• Chococat
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    21 Juni 2006
    #21
    Also ich kann verstehen, dass man ne Sportbefreien möchte. Hab mir meine in der 10. Klasse geholt und bis zum Abi immer einfach verlängert. Ich hatte Glück. Kam auch mehr zufällig, dass ich mich mit meiner Hausärztin darüber unterhalten habe und sie mir erzählte, dass sie selber Sport gehasst hat wie die Pest und dass der Druck, der da auf einen ausgeübt wird, auch nicht mehr feierlich ist. Bio kann man lernen, aber gegen Unsportlichkeit ist kein Kraut gewachsen, ganz im Gegenteil, je mehr schlechte Erfahrungen man macht, umso schlechter gehts einem auch. Bei mir war es dann so, dass ich regelrecht Angst vor dem Sportunterricht hatte, Angst zu versagen, mich lächerlich zu machen, weil ich einfach nicht so gut war wie die anderen und da wars scheiß egal was das für eine Sportart war. Bekam sogar Schlafstörungen und sowas. Naja das hab ich eben so im Gespräch mit meiner Ärztin erwähnt und die war sofort besorgt, dass sich das negativ auf meine Psyche auswirkt und zack hat sie mich feigestellt. War überhaupt kein Problem. Natürlich musste ich als Ausgleich ein zusätzliches Fach in der Oberstufe belegen, war aber kein Problem. Für mich wars echt ne Erleichterung als der Scheiß weg war.

    Also, warum versuchst du es nicht auf die Schiene? Sprich mit dem Arzt deines Vertrauens über den psychischen Druck, dem du nicht mehr standhalten kannst. In Zeiten von Amokläufen und Schulterror ist man da ja sehr verbeugend geworden. Und außerdem kannst du dann anstatt Sport was anderes belegen und das bringt dir geistig garantiert mehr als so ein bisschen stupides Rumgehüpfe.

    Ich find das auch nicht feige, den Mut muss man erstmal haben dazu zu stehen und sich dieser unzivilisierten Methode des Schulsports zu widersetzen. Diese Zeiten sollten aus pädagogischer und psychologischer Sicht eh längst vorbei sein.
     
  • Félin
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    21 Juni 2006
    #22
    Was ist daran bitte mutig? Und ich fand Schulsport nicht unzivilisiert - auch wenn ich schlechte Noten kassiert habe.
     
  • Sahneschnitte1985
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    21 Juni 2006
    #23
    Ich befürchte ohne Schulsport würden sich viele Kinder gar nicht mehr sportlich betätigen...was daraus resultiert wissen wir ja...
     
  • User 20976
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    22 Juni 2006
    #24
    naja, sein einziger grund ist: schlechte noten.

    der sport, der in der schule angeboten wird, liegt ihm nicht. so wirklich psychisch belastet scheint der threadstarter ja nun nicht zu sein. also keine angstzustände oder so...

    und nur weil er das nicht so dolle findet und gern einen tollen notenschnitten haben und den nicht durch sportnoten "versauen" will, will er sich befreien lassen.

    das finde ich einen eher läppischen grund und in der tat feige. (was ja nur meine persönliche ansicht ist, wa :zwinker:)

    ich war sauschlecht in leichtathletik, nur langstrecke konnte ich, und geräte- oder bodenturnen war ein absoluter alptraum. aber so wie ich da keinen zugang zu diesen bewegungen hatte, hatten andere keinen zugang zu fremdsprachen und konnten so was wie latein einfach nicht kapieren. lernen hin oder her. jeder hat talente und schwächen, und ich finde, dass es ganz okay ist, vor den schwächen nicht wegzurennen, sondern das auszuhalten - wenn sich das leiden in grenzen hält, wohlgemerkt. und so seh ich das hier. ich bin mit "konfrontation stärkt den charakter" ganz gut gefahren. allerdings ist das nicht für jeden so, schon klar.

    (sowas tolles wie unihoc gab es bei uns nicht, die wahlmöglichkeiten waren auch eingeschränkt - aber welche kurse man wählt, war weitgehend uns überlassen, nur musste man mindestens zwei sportarten in vier semestern wählen.)
     
