• Kuri
    Kuri (30)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    28 Juli 2006
    #21
    Und was ist falsch daran? Man kann das auf jede beliebige Situation übertragen. Jeder hat seine Vorlieben, und denen entsprechend sucht man sich einen passenden Partner! Warum sollte es falsch sein, sich nicht auch nach sexuellen Vorlieben einen "geeigneten" Partner zu suchen? Man belästigt damit niemand anderen, sondern erfüllt sich selbst einen Wunsch und erlangt sexuelle Befriedigung (der Partner natürlich auch, sofern es eben "passt")... das ist eine Sache, die sich allein innerhalb einer Beziehung abspielt, und an der du deshalb kaum Anstoß nehmen kannst (außer, es wären illegale Handlungen, aber davon gehen wir hier ja nicht aus)... jeder darf doch für sich selbst entscheiden, nach welchen Kriterien er sich seinen Partner aussucht. Das tust du ebenfalls in gewissem Maße, da du selbst garantiert bestimmte Vorlieben hast. Und viele sind nicht "behandlungsbedürftig", nur, weil sie eine devote Neigung haben. Es gibt viele Pärchen, die offen und experimentierfreudig sind. Man benötigt nicht mal unbedingt ein ideales Gegenstück, um die eigenen Phantasien auszuleben, sondern jemanden, der nicht voreingenommen in die Sache reingeht, sondern es ausprobiert und eventuell Gefallen daran findet. Und jeder wünscht sich doch einen sexuell offenen und neugierigen Partner, oder nicht? Das hat dann nicht mehr viel mit "Selektion" zu tun.
     
  • BadDragon
    BadDragon (43)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    28 Juli 2006
    #22
    Du vergleichst hier Äpfeln mit Birnen, hier geht es um eine sexuelle Spielart bei der niemand wirklich zu schaden kommt und nicht um toetung auf verlangen. Ich wollte nur deutlich machen das nur weil jemand nicht auf das uebliche steht er nicht gleich zum Arzt muss.
     
  • -Gowron-
    -Gowron- (43)
    Verbringt hier viel Zeit
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    in einer Beziehung
    28 Juli 2006
    #23
    Oh Mann. Das ufert ja böse aus hier.

    @Topic
    Du musst ihm schon zu verstehen geben, was du willst. Also sagen, wie es meine Vorredner schon erzählt haben. (die meisten)

    Mein Vorschlag, macht doch mal ein Rollenspiel, wo du die Opferrolle übernimmst. (Plantagenbesitzer und Sklavin) :zwinker:

    Viel Spaß noch.
     
  • DrBingo
    DrBingo (37)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    28 Juli 2006
    #24
    D.h. du würdest zwanghafte Vergewaltigungsprobleme auch als
    normales Ausleben des sexuellen Triebs bezeichnen und nicht als
    inzwischen sehr wohl therapierte Sexualstörung???
    (Man merke an: Es geht hier auch nur um eine extreme Form der Gewaltanwendung) - Die Legalität sollte an dieser Stelle mal unberücksichtigt bleiben, da es auch Länder gibt in denen es nicht unter Strafe steht. Die Frage ist hier nur ob du es hier als Störung ansiehst oder als normal - und darauf möchte ich eine definitive Antwort.

    Du argumentierst tautologisch: Illegal wird es ja erst dadurch, dass es verboten wird. Das Recht interessiert mich gar nicht, legal, illegal - absolut egal. Es geht um eine Frage der Legitimität.

    Wenn sich jemand ritzt kommt er auch nicht zu schaden, er stirbt nicht, er fügt sich nur selbst Leid zu. DAS ist als Krankheit anerkannt, aber wenn er möchte dass ihm ein anderer Leid zufügt soll es plötzlich normal sein, weil er halt nen anderen Weg gefunden hat das Leid zu erfahren? Sagt ma...:geknickt:

    @Kuri - was sag ich Dir nu. Experimentieren kann vor und nachteile haben... ich kenne Leute die haben in Holland sehr legal mit allen möglichen Halluzinogenen experimentiert. Und die würden mit Sicherheit auch sagen, dass das ganz normal ist und man doch mal
    alles probieren müßte. Was soll man dazu sagen?
    Fakt ist, dass jeder den ihr hier zu einem sexuellen Experiment ermutigt in irgendwas reinrutschen kann, wo er vielleicht mit der Situation überfordert ist. Sei es weil der Partner übel drauf reagiert, sei es weil der Partner es zu toll findet und zu sehr abgeht, sei es weil die Person dann immer stärker in die Szene eindringt, die sie ohne euren Kick nicht beschritten hätte. Einen Ratschlag zu geben, bedeutet ja auch immer Verantwortung für den Beratenen zu übernehmen, und das seh ich hier im Forum leider nur in wenig Fällen gegeben.

