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  • columbus
    columbus (39)
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    vergeben und glücklich
    27 Oktober 2004
    #61
    "nicht mag".....ich meine stimmt schon, aber Königgrätz verdeutlichte der K.u.K. Monarchie nur wie ihr die Zeit immer mehr davon lief. Österreich war da im Vergleich mit anderen Staaten schon ordentlich ins Hintertreffen geraten.

    Bismarck ist in Österreich nicht soooo bekannt-eben nur durch Königgrätz, Gründung des dt. reiches und "kleine deutsche Lösung". Zur großen wärs eh nie gekommen, ganz klar.

    Auf der anderen Seite hatte es auch was gutes: bis dahin waren es an die 600 Jahre wo die Franzosen immer auf österreich losgingen-pausenlos. Ab da gingen sie auf Deutschland los.

    Napoleon war nicht der grosse Feind von deutschland-die Habsburger wollte er stürzen. Die Bayern haben Napoleon zB fest geholfen.

    Uuuuu das is richtig! Der Kaiser Franz Josef war absolut bis dorthinaus-quasi Ludwig XVI, und das im 19.Jhdt.


    1816, 1820(oder so):Napoleon besiegt, Wiener Kongress =>Neoabsolutismus
    1848er-Revolution, UNgarnaufstand: Bürgertum revoltiert, konsequenz: Neoabsolutismus

    Was anderes konnte der nicht.

    In Wien wurde im 19.Jhdt. das Parlament gebaut-davor gabs nicht mal eins!
    Der Kaiser verachtete das Parlament. Ja er hatte Angst vor der Demokratie-aber die gesellschaft war auch noch nicht reif dafür. Das ging dann halt mit der Brechstange - 1919 dem Friedensvertrag von St-Germain-en-Laye.

    Viele Österreicher sagen auch heute noch "Ja, da Kaisa!"

    Ich lehne das ab, ich hab für den nicht sehr viel über. Ich bin Republikaner mit Fleisch und Blut.Aber ich glaube er wußte es eben nicht besser, als die Keule zu benützen.

    Er war ein schwacher Kaiser, er ließ sich von allen alles aufschwatzen. Also immer Härte und Gewalt.

    Darüberhinaus wars auch unregierbar geworden diese Monarchie. 100 ethnien, alle immer heißer durch aufkeimenden NAtionalismus.....da wars bald vorbei.

    Der Krug geht eben zum Brunnen bis er bricht. Ich bin froh dass ich nicht in der Monarchie leben muss. Bin kein Adeliger, hätt also durch die Bank nur schlechte Karten gehabt.
     
  • BeeInLuv
    BeeInLuv (41)
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    27 Oktober 2004
    #62
    Mannomann, wohl ´nen wunden Punkt erwischt?
    Wie kann man nur so aggressiv reagieren, fast schon extrem.
    Bedenklich. Wie gut, dass ich nicht in Österreich lebe, wenn da alle so wie du sind, wie soll da jemals eine Freundschaft zu den Deutschen entstehen.
    Da kriegt man ja Angst.
    Verträgst wohl keine Kritik, hä? das isses wohl...

    klar, was interessiert uns denn auch Österreich, außer diejenigen, die Skifahren gehen? :grin: rofl****

    Arrogant :grin: , einfältig :ratlos: hochnäsig :eek4:
    Hihi... der Zusammenhang der aufgelisteten Begriffe ist wohl nicht einmal dir bekannt...
    wobei einfältig ? ja, das bin ich in der Tat... :grin:

    Ich find es ja schon äusserst amüsant, wie du dir anmaßt über andere und deren Intelligenz oder Wissen zu urteilen, da sag ich nur, wer sich so persönlich angegriffen fühlt, der hat schon ein ganz kümmerliches Selbstwertgefühl!

    In diesem Sinne hoffe ich, dass wir nun wieder zu unserem eigentlichen Thread zurückkehren, zudem du ja gar nichts beitragen kannst, als Öschi! :cry:
     
  • columbus
    columbus (39)
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    vergeben und glücklich
    27 Oktober 2004
    #63
    Ich stelle nur richtig was ein verfälschtes Bild erzeugt. Österreich war nicht verantwortlich dass Hitler das wurde was er wurde. Das wollte ich nur klar stellen. Anschwärzen braucht man kein Land, auch Österreich nicht.

    zum einen meinst Du:

    aber Du sagt auch

    Du kennst da sLand überhaupt nicht. Wie kannst Du dann eine Meinung davon haben? MIt Vorurteilen und vorschnellen urteilen macht man sich keine Freunde.

