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    13 Januar 2019
    #1

    Wann und wie habt ihr eure Beziehung (sexuell) definiert?

    Liebe PL-er/innen,
    seit einigen Jahren scheint es wichtig zu sein, Beziehungen zu definieren: Monogam? Offen? Poly? Wo ist eure Grenze? SB? Pornos? Flirts? Anfassen? Küsse? Tanzen? Puff? Chat? Gefühle? Gar keine?

    Habt ihr euch irgendwann hingesetzt und das mit offenem Ergebnis besprochen? Oder war das einfach klar?
    An die Paare: Wie häufig besprecht ihr das Thema? Oder gilt der einmalige Entschluss als unantastbar? Wie geht ihr mit Grenzüberschreitungen um?

    Wie habt ihr eure Beziehung definiert? Und würdet ihr gerne daran etwas ändern? Wie fühlst du dich bei Gesprächen um das Thema?
     
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    13 Januar 2019
    #2
    Für uns war mit 20 und 23 klar, dass es absolut utopisch ist eine monogame Beziehung zu führen. Uns war klar, dass früher oder später die Lust auf fremde Haut kommt. Von serieller Monogamie halten wir nichts, es passt nicht zu dem Wunsch nach Familie.
    Sexuelle Vorlieben entwickeln sich mit den Jahren und sind nicht immer kompatibel. Sexuelle Vorlieben sich wegwünschen weil der Partner sie nicht teilt oder widerwillig macht klappt auch eher nicht bzw führt zu Frust und Rückzug in der Partnerschaft.

    Also war die Beziehung von Anfang an offen. Lang war nix. Ich hab ab und zu mal rumgeknutscht. Irgendwann nach vielen Jahren auch mal Sex.
    Heute ist es so, dass er und ich immer mal "rausgehen". Ich kenne seine zwei Frauen, er einen Mann. Es ist kein Hobby aber es tut uns ab und zu gut. Und, Konkurrenz belebt das Geschäft.

    Seit auch er Mut und Lust auf andere Frauen hat, reden wir recht viel über uns, unseren Sex, die "anderen". Wichtig ist, dass keiner das Gefühl hat der andere kramt Geheimnisse. Wir binden nix auf die Nase, antworten auf Fragen aber ehrlich.

    Wenn ich uns definieren müsste, würde ich sagen offen und poly. Wir beide kennen das Gefühl in jemand anderen verknallt zu sein. Jedoch ohne das Gefühl an unserer Beziehung was verändern zu wollen.
     
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    13 Januar 2019
    #3
    Wir haben die Tage noch einmal intensiv über das Thema gesprochen und würden uns als "monogamisch" definieren.
    Bisher war für uns immer klar, dass wir monogam sind. Das mussten wir nicht näher definieren, haben es jetzt trotzdem einmal gemacht.
    Intimitäten jeglicher Art mit anderen ist tabu. SB und Porno sind in soweit kein Problem, sofern sie nicht in welcher Art auch immer das RL beeinträchtigen. Mein Mann hat mir ein Veto angeboten, aber das brauche ich gar nicht. Ich möchte nur nicht wissen wann und wie er SB betreibt. Vom Kopf her habe ich kein Problem damit. Aber manchmal verletzt es mich, wenn ich es doch mitbekomme, weil ich es nicht immer schaffe es von mir zu trennen.
    Ein Zwischending für uns ist das Thema Junggesellenabschiede und Stribclubs o.ä. Dinge. Generell will ich nicht, dass mein Mann "echte" Frauen nackt sieht oder anfasst. Aber die Damen dort spielen eine Rolle und er hat keinen emotionalen Bezug zu ihnen. Stribclubs als "Hobby" möchte ich nicht. Und ich habe mir das Recht einbehalten Nein sage zu dürfen, sollte soetwas mal anstehen, ohne dies groß begründen zu müssen. Mein Mann hat dafür großes Verständnis.
    Problematisch dabei ist für mich, dass es eben nicht nur um angucken, sondern ggfs auch um anfassen geht. Ich hatte einmal "ja" gesagt und als ich später herausfand, dass es dort eben doch zu Körperkontakt kam, fühlte ich mich sehr unwohl. Ich wusste das einfach vorher nicht, meinem Mann war nicht bewusst, dass ich das nicht wusste. Ein klassisches Missverständnis.

