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    16 Dezember 2018
    #1

    Technik als Bedrohung

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    Angeregt durch Mr. Poldi s Beitrag würde ich gerne diese Frage in den Raum stellen:
    Wie seht ihr das?
    Kann Technik auch Bedrohung sein?
    Meint ihr, das sind nur wilde Phantasien oder reale Gedanken?
    Wie seht ihr unsere technische Zukunft?

    Filmtipp übrigens:
    Her (2013) - IMDb
     
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    16 Dezember 2018
    #2
    Technik, die nicht ausgereift ist, durch Wartungsfehler unbrauchbar gemacht wird, oder einfach falsch angewendet wird (versehentlich oder mutwillig) ist doch heute schon eine Bedrohung!

    Die Schreckensszenarien à la Terminator, 2001 und vielen anderen Filmen und Romanen sind zum Teil heute schon Realität, oder werden es bald sein.
    Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein Computer so "schlau" ist dass er Menschen verachtet und anfängt gegen sie anzukämpfen (milde ausgedrückt).

    Technik soll uns unterstützen, uns helfen, uns Arbeit abnehmen.

    Damit geben wir uns aber auch in Abhängigkeit der Entwickler (die es nicht immer wirklich gut wissen) und der Konzerne, die diese Technik verwalten.
    Alexa und Echo sind vielleicht nette Spielzeuge, luxuriöse Bequemlichkeitsfeatures. Aber sie spionieren die Nutzer heute schon aus.
    Und das Schlimme ist, die Nutzer machen das auch noch freiwillig mit.

    Was ist schlimmer? Ahnungslose oder gar unbekümmerte User, oder die Konzerne, die einen von so etwas überzeugen?

    Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich solche Technologien entwickeln, weil da auch massig Geld hinein gepumpt wird.
    Aber dort wo es wirklich wichtig wäre, insbesondere Medizin und Umweltschutz, gibt es erheblich Barrieren und Defizite.

    Gute Technik ist durchaus etwas Nützliches, aber ja, sie kann auch zur Bedrohung werden.
     
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    16 Dezember 2018
    #3
    Passenderweise war ich heute im Spionagemuseum :grin: und ja, Technik kann durchaus eine Bedrohung sein, wenn sie in die falschen Hände gerät.
     
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    16 Dezember 2018
    #4
    Eigentlich gibt es nur noch eine einzige spannende Frage über die Menschheit: schafft Amazon noch die weltweite Alleinherrschaft, bevor der Klimawandel die Menschen ausgerottet hat.:zwinker:

    ---

    Die Technik selber nicht. Technik ist neutral. Aber das, was Menschen, Unternehmen, Politiker mit Technik machen.
    Vor Allem in Verbindung mit fehlender Bildung, mangelndem Interesse und großer Bequemlichkeit der Benutzer kann Technik fatale Folgen haben.
    Alexa ist das beste Beispiel. Jeder sollte sich fragen, ob dieses minimale Plus an Bequemlichkeit es wert ist, einem reichlich asozial und machthungrig agierenden Konzern sein Geld und seine Lebensdaten hinterher zu schmeißen (und da obend'rein auch noch Geld für zu zahlen).
    Oder: die Leute rennen den Baumärkten, Conrad usw die Bude ein, um sich ihre Wohnungen und Häuser smart machen zu lassen. Wieviel von denen denken über Viren und Trojaner nach, die sie sich mit diesen meist kaum gesicherten Geräten ins Haus und über den Umweg des Kühlschranks aufs Notebook/Smartphone/etc holen?


    Wenn die Menschen nicht langsam mal aufwachen, dann so:
    Video "Allmacht Amazon" - die story
     
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    16 Dezember 2018
    #5
    Ich bin auch sehr skeptisch, was die moderne Digitaltechnik betrifft. Habe mal gelesen, dass eine alte Frau in Aserbaidschan beim Graben irrtümlich in ein Kabel gehackt hat und damit ganz Armenien vom Internet getrennt hat. Auch so etwas wie Hackerangriff. :drool:
    Spaß beiseite: Hackerangriffe auf unsere Infrastruktur und vor allem digitaler Überwachungsstaat sind ernste Bedrohungen in der Zukunft.
     