  • User 29290
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    22 Juni 2006
    #25
    Ohne Schulsport würden Andere sich heute vielleicht gerne sportlich betätigen, wenn ihnen nicht in der Schule jegliche Freude am Sport genommen worden wäre. :angryfire
     
  • Bambi
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    22 Juni 2006
    #26
    Ich finde eh, Fächer wie Sport, Kunst und Musik sollten generell nicht bewertet werden, oder freiwillig (also meinetwegen eins davon aussuchen). Trotzdem sind sie wichtig, aber wahrscheinlich wird man sein ganzes Leben lang die gleichen Noten bekommen (es sei denn, der Lehrer wechselt). Und ohne Noten wäre der Druck weg, und es würde vielleicht auch mehr Spaß machen.

    Attest ohne Grund finde ich allerdings nicht fair den anderen gegenüber. Ich hatte eins, wegen kaputter Beine, wäre aber ohne nie auf die Idee gekommen, mich befreien zu lassen. Ein Vorteil den anderen gegenüber, auf die Art erschlichen, irgendwie nicht sehr kollegial.
     
  • Sahneschnitte1985
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    22 Juni 2006
    #27

    Naja das sind Minderheiten. Den meisten Kindern macht der Sportunterricht Spaß. Sich dafür auszusprechen, dass er abgeschafft werden sollte ist ziemlich unvernünftig. Wenn es so dramatisch ist und alle Kinder später zum Therapeuten müssen kann man immer noch über die Noten reden.
    Sich nicht für Sport begeistern zu können liegt sicher nicht am Sportunterricht sondern an der fehlenden Motivation.
     
  • Chérie
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    22 Juni 2006
    #28
    @Threadstarter:
    Schon mal überlegt, dass du dann eben noch ein anderes Fach dazuwählen musst, für das du dann auch noch lernen musst?
    Nene, einfach so 2 Stunden in der Woche blau machen geht eben nicht. :tongue:
     
  • Sternschnuppe_x
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    22 Juni 2006
    #29
    Ich fand Schulsport ja auch immer mehr als unnötig - obwohl ich schon immer Sport außerhalb der Schule im Verein gemacht und auch sehr gerne gemacht habe. Schulsport war für mich einfach nur Zeitverschwendung, obwohl ich nicht schlecht darin war (wenn man mal von Geräteturnen und Leichtathletik absieht *g*, aber dem konnte man in der Oberstufe entgehen, in Ballsportarten war ich immer gut).

    Bloß - solange Sport eben ein Pflichtfach ist, muß man es auch machen. Sich ein Attest zu holen, bloß weil man keine Lust hat oder nicht gut darin ist, finde ich nicht in Ordnung. Es kann sich ja auch keiner ein Attest für Mathe oder Deutsch holen, bloß weil er schlecht darin ist.

    Sternschnuppe
     
  • User 22419
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    22 Juni 2006
    #30
    so seh ich das auch.

    ich habe den schulsport (außer in der grundschule) nie gemocht, bin immer als letzte in eine mannschaft gewählt worden und bundejsugendspiele waren ein alptraum. völlig die lust am sport vergangen ist mir dadurch nicht.
    dass einem der sportunterricht in der form, wie er heute noch meistens praktiziert wird, keinen spaß gemacht hat, ist eine sache (und verständlich).
    aber den schuksport deswegen komplett zu verteufeln, finde ich falsch - bewegung und "leibeserziehung" :-D gehören an die schule und ein paar basics in wichtigen sportarten sind meiner meinung nach auch teil der allgemeinbildung.
    auch wenn einen der schulsport noch so annervt -
    freude an der bewegung und "seinen" sport kann man trotzdem finden!
     
  • Sahneschnitte1985
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    22 Juni 2006
    #31
    Ich war auch nie die tollste im Sport. Wenn es mit Bodenturnen und tanzen los ging, war ich immer ne Lachnummer. Besonders das blaue Auge nach einer Flugrolle werde ich nie vergessen. Dafür war ich in Leichtathletik aufgrund meiner Größe sehr gut.
    Trotz all dieser Dramen tanze ich gerne, mache gerne Sport usw.

    In anderen Fächern kann man genauso unter Druck gesetzt werden wie in Sport. Wenn du in Mathe an der Tafel ne Aufgabe rechnen musst und total versagst wirst du genauso ausgelacht wie wenn du im Weitsprung nicht die 3m knackst.
     