    GSD kenne ich einen Haufen Deutsche darunter sehr sehr gute Freunde, die das differenzierter sehen. Aber die sind auch sehr sehr schlaue Leute, die eben sich für andere Länder Gesellschaften ein bißchen mehr interessieren als nur ihr Skifahren.

    Wenn ich Dir die Begriffe erklären soll, sags ruhig es wird mir eine Freude sein sie DIr zu erläutern-dann ist wenigtsens da mal für Klarheit gesorgt.

    Du musst schon für Deine Aussagen Rechenschaft tragen. Blödsinn tippseln, und dann meinen, über jede Reaktion darüber erhaben zu sein, das berühre Dich nicht, is irgendwie kindisch. :tongue: Und es war ja Blödsinn-was nicht weiter schlimm ist, kann ja passieren.

    Du meintest er sei als Österreicher für seine Schandtaten verantwortlich, damit gings mich auch was an. Ich drauf 'kein Verschulden österreichs weil wie er zum Verbrecher wurde er bereits lange Zeit Deutscher war' -Du drauf "dann kannst Du nicht mitreden" - ergo hast Du die meine Richtigstellung akzeptiert-ich kann als Österreicher dazu wirklich nichts sagen. Und damit ists auch gegessen.

    Wir haben selber genug damit zu tun, ausserdem kann das nur jeder für sich aufarbeiten.
     
  • Trogdor
    Trogdor (43)
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    nicht angegeben
    27 Oktober 2004
    #64
    Bin ich der einzige, der in genau in diesen Zeilen den Widerspruch in der Diskussion sieht? Für Hitler kann ich nichts, also muss ich mich dafür auch nicht schämen. Dem würde ich so zustimmen. Aber für Bach kann ich ja genauso wenig, wie kann ich dann auf den stolz sein. Und den habe ich auch nicht durch meine Steuern bezahlt.
     
  • BeeInLuv
    BeeInLuv (41)
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    27 Oktober 2004
    #65
    Mir scheint eher, dass sie dir nicht ganz einleuchten, daher auch meine Frage nach dem Zusammenhang und nicht deren Bedeutung. Aber das Aneinanderreihen von Buchstaben zu Worten und letztendlich deren Bedeutung will gelernt sein!



    Über deine Sprüche könnt ich mich den ganzen Abend amüsieren... zu geil... brüll*** :grin: :grin:


    Schlag doch einfach mal im Lexikon nach, was Ironie bedeutet.
    Man kann auch jedes Wort auf die Goldwaage legen.
    BTW, die wirklich "Schlauen" lassen es nicht in jedem 2.Satz raushängen, wie unglaublich schlau sie doch sind...

    In diesem Sinne Prost! Denn das bessre Bier haben wir allemal und prost auf dass diese Aussage bestimmt gleich wieder zitiert wird...

    Schade, wenn man keinen Spass versteht... :eek4:
     
  • 27 Oktober 2004
    #66
    Schon richtig was du sagst. Das heißt natürlich auch umgekehrt, wer auf sein Land stolz ist, sollte auch der Verbrechen seines Landes gedenken, nur bei uns is es so, dass man sich ganz, ganz viel schämen und kleinmachen muss und auf überhaupt nichts stolz sein kann/darf.
     
  • columbus
    columbus (39)
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    vergeben und glücklich
    28 Oktober 2004
    #67
    Ich glaube so viel selbst gestrickten aufm Klo ausgegrübeltes Haushaltswissen habe ich hier noch nie gelesen.

    Und wenn man sowas lustig nimmt oder mit Ironie , dann ist man eine wohl ziemlich arme Sau.

    Kannst ja gerne deinen "Spass" damit haben - ich finde das eher traurig bzw. andere Sachen lustiger.

    Aber wie man so schön sagt die SCHLAUEN sterben nie aus!

    :grin::grin::grin: tztztz......
     
  • BeeInLuv
    BeeInLuv (41)
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    28 Oktober 2004
    #68
    Rechtschreibung? Zeichensetzung? :eek4:
    :grin:
    Du tust mir wirklich leid. :geknickt:
    Kein Wunder, dass du Single bist, mit dir und deiner krankhaften Rechthaberei, sowie deinen Belehrungsattacken, würde es ja Keine in einem Gespräch auch nur 2 Minuten lang aushalten...

    In diesem Sinne, wer schlau ist, der schweigt! Und dass werde ich nun tun!
     
