• User 180342
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    28 August 2020
    #1

    Was haltet ihr zum Thema „nicht eheliche Kinder“ ?

    Mich würde interessieren, wie die Generation von heute zu dem Thema steht. Damals war es ja noch ein Tabuthema, aber heute kommt dieses Phänomen immer häufiger vor. Wie steht ihr dazu? Würdet ihr auch Kinder bekommen, ohne verheiratet zu sein und vielleicht niemals zu heiraten? Würdet ihr, vor allem dann, wenn ihr aus einer sehr konservativen/religiösen Familie kommt, mit einem nicht ehelichen Mann heiraten wollen, obwohl die Familie vollkommen dagegen ist?
    Gibt es unter euch nicht eheliche, die mir erzählen können, wie es so ist. Ist es heutzutage wirklich normal, wie viele immer meinen, oder kann es im alltäglichen Leben von der Gesellschaft zu Diskriminierung und Missachtung kommen.

    Freue mich auf eure Antworten :smile:
     
  • User 171033
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    vergeben und glücklich
    28 August 2020
    #2
    Mittlerweile bin ich zwar verlobt,

    aber ich lebe seit zehn Jahren "in wilder Ehe" und bin seit 5 1/2 Jahren Mutter.
    Ich habe nie einen Unterschied zu verheirateten Müttern wahrgenommen.
    Keine Diskriminierung, keine Missverständnisse.
    Die Familie meines Herzensmannes ist katholisch, er und ich Atheisten.
    Beide Familien haben sich damals gefreut, als wir die Schwangerschaft verkündet haben.
    Und unsere Tochter freut sich jetzt, dass sie bei unserer Hochzeit dabei sein kann.
    Dabei war aber immer klar, dass wir beide zusammen gehören.
     
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  • Ironheart74
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    28 August 2020
    #3
    Heutzutage kräht hier (zum Glück) absolut kein Hahn mehr danach ob ein Kind ehelich ist oder nicht.
    Ich habe ja sowieso eine sehr unromantisch, juristisch pragmatische Einstellung zur Ehe und sehe diese nicht als notwendig an. Es ist für mich nur ein Vertrag aus dem man schwer wieder rauskommt.
    Vorteile liegen eher in steuerlichen oder praktischen Obsorgeangelegenheiten wenns um Kinder geht. Ansonsten sehe ich die Ehe als unnötig und veraltet an. Ich bin da wohl einfach auch sehr nüchtern in meiner Einstellung.
     
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  • User 143952
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    28 August 2020
    #4
    Wir haben 2 uneheliche Kinder und ich habe noch nicht erlebt dahingehend diskriminiert oder missachtet worden zu sein. Ich werde zwar öfter mal seltsam angeguckt weil die Kinder nicht meinen Nachnamen tragen, das war es aber auch schon. Auch mit unseren Familien gab es da keine Probleme (ich, katholisch, er, evangelisch). Uns wurde immer gesagt wir sollen das so handhaben wie wir es möchten und nicht wie es jemand anderes gerne will.
     
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  • User 109947
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    28 August 2020
    #5
    Ich kenne einige Paare, die (gemeinsame) Kinder haben aber nicht verheiratet sind. Solange beide damit glücklich sind und es dem Kind gut geht... warum nicht? :hmm: Letztendlich ist die Ehe doch nur ein symbolischer Status... Lieber eine zufriedene "wilde Ehe", als eine unglückliche "offiziell bescheinigte". Ich sehe kein Problem darin, wenn ein Kind "nicht ehelich" aufwächst. Wichtig ist, dass es Bezugspersonen hat.

    Was ich allerdings (sofern vertraglich möglich) regeln würde, ist wie es mit dem Unterhalt und dem Sorgerecht der Kinder aussieht, wenn die Partnerschaft im Falle eines Falles in die Brüche geht. Meines Wissens nach haben offizielle Eheleute da nochmal juristisch gesehen einen anderen Status.
    Off-Topic:
    Das hier soll nicht in die Rechtsberatung abdriften, aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren, wenn ich falsch liegen sollte
     
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  • Ironheart74
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    28 August 2020
    #6
    Ich kenne das deutsche Recht zu wenig, aber ich kenn die Düsseldorfer Tabelle (wo die Unterhaltsbeträge geregelt sind) und dort wird nicht zwischen ehelichen und unehelichen Kindern differenziert. Ist ja auch für die Ansprüche irrelevant, weil die richten sich ja nach dem was das Kind zum Leben braucht und da ändert ja eine (vorangegangene) Ehe nichts.
     
