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  • SilentBob81
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    14 November 2016
    #1

    Verhütung Historisch

    Ich hatte mit meiner Frau neulich eine interessante Diskussion zum Thema Verhütung. Auch wenn bei uns alles geklärt ist, haben wir dann doch mal überlegt, wie es unsere Eltern und Großeltern angestellt haben, ohne Schwanger zu werden. Pille gab es für die breite Masse ja erst seit den 70er. Kondome waren oft zu teuer, vor allem in der Großelterngeneration. Von meinen eigenen Eltern weiß ich, das sie mit der Pille verhütet haben, doch meine Frau meinte dann, Ihre Mutter hätte nur mit Coitus Interuptus verhütet und mindestens eines der 3 Kinder wäre dadurch entstanden. Ich könnte mir denken, das es zu der Zeit, wo die Pille (siehe Pillenknick) noch nicht Verfügbar war, eine weit verbreitete Methode war.

    Das es komische Methoden gab, wie Kondome aus Schafdärmen, Scheidenspülungen (z.B. mit Essig oder Cola) und co. ist mir schon bewusst, doch wäre es einmal interessant zu wissen, welche Methoden häufig angewandt wurden, bzw. ob Ihr selber wisst, wie Eure Eltern und Großeltern verhütet haben, bzw. ob der Nachwuchs dann geplant war oder nicht?
     
  • User 158340
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    14 November 2016
    #2
    Natürliche Familienplanung (gibt es hier auch einen seeeehr ausführlichen Thread zu) gab es schon in der Antike. Natürlich wusste man noch so Sachen wie ansteigender Hormonspiegel, Eisprung etc.. nicht so genau, aber dass der Zyklus der Frau häufig mit dem Zyklus des Mondes übereinstimmt und in bestimmten Mondphasen die Frauen 1. wuschiger sind und 2. schneller schwanger werden, das weiß man schon seit ein paar Jahrtausenden. Folglich hat man, wenn man keine Kinder wollte, da nicht gepimpert. Oder anschließend größere Mengen Minze oder andere Pflanzen mit ähnlicher Wirkung zu sich genommen. Da gibt es ja nicht nur ein Pflänzchen, das gerade eine Frühschwangerschaft gerne mal beendet.
     
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  • User 141323
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    14 November 2016
    #3
    Mein Großeltern väterlicherseits haben es mit Coitus Interruptus "versucht." Nach drei Kindern durfte meine Oma erstmals die Pille nehmen. Die wurde ihr zuvor nicht vom FA verschrieben.
    Das dritte Kind wollte sie abtreiben. Das hat man ihr damals (1968) verweigert.

    Meine Oma mütterlicherseits hat sich die Tage ausgerechnet und hatte von ZT10-14 keinen GV. "man sieht sich eben vor" war ihre Aussage dazu :grin: Bei ihr hat das 3 Jahre geklappt. Dann kam der KiWu und es hat nochmal 6 Jahre gedauert trotz weggelassener Verhütung. Sie hat auch nur ein Kind und hatte nie Spaß am Sex. Sie hatte nur ca. 1-2 mal Sex im Monat. Da die fruchtbare Zeit zu erwischen, ist ja eher selten.

    Meine Mutter hat jahrelang die Pille genommen. Dann abgesetzt wegen Kopfschmerzen. Hat ebenfalls versucht "zu rechnen". Nach 5 Monaten hab ich mich eingenistet :zwinker: war ungeplant aber nicht ungewollt :smile:

    Meine Brüder (Zwillinge) sind ein schief gegangener Coitus Interruptus unter Alkohol.

    Mein Vater hat somit drei Kinder, die eigtl ungeplant waren :grin:
     
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    14 November 2016
    #4
    So genau habe ich da ehrlich gesagt noch nie drüber nachgefragt. Irgendwann, ich muss da wohl so in der zweiten oder dritten Klasse gewesen sein, hab ich beim Durchstöbern von Schränken im elterlichen Schlafzimmer (ja ja, ich weiß, das macht man eigentlich nicht, aber Neugier war schon immer mein zweiter Vorname) mal Lümmeltüten gefunden und bin natürlich gleich zu meinen Eltern damit gerannt und wollte wissen, wozu die gut sind. :grin:

    Jahre später kamen dann bei meiner Mum ein paar uralte Pillenpackungen zum Vorschein. Sie meinte damals, dass sie sie wegen Unverträglichkeit abgesetzt habe und danach hätten meine Eltern wieder mit Kondom verhütet. Inwiefern ich aber geplant war, weiß ich bis heute noch nicht so genau.
     
