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    28 März 2011
    #1

    Unterschiedliche Entwicklung - und ich habe Angst, dass was kaputt geht... :(

    Huhu,

    ich habe ja lange um keinen Beziehungsrat gebeten, aber da ich im Moment am Ende meines Lateins bin und den halben Nachmittag mit sinnfreier Heulerei verbracht habe, möchte ich mal hier posten.

    Ich weiß gar nicht so genau, wie ich das alles beschreiben soll, weil es so viele Kleinigkeiten sind - aber sie summieren sich und sorgen dafür, dass ich permanent unzufrieden, frustriert und genervt von meinem Freund bin - und gerade nicht weiß, was man dagegen machen soll.
    Noch dazu kommt, dass ich - glaube ich - keine Konflikte lösen können, da ich zuviel spreche, er zu wenig und am Ende er mir irgendwann Recht gibt und gelobt, sich zu ändern - während er nie an mir rumnörgelt, was mich auch irgendwie irritiert. :confused:

    Naja, zuerst einmal glaube ich, dass wir an unterschiedlichen Lebenspunkten stehen. Ich habe mein Studium vor einem Jahr abgeschlossen, bin im Referendariat. D.h. ich habe viel zu tun, verdiene etwas Geld, arbeite aber auch dafür. Für mich geht es "voran", ich möchte im kommenden Jahr mein 2. Staatsexamen machen, mir einen "richtigen" Job suchen. Und eine größere Wohnung haben und vor allen Dingen noch vor 30 mit der Familienplanung beginnen!
    Mein Freund möchte das alles auch, aber ich weiß nicht, ob er das im gleichen Zeitraum möchte. Das "vor 30" gefällt ihm weniger, als mir. Aber gut, ich habe Probleme mit meiner hormonellen Einstellung, sprich, ich möchte ungern noch zusätzliche Risiken eingehen - und mein Kinderwunsch ist so stark ausgeprägt. ich möchte so gerne ein Kind - und ich habe Angst, irgendwann keine mehr bekommen zu können bzw. möchte das machen, bevor ich zu irgendwelchen "Risikogruppen" gehöre.

    Mein Freund steckt noch mitten im Studium. Im - ich glaube - 14. Semester. Seit wir zusammen sind - das sind jetzt bald 4,5 Jahre - hat er glaube ich 3 Scheine mehr, als vorher. Seine Mutter drängelt ihn, macht ihm Druck - und er macht weniger. Er wollte nie studieren, jetzt ist es aber zu spät, um noch abzubrechen. Er möchte später vielleicht umsteigen auf Lehrer, da es für naturwissenschaftliche Fächer gute Möglichkeiten für den Quereinstieg gibt. Alles okay. Ich frage mich nur langsam - Wann?? Wenn ich höre, jetzt noch 3 Scheine und das Nebenfach und die Diplomprüfungen und die Diplomarbeit - dann spüre ich wirklich leise Panik in mir aufsteigen.

    Fragen nach seinem Studium wimmelt er ab, seine Mutter behandelt er in dem Fall auch total blöd. Sitzt dann da, grinst in sich hinein und sagt "Jaja" - wie ein kleiner Schuljunge, der Ärger bekommen hat und es eigentlich egal findet...

    Im Moment gebe ich auch viel Geld aus, strecke ihm viel vor - da er ja immer noch von 350 € Unterhalt lebt. Ich habe jetzt Urlaub: Wir können keinen Ausflug machen, keine kleine Reise, nichts, weil sein Konto leer ist. Und meins ja auch, weil ich soviel vorgestreckt habe. Ja, ich könnte mir eine Freundin schnappen - aber die sind alle in Examenxvorbereitungen oder mit ihren Freunden unterwegs. Ich sitze hier den kompletten Urlaub alleine, weil keiner "da" ist, und draußen scheint die Sonne - während mein Freund nicht in die Pötte kommt.

    Er sitzt den ganzen Tag vor dem PC, guckt sich Blogs an, Filmchen an. Trifft sich auch mal mit Freunden. Er macht keinen Sport, er ist übergewichtig. Ich habe ihn so kennengelernt, bin auch nicht immer mager gewesen.

    Aber ich habe mich im Fitnessstudio angemeldet, 3 Kilo abgenommen - er sitzt immer noch vor dem PC, isst dauernd was, tut nichts für die Uni und sucht sich keinen Nebenjob.

    Ich weiß, es klingt lächerlich, aber jetzt hat er sich auch noch die Haare abgeschnitten und sieht obendrein bescheuert aus. Ich hatte immer meinen langhaarigen, heißen Freund, den ich begehrenswert fand. Letzten Sommer hat er sich eine Kurzhaarfrisur schneiden lassen. Ich finde es okay, ich bin nicht der Typ, der vorschreibt, wie der Freund auszuzehen hat. Aber er war seitdem genau einmal (!) beim Friseur. Entsprechend sieht er aus. Wie ein herausgewachsener Pottschnitt, überall Fransen, Nacken schief und angefressen. Er holt sich keine Kontaktlinsen mehr und trägt dazu seine Brille. Ich finde ihn einfach überhaupt nicht attraktiv so - ich kann kaum hingucken. :rolleyes: Ich weiß, es klingt lächerlich, aber es stört mich so immens, ich weiß auch nicht, wieso.
    Das Schlimmste daran ist, dass ICH keine Lust auf Sex mehr habe - nicht auf Sex mit ihm. Und das macht mir große Angst, denn das war vorher noch nie so.

    Diese ewige Verpeiltheit, das ewig Stoffelige. Andere Männer gehen doch auch zum Friseur oder machen ihr Studium fertig.

    Ich liebe ihn wirklich, genau deswegen zieht mich das alles so runter. Er steht jeden morgen auf und macht mir Frühstück, bekocht mich, unterstützt mich, wenn ich Stress habe, tröstet mich, wenn alles schlimm ist.

    Wir sind ÜBERALL das Traumpaar schlechthin. Ich kann mit keinem reden, da es keiner verstehen würde. Es sind doch alles nur Kleinigkeiten, die eigentlich nichts machen.


    Ich weiß, es sind nur Kleinigkeiten, aber sie häufen sich. Letzte Woche habe ich mich toll für einen Geburtstag zurecht gemacht, sein einziger Kommentar war, dass es zuviel Lippenstift sei. Man steht 3 Stunden im Bad und das ist der einzige Kommentar. Ich weiß, dass er das nicht böse meint, aber mich trifft sowas schon.
    Und manchmal denke ich, wieso geh ich nicht raus und lerne wen anders kennen - seitdem draußen Frühling ist, wird mir permanent hinterhergehupt und gerufen, ich könnte so viele haben: Und ich sitze hier mit so einem Tropf, der nix auf die Reihe kriegt und mich auch noch behandelt, als ob ich blöd wäre.