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    17 Dezember 2018
    #6
    Ich teile diese ganzen Ängste nicht.
    Technik? Ja, bitte. Mehr davon!
    Der ganze Sinn von Technik besteht darin uns das Leben einfacher und angenehmer zu gestalten und da sehe ich keinen Grund das aufzuhalten.
     
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    17 Dezember 2018
    #7
    Ich sehe auch keine Grund die Entwicklung der Technik aufzuhalten oder zu verlangsamen.
    Viel mehr finde ich es wichtig dass die Konzerne transparenter werden, indem sie z.B. ein Teil ihres Source-Codes offen legen müssen.
    Dazu, was mit unseren Daten von Alexa etc. passiert.
    Wir wissen absolut nicht welche Daten von uns gespeichert werden.
    Ist jetzt vielleicht am Thema vorbei aber ich habe letztens eine ganz Interresante Doku gesehen. In dieser Doku wird überprüft in wie weit unser Handy/Die Applikationen die wir verwenden unsere Daten sammeln. Der Reporter hat über mehrer Tage hinweg einfach sein Handy in der Hand gehalten und hat die ganze Zeit vor seinem Handy darüber geredet dass er doch einen Kinderwagen benötigt. Auf seinem Handy hat er aber kein einziges mal das Wort Kinder, Kinderwagen, Baby, etc. also alles was man damit in verbindung setzt eingetipp.
    Trotz dass er nur vor seinem Handy darüber geredet hat, hat Instagram ihn ein paar Tage später Werbung über die neusen Kinderwagenmodelle angezeigt. Und das mehrmals hinterinandern.
    Hier das Video:


    Finde es daher echt beängstigend und will garnicht wissen was für Daten schon von mir gesammelt wurden....
     
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    17 Dezember 2018
    #8
    Es gibt meiner Meinung nach mehrere Arten von Bedrohungen.

    Die künstliche Intelligenz, welche sich "bewusst" gegen die Menschheit wendet, ist wohl noch Zukunftsmusik. Keine Ahnung, wie lang es noch dauert, bis die Entwicklung so weit ist.

    Cyberkriminalität, -terrorismus, -krieg wird erst durch die Vernetzung ermöglicht. Früher mussten die Angreifer, wenn sie nicht gerade eine Interkontinentalrakete hatten, zumindest in der Nähe ihres Ziels sein, bzw. erstmal dorthin kommen. Heute können die Angreifer praktisch überall sein, und sie sind zum Zeitpunkt des Angriffs nicht in unmittelbarer Gefahr.

    Die Technik ist aus vielen Alltagsprozessen gar nicht mehr wegzudenken, und da sie meistens auch odnungsgemäß funktioniert, gibt es oft keine Alternativen für den Fall, dass die Technik ausfällt, oder die Alternative ist für die Menschen in Vergessenheit geraten. Wenn ein Ausfall großflächig und umfassend ist (durch Angriff oder Stromausfall), kann es für die Gesellschaft im Chaos enden.

    Und da hier schon ein Film als eine Zukunftsvision erwähnt wurde, würde ich als Bonus noch den Film Surrogates erwähnen, welcher zeigt, wie die Angst der Menschen durch die technischen Möglichkeiten überhandnehmen kann. Wir können schon heute sehen, dass sich immer mehr Menschen immer weniger mit ihrem Umfeld direkt interagieren. Sie machen es mit Hilfe des Computers/Smartphones. Dazu kommt die allgemeine Angst (die auch noch bewusst geschürt wird), dass die Welt immer gefährlicher wird. Es fehlen eigentlich nur noch die Roboter...
     
