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  • Fertility
    Fertility (33)
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    30 September 2010
    #1

    Soziologiestudium fast fertig, Zweifel, Neuorientierung

    Hallo ihr Lieben,

    ich stehe kurz vorm Ende meines Soziologiestudiums. Diese Ende habe ich unnötig lange herausgezögert, einfach, weil ich nicht wusste, was ich danach machen will.

    Seit zwei Jahren arbeite ich als freiberufliche Journalistin etwa 2-3 Tage die Woche. Ich habe mir schon ein "standing" in der Redaktion geschafft und sehe eine gute Perspektive.

    Mittlerweile komme ich mehr und mehr ins Grübeln. Der Job macht mir sehr viel Spaß. Überall kann man lesen, dass es damit bergab geht und ich sehe es ja auch bei uns (Kündigungen, teils resignierte Mitarbeiter etc).

    Ich will einen Job, mit dem ich gutes Geld verdienen kann.

    Jaja, ich weiß, dafür hätte ich mir ein anderes Fach als Soziologie wählen sollen. Ich würde es natürlich anderes machen, wenn ich nochmal könnte..

    Nun bin ich in der Situation.
    Ich überlege mich komplett umzuorienten. Was jedoch Zeit und Geld kostet...

    Weiß einfach nicht, was ich tun soll.
    Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, die meine bisherige Berufserfahrung mit einbezieht und vielleicht auch das Studium So, dass nicht alles umsonst war...
     
  • glashaus
    Gast
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    30 September 2010
    #2
    Hallo Fertility, hast du denn schon Ideen, in welche Richtung es gehen sollte? Es ist jetzt etwas schwierig, dir etwas "ins Blaue hinein" zu raten.
     
  • User 37284
    User 37284 (33)
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    30 September 2010
    #3
    Hast du denn auf Bachelor oder Diplom studiert? Und hast du eine spezielle Studienrichtung eingeschlagen?
     
  • User 66279
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    30 September 2010
    #4
    "Geld verdienen" und Studienfächer mit "Sozio" widersprechen sich quasi grundsätzlich.
    Wer ernsthaft gutes Geld verdienen will, studiert sicherlich nicht freiwillig in diese Richtung.
    Da fängst du jetzt ein bisschen spät mit deinen Überlegungen an. Hat dir vorher niemand gesagt, dass es in dem Sektor finanziell nicht rosig aussieht? So wars vor 5 Jahren 100 Pro auch schon..

    Vielleicht profitierst du ja von deinen Studienkenntnissen, wenn du nochmal in Richtung Psychologie oder Wirtschaft studierst ..
     
  • Stonic
    Stonic (42)
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    30 September 2010
    #5
    Erst das Studium fertig machen dann neuorientieren und warum soltlest du als Soziologin nicht auch schreiben können ?
     
  • Riot
    Gast
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    30 September 2010
    #6
    Sehe ich auch so. Und wenn dir dein Job Spaß macht, würde ich auch überlegen, ob du dich nicht nebenbei weiterbilden könntest.
     
  • User 37284
    User 37284 (33)
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    30 September 2010
    #7
    Psychologie ist heutzutage aber auch nicht mehr der rosigste Studiengang! Viele Absolventen landen auch nicht da, wo sie gerne hinwollten....

    Ich sehe es übrigens auch so wie die anderen: Du kannst doch trotzdem schreiben. Hast du denn schonmal nachgehakt, ob man dort einen richtigen Job für dich hätte?

    Wenn du auf Bachelor studiert hast, gäbe es ja evtl. noch die Möglichkeit einen Master anzuhängen, der eher in deine gewünschte Richtung geht.
     
  • Fertility
    Fertility (33)
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    1 Oktober 2010
    #8
    @glashaus
    leider nicht wirklich. Vielleicht Marketing oder Statistik...

    Wenn ich an meinen Traumberuf denke, denke ich an Journalistin.
    Doch in dem Sektor läufts nicht sonderlich gut.

    @Hyberbolikuss
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    meine Richtung ist "Bildung und soziale Ungleichheit" (Schule, PISA, Migration, Geschlecht, Elite etc etc)

    @starFall
    es hat mir keiner gesagt. Als ich mich in den Studienführern informiert hatte, klang das wie ein Studiengang, mit mittelmäßig guten Chancen, wurde auf eine Stufe mit BWL gestellt....ist heute sicher nicht mehr so
    In der Einführungsveranstaltung klang das, was der Prof erzählte, nach einem Studium mit Perspektive..

    @stonic, riot, hyberboli
    Das könnte ich mir vorstellen, Fertigmachen will ich das Studium auf jeden Fall.....

    Es gibt bei uns die Möglichkeit einen Bachelor zu kombinieren....ich könnte Soziologie (da habe ich ja bereits alle Scheine) mit WiWI oder Informatik wählen, was haltet ihr davon?

    Meine Wunschvorstellung ist ein Job, in dem ich Verantwortung habe, gutes Geld für gute Arbeit verdiene und Spaß daran habe...

