• Karsten123456
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    in einer Beziehung
    5 Juni 2020
    #1

    Umgang mit Geld in der Beziehung

    Hallo liebe Leser und Leserinnen,

    meine Frage dreht sich um Geld im der Beziehung ich hoffe meine Erklärung ist nicht zu lang und Ihr macht euch die Mühe mir ein paar Antworten zu geben.

    Also ich bin mit meiner Freundin seit fast 5 Jahren zusammen. Wir wohnen seit ca. 3 Jahren gemeinsam in einer abgeschlossen 150qm Wohnung im Haus meiner Mutter. Wir fahren 1-2 mal wieder pro Jahr in Urlaub und machen gelegentlich Tagesausflüge in Thermen oder ähnliches.

    Ich arbeite im öffentlichen Dienst und verdiene etwa 2500 Euro netto pro Monat.
    Meine Freundin hat sich kurz bevor wir uns kennengelernt haben als Physiotherapeutin selbstständig gemacht, allerdings bleibt dabei finanziell nicht viel übrig ungefähr 700 Euro hat sie am Ende des Monats nach Abzug aller Kosten übrig.

    Nun zur Aufteilung unserer Ausgaben und Aufgaben:

    Für das Wohnen in der Wohnung, warm mit allen Nebenkosten, zahle ich 600 Euro pro Monat. Ca. 90% aller Einkäufe (Lebensmittel, Getränke, Waschmittel eigentlich alles ausser Damenhygieneartikel, Nagellack, Shampoo) zahle ich, inklusive Pizza holen, essen gehen und sonstigen Kleinigkeiten sein das auch etwa 600-700 Euro pro Monat.
    Dazu kommt das ich den kompletten Haushalt alleine mache, ich kümmere mich um die Wäsche, kaufe ein, Räume auf, Putze und mache an 80-90% der Tage das Essen und auch den Abwasch.

    Meine Freundin zahlt für ihren Lebensunterhalt also im Prinzip garnichts. Nur wenn wir in den Urlaub fahren oder Ausflüge machen nutzen wir Ihr Auto und den Sprit den wir Verfahren zahlt Sie selbst.

    Von dem Geld was Sie monatlich übrig hat scheint sie fast alles für irgendwelche Dinge auszugeben (ich bringe regelmäßig 10-20 von ihr bestellte Packete als Retouren zur Post zurück, was sie bestellt und behält weis ich nicht genau, allerdings bringe ich auch regelmäßig große Mengen an Karton Müll zur Altpapier Verwertung) und fast nichts zu sparen.

    Ich habe ihr im Lauf der letzten Jahre immer mal wieder (4 mal) 1000 oder 2000 Euro gegeben damit sie ihre Praxismiete oder sonstige Kosten zahlen konnte.

    Nun fragt sie mich wieder nach 1500 Euro für Ihre Praxismiete.
    Nachdem wir etwas diskutiert und gestritten haben sagte Sie mir das Sie 5500 Euro gespart hat.

    Ich habe ihr nun noch nichts gegeben.
    Was meint ihr dazu? Muss ich ihr immer weiter unter die Arme greifen? Bin ich ein schlechter Freund wenn ich es nicht tue? Bin ich geizig? Ist sie dreist das sie sich das fordert und sich nicht an den Lebenshaltungskosten beteiligt.
    Ich würde mich über Kommentare freuen. Danke im Voraus.
     
  • User 122781
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    nicht angegeben
    5 Juni 2020
    #2
    sorry, aber der würd ich nen vogel zeigen :grin:
    wie kommt sie auf den trichter dich nach geld zu fragen, wenn sie das doch selber finanzieren kann??
     