    Auslöser von heute war auch eine Nichtigkeit, aber nun der Grund, wieso ich hier heulend sitze. Ich habe mir einen Friseurtermin gemacht, mein Freund kam mit. Wir hatten beide noch Gutscheine für diesen Friseur. Er hat sich dazu durchringen lassen, sich die Haare doch noch schneiden zu lassen. Er fand es Verschwendung seines Gutscheins, so lange die Haare nicht wieder lang sind. Ich hatte eine tolle Friseurin. Es war so schön- Sonnenschein, eine tolle neue Frisur, alles super gestylt. Und alles was er sagt ist, "So wie dein Pony vorher saß, gefiels mir besser!" Sonst einfach gar nix. Ich habe ihn dann gefragt, ob er schlechte Laune hätte, weil er seinen Gutschein dafür "ausgegeben" hat und man fast nichts sieht - die haben eben nur ein bisschen nachgeschnitten, damit er wachsen lassen kann. Seine Antwort "Was plapperst du denn da?" :cry: Keine Ahnung wieso, mich hat das in dem Moment so getroffen.


    Irgendwie habe ich das Gefühl, wir driften so auseinander - vom Leben her, von der Kommunikation her. Er antwortet so oft "blöd", es kommt nur ein "Jaja" oder ein "Was erfindest du da?" oder "Wie süß, meins plappert!"- und er versteht gar nicht, wieso ich das abwertend finde.


    Ich weiß, das ist alles viel zu lang geworden und es hat bestimmt niemand Bock, den wirren Mist zu lesen, aber es musste einfach mal raus...
     
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    28 März 2011
    #2
    :knuddel:

    Ich kann deinen Frust gut nachvollziehen und es tut mir sehr leid für dich.

    Großartige Tipps gibts keine. Ihr habt euch, meiner Meinung nach, noch nicht zu 100% auseinander gelebt. Ihr wollt ja doch noch beide das gleiche, nur zu anderen Zeiten.

    Was ich persönlich gar nicht leiden kann, sind faule Menschen. Ich habe meinen Ex-Freund wegen Trödelein in der Ausbildung verlassen (habe zu der Zeit gearbeitet und meine Ausbildung mit Auszeichnung bestanden, während er nicht gearbeitet hat und dann auch noch schlechte Noten hatte). Ich kann sowas also gut nachvollziehen.

    Ich würde dennoch noch eine ernste Unterhaltung suchen, a la es ist 5 vor 12. Wenn du ihn noch wirklich so sehr liebst, würde ich nicht gleich aufgeben, wobei ich eh nicht vermute, dass du das vor hast.
     
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    28 März 2011
    #3
    Oje, das klingt nicht gut :frown: Ich finde auch gar nicht, dass das "nichts macht" oder Kleinigkeiten sind. Die gemeinsame Lebensführung und -planung ist keine Nichtigkeit, das ist ja eins der wichtigsten Dinge in der Beziehung, vor allem im Laufe der Jahre - und scheint bei euch gerade gar nicht hinzuhauen. Da ist es auch sehr verständlich, wenn zusätzliche Dinge, die vielleicht sonst eher Kleinigkeiten wären, schwerer ins Gewicht fallen. Wenn die passen würden, würds vielleicht nicht auffallen, oder sie hätten noch so eine kleine Rettungsfunktion, aber ich kann mir vorstellen, dass die mangelnde nette Aufmerksamkeit und seine offensichtlich abnehmende Attraktivität in so einer Situation besonders negativ auffallen...

    Ich könnte mir übrigens auch keinen Freund vorstellen, der nicht fertig studiert und kein Geld verdient bzw. sich da gar nicht reinhängt. Das gemeinsame Leben steht und fällt doch irgendwie auch mit der Einstellung dazu... und in einem bestimmten Alter ist das nicht mehr so einfach zu tolerieren, wenn man an sehr verschiedenen Punkten steht und keine Änderung in Sicht ist, obwohl es so sein könnte.

    Hast du denn mit ihm schon darüber so ehrlich geredet?
     
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    28 März 2011
    #4
    Hast Du ihm explizit, direkt und hart gesagt, dass Du ihn nicht mehr attraktiv findest aufgrund seines Äußeren UND aufgrund seines Verhaltens?
    Ist ihm das egal?
    Hast Du ihm gesagt, dass Dich seine Trägheit nervt - und zwar SEHR?

    Ich rate Dir, ihm kein Geld mehr zu geben. Wenn er nicht wirklich studiert, dann soll er wenigstens jobben und zum Haushaltseinkommen beitragen, um seine eigenen Kosten decken zu können.
    Und das wird er nur tun, wenn er nicht von anderen "ausgehalten" wird.

    Ein Problem ist, dass er sein Verhalten nicht als Problem wahrnimmt oder das ausblendet und verdrängt.
    Aktuell hat er keinen Anlass, etwas zu ändern, weil sein Umfeld "mitspielt". Du bleibst bei ihm, Du gibst ihm Geld, die Ermahnungen seiner Mutter lässt er an sich abprallen und kassiert auch von ihr weiter Geld. Solange das so bleibt, wird es wohl auch so weitergehen, da er keinen Anlass hat, etwas zu ändern. Ist ja bequem so. Zahlt er von seinem elterlichen Unterhalt Miete? Wie ist das überhaupt geregelt: Wie macht Ihr das mit dem Haushalt, wie finanziert Ihr Einkäufe?

    Dass einer mal mehr übernimmt, wenn der andere wenig hat: okay. Auch ein Durchhänger ist mal drin. Aber bei ihm ist das ja kein Durchhänger oder Krise, sondern Dauerzustand.

    Ich kann Deinen Ärger nachvollziehen und ich empfinde es auch nicht als Kleinigkeit, da er mir sehr dreist vorkommt. Vielleicht ist es auch Angst vor Veränderung, Angst sich einzugestehen, dass er nicht vorankommt. Vielleicht WILL er auch nicht vorankommen (das kann verschiedene Gründe haben).

    Klar kann er das Studium noch abbrechen, um eine Ausbildung zu machen zum Beispiel. Es wäre ärgerlich um die verschenkten Jahre - aber wenn er eh nicht wirklich weitermacht, sondern nur vor sich hindrömelt, wird er eh irgendwann nicht mehr weitermachen können. Ich nehme an, er studiert noch auf Magister oder Diplom? Diese Studiengänge laufen aus, irgendwann gibt es keine Lehrveranstaltungen mehr. Wie es mit dem "Prüfungsrecht" aussieht, weiß ich nicht, also wie lange er bei bestandenen Scheinen noch Prüfungen ablegen kann. Irgendwann ist es jedenfalls vorbei. Will er das solange aussitzen, bis er abbrechen muss?

    War er mal bei der Studienberatung? Ist er an einer Uni, die hinnimmt, dass die Leute sich einfach nur zurückmelden? Gibt es keine "Zwangsberatung" und Auflagen, was zur Rückmeldung vorgelegt werden muss?