    Journalismus ist nach wie vor mein "Traumjob". Als Ressortleiterin hätte ich Verantwortung. Geld würde ich wohl auch verdienen. OHne Zusatzqualifikationen geht jedoch gar nichts. Und der Weg ist steinig...
    Wenn ich sehe, was BWL- oder Informatiker bereits im den ersten paar Berufsjahren verdienen, könnte ich heulen. Um im Journalismus so weit zu kommen muss man schon relativ weit oben stehen....

    Was haltet ihr von der Idee mit dem Kombi-Studiengang?
     
  • User 77547
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    1 Oktober 2010
    #9
    Naja, dann hättest Du eben BWL oder Informatiker studieren sollen.

    Klar, Journalismus ist ein sehr steiniger Weg. Aber ich verstehe nicht wirklich, warum du ihn nicht gehen willst, wenn es sich doch um deinen Traumjob handelt.

    Weitere Möglichkeiten für Soziologen:
    Wenn Du über gute Statistik-Kenntnisse und Kenntnisse der empirischen Sozialforschung verfügst evtl. Markt- und Meinungsforschung?
    Wissenschaft? z.B. Bildungsforschung?

    Zusatzqualifikationen erwerben: z.B. noch etwas aus dem Bereitschaft Wirtschaft draufsatteln? Dieser Kombistudiengang hört sich nicht schlecht an.
     
  • Stonic
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    1 Oktober 2010
    #10
    Also ich weiß was eine BWLerin verdient mit Berufserfahrung und das finde ich ist nicht so viel. Ich weiß nicht was du mit Geld verdienen meinst also welche Summe
     
  • Fertility
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    1 Oktober 2010
    #11
    @casanis
    ja du hast ja recht *seufz*

    Vielleicht sehe ich die Situation auch zu düster.
    Informatik interessiert mich überhaupt nicht.
    BWL schon eher, ich hatte in der Schule auch BWL Leistungskurs und war immer eine der Besten, fand die Inhalte total spannend.

    im Journalismus ist sicherlich eine Spezialisierung nicht schlecht. Eventuell auf die Themen soziale Ungleichheit und (wenn ich das noch dranhänge) Wirtschaft *überleg*

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 12:14 -----------

    @stonic
    wie viel?

    Journalisten mit Festanstellung (nicht leitende Position) zwischen 3000 und 5000 BRUTTO
     
  • Stonic
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    1 Oktober 2010
    #12
    Naja BWLer verdienen häufig am Anfang weniger
     
  • Fertility
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    1 Oktober 2010
    #13
    Das Stichwort liegt auf "am Anfang". Die Summe, die ich genannt habe, verdienen die Journalisten, die sich nach einigen Jahren freier Mitarbeit ein Volo erkämpft und dann im Glücksfall direkt oder nach einigen Jahren ihre Festanstellung bekommen haben
    (anmerkung: ein abgeschlossenes Studium ist natürlich auch noch Vorraussetzung)

    ich gebe zu, dass ich sehr sehr naiv an die ganze Sache rangegangen bin. Ich habe mich von Vorneherein von meinen Neigungen leitern lassen. Soziologie - tolles Studium.Journalismus - auch super.
    Geld...hm "ist mir nicht so wichtig", habe ich immer gesagt.
    Aber wenn ich jetzt sehe, wieviel einige mit viel weniger Aufwand verdienen und wo ich jetzt stehen könnte, hätte ich etwas anderes studiert...macht mich das traurig. Ich möchte später mit abgeschlossenem Studium keine "Geringverdienerin" sein, dann hätte ich mir das auch schenken können...
     
  • xoxo
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    2 Oktober 2010
    #14
    Es stimmt überhaupt nicht, dass es im Journalismus bergab geht, höchstens mit Zeitungen und Zeitschriften, aber z.B. Online-Journalismus boomt.
     
  • Fertility
    Fertility (33)
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    4 Oktober 2010
    #15
    Hallo,

    es gibt Neuigkeiten:smile:
    Nach im Prinzip schon monatelangem Hadern habe ich das Problem für mich gelöst.
    Bei uns an der Uni gibt es die Möglichkeit, einen Kombi Bachelor zu machen. Ich werde den Dranhängen mit soziologie (hab ich ja eh schon alles) und Wirtschaft. Dann bräuchte ich etwa drei Semester für den Wirtschaftsteil und werde danach versuchen, durch meine empirischen Kenntnisse (Umfrage, Statistik etc..--> Soziologie), die BWL/VWL-Grundlagen und die journalistische Erfahrung Richtung Marketing zu gehen.
    Eventuell hänge ich noch einen berufsbegleitenden Master Marketing oder andere RIchtung BWL ran.

    Schreiben kann ich nebenbei immer noch und falls ich das dann noch will zurück in den Journalismus.
    So hätte ich ein zweites, lukrativeres Standbein.

    @xoxo
    aha, erzähl näheres..
    die Onliner stellen die Artikel nur rein, basteln an den Webseiten rum...das Schreiben wird den Selben überlassen, die vorher auch für Zeitungen/Zeitschriften geschrieben haben...
    Die Onliner schreiben höchstens Teaser....
     