    Alles wo also der Bezug auf RL ist und irgendwie Kontakt besteht mit dem Ziel der sexuellen Befriedigung schließen wir für uns aus: Camsex, Chats oder Flirts mit Bekannten (auch ohne Anfassen oder mehr) ist bei uns Tabu. Unproblematisch ist für uns beide der sachliche, wenn auch explizite Austausch in Sexforen - ich hier, mein Mann auf Reddit.
    Damit fühlen wir uns wohl und auch ein Stück sicher. Das Vertrauen ist vollkommen da, dass sich beide Partner an diese Regeln, auch ohne Überwachung halten.

    Eine Öffnung ist für uns mit aktueller Sicht nicht denkbar.

    Nachtrag:
    Sonderfall wäre eine schwere Erkrankung von einem von uns. In dem Fall hat der jeweils andere das Okay für "don't ask, don't tell". Ich erwarte von ihm nicht über Jahre, oder gar für immer, auf Sex zu verzichten.
     
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    13 Januar 2019
    #4
    Keine Ahnung mehr, wann wir erstmals darüber gesprochen haben. Wir kannten uns bei Beziehungsbeginn ein Jahr und es lief seit 4-5 Monaten ganz offensichtlich auf eine romantische Beziehung zu. Es war irgendwie immer klar, dass wir beide eine "streng" monogame Beziehung möchten. Wir haben häufig über solche Themen gesprochen, ohne dass es sich gezwungen angefühlt hätte. Es waren meistens "Was-wäre-wenn"-Fragen.

    Im Laufe der Jahre kamen immer wieder neue "Abfragen" hinzu. Meistens kam ich damit um die Ecke, nachdem ich hier entsprechende Themen gelesen hatte. Den Wunsch, etwas zu ändern, hatte ich nie. Ich bin allerdings die erste Partnerin meines Mannes und habe in Erwägung gezogen, dass er doch mal neugierig auf fremde Haut und neue Erfahrungen sein könnte. Allein deshalb war es mir immer wichtig, zu wissen, woran ich bin und wo unsere Beziehung steht.

    Grenzüberschreitungen gab es nie. Wie ich damit umgehen würde... Puh. Es käme auf die Grenzüberschreitung an. Ich würde bei einigen Dingen gerne verzeihen wollen, aber ob ich das könnte... kommt auch darauf an, wie ich es erfahre. Erzählt er es mir von sich aus, wäre ich deutlich milder gestimmt als wenn irgendwann einfach seine Lügen aufflögen.
     
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    14 Januar 2019
    #5
    Ich habe da mal eine Frage - rein interessehalber und ohne dir da irgendwie reinreden zu wollen:
    Würde für dich auch der Besuch einer gemischten Sauna unter diese Regel fallen?
    (Für mich ist das irgendwie eine völlig normale Sache, bei der man(n) echte, nackte Frauen ohne jeglichen sexuellen Kontext sieht und ich wäre nicht auf die Idee gekommen, dass eine Partnerin damit ein Problem haben könnte.)
     
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    14 Januar 2019
    #6
    Bei uns war das extrem anstrengend, weil mein Mann von dem Thema total genervt war und immer nur gesagt hat, dass er das halt "normal" will (das Verhalten ist verständlicher mit mehr Hintergrundwissen). Ich weiß bis heute nicht so recht wo er die Grenze sieht aber nach mehreren Streits frag ich nicht mehr nach. Umgekehrt weiss er Bescheid.

