• Thomaxx
    Gast
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    8 Oktober 2004
    #21
    ....damit stehst du auf meiner Liste :angryfire :zwinker:
     
  • darksun
    darksun (39)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    8 Oktober 2004
    #22
    Vorwurf nicht, aber bei der Integration macht das schon einen Unterschied. Bei Subventionen/anderen Ausgleichszahlungen auch.

    Hmm, wer weiß....
    Selbst die Amis hatten Bedenken, einen franz. Guantanamo-Häftling nach Frankreich auszuliefern/zu entlassen, weil sie sich Sorgen um die Beachtung der Menschenrechte machten. *ggg*

    Ich denke es würde sogar sehr einfach gehen.
    Wenn man bedenkt, was hier alles rumläuft, mit dubiosen Kontakten zu Al Qaida & Co.
    Aber die EU bekommt halt eine neue, große Aussengrenze zu sicherlich nicht unproblematischen Ländern.

    Der Rest der Argumente/Entgegnungen war sicherlich von uns beiden nicht ganz ernst gemeint. :zwinker:

    Das sind meine perönlichen Argumente, mir ist auch klar, dass ich viele vermutlich nicht überzeugen kann bzw. das auch garnicht will.
     
  • Thomaxx
    Gast
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    8 Oktober 2004
    #23
    hm, glaube das ist ein gutes Schlußwort, einigen wir uns darauf, das wir uns nicht einig sind.
    :zwinker:
     
  • diebels
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    nicht angegeben
    8 Oktober 2004
    #24
    Zypern gehört geographisch zu Europa. Es gibt griechische Inseln direkt vor dem türkischen Festland, z.B. Rhodos, die auch europäisch sind. Es geht hier um kontinentales Festland.
     
  • Daucus-Zentrus
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    8 Oktober 2004
    #25
    Grundsätzlich für den Beitritt der Türkei oder grundsätzlich dagegen bin ich nicht. Mir ist es recht egal, ob die dabei sind oder nicht, aber wo ist der Unterschied, ob man die Socken seiner Mitmenschen oder deren Religion tolerieren soll: Solange die Türken (oder Senegalesen) mich mein Leben weiter leben lassen, können sie gern in die EU (oder wo rein auch noch sonst..) eintreten...
     
  • darksun
    darksun (39)
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    vergeben und glücklich
    8 Oktober 2004
    #26
    Ich glaube, dass ist das Beste. Schließlich müssen wir uns ja auch nicht einig werden, weil uns fragt eh keiner.

    Kann halt auch nicht sagen, dass es den einen Grund gibt, der alle überzeugt. Will auch nicht ausschließen, dass ich meine Meinung nicht in 10 oder 15 Jahren mal ändere.
    In letzter Zeit hat sich in der gesamten Welt durch Terrorismus/Kriege/usw. soviel geändert und wird sich auch noch ändern. Wer weiß da schon wie es in 2-3 Jahren sein mag?

    Wichtig fände ich nur, wie Ghostdog sagte, dass Beitrittsverhandlungen nicht automatisch Beitritt in x Jahren bedeuten.
     
  • kerl
    kerl (57)
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    8 Oktober 2004
    #27
    @hi quendolin
    ´schuldigung! gerade erst gesehen. ich bin einer von den sieben die für ja gestimmt haben.
    wie gesagt die aufnahme ist alternativlos.

    lg
    kerl
     
  • Dirac
    Dirac (38)
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    8 Oktober 2004
    #28
    Im Moment bin ich auch gegen eine Aufnahme, weil es vor allem wirtschaftliche Probleme brächte. Die EU weiß jetzt schon nicht, wie sie die Aufnahme der neuen Staaten finanzieren soll, und dann auch noch ein Armenhaus mit der Größe im Bereich von Deutschland bzw. Frankreich aufnehmen? :eek: Der islamische Glaube ist für mich kein genereller Hinderungsgrund; die Frage ist nur, inwieweit die Türkei mit dem westl. Wertesystem klarkommen wird. In 20, 30 Jahren vielleicht, da kann man über eine Aufnahme reden, wenn die Türkei sich entsprechend weiterentwickelt. Aber im Moment wäre es falsch.

