• JohnnyDepp99
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    in einer Beziehung
    20 November 2018
    #1

    Gefühlschaos Unsicherheit zu Beginn der Beziehung

    Hallo liebes Forum, bin seit gut einem Monat mit einer Frau zusammen (sie 19, ich 26). Wir wohnen beide noch bei den Eltern, sie studiert und ich bin gerade mit dem Studium fertig geworden und habe begonnen zu arbeiten.

    Entstehung der Beziehung:

    Es hat 4 Monate gedauert, bis wir offiziell zusammen waren. Wir sind von den Hobbies her zwar recht verschieden, konnten aber trotzdem immer viel gemeinsam unternehmen und miteinander lachen. Jedoch war es anfangs ein kleines Problem für mich, dass sie immer verhältnismäßig wenig Zeit für mich hatte, wir sahen uns "nur" 2-3 mal die Woche. Von mir aus hätte es immer etwas mehr sein dürfen, sie hat jedoch recht viele Hobbies und Vereinstätigkeiten, die sie nicht liegenlassen möchte und auch ihre Freundinnen möchte sie nach wie vor noch regelmäßig treffen können. Damit bin ich nach anfänglichen Zweifeln, ob es an mangelnder Zuneingung zu mir liegen könnte, auch klargekommen, da unsere Unternehmungen (Tagesausflüge, Schwimmen gehen, Kino usw.) immer sehr schön waren.

    Wir haben uns auch abgesprochen, wie wir uns eine Beziehung vorstellen und was jedem wichtig ist, sie sagte dabei, dass sie einen gewissen Freiraum für sich und ihre Hobbies braucht und ihr 2 Treffen pro Woche eigentlich reichen. Ich sagte es müssen dann aber schon mind. die 2 Treffen pro Woche geben und nicht weniger, sonst würde sich das verlaufen und wäre allgemein zu wenig für mich. Wir vereinbarten dann, uns 1x unter der Woche nach der Arbeit und einmal am Wochenende zu treffen.

    Etwas komisch fand ich jedoch ihre Aussage, dass sie ihr bisheriges Leben nicht für eine Beziehung aufgeben wolle, denn wenn es nach z. B. 3 Jahren wieder auseinandergehen würde, dann hätte sie viel versäumt und ihre Freunde vernachlässigt usw.

    Nach ca. 3 Monaten Kennenlernphase (wir küssten uns bereits seit etwa einem Monat) wäre es einmal fast auseinandergegangen, weil sie unseren Treffen allgemein immer weniger Priorität einräumte (sagte einmal einen lange vereinbarten Tagesausflug wieder ab, da sie ihrer Schwester an dem Tag bei etwas helfen musste, was eigentlich ein anderer auch hätte tun können) und letztendlich bei der Verabredung auf einem Volksfest plötzlich nicht mehr bei mir sondern bei ihrer Schwester und deren Freunden sitzen wollte. Da reagierte ich vielleicht etwas über und sagte ihr, es würde nicht mit uns passen und wollte das Ganze beenden - auch da ich langsam ungeduldig wurde, da wir nach so vielen Dates noch immer nicht zusammen waren. Sie aber lief mir nach, entschuldigte sich (Ihre Aussage war: Ich weiß auch nicht, warum ich mich manchmal so komisch verhalte aber sie mag mich und will mich nicht verlieren) und ich habs ihr verziehen und es wurde alles besser bzw. sie traute sich mehr, mich mit mir in der Öffentlichkeit zu zeigen. Im Nachhinein muss ich zugeben, dass ich hier wohl zu hart zu ihr war, denn sie ist von Natur aus eher ängstlich und schüchtern. Sie traute es sich irgendwie noch nicht, bei mir und meinen Freunden am Biertisch zu sitzen. Ich dachte damals, dass es an mir liegt bzw. sie nicht zu mir steht.

    In der Beziehung:

    Wir trafen uns ca. 2-3 mal die Woche, ich besuchte sie zuhause und umgekehrt, was den Sex betrifft, so wollte sie es langsam angehen lassen, wir hatten bisher nur petting, was auch sehr schön war. Sie sagte auch einmal, dass sie ein bisschen Angst vor Sex hat wg. der Gefahr, trotz Verhütung schwanger zu werden. Leider sagte sie einmal, als wir beide nackt im Bett waren und es kurz davor war, dass wir es miteinander machen, dass sie wieder Angst habe, ich fragte sie darauf, warum genau, dann sagte sie: "sie möchte nicht eine von vielen sein" - so ungefähr, als würde ich sie nur benutzen wollen kam das für mich rüber. Als ich sie fragte, ob sie den so etwas von mir denkt, ruderte sie gleich zurück und entschuldigte sich, sie habe es nicht so gemeint. Obwohl ich damit verletzt wurde, pendelte sich alles wieder zum Guten. Richtigen Sex hatten wir bisher aber leider noch immer nicht, weil es einfach noch nicht geklappt hat, aber bei ein paar weiteren Versuchen sicher klappen wird...Sie ist keine Jungfrau mehr