    Bei allen anderen Themenbereichen können wir übrigens super reden.
     
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    14 Januar 2019
    #7
    Mir geht es tatsächlich nur um den sexuellen Kontext. Sauna wäre jetzt nicht wirklich dramatisch, wobei das kein Thema ist. Aus religiösen Gründen ist mein Mann sehr schambehaftet. Er geht nicht in die Sauna. Ich ebenso nicht, da ich nicht gerne in Schwimmbäder gehe, weil ixh schnell Blasenentzündungen bekomme.
    Mit Freundinnen oder Arbeitskolleginnen würde ich das aber tatsächlich seltsam finden. Das sind aber ungelegte Eier.
     
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    14 Januar 2019
    #8
    Das war vor 30 Jahren irgendwie keine Option das zu definieren.
    Man hat es laufen lassen, wie es läuft und sich überraschen lassen.


    Gab alle paar Jahre mal Versuche oder Ansätze das grob zu definieren oder es eben genau nicht zu tun und hinzunehmen.
    Mittlerweile sehe ich keinen Sinn mehr drinn, da was zu erneuern oder zu Überdenken. Besteht auch von seiner Seite Null Interesse. Lohnt auch nicht mehr.
     
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    14 Januar 2019
    #9
    . (Falsch abgeschickt)
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 14 Januar 2019 ---
    In Anbetracht dessen dass mich beim Ex bzw früher fast "nix" gestört hat, bin ich bei meinem Mann mehr als "eifersüchtig" (falsches Wort irgendwie). Hab das mit ihm besprochen, recht zügig am Anfang.
    Bis auf SB (Pornos nicht) müsste ich mich bei allem trennen, sofern nach Dezember 2017. Ob er jetzt"nur" (sexuell) chattet oder gleich in die Kiste hüpft, wäre mir egal, in beiden Fällen Betrug der sich für mich nicht verzeihen lässt.
    Ob sich mein Gefühl ändert? Keine Ahnung, wahrscheinlich nicht.
    Mein Mann ist da wohl in allem deutlich entspannter.:X3:
     
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    14 Januar 2019
    #10
    Wir sprechen offen über alle Themen und ich bin auch sehr froh darüber.
    In unseren Anfängen haben wir die Beziehung noch nicht sofort definiert und es war uns auch nicht sofort klar gewesen, was wir wollten. Wir waren beide nicht auf der Suche nach einer Beziehung gewesen, sondern waren anfangs eher eingestellt gewesen, dass es eine nette Affäre zwischen uns wird. Unsere Gefühle haben sich doch sehr schnell entwickelt und es dauerte noch ungefähr 4 Wochen, bis wir beschlossen haben zusammen zu sein.
    Unsere Beziehung ist bislang monogam und wir sind auch nicht unzufrieden damit. Wir wollen beide langfristig zusammen sein und planen auch eine gemeinsame Zukunft. Wir wollen uns gemeinsam in eine gleiche Richtung entwickeln - auch sexuell. Einen 3er oder Partnertausch können wir uns sehr gut vorstellen und ich glaube, solange wir beide beim Sex miteinbezogen werden, gibt es keine Probleme. Alleine Sex mit jemanden zu haben, können wir uns eventuell für die Zukunft vorstellen, aber ist bislang noch kein Thema für uns. Ich bin immer dafür, dass offen über diese Themen gesprochen wird und mein Freund weißt auch, dass er mit mir reden kann, auch wenn es Probleme gibt. Pornos gucken, SB, in die Saune gehen, Flirten usw. finde ich nicht schlimm. Anfassen und knutschen im Alleingang finde ich gedanklich noch ungewöhnlich, aber die Vorstellung, dass ich dabei bin, finde ich wiederum erotisch (?).
     