  • whitewolf
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    nicht angegeben
    28 Oktober 2004
    #69
    @BeeInLuv

    Ist Dir schon mal aufgefallen, dass Du die Leute (in diesem Fall columbus) einfach nur anpoebelst. Ich kann in Deinem Gesuelze nicht ein sachliches Statement finden.

    Ich nehme columbus nicht in Schutz und habe noch nicht mal alles von ihm gelesen, aber Dein Gesabbel reicht, dass ich das hier mal los lassen muss.

    @Mods Das Posting kann bei Bedarf geloescht werden
     
  • columbus
    columbus (39)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    28 Oktober 2004
    #70
    hmm...schon sehr sonderbare Äußerungen. :rolleyes2

    Aber ich nehms :bandit: , weil sie dürfte ja wirklich arm drann sein. Sie würde sich aber auf jeden fall leichter tun, wenn sie sich von anderen auch mal etwas sagen ließe.

    damit zurück zu thema: Ob die Deutschen stolz darauf sein können detsche zu sein.
     
  • Paper
    Paper (34)
    Verbringt hier viel Zeit
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    91
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    vergeben und glücklich
    28 Oktober 2004
    #71
    Don't wanna be an american idiot :smile:
    bin froh deutsch zu sein
     
  • BeeInLuv
    BeeInLuv (41)
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    Verheiratet
    28 Oktober 2004
    #72
    ICH BIN SEHR FROH, DEUTSCH ZU SEIN! :grin: :grin:
     
  • Elle***
    Gast
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    28 Oktober 2004
    #73

    So. Jetzt muss ich aber Beeinluv mal in den Schutz nehmen.
    Wer hat denn mit der Pöbelei angefangen?
    Columbus hätte auch mehr Niveau zeigen können, als andere abzustempeln und auf einen IQ zu reduzieren, seine Meinung als die einzig wahre anzupreisen!
    Ich finde diese Haltung widerlich.
    Da braucht man sich ja nicht wundern, wenn sich andere dann verbal wehren.

    Naja euer Problem.
    Ich weiß übrigens immer noch nicht, was das alles mit dem Thema zu tun haben soll? Und warum hier Leute Beiträge schreiben, die diese Frage auch nicht beantworten können, da sie keine Deutschen sind???


    Ich für mienen Teil, bin auch froh in Deutschland zu leben.
    Stolz kann man auf etwas sein, dass man selbst geleistet hat.Vielleicht also auf die eigenen Eltern, die einem ermöglicht haben, hier geboren zu werden.
     
  • ms_fogg
    Verbringt hier viel Zeit
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    91
    0
    nicht angegeben
    28 Oktober 2004
    #74
    Ich denke auch, dass man vor allem auf DInge stolz sein kann, die man selbst geleistet hat ODER an denen man als Teil eines Kollektivs mitgewirkt hat (zum Beispiel als Teil des deutschen Volkes).

    Ich habe auf jeden Fall auch eine sehr positive Einstellung zu meiner Idetität als Deutscher, und das geht sogar soweit, dass ich während meinem Wehrdienst vor sieben Jahren gelobt habe: "Der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen" (Text des Gelöbnis, das man nach seiner Grundausbildung bei der Bundeswehr ablegt).

    Ich habe mir damals sehr gut überlegt, ob ich das will und bin zu dem Schluss gekommen, dass es sich sehr wohl lohnt, das, wofür Deutschland steht, nämlich Freiheit, Gleichheit und Menschenrechte, im Falle eines Falles zu verteidigen.
     
  • Rudi_
    Gast
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    28 Oktober 2004
    #75
    Deutsch

    Ich habe mal die Beiträge hier überflogen und bin ein wenig enttäuscht, aber nicht sonderlich überrascht über manche Antworten.

    Fangen wir mal damit an, auf was man stolz sein kann, als Deutscher. Seid Ihr stolz auf 4,5 + X Mio. Arbeitslose (X = alle Menschen die eine Scheinbeschäftigung vom Staat aufgebrummt bekommen, und somit nicht in die Statistik fallen) in Deutschland? Seid Ihr stolz auf eine Politik, die das Volk in wichtigen Entscheidungen nicht befragt (Euro, EU-Erweiterung samt Beitritt der Türkei)? Sicher nicht darauf. Es dürfte jeden etwas traurig machen, wenn er dies sieht, und dies Phänomene seines Landes sind, die er nicht bekämpfen kann.
    Einige sagen auch, man kann nicht auf etwas stolz sein, auf das man keinen Einfluß gehabt hat. Man sei ja durch Zufall Deutscher geworden. Stimmt eigentlich, aber vergessen wir da nicht etwas?