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    17 Dezember 2018
    #9
    wenn die maschinen und roboter uns eines tages angreifen - einfach mit der wasserpistole zurück schießen :zwinker:
     
  • Schweinebacke
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    17 Dezember 2018
    #10
    Imho völliger Bullshit. Was man heute so als KI bezeichnet, sind sehr ausgefeilte Expertensysteme, die inzwischen ziemlich viele mathematisch formulierbare Probleme unabhängig vom Problem relativ effizient lösen können. Nicht mehr, nicht weniger.

    Was wirklich umfassende Intelligenz ist mit Gewissen und allem, ist aber in keinster Weise verstanden und der Sprung der heutigen KI dahin ist vermutlich noch meilenweit; wenn es denn überhaupt mit heutigen Rechnern mit turingmachinenartiger Architektur "lösbar" ist. Was man durchaus anzweifeln darf.


    Die größte Gefahr der Technik sehe ich heutzutage darin, dass es einfach massivste Abhängigkeiten, Süchte und Unkonzentration schafft. Man gucke nur mal, wie viel Zeit Leute sinnlos auf Smartphone und im Netz vertendeln. Bei vielen reicht die Konzentration ja nicht einmal mehr, länger ein Buch lesen zu können.
     
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    17 Dezember 2018
    #11
    Die Zuverlaessigkeit zentraler Infrastruktur sollte auf jeden Fall besser ueberprueft und deren regelmaessiges Stress-Testing (was auch immer das heisst) gegebenfalls auch reguliert werden.
    Das "Internet" (technisch gesprochen meine ich vor allem TCP/IP im Kleinen und die fortschreitende Konsolidierung der Unterseekabel zu immer weniger Kabeln, die durch immer weniger Routen verlaufen, wie auch die fortschreitende Konsolidierung der Cloud Anbieter und Rechenzentren generell), ist fuer einige Zwecke, fuer die es verwendet wird, schlicht nicht gemacht.
    Die Sachen moegen bei Schoenwetter-Szenarien zwar funktionieren, kommen aber ziemlich ins Schleudern unter schwierigeren Bedingungen, und Fehler und Probleme amplifizieren sich.
    Ein Beispiel sind z.B. Stromnetze, deren Koordination ueber oeffentliches Internet(!) laeuft (bekannterweise der Fall in Amerika, wahrscheinlich auch sonst nicht unueblich.)
    Stromnetze klappen zusammen bei Ueberlast und (etwas ueberraschend vielleicht) auch bei Unterlast, und man hat sehr wenig Zeit, auf Lastaenderungen zu reagieren, i.e. kurze Reaktions- und Schaltzeiten sind erforderlich.
    Das oeffentliche Internet garantiert die geforderten Uebertragungszeiten nicht (obwohl es sie meistens erreicht), und mehrere grossflaechige Stromausfaelle waren bereits die Konsequenz davon.
    Jetzt kann man sich das mal ueberlegen in Zusammenhang mit einem Grossereignis (Naturkatastrophe, Terroranschlag, ...): Alle wollen ins Internet, schauen was passiert, schauen Videos, etc., das Netz wird ueberlasted, Uebertragungszeiten steigen, Paketverlust nimmt zu (auch ausserhalb von Routern, was fuer TCP/IP das einzige Fehlermodell ist), und das Stromnetz bekommt Schwierigkeiten - oder noch direkter, das Netz wird, zum Beispiel durch einen Ausfall eines eher zentralen Punktes, segmentiert, nicht jeder Punkt ist mehr von jedem anderen erreichbar.

    Oder ein ganz simples Beispiel: wenn Geldautomaten und Kartenzahlungen drei vier Tage nicht mehr funktionieren wuerden, waere jedes westliche Land in einer Notsituation.
    Aber wie zuverlaessig das Zeug wirklich funktioniert, was garantiert ist, wie die Fehlermodi ausschauen und wie man das System wieder in einen definierten Zustand bekommt, das weiss niemand wirklich.
     
