• zynn41
    zynn41 (27)
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    22 November 2015
    #1

    Vasektomie

    Hallo zusammen,

    ich habe mir die letzten Monate das Thema Verhütung durch den Kopf gehen lassen und bin zum Entschluss gekommen, dass eine Vasektomie rein von der Logik her den meisten Sinn ergibt.

    Ich (22 Jahre alt) bin zwar derzeit Single, habe aber unabhängig davon, den richtigen Partner gefunden zu haben auch zukünftig nicht vor Kinder in die Welt zu setzen.

    Wieso? Nun das hat mehrere Gründe.

    - Ich möchte keine Kinder. Man wird schlichtweg in seiner Freiheit eingeschränkt und ist mindestens die ersten 18 Jahre gerade finanziell daran gebunden. Ich bin ein Mensch der viel durch die Weltgeschichte reist und gerade in der Zeit in der ein Kind von den Eltern abhängig ist wäre dies für mich eine große Einschränkung in Bezug auf meine persönlichen Ziele. Ich möchte mich schlichtweg nicht in meiner Freiheit einschränken lassen,

    - Bei der derzeitigen weltweiten Entwicklung, Überbevölkerung, durch unser verschwenderisches und selbstsüchtiges Verhalten entstandenen ökologische Probleme die in den kommenden 20 bis 30 Jahren zu sehr vielen Konflikten führen werden sehe ich nicht gerade eine Welt in die ich bewusst Leben setzen möchte.

    - Derzeit werden die Zahlen an Waisenkindern weltweit auf über 150 Millionen (je nach Organisation auch weitaus höher) geschätzt. Wäre es nicht wichtiger, existierenden Menschen eine Familie zu bieten als selbst Leben zu schaffen? Ich weiß viele Menschen haben (aus für mich unerklärlichen Gründen) scheinbar den Drang unbedingt die eigenen Gene weiter geben zu wollen. Das ist aber für mich nicht wichtig.

    - Als Verhütungsmethode ist eine Vasektomie einfach viel sicherer als Kondome oder die Anti-Baby-Pille. Logischerweise bleibt der Schutz gegen Geschlechtskrankheiten mittels Kondom außerhalb einer gefestigten Beziehung unverzichtbar, ist aber als Verhütungsmittel mir persönlich nicht sicher genug. Die Pille an für sich ist reines Gift für den weiblichen Körper wenn man mal die Liste der ganzen Nebenwirkungen durchgeht und auch das erhöhte Krebsrisiko in Betracht zieht, finde ich nicht, dass dies eine zumutbare Belastung ist. Auch der Fakt, dass man ganz auf die Zuverlässigkeit seines Partners angewiesen ist. Aus eigener negativer Erfahrung in der Vergangenheit mit vergessenen Pillen fällt es mir hier ohnehin schwer zu vertrauen.
    Auch habe ich selbst in der Familie etliche Verwandtschaft die Kinder auf diese Art und Weise in die Welt gesetzt haben - in diesen Fällen mit mehr oder minder unglücklichen Vätern (die zwar ihre Kinder lieben, es aber wohl einfach nicht der richtige Zeitpunkt war und die nun in dieser Situation festsitzen).

    Sollte ich in den kommenden 10 bis 15 Jahren nochmals eine 180° Kehrtwende machen und nehmen wir mal an auch den richtigen Partner gefunden hätte mit dem ich nun unbedingt doch noch Kinder großziehen wollen würde, ließe sich immer noch adoptieren.
    Sollte ich doch noch unbedingt noch leibliche Kinder zeugen wollen ließe sich mit einer Operation die Vasektomie auch rückgängig machen mit einer Erfolgschance von 80% bis 30% (je nachdem wie lang der Eingriff her ist).
    Diese Operation ist zwar dann recht kostspielig, aber diese Kosten sollten ja in dieser Situation keine Rolle mehr spielen, wenn man schließlich ohnehin finanziell leistungsfähig genug sein sollte um für ein Kind aufkommen zu können.