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    28 August 2020
    #7
    Ewiggestrig, da heute noch einen Unterschied zu machen.

    Als ob wir Menschen nicht genug andere Gelegenheiten hätten, einander das Leben schwer zu machen.
     
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  • Marius84
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    28 August 2020
    #8
    ...und bzgl Sorgerecht besteht der einzige Unterschied darin, dass bei einem ehelichen Kind beide Elternteile von Anfang an sorgeberechtigt sind, während bei einem unehelichen Kind eine gemeinsame Sorgerechtserklärung erforderlich ist, damit auch der Vater sorgeberechtigt wird. Ist die Mutter nicht mit der gemeinsamen elterlichen Sorge einverstanden, ist es für den Vater mittlerweile Gott sei Dank einfach, die gemeinsame elterliche Sorge einzuklagen, wenn er nicht völlig ungeeignet ist.
     
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    28 August 2020
    #9
    Ehe macht in Bezug auf Kinder vieles einfacher, weil es von Gesetz wegen geregelt ist und man keine Zusatzdokumente braucht. Z.B. Thema Vaterschaftsanerkennung (unverheiratet muss der Vater da einen Wisch beim Jugendamt ausfüllen, verheiratet geht das "einfach so") oder Sorgerecht (wieder ein neuer Wisch beim Jugendamt, bei Eheleuten wieder automatisch geteiltes Sorgerecht)... Und das zieht sich einfach durch sämtliche Themen, angefangen bei der Kitaanmeldung, wo beide Sorgeberechtigte unterschreiben müssen und Unverheiratete da dann einen extra Wisch oder eine Bescheinigung des Jugendamtes wegen alleinigem Sorgerecht brauchen, über Beantragung eines Kinderpasses - wieder selbes Spiel - bis hin zu schriftlicher, teils in andere Sprachen offiziell übersetztes Dokument, wenn nur ein Elternteil mit dem Kind Urlaub im Ausland macht.

    Es ist unverheiratet einfach ein Scheiß Zettelkrieg.

    Rein vom "ehelich" oder "unehelich" finde ich es reichlich wurscht heutzutage. Aber bei dem ganzen Rattenschwanz, der mit dranhängt zum Teil, kann ich nur jedem raten, sich das mit der Ehe doch zu überlegen. Es macht einfach so verdammt vieles so viel einfacher.
     
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  • Marius84
    Marius84 (36)
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    28 August 2020
    #10
    Zurück zum Thema: für ein Kind ist es heutzutage denke ich völlig unerheblich, on die Eltern verheiratet sind oder nicht. Wichtig sind allein die emotionale Bindung, Versorgung, Liebe und Förderung. Egal ob die Eltern verheiratet, in einer Beziehung, geschieden oder getrennt sind.
     
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    28 August 2020
    #11
    Heute fragt da niemand mehr nach. Mag früher so gewesen sein aber gut...
    Wozu auch?
    Viele sehen die Ehe glaub ich als ultimativen Liebesbeweis, aber zwingend notwendig ist es nicht.
    Ich finde es einfach gut, dass bei verheirateten Paaren, sollte dem einen was passieren, der andere abgesichert ist, mehr oder weniger.
    Ist in einer Partnerschaft sicher auch alles regelbar, halt mit mehr Bürokratie
     
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    29 August 2020
    #12
    Ich würde nicht nur, ich habe und hätte es auch immer wieder so gemacht.

    Wir haben irgendwann geheiratet, weil es finanziell so attraktiv war und vieles einfach automatisch geregelt hat, was sonst Aufwand gewesen wäre. Nur wegen Kindern hätten wir das nicht gemacht.
    Mein Sohn hat nie Probleme deswegen gehabt, das war nie Thema.
    In unserem Umfeld weiß ich von vielen Paaren noch nichtmal, ob die verheiratet sind.



    Ja. Solche Entscheidungen habe ich noch nie von der Meinung meiner Familie abhängig gemacht.
     