    Das waren einige praktische Aspekte.
    Deinen Frust kann ich gut verstehen. Und auch wenn Du an ihm noch liebenswerte Züge erkennst und Dich erinnerst, wie es sonst war, und vielleicht auch Panik hast, dass Du bei einer Trennung um "vergeudete Jahre" trauerst und ob das mit der Familiengründung dann "rechtzeitig" hinhaut, wenn Du erst wen Neues kennenlernst und neu liiert bist - aktuell bist Du offensichtlich ziemlich unglücklich, weil er so phlegmatisch ist und sein Leben seit Ewigkeiten stagniert. Höchste Zeit, Dich selbst ernsthaft zu fragen, ob Du für Euch noch eine Chance als Paar siehst. Und zwar so, wie er jetzt ist. Nicht so, wie er mal war oder wie er sein könnte, wenn er sich nur änderte und aktiv würde. Man lebt nicht im Konjunktiv.

    Ob andere Euch für ein Traumpaar halten, ist dabei egal. Ich versteh auch, wenn Du gegenüber Freunden nicht über ihn nörgeln willst. Es geht darum, was Du willst. Für Dein eigenes Leben. Du bist nicht seine Mami, die ihn in den Arsch tritt. Du regelst meiner Erinnerung nach ja eh sehr viel für ihn, weil er das sonst verbaselt.

    Lass das bleiben. Ja, das heißt, dass er ggf. Nachteile hat - aber bitte hör auf, Dich für seine Sachen so verantwortlich zu fühlen. Dass man seinen Liebsten unterstützt und erinnert, finde ich normal. Aber bei jeglicher fehlender Initiative sollte man den Mut haben, den anderen auch mal in eine Sackgasse laufen zu lassen. Falls er die Rückmeldefrist verpasst und exmatrikuliert wird: Tja, dann ist es so. Vielleicht braucht er die Entscheidung von außen, wenn er selbst sich nicht entscheiden kann.

    Zum Thema "Streitkultur"
    : Wenn er zu wenig redet und Du zu viel, dann könnt Ihr es ja mal so machen, dass Ihr auf einen Zettel die Probleme aufschreibt - eins nach dem anderen.
    Du formulierst, was Dich stört. Punkt 1. Dazu soll er sich dann äußern. Dann könnt Ihr überlegen, ob und wie Punkt 1 lösbar ist.
    Dann Punkt 2. Und so weiter. Vielleicht nehmt Ihr Euch auch nur ein oder zwei Punkte vor, je konkreter, desto besser.

    Also keine vorwurfsvollen Monologe, zu denen er stoisch "jaja" sagt oder bedrückt nickt, sondern ein Dialog.

    Wenn er auch das nicht kann oder will, wär das für mich ein Anlass zur Trennung.

    Ich habe den Eindruck, dass längst etwas kaputt IST zwischen Euch. Der Respekt vor ihm ist dahin, kein Wunder, wenn er sich jahrelang so gehen lässt. Deine Hoffnung, dass er sich aufrafft, scheint auch dahin, die Geduld aufgebraucht.
    Das mag hart klingen. Aber nutze Deine Energie für Dich selbst und nicht dazu, ihn mitzuziehen. Das hast Du lange genug getan.

    Klar kannst Du jetzt auch "provozieren" und mit anderen Männern losziehen, flirten und so weiter, damit er sieht, dass Du auf ihn nicht angewiesen bist. Aber ob das wirklich dafür sorgt, dass er aktiv wird? Und ob das ggf. die Achtung ihm gegenüber wiederherstellt? Da bin ich skeptisch.

    Wenn sich zwei Menschen auseinanderentwickeln, kann es auch wieder eine Annäherung geben. Aber es kann auch sein, dass die Lebensvorstellungen so sehr divergieren, dass es als Paar keine Zukunft mehr gibt. Aus Anhänglichkeit und auch aus Nostalgie bleiben manche länger zusammen, als es ihnen gut tut. Wie das bei Dir ist, weiß ich nicht, aber vielleicht überlegst Du Dir mal, warum Du angesichts seines Verhaltens weiterhin mit ihm zusammenlebst.
     
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    28 März 2011
    #5
    Danke für die bisherigen Antworten.

    Ihr habt schon Recht, auch wenn es natürlich etwas hart klingt, besonders das Posting von mosquito.

    Es ist auch nicht so, als würde ich ihn aushalten. Wir teilen alles halbe halbe, nur diesen Monat nicht, da wir einen neuen Staubsauger brauchten und Sachen von Ikea. Wir tragen alles in eine Excel-Tabelle ein und er arbeitet daran, diese auszugleichen, bis sie wieder auf beiden Seiten ausgeglichen ist.

    Ich bin auch bereit, etwas mehr zu geben - da ich eben auch bestimmte Dinge möchte, finde ich es normal, etwas mehr zu geben, wenn ich etwas mehr habe. Die Miete zahlen unsere Eltern - meine gerne, seine Mutter mittlerweile nicht mehr so. Klar, sie ist Witwe und hat weniger Geld - und ich bin eben auch fleißiger, so dass meine Eltern gerne was geben. Mein Referendarsgehalt reicht alleine auch nicht, zumindest nicht ohne studentische Vergünstigungen.

    Das mit dem Diplom ist so eine Sache. Er war jetzt in einem der letztern Praktika, da waren noch gute 15 andere. Ich brauche nicht erwähnen, dass es alles Männer sind :zwinker: Ihm fehlen noch 2-3 Scheine und die Diplomprüfungen. Also eigentlich eine Sache von max. 2 Semestern. Ich hoffe nur, dass es klappt.

    Und ja, ich habe ihm das alles gesagt. Ich kann sehr drastisch sein und ich fühle mich dann unfair. Eben weil er nie an mir herumnörgelt und auch viele gute Seiten hat. Diese geraten natürlich ins Hintertreffen, wenn ich mich so ärgere, wie im Moment. Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn nicht attraktiv finde so, seitdem hat er 2 Kilo abgenommen (das war vor etwa 2-3 Wochen) und war mehrmals auf dem Heimtrainer.

    Sein Bruder ist das Gegenteil - karrieregeil, eitel, chic angezogen. Und genau so einen möchte ich noch weniger. Ich wollte immer einen lieben Mann, der auch bereit ist, Haushalt zu machen, der auch bei den Kindern bleibt, wenn ich Karriere mache. Er hat mir schon soviel geholfen und mir abgenommen, wenn ich Stress hatte, ich glaube nicht, dass ich ohne ihn so weit wäre. Das muss ich alles der Vollständigkeit halber erwähnen.

    Und natürlich wirft man 4,5 Jahre nebst gemeinsamer Wohnung und Katze nicht einfach so weg. Wir haben ja auch viel gemeinsam, was wichtige Sachen angeht.