    Das Thema einer Kryokonservierung von Erbgut wäre zwar wohl die simpelste Lösung, kommt allerdings leider nicht in Frage, da die laufenden Kosten halbjährlich recht hoch sind, dauerhaft anfallen und ich das im Moment auch gar nicht bewerkstelligen kann.

    Ich denke zwar, dass ich mit meinem Gedankengang soweit ganz gut und auch logisch aufgestellt bin, gerne würde ich aber auch von anderen Leuten mit mehr Lebenserfahrung und vielleicht anderen Blickwinkeln hören. - Ist ja nichts desto trotz eine gravierende Entscheidung.

    Viele Grüße :smile:
     
    Zuletzt bearbeitet: 22 November 2015
  • User 150539
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    22 November 2015
    #2
    Du wirst nur wohl keinen seriösen Arzt finden, der den Eingriff in deinem jungen Alter machen wird.
    Ich dachte auch bis 25, ich könnt getrost auf Kinder verzichten. Mittlerweile hab ich meine Meinung doch revidiert.

    Schlussendlich ist es aber auch die Entscheidung deiner Partnerin, ob sie leibliche Kinder möchte oder adoptierte. Leider sind Adoptionsverfahren in Europa eine langwierige und leidige Sache. Und ich hab so einige "adoptierte Freunde", die mit dieser Entscheidung keine Freunde haben, dass ihre Eltern nicht ihre Leiblichen sind - und alle wüssten gerne, wo ihre Wurzeln/Eltern/Geschwister sind.

    Leider gibts nur etwas, das wirklich hilft: Enthaltsamkeit. Alles andere kannst Verhütungs-Technisch in den Wind schiessen. Ist leider so. Gerade wenn du deiner Partnerin z.B. bei der Pille nicht 100%ig vertrauen kannst.
     
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    22 November 2015
    #3
    ist zwar alles gut und schön ... aber fraglich dürfte sein, ob Du einen Arzt finden wrst, der bei einem 22 jährigen Mann rein zu Verhütungszwecken solch einen Eingriff überhaupt machen wird.
     
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    23 November 2015
    #4
    Ein Bekannter wollte auch mit 25 eine Vasektomie machen lassen, hätte aber dann zum Psychologen etc. gehen müssen, das hätte kein Arzt sonst gemacht. Er hat es dann sein lassen. Nun sind 10 Jahre vergangen und er wird die Sache nochmals angehen, bin gespannt wie das nun mittlerweile aussieht.
     
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    23 November 2015
    #5
    Denk bitte daran, dass zum Kinderkriegen in 10 Jahren oder mehr immer 2 Personen gehören. Wenn Du zu der Zeit eine perfekte Partnerin gefunden hast, die sich unbedingt eigene Kinder wünscht und das dann an einer Operation scheitert, die Du hast machen lassen, ohne viel Ahnung vom Leben zu haben, dann sind die Chancen sehr hoch, dass Du Dir die Beziehung damit ruinierst.
     
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  • Höhlenbärin
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    23 November 2015
    #6
    Vergeß erst mal den Bullshit den Du zur Pille schreibst. Dann solltest Du Dir klarwerden, daß mit 22 die notwendige Reife und auch der erforderliche Überblick fehlt, um eine irreversible Entscheidung für/gegen eine Vasektomie treffen zu können. Kein Arzt wird einen 22-jährigen - einen Jüngling - zu vasektomieren, das läßt sich nicht rechtfertigen (ich stelle regelmäßig die Indikation zur Sterilisation bei Frauen und kann das Problem ein bißchen überblicken). Abgesehen vom gradezu kindlichen Alter gibt es jedoch noch einen Grund, hier die Vasektomie abzulehnen - die Spekulation auf die Rückgängigmachung, die Refertilisation. Erfolgsaussicht 80-30% ? Sehr, sehr optimistisch. Sterilisieren lassen kann man sich jedenfalls dann, wenn man zu 100% sicher ist, daß man nur noch 0 Kinder kriegen will. Wenn man 30-80% Chancen zur Refertilisierung im Hinterkopf hat, dann braucht man Kondome oder Enthaltsamkeit, aber keine Sterilisation. Und deshalb wirst Du keine kriegen. Komm mit 30 und zwei Kindern noch mal.
     