    Dann noch zwei Anmerkungen:

    - Seit wann gehört Zypern zu Asien?? :ratlos: Schließlich ist ein Teil sogar griechisch und zypriotische Vereine spielen im Europacup mit. :tongue: (OK, das tun israelische auch, was ich nie verstanden habe...)
    - Ob die Todesstrafe in der Verfassung drinsteht oder auch praktiziert wird, das sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe. (s.Hessen :zwinker: )
     
  • Jax80
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    vergeben und glücklich
    8 Oktober 2004
    #29
    ..........
     
  • deBergerac
    deBergerac (33)
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    8 Oktober 2004
    #30
    Seit die Türkei nicht zu Europa gehört. Man nehme einen Atlas und staune.
     
  • Dirac
    Dirac (38)
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    8 Oktober 2004
    #31
    Ich weiß, wo Zypern liegt, und trotzdem gehört es zu Europa. :zwinker:
     
  • Sternschnuppe_x
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    8 Oktober 2004
    #32
    Ich seh das so: Kurz und bündig, ein Land, in dem die Todesstrafe noch nicht vollständig abgeschafft ist ("zum Teil" ist meiner Meinung nach nicht ausreichend - entweder man respektiert das Menschenrecht Nr. 1, dann aber auch IMMER und bei JEDEM Menschen, oder man läßt es, dann kann man die Todesstrafe auch gleich lassen), gehört meiner Meinung nach NICHT in die EU!

    Sternschnuppe
     
  • deBergerac
    deBergerac (33)
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    9 Oktober 2004
    #33
    Wenn du weißt wo Zypern liegt, warum behauptest du dann es gehört zu Europa? Geographisch gehört es zu Asien.

    Aber selbstverständlich gehört Zypern politisch in die EU. Genau wie die Türkei dann reingehört wenn sie sich genügend reformiert hat.
     
  • 9 Oktober 2004
    #34
    Manchmal Frage ich mich, warum EU-Politiker des öfteren so bekloppt sind. Wie kann man in Zeiten, in denen es der EU witschaftlich schlecht geht, über neue Mitglieder nach denken oder gar reden?
    Alleine schon die Aufnahme der 10 neuen Staaten war meiner Meinung nach ein grosser Fehler den alle wir mal noch bitter bereuen werden. Wie kann man ein witschaftliches Potential in Ostblockstaaten sehen, welches es einfach nicht gibt?
    Sicherlich haben die OStblockstaaten wirtschaftlich aufgeholt, aber auf ein Niveau der anderen EU-Staaten oder von Frankreich und Deutschland (sind nun mal die wirtschaftlich wichtigsten Staaten der EU) werden sie nie kommen. Und somit sind sie immer eine Belastung. Wir werden ewig für sie Zahlen müssen.

    Das Beste was man für die EU machen kann, ist die Türkei links liegen zu lassen und noch nicht mal annähernd Verhandlungen über eine Aufnahme zu führen. Gerade mal 1% des Staates liegen geographisch auf dem europäischen Kontinent. Irgendwann sollte man mal eine Grenze setzen. Russland hat sich auch wirtschaftlich Hochgearbeitet, nehmen wir die doch auch gleich auf.
    Und das man in Französisch-Guyana, einem Département-d'outre-mer, mit dem Euro bezahlt, ist ja wohl ein absolut [...] Beispiel. Das sind ganz einfach DOM's und TOM's, die gehören zum französischen Staat, egal wo auf der Welt sie liegen.
    Den ethnischen Aspekt will ich garnicht erst ansprechen, wenn es um die Türkei geht. Aber Fakt ist, Folter und Hinrichtungen sind dort legitim, so etwas gehört nicht in die EU. Und das in Belgien und Italien die Todesstrafe spät abgeschafft wurde, ist wahr, aber sie wurde schon seit den 70er Jahren nicht mehr angewendet.
    In der Hessischen Landesverfassung war auch bis vor wenigen Jahren die Todesstrafe noch verankert.


    Ich bin auf jeden Fall gegen die Aufnahme der Türkei, bin auch froh darüber, das Frankreich sich erstmal dagegen ausspricht. Und wenn die Türkei doch aufgenommen wird, werde ich Deutschland wieder verlassen und mit dem Euro im Pazific bezahlen....
     