    Nehmt mal den extremfall einer völlig beeinflussbaren Person, die sich an euch orientiert. Sie hatte vielleicht mal die Idee, trifft euch, macht das, informiert sich dann weiter, weil sie hinter euch her läuft, und kommt immer tiefer und tiefer in eine richtung, aber nicht aus sich heraus sondern durch ein sozialphänomen. Was dann? Und Effekte indirekter sozialisierung sind gerade bei jungen, sich sexuell orientierenden Teenies nicht von der Hand zu weisen.
     
  • crimson_
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    29 Juli 2006
    #25
    Sag mal ist das so schwer zu verstehen???
    BDSM ist eine Sache, die zwischen zwei Menschen stattfindet, die beide darauf stehen, die ihren Spaß dran haben, die ihre sexuelle Befriedigung darin finden. Es finden beide geil. Der eine möchte erniedrigt, möchte dominiert werden und der andere möchte dominieren! Was ist denn daran falsch, genügend Reife vorausgesetzt?

    Das mit Vergewaltigung und psychischen Krankheiten gleichzusetzen, ist derartig daneben und zeigt eigentlich nur, dass Du überhaupt keine Ahnung hast. :kopfschue
     
  • nex
    nex (38)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    29 Juli 2006
    #26
    Eine Vergewaltigung ist per Definition Geschlechtsverkehr gegen den eigenen Willen, BDSM wird jedoch im gegenseitigen Einverständnis statt. Das Einverständnis ist dabei aber nicht zementiert, sondern kann jederzeit von beiden Seiten zurückgezogen werden was zu einem Abbruch der sexuellen Handlungen führt. Fällt dir jetzt der Unterschied auf?

    Wie definierst du Legitimität in diesem Zusammenhang?
     
  • DrBingo
    DrBingo (37)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    29 Juli 2006
    #27
    Die Legaldefinition die Nex anführt ist insofern nicht zielführend, weil sie wieder einen aktuellen Rechtsrahmen vorraussetzt. Zu Zeiten der Römer durfte und sollte man sich noch jede Sklaven Frau nehmen die nicht bei 3 auf den Bäumen war. Da war Vergewaltigung akzeptiert und legal (was nichts daran ändert, dass es ziemlich krank ist eine Frau gewaltsam zum Akt zu zwingen)

    Die Vergewaltigung ist ein Ausleben sexueller Machtinteressen bar der Zustimmung anderer. Es ging nicht darum ob BDSM Vergewaltigung ist, sondern ab wann das Ausleben der sexuellen Wünsche als sexuelle Störung zu sehen ist. Es geht mir um ein Abgrenzungskriterium.

    Ich zweifle stark daran, dass es das beiderseitige Einverständnis sein kann, denn wenn es jetzt einer toll finden würde beim Sex stellenweise verstümmelt zu werden (Leben bleibt erhalten, Körperliche unversehrtheit nicht!) kann man das doch bestimmt nicht mehr als gesund bezeichnen (und nein: das setzte ich auch nicht mit BDSM gleich). Dieses Beispiel soll lediglich zeigen, dass das beiderseitige Einverständnis nicht hinreichend ist um das Verhalten als "nicht-krankhaft" anzusehen.
    (und kommt mir jetzt nicht wieder mit dem Gesetz, Gesetze gelten in einem Land zu einer Zeit, haben also keinen allgemeingültigen verbindlichen Charakter)
    Darauf kannst du mir offensichtlich auch keine g'scheite Antwort geben.
     