  • User 137391
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    23 November 2015
    #7
    mein mann hatte seine V. mit 37 und der arzt meinte damals, er hat grad so das richtige alter, viel früher hätte der arzt es nicht gemacht bei ihm!
    (allerdings hatten wir damals auch schon 2 kinder...)

    mit 22 wollten weder ich noch mein mann kinder.. also entspann dich mal und warte die zeit ab...
    kondome schützen auch vor krankheiten, nicht nur vor einer schwangerschaft ;-)
    aber das weißt du selbst ...
     
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  • User 4030
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    23 November 2015
    #8
    Ich bin der Meinung, das man das mit 22 noch nicht überblicken kann. Jetzt mal abgesehen davon, ob es überhaupt einen Arzt gibt, der diese Op in so jungen Jahren durchführt.

    Noch dazu wenn du derzeit Single bist und deinen Lebenspartner noch gar nicht getroffen hast. Wieviele die nie heiraten wollten, heiraten, wieviele die nie Kinder wollten, wollen dann welche. Und deine Statistiken in allen ehren, aber wenn eigene Kinder gesundheitlich möglich sind (ohne Op) dann lieber eigene.
     
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  • Damian
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    23 November 2015
    #9
    Okay...das wird jetzt echt schwer zu vermitteln...hmm..
    Sich für Kinder entscheiden ist eine sehr sehr persönliche Entscheidung. Ob Man nun Kinder haben will oder nicht, beides respektiere ich. Durch die Natur der Sache gibt es aber einen gewaltigen Unterschied: DAFÜR entscheiden ist eine Entscheidung, die nicht lange währt. Denn entweder es klappt oder es klappt nicht. Man fackelt nicht ewig und auch wenn es mal Jahre dauern kann, bis es letztendlich klappt, ist eine Entscheidung dagegen etwas, dass man sich jederzeit überlegen kann.

    Darüber hinaus ist so eine Entscheidung (und das liegt ebenfalls in der Natur der Sache) etwas, dass man zu zweit fällt. Zumindest normalerweise. Das fängt schon damit an, dass man sich mit manchen Menschen ein Kind vorstellen kann und mit anderen nicht. Mit meiner Ex wollte ich erstmal gar nicht zusammenziehen, weil ich wußte, dass sie noch nicht so weit war.

    Du hast Adoption als Möglichkeit angegeben. Eine Adoption ist etwas, dass auch nicht für jeden akzeptabel ist und auch hier respektiere ich jede Entscheidung. Ich persönlich könnte das nicht, bewundere aber jeden, der es kann. Vielleicht kannst du es und das ist toll. Vielleicht kann und will es eine Parternerin nicht. Beziehungen sind schon aus Kindergründen zuende gegangen und das macht in meinen Augen sehr viel Sinn.

    Das und viele weitere Gründe sprechen gegen eine Vasektomie in einem jungen Alter.

    Du kannst das aber sicherlich versuchen und dich beraten lassen..daran ist nichts verkehrt. :zwinker:
     
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  • tieger0182
    tieger0182 (38)
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    Es ist kompliziert
    1 Dezember 2015
    #10
    ich habe einen bekannten der wollte nie Kinder ...wollte auch nie heiraten ... Jahre lang nicht bis er 28 War , da hat er seine Partnerin kennen gelernt 1,5 Jahre später War er verheiratet und hatte eine Tochter ...gewollt nicht weil die Verhütung versagt hat... man kann morgens aufwachen aus dem Haus gehen uns das Leben ändert sich von Grund auf... warte noch ein paar jahre
     