  • kleinerprinz3
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    9 Oktober 2004
    #35
    Hi!

    Warum sollte die Türkei nicht in die EU aufgenommen werden? Jetzt im Augenblick bin ich auch nicht dafür. Aber wenn sich in dem Land GRUNDLEGEND Dinge ändern wie z.B. Frauenrechte, Menschenrechte, die Abschaffung von der Todesstrafe / Folter, warum nicht? Wenn die Türkei dann in der EU ist, heißt das noch lange nicht, das die auch der Währungsunion beitreten. Aber auch hier, wenn da die Kretieren vorhanden sind bzw. eingehalten werden - warum nicht? Und noch was, wir reden hier nicht über einen Zeitraum von 2 - 3 Jahren. Das dauert noch mind. 15 Jahre. Bis dahin ist noch sehr, sehr viel Wasser den Rhein runtergelaufen.

    Schönes We noch
    kleinerprinz
     
  • Mac Gyver
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    9 Oktober 2004
    #36
    Veränderungen sind nötig

    Moin!

    Ich denke, dass wir momentan kein Land in die EU aufnehmen dürfen, in dem sich junge Frauen umbringen, weil sie nicht den Mann heiraten wollen, den ihre Eltern für sie ausgesucht haben. Für mich geht das definitiv gegen die Menschenrechte und somit ist es nicht mit den EU-Normen vereinbar.

    Mac
     
  • Daucus-Zentrus
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    9 Oktober 2004
    #37
    Es sagt ja auch keiner, dass die Mitgliedschaft eintreten soll, bevor die Todesstrafe abgeschafft...

    @Mister Nice Guy: Es kann ja wohl nicht nur um wirtschaftliche Argumente gehen (wobei infinito meiner Meinung nach wirtschaftliche und friedliche Argumente sich immer gegenüber stehen, aber das ist ein anderes Thema...). Es heißt ja schon lange nicht mehr EG, sondern EU! Der Zusammenschluss dieser Staatengemeinschaft soll frieden sichern und ein friedliches Leben der Menschen miteinander sicher, deswegen sollte die Türkei in die EU.
    - Und wirtschaftliche gesehen müssen wir wohl aufpassen, dass Irland nicht bald einen Antrag auf Ausschluss Deutschalnds stellt, weil wir mit denen nicht mehr mithalten können..:zwinker:
     
  • simon1986
    simon1986 (34)
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    Verheiratet
    9 Oktober 2004
    #38
    Ich war bis vor Kurzem der Einzige hier mit der Antwort "weiss nicht".
    Sicher kann man auf ein Land mit Beitrittsverhandlungen einwenig Druck ausüben in Richtung Menschenrechte. Ich glaube auch dass es die Frauen in einem Land leichter haben, das Aussicht auf den EU Beitritt hat, als in einem Land das vn der EU im Voraus "verstossen" wird. Da geht dann jeder Einfluss verloren! (Minimal Standarts setzen für den Beitritt. und die dann auch kontrollieren -- und selber einhalten! Und wie ist es mit wichtigen Handelspartnern, z.B.China??)

    EU Mitgliedschaft kann auch nicht einfach Belohnung für menschen/sozial/umweltverträgliches Wohlverhalten sein, das gibt sonst total "ausgefranste" Grenzen!
    Dskutieren muss man auch das Thema EU in einer gefährdeten Welt mit immer mehr Migration. Oder ist die EU als Rettungsinsel gedacht?
     
  • nomoku
    nomoku (51)
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    9 Oktober 2004
    #39
    Hallo,

    nun ja, es spricht wenig gegen einen Beitritt der Türkei in die EU. Das meiste begründet sich auf Fremdenfeindlichkeit, die von der CDU/CSU geschürt wird. Die gleiche Partei, die Jahrzehntelang der Türkei die Option auf einen Beitritt versprochen hat.