  • ProxySurfer
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    18 Dezember 2018
    #12
    Ich brauche nur mit der Bahn zu fahren, und schon merke ich, dass moderne Technik meistens NICHT ordnungsgemäß funktioniert. Und nicht nur bei der Bahn. :what:
     
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    18 Dezember 2018
    #13
    Und hast du dir eine Alternative überlegt für den Fall, dass es wieder Probleme gibt? :zwinker:
     
  • ProxySurfer
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    18 Dezember 2018
    #14
    Überlegt schon, aber ohne Ergebnis. Für ein Auto fehlt mir das Geld. Also muss ich damit leben. :dizzy:
     
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    #15
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    19 Dezember 2018
    #16
    u.a. dazu hatte ich auch letztens eine interessante sendung zu algorithmen gesehen Unheimliche Macht - wie Algorithmen unser Leben bestimmen
    da wird einem wirklich anders...
     
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    19 Dezember 2018
    #17
    Teilweise ist es aber auch wirklich besser einen Algorithmus entscheiden zu lassen als sich von den Launen irgendwelcher Sachbearbeiter abhängig zu machen :ninja:

    Natürlich verschiebt es bei sowas wie Auskunftei nur die Ebene, auf der Menschen entscheiden (halt jetzt die, die den Algorithmus parametrisieren), aber gerade bei sowas wie Krediten vertraue ich doch lieber dem Urteil einer Heuristik als es darauf ankommen zu lassen, ob meine Nase jetzt irgendeinem Bankangestellten passt :confused:
     
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    20 Dezember 2018
    #18
    Ich bin ja nicht generell ein Technik-Feind, aber ja, ich empfinde manche technische Entwicklung als Bedrohung. Natürlich gibt es Vorteile moderner Technik, aber wo Licht ist, ist auch Schatten und mir missfällt, dass genau der letzte Punkt häufig vergessen oder für den "neusten heißen Scheiß-Hype" unter den Tisch gekehrt wird.

    Aktuelle Beispiele gefällig:
    These Portraits Were Made by AI: None of These People Exist

    Hier gehts darum, dass eine KI trainiert wurde, künstliche Gesichter zu erstellen, die auf den ersten Blick als absolut unscheinbar und natürlich aussehen. Man stelle sich mal die disruptiven Möglichkeiten eines solchen Programms vor :cautious:

    Nicht überzeugt? Geht auch lebensnaher:
    Amazon gibt intime Alexa-Sprachdateien preis
     
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    20 Dezember 2018
    #19
    Die Gefahren des Missbrauchs, Datenlecks etc. sehe ich bei diesen Technologien ja auch. Genauso werden dadurch auf kurz oder lang Jobs wegfallen.

    Was ich definitiv nicht sehe: Dass sich diese "KI" irgendwie verselbstständigt, so Terminatorstyle :upsidedown:
    Dazu ist das ganze schlicht ABSOLUT nicht in der Lage und die aktuelle Entwicklung im Bereich KI führt auch null in diese Richtung. Da ist selbst die Grundlagenforschung nicht besonders weit und auch die letzten Jahrzehnte kaum weiter gekommen.
    Diese Algorithmen kann man relativ unabhängig vom Problem auf dieses trainieren, sie sind aber nicht wirklich selbstlernend bzw. vor allem nicht selbsterweiternd.

    AI Won't Be Quite the Revolution You Expect
     
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    20 Dezember 2018
    #20
    ich wäre definitiv für eine etwas langsamere entwicklung, die dafür mehr auf sicherheit und das ausmerzen von fehlern bedacht ist. z.b. so ein roboter muss ja nichtmal selber wirkliche intelligenz haben, es genügt, dass sich jemand anders den zugriff darauf verschafft.
     
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