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  • User 107106
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    1 Dezember 2015
    #11
    Ich wollte mit 21/22 auch keine Kinder. Mein Mann auch nicht. Von jetzt auf gleich (bzw. mit der Geburt der Tochter von Freunden) hat sich ei uns wirklich der hormonelle Schalter umgelegt. 1,5 Jahre später wurde unser Wunschkind geboren. Ich wollte übr. auch eigene Kinder. Es ist der ureigene Instinkt, dass man eigene Kinder möchte. Sicher gibt es viele Menschen, die gute Adoptiveltern sein können, für viele ist es aber nicht das gleiche. Mit 22 kann man das einfach noch nicht entscheiden. - Und ich respektiere vollkommen, wenn man zu einem späteren Zeitpunkt sagt, dass man keine Kinder will. ABer gerade mit Anfang 20 verändert sich einfach noch viel zu viel.
     
  • Blue_eye1980
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    2 Dezember 2015
    #12

    Der Mann meiner Freundin hat das vor über 25 Jahren machen lassen. Die Chancen auf ein Kind waren bei 30%.
    OP war erfolgreich, und 3 Monate nach der OP wurde sie schwanger...
    Also von dem her... Auch der Arzt, der es gemacht hat, war sehr sehr verwundert. Da er gemeint hat, das die Spermien erst nach ca. 1 Jahr wieder so richtig in Gang kommen.

    Seine waren wohl einfach voll Up to date :zwinker:

    Aber tröste dich... ich will auch nie Kinder, und mein FA würde mir auch nie alles entfernen... Außer es wäre Krankheitsbedingt... :confused:

    Und mein Entschluss steht schon fest, seit ich 15 bin, und da wird sich auch nie was ändern dran.
     
  • User 96053
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    2 Dezember 2015
    #13
    Mein Partner hat das Jahre vor unserer Beziehung auch überlegt zu machen... da er schon über 30 war, hätte er auch einen Arzt gefunden, der das gemacht hätte. Nur die Angst vor der OP hat ihn damals etwas abgeschreckt :tongue:
    - zu unser beidem Glück.

    Er wollte niemals Kinder. Auch nicht, als er in Beziehungen war. Und das hat er mir auch bei unserem ersten Kuss (vor dem ersten Date) gesagt. Ich war mir darum auch nicht ganz sicher, ob das mit uns wirklich klappen kann.

    Seit wir zusammen sind, hat sich sein Bild von Kindern total gewandelt und er hat mir schon oft gesagt, dass er sich Kinder mit mir wünscht (allerdings sind wir uns bewusst, dass diese - bei unserer Mischung - das Weltende bedeuten können. Die Projektnamen der beiden lauten darum "Armageddon" und "Apocalyptika").
     
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    2 Dezember 2015
    #14
    Mein Freund wollte auch keine Kinder. Auch auch nicht. Niemals. Bis ich letztes Jahr einen Mann kennenlernte, der mir sofort ein Kind hätte einpflanzen dürfen. Seither hab ich meine Meinung revidiert.
    Mein Freund ebenfalls. Aus "niemals" wurde mittlerweile ein "also falls, dann in den nächsten 10 Jahren". Bei mir ein "also erst, wenn ein Ende meines Facharztes in Sicht ist". Aber: manchmal sehn ich mich nach einem Mini-Ninja, strohblond und mit dem gleichen, frechen Grinsen wie sein Papa und sein Opa. :love:
     
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  • laykay
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    9 Dezember 2015
    #15
    Also ich bin in deinem Alter, aber ich würde mir niemals diese Überlegung schon in diesem Alter machen.

    Schau es kann noch so viel passieren.

    Dir muss klar werden, was dir wichtiger ist.

    Der Nutzen aus der OP, den du auch mit anderen Varianten (Pille, Kondom, CO) erzielen kannst oder eine spätere Opportunity doch noch eigene Kinder zu bekommen.

    Ich könnte mich niemals in diesem Alter schon in so eine Einbahnstraße bewegen.
     

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