  • starlight169
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    22 Juni 2006
    #32
    In keinem anderen Fach kann man sich so blamieren wie in Sport. Ich habe mittlerweile genug Selbstbewusstsein, dass es mir egal ist, aber in der Mittelstufe war das ein Horror. Jede Woche die gleiche Lache, vor allem weil mein Lehrer Bodenturnen und ähnliches geliebt hat. In der Oberstufe kann man übrigens jetzt auch nicht mehr nur noch ein Fach wählen (dann könnte man ja wenigstens so etwas wie Tischtennis machen), nein, man muss drei Fächer wählen, darunter muss ein Ballsport sein! Sie werden in Kombinationen angegeben, das heißt, man kann sich nicht mal seine drei Lieblingssportarten zusammenstellen.
    Und zu dem Argument, dass sich deutsche Kinder ohne Schulsport gar nicht mehr sportlich betätigen würden, mag zwar stimmen, aber zwei Stunden Sport pro Wochen trainieren dich auch nicht sehr.
    Ich kann also den Threadstarter schon verstehen, wenn ich selbst mir auch ehrenheitshalber keine Sportbefreiung holen würde.
     
  • NewHorizons
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    22 Juni 2006
    #33
    Für mich war der Sportunterricht so von 10 bis 14 der Horror, als ich in der Unterstufe war, da hatte ich sowohl einen furchtbaren Lehrer als auch ebensolche Mitschüler, und ich bin nun mal unsportlich und ungeschickt. Vor allem sowas wie Boden- und Geräteturnen war der absolute Albtraum für mich, aber auch die Ballsportarten. Ich hatte Angst vor dem Ball, weil die kräftigeren Mitschüler immer so scharf schossen (auf mich natürlich mit besonderer Vorliebe), und wer mich schließlich in die Mannschaft nehmen musste, war dann immer stinksauer, wenn die wegen mir verloren haben. Ich weiß heute noch, dass ich damals immer am Montag und Freitag eine Doppelstunde Sport hatte, und am Sonntag und Donnerstag immer schon regelrechte Angstzustände deswegen. Später dann in meiner berufsbildenden technischen Schule war es viel besser, da wurde der Sport nicht mehr so ernst genommen, weder von den Mitschülern noch vom Lehrer, es gab auch kein Geräteturnen und sowas mehr, sondern das höchste der Gefühle war Leichtathletik (vor allem Laufen), und sonst nur sowas wie Badminton, Schwimmen oder Eislaufen. Im letzten Zeugnis war es bei uns so, dass jeder, der "ehrlich" war und hingegangen ist, einen Einser bekommen hat, die die seltener da waren einen Zweier und die, die nie da waren, einen Dreier :smile:

    Also ich habe aus eigener Erfahrung vollstes Verständnis für jeden, der unter dem Schulsport leidet. Ich kann jetzt nicht beurteilen, wie schlimm es beim Threadstarter ist, aber jeder, der gut in Sport ist, redet sich da leicht. Bei mir war es jedenfalls weder Faulheit noch geringes Talent in bestimmten Disziplinen, sondern zeitweise wirklich der blanke Horror. Ich wäre jedenfalls dafür, dass der Schulsport so "reformiert" wird, dass er als Bewegungsausgleich zum sitzenden Unterricht dient, und nicht leistungsmäßig durchgeführt wird. Ich will nicht sagen, dass der Schulsport daran schuld ist, dass ich ein schüchterner Einzelgänger geworden bin, der mit 26 Hardcore-AB ist, aber er hat auf jeden Fall seinen Teil dazu beigetragen, diesen Zustand bei mir zu festigen und zu vertiefen.
     
  • Kuri
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    22 Juni 2006
    #34
    Hast du dich nur vertippt? Bei uns sind es vier Sportarten, die man in der Oberstufe in einem Block wählen muss. Oder ist das wirklich so bei euch, mit nur drei Sportkursen? In welchem Bundesland wohnst du?
    Wäre jedenfalls ziemlich unlogisch, da die 11. und 12. Klasse aus vier Kurshalbjahren besteht, dann würde ja ein Halbjahr völlig ohne Sport sein...
    Ansonsten stimmt deine Aussage aber schon, es ist sehr unwahrscheinlich, dass ein Sportblock erwischt, wo nur die Lieblingssportarten drin sind... es ist immer was dabei, was einem nicht liegt, oder auch mehrere.
     