    Trotzdem, als seine Mutter gestern zu mir sagte "Ich muss ihn so nehmen, er ist mein Kind, du kannst es aber lassen!" da hat mich das schon irgendwie erschrocken. Sie hält ihm auch vor, eine Freundin wie mich nicht mehr lange halten zu können, wenn er so weiter macht.

    Von ihm kommen auch Aussagen, die mich erschrecken. Er sagte gestern noch, ihn langweile alles, außer uns beiden. Da habe ich mich schon gefragt, ob da alles okay ist - so eine Einstellung ist doch gruselig.

    Ich habe ihm eine Trennung schon häufiger angedroht, ohne es durchzuziehen - ich weiß aber auch, dass ich zur Dramatik neige und in der Wut Sachen sage, die ich nicht so meine. Aber Gespräche über seine Trägheit hatten wir schon öfter - von ihm kommt dann nicht viel, außer, dass er mir Recht gibt und sich "ab jetzt reinhängen" möchte... Es ist auch schon besser geworden. Die 2. Hälfte seines Praktikums hat er super gemeistert, bei der 1. hatte er noch Migräne- und Panikattacken, und ich habe ihm z.T. noch Nachts geholfen. (Kein Ding, macht er ja bei mir auch). Er war bei diesem jetzt viel selbständiger. Ich glaube schon, dass sich was tut, aber es geht sooo langsam - und ich bin doch soo ungeduldig :frown:
     
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    28 März 2011
    #6
    Off-Topic:
    Hab eben oben noch was ergänzt.

    Ich hab geahnt, dass Du ihn nun in Schutz nehmen wirst. :zwinker:

    Warum sollte er auch an Dir herumnörgeln?
    (Wobei "gefiel mir vorher besser.." gekoppelt mit fehlenden Komplimenten ja auch nicht unbedingt "nett" ist. Klar darf er seine Meinung sagen, aber er zeigt Dir ja nicht mal mehr, dass Du ihm gefällst oder dass er Dich begehrt.)
    Er weiß vermutlich ganz gut, dass er der Schwächere ist und sein Verhalten Dir gegenüber nicht in Ordnung ist und er Deine Gutmütigkeit und Geduld ausnutzt. Kann auch sein, dass er Deine Vorwürfe hinnimmt, weil sie berechtigt sind. Vielleicht ist er insgeheim gleichzeitig trotzig, weil Du ihn oft kritisierst. Gerade wenn man weiß, dass er andere berechtigt Kritik übt, kann es sein, dass man dann gar nicht mehr zugänglich ist, sondern innerlich dem anderen die Zunge rausstreckt und NIX ändert.

    Ich will ihn Dir nicht madig machen, sondern nur zu Egoismus ermutigen. Es ist in Ordnung, wenn Du hart bist - das ist nicht unfair, sondern anscheinend nötig.
    Nur ist fraglich, ob Du weiterhin seine Gouvernante sein willst. Seine Mutter hat das ganz gut erkannt.

    Es gibt zum Beispiel in meiner Stadt vom Studentenwerk aus das Angebot psychologsicher Beratung, auch in Gruppen, zum Beispiel mit dem Inhalt "regelmäßiges Arbeiten fürs Studium" oder "Schreibwerkstatt", wo konkret an Projekten gearbeitet wird, wo man sich austauscht, wenn der innere Schweinehund zu sehr lähmt. Da gibt es dann auch konkrete Vorgaben, was man bis zum nächsten Treffen macht, und beim nächsten Treffen ist dann zu berichten, was man davon geschafft hat und was nicht, woran man gescheitert ist, aber auch, was gut geklappt hat.
    Vielleicht wäre das ein Ansatz: Beratung durch andere. Damit nicht Du bist, die an ihm herumnörgelt, was das Studium angeht. Dann wäre dieser Zündstoff schon mal entschärft.

    Angehörige sind oft zu dicht dran, um wirklich effizient helfen zu können.

    Wenn Ihr Euch wegen seiner Trägheit unterhaltet, wär mein Vorschlag, es nicht bei einem pauschalen "ab jetzt häng ich mich rein" belasst, sondern dass er genau zu sagen hat, wie er sich denn konkret "reinhängen" will. Was wird er bis wann tun? Man kann mit dem Kalender arbeiten oder mit Listen. Systeme zur Bekämpfung der Trägheit gibts verschiedene. Ich glaube ihm, dass er es durchaus ernst meint, wenn er sagt, ab jetzt wolle er sich reinhängen. Nur ist das gar nicht so einfach, wenn er so an Trägheit gewohnt ist. Irgendwann denkt man sich dann eh "naja, ich weiß ja, dass ich es eh nicht packe", auch ans Scheitern kann man sich gewöhnen. Aus Verhaltensmustern auszubrechen kostet Kraft. Aber die kannst Du ihm nicht geben, die muss er selbst aufbringen.

    War er wegen der Panikattacken in Behandlung?
    Langeweile und Indifferenz gegenüber fast allem können auch ein Symptom einer psychischen Erkrankung sein, aber auch einer physischen. Ist gesichert, dass SEINE Schilddrüse zum Beispiel korrekt arbeitet? Du weißt selbst ja genug über die Zusammenhänge von Schilddrüse und Stimmungen. ;-)

    Was habt Ihr denn gemeinsam? (Musst Du nicht hier beantworten.) Habt Ihr aktuell gemeinsame Träume? Du hast berufliche Ziele und willst eine Familie gründen. Was will er - für sich selbst und mit Dir? Gibts Dinge, die Ihr aktuell zusammen macht? Er macht keinen Sport, aber gibts denn einen Sport, den Ihr beide mögt und zusammen machen könntet? Ich würde ihm ggf. vorschlagen, dass Ihr Euch etwas sucht, dass Euch beiden Spaß macht (ohne Leistungsdruck). Damit nicht immer nur Studium und Übergewicht im Vordergrund stehen oder sonstige "Nervfaktoren", sondern Ihr auch mal unbeschwert Spaß habt zusammen.

    Vielleicht hilft es Dir selbst, wenn Du Dir aufschreibst, was Dir an ihm aktuell gefällt und was Du an Eurer Beziehung positiv siehst. Und zwar nicht auf die Vergangenheit bezogen, sondern eben auf Euch, wie Ihr jetzt seid, wie Ihr JETZT zusammenlebt. Wenn Du da Punkte zusammenträgst, dann weißt Du auch, wofür es sich geduldig zu sein lohnt.
     
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    28 März 2011
    #7
    Vornweg: Ich möchte ihn nicht in den Schutz nehmen, ich wollte nur noch ein paar positive Sachen hervorheben - so ein Eingangsposting unter Tränen und mit Wut im Bauch ist natürlich selten objektiv. :zwinker: Da ich langsam ruhiger werde und dann auch weniger dramatisch sehe, kann ich auch vermehrt gute Seiten sehen.