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    5 Juni 2020
    #3
    Ich würde sagen, dass euch in erster Linie feste Regeln fehlen. Wenn du damit einverstanden bist, dass du weiterhin alle laufenden Kosten übernimmst, dann würde ich ihr schlichtweg sagen, dass die 700 Euro ganz ihr gehören und du nichts von ihr in finanzieller Hinsicht erwartest, aber dass sie davon eben auch ihre Praxismiete etc. selber zahlen und dementsprechend auch etwas sparen muss.
    Da sie eh einen finanziellen Polster zu haben scheint, würde ich ihr dann auch klarmachen, dass sie die momentane Miete davon bezahlen soll und sich das eben wieder ansparen muss.

    Hat sie irgendwelche Argumente, warum sie das Geld nicht selber ausgeben will?
     
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  • User 68775
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    5 Juni 2020
    #4
    Bei mir würde ein ganz großes Stück Beziehungsvertrauen wegbrechen, würde der Partner mich explizit um Deckung seiner Kosten fragen.
    Sowas macht man einfach nicht - nicht, wenn es nicht zuvor deutlich angeboten wurde im Sinne von "Frag, wenn du was brauchst"
    Ich bin grundsätzlich grade bei nahe stehenden Menschen sehr, sehr großzügig, aber sobald ich das Gefühl habe, das wird ausgenutzt ist es umso schlimmer für das Grundvertrauen. Ich fände es furchtbar, wenn es ein so großes Ungleichgewicht gäbe, dass man ernsthaft aufrechnen muss, wer denn was leistet oder nicht leistet.
    Allerdings sehe ich in der geschilderten Situation da keinen Weg an einer solchen Aufrechnung vorbei, und stimme Froschteich zu, klare Regeln tun Not.
    Ich finde die Kommunikation bei euch nun eh nicht so gelungen, wenn du nicht mal weisst, was sie bestellt ... in die gemeinsame Wohnung.

    Da wäre schon mal ein echt umfassendes Gespräch angebracht...
     
  • loveit2020
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    5 Juni 2020
    #5
    ähem, bist du mit deiner freundin zusammen? lebst du mit ihr zusammen?

    deine beschreibung klingt irgendwie danach, als ob es die nachbarin wäre

    redet ihr denn gar nicht miteinander? sie scheint ja nicht besonders gut mit geld umgehen zu können und du nimmst einfach alles hin...zu wenig geld für ihre selbstständigkeit... zu viele ausgaben für onlinekäufe... und bist auch noch zuständig für fast alle anderen ausgaben

    das müsst ihr unbedingt klar regeln, sonst wird es sicher irgendwann richtig probleme geben. klar, wenn du der hauptverdienser bist, dass du ggf. den grössten anteil trägst, heisst aber ja ciht, dass sie ihr geld nur für persönliche einkäufe nutzen kann und keine gemeinsame verantwortung übernehmen muss

    genau da solltest du ansetzen und auf basis gemeinsamer verantwortung ein monatsbudget aufstellen und dieses dann auf euch beide aufteilen, auch eine gemeinsame sparrate, zb. für urlaube, sollte darin vorkommen, vorlagen dafür gibt es im netz
     
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  • User 96053
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    5 Juni 2020
    #6
    Puh, das klingt tatsächlich ziemlich dreist.
    Wir hatten auch längere Zeit einen (noch größeren) Gehaltsunterschied, ich hatte in vielen Monaten keine 600 €, nur in den Semesterferien dann mehr. Mein Mann hat in der Zeit übrigens auch die Miete und die Nebenkosten bezahlt, ich habe aber die Einkäufe übernommen. Mein Mann musste niemals Angst haben, dass ich ihn ausnutze, weil ich mein gesamtes Einkommen in unseren gemeinsamen Unterhalt gesteckt habe. Es kommt darauf an, was man bereit ist zu geben und wenn das auf beiden Seiten gleich gewichtet ist, ist es auch (meines Erachtens nach) gar kein Problem, wenn man ein stark unterschiedliches Einkommen hat. Wenn du aber dein Gehalt hauptsächlich für euch beide ausgibst und sie nur für sich, dann passt das nicht und es ist auch einfach unfair.
    Ich würde ein offenes Gespräch suchen und ihr klar vor Augen führen, dass die Bereitschaft, miteinander zu teilen, von beiden ausgehen muss und ausschweifende Shoppingtouren und riesige Bestellungen, die von dem nötigen Bedarf abweichen einfach in dieser Situation unfair sind.
     
