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    in einer Beziehung
    14 März 2019
    #1

    Was ist gut an Eifersucht?

    Liebe Community,

    Ich möchte mich hier mal mit euch über das Thema Eifersucht austauschen. Das kam hier im Forum in letzter Zeit öfter vor und mich beschäftigt das Thema schon ein bisschen. Es wäre schön, wenn hier auch Menschen, die in einer offenen oder polyamoren Beziehung leben, mitreden würden, denn für die ist das Thema wahrscheinlich auch sehr von Relevanz :smile:

    Aber zuerst möchte ich mal meine Sicht der Dinge (oder meine Fragen) darlegen:
    Was ist gut an Eifersucht?
    Ich habe schon sehr oft gehört, dass ein bisschen Eifersucht ja schön oder gar gewollt in einer Beziehung ist, da es einem zeigt, wie wichtig man dem anderen ist oder wie sehr der andere einen liebt. Das habe ich ehrlich gesagt noch nie wirklich nachvollziehen können. Meiner Ansicht nach ist an Eifersucht nichts Schönes oder Gutes, da es meiner Meinung nach nur ein Ausdruck ist von

    - fehlendem Vertrauen dem Partner gegenüber (man hat Angst, dass er fremdgehen könnte, weshalb muss man sonst eifersüchtig sein?) oder
    - fehlendem Selbstbewusstsein (man hat Angst, dass der Partner was Besseres findet und Schluss machen könnte) oder
    - Besitzdenken/fehlendes Gönnen (man möchte nicht, dass der Partner Spaß mit anderen Leuten hat) oder
    - Neid (man ist neidisch, dass der Partner die Zeit nicht mit einem selbst verbringt).

    All diese Interpretationen von Eifersucht haben absolut nichts Gutes an oder in sich, weshalb ich überhaupt nicht verstehen kann, wie man Eifersucht etwas Positives abgewinnen kann.

    Mir selbst ist dieses Gefühl auch sehr fremd. Ich kann mich nur daran erinnern, einmal in meinem Leben so etwas wie Eifersucht empfunden zu haben, und das war auf einem Ball, bei dem mein Freund mit seiner eigentlichen Tanzpartnerin getanzt hat. Da war ich aber nicht eifersüchtig, sondern einfach nur neidisch. Neidisch darauf, dass ich nicht so gut tanzen konnte, und neidisch darauf, dass mein Partner nicht Zeit mit mir verbracht hat (was auch nicht gestimmt hat, weil er eigentlich den ganzen Abend nur mit mir getanzt hat, bis auf diesen einen Tanz. Aber ich war 17 und wusste es nicht besser :engel:).

    So, was denkt ihr jetzt darüber? Kennt ihr Eifersucht? Findet ihr es gut, wenn euer Partner ein bisschen eifersüchtig ist? Was sind eure schlimmsten Erlebnisse bisher mit Eifersucht gewesen?

    Gerne würde ich auch wissen, was ihr von meinen Ausführungen haltet. So wirklich verstehen konnte mich bisher noch niemand.

    Liebe Grüße,
    WITM
     
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    14 März 2019
    #2
    Meine ex Freundin war auch immer eifersüchtig, und ich dachte immer ist ja süß wenn sie das ist hatte ich mir gedacht, das sie mich nicht verlieren möchte, das Problem hinterher war nur, das sie wahrscheinlich eifersüchtig war, obwohl ich es hätte sein sollen, da sie mich betrogen hat, und nicht ich sie
     
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    14 März 2019
    #3
    Doch, ich kann dich verstehen. Ich sehe das nämlich ganz genauso wie du.
    Eifersucht heißt nicht, dass ich meinen Partner mehr liebe, sondern dass ich ein Problem mit mir selbst habe.
     
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    14 März 2019
    #4
    Kurz gesagt: Nichts

    Detaillierte Ausführung:

    Nun ich gehe mit deinen Ansichten konform. Meiner Meinung nach ist Eifersucht ein Anzeichen für mangelndes/nicht vorhandenes Vertrauen in den Partner. Auch Angst verlassen zu werden ist eine Möglichkeit, aber das ist eher seltener der Fall.

    Ich selbst habe Eifersucht einmal erlebt und das war auch der Grund warum die "Beziehung" gerade mal eine Woche hielt. An der Uni hatten wir eine Projektarbeit und ich war in einer Gruppe voller Mädels. Die Reaktion als ich sagte, dass X ein Problem hat und mich etwas fragte führte zu einer heftigen Reaktion mit unsinnigen Vorwürfen, die dazu führten, dass ich die Bremse zog.
    Nach eigenem Empfinden war ich noch nicht von Eifersucht betroffen/ergriffen, da es dazu keinen Grund gab. Zu dem Rest kann ich nichts sagen, da mir die Erfahrungen fehlen
     
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    14 März 2019
    #5
    Ist es nicht so, dass sehr eifersüchtige Menschen tendenziell auch eher selber fremdgehen? Eigene Gedanken auf den Partner projiziert und so.
     
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    14 März 2019
    #6
    Ich kann nur völlig unallgemein für mich antworten, aber ehrlich gesagt, wenn jemand so VÖLLIG wurscht ist, was ich wie wann tue dann... frag ich mich, wie wichtig ihm die Sache ist. Oder ob er glaubt mich würde ja nun eh kein andrer wollen.

