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  • SLP
    SLP (23)
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    offene Beziehung
    23 Januar 2018
    #1

    Stellungnahme

    Hallo liebe PL-Menschen,
    Ich habe vor einigen Tagen einen Satz gehört, zu dem ich einfach gerne was schreiben möchte, aber auch eure Meinung hören möchte. Der Satz lautete:

    Domination is the Art of owning, what you love!

    Meiner Meinung nach, ist dieser Satz grundsätzlich richtig und natürlich ist Dominanz ein Teil einer entsprechenden Beziehung. (Ich selbst lebe BDSM in meiner Beziehung aus) Aber dennoch frage ich mich die ganze Zeit, ob man diesen Satz wirklich so verallgemeinern kann... Ist es denn wirklich, dass einem "gehört" was man liebt? Oder ist es nicht vielmehr so, dass man während des eigentlichen Spieles nur die Waage der Gleichheit hin zur Dominanz und Unterwürfigkeit kippt?
    Ich denke, dass eine BDSM-Beziehung niemals mit dem Gedanken laufen sollte, dass das Gegenüber einem gehört wir ein Gegenstand oder ein Haustier. Nein, ich denke, dass es doch eher in Richtung eines tiefliegenden Vertrauens, dem Übernehmen von Verantwortung und des Fallenlassen ist.

    Was bezeichnen wir als Eigentum? Gegenstände. Kann man einen Menschen zu einem Gegenstand machen? Macht Objektifizierung einer Sub denn überhaupt Spaß, wenn es sich auf das vollständige Leben auswirkt? Ich meine während einer BDSM-Session mache ich das ja auch mal sehr gerne, aber bedeutet das automatisch, dass ich meine geliebte Sub auch besitze?

    Ich weiß, dass ich jetzt schon teilweise philosophisch angehaucht, aber ich mache mir über dieses Thema einfach Gedanken hinsichtlich meiner Sub...

    Wäre schön, wenn ihr eure Meinungen auch mal zu diesem Thema anbringen könntet.
     
  • HarleyQuinn
    Planet-Liebe ist Startseite
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    in einer Beziehung
    23 Januar 2018
    #2
    Oft gelesen aber ich schüttele da immer den Kopf drüber. Ich finde auch dieses "collared and owned" sehr ungeil.
     
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  • BrooklynBridge
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    23 Januar 2018
    #3
    Ich denke, viele BDSMer haben tatsächlich Spaß am Konzept "Eigentum".

    Würde ich eher mit Augenmaß sehen. Genauso wie den Begriff "Sklave/Sklavin", der ja auch oft vorkommt. Ich kann gut verstehen, dass einem das nicht behagt. Aber ich denke für diejenigen die das mögen wird es eher das Kopfkino sein, dass bei diesen Begriffen mitschwingt, und auf der Meta-Ebene ist ihnen (hoffe ich) klar dass man das nicht so wörtlich nehmen sollte.
     
  • User 105213
    Beiträge füllen Bücher
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    vergeben und glücklich
    23 Januar 2018
    #4
    Meine Freundin gehört mir nicht, auch wenn ich ihr beim Vögeln gern was anderes ins Gesicht stöhne :engel:
     
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  • Fessler
    Öfters im Forum
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    Verheiratet
    24 Januar 2018
    #5
    Ich glaube auch nicht, dass man den Satz verallgemeinern kann. Für Paare, die BDSM in einer 24/7 Beziehung ausleben, mag die Aussage vielleicht zutreffen.
     
  • User 150198
    Öfters im Forum
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    vergeben und glücklich
    24 Januar 2018
    #6
    Ich unterscheide da irgendwie in zwei Ebenen (und müsste das nicht eigentlich jeder, der solche Praktiken auslebt, tun... ?). In eine allgemeine, faktische Ebene - in der man einfach ein unabhängiger Mensch mit freier Wahl, freien Gedanken und Einstellungen ist, und somit meiner Auffassung nach gar niemandem gehören kann. Und in eine individuelle, emotionale Ebene, in der nahezu alles möglich ist und man ja quasi irgendwie selbst konstruiert, was man sich wünscht, also zum Beispiel eben besessen zu werden.