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  • Lena-Marie
    Lena-Marie (25)
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    in einer Beziehung
    5 Juni 2020
    #7
    Ich finde auch, dass ihr klare Regeln finden solltet, was die gemeinsamen Ausgaben angehen. Dass sie dich "mal" nach Geld fragt, sollte in einer Beziehung erlaubt sein. Es darf aber nicht so weit gehen, dass sie dich finanziell ausnutzt, obwohl sie selbst Ersparnisse hat.
    Wenn sie Monat für Monat immer nur einen Nettoverdienst von 700 € hat, dann sollte sie sich mal überlegen, ob ihre Eigenständigkeit sinnvoll ist. Meiner Meinung nach ist es das nicht. In den meisten Städten würde das geradeso für eine Miete einer kleinen Wohnung reichen, gelebt hat man davon dann noch nicht.
    Kein Mensch würde für so ein Gehalt eine Vollzeitstelle annehmen.
     
  • froschteich
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    5 Juni 2020
    #8
    Ich finde das ehrlich gesagt nicht unfair - wenn beide damit einverstanden sind, dass er durch das größere Gehalt alle laufenden Kosten deckt, dann finde ich eine Aufteilung so total okay. Er hat nach Miete, Einkauf, etc. vielleicht noch immer mehr Geld übrig als sie überhaupt verdient.
    Ich finde es wird nur an dem Punkt kritisch, an dem sie will, dass er ihre eigenen Kosten deckt, damit sie sich mehr Luxusgüter leisten kann.
     
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  • User 96053
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    5 Juni 2020
    #9
    Er ist aber nicht einverstanden.
     
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  • froschteich
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    5 Juni 2020
    #10
    Das schreibt er doch gar nicht :smile: mir scheint ihm ist das Fragen nach zusätzlichem Geld zuviel.
     
  • Karsten123456
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    in einer Beziehung
    5 Juni 2020
    #11
    Also ich finde es nicht in Ordnung das ich alles zahle, auch wenn ich mehr verdiene.
    Ich erwarte von ihr natürlich nicht das die genauso viel bezahlt wie ich, aber ich finde schon das sie sich beteiligen müsste. Auch wenn es nur ein kleiner Anteil ist.

    Und über die Tatsache das ihre Selbstständigkeit nicht viel abwirft habe ich ihr auch schon mit ihr gesprochen, aber sie hält daran fest weil sie sich ihre Zeit frei einteilen kann.

    Nun fragte sie mich halt erneut nach 1500 Euro obwohl sie Geld gespart hat, das finde ich auch nicht ok. Hätte sie gar nichts wäre das ja eine andere Grundlage, für die Frage ob ich ihr Geschäft mit Geld unterstützen kann.
    Aber sie will scheinbar lieber ihr Geld sparen und meines ausgeben.

    Ich habe halt Sorge was passiert wenn ich etwas von ihr vordere, bzw. unterstützung verweigere. Vielleicht wäre das das Ende der Beziehung, ich weiß es nicht.
    Würde ich sie dazu drängen die Selbständigkeit aufzugeben hat sie gesagt würde sie mir das immer vorhalten...
     
  • froschteich
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    5 Juni 2020
    #12
    Wie ist denn das Gespräch verlaufen? Mit welcher Begründung will sie denn das Geld von dir?
     
  • Karsten123456
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    in einer Beziehung
    5 Juni 2020
    #13
    Das Gespräch war vorgestern, seit dem gab es noch kein weiteres Gespräch darüber.

    Grund war bzw. ist das sie sonst ihre Praxismiete nicht zahlen kann könnte.