    Was ist Deutschland? Ist Deutschland der jetzige Zustand in der BRD? Nein! Deutschland ist mehr. Deutschland hat Geschichte und Deutschland hat Identität. Deutschlands Vergangenheit beschränkt sich auch nicht nur auf 12 Jahre Nationalsozialismus, auf die man mit Sicherheit nicht stolz sein sollte.

    Unser Volk, dem Ihr und dem ich angehöre, hat große Männer und große Taten hervorgebracht. Sie haben aus einem Stück Land, aus Ihren Siedlungsgebieten, immer mehr zusammengefunden. Waren vor 2000 Jahren die germanischen Stämme noch sehr unterschiedlich waren, wurden sie später nur noch durch Fürstenherrschaft und verschiedenen Konfessionen getrennt, so kämpften sie erstmal zur Zeit der Befreiungskriege gemeinsam gegen Fremdherrschaft und für Selbstbestimmung. Die Freude währte nicht lange und wieder ließen die Fürsten den schon zu Anfang des 19. Jhd. vorhandenen Einigungswillen nicht zu. Belegen kann dieses gemeinsame Identitätsbewusstsein mit Literatur, Liedgut und Gedichten.

    1813 schrieb Karl Theodor Körner folgendes Lied:

    Das Volk steht auf, der Sturm bricht los.
    Wer legt noch die Hände feig in den Schoß?
    Pfui über dich Buben hinter dem Ofen,
    Unter den Schranzen und unter den Zofen!

    Bist doch ein ehrlos erbärmlicher Wicht;
    Ein deutsches Mädchen küßt dich nicht,
    Ein deutsches Lied erfreut dich nicht,
    Und deutscher Wein erquickt dich nicht.
    Stoßt mit an,
    Mann für Mann,
    Wer den Flamberg schwingen kann!

    Dies ist nur die erste Strophe. Mehr sei an dieser Stelle auch nicht nötig, um zu belegen, daß es obwohl es die deutsche Nation zu dieser Zeit nicht gab, das nationale Bewusstsein schon da war.

    Ein weiteres Beispiel wäre, 'Die wacht am Rhein', um 1840 von Schneckenburger gedichtet. Auf Grund imperialistischer Pläne der französischen Regierung, wurde dieses Lied, welches ein reines Verteidigungslied des Rheins darstellt, benutzt um das gesamtdeutsche Bewusstsein zu wecken. Mit Erfolg, wie sich herausstellen sollte, denn es wurde zu einer Art Volkshymne. Vielleicht hat jemand auch noch eine alte Heino-CD daheim. Heino hat dieses Lied aus der Vergessenheit geholt.

    Es braust ein Ruf wie Donnerhall
    wie Schwertgeklirr und Bogenprall
    zum Rhein, zum Rhein zum deutschen Rhein
    Wer will des Stromes Hüter sein?

    Durch hunderttausend zuckt es schnell,
    und aller Augen blitzen hell;
    der deutsche Jüngling, fromm und stark,
    beschirmt die heil'ge Landesmark.

    Er blickt hinauf in Himmels Au'n
    da Heldenväter niederschau'n
    und schwört mit stolzer Kampfeslust
    du Rhein bleibst deutsch wie meine Brust!

    Solang ein Tropfen Blut noch glüht,
    noch eine Faust den Degen zieht
    und noch ein Arm die Büchse spannt,
    betritt kein Feind hier deinen Strand!

    Und ob mein Herz im Tode bricht,
    wirst du noch drum ein Welscher nicht.
    Reich, wie an Wasser deine Flut
    ist Deutschland ja an Heldenblut!

    Der Schwur erschallt, die Woge rinnt
    die Fahnen flattern hoch im Wind
    am Rhein, am Rhein, am deutschen Rhein,
    wir alle wollen Hüter sein.

    So führe uns, du bist bewährt;
    In Gottvertrau'n greif' zu dem Schwert,
    Hoch Wilhelm! Nieder mit der Brut!
    Und tilg' die Schmach mit Feindesblut!