  • Sit|it|ojo
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    22 Juni 2006
    #35
    Sind ja alles Sportmuffel hier wa?^^

    Ich weis zwar nicht wie man in Sport als Junge schlecht sein kann, aber anscheinend geht das. :tongue:

    Wieso willst du dich den befreien lassen? Is doch totaler Bullshit, ich denke auch nicht der Lehrer gibt dir ne schlechte Note wenn du Ihm zeigst das du angagiert (Schreibt man das so :schuechte ?) bist und dich anstrengst. Wenn du das nicht mal hinbekommst dann solltest du irgendwie nen Lebenswechsel vollziehen :tongue:. Jeder hat ne gewisse Körperkondition und ich denk mal die reicht für den "Schulsport" aus.

    mfg
     
  • Metric
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    22 Juni 2006
    #36
    Naja, also ich finde, du solltest dich ruhig bemühen.
    Es wäre ja den anderen gegenüber auch extrem ungerecht, wenn du dir einfach ne Befreiung erschlechst.
    Also ich hatte bis vor kurzem einen sehr liberalen Sportlehrer, man musste keine super Sportskanone sein, aber zeigen, dass man aktiv mitmacht, also beim Volleyball zu denn Bällen hinrennen, halt versuchen was man so irgendwo gelernt hatte. Dann hat man seine 3 bekommen, nur wenn man schon demonstrativ rumsteht und sich keinen Schritt bewegt mit einer Miene wie ein Leidender, da muss man auch nix großes erwarten.....
     
  • Chococat
    Chococat (34)
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    vergeben und glücklich
    22 Juni 2006
    #37

    Nun, ich habe selber Pychologie und Erziehungswissenschaften studiert und in der Theorie weiß man längst, dass die Methoden des Sportunterrichts sehr wohl unzivilisiert sind, es hapert nur, wie bei so vielem, an der Umsetzung im Alltag. Da sind andere Länder uns schon um Nasenlängen vorraus. Man sagt ja nicht, dass es keinen Sport in der Schule mehr geben soll, im Gottes Willen, aber es sollte mehr Freiheit herrschen, sodass die Kinder und Jugendlichen nicht so unter Druck gesetzt werden überall gut zu sein. Es gibt ne ganze Menge Sportlehrer, die sich selber nur hinstellen und sagen "macht das so und so" und sich dann auf ihrem A*** ausruhen, oft kommen auf ca. 60 Kinder auch nur zwei Lehrer, wie soll da bitte eine Aufsichtspflicht und personenenbezogenes Training möglich sein? Und das sollte man haben, wenn man wirklich LEISTUNG erzielen will, die bekommt man nicht, wenn jedes Kind im Durchgang zweimal am Gerät üben kann und dann zur Prüfung antanzen darf.
    Sportunterricht wäre wesentlich besser, wenn er unbenotet bleiben würde, es würd übrigens auch von Erziehungswissenschaftlern gefordert ebenso Kunst und Musik auf fakultativer Ebene anzubieten, also notenfrei. Denn es ist ebenso wie Sport eine Sache der Veranlagung. Und es ist auch nicht grad gut fürs Selbstwertgefühl, wenn man sich abrakcert und abrackert und am Ende dann doch wieder der Letzte ist und hier darf man Mitschüler nicht vergessen. Da wird schnell mal gespotet und gelacht oder drauf los geschimpft, wenn man bei einem Mannschaftssport nicht so gut ist und dann vielleicht "schuld" ist, weil verloren wurde. Kind sind verdammt grausam. So versauen sich auch viele Kinder schon zu Schulzeiten die Lust am Sport und meiden ihn im Erwachsenenalter, aufgrund der negativen Erfahrungen. Auch das sollte nicht sein.
    Sport sollte schließlich Spaß machen und als Ausgleich dienen und nicht unter Zwang stattfinden.
    Sollte ich einmal Mutter werden und würde mitbekommen, dass mein Kind genauso eine (Schul!)Sport-Null ist wie ich, dann würde ich es erst mit Motivationstraining und Sportverein auf Freizeit- und Saßbasis versuchen und wenn auch das nichts bringt (manchmal hat man ja einfach ne Blockade im Kopf), würde ich aber alle Hebel in Bewegung setzen, dass mein Kind nicht unter dem Sportunterricht leiden muss. Das ist es allemal nicht wert, da fahr ich lieber jede Woche mit ihm schwimmen, reiten oder sonstwas, aber ich lass nicht zu, dass mein Kind gequält wird.
     
