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  • reini_online
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    20 September 2004
    #1

    Verdienen Politiker zu wenig?

    Hi!

    Ich hatte unlängst eine hitzige Diskussion über Politikergehälter und nach langem Überlegungen bin ich zu der Meinung gekommen, dass Politiker mMn zu WENIG verdienen.


    Begründung (meine Hypothese):
    So lange ein Politiker die Alternative hätte, in der Privatwirtschaft mehr zu verdienen, wird er auch in der Politik versuchen, individuelles Nutzenmaximum durch egoistisches Handeln in der Politik zu erreichen.


    Ich denke, dass dies eine Maßnahme wäre, den Politikern wieder zu Stärke zu verhelfen, die sie ja im Moment auf keinen Fall haben. Ich möchte hier mal Fragen wie die Realisierung dieser Gehälter (welche Politiker bekommen diese Gehälter? / wer bezahlt diese?) ausklammern und allein diese Hypothese diskutieren.
    Ein kurzes Beispiel:
    Wenn ich höre, dass Minister (in Ö) eine (wohlgemerkt: Höchst-)Pension von 16500 Euro monatlich bekommen, so ist das für mich viel, aber es haut mich nicht vom Hocker. Ich habe einen Bekannten, der bekommt das Gleiche(Firmenpension) und war im mittleren bis höherem Management bei Siemens.
    Wie kann ich also von einem Politiker erwarten, sich ausschließlich um die Allgemeinheit zu kümmern, wenn dieser viele andere Alternativen hätte, sich selbst zu bereichern? Sicher, es gibt welche von diesen überzeugten Sozialisten (so nenne ich sie jetzt mal), jedoch würden diese alleine in ihrer eigenen Partei schon nicht an die Spitze kommen.

    Ich hoffe, man kann darüber konstruktiv diskutieren und bitte kommt nicht mit Sätze wie "Politiker verdienen sowieso zu viel". Denkt mal nach, ihr würdet auch keinem Flugzeugpilot vertrauen, der um Notstandshilfe ansuchen muss (ok, war jetzt ein krasses Bsp., aber in Amerika ist es tatsächlich so!). Ein Politiker ist eine Führungsperson und sollte mMn auch so entlohnt werden (zum Vergleich: Josef Ackermann (CEO dt. Bank) verdiente letztes Jahr 7,7 Millionen Euro).

    R.

    Anm.: Natürlich sollte mMn ein Politiker sowie eine Führungsperson in der Privatwirtschaft leistungsgemäß entlohnt werden! Gibt hier sicher auch viele Indikatoren, nach denen sich das Gehalt richten kann (BIP-Wachstum, Defizit,...).
     
  • User 20345
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    20 September 2004
    #2
    Meiner Meinung nach verdienen die Politiker zu viel.

    Wenn ich so ein Spitzengehalt erhalten würde, verlangte die Leute von mir auch adäquate Gegenleistungen.





    BEL
     
  • reini_online
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    20 September 2004
    #3
    Hi Beltane!

    Aber gerade dieses Spitzengehalt bekommen diese nicht! Ich habe zwar keine Ahnung, was deutsche Politiker verdienen (damit meine ich reines Gehalt, ohne Werbeverträge und sonstige Entgelte, die sie über politische Beziehungen erhalten), aber darum gehts gerade, ich kann nur adäquate Leistung verlangen, wenn sie auch dementsprechend bezahlt werden.

    R.
     
  • User 20345
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    20 September 2004
    #4
    ...

    Es kommt drauf an...

    Von welchen Politikern sprichst du?

    Der einfache Landtagsabgeordnete wird sicher nicht soviel verdienen, wie ein Bundestagsabgeordneter.



    BEL
     
  • User 631
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    20 September 2004
    #5
    Ich glaube nicht, dass sich die Politikergehälter an Gehältern in der Wirtschaft messen müssen. Die Korruption muss auf einem anderen Weg eingedämmt werden.
     
  • reini_online
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    20 September 2004
    #6
    Schon klar, daher habe ich die Realisierung ja ausgegrenzt!
    Mir gehts aber rein um die Hypothese.

    R.

    Aber sind eurer Meinung nach Politiker nicht Führungskräfte? Darüber lässt sich diskutieren, stimmt, mMn sind Politiker nicht als normale Angestellte des Bundes einzustufen.
    Sie tragen unter anderem größere Risiken als CEOs internationaler Unternehmen und sollten daher auch mit ihnen (zugegeben nicht einfach) vergleicht werden.

    R.
     
  • User 20345
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    20 September 2004
    #7
    ...

    Wie kann man über eine Hypothese reden, wenn man einen Teil der Fakten ausklammert?




    BEL
     
  • reini_online
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    20 September 2004
    #8
    Shit, warum wird mein neuer Beitrag als Edit im alten Beitrag angezeigt?
     
  • daedalus
    daedalus (39)
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    20 September 2004
    #9
    Entweder denen gar nichts geben (bzw. soviel, dass man gerade davon Leben kann), so dass die Leute, die in die Politik gehen, das tun, weil sie davon ueberzeugt sind, etwas gutes zu tun.
    Oder mehr geben, dafuer allerdings zum Ausgleich jegliche Nebentaetigkeit untersagen, sprich die duerfen nicht in irgendwelchen Aufsichtsraeten usw. sitzen.