    1848 kam es, wie man weiß, zum ersten gesamtdeutschen Parlament, der Paulskirche. Aber sie sollte nicht das Ende der deutschen Einigung darstellen. Durch den, von den Franzosen aufgezwungenen Krieg 1870, und den Sieg 1871 hatte Bismarck es endgültig geschafft das Volk zu einen. Deutschland war nun nicht nur in den Köpfen der Menschen vorhanden, es existierte reell. Dafür haben unsere Väter bzw. unsere Ahnen Ihr Leben aufs Spiel gesetzt, und viele haben es verloren. 41 000 Soldaten verloren Ihr Leben in diesem krieg. ABER: Die Fürstenherrschaft und Knechtschaft war vorbei, und ein neuer deutscher Rechtsstaat entstand. Und wer hat nicht schon vom Sozialsystem gehört, welches aus Bismarcks Kopf stammt? Wer profitiert heute nicht davon? Wir alle. Auf die Dekadenz von Hartz 4 geh ich hier mal nicht weiter ein.

    Etwas mehr als 40 Jahre ging es gut. Dann wurde uns ein neuer Krieg aufgezwungen, der in seinem Ausgang die Urkatastrophe für Deutschland sein sollte. Die Rachegelüste der französischen Regierung, die das französische Volk jahrzehnte gegen die Deutschen aufgehetzt haben, sowie die Kriegsstimmung die die Briten gegen die Deutschen betrieben, da ihnen Deutschland ein Konkurrent zu See wurde, ließen unserem Kaiser Wilhelm II und seinen Generälen keine andere Wahl. Er musste mitziehen. Anders als es uns ein Guido Knopp auf ZDF zu vermitteln versucht, ist Deutschland in diesen Krieg hineingerissen worden. Ja, es war ein Präventivkrieg. Aber der Präventivschlag war notwendig, wenn man sich die damaligen Verhältnisse genauer ansieht. Die russische Regierung und die französische Regierung, fingen vor Deutschland an zu mobilisieren. Viele französische Soldaten und ebenso viele britische, russische, deutsche usw. Soldaten fanden in diesem Weltenbrand ihren Tod. Dies ist nicht schönzureden, nur leider wurde die Schuld der falschen Partei in die Schuhe geschoben. Damit verlor Deutschland nicht nur seine volkseinende Monarchie (die durchaus modernisierungsbedürftig war, aber niemals hätte abgeschafft werden dürfen), sondern auch seinen Stolz, der Deutschland erst erschaffen hat.
    Die Schmach von Versailles ist glaube ich keiner Erläuterung wert.

    Daß nun viele enttäuschte Menschen, leichte Fänge für Nationalsozialisten waren, gerade durch die Inflation, die Weltwirtschaftskrise und der damit fortschreitende Existenzverlust, sowie das nicht-funktionieren der Demokratie durch Präsidialkabinette usw. dürfte jedem klar sein. Natürlich hatten die Nationalsozialisten unter diesen Umständen leichtes Spiel. Man sehe nur nach Sachsen, wo jeder 5. heute keine Arbeit hat und leichte Beute für die NPD ist. Dies führte damals unweigerlich in die nächste Katastrophe. Dennoch sollte man bedenken, daß es auch in der Weimarer Republik Patrioten gab, die nicht dem NS-Regime verfallen sind. Ich denke Gustav Stresemann, als einer von vielen Vordenkern eines Europas der souveränen Vaterländer, wäre eine Erwähnung wert.

    Und auch im Nationalsozialismus gab es Widerstand. Keinen Antideutschen Widerstand, nein, patriotischer Widerstand. Man denke an Claus Schenk
    Graf von Stauffenberg. Er hat für Deutschland sein Leben riskiert und es am Ende auch gegeben, mit den letzten Worten: 'Es lebe unser heiliges Deutschland'. Er hat es gewagt, und wollte Hitler umbringen, und hätte Millionen von Menschen das Leben retten können.

    Auch nach dem Nationalsozialismus findet man viele volksangehörige Menschen auf die man stolz sein kann. Ich denke da an Kurt Schumacher, für den, wie es sich für jeden Politiker gehört, erst Deutschland kam, dann die Partei. Oder denken wir doch bitte an Konrad Adenauer, der, dank der ersten vernünftigen französischen Regierung unter de Gaulles, es geschafft hat, den Bruderkrieg zwischen Deutschen und Franzosen zu beenden. Nicht den materiellen Krieg - Nein - der Krieg in den Köpfen ist gemeint.
    Denkt auch an die Trümmerfrauen, die Deutschland aus seinen Ruinen wieder aufgebaut haben. Daß waren Eure Großeltern. Vom alliierten Bombenterror zerstört, waren alle Hoffnungen verloren, daß Deutschland je wieder aufblühen konnte. Diese Frauen bauten Stein auf Stein, Stück für Stück, die Städte auf, und Deutschlands Perspektiven wuchsen wieder, bis ganz Deutschland wieder zu einer Wirtschaftsmachts heranwuchs.
    Denkt an den Mauerfall, an die Montagsdemos die bis zur Wende geführt haben.