  • User 96053
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    14 November 2016
    #5
    Bei meinen Großeltern weiß ich nicht genau Bescheid... Meine Oma väterlicherseits hat aber 7 Kinder bekommen und hatte 10 Fehlgeburten. Bei der letzten Schwangerschaft war sie auf jeden Fall totunglücklich.

    Meine Mutter hat gerechnet - und die Kinder tatsächlich "nach Plan" bekommen. Bei mir haben sie ein halbes Jahr gebastelt, bei meinen Geschwistern klappte es quasi sofort.
     
  • simon1986
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    16 November 2016
    #6
    Meine Eltern haben überhaupt nicht verhütet. Die hatten 5 x Sex, und wir sind 5 Kinder :tongue:

    Früher gab es auf dem Lande noch eine weitere recht sichere Verhütungsmethode: Die Bäuerin hat bis spät in der Nacht beim Licht der Petrollampe Kleider geflickt. Genau gesagt bis sie ihren Angetrauten schnarchen hörte. Dann schlich sie sich auch ins Bett :grin:

    Über die Verhütungsmethoden meiner Vorfahren kenn ich mich wenig aus. Ich habe es verpasst nachzufragen. Ich denke die haben vor allem mit dem Kalender verhütet, und mit Sex nicht grad übertrieben. Ich weiss aber von meinem einen Opa dass man die Kondome in seiner Jugend nicht in der Drogerie bekam, sondern in gewissen Coiffeurkläden, und sie wurden als "Bedarfsartikel" angepriesen. Meine Mam nahm dann schon die Pille.
     
  • User 109783
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    16 November 2016
    #7
    Ich weiß da nur über meine Eltern Bescheid. Ich weiß, dass sie niemals im Leben hormonell verhütet haben und es auch niemals tun oder empfehlen würden. Immer NFP. Alle Kinder waren auch absolute Wunschkinder.

    So machen wir das auch. Hormonell kommt definitiv nie wieder in Frage, und mit NFP sind wir endlos glücklich. :smile:
    Bei den Großeltern weiß ich es nicht, aber ich werde sie mal fragen.
     
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    16 November 2016
    #8
    Habe da auch nur was über Coitus interruptus, dem Speicheltest (das war so ein handliches Vergrösserungsglas) und Abzählen der fruchtbaren Tage gehört. Und jede, die das betrieb, wurde im Laufe der zeit dennoch ungewollt schwanger. Bin schon froh, dass man heutzutage keine Verhütungsmittel verweigert und die auch für den Körper zumutbar sind - meistens.

     
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  • User 87542
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    2 Dezember 2016
    #9
    Hallo,
    ich weiß von der Generation meiner Großeltern, dass da anfangs mit Coitus versuche gestartet wurde. Nachher anfangs der 70er mit Gummi.
     
  • User 107106
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    2 Dezember 2016
    #10
    Meine mutter nahm die pille und hatte auch die spirale eine zeitlang.
    Meine oma hat meinen opa nach dem zweiten kind nicht mehr ran gelassen, meine großtante ihren mann ebenso nicht, was er ihr bis heute vorwirft. :grin: allerdings waren das alle sehr hartabeitende leute, die locker 14 std am tag gearbeitet haben. ich glaube sex war da luxus.
     
  • Nevery
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    2 Dezember 2016
    #11
    nun, verhütung durch pflanzen ist auch schon sehr lange bekannt (ist aber wohl im zuge der "hexenverbrennungen" und ähnlichem eher in vergessenheit geraten), ansonsten eben analsex, interruptus und ähnliche unsichere möglichkeiten. aus der generation meiner mum weiß ich, dass schaumzäpfchen nicht ungebräuchlich waren.. aber natürlich suboptimal für die scheidenflora.

    dazu, wie eben schon erwähnt: früher richtete sich der weibliche zyklus meist wesentlich mehr nach dem mond, das war halbwegs zuverlässig bis die menschen mit ständigem künstlichem licht anfingen.
     
  • User 135918
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    2 Dezember 2016
    #12
    Ich weiß, das bei meine Großeltern in den 50iger und 60igern Schon alles vorhanden und erschwinglich war. Boa meine Großmutter Die müsste mal mit @Lollypoppy zusammentreffen die würde sich mit ihr total wohlfühlen.

    Auf jeden Fall war bei meiner noch lebenden groß Mutter fast jedes Kind nie geplant. letzterer mein jüngster Onkel war ne geplatzes Kondom Zitat bei verstorbenem Opa !


