• unbekannte
    unbekannte (36)
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    13 August 2004
    #41
    gibt es nicht im internet eine seite wo steht was die kopetenzen eines sani sind? dann kann hier auch niemand mehr streiten dann ist es klar was man tun muss


    und danke serenity wegen dem was man tun muss bei kreislaufproblemen! ich werde wohl wenn ich mal zeit hab wirklich zum arzt gehen und einen komplettcheck machen von kreilauf bis niere :smile2:
     
  • aida
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    13 August 2004
    #42
    Möp! Wer lesen kann ist klar im Vorteil!
    Es wurde von Ohnmacht und nicht von Bewusstlosigkeit gesprochen. Den Unterschied habe ich bereits eine Seite vorher erklärt.
    Allgemein sollte man als Sanni wissen das bei einer vaskulär oder metabolisch bedingten Ohnmacht nicht zwingend die Konsultation eines Arztes notwendig ist!

    Korrekt aber hier wechselst du vom Begriff Bewusstlosigkeit auf Ohnmacht(immerhin richtig, es handelte sich schliesslich um eine Ohnmacht aber im Widerspruch dazu das du oben versucht hast mein Statement mit Bewusstlosigkeit zu widerlegen!)


    Möp. Nix wieder falsch - du warst oben schliesslich derjenige der den Unterschied zwischen Ohnmacht und Bewusstlosigkeit nicht kennt. Wenn man einen auf dicke Hose hat sollte man nicht gerade mit Halbwissen glänzen!

    Bei Großkonzerten sind Ärzte vor Ort? Sorry aber dann war ich bisher auf den falschen Konzerten denn dort waren keine Ärzte sondern generell Sannis bzw. das Rote Kreuz aber auch nur mit Helfern.
    (ob das so richtig ist, sei mal dahingestellt. Könnte mir gut vorstellen das normalerweise wirklich nur ein Arzt diese entscheidungen treffen darf)

    Jemand der den Unterschied zwischen Ohnmacht und Bewusstlosigkeit kennt ohne sich auf sein Sanni-sein zu berufen um Recht zu haben :zwinker:
    Danke für die Aufmerksamkeit.
     
  • User 18780
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    13 August 2004
    #43
    Ich halte mich jetzt raus. zerfezt ihr euch nur gegenseitig *g*
     
  • aida
    Gast
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    13 August 2004
    #44
    Es wäre wohl besser wir würden einen Fachanwalt befragen. Schätze mal da gibts sowieso zig Bestimmungen die nicht einmal aktive Sannis und Ärzte kennen geschweige denn Leute die gar nichts damit zu tun haben.

    Zudem ist in so einem Fall eine absolut präzise Schilderung des Vorgangs wichtig. Mit der bisherigen Zeugenaussage wollte ich als Richter niemanden verurteilen :zwinker: hehe
     
  • spacko
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    13 August 2004
    #45
    @ aida

    na da ist einer aber stolz darauf, dass er den unterschied von bewusstlosigkeit und ohnmacht kennt.
    Ich versuche jetzt nicht weiter auf deine Provokationen einzugehen.

    Nun gut ich habe die Begriffe Bewusstlos und Ohnmacht in meinem Post gemischt, da war ich ja ein gefundenes Fressen fü dich und deine fundierten Fachkenntnisse.

    Aber wollen wir die Fachbegriffe doch noch einmal genauer beleuchten: (soweit ich das als halbwissender Laie auch nur ansatzweise beurteilen kann) Aber du wirst mich ja sicherlich auf Fehler hinweisen.

    Ohnmacht: ist der Laienausdruck für vasovagale syncope. Was soviel heisst wie, "durch plötzlichen Blutdruckabfall, sauerstoffunterversorgung im Gehirn. Mit der Folge einer kurzen Bewusstlosigkeit. (die Bewusstlosigkeit hebt sich im allgemeinen dadurch auf, dass der Betroffene zu Boden geht und der Niveauausgleich von Füssen und Gehirn eine Normalisierung der Sauerstoffversorgung des Gehirns nach sich zieht.)