  • Error402
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    Verbringt hier viel Zeit
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    11 Oktober 2010
    #16
    mmh, also meinst du nicht, dass es sinnvoller ist, jetzt praktische erfahrung zu sammeln, statt noch mehr unikram zu machen?

    also ich studiere ähnliches wie du, politikwissenschaften, und meine freundin hat vor 2jahren ihr dipl in soziologie gemacht. sie arbeitet nun seit 1 1/2 jahren in nem großen unternehmen im marketing und hat nen verdienst von 45k im jahr. ich arbeite nebenher in ner unternehmensberatung im bereich kommunikation und komme immerhin auch schon auf 12k bei durchschnittlich 20std/woche als student.

    wenn du, wie du schreibst, schon recht viel erfahrung im schreiben hast, steht dir meiner meinung nach mti nem ordentlichen diplom, nem fein hergerichteten lebenslauf und evtl noch nem 4-6monatigem praktikum auch nen großer bereich an trainees im bereich unternehmenskommunikation intern und extern offen, wär das nicht auch was?
     
  • i_need_sunshine
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    15 Oktober 2010
    #17
    Ich weiß ja nicht, welche Vorstellungen Du gehaltsmäßig so hast, aber durchschnittlihe Einstiegsgehälter liegen in fast allen akademischen Berufen so zwischen 32.000 EUR und 40.000 EUR brutto pro Jahr - 3.000 EUR bis 5.000 EUR brutto im Monat ist da schon eine ordentliche Ansage. Mit einem geisteswissenschaftlichen Studium macht man gehaltsmäßig eben nicht so Riesensprünge, das muss man akzeptieren.

    Gehaltsfördernd wirkt sich allgemein ein Doktortitel aus. Wäre vielleicht eine Überlegung wert, das mit einem Halbtagesjob zu kombinieren.
     
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    19 Oktober 2010
    #18
    nen doktortitel in ner geisteswissenschaft wirkt ohne berufserfahrung, wenigstens als werkstudent, häufig auch bremsend, weil man überqualifiziert und / oder zu teuer rüber kommt... kann also auch nach hinten losgehen
     
  • User 39498
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    19 Oktober 2010
    #19
    Blöde Frage, aber warum machst du jetzt nochmal einen Bachelor wenn du schon ein Soziologiestudium - vermutlich auf Magister? Bachelor? - fertig hast? Du kannst doch einen Master anschließen. Da kann man auch nochmal in ganz verschiedene Richtungen gehen und anstatt nochmal 3 Semester für die selbe Qualifikation zu studieren, hast du nach vier Semestern eine höhere Qualifikation mit der du im Zweifelsfall auch mehr Gehalt rausholen kannst. Ich hab' auch erst überlegt ob ich noch einen BA mache, aber das ist doch Quatsch wenn man fast das Gleiche macht wie im Erststudium.

    Bau' lieber auf deiner bisherigen Erfahrung auf.
    Und Soziologie ist weiß Gott kein brotloses Fach - damit kannst du, wenn du dich Richtung Organisationsberatung und Organisationssoziologie orientierst, ziemlich gute Jobs finden.
     
  • MrShelby
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    19 Oktober 2010
    #20
    Natürlich kann man auch als Soziologin einen Job bekommen...so ziemlich sämtliche Artikel über die Perspektiven nach dem Abschluss sagen aber schon, dass der Berufseinstieg länger dauert, über mehr Praktika führt und mit einem geringeren Einstiegsgehalt beginnt als z. B. bei Betriebswirten.
    Das Problem bei dem Schwerpunkt "Organisation" ist dann noch, dass er ziemlich überlaufen ist. Würde die TS tatsächlich den Schwerpunkt Organisationssoziologie wählen, würde sie zusätzlich noch mit Psychologen und Betriebswirten konkurrieren, die den identischen Schwerpunkt belegt haben. Natürlich gibt es da gewisse Unterschiede...aber ich bezweifle, dass jeder Personaler die Unterschiede in den Lehrplänen dieser drei Fächer kennt. Und sein wir mal ehrlich: Die immer noch vorhandenen Vorurteile der Soziologie gegenüber machen den Berufseinstieg nicht leichter. Natürlich kann man jetzt sagen, dass es ja eben nur Vorurteile sind, und man danach nicht gehen darf. Wenn nun aber ein Personalchef (Betriebswirt) die Wahl zwischen einem Betriebswirten und einem Soziologen hat, wird er wohl doch eher den Betriebswirten nehmen mit der Begründung "Da weiß ich, was ich bekomme". Das diese Auswahl auf einem Vorurteil basierte stimmt zwar...dem unterlegenen Soziologen bringt das aber trotzdem keinen Job.

    Das die TS Zukunftsangst hat, finde ich ehrlich gesagt sehr verständlich, denn spätestens seit der Debatte um die "Generation Praktikum" dürfte sie diese Ängste mit vielen teilen.
     

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