    Weiter früher gab es Versuche mit Zitronemelisse . von der ich mal bei einem Arztbesuch mitgbekommen hatte (Gute Freundin die Schwanger war) dass diese in den ersten Geburtswochen wirklich abtreibend wirken kann bei entsprechendem Konsum.

    Schwämme mit Essig, die allseits Beliebte Socke . :upsidedown::ninja:


    Das zuverlässigste war immer schon das Kondom, selsbt heute noch gibt es handgearbeitet Kondome aus Schweineblasen und Fischblasen oder Schafsdarm usw.
     
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    2 Dezember 2016
    #13
    Off-Topic:
    Ohhh @schuichi warum denkst du bei "historisch" und "Großmutter" ausgerechnet an mich.:unsure::grin:
    Muss das sein ?:grin: Ich war grade so wohlgestimmt.....tztztz:cry::tongue:
     
  • User 135918
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    2 Dezember 2016
    #14
    Off-Topic:
    Nein ich habe nur erwähnt, dass meine Omi sich von ihrer Art und Offenheit zum Thema Sex gut mit dir vertragen würde. Ich habe manchmal echt schon Gedacht bei dir :" Oma ?" Ne kann nicht sein viel zu jung! Das meinte ich !
     
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    2 Dezember 2016
    #15
    Off-Topic:

    :ROFLMAO:
    Du redest dich um Kopf und Kragen!:grin::tongue: Aus der Nummer kommst du nicht mehr sauberr raus.:tongue:
    Ich verstehe was du eigentlich sagen willst. Es klingt aber trotzdem Scheiße. :grin::tongue:
     
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  • User 135918
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    2 Dezember 2016
    #16
    Off-Topic:
    Ach komm schon du weißt ja wie ich s meine.
     
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    5 Dezember 2016
    #17
    Meine Mutter hatte die Spirale.
    Bei meiner einen Oma bin ich ziemlich sicher, dass die nie verhütet hat, denn sie hat 8 Kinder bekommen. Die andere nur 2. Denke da gab es nach den beiden ersten Kindern kaum noch Sex, da mein Opa starker Alkoholiker war und vermutlich zu kaum was in der Lage.
     
  • User 71335
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    5 Dezember 2016
    #18
    Meine Oma hat laut eigenen Aussagen mit Coitus Interruptus verhütet, sowohl vor der Ehe als auch nach dem Ehe und hat 2 Kinder bekommen. Als gläubige Katholiken wäre das auch für sie nichts anderes in Frage gekommen , gab Ja auch fast keine Alternative . Unterernährung im Krieg und danach hat natürlich auch dazu beigetragen.
    Meine Oma war aber eine große Befürworterin der Pille, allerdings hat sie das selber ja nicht mehr betroffen.

    Meine Eltern anfangs wohl auch mit CI oder auch Kondome , dann 3 Kinder in vier Jahren (davon eine Totgeburt ) und nach meiner Geburt war die Pille ja schon recht gängig und die hab ich wie Kondome auch in der Nachttischkommode meiner Eltern beim Spielen gefunden.:grin:
     
  • Bebop18
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    5 Dezember 2016
    #19
    Bei uns wurde da nie drüber geredet, aber so wie ich es mir zusammenreime, hatte meine Mutter wohl eine Spirale. Ganz früher hat sie wohl mal die Pille versucht, hat sie aber nicht vertragen und musste sie nach wenigen Tagen wieder absetzen.

    Meine Urgroßmutter hatte wohl eine extrem schwere Geburt bei ihrem ersten Kind (mein Opa väterlicherseits) und danach hat sie ihren Mann nie wieder ran gelassen ...

    Meine Oma hat mal zu mir gesagt "Ach, Ihr habt es heute ja so gut. Heute gibt es die Pille und andere Sachen. Was hätten wir damals um die Pille gegeben." Ich glaube, die haben jeden Monat echt Streß gehabt. Kondome gab es zwar auch schon ganz früher, aber so wie ich es verstehe, waren die so etwa wie ein Fahrradschlauch. Da konnte es einem dann wohl wirklich vergehen. Außerdem gab es die nicht einfach so zu kaufen, die gab es nur beim Friseur unter den Ladentheke. Und das auf dem Dorf, na super. Ich denke, die haben mir einer Kombination von Kalender und Rausziehen verhütet. An den vermeintlich gefährlichen Tagen gar nicht und sonst eben Rausziehen. Ach, früher war nicht wirklich alles besser ...
     

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