    Wie dir sicherlich aufgefallen ist, fiel in dieser Beschreibung auch der Begriff Bewusstlosigkeit.
    Im Gegensatz zur Ohmacht beschreibt der Begriff Bewusstlosigkeit nämlich keine Diagnose (Vasovagale syncope du erinerst dich?) sondern den Zustand der durch eine Beeinträchtigung des Bewusstseins (aus welchem Grund auch immer) verursacht wird.
    Ergo die "ohnmacht" ist eine Art der Bewusstlosigkeit.

    Wenn du ein Supermann bist, der Per Röntgenblick eine komplette Diagnostik fahren kann: Herzlichen Glückwunsch.
    Der gemeine Rettungsdienstmitarbeiter ist da leider auf einfachere Mittel angewiesen.

    Und im Zweifel sollte man von der Schwerwiegenderen Verdachtsdiagnose ausgehen.
    Beispielweise eine Epilepsie, die erstmalig (ausgelöst durch Stroboskoplicht) zu einem Anfall geführt hat.
    Oder eine Intoxication durch eine unbekannte Substanz.
    Es könnte sogar ein Tumor sein, der die Bewusstlosigkeit ausgeköst hat, und in der Art des Auftretens der Syncope nur stark geähnelt hat.
    Das sind jetzt sicher Hammerdinger die ich da aufzähle, aber sie sind Thoretisch möglich.

    Wie gesagt, wenn der Patient nicht mitwill, weil er das ganze schon kennt, sollte man ihn nicht zwingen, wenn der Patient mich aber auf meine Kreislaufprobleme extra nochmal hinweist, sollt ein Trabsport stattfinden.

    so und wenn wir jetzt schon beim Klugscheissen sind:
    Die Bewusstlosigkeit führt nicht zum Tod sondern entweder die zugrunde liegende Erkrankung, oder das, eine Bewusstlosigkeit begleitende, erlöschen der reflexe (Atmung, Schluckreflex mit folgendem anatmen von sekreten wie erbrochenem, oder ersticken durch zurückfallen der Zunge)
    Hier ist die Tiefe der Bewusstlosigkeit entscheidend.
    Eine Ohnmacht kann daraus resultierend ebenso Lebensbedrohlich sein, wenn der Auslöser der Ohnmacht nicht beseitigt wird.

    Aber du hast jetzt sicher wieder ein oder zwei kleinigkeiten gefunden in denen ich mich nicht sauber ausgedrückt habe. (oder habe ich einfach nur zu lange mit der Antwort gebraucht?)

    Gruß
    Spacko

    PS auch ein stark Betrunkener der in seinem Rausch im Tiefschlaf liegt kann in Lebensgefahr schweben. Da auch bei Ihm die Reflexe erlahmen und er sich aus eigener Kraft nicht aus diesem Lebensbedrohlichen Zustand (zurückgefallene Zunge/erbrochenes) befreien kann.
     
  • aida
    Gast
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    13 August 2004
    #46
    Wenn wir schon darüber reden dann aber richtig und nicht pippikacka. Du scheinst schliesslich ein fundiertes Wissen zu diesem Thema zu besitzen, warum fasst du dich also einfach oder kurz? Macht alles nur unklarer, ich bin froh drum wenn jemand mal Dinge genauer erklärt nachdem in diesem Forum so viele Sachen nur nett umschrieben werden :zwinker:

    Es wäre ein Fehler gewesen nicht darauf einzugehen, ich hätte mich ansonsten von jeglicher Diskussion ausgeschlossen und gezeigt das ich in diesem Sektor keine Ahnung habe. So, korrigiere ich dich.
    Natürlich bissig aber du hattest es auch nötig wenn du mich wie ein Kleinkind anfährst("Möp, Falsch", "Möp wieder falsch"). Also locker bleiben :grin:

    Es tut mir wirklich Leid aber das kann ich so nicht stehen lassen. Der Begriff Bewusstlosigkeit hat in deiner Beschreibung der Ohnmacht nichts zu suchen. Du äußerst zwar korrekt was es für Ohnmachtszustände gibt und woher sie kommen allerdings ist die allgemeine Definition aus gutem Grund das eine Ohnmacht eine kurzzeitige Bewusstseinsstörung ist.
    KEINE BEWUSSTLOSIGKEIT!

