch sie auch nicht zu bekehren. Jeder kann doch daran glauben, woran er nunmal glauben will... .
     
  • AndreR
    Gast
    0
    22 Oktober 2004
    #97
    Gegenargument: warum muss sich der "Standard-Gläubige" (geiles Wort,oder?) für alles eine fundierte Antwort suchen? Es macht ihn ja gerade aus, dass er einfach Gegebenheiten akzeptiert, sie glaubt. Daher kommt auch dass man die Anhänger einer Religion "Gläubige" nennt. Weil sie glauben...
     
  • presti
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    21
    86
    0
    vergeben und glücklich
    22 Oktober 2004
    #98
    das finde ich persönlich eine super schöne formulierung!!!
    andererseits könnte ich an dieser stelle meinen "nachrednern" vorweg nehmen, dass die vorstellung einen menschen (wie ich in diesem falle meine freundin) retten zu wollen wohl eher eine illusion ist. wenn ich mich ungefähr richtig entsinne wäre es egoistisch einen sich nahestehenden menschen von seinem glauben überzeugen zu wollen!?!
     
  • AndreR
    Gast
    0
    22 Oktober 2004
    #99
    Ja, das wäre egoistisch. Weil DU deinen Glauben gefunden hast, DU damit gut lebst und weil DU denkst, dass jemand ohne diesen Glauben ein schlechteres Leben führt.
    Aber frag mal einen *BeliebigeReligionEinsetzen* - er wird es dir aus seiner Sicht genauso sagen, dass er vielleicht sich nicht denken kann, dass man als Christ glücklich sein kann. Es ist eine Lebenseinstellung, die muss jeder für sich selbst finden. Einige tun es über Religion, andere anders. Nur DU denkst,dass dein Weg der beste ist, diese Entscheidung kannst du NIEMANDEM abnehmen.
     
  • Cicero600
    Verbringt hier viel Zeit
    107
    101
    0
    nicht angegeben
    22 Oktober 2004
    #100
    :grrr:
    Da würden mich nun Beispiele interessieren!
    Also @All_atheists: lasst mal sprudeln, wass so wiedersprüchlich in der Bibel ist!
    (oder war dein Quote wirklich nur auf "Religion" gerichtet?)

    Ich bin selbst kein "Bibelforscher" und kann auch keinen ins Bibelstellen-Kreuzfeuer
    nehmen. Ich weiss nur aus seriösen Betrachtungen und Analysen der Bibel, dass sie in sich nicht wiedersprüchlich ist/sein soll.

    edit: bin ab nun leider 3 Tage ausser Landes.
    Freu mich aber sehr auf eure weiteren Diskussionen!

    ceeya, cicero
     

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