  • derPuma
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    29 Juli 2006
    #28
    schöne Antwort :smile:
     
  • crimson_
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    29 Juli 2006
    #29
    Und warum zweifelst Du daran? Warum sollte es nicht in beiderseitigem Einverständnis geschehen? Es gibt durchaus Menschen, die es sexuell erregend finden, wenn ihnen Schmerz zugefügt wird.
    Darüber ob das krankhaft ist, kann man sicher geteilter Meinung sein, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Dass beiderseitiges Einverständnis kein Maß ist, das entscheiden kann, ob etwas krankhaft ist, darin stimm ich Dir voll zu.
    Aber wenn etwas in beiderseitigem Einvernehmen passiert, wenn beide das lustvoll finden und niemanden dazu zwingen, ist es doch in Ordnung, auch wenn es vielleicht fragwürdig ist.

    Außerdem ging es hier um harmlose "Spielchen", mit denen Du ja, wie Deine erster Post in diesem Thread zeigt, auch schon erhebliche Probleme hast, und beleidigend und intolerant reagierst.
     
  • nex
    nex (38)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    29 Juli 2006
    #30
    Off-Topic:
    Warum ist meine Definition der Legalität an ein Rechtssystem gebunden?
    Aber in einem Punkt hast du Recht: gegenseitiges Einverständnis alleine ist nicht ausreichend, um den Rahmen der "Legalität" abzustecken, ich denke man sollte noch folgendes Kriterium hinzufügen:
    -keine bleibenden körperlichen und geistigen Schäden.

    Im Übrigen denke ich nicht, dass eine Vergewaltigung dazu dient ein sexuelles Machtinteresse auszuleben, viel mehr ist die Vergewaltigung ein ausleben von Machtinteresse und die sexuelle Handlung ein Mittel das Opfer seiner Macht zu unterwerfen.

    Solltest du eine Fortführung dieser Diskussion wünschen, mach bitte einen eigenen Threat auf, ich werde diesen Threat dafür nicht weiter zweckentfremden.


    zum eigentlichen Thema: wie der Rest der Leute, die hier zum eigentlichen Thema etwas geschrieben haben, bin ich der Meinung, dass es nur eine Möglichkeit gibt: Rede mit deinem Partner :zwinker:
     
  • Kuri
    Kuri (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    4.774
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    2
    vergeben und glücklich
    29 Juli 2006
    #31
    In einem Forum MUSS man davon ausgehen, dass die anderen User einen gewissen Reifegrad aufweisen. Selbst, wenn man keinen konkreten Ratschlag gibt, sondern über gewisse Erfahrungen schreibt, kann das andere User dazu verleiten, etwas "nachzumachen" o.ä. Das bedeutet, du dürftest rein theoretisch eigentlich gar nichts mehr schreiben, weil alles - ebenfalls theoretisch - jemanden beeinflussen könnte! Man kann in alles irgendetwas hinein interpretieren, und für so was kann man schlichtweg keine Verantwortung übernehmen. Ich wüsste auch nicht, wieso ich das sollte (solange es sachliche Ratschläge sind und auf Gefahren o.ä. hingewiesen wird - und das möchte ich betonen), denn jeder besitzt einfach auch Eigenverantwortung.
     
  • anst77
    anst77 (42)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    29 Juli 2006
    #32
    HI

    rede mit deinem Freund... sage dass es dich anturnt. Bei uns war es gerade umgekehrt - mein Freund steht auch voll drauf.
    War am Anfang ein bisschen perplex als er mich fragte, ob ich ihn beschimpfen würde.
    Aber habe kein Problem damit ..ist ja nicht ernst gemeint sondern zum anheizen :zwinker:
     
  • Dirac
    Dirac (38)
    Verbringt hier viel Zeit
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    113
    33
    Single
    29 Juli 2006
    #33
    Wo ist bitte der bleibende Schaden, wenn jemand es anregend findet, beim Sex verbal gedemütigt zu werden? Wenn er/sie das so will, dann wird der-/diejenige auch keinen seelischen Knacks davontragen, also wo ist das Problem? :kopfschue
    Irgendwelchen S/M-Spielchen, bei denen tatsächlich Verletzungen zugefügt werden, also jemand dabei blutet oder so, die finde ich allerdings auch irgendwie unnormal und krank. :eek: Nur Schmerzen zufügen, wenn man das will und das Spiel abbrechen kann, wenn es einem zuviel wird, darin sehe ich kein Problem.
     