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    14 Januar 2019
    #11
    Der einmalige Entschluss ist natürlich nicht unantastbar. Allerdings hat unsere Erfahrung und auch der offenen Umgang mit einer gewissen sexuellen Inkompatibilität uns zu der Erkenntnis kommen lassen, dass wir gar nicht anders leben wollen.
    Wir stellen uns lieber auch unseren Eifersucht- und Verlustgedanken und schauen, dass wir einen für uns guten Umgang damit hinbekommen.
    Auch eine neue Beziehung wäre bei mir nicht monogam, weil ich den Sinn daran für mich nicht erkenne. Ich kann wunderbar teilen und möchte nicht, dass mein Partner meint er müsse mir "alle Wünsche" erfüllen. Denn ich kann und will das auch nicht. Aber, und das ist mir sehr wichtig. Man braucht eine gemeinsame sexuelle Basis. Es funktioniert nur als "Plus" und nicht als "Ersatz" für eine fehlende Basis.

    Ich stehe z.B. sexuell auf (wesentlich) ältere und sehr erfahrene Männer - er mag jüngere Frauen als ich es bin. Wenn er es sich einfach so aussuchen kann. Das kann ich ihm einfach nicht bieten und er mir auch nicht.
    Ihn beflügelt der Fakt, dass sehr hübsche, jüngere und clevere Frauen auf ihn stehen. Ich habe damit (kaum) ein Problem, weil ich meinen "Wert" und meinen "Wert bei ihm" genau kenne und weil ich mich für ausreichend attraktiv und clever halte. Ob das immer so bleibt kann ich nicht sagen. Aber ich kann mir - Stand jetzt - nicht vorstellen, dass es mich in eine Lebenskrise stürzt, wenn ich 40 bin und er mal ne 25 Jährige umlegt.
     
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    14 Januar 2019
    #12
    wir haben das die ersten 5 Jahre laufen lassen. Vieles gemeinsam entdeckt etc.
    irgendwann ging das dann nicht mehr und wir haben das ganze thematisiert und eine vorerst-Vereinabhrung getroffen.
    Da sich ja gitt sei dank unser Horiziont permanent erweitert, Erfahrungen, Wünsche und Träume hinzukommen ist es aber seit dem ein ständig fließender Prozess.
    Jeder weiß was beim andern los ist und wir versichern uns das es auch passt, wobei keiner Böse ist, wenn mal "im Affekt" was passiert, was im Nachgang dann als "bitte nicht noch einmal" definiert wird
     
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    14 Januar 2019
    #13
    Off-Topic:
    celavie das was du im ersten Beitrag beschreibst, wärs für mich wohl auch gewesen - nur ohne Kinder :zwinker: ich hab nur nie den richtigen Kerl dafür gefunden.
     
  • celavie
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    14 Januar 2019
    #14
    Ich bzw. wir sehen das als großes Glück an, dass wir da sehr ähnlich ticken. Und das ist auch ein ganz ganz großer Punkt unserer Liebe. Wir sind knapp 16 Jahre zusammen und als ich Anfang Dezember in einer anderen Stadt war um mit einem anderen Mann auf eine erotische Party zu gehen, überzog mich auf einmal ein großes Gefühl der Liebe für meinen Mann. Das ich sowas erleben darf ohne ihn "anlügen zu müssen".
     
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    14 Januar 2019
    #15
    Für mich war nach 2 monogamen Beziehungen der Punkt erreicht, dass ich keine mehr führe(n) (kann). Die Erkenntnis hat bei mir auch gedauert, aber als ich mir vorstellte, mein ganzes Leben lang nur noch mit einem Mann/Frau sexuell aktiv zu sein, schnürte sich mir der Hals zu. Ich war damals 26 Jahre.

    Deshalb habe ich beim Kennen lernen damals meinem Mann mitgeteilt, dass ich keine lebenslange Monogamie möchte, aber so lange ich kein Bedürfnis nach anderen Menschen habe, kann ich bis dahin monogam leben. Ich erzählte ihm auch, dass das Bedürfnis bei mir nach ein paar Jahren des Zusammen seins aufkommen wird, als Fakt, und hab ihm die Wahl gelassen, sich darauf einzulassen. Er selbst würde die Monogamie bevorzugen, aber auch erst, nach dem er mich kennen lernte. Als wir zusammen kamen war er arg eifersüchtig und ist es bis zum Teil auch heute noch.