    Grundsätzlich ist die Türkei seit ihrer Gründung im Jahr 1923 ein laizistischer Staat, der aus den Resten des osmanischen Reiches heraus gegründet wurde. In der Türkei ist es den Beamtinnen, Lehrerinnen, Schülerinnen und Studentinnen schon lange verboten mit einem Kopftuch zum Dienst, zur Schule oder in die Uni zu kommen. Von einem "Gottesstaat" oder ähnlichem kann also überhaupt keine Rede sein. Die Türkei orientiert sich seit ihrer Staatsgründung an westlichen Normen.

    Die Leute in der Türkei, die so etwas wie einen Gottesstaat in der Türkei haben wollen, leben heute im Ausland, weil sie in der Türkei als Verfassungsfeinde eingebuchtet würden. So kommt es auch, dass ein Metin Kaplan (der "Kalif von Köln") gerade in Deutschland sitzt. Die in Deutschland lebenden Türken sind gerade deshalb hier, weil sie in der Türkei keinen Fuß auf den Boden bekommen haben. Diese darf man also nicht mit den in der Türkei lebenden Türken vergleichen.

    Ein Problem in der Türkei sind die Kurden. Das ist aber grundsätzlich kein Hinderungsgrund für eine Aufnahme in die EU. Andere Staaten wie Spanien (Baskenland) und Großbritannien (Nordirland) haben ähnlich gelagerte Konflikte.

    Das einzige Problem, weswegen die Türkei nicht in die EU konnte, ist die Menschenrechtssituation. Hier muss man sehen, dass es erst 1980 einen Militärputsch in der Türkei gab, der heute noch seine Nachwirkungen hat. Die Türkei hat aber Reformen eingeleitet, um diesen Missstand zu beseitigen. Wie der Kommissionsbericht der EU zeigt, durchaus mit Erfolg. Bis zu einem EU-Beitritt wird es noch 10 Jahre dauern, in denen noch viel passieren kann/muss.

    Mein Fazit dazu: Der Türkei ist seit 40 Jahren assoziiertes Mitglied der EU. Dies ist von keiner Bundesregierung bestritten worden. Auch kulturelle Unterschiede zwischen der Türkei und der restlichen Mitglieder der EU waren nie ein Thema. Alle demokratischen Parteien in Deutschland haben immer wieder bekräftigt, dass die Türkei vollwertiges Mitglied der EU werden kann, sobald diese Reformen einleitet, die das Rechtssystem an die EU-Staaten angleicht.
    Nun sind diese Reformen eingeleitet worden und die CDU/CSU rücken von ihrem seit Jahrzehnten kommunizierten Standpunkt ab. Da darf man sich nicht wundern, wenn Hassprediger es leicht haben, die westlichen Nationen als verlogen und verkommen zu brandmarken. Daher ist es vollkommen unmöglich die Türkei, die sich schon immer am europäischen Wertesystem orientiert hat, nicht in die EU aufzunehmen.
    Hier wird mit einer Angstkompanie versucht Wählerstimmen für sich zu vereinnahmen. Ängste, die vollkommen irrational und unsinnig sind. Aber man hat anscheinend in der CDU/CSU keine Probleme damit, schweren Schaden für das Ansehen der Deutschen im Ausland anzurichten. Man denke nur an die Aktionen dieser Partei bei der Irak-Krise. Heue weiß wieder kein Politiker von denen, dass die deutschen Soldaten in einen gefährlichen und unsinnigen Krieg schicken wollten :kotz:.

    Tschööö, nomoku
     
  • 11 Oktober 2004
    #40
    Auf jeden Fall dafür! Denn 1. sollte man sehen, dass die Türkei nicht streng islamistisch, sondern ein sekularisierter Staat ist, und 2. geht damit einher, dass sich der Religionsaskpekt in der EU in den Hintergrund rückt. Damit einherrgehend hoffe ich, dass Vorurteile abgebaut werden, was, wenn auch vielleicht nur im kleinen Rahmen, den ohnehin überflüssigen Religionskonflikt zwischen der christlichen und islamistischen Welt entschärft. Was die Menschenrechte angeht: Die Türkei mag ja auf dem Papier z. B. noch die Todesstrafe haben (und dort möchte ich auch bestimmt nicht im Kanst sitzen), aber wie oft haben die denn in den letzten Jahren angewendet? Soweit ich weiß gar nicht.
     

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