    Aber sie sagte ja vorgestern zu mir das sie 5500 Euro gespart hat.
     
  • User 177622
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    5 Juni 2020
    #14
    Du drängst sie ja nicht dazu, die Selbstständigkeit aufzugeben.
    Du finanziert sie ihr nur nicht.

    Wer selbstständig sein will, muss wirtschaften können. Dazu gehört auch, dass man Rücklagen bildet. Sonst ist es nur ein teures Hobby.

    Wenn eure Beziehung daran zerbricht, dann war es damit wohl nicht weit her. Da würde ich mich an deiner Stelle sauber ausgenutzt fühlen.
     
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  • User 122781
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    nicht angegeben
    5 Juni 2020
    #15
    ja und was hast du dazu gesagt?!
    das macht mich ja schon beim lesen wütend, wie parasitär sie sich verhält.
    lass dich doch nicht erpressen?! kann ja wohl nicht angehen, dass du angst davor haben musst tacheless zu reden. und kann auch nicht angehen, dass du deswegen sugar daddy spielst.
     
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  • User 146280
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    5 Juni 2020
    #16
    Karsten123456 bei uns ist die Verteilung der Kosten ähnlich, allerdings ist bei uns der Einkommensunterschied größer. Der wesentliche Unterschied ist, dass meine Freundin unter der Situation leidet und ich ihr Geld eher aufdrängen muss. Da sie mich also nicht ausnutzt kann ich mit der Situation gut umgehen.
    Mein Anspruch an ihre Selbständigkeit ist, dass das null auf Null ausgeht.
    Wenn du das Gefühl hast, dass sie dich ausnutzt, dann müsst ihr reden.
     
  • Karsten123456
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    in einer Beziehung
    5 Juni 2020
    #17
    Ich habe da nicht weiter nach gebohrt wegen ihres ersparten und warum sie es nicht dafür benutzen will.

    Ich hab dann auch immer ein schlechtes Gewissen und sie tut mir Leid wenn ich sie mit diesen Dingen konfrontiere und sie dann vor mir sitzt und weint oder den Tränen nahe ist
     
  • User 122781
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    nicht angegeben
    5 Juni 2020
    #18
    wieso? sie ist ne erwachsene frau und darf ruhig damit konfrontiert werden, dass sie sich dieses leben nur dank dir leisten kann. offenbar ist ihre "arbeit" ja mehr ein hobby, wenn da nur läppische 700 bei rumkommen. kann man ruhig mal reflektieren.
    und an diesem manipulierenden verhalten würd ich eh die krise kriegen.

    aber wenn du zuviel angst hast, dass sie sich trennen könnte, wenn du dich nicht weiter ausnutzen lässt, wirst du wohl damit leben müssen.
     
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  • User 177622
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    nicht angegeben
    5 Juni 2020
    #19
    Ich denke, du hast alles Recht zu wissen, warum sie ihr Geld nicht für ihr Unternehmen nutzen will. Wenn du es finanzieren sollst ohne dafür irgendwas zu sehen.

    Warum weint sie? Um dich unter Druck zu setzen? Die Kohle ist doch vorhanden.

    Selbstständigkeit ist eben nicht nur Freiheit, sondern auch Verantwortung, Organisation - auch finanziell - und eben: selbst! und ständig.
     
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  • User 154004
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    5 Juni 2020
    #20
    Dann lügt sie dich ja an.
    Ich würde ihr das Geld nicht geben, da sie die Miete zum einen von ihrem Erspartem zahlen kann und zum anderen, da sie für ihre Selbstständigkeit nunmal eigenverantwortlich ist.
    Würde mal beobachten, wie sie darauf reagiert.
    Die übrigen Kosten würde ich in ein Verhältnis setzen (prozentualer Anteil nach Verdienst) und entsprechend aufteilen.
    Das muss ja nicht auf den Pfennig genau sein, aber die Fixkosten würde ich so definitiv aufteilen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 Juni 2020
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