    In letzter Zeit habe ich leider immer mehr das Gefühl, dass sie mich nicht richtig liebt, weil die Stimmung bei unseren Treffen einfach nicht mehr so toll ist wie früher, kann aber auch daran liegen, dass es jetzt Winter ist und wir keine so tollen Sachen mehr wie Wanderausflüge unternehmen können, die uns sehr gefallen haben, keine Ahnung. Unterstützt wird dieses Gefühl auch davon, weil sie mich nur 2x die Wochen sehen möchte obwohl sie es meiner Meinung nach auch öfter könnte. Habe sie mal direkt darauf angesprochen, dazu meinte sie aber, es leige nicht an mir, aber jetzt zu Beziehungsbeginn seien ihr noch mehr Treffen auch irgendwie noch zu viel, es würde sich mit der Zeit von selber einpendeln. Sie sagte auch, dass sie sich erst einmal an die neue Situation, in einer Beziehung zu sein, gewöhnen müsse und auch gerne mal einen Tag alleine ihre Ruhe hat (ihre letzte Beziehung ging vor einem Jahr zu Ende und dauerte etwa ein Jahr). Ich glaubte es ihr und machte mir keine Sorgen mehr. Vor 2 Wochen aber hatte sie mir noch erzählt, sie hätte 2 Karten für ein Fußballspiel gewonnen und sie würde mich mitnehmen, wenn ich mit mag. Wir würden dann kurz vorher nochmal reden, ob wir dann wirklich zusammen hingehen (ich wusste das Datum noch nicht). Eines Samstags als ich bei ihr war, sagte sie "also dann sehen wir uns am Mittwoch wieder oder?" Ich sagte ja und entgegnete: "Oder wollen wir uns morgen abend auch nochmal sehen?". Dann sagte sie, da sei das besagte Fußballspiel und sie würde da mit ihrer Schwester hingehen, aber wenn ich mitkommen möchte, kann ich auch mitkommen, da sie ihre Schwester noch nicht gefragt hatte. Das ist eben so eine Situation, in der es mir so vorkommt, als würde sie mich nicht gerade um mich reißen (Wenn ich das mit Sonntag nicht angeschnitten hätte, wäre sie ohne mich zu fragen mit ihrer Schwester hingegangen). Als ich sie mal auf diese Thematik ansprach und sie fragte, ob sie mich schon auch liebt, sagte sie, ja sie ist in mich verliebt, aber die große Liebe müsse sich erst noch entwickeln... Mit der Aussage komme ich irgendwie auch nicht richtig klar...

    Wie seht ihr das Ganze bzw. ihr Verhalten? Ich bin gerade voll durcheinander, ich liebe sie aber habe den Eindruck, von ihr nicht richtig geliebt zu werden. Danke im Voraus für Eure Meinungen!
     
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    in einer Beziehung
    20 November 2018
    #2
    Dass sie nach einem Monat noch nicht von Liebe redet, wundert mich gar nicht. Das ist ja alles noch frisch mit euch.

    Das grösste Problem sind eure unterschiedlichen Nähe-Bedürfnisse. Sie will Freiheit und ihr reicht es dich 2 Mal die Woche zu sehen, für dich ist das schon absolutes Minimum.

    Klar könnt ihr da Kompromisse schliessen, aber meiner Meinung nach ist das schon ne ungute Grundlage, da sich einer immer verbiegen muss.
     
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    20 November 2018
    #3
    Hmmm, es gibt 19jährige, die es locker mit jedem 30jährigen auf Augenhöhe könnten und es gibt 19-jährige, die noch nicht mitbekommen haben, dass sie jetzt erwachsen sind. Ich sortiere Deine Freundin mal bei Letzterem ein.
    So wie Du das beschreibst, klingt das für mich danach, dass sie einfach noch nie eine "erwachsene" Beziehung hatte, dass ihr Lebensmittelpunkt noch nicht "das Leben da draußen" ist, sondern ihre Familie.
    Ihre Schwester bietet ihr Sicherheit, Vertrautheit. Du bist immer noch neu, da hat sie anscheinend Angst vor, da ist noch Null Vertrauen da. Ich tippe einfach mal, dass sie noch gar nicht so genau weiß, wie sich Liebe anfühlt, bisher kannte sie anscheinend nur Teenie-Schwärmereien.