    Weil mir die Frage, wie er sein Studium angeht, nicht das Wichtigste ist. Und weil ich ihn liebe. Weil ich weiß, dass wir in allen anderen Bereichen perfekt harmonieren. Und weil ich weiß, dass ich für die Bereiche, die mir ansonsten (!) wichtig sind, keinen Besseren finde. Das hat nichts mit Resignation zu tun, sondern damit, dass ich das für mich weiß.

    Ich hatte vorher schon eine lange Beziehung, wo der Mann nix auf die Reihe bekam. So mit "noch bei Mama wohnen und vor 30 nicht arbeiten wollen" Da war dann irgendwann alles weg, auch die Liebe. Ich dachte, mit einem Mann, der studiert und alleine wohnt, wäre ich das Problem los.

    Er ist in vielen Bereichen auch sehr selbstständig - aber was sein Studium angeht, gar nicht. Ich bin deswegen nicht seine Gouvernante, ich kümmere mich eigentlich wenig darum - bis auf gelegentliche Hinweise und Gespräche enthalte ich mich da. Wenn er mich um Hilfe und Unterstützung bittet, tue ich das. Aber das ist nicht einseitig, er hilft mir auch sehr viel, was Korrekturlesen, Voträge üben und dergleichen angeht.

    Doch, schon. Nur eben nie so, wie ich es "erwarte". Morgens, wenn ich noch müde bin, wenn ich zockend am PC sitze, wenn ich eigentlich den Kopf mit anderen Sachen voll habe. Aber nie dann, wenn ich damit rechne- und dann nehme ich die blöden Sprüche natürlich persönlich. Für ihn ist das eindeutige Kommunikation. Er sagt, es wäre ja klar, dass ich hübsch bin - also "ergänzt" er nur, was nicht so passt. Dazu hatte ich hier schonmal einen Thread :zwinker: Mein Freund kommuniziert da eindeutig, ohne Hintergedanken - für ihn ist auch die Aussage "Mama, wir müssen fahren, Hexe will nach Hause" eine ganz Objektive, er versteht dann nicht, wieso ich hinterher finde, er haut mich vor seiner Mutter in die Pfanne. Gleiches für eine Telefon am Ohr mit einem Kumpel und "Hexe, hast du was dagegen, wenn gleich der Tim zu Besuch kommt?" - und er nicht versteht, wieso ich nicht laut "JAAA!" rufe, wenn sein Freund das hört.
    Es ist mehr das "trampelige" Naturell, weniger ein "gemeines".

    Nein, war er nicht. Die kamen zusammen mit der Migräne, wieso, weiß keiner. Er war deswegen beim Neurologen, der konnte auch nichts feststellen.
    Ich überlege manchmal, ob da vielleicht auch hormonell was schiefläuft - Schilddrüse oder so. Wegen der Antriebslosigkeit, dem Übergewicht und dergleichen. Ich weiß es nicht.


    Da fallen mir auf Anhieb viele Sachen ein. Vielleicht schreibe ich nachher mehr, er möchte jetzt mit mir reden - hoffen wir mal, das was dabei rumkommt. Vielleicht gebe ich ihm auch den Thread zu lesen - dann kann er mal darüber nachdenken.
     
  • Schweinebacke
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    28 März 2011
    #8
    Er studiert Physik, Bio oder sowas Schweres in der Richtung, stimmts?

    Ich habe ja auch ein naturwissenschaftliches Studium hinter mir inklusive ordentlich Hänger und Unmotitivertphasen und ich hab da auch genug Leute abbrechen sehen.
    Ich würde ja fast vermuten, er ist gerade sehr überfordert mit dem Studium, würde es eigentlich gerne abbrechen, sieht aber letztlich keinerlei Alternativen. Es spricht ja dafür, dass er bisher so wenig Scheine geschafft hat und das alles so gequält läuft. Vermutlich macht er das alles nur noch dir und seiner Mutter zur Liebe, sowie weil da gerade die echte Alternative fehlt.
    Dadurch kann man halt auch im restlichen Leben in ein tiefes Loch fallen und ausbrennen. Letztlich trägt er dann die Probleme, die er mit dem Studium hat, in euer Privatleben.

    Ganz ehrlich: Glaubst du er wird dieses Studium je einigermaßen erfolgreich abschließen? Ansonsten sind einfach Alternativen gefragt, so scheisse dass jetzt alles auch ist. Und zwar asap, bringt ja nichts da noch ein paar Semester durchzuquälen. Die Abbrecherquoten in den Naturwissenschaften sind hoch, es ist keine Schande, da zu verkacken.
     
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  • SchwarzeFee
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    28 März 2011
    #9
    Hallo Hexe,

    ich finde ganz und gar nicht, dass das Kleinigkeiten sind. Gerade die Sache mit dem Studium finde ich ehrlich gesagt total schlimm und ich staune, dass du da noch so ruhig bleiben kannst. Darf ich fragen, was er studiert? Ich meine, ihr seid über 4 Jahre zusammen. Er studiert, seitdem ihr zusammen seid und hat seitdem nur 3 Scheine mehr? :ratlos: Er ist im 14. Semester... er muss doch selbst mal merken, dass es langsam aber sicher mal Zeit wäre, dass er fertig wird.
    Die Familienplanung sei an dieser Stelle mal dahin gestellt. Ich kann verstehen, dass dich das bedrückt, aber ich finde es zunächst irgendwie wichtiger, dass er aus seinem Trott heraus kommt. Wie alt ist er denn? Was sind denn seine Ziele? Wo sieht er sich denn in 10 Jahren, wenn er so weiter macht, wie bisher?

    Warum haust du nicht mal auf den Tisch und führst ihm mal vor Augen, was er in den vergangenen Jahren geleistet bzw. eben nicht geleistet hat? Mir scheint es, als wenn er sich ziemlich ausruht und alles als gegeben ansieht. Er hat eine hübsche Freundin, die zudem gerade beginnt, Karriere zu machen. Er hat ne Wohnung. Die Freundin verdient Geld. Was will man(n) mehr. Da reicht es ja, wenn man einfach mal so vor sich hin studiert.
    Aber genauso ist es eben nicht und das musst du ihm unbedingt sagen. Setze ihn unter Druck und zeige ihm, dass du das so nicht länger akzeptieren wirst. Verlange, dass er sich mehr um sein Studium kümmern soll, oder du sonst überlegen wirst, dich zu trennen.
    Setze dich mit ihm hin und schreibt auf, was er im Studium noch alles zu schaffen hat (Scheine, Diplomvorbereitungen, Diplomarbeit etc.) und dann guckt, in welchem Zeitraum das zu schaffen ist, wenn er sich reinhängt. Und dann verlangst du eine sichtbare Veränderung. Er soll dir zeigen, dass er sich an den Plan hält und das wirklich durchziehen wird. Dann könnt ihr eure Zukunft (und vor allem auch deine Familienplanung) besser und realer einschätzen und wisst, in welchem Zeitraum ihr wirklich von Kindern sprechen könnt.