    Eine Bewusstlosigkeit ist eine länger als eine Minute andauernde Bewusstseinsstörung auf den von dir genannten Gründen.

    Bei einer Ohnmacht gilt allgemein weiterhin das es nicht zwingend ist
    a) einen Arzt aufzusuchen
    b) ins Krankenhaus zu gehen

    was natürlich bei einer Bewusstlosigkeit unbedingt nötig ist.

    Wie schon vorher von mir erwähnt sollte der RDM sich nach der Länge der Bewusstseinstörung erkundigen und die üblichen Maßnahmen einleiten. Du willst mir doch nicht erzählen das du das Mädchen mit ins Krankenhaus genommen hättest wenn sie ansprechbar, mit normalen Reflexen, stabilen Blutdruck und einer nach Zeugenaussagen kurzen Ohnmacht gewesen war.
    Decke drüber, warten bis sie sich erhohlt hat und dann dafür sorgen das die Eltern sie abholen(hier hat der Sanni wie schon mal erwähnt nicht gerade feinfühlig gehandelt!).

    Also den Schilderungen nach zu Urteilen würde nur eine Petit-mal-Epilepsie möglich sein, allerdings unwahrscheinlich: sonst hätten die Freunde wohl auf die üblichen Begleiterscheinungen hingewiesen. Alle anderen Epilepsieanfälle passen in keiner Weise auf die beschriebene Situation.

    Die sind zugegeben durchaus möglich aber holla-die-waldfee, beim Tumor hätte der Sanni eh nichts machen können und im Krankenhaus wäre sie bestimmt nicht in die Röhre gekommen!
    Vergiftungszustände sind meistens an Äußerlichkeiten festzustellen von daher wird der Sanni das ausgeschlossen haben.

    Hm, also ich würde mich auf die rechtliche Situation nicht festlegen. Wenn ich wetten müssten schätzte ich mal kommt es sogar auf den genauen Wortlaut beider Parteien an. Da kommt man dann in die juristische Korintenkackerei.

    Öhm, wenn durch Bewusstlosigkeit ausgelöst die Schluckreflexe usw. ausfallen kann man durchaus sagen das der Tod durch die Bewusstlosigkeit kam. Ansonsten kann man immer wieder weiter klugscheissen und am Ende sagen "das kommt aber nicht durch den fehlende Schluckreflex sondern durch den chemischen Vorgang im Gehirn..blabla" denke du weißt worauf ich hinaus will.

    Warum so unsicher? :zwinker:
     
  • spacko
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    13 August 2004
    #47
    Ich hatte doch recht oder?



    Ich will jetzt nicht kindisch sein, aber irgendwie hast du angefangen:

    und

    da war zwar nicht ich gemeint, aber der "Tonfall" war m.E. auch nicht wirklich höflich.

    Achso ganz nebenbei, auch wenn du dich scheinbar ganz gut im Bereich der "Ohnmacht" auskennst, würde ich in der Frage nach unterlassener Hilfeleistung doch serenity eher glauben schenken. Rettungsdienst recht ist nämlich deutlich enger gestrikt als man denkt.
    Kleines Beispiel am Rande: Der Vollautomatische Defi soll an jeder Bushaltestelle aufgehängt werden. Jeder Depp der vorbeigeht soll ihn benutzen. Aber ein Sanitäter wird bei Benutzung verknackt, wenn er auf diesem speziellen Gerät nicht eingewiesen wurde und es trotz dem benutzt.