    Keine Ahnung, was man Dir raten sollte. Entweder ganz viel Geduld und abwarten, bis sie mehr Vertrauen fasst, bis sie erwachsener wird, sich vielleicht auch mal bisschen von der Familie löst. Nur besteht dann auch die Gefahr, dass sie, wenn sie das Leben erst einmal entdeckt hat, es dann auch voll genießen will und da ein Freund nur lästig ist.
    Oder einfach jetzt einsehen, dass Ihr in Eurer Entwicklung und damit auch in Eurer Erwartungshaltung an eine Beziehung meilenweit auseinander liegt und die Konsequenz daraus ziehen, auch wenn sie schmerzhaft ist.

    Allerdings solltest Du grundsätzlich etwas verstehen lernen: Menschen mit einem geringer ausgeprägten Nähebdürfnis lieben deswegen nicht weniger. Und wenn ich einen ganzen Tag stumpfsinnig auf dem Sofa 'rumlümmeln und schlechtes TV-Shows gucken will, dann ist das nicht ein Tag, wo ich doch meine Partnerin hätte sehen können, denn es ist ein Tag, an dem ich den ganzen Tag das Sofa nicht verlassen will. Alleine. Und das hat nichts damit zu tun, dass ich meine Partnerin nicht lieben würde.
     
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  • JohnnyDepp99
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    in einer Beziehung
    20 November 2018
    #4
    Danke für Eure Antworten!

    Mark11: Wenn ich deinen Beitrag lese, gehen mir viele Lichter auf. Ich glaube, du hast die Situation richtig erkannt. Auch dein letzter Absatz ist sehr interessant, Danke!

    Momentan haben wir Streit wegen der Geschichte mit dem Fußballspiel: Ich bin dann mit ihr mitgekommen, sie war aber schlecht drauf und ich hatte das Gefühl, dass sie mich nicht so recht dabeihaben wollte sondern lieber ihre Schwester. Habe das dann auch offen angesprochen und ihr vorgeworfen, sie würde mich nicht richtig mögen und nicht zu mir stehen. Komisch war nämlich auch, dass sie dort eine gute Freundin von ihr trafen, sie uns einander aber nicht vorgestellt hatte... Aber da habe ich überreagiert und es war nicht richtig von mir, habe mich dafür dann auch entschuldigt.

    Sie meinte dann aber, dass wir mal persönlich und offen drüber reden sollten, ob unsere Beziehung überhaupt noch einen Sinn macht, da wir uns schon öfter wegen so etwas gezickt haben.

    Aber das jetzt zu beenden finde ich persönlich noch zu früh, wir mögen uns und es ist schön miteinander, ich tendiere eher dazu, es noch eine Zeit weiter zu versuchen...Ich mag sie nämlich sehr.
     
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    20 November 2018
    #5
    Da ist dann wohl die Frage, wie lange man das versuchen möchte. Wenn ihr Nähebedürfnis insgesamt deutlich geringer ist als deins, glaube ich eher nicht, dass sich das auf längere Sicht ändern wird. Du steckst quasi immer zurück, weil du sie eigentlich häufiger würdest sehen wollen und für dich z.B. klar ist, dass du so Dinge wie das Fußballspiel mit ihr gemeinsam erleben möchtest. Sie sieht das anders, was für dich problematisch ist, weil du dich zurück gesetzt fühlst. Verstehe ich, ginge mir genauso. Die Prioritäten sind ja völlig anders gelagert. Kein Wunder, dass es zu Konflikten kommt.

    Ich bin auch so ein Mensch, der ein großes Bedürfnis nach Nähe (bezogen auf den Partner, gar nicht auf andere Menschen :grin:) hat und hätte ein identisches Problem wie du, würde mein Partner mich "so selten" sehen wollen und als nichts anderes empfinde ich zwei Tage die Woche. Mir ginge es auch so, dass ich diese ständige Ablehnung auf mich beziehen würde, was dann natürlich in Unzufriedenheit resultiert.

    Ich wäre aber auch nicht der Typ, der monatelang auf Sex wartet. Das sind doch schon mehrere Baustellen und pauschal kann man das auch nicht unbedingt mit ihrem Alter begründen, sondern es ist schlicht eine Typfrage. Ich wollte meinen damaligen Freund im Alter von 18 jedenfalls genauso oft sehen wie heute - quasi immer, wenn irgendwie möglich. :grin: So verhielt es sich auch mit der Möglichkeit zum Sex. Warten ist nicht mein Ding.

    Mir wären das deutlich zu viele Kompromisse und auch zu schwerwiegende.
     
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