    Als wir uns früher über das Thema hier bei PL austauschten, während er noch in einer Beziehung war (aber sichtlich am Ende), war er einer offenen Beziehung nicht abgeneigt. Deshalb dachte ich auch, es wäre nicht so das große Thema später, wenn der Drang bei mir aufkommt.

    Schlussendlich kam das Gespräch nach ~3.5-4 Jahren (nach der Zeit trennte ich mich in früheren Beziehungen) zustande und er war nicht begeistert. Vielleicht hatte er die Hoffnung, dass es bei ihm anders wäre. Wir haben dann viel geredet und Regeln aufgestellt. Und waren kurz für ein paar Monate "offen".

    Aber nun, da wir ein Baby erwarten, hat sich das ganze noch mal gedreht. Ich würde es jetzt nicht so klasse finden, wenn er die Chance nutzen würde, mit anderen Frauen Sex zu haben. Für mich ist eine offene Beziehung für beide geöffnet, jeder sollte die gleiche Chance haben, anderweitig Sex haben zu können. Ob man sie nutzt, steht dann noch auf einem anderen Blatt. Ich bin jetzt verhindert und auch wenn das Baby auf der Welt ist, bin ich noch verhindert. Da stimmt für mich die Basis zum Ausleben nicht.

    Also sind wir zwischenzeitlich wieder monogam unterwegs. Man merkt also beim Lesen, dass ich meine - unsere - Beziehung gar nicht in eine Definition quetschen möchte. Es ist unsere Beziehung, bei der wir die Regeln aufstellen, die dann jederzeit flexibel angepasst werden können.

    Ich würd's echt kacke finden, hier fett und schwanger auf der Couch zu sitzen, vom hartem Sex zu träumen, während mein Mann eine andere Dame knallt. Nicht weil ich eifersüchtig bin, sondern weil ich es nicht "fair" finden würde.

    Ich glaube auch, mir geht es gar nicht zu sehr darum Sex mit Anderen haben zu können, sondern um das Gefühl, sexuell frei zu sein. Ich nutze nicht jede Chance, die sich mir bietet, aber ich finde den Gedanken schön, dass ich dem nachgehen könnte, ohne dass die Liebe zu meinem Partner darunter leidet. Ich bin sehr freiheitsliebend, impulsiv, spontan und möchte mich gerne so im Leben ausleben können. Zudem bin ich noch bisexuell und möchte dem auch nachgehen können.

    Es wäre natürlich idealer, wenn mein Mann das genau so sehen könnte und ich bin mir auch sicher, dass das noch kommen wird, je länger wir miteinander zusammen sind. Wir haben noch das ganze Leben vor uns, wir sind bei gerade mal ü30.
    Ich hoffe wir haben noch mindestens 40 Jahre Zeit, gemeinsam sexuell und partnerschaftlich zu reifen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14 Januar 2019
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    14 Januar 2019
    #16
    Also, wir waren ja noch irgendwie ziemlich grün hinter den Ohren, als wir zusammen kamen. Definiert haben wir nichts, weil es nicht notwendig war. Zuerst haben wir beschlossen zusammen zu sein und ein bisschen später hatten wir Sex. Dass wir nur miteinander Sex haben und mit niemandem sonst, war einfach ... klar.