  • User 42833
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    30 Juli 2006
    #34
    Er betreibt lediglich Hexenjagt ^.^. am Ende erzählt er uns das Sex an sich böse ist weil der Mann ja eigentlich in die Frau rein sticht und das ist ja irgendwie auch schon als gewaltakt zu sehen oder nicht ^.~?
    Bei solchen Definitionen gibt es keine Grenzen die klar erkennbar sind, und wenn ich nach DrBingos Argumentatonen gehen würde, könnte man selbst das essen von toten Tieren, sprich z.B. einem Würstchen, als krank bezeichnen.
    Oder schon allein wenn ich ein Ei esse, dann muß ich ja ein zukünftiges Kind seinr Mutter wegnehmen, und verpseise es auch noch!! Sag mal ich weiß nicht wie du noch in den Spiegel gucken kannst ^.^?

    Es ist alles eine Frage der Definition, leben und leben lassen.

    Ich sage leb deine Bedürfnisse aus und fühl dich wohl, sei glücklich solange du kannst und genieße jeden Augenblick!
     
  • DrBingo
    DrBingo (37)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    30 Juli 2006
    #35
    also das ist leider das dümmste was ich je in meinem leben gehört hab. das ist ein freibrief für jede art sexueller freizügigkeit inklusive sämtlicher illegaler sachen, sol lange man dazu in ein land geht wo die regierung so minimal ausgeprägt ist, dass sie da noch legal sind. In deinem Sinne wäre es vollkommen richtig Kleinkinder flach zu legen und das find ich ziemlich arm. Man muss Grenzen ziehen und man sollte sich lieber über die Sinnhaftigkeit streiten wo diese Grenzen in einer Gesellschaft zu ziehen sind, als die Grenzen vollkommen individuell zu definieren, d.h. das eigentliche Problem wegzudefinieren.

    Verbale Demütigung ist an sich ungefährlich bzw. unbedenklich - das kaufe ich Dirac ab. Was ich jedoch gesagt habe, und das kann keiner von der Hand weisen sind zwei Sachen:

    a) Dieser Wunsch nach Demütigung kann auf ein psychisches Trauma zurückgehen - und ja ich kenne da genug Beispiele von Leuten die soziale Traumata insbesondere über ihr sexualverhalten kompensiert haben und sich aber seit einer Therapie vollkommen anders verhalten, da keinen Zwang und kein Wohlgefühl mehr bei Demütigung empfinden.

    b) Jeder der hier einigermaßen beeinflussbar ist (und das ist angesichts der 14 jährigen, unorientierten Teenies für die das hier die sexuelle Referenzgruppe ist mit Sicherheit ein großer Teil) kann durch eine übermäßige Toleranz schnell von Phantasien verbaler Demütigung in bestimmte selektierte Kreise reinkommen, die ihn schnell in die tieferen Feinheiten einführen.
    Da hat in nem anderen Thread jmd. was schönes über Beratung gesagt und das fand ich so genial: Vernünftige Beratung kann nicht einfach das runterbeten von "redet mal darüber, das ist alles normal" Standardfloskeln sein, sonder muss sowohl den Charakter der Person, das Umfeld etc. wie auch den Partner berücksichtigen.

    Ich finde hier Aussagen viel zu pauschal und viel zu schnell geschossen und da reg ich mich stündlich drüber auf.
     
  • waschbär2
    Beiträge füllen Bücher
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    vergeben und glücklich
    30 Juli 2006
    #36
    @DrBingo

    In deinem zugegebenermaßen sehr eloquenten Beiträgen hast du eines übersehen.
    Dass es nämlich einen Unterschied zwischen selbstgewähltem und fremdbestimmten Verhalten gibt.
    Nicht umsonst gibt es auch die diesbezüglichen Strafvorschriften, die aber einen äußerlichen Zwang zur Voraussetzung deren Anwendungen machen. Und auch da gibt es eine Grenze der Selbstbestimmung.
    Dass devote/dominate Neigungen nichts ungewöhnliches sind, dürfte wohl bekannt sein.
    Wenn man diese Neigungen aus freier Entscheidung auslebt, ohne gegen gesetzliche (und damit gesellschaftliche) Bestimmungen zu verstoßen, was soll daran verwerflich sein ?
    Und "Krank" ist das objektiv ganz sicher nicht.
    Krankheit ist etwas, was man nicht selbst bestimmen und nicht kontrollieren kann UND was einem persönlich oder anderen schadet.
     