    Und wie gesagt dadrum ging es ursprünglich, und nicht um die Frage ob eine Ohnmacht medizinisch bedenklich ist. (aber da muss ich mich wohl auch an die eigene Nase fassen.)

    Mit der Beschreibung:
    Hätte ich sie schon um sicherzugehen mitgenommen. da kannst du wohl sicher sein.

    Natürlich hätte der nix machen können, aber wenn der Arzt Symptome übersieht ist wenigsten nicht mein Arsch an der Luft.

    so nu is aber gut

    Spacko
     
  • roadrunner01
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    13 August 2004
    #48
    @ Soraya Amidala
    Dann will ich auch mal meinen Senf dazu geben:
    Bin selber lange Jahre als Rettungsassistent im Rettungsdienst des Rheinisch-Bergischen Kreises (NRW)tätig gewesen, erst 15 Monate als Zivi, dann viele Jahre regelmäßig an jedem 2-3. Wochenende ehren- sowie auch unter der Woche nebenamtlich (d.h. für gutes Geld hauptamtliche Kräfte vertreten).Kann also schon mit Fug und Recht behaupten, wovon ich rede.

    Der geschilderte Fall kommt natürlich immer mal wieder so oder so ähnlich vor.
    Meistens ist es nach 23.00 Uhr
    Die Notfallmeldung der Leitstelle an die Rettungswache lautet häufig: "Fahrt mit dem RTW doch mal zur Disco nach xy, da ist einer umgekippt, schaut mal was da los ist, wenn ihr nen Arzt braucht, bimmelt noch mal durch" (Das evtl. Fehlverhalten der Leitstelle = Meldung einer bewusstlosen Person, wenn dies denn so im Notruf geschildert wurde muss die primäre Alarmierung des Notarztes zur Folge haben. lassen wir mal außer Acht)

    Dann fährt man los, kommt zum Einsatzort und trifft dann einen Patienten an dem es augenscheinlich besser geht, als der Notruf vermuten ließ.

    Gehen wir einmal davon aus, dass das alles so stimmt, was die Threadstarterin, geschrieben hat, dann hat die RTW-Besatzung völlig falsch gehandelt:
    Hier einige Grundprinzipien, die man in der Rettungsmedizin und in der damit verbundenen täglichen Praxis nie außer Acht lassen und immer anwenden sollte:
    1. Wenn man einen Patienten angesprochen hat bzw. dieser sich als Patient zu erkennen gegeben hat bzw. von Dritten als solcher benannt wird, dann ist das auch ein Patient, egal was er hat oder vorgibt zu haben !
    2. Wenn dieser Patient lt. Notfallmeldung eine "Ohnmacht/Bewusstlosigkeit" vorgibt, obs stimmt oder nicht kann man nicht prüfen, weil man nicht zu diesem Zeitpunkt vor Ort war, dann ist er zu behandeln.
    3. Die Behandlung kann so aussehen, dass man ihn vor Ort behandelt und dort lässt und aufgibt, dass er sich zur weiteren Abklärung in (haus-)ärztliche Behandlung begibt - das jedoch nur auf dessen Wunsch und wenn man selbst den Eindruck hat, man könnte das auch verantworten-, dann kommt der berühmte Vordruck "Mitfahrtverweigerung" ins Spiel. Diesen lässt man unterschreiben. Verweigert dies der Patient, dann wird zusammen mit dem Kollegen/in hierüber ein Aktenvermerk geschrieben. Verweigert er die Personalien, was gar nicht so selten vorkommt => Polizei hinzuziehen. Grund hierfür ist die rechtl. Absicherung für das RD-Personal.
    4. Meistens wird der Patient vor Ort und im weiteren dann im Fahrzeug behandelt und dann ins Krankenhaus zur Fortführung der Behandlung transportiert, was ja auch der eigentliche Sinn des Rettungsdienstes ist. Dies sollte man tunlichst immer anstreben, da man nicht wissen kann, warum es zu dieser Bewusstlosigkeit gekommen ist und meistens (Ausnahme s. Nr. 3) auch nicht abschätzen kann, wie sich der gesundheitl. Zustand entwickelt.
    5. Ist der Patient im Krankenhaus angekommen, macht man ein Übergabeprotokoll, stellt den Patienten vor und es kümmern sich dann die Ärzte um ihn. Für den RD ist diese Aufgabe erledigt.