  • Kuri
    Kuri (30)
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    vergeben und glücklich
    22 Juni 2006
    #38
    Absolut meine Meinung! Mit "Streng dich einfach an, dann klappt das schon" ist es nun mal nicht getan. Und wenn man ständig einfach nicht die Anforderungen erfüllt, dann hat man auch einfach keinen Spaß am Sport. Das ist nun mal einfach so. Den Punkt Mannschaftsspiele habe ich in einem früheren Beitrag von mir auch schon erwähnt... da ist der Konkurrenzkampf am größten, weil man schnell von anderen Kindern fertig gemacht wird ("Wegen dir haben wir verloren!" - wie soll man sich da gut fühlen und auch noch Spaß bei der Sache haben?!).
    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass es Sportlehrer gibt, die ihren Spaß daran haben, die Schüler durch die Turnhalle zu jagen, sich aber auf der Bank ausruhen und nie was vormachen ("Ach, ich kann nicht, mein Rücken!" - das habe ich tatsächlich schon gehört!). Und dann gibt es noch die andere Fraktion, die selbst mit riesigem sportlichen Ehrgeiz "gesegnet" wurde, deswegen aber der Meinung ist, dass alle Schüler das auch können müssen und sie deswegen schon regelrecht quälen. Ein faires Mittelding findet man leider nur selten. Und man kann sich seine Lehrer nun mal nicht aussuchen. Man kann nicht abstreiten, dass der Lehrer auch ausschlaggebend für den Spaß am Sportunterricht ist, wie er sich den Schülern gegenüber verhält, ob er Fairness besitzt und auch Gnade bei den Schlechteren walten lässt.
     
  • kittie
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    22 Juni 2006
    #39
    genau sowas kann ich nicht ab, die leute die überall ihre supernoten schreiben und zu feige sind an einem fach teilzunehmen dass sie selbst mal nicht können.
    andere können sich ja auch nicht von für sie schweren fächern befreien lassen, wieso solltest du das dann können nur weil du dir dein abi nicht "versauen" willst( ich denke da an meinen verhassten geschichte zusatzkurs:zwinker: )
    ich hätte unheimlich gerne in der oberstufe sport gemacht, hatte aber die komplette zeit ein attest und durfte nicht(bandscheibenvorfall), dadurch habe ich auch so einige punkte verloren...
     
  • Ginny
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    vergeben und glücklich
    22 Juni 2006
    #40
    Bei mir (NRW) war es auch so, dass man drei Sportarten wählen musste - aber die hat man immer alle drei gleichzeitig gemacht bzw in jeder Woche abgwechselt. Eine Hauptsportart und zwei Nebensportarten und in jeder Doppelstunde machte man eine Stunde den Hauptsport und jede Woche abwechseldn eine der Nebensportarten. Die Kombi musste bestehen aus einer Rückschlagsportart (also Volleyball oder Badminton), einer Ballsportart und einer Turnart.

    Bis zur Oberstufe habe ich den Sportuntericht auch gehasst. Ich war damals zwar nicht dich, aber hatte schon etwas mehr auf den Rippen und fühlte mich total unwohl unter den anderen, die fast alle sportlicher waren. Dazu kam, dass meine Lieblingssportarten fast nie gemacht wurden, sondern hauptsächlich die, in denen ich mich blamiert fühlte. Und der Lehrer war auch noch der denkbar Schlimmste, hat auch öfters dumme Bemerkungen gemacht und ich hatte eine richtige Angst entwickelt. In der Oberstufe wurde es deutlich besser, als wir uns spezialisieren konnten. Endlich konnte ich Badminton spielen, worin ich wirklich gut war - und ich hab Sport dann sogar freiwillig noch ein Halbjahr weitergenommen, weil es mir dann Spaß machte. Kann die Panik und die Angst verstehen ... aber mir wäre trotzdem nicht in den Sinn gekommen, mich unter einem Vorwand zu befreien. Ich wusste ja, irgendwann isses vorbei und der Kopf wird mir auch nicht abgehackt.
     

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