    Und dann erkläre ihm die Sache mit dem Aussehen. Sage ihm, dass dich das stört und das du es schade findest, wie er sich in der vergangenen Zeit entwickelt hat. Locke ihn raus an die frische Luft und wenn er darauf keine Lust hat, dann zeige ihm vermehrt, dass du selbstständig bist und dein Leben auch alleine Leben kannst. Unterstütze ihn nicht mehr finanziell.

    Habt ihr denn jemals offen darüber geredet? Oder hast du das alle eher stillschweigend hingenommen?
     
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    28 März 2011
    #10
    Ja, Physik. Und ja, ich weiß, dass er es nie wirklich wollte. Er wollte aber auch nie was Anderes. Es ist ihm eigentlich egal. Er hat keine Karriereambitionen - zumindest kommt es mir so vor.
    Dann gibt es aber auch Lichtblicke. Im Praktikum hat er gegenüber seinen faulen Kollegen geglänzt und mit der wiss. Mitarbeiterin die komplette Nacht im Teleskop geackert. Das Protokoll bearbeitet er täglich, also vieeel besser, als noch bei anderen Themenbereichen. Ich sehe da ja auch Verbesserungen. Aber es geht eben sooo langsam.

    Ich weiß selbst, dass ein Studium, was sich ewig zieht, nicht leichter wird. Ich sehe es an Freundinnen, die 6 Jahre studiert haben und am Ende mit einer beschissenen Note dastehen. Trotz Fleiß, Ehrgeiz und Spaß daran. Mein eigenes Studium war auch nicht immer schön.

    Also wenn es noch 2-3 Scheine sind, die Diplomprüfungen und -arbeit, er sich auf den Hintern setzt - dann ja. In jedem anderen Fall: Ich weiß es nicht. Die Idee, nach dem Diplom als Lehrer quereinzusteigen, scheint ihm zu gefallen. Evtl. wirds ja auch was mit der Astronomie. Da scheint es nicht viele zu geben und die Profs sind ebenso skurril, wie er :zwinker: Anscheinend macht ihm das auch Spaß - nur das viele drumherum eben nicht.

    Ehrlich gesagt, weiß ich es nicht. Vielleicht war es auch die Wut, die da 3 Scheine draus gemacht hat :zwinker: Als ich mit ihm zusammenkam, hatte er gar keine Scheine eigentlich. Er hat die ersten 4-5 Semester nur für Party genutzt. Da war ich schon mit der Zwischenprüfung durch und ging aufs Hauptstudium zu. Kurz nachdem wir zusammen gekommen sind, bin ich ja in eine eigene Wohnung gezogen, nur um fürs Examen zu lernen. Also wir fingen schon unterschiedlich an.
    Danke, das ist ein guter Plan.
     
  • User 20579
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    29 März 2011
    #11
    So, um kurz einen Zwischenstand zu geben: Wir haben gestern lange geredet, ja, auch er. Ich glaube, er hat verstanden, wie wichtig mir das Ganze ist. Wir haben beide schlecht geschlafen, aber ich fühle mich jedenfalls erleichtert, dass einiges nochmal klargestellt ist.

    Einige Dinge, die ich gestern hier gepostet habe, sind auch schon in der Veränderung. Insoweit muss ich das richtigstellen, was z.B. das Gewicht angeht, da er ja schon 2 Kilo abgenommen hat und weiter dran arbeitet. Die Haare müssen wir eben verkraften, wenn sie wieder lang werden, sieht er eben in der Übergangszeit bekloppt aus :zwinker:

    Er wird mir einen Plan machen, was zu machen ist und in welcher Zeit. Im Gegenzug machen wir aber auch einen Putzplan, da er eindeutig mehr im Haushalt macht (z.B. jeden Morgen 2 Stunden, wenn ich noch schlafe) und deswegen auch weniger Zeit zum Studieren hat. Ich glaube auch, dass er sich gerne in Hausarbeit flüchtet, das habe ich ihm auch gesagt. Es muss nicht immer alles perfekt poliert sein und man muss das auch nicht vorschieben, um nicht für die Uni arbeiten zu müssen.

    Allerdings neige ich auch dazu, mich darauf auszuruhen. Daher muss ein guter Plan her wie wir was aufteilen. Ich denke, wir werden das mal in Angriff nehmen.

    Vielleicht brauchen wir jeder Lernplän, Kochpläne und Putzpläne, um sowas zu organisieren. Ich hoffe jedenfalls, wir kriegen das hin.

    Wenn jemand noch Ratschläge hat, gerne her damit...
     
  • User 99630
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    #12
    Mein Freund war, zumindest was die Uni-Geschichte angeht, genau wie deiner. Bei ihm hat geholfen, ihm die Situation mal ganz klar vor Augen zu führen: Fast 30, im 1x. Semester, wenn er so weiter macht auch kein Ende und kein guter Abschluss in Sicht.
    Vorher hat er das alles mehr oder weniger verdrängt, "ist ja nicht so schlimm", "wird schon irgendwie". Erst als ihm deutlich bewusst gemacht wurde, dass es so nicht weitergeht, hat er angefangen sich reinzuhängen, und jetzt klappt es auch ganz gut.

    Ich finde, Lernpläne und ähnliches sind schon ein guter Anfang. Und dass du ihn im Haushalt entlasten willst, find ich gut. Ich drück die Daumen, dass ihr die Pläne ordentlich umsetzen könnt. :smile:
     
  • weisse orchidee
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    29 März 2011
    #13
    ................... sorry, account löschung aus privatsphäre-gründen ..............
     
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  • User 20579
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    29 März 2011
    #14
    @weisse Orchidee: Das was du schreibst, macht natürlich durchaus Sinn - aber was mache ich mit jemandem, der sagt, er hätte nichts, was er lieber machen möchte? Sprich, bei dir gab es ein Fach B- mein Freund hat keins. Er findet nichts besser, er möchte nichts lieber. Er hat was Karriere angeht, einfach allgemein wenig Ehrgeiz - dafür in anderen Lebensbereichen umso mehr. Ich wüsste nicht, wie ich ihm zu einem anderen Studium raten sollte, wenn es eben keins gibt, was ihm besser gefällt.
     