    Aber warum erzähle ich das hier so genau?

    Es ist gerade im Gesundheitswesen nicht immer einfach, sich genau an alle gesetzlichen Vorgaben, und hier schwebt immer das Strafgesetzbuch über einem dort Tätigen, zu halten.
    Da gibt es täglich begangene Körperverletzung (Beispiel wäre eine Behandlung ohne Einwilligung des P.); Freiheitsberaubungen (Beisp. Patient verweigert Mitfahrt, obwohl ein Transport medizinisch indiziert wäre, und man transportiert gegen seinen Willen) und unterlassene Hilfeleistungen (Beispiel wie in unserem Fall geschildert, also die nicht erfolgte Behandlung). Dann gibt es noch viel häufiger Körperverletzungen, die dann doch keine sind (Notarzt legt Nadel zur Infusion, der Patient willigt jedoch persönlich oder mutmaßig ein).Dann gibt es Organisationmängel, wie nicht einhaltbare Hilfsfristen, da falsche Planung von Rettungswachenstandorten und und und.

    Nur in unserem vorliegenden Fall wäre es ganz einfach gewesen:

    -Vitalparameter der Patientin prüfen
    -ggfls. Notarztruf, wenn diese schlecht sind (hier hätte ein Zuckertest dazu geführt)
    -Patientin auf die Trage
    -beste Freundin mitnehmen, sofern nicht vom Träger des RD untersagt
    -Fahrt ins Krankenhaus

    Wenn die Soraya Amidala sich wirklich zu einer Anzeige bei der Staatsanwaltschaft (meistens über die örtliche Polizei) entscheidet, könnte es, und das ist je nach Staatsanwaltschaft garnicht mal so unwahrscheinlich, zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens kommen.
    Auf keinen Fall hätte die Patientin dadurch Nachteile, sondern es würde so geklärt, ob eine strafbare Handlung, und um die geht es hier ja, vorliegt.

    Es ist auch völlig egal, ob es zu einer Anklage und zu einer Verhandlung kommt, hier käme es auf die genauen Umstände an, und da zählt dann jedes, aber auch wirklich jedes, gefallene Wort, aber das am Ort gewesene Rettungsteam hätte bei staatsanwaltlicher Ermittlungen auf jeden Fall erst mal ein Problem.

    Vielleicht hab ich ja geholfen, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, wenn auch die Erklärungen sehr aus meiner eigenen Sicht sind, aber wenn man auf rettungsdienstlichen Fortbildungen (und da referieren auch mal Staatsanwälte bzw. Anwälte) gut aufpasst, dann lernt man schnell "Lieber einmal mehr transportiert, auch wenns nachher Diskussionen in der Notaufnahme des Krankenhauses gibt, als hinterher Berichte schreiben müssen, Vernehmungen auf sich nehmen müssen, Erklärungen abgeben und schlimmstenfalls auf der Anklagebank des Amtsgerichtes sitzen"

    Ob jetzt eine Anzeige folgt, sei Soraya Amidala überlassen.

    Gute Nacht
     
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    #49
    @aida
    Nochmal: Es ist vollkommen EGAL obs eine Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit war - will der Patient mit, darf das Rettungsdienstpersonal zwar mit den Augen rollen, aber nicht den Transport verweigern. Und wenn du dir den kleinen Zeh angestoßen hast, darf dir der RD auch nicht die Mitfahrt verweigern.