  • Gucky
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    30 Juli 2006
    #37
    @DrBingo

    Hast du auch schonmal drüber nachgedacht, dass du für Leute, denen du hier eine Therapie empfiehlst, als unnormal eingestuft wirst. Wie würdest du dich fühlen, wenn dir einer sagt, dass du jetzt zur Therapie musst, weil du dich weder als devot noch dominant ansiehst. Wir reden hier ja nur von erwachsenen Leute, die für sich entscheiden können - wie Waschbär2 schon sagte.

    Bei dir habe ich so ein bißchen das Mainstreamgefühl. Hast dir schonmal Gedanken dadrüber gemacht, warum Männer keine Röcke tragen und wir Fäkalien eklig finden, bestimmt nicht, weil das ein Urinstinkt ist.

    Finde es übrigens schade, dass du keinen eigenen Thread zu diesem Thema gestartet hast, die Threadstarterin ist jetzt völlig auf der Strecke geblieben.
     
  • anst77
    anst77 (42)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    30 Juli 2006
    #38

    Danke Waschbär :jaa: ....das trifft den Nagel auf den Kopf
     
  • papinianus
    papinianus (41)
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    nicht angegeben
    30 Juli 2006
    #39
    Und wie man es doch von der Hand weisen kann....

    "a) Dieser Wunsch nach Demütigung kann auf ein psychisches Trauma zurückgehen - und ja ich kenne da genug Beispiele von Leuten die soziale Traumata insbesondere über ihr sexualverhalten kompensiert haben und sich aber seit einer Therapie vollkommen anders verhalten, da keinen Zwang und kein Wohlgefühl mehr bei Demütigung empfinden."

    Er kann, das stimmt. Aber er wird es in den wenigsten Fällen. Es ist ein Irrtum, psychische Seinszustände vorschnell auf Traumata zurückzuführen. Die allermeisten sexuellen Neigungen sind nicht therapierbar, weil die Entstehung nicht so passiert, wie Du dir das vorstellst. Entscheidender ist aber die Frage, ob sie überhaupt therapiert werden SOLLEN - darüber kann man zwar geteilter Meinung sein, aber ich halte deine Grenzziehung für vollkommen verkehrt.

    "b) Jeder der hier einigermaßen beeinflussbar ist (und das ist angesichts der 14 jährigen, unorientierten Teenies für die das hier die sexuelle Referenzgruppe ist mit Sicherheit ein großer Teil) kann durch eine übermäßige Toleranz schnell von Phantasien verbaler Demütigung in bestimmte selektierte Kreise reinkommen, die ihn schnell in die tieferen Feinheiten einführen."

    In Kreise hineinziehen....meine Güte. Die Leute können und MÜSSEN ihre eigene Grenzziehung betreiben; und das, was am anderen Ende eines Spektrums scheinbar wartet, ist nur eine statistisch völlig unwahrscheinliche Möglichkeit. Wieviele Raucher fixen?

    "Da hat in nem anderen Thread jmd. was schönes über Beratung gesagt und das fand ich so genial: Vernünftige Beratung kann nicht einfach das runterbeten von "redet mal darüber, das ist alles normal" Standardfloskeln sein, sonder muss sowohl den Charakter der Person, das Umfeld etc. wie auch den Partner berücksichtigen."

    "Redet mal darüber, das ist normal" ist keine Standardfloskel, sondern der beste Rat, der genau das tut: den Charakter der Person und das Umfeld, V.A. den Partner berücksichtigen!
    Jemanden zur Therapie schicken ist kein Rat, sondern kommt meist aus der Überforderung.
    Und, by the way, aus der Fehlvorstellung, was durch Psychotherapie überhaupt möglich ist. Glaub mir: das ist sehr wenig...

    Gruß Papinianus
     
  • Jolle
    Jolle (33)
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    vergeben und glücklich
    30 Juli 2006
    #40
    So siehts aus :jaa:
     

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