    Aber ich sehe nicht, dass durch die Mehrbezahlung die Bestechlichkeit verringert wird. Der Mensch kann einfach nicht genug kriegen und wenn wir das Gehalt verzehnfachen, zu mehr Geld wird immer noch keiner nein sagen.
     
  • User 20345
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    20 September 2004
    #10
    ...

    *dem nur zustimmen kann*


    BEL
     
  • reini_online
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    20 September 2004
    #11
    OK, jetzt gehts!

    ad Beltane:

    Ich weiss, ist schwer, aber ich wollte rein über dieses Prinzip diskutieren, da Themen wie z.B. die Realisierung (z.B. wie finanziert der STaat diese Gehälter?) in endlose Diskussionen abschweifen würden.
    Dazu hab ich mir warscheinlich (NOCH!!) zu wenig Gedanken über ein komplettes Konzept gemacht :zwinker:

    Aber ich hab ja nicht vor, in die Politik zu gehen.

    R.
     
  • reini_online
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    20 September 2004
    #12
    Ersteres is mMn unmöglich.
    Zum Punkt Nebentätigkeit untersagen: Warum nicht?
    Auch für den Fall der Haftung im Fall des Vertrauensbruchs der Bevölkerung würde ich eintreten -> Leistungs- und Verantwortungsadäquate Entlohnung
    Leider haben Politiker hier noch immer zu viel Narrenfreiheit. Bei uns in Ö darf ein Herr Finanzminister nach unglaublichen Negativleistungen seit 2001 noch immer schalten und walten wie er will (da gibts aber auch wieder ein Problem: wer bestimmt die Leistungsindikatoren?).

    Noch mal: Es geht mir rein um das Prinzip, dass Politiker weniger (ich sage nicht keinen) Anreiz hätten, für ihre eigene Tasche zu wirtschaften, würden sie Leistungs-, Verantwortungsadäquat und im Vergleich zur Privatwirtschaft dementsprechend entlohnt.
     
  • User 20345
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    20 September 2004
    #13
    ...

    Ich glaube auch nicht, dass man die Leistungen (und damit deren Vergütung) von Politikern mit denen in der Wirtschaft vergleichen kann.

    Es liegen ganz andere Voraussetzungen vor. Zumal die Personen in der Wirtschaft nicht auf die gleiche Weise kritisch beäugt werden, wie die Politiker.

    Ich denke doch, letztere stehen weit mehr im Rampenlicht.


    BEL
     
  • Schlumpf Hefti
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    20 September 2004
    #14
    :bandit:
     
  • Absinth
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    20 September 2004
    #15
    Also ich finde dass die reinen Politikergehälter nicht zu hoch sind.
    Dass Politiker noch Nebeneinkünfte haben zählt da ja nicht dazu, weil sie deswegen ja noch mehr Arbeit und Stress haben.

    Hab gelesen, dass der Bundeskanzler 220000€ pro Jahr verdient.
    Für einen Manager ist das bestimmt nichts.

    Aber ob die Daten stimmen weiß ich nicht.
     
  • Muli83
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    20 September 2004
    #16
    Im Vergleich zur Wirtschaft verdienen Politiker meist relativ wenig.

    Meine Meinung:
    Politikergehälter dürften für die aktive Zeit ruhig deutlich höher sein,

    ABER:
    sie sollten nicht so schnell Ansprüche auf so hohe Pensionen kriegen (bestes Beispiel: Lafontaine), ok wär es z.b. ne "normale" Pension wie bisher wenn es einer für 2 Legislaturperioden (ca 8 Jahre) in seiner Position ausgehalten hat. für alles was drunter liegt halt nur "Übergangsgeld" abhängig von der Regierungsdauer.
     
  • Trogdor
    Trogdor (41)
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    20 September 2004
    #17
    Ich schliesse mich Muli hier mal an. Ich denke nicht dass die Gehälter der Politiker zu hoch sind, sehe aber ein Problem bei den oft üppigen Versorgungsleistungen. Und was auch noch wichtig wäre, ist mehr Transparenz. Nicht nur was das Gehalt sondern auch alle sonstigen Einnkünfte angeht.
     
  • Bernd.das.Brot
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    20 September 2004
    #18
    Genau, auf dem Bundeskanzler lastet eigentlich viel mehr, als auf nem "kleinen" Manager...
     
  • Junior
    Junior (41)
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    20 September 2004
    #19
    Das ist alles relative, einer von der PDS fände selbst 10000 Euro für einen NPD Kanzler zu viel, wohingegen er für seinen eigenen Kanzler wahrscheinlich mehr als 220000 Euro als knapp ausreichend empfände :zwinker:

    Wenn ich weiss, dass eine Schweizer Bundesrat über 200'000 Franken pro jahr verdient, und eine Lebenslängliche Rente erhält, komme ich schon ins grübeln wo sie doch immer selbst vom sparen reden und auch sonst manchen unsinn machen!

    Ich finde Politiker verdienen nicht zu viel, und wenn sie der Auffassung sind, gegenüber einem Manager zu wenig zu verdienen, könnte es sein, dass sie am falschen Platz sind.
     
  • simon1986
    simon1986 (32)
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    20 September 2004
    #20
    Es kommt halt draufan. Ein guter Politiker ist (mit Wirtschafts Massstäben gemessen) mit 150.000 Euro lächerlich gering bezahlt. da muss man noch Freude an der Macht haben, sonst macht man diesen Job nicht.
    Andere Politiker richten Milliardenschäden an. Was sind die Wert?
     

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