    Der Rettungsdienst darf keine Diagnosen stellen! Wenn wir zum Einsatz kommen, packen das BZ-Messgerät aus und derjenige hat nen BZ von 27 steht im Protokoll "Verdacht auf Hypoglykämie" - selbst wenn der Patient nach ner halben G40 wieder topfit ist und uns erzählt, dass er Diabetiker ist und zuviel Insulin intus hatte.

    Und ja, ich hätte sie mitgenommen.

    Es gibt nur EINE Ausnahme wo der Rettungsdienst den Transport ERST MAL verweigern darf: Bei Gefahr für eigenes Leib und Leben.

    roadrunner01 hat vollkommen recht mit dem was er schreibt und ich frage mich wirklich, aida, woher du dein Wissen über die rechtliche Seite des RD hast. Entweder du hast nen RS/RA oder du bist Anwalt Fachrichtung Rettungsdienstrecht. Alles andere lass ich nicht gelten - ich lass mir nich umsonst jedes Jahr von nem Anwalt in der Fortbildung über Rettungsdienstrecht referieren und mich dann noch als doof hinstellen.
     
  • User 18780
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    #50
    so, doch nocheinmal ein kurzer beitrag:

    ohnmacht vs bewustlosigkeit hin oder her. rechtssituation hin oder her.

    als normal denkender mensch, würde ICH ( ICH!!!) zuerst einmal versuchen, mit dem sanni ein gespräch zu bekommen und dann je nach reaktion einen anwalt einschalten oder nicht. der kann dann die rechtliche situation bestimmt besser durchleuchten.
     
  • User 505
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    #51
    @Eric
    Sorry, aber du redest Müll.

    Auch im Rettungsdienst gibts schwarze Schafe und die gehören da nicht hin. Basta.

    Stell dir vor sie wäre zu Hause nochmal umgekippt - und vielleicht volle Granate mit dem Hinterkopf auf den Glastisch. Unrealistisch? Ich hab schon die Heizung geknutscht und hätte mir fast die Nase gebrochen.

    Ist ja nix passiert?

    Erstens sehe ich 3 Tage Krankenhausaufenthalt auch wenns nur zur Beobachtung war nicht als "nix passiert" und zweitens: Was ist wenn sies beim nächsten Patienten genau so machen? Wer einmal keinen Bock zur arbeiten hat, der macht das auch zweimal. Oder dreimal.

    Wer keinen BOCK auf Rettungsdienst hat, soll sich gefälligst nen anderen Job suchen, denn solche Leute gefährden verdammt noch mal Menschenleben.



    EDIT: das seh ich ja jetzt erst..
    Keine ernsthafte Gefahr?? Eine Hypoglykämie ist eine Notarztindikation und damit per Definition Gefahr für des LEBEN der Patientin!
    Sach mal, was warst du? Polizist? Sehr schade, dass man dazu keinen RS braucht, bei solchen Aussagen stellen sich mir die Nackenhaare auf..
     
  • daedalus
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    nicht angegeben
    14 August 2004
    #52
    Diesmal ist nichts passiert... Schoener Trost fuer denjenigen, dessen Frau, Kind, Vater oder was auch immer vielleicht aufgrund von dem naechsten Fehlverhalten dieses "Sanitaeters" stirbt.

    Und diese Begruendung "es ist doch nichts passiert" ist doch wohl die daemlichste die es gibt (noch dazu aus dem Mund eines Polizeibeamten). Wenn jemand mit 150 durch die Ortschaft faehrt und nichts passiert, warum dann bestrafen? Wenn jemand Steine von ner Autobahnbruecke schmeisst, aber kein Auto trifft, warum verfolgen?
    Was ist das fuer ein Unterschied, dass nichts passiert ist? Der Sanitaeter war gar nicht in der Lage einzuschaetzen, in wieweit es ihr gut geht (nochmals der Hinweis: Sie befand sich danach 3 Tage im Krankenhaus) und selbst wenn er dazu in der Lage waere, hat er damit seine Kompetenzen ueberschritten und Du glaubst doch wohl nicht allen ernstes, dass so ein arger Fehltritt der einzige dieses Sanitaeters sein wird?
     