    Von diesem Ausgangspunkt hat sich dann alles weitere über die Jahre entwickelt. Es wurde zunehmend lockerer bis hin zu einer theoretisch und dann auch praktisch offenen Beziehung. Wichtig ist für uns, dass wir uns aufeinander verlassen können, dass wir Partner sind in diesem Vorhaben von Ehe und Familie; sexuelle Treue ist einfach kein so entscheidender Punkt für uns, vielleicht, weil wir unterbewusst ahnen, dass uns das im Weg stehen würde und es uns das nicht wert ist. Vielleicht weil wir uns gegenseitig einfach nicht so einengen mögen. An sich find ich (nicht allzu strenge) Monogamie praktisch, aber nicht notwendig.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14 Januar 2019
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    14 Januar 2019
    #17
    ich spreche das thema vor ernsthaftem beginn einer beziehung an - ich möchte nicht nochmal in einer beziehung landen und dann erst feststellen, dass wir da völlig verschiedene auffassungen von dem thema haben.

    die regeln sind klar: keine sexuelle interaktion mit anderen menschen (sb, pornos: kann er gerne machen, lasse ich mir auch nicht reinreden), bewusste grenzüberschreitungen bedeuten das ende der beziehung. sollte sich seine einstellung dazu in einem ausmaß ändern dass ihm sex mit anderen fehlt möge er das bitte sagen, dann passen wir eben nicht mehr zusammen.

    sachen wie junggesellenabschied mit stripeinlagen... würde ich zähneknirschend tolerieren, es würde mich anpissen, aber ich vertraue ihm und möchte eine solche bestenfalls einmalige angelegenheiten nicht aufgrund meiner befindlichkeiten beeinflussen.
     
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    14 Januar 2019
    #18
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    Zuletzt bearbeitet: 7 März 2019
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    14 Januar 2019
    #19
    Ja, so geht es mir inzwischen auch - ich habe gar nicht das Bedürfnis, jede Woche einen neuen Mann zu knallen, sondern die Möglichkeit zu haben, meinen Wünschen und Bedürfnissen nachzugehen. Das ändert an der Liebe zu meinem Mann nichts.

    Ich war früher sehr eifersüchtig und dachte, das es mich abwertet, wenn der Mann auch andere Frauen attraktiv findet oder gar Lust auf Sex mit ihnen hat. Dabei ist Eifersucht meistens schlicht ein Selbstwertproblem.

    Dinge wie “mein Mann soll keine anderen Frauen nackt sehen” klingen in meinen Augen völlig absurd weil ich Körper gar nicht in diesem Ausmaß sexualisiere und das auch befremdlich finde.

    Pornos schicken wir uns auch mal gegenseitig als Anregung, wer meinen Mann nackt sieht und wer mich nackt sieht ist uns vollkommen egal (wir gehen auch mit Freunden zusammen in die Sauna, mein Kerl ging auch schon mit Kollegen in Finnland in die Sauna,..), ich finde es schön, wenn mein Mann eine Frau attraktiv findet und ihn das erregt - das ist ein schönes Gefühl und ich habe nicht den Anspruch das ich als seine Frau dieses Gefühl als Einzige auslösen darf.

    Wir hatten bis irgendwann letztes Jahr eine klassisch monogame Beziehung, jetzt eine offene Beziehung, die aber keiner von Beiden so richtig aktiv nutzt. Aber wenn ich z.B. mit Freunden abends weggehe wünscht er mir eine gute Zeit, ich solle mir Drinks und Komplimente spendieren lassen :grin: Ich glaube, für ihn ist es auch reizvoll, wenn mich andere Männer attraktiv finden.
     
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    #20
    Für mich würde ganz viel Intimität verloren gehen. Dabei geht es mir nicht um Besitz, sondern es ist etwas besonderes. Etwas, was er freiwillig (!) Nur mir schenkt. Ich finde es zb auch schön, dass quasi nur ich ihn mit offenen Haaren kenne oder ohne Brille. Auf der Arbeit trägt er immer einen strengen Zopf. Eifersucht steht bei der Problematik erst an späterer Stelle. Es geht mir ums Exklusive.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 14 Januar 2019 ---
    Das geht uns beiden tatsächlich auch so.
     
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