    Selbst in einer 24/7 Beziehung wird es ja Abmachungen und Grenzen geben. Die Sub ist ja auf der faktischen Ebene nicht wirklich den Bedürfnissen des Dom unterworfen, denn sonst gäbe es gar keine Grenze zwischen BDSM und Vergewaltigung.

    Off-Topic:
    So, ich hoffe, ich habe um die Uhrzeit jetzt nicht am Thema vorbei geschrieben... :grin:
     
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  • User 152150
    Verbringt hier viel Zeit
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    offene Beziehung
    24 Januar 2018
    #7
    Total abstruse Vorstellung. Erst einmal kann man niemanden besitzen. Besonders nicht die, die man liebt. Sowas wäre schon eine reichlich kranke Vorstellung.
    Wenn man jemanden liebt, möchte man, daß es demjenigen besser geht, er sich entwickelt, zu einem freien und selbstbewussten Menschen formt.

    Dominanz ist ein Zeichen davon Kontrolle zu übernehmen. Zuallererst gehört dazu die Kontrolle übers eigene Leben übernehmen zu können und entscheiden zu können, wann Kontrolle überhaupt angebracht ist.

    Ich sehe häufig Personen, die sich selbst für dominat halten...aber kläglichst schon an ihrem eigenen Leben scheitern. Die wollen dann wenigstens andere kontrollieren...dominieren.
    Das hat aber mehr mit Geltungssucht zu tun, als mit echter Dominanz.

    Wenn ich die Kontrolle, die Dominanz über andere annehme, dann bin ich für sie verantwortlich. Dann passe ich mehr auf sie, als auf mich auf.

    Wenn ich mich der Kontrolle eines anderen ergebe, dann weiß ich, daß mich diese Person verantwortungsvoll führt, das sie mir den Freiraum gibt in diesem Rahmen zu wachsen und mir doch jederzeit die ultimative Entscheidung lässt, diese Kontrolle abzuschütteln.

    Und auch Haustiere "besitzt" man nicht. Wenn man es richtig macht, bleiben die bei einem, weil sie es wollen. Nicht weil man denen eine Leine anlegt.

    Intelligente Wesen sehen sowas eher als Spiel an:zwinker:
     
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  • User 160181
    Öfters im Forum
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    Verheiratet
    25 Januar 2018
    #8
    Niemand gehört irgendwem ...
    Ich bin lebe BDSM auch aus und ich bin auch der Dominante Part ( naja genau besser der Aktive Part , ich bin nicht so der Dominante der Befehle gibt ... ich fessle lieber und bereite meinem Gegenüber Lustschmerz und habe die Kontrolle wenn es um ihre Orgasmen geht ) aber mir würde es nie im Leben einfallen zu sagen das meine Frau mir gehört / mein Besitz ist.
    Eine Beziehung kann nur funktionieren wenn beide Gleichberechtigt sind.

    Selbst bei 24/7 mit Vertrag sollte es auch Momente geben in denen sich die Partner Gleichberechtigt unterhalten können....
     
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  • Tahini
    Tahini (46)
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    in einer Beziehung
    25 Januar 2018
    #9
    Du sagst es ja bereits - "Eigentuemer" von einem anderen Menschen zu werden, ist keine reale Option; und genau deshalb ist der Satz ja auch so kunstvoll gebaut: "The art of..." Es ist nicht die natuerliche Gangart, sondern eine kuenstliche. Und das kann man natuerlich nicht auf jeden anwenden, sondern wohl nur auf die, die diesem Gedankengut auch was abgewinnen können, und das auf empfangender Seite auch so unterstuetzen.

    Wenn mir einer (oder eine) käme mit "I own you" hätte der aber schnell eine Sahnetorte im Porträt.
    :smile:
     

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