  • Absinth
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    nicht angegeben
    14 August 2004
    #53
    Da könnt ihr noch 1000 mal sagen, dass der Sani falsch gehandelt hat.

    Aber es ist nichts passiert, warum dann so einen Wind machen?
    Wegen einer Anzeige wird sie ihre Kreislaufprobleme auch nicht los.

    Es würde völlig reichen den Sani mal zu sprechen, aber nicht gleich anzuzeigen.

    Was sind wir eigentlich für eine Gesellschaft, wo jeder gleich den anderen anzeigen möchte?

    Typisch Deutsch.

    Ich kann nur von mir ausgehen. Ich würde die Sache wieder vergessen, weils mir wurscht wäre. Ist vorbei.

    Und sag mir nicht, dass ich sowas nicht kenne. Meine Mutter ist früher oft umgekippt. Auch an Bahnhöfen usw....
    Einmal hatte sie eine sehr lange Ohnmacht so dass der Sani gekommen ist. Aber mein Vater hat sie derweil, bis der Sani da war, aber wieder aus der Ohnmacht zurückgeholt gehabt.

    Der Sani hat ihr nur noch eine Spritze gegeben und ist wieder gefahren, weil er gesagt hat, dass sie ja wieder wach ist.


    Hätte sie ihn jetzt anzeigen sollen. Mensch Leute!!! Was soll der spießige Scheiß!
    Meine Mutter wäre im Leben nie auf die Idee gekommen ihn anzuzeigen.

    Im Gegenteil. Sie sagt heute noch, dass sie froh war wieder wach zu sein, weil sie gedacht hat sie muss sterben und ihre kleinen Kinder zurücklassen.

    Aber sie war wieder wach, wozu also jemanden anzeigen? Das ist absurd!!!
     
  • Mikka78
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    14 August 2004
    #54
    Ach ja, da merkt man gleich immer, ob man in Deutschland oder anderswo ist. Immer gleich mal schön anzeigen. Kein Wunder, das in keinem anderen Land so viele Rechtsschutzversicherungen verkauft werden und die Gerichte total überlastet sind.

    Und das von jemanden, bei dem "Ein Lächeln ist oft das Wesentliche. Man wird mit einem Lächeln belohnt oder belebt" steht. Das ist ja echt ne Realsatire.

    Lebst Du noch? Ja? Gut. Wofür jetzt die Anzeige?

    Mikka *Kopfschüttel*
     
  • User 505
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    14 August 2004
    #55
    Damits der nächste Patient es auch überlebt.


    Es ist schon Wahnsinn, dass hier einige nicht weiter denken als von der Tapete zur Wand..
     
  • Absinth
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    nicht angegeben
    14 August 2004
    #56

    Hey komm, das ist doch lächerlich.

    Soll ich meinen Nachbarn anzeigen, weil er mit 20 km/h duch die Spielstraße fährt?
    Es könnte ja mal was passieren.

    Aber dafür kann man mit ihm reden!!!!
    Also soll sie mit dem Sani reden.
    Aber nicht ihm einfach eine Anzeige reinwürgen.

    Wenns so wäre, hätt ich schon tausend mal jemanden anzeigen können.
     
  • spacko
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    vergeben und glücklich
    14 August 2004
    #57
    Erklär das mal den Angehörigen des Patienten, bei dem er sich dann mal vertan hat.

    Denn jetzt ist "doch nix passiert" wenn er aber richtig scheisse baut und jemand zu schaden kommt ist das Geschrei wieder groß.

    Da muss man mal was tun, wo waren die Kontrollen, wie kann man so jemanden loslassen!!! Usw.