    Es gibt so viele Sachen in unserer Geschichte, auf die man stolz sein kann. Geschichte baut aufeinander auf. Das was unsere Väter und Großväter und all unsere Ahnen hier erschafft haben, ist das, wofür ich ihnen jeden Tag dankbar bin. Auch wenn heute vieles danebenläuft in Sachen Politik und Gesellschaft und viele Menschen die Geschichte Deutschlands und seine Kultur nicht mehr zu schätzen wissen, bin ich stolz auf dieses Land, denn dieses Land und dieses Volk, dem ich angehöre, hat es verdient geliebt und geehrt zu werden.

    Ich bin kein Nazi und kein Chauvinist, aber wie heißt es so schön? Andere Völker respektiere ich, mein Volk liebe ich. Zudem fehlt unserer Gesellschaft eine gesunde Portion Patriotismus. Das Programm der NPD sagt sie lieben Deutschland. Mal ganz ehrlich Leute, muß sowas bei der NPD stehen? Sollte dies nicht die Pflicht eines jeden Politikers sein, seinem Volk Mut zuzusprechen und Patriotismus zu fördern, der anders als bei der NPD, nicht in Chauvinismus ausarten würde / dürfte?

    Rudi_
     
  • Bakunin
    Verbringt hier viel Zeit
    728
    101
    2
    nicht angegeben
    28 Oktober 2004
    #76
    "Ich liebe meine Frau, nicht mein Land."

    Der Nationalstaat stirbt sowieso - ein Tipp an die 20jährigen: sucht euch schonmal einen anderen Identifikationswert, dann seid ihr in 30 Jahren nicht so verbittert. :smile:
     
  • m-mq
    Gast
    0
    28 Oktober 2004
    #77
    ganz meine meinung...^^
     
  • 28 Oktober 2004
    #78
    Köln (ots) - Bundeskanzler Gerhard Schröder hat sich über die
    Berichterstattung zu den Olympischen Spielen "teilweise geärgert".
    [...] ihr seid tolle junge Leute, wir sind stolz
    auf euch."
    Sogar der Kanzler spricht von "stolz", obwohl er selbst nichts geleistet hat.
    Man kann dem Wort "stolz" nicht nur eine Definition zuordnen.
    Deine Aussage ist Blödsinn.
     
  • simon1986
    simon1986 (34)
    Benutzer gesperrt
    6.893
    398
    2.201
    Verheiratet
    28 Oktober 2004
    #79
    Hurra, der Satz
    "Achte jedes Mannes Vaterland, aber das deinige liebe"
    ist von einem Schweizer! Ich bin stolz! ECHT!!!

    Und meine Schwester hat mir jetzt gerade erzählt, der Dichter von "Die Wacht am Rhein" MUSSTE ALS POLITISCHER FLÜCHTLING IN DIE SCHWEIZ EMIGRIEREN!! (wie übrigens auch mein Ur-ur-urgrosvater).

    Viele von euch sind stolz auf die deutsche Geschichte, so wie viele bei uns auf die schweizer Geschichte stolz sind. Da ist es normal dass man die Geschichte aus seinen eigenen Blickwinkel an sieht.
    Etwa was da einige von euch über das Böse Frankreich geschrieben haben, diese Geschichtsschreibung ist sicher nicht "Internationaler Standard".


    Und noch was: Ich habe grossen Respekt vor den Hitler Attentätern von 1944. Aber als die Offiziere gegen Hitler endlich den A**** lüfteten, da waren die meisten Juden schon irgendwie nicht mehr auf der Welt...
    Wieso hat sich noch niemand gemeldet wer auf DIE WEISSE ROSE stolz ist?
     
  • T€DD¥
    Gast
    0
    28 Oktober 2004
    #80
    ich bin froh dass ich niederländer bin, der einzige nachteil ist dabei dass ich hier in deutschland lebe und die leute mich dauernd als klischee-holländer ansehen und nennen mich käsefresser oder tulpenschwuchtel...
    aber ein wenig stolz bin ich schon darauf, nicht deutsch zu sein...
     

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