  • weisse orchidee
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    29 März 2011
    #15
    Du schreibst, dass er in anderen Bereichen durchaus ehrgeizig sei - ist da denn wirklich gar nichts dabei, was sich karrieremäßig verwerten ließe? Irgendeine Leidenschaft, ein Hobby, das man zum Beruf machen könnte? Es muss sich ja dabei nicht zwangsläufig um ein neues Studium handeln. Wenn er mit seinem Studium aber inhaltlich tatsächlich eigentlich glücklich ist, dann vergiss meinen Beitrag ganz schnell. Vielleicht helfen dann wirklich Lernpläne oder irgendwelche Selbsthilfegruppen wie von mosquito bereits vorgeschlagen. Viel mehr fällt mir da leider auch nicht mehr ein. Falls Du ihn aber weiterhin konstant antreiben musst, befürchte ich, dass das bereits von Dir erwähnte Respektsproblem nicht kleiner werden wird. Wenn jemand eigentlich Spass an einer Sache hat, aber dann partout den Hintern nicht hoch bekommt, ist es wohl verdammt schwierig, auf Dauer Verständnis zu zeigen.

    Weiter oben hast Du angedeutet, dass Du gerne einen Mann möchtest, der vielleicht die Erziehung von Kindern und den Haushalt übernimmt während Du Karriere machst. Mein subjektiver Eindruck ist, dass man noch immer kaum Männer finden dürfte, die sich das vorstellen können und gleichzeitig ein anspruchsvolles Studium zu Ende gebracht haben. Könntest Du Dir Deinen Freund denn tatsächlich in einer Vollzeit-Hausmannrolle oder zumindest in einer beruflich recht zurückgenommen Position vorstellen? Falls das tatsächlich der Fall ist, wäre ein abgebrochenes Studium oder ein nach 20 Semestern beendetes (steht ihm nach 14 Semestern nicht so oder so bald die Zwangsexmatrikulation bevor?) vielleicht auch nicht das Ende der Welt. Wobei alle Beteiligten bei einem solchen Lebensentwurf wohl immer noch mit vielen schrägen Blicken umgehen müssten.... Umgekehrt gibt es die Konstellation ja millionenenfach, aber als Frau und dann noch Akademikerin hat man es da doch deutlich schwerer als die Männer und ganz nebenbei meist auch andere Ansprüche.
    Tut mir leid, was anderes fällt mir dazu auch nicht mehr ein. Ich hoffe jedenfalls, dass dein Freund noch die Kurve kriegt. :smile:
     
  • gewitterfee
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    29 März 2011
    #16
    Ich habe mir jetzt nicht komplett alles durchgelesen, aber zu der Situation mit seinem Studium:
    ich bin selbst einer der Studenten, die gerne einmal Prüfungen vor sich herschiebt. Aber das liegt daran, dass ich erstens Prüfungsangst habe und zweitens die Angst zu versagen. In meiner Kindheit bin ich nur über Leistung definiert worden, nur dann war ich etwas wert.
    Heute weiß ich natürlich, dass das Blödsinn ist und ich arbeite daran, aber von heute auf morgen ist das nicht weg. Das hat aber nichts mit Faulheit zu tun. Teilweise lerne ich enorm viel auf die Prüfungen, doch wenn ich das Gefühl hab, dass ich den Stoff nicht 100 Prozent kann, trete ich zur Prüfung nicht an. Schwachsinn natürlich, aber ich kann mich dann oft nicht überwinden. Auch das Gefühl: alle anderen sind viel schneller, sie leisten viel mehr, nur ICH bin wieder die Extrawurst bremst mich selbst sehr stark aus.
    Was mir geholfen hat, war mein Freund. Der steht immer zu 100 Prozent hinter mir und ich weiß, dass er mich nicht über mein Studium definiert oder aufgrund irgendeiner Leistung liebt.
    Ich weiß, dass er auch hinter mir steht, wenn ich das Studium abbreche und Friseurin werde (mal übertrieben gesagt)., Solange ich glücklich bin.

    Klar, vielleicht ist dann eine Familienplanung oder eine gemeinsame Wohnung noch in weiter Ferne, aber er würde darauf warten.
    So hab ich langsam gelernt, dass ich mir weniger Gedanken mache und mein Studium endlich anpacke.

    Du kommst mir auch etwas "bestimmend" rüber. Dir passt dies und jenes nicht an deinem Partner. Dazu nur ein kleiner Einwurf von mir: man kann einen anderen Menschen nicht ändern, man hat nur die Möglichkeit ihn so zu nehmen wie er ist, oder seine eigene Einstellung zu ändern.
    Dennoch schwimme ich auf der Welle, einen Menschen, den man liebt, sollte man lieben, weil er der ist, der er ist, mit all seinen Macken und nicht, weil er man ihn schon so hinbiegen kann, wie man selbst es gerne hätte.
    Viele Beziehungsprobleme sind eine Sache der eigenen Einstellung. Ändert man diese nur geringfügig, lösen sich viele Probleme in Luft auf.

    Und noch etwas: ein anderer Mensch kann einen nie glücklich machen, wenn man es nicht ohne ihn wäre. Er kann das eigene Glück nur mehren, aber nie mindern. Denn man hat immer die Möglichkeit seinen Weg alleine weiter zu bestreiten. Will man das nicht, dann sollte man etwas an seiner Einstellung verändern, denn vom Partner zu erwarten, dass er sich für einen ändert, finde ich absolut daneben.
     
  • User 48403
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    29 März 2011
    #17
    Hallo Hexe,

    es ist eigentlich schon alles gesagt worden, wollte aber was zu Sache Familienplang sage. Ich finde es gut, dass Du noch vor dem 30. Lebensjahr ein Kind haben möchtest, da ich ein Verfechter davon bin, dass Kinder eine einigermassen junge Kindsmutter haben.
    Andererseits aber arbeitest Du auch ehrgeizig an Deiner Karriere, was mit zur Frage veranlasst, wie Du das zusammen unter einen Hut bekommen möchtest.
    Ich meine, Du hängst Dich doch nicht so sehr hinein, nur um nachher halbtags arbeiten zu gehen. Von daher denke, ich, dass Du und Dein Freund das Thema dringend ansprechen solltet, wer sich wann ums Kind kümmert. Weil vor allem muss da erst mal die finanzielle Frage geklärt werden. Heisst also: WANN besteht die Chance, dass er soweit einen festen Beruf hat, dass einer Familienplanung nichts im Wege steht.

    Ist er denn auch bereit, beruflich zurückzutreten, wenn sich ums Kindund Haushalt gekümmert wird? Falls ja, sollte er sich mit dem Gedanken auseinandersetzen, ob weiteres Studieren (mit fraglichen Erfolgsaussichten) noch Sinn macht.

    Ich spreche jetzt nicht vom kompletten Rollentausch, aber es bestünde ja die Möglichkeit, dass Du Deinen angestrebten Job Vollzeit arbeiten kannst und er halbtags arbeitet.

    Es mag in Deinen Augen unzeitgemäss klingen, aber - Kinder gehören zur Familie, und diese ist keineswegs mit einer Tagesmutter oder Kindergärtnerin zu ersetzen.