    Siehe auch den Slingshot Unfall.
    Wäre ein Passant hingegangen und hätte gesagt: Jungs das geht so nicht. Ihr könnt hier nicht einfach Flirten und unaufmerksam sein. Wäre der Mann voll ausgebuht worde. Spassbremse und so weiter.

    jetzt ist ein 14 Jähriges Mädel Tot und alles schreit zeter und Mordio.

    DAS kann ich nicht verstehen.

    Spacko
     
  • User 505
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    14 August 2004
    #58
    Lächerlich? Was bist du? Arzt? RA? RS? Woher nimmst du das Wissen, dass das ja soooooo harmlos ist? Weils bei deiner Mutter so war muss es bei allen anderen auch so sein?

    Eine Hypoglykämie IST lebensbedrohlich. Hatte sie die? Keine Ahnung, die Sannis ohne BZ-Test allerdings auch nicht. Spricht allerdings sehr dafür, wenns mit Cola wieder weg geht.

    Jede Ohnmach/Bewusstlosigkeit gehört abgeklärt, denn das ist nur ein SYMPTOM, nicht die Krankheit.
     
  • spacko
    spacko (44)
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    vergeben und glücklich
    14 August 2004
    #59
    Wias mir noch einfällt:

    wir hatten bisher auf beiden Wachen auf denen ich tätig war, immer so einen Deppen (Spacko kann ich jetzt ja irgendwie nicht sagen)

    der die ganze Zeit nur Scheisse gebaut hat. Arschloch hoch zehn Unfreundlicbh zu Patienten wie die Sau, und fachlich ein besseres Butterbrot.

    Was passiert? NIX! Weil sich halt keiner von den Patienten gewehrt hat. So fährt er heute nich rum und ich entschuldige mich pausenlos für den Depp.

    Wie schon gesagt ob gleich anzeigen kann man überlegen, aber der Wachleiter sollte auf jeden Fall schriftlich informiert werden. Denn nur so hat er Nachweise für die Unfähigkeit was Voraussetzung für Dienstrechtliche Schritte ist.

    Spacko
     
  • Absinth
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    nicht angegeben
    14 August 2004
    #60
    Hab ich gesagt es wäre ungefährlich?
    Ich finde es lächerlich deswegen eine Anzeige zu stellen.

    Soll sie doch mal persönlich mit dem Sani reden.
    Ich weis nicht wie das abgelaufen ist, und ich glaube ihr auch nicht alles, weil man immer seine eigene Geschichte ein wenig hinbiegt.

    Aber gleich zur Anzeige zu greifen, das verstehe ich nicht.

    Kein Wunder, dass bei uns jeder jeden wegen irgendeinem Mist anzeigt.
    Wofür hab ich Beine um hinzugehen und einen Mund um zu reden?

    Aber nein. In diesem Land muss man den anderen immer gleich anzeigen.
    Sowas von kleinkariert.

    Soll sie dem Sani doch in die Augen sehen, wenn sie ihn darauf anspricht.
    Oder fehlt dazu die Courage?

    Aber hey...wir sind in Deutschland...da zeigt man ja jeden wegen jeder Sache gleich an. Anzeigen geht schneller wie mit ihm darüber sprechen.

    Aber nein!!! Die Beamten sind ja soooo faul, weil sie so langsam arbeiten. Aber nicht mal auf die Idee kommen, dass für immer mehr Sachen immer weniger Leute zur Verfügung stehen und viele Leute duch so kleinkarierten Mist alles noch umständlicher machen.

    Der ganze Schoße hängt zusammen. Und die Leute die schnell zur Anzeige greifen sind auch schnell mit Vorurteilen, warum unsere Apparat so "langsam ist".

    Wie mir dieses Gesäusel schon zu den Ohren raushängt.

    Aber regt euch hier nur weiter auf und zeigt munter an, anstatt vorher persönlich mit dem Mann drüber zu reden, wie man es früher noch gemacht hat.
     

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