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    29 August 2020
    #13
    Ich sehe keinen Sinn darin, ein Kind zu bekommen, aber nicht heiraten zu wollen, außer die Beziehung zum Vater des Kindes besteht nicht mehr.
    Es wäre für uns auch nicht in Frage gekommen.
    Wäre ich, aus welchen Gründen auch immer, unverheiratet, hätten meine Kinder aber definitiv auch meinen Nachnamen bekommen.

    Ja. Weil die Familienverhältnisse meines Partners für mich keine Rolle spielen und weil mir mein Glück wichtiger wäre als irgendwelche religiösen Prinzipien meiner Familie.
     
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    29 August 2020
    #14
    Ich bin zwar verheiratet, aber unsere Tochter wurde vorher geboren. Mein Mann hat noch zwei Söhne aus vorheriger Beziehung, mit der Mutter der beiden war er nie verheiratet. Das spielt auch alles keine Rolle, es kann nicht immer alles nach Plan laufen (mein Mann wollte ursprünglich nie Kinder, jetzt hat er bald vier :grin:).

    Geheiratet haben wir auch „nur“ aus romantischen Gründen, nicht weil es irgendwie notwendig gewesen wäre.
     
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    29 August 2020
    #15
    Prinzipiell egal, aber wir planen vor dem ersten Kind zu heiraten, dass er als Vater abgesichert ist bzw. er einfach mehr Rechte hat.

    Das hat aber nichts mit religösen Unfug oder sonstiges zu tun. Sondern die Gesetzeslage ist kacke.
     
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    29 August 2020
    #16
    Ich möchte keine Kinder, aber ansonsten wäre es mir schon wichtig, dass zuvor geheiratet wird. Ich bin da klassisch eingestellt.
     
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    29 August 2020
    #17
    Wir haben erst nach der Hochzeit Kinder bekommen, da wir aber schnell und früh geheiratet haben war das auch nicht verwunderlich. Wie andere das halten ist mir prinzipiell egal. Soll jeder halten wie er mag.
     
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    29 August 2020
    #18
    Also das ‚damals‘, als das noch ein Tabuthema war, ist doch aber auch schon ein paar Generationen her oder? Meine Eltern haben geheiratet, als das zweite Kind geplant wurde, und auch die Eltern meines Mannes haben erst geheiratet, als sie schon hochschwanger war. Mittlerweile klärt da doch kein Hahn mehr nach und in meinem Umfeld gibt es sicherlich genauso viele Kinder, die unehelich geboren wurden, wie eheliche.
     
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    29 August 2020
    #19
    Ich sehe es für kein Problem uneheliche Kinder zu zeugen. Meine Kinder sind auch ehelich gezeugt worden und ich wüsste auch nicht das irgendjemand mal gefragt ob sie ehelich oder unehelich sind.
     
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    29 August 2020
    #20
    Nein, wär für mich ohne zu heiraten nie Thema gewesen. Einfach auch wegen der ganzen rechtlichen Geschichten und der Absicherung. Außerdem war es ein schönes Ereignis, dass man mit Familie und Freunden teilen konnte. Ich habe aber auch viele im Familien- und Bekanntenkreis die Kinder haben und nicht verheiratet sind. Das interessiert eigentlich niemanden und es wird so oder so immer von „deinem Mann/deiner Frau“ gesprochen, ob nun verheiratet oder nicht, sobald Kinder da sind. Ist wie mit den Schulzeugnissen, sobald man im Berufsleben ist, interessieren die auch niemanden mehr.

    Mir war es wichtig, dass sich mein Mann auch mit meiner Familie versteht. Wäre dem nicht so gewesen, wären wir gar nicht erst zusammen (geblieben). Ich hab allerdings auch keine Familie, die mir unnötig Steine in den Weg legen würde und mit der ich mich selbst auch gut verstehe und gerne und viel Zeit verbringe. Dieses Netzwerk würde ich nie für eine einzelne Person aufgeben. Mit einem Partner, der absolut nicht reinpasst, hätte ich also eh nicht glücklich werden können, weil das so gewesen wäre, das ich dafür einen anderen für mich essentiellen Teil im Leben hätte aufgeben müssen. Für meinen Mann war das aber genauso wichtig, von daher hat es eh gut gepasst.
     
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