    Wenn Ihr eine ernsthafte Familienplanung anstrebt, solltet Ihr die Frage Studium/Job dringend abklären. Ich meine, wenn er eh nicht viel Ehrgeiz zu Karrierer aufweist und sich für kein Fach begeistern kann, spricht nichts gegen ihn, die Rolle zu übernehmen, indem er sich mehrheitlich um Kind und Haushalt kümmert - da er ja eh schon Dich im Haushalt unterstützt.

    Hier ist bei Euch beiden die Frage gefordert: Wo stehen wir in 5 Jahren?
     
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    29 März 2011
    #18
    Hm, ich weiß gar nicht, wo du das Respektsproblem hernimmst. Ich habe schon Respekt vor ihm, da ich ihn nicht nur über sein Studium definiere.

    Vollzeit-Hausmann muss deswegen ja noch nicht sein, aber zumindest eine Aufteilung fände ich schon sinnvoll. Selbst das ist mit den meisten Männern ja nicht möglich. Trotzdem möchte ich deswegen noch lange nicht, dass er sein Studium abbricht.
    Im Übrigen hat er was sein Diplom angeht, keine Probleme. Es sind noch mehr so wie er im Semester, auch eine Zwangsexmatrikulation steht nicht ins Haus. Auch wenn er sich sonst nicht soviel, wie es wünschenswert wäre, ums Studium kümmert, aber das hat er abgeklärt :zwinker:

    Seit heute morgen sitzt er am Schreibtisch und macht sein Praktikum fertig. Danach sind die Scheine abzählbar. Also hoffen wir mal, dass der Schuss vor den Bug gereicht hat...
    Deine Schilderung passt insoweit nicht zu meinem Freund, als dass er sich eigentlich - was das angeht - so gut wie gar keine Gedanken macht. Er macht sich keinen Druck, er hat keine Versagensängste. Er hat einfach so gut wie kein Interesse an seinem Studium. Das ist ein bedeutender Unterschied :zwinker:

    Zum Rest kann ich nur soviel sagen, als dass ich ihn 4 Jahre habe machen lassen, wie er es möchte. Und ich muss einen Menschen nicht so nehmen, wie er ist. Wir verändern uns beide füreinander, ich arbeite auch an mir. Wenn man ewig so bleiben würde, wie mit Anfang 20, wäre das ja schrecklich. Und wenn ich nun nach 4 Jahren freundlicher Hinweise und dezenter Nachfragen langsam genug habe, dann finde ich das okay.

    Tja keine Ahnung, das ist wohl ein typisches Frauenproblem, dass man eben auf 100 Hochzeiten gleichzeitig tanzt. Ist nicht böse gemeint, aber dass es dafür keine Patentlösung gibt, dürfte klar sein. Wie immer, wenn man es als Frau auch "wagt", eine längere Ausbildung zu machen.
    Mit meinem Freund bin ich aber insoweit auf einer Wellenlänge. Er ist durchaus bereit, komplett auszusetzen oder nur halbtags zu arbeiten. Und ich bin auch bereit, teilweise auszusetzen und halbtags zu arbeiten. Sollte das mit einer Verbeamtung klappen, bin ich da auch ruhiger, aber das steht zur Zeit in den Sternen.

    Grundsätzlich ist das aber alles abgeklärt, auch wenn es bei mir eher ein gefühltes "In 3 Jahren" und bei ihm ein "In 5 Jahren" ist. Gut, dann bin ich keine 29 mehr, aber das muss man im Zweifel eben sehen. Letztlich ist es insoweit klar: Hätte ich einen Freund, der jetzt schon 3 Jahre Geld verdienen würde, könnte ich die Sache weitaus gelassener sehen. Kann ich aber leider nicht. Das frustriert mich zwar, aber es ist auch so gesehen nicht zu ändern.
     
  • User 48403
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    30 März 2011
    #19
    Ich denke, das ist ein eher gesellschaftliches Problem. Ich bin zwar überzeugt, dass doch manche Männer diese Rolle übernehmen würden, aber dann Angst haben, gesellschaftlich nicht mehr als richtiger Mann anerkannt zu werden. Männer sind im Gegensatz zu Frauen sehr zurückhaltend damit, traditionelle Rollenmuster zu brechen:
    - Angst, von anderen belächelt bzw,. schief angeguckt zu werden zu werden bei Kumpels, Arbeitskollegen
    - was auf die Frage "und was arbeitest Du so?" antworten? Hausmann klingt ja so ziemlich....naja
    - betrachten sich immer noch als "Ernährer und Hauptverdiener" und können entsprechend schlecht damit umgehen, wenn SIE die Hauptverdienerin ist. Kommt aber wohl eher auf das Selbstbewusstsein des Mannes an.
    - von Männern wird gesellschaftlich gesehen Leistung und Karriere erwartet, wer damit nicht punkten kann, fühlt sich schnell als minderwertig.

    Obwohl wir heute eigentlich in einer aufgeklärten Wiisensgesellschaft leben (sollten), wo die Rollenverteilung nicht mehr auf das Geschlecht fixiert sein sollte, ist es für Männer immer noch schwierig, diesen Schritt zu machen.

    Desweiteren gehen wohl die meisten Männer automatisch davon aus, dass sie eh irgendwann der Hauptverdiener der Familie sein werden. Auf den Gedanken, dass die Rollen austauschbar sind, kommen sie meist gar nicht erst.
     
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    30 März 2011
    #20
    Ich wollte mal noch etwas zu der Sache mit den Komplimenten (Beispiel: Frisur und Lippenstift) sagen:
    Ist das schon immer so gewesen? Wenn ja, dann müsstest du ja wissen, dass er kein Mann der großen Worte ist und seine Liebe eben ganz anders ausdrückt.

    Mein Freund ist da genauso, ich habe mir schon oft neue Kleidungsstücke gekauft, jeder (wirklich JEDER) war davon begeistert und ich wurde sogar darauf angesprochen, wo ich das her hätte. Nur mein Freund sagte dazu "Das gefällt mir überhaupt nicht". Zack, dann steht man da und fragt sich was er überhaupt will und wieso er in dieser Hinsicht so "komisch" ist und nicht einmal ein Kompliment machen kann.
    Andererseits sagt er dann dazu, dass er nunmal ehrlich ist und nicht sagen will, dass es toll aussieht obwohl er das überhaupt nicht so sieht.
    Das ist ja eigentlich auch richtig aber ich mache mir dennoch desöfteren mal Gedanken darüber, gerade wenn ich ne blöde Phase habe. Eigentlich weiß ich ja, dass er seine Liebe anders zeigt und das ich ihm gefalle (das sagt er mir ja auch!):zwinker:

    Was ich damit sagen will: Man steigert sich auch gerne mal in etwas hinein wenn man sauer ist oder nimmt andere Paare als Vergleich, dabei ist das total falsch.
    Ich könnte wetten, dass dein Freund schon von Anfang an so war und du kannst froh sein, dass er so ehrlich zu dir ist und dir seine Meinung sagt. Besser als jemand, der immernur ja und Amen betet.
     
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