    Ich finds gut, wenn es entspannt ist, und man Witze dazu machen kann, aber völlig ohne Eifersucht fühl ich mich tatsächlich nebensächlich. Das ist so ein "keine Mühe geben, nicht beachten müssen, bin mir ihrer ja eh super sicher" Beigeschmack, denn ich ganz persönlich einfach nicht mag. Ich fand es in meiner letzten Beziehung nervig, dass er so absolut NULL eifersüchtig war.
    "Wozu denn, ich vertrau dir ja" boah, das hat doch nichts damit zu tun.
    Man kann einem andern ja wohl vertrauen, ohne durch diese komplette entspannte Gleichgültigkeit zu vermitteln, dass einem nichts etwas ausmachen würde.

    Ich persönlich bin auf körperliches nicht wirklich eifersüchtig, wenn offen abgesprochen, aber auf Aufmerksamkeit. Eine Beziehung muss für mich eine gewisse Exklusivität in irgendeinem Bereich haben, und mir persönlich ist der körperliche weniger wichtig, als der Geistige, bzw die Aufmerksamkeit.

    Daher hat extreme Eifersucht, die ernsthaft das Alltagsleben einschränkt für mich durchaus einen Zusammenhang zum Selbstwertgefühl, und ob ich überall "Rivalinnen" sehe auch eine Frage dessen, ob ich glaube, dass ich mich auf ihn verlassen kann. Das ist eben dann das andere Extrem zu "mir doch egal, viel Spaß"

    Aber ich kann nicht gut damit umgehen, wenn andere Frauen ähnliche exquisite Aufmerksamkeit bekommen wie ich. Ich habe dann keine Angst, dass er mich betrügen könnte, sondern es mangelt mir am Gefühl von Wichtigkeit, ich bin mir SELBST schon was wert, aber ihm?

    Und wie gesagt, eine Beziehung, in dem ich sage "Ich geh mal für drei Tage Skifahren mit einem guten Freund, wir teilen uns dann ein Zimmer" und er sagt dazu nicht mehr als "Ok, viel Spaß" - da werd ich aber zickig. Zumindest eine BEMERKUNG, dass man da nur halb glücklich damit ist, würde ich mir erwarten. Dann würde ich ihn beruhigen, er wüsste, dass da eh nichts ist, und alle wären zufrieden. Dann kann man ja immer noch vertrauen und glauben, was der andere einem erklärt - aber es von Anfang an so gleichgültig zu sehen, geht mir mächtig auf den Zeiger. Will ich auch nicht mehr wieder.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14 März 2019
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    14 März 2019
    #7
    An Eifersucht ist gar nichts gut- niemals!
    Theoretisch sehe ich das Thema absolut genauso wie du- praktisch bin ich jedoch leider (in "berechtigten" Situationen) eifersüchtig.
    Ich hasse es selbst, eifersüchtig zu sein und sehe es als eine meiner Schwächen an.
    Würde das gern abstellen. Ich hoffe das sich das im Laufe der Jahre noch legt.
     
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    14 März 2019
    #8
    Definiere "berechtigte Situation" - Ich sehe es zwar wie du, aber gerade in deiner momentanen Lage bzw mit deinen Erfahrungen kann ich verstehen warum Eifersucht/Misstrauen entsteht
     
  • User 75021
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    14 März 2019
    #9
    Off-Topic:
    Ja genau, ist auf meine aktuelle Lage bezogen.
    Also berechtigte Situation hier, ein Vertrauensmissbrauch und Lügen.
    Vorher kannte ich Eifersucht eigentlich kaum.
    Aber jetzt ist das anders, schreckliches Gefühl selbst eifersüchtig zu sein.
     
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    14 März 2019
    #10
    Also bei mir ist es wirklich und ausschließlich das "ich bin ihm nicht wichtig genug", das vermittelt wird, wenn andern Frauen mehr oder die selbe Aufmerksamkeit zu Teil wird.
    Im Sinne von, Pläne für sie verschieben, sich gerne sehen wollen, gemeinsam wegfahren, essen gehen, Zeit verbringen, tiefgreifende Gespräche führen, Sorgen und Nöte diskutieren und das mit einem bewundernden Unterton... das halt ich echt nicht gut aus.
    Mir ist komplett egal wenn jemand betrunken knutscht oder wild flirtet, aber die beziehungtaugliche Form von Beachtung will ich für mich allein.

    Aber ja, dass er "was besseres findet" ist ja nun kein Selbstbewusstseinsproblem, sondern eine realitische Wahrscheinlichkeit. Ich muss schon ein schräg übersteigertes Selbstbewusstsein haben, wenn ich denke, es gibt da nichts besseres als mich. Heute weiß ich, dass man dagegen eh nichts tun kann, es kommt immer was Besseres des Weges, das muss man gelassen sehen.
    Früher dachte ich, das ist meine Verantwortung, gut genug und interessant genug zu sein, und wenn ich dann so ein "mir egal" bekommen habe, war das nicht gerade ein Hinweis auf meine Wichtigkeit.

    Also ja, wenn ich es mir backen dürfte, wollte ich gerne einen Kerl, dem das nicht alles egal ist, weil er mir ja so vertraut (und wer sollte schon etwas mit mir anfangen^^). Ich hätte gerne einen, den es stört, wenn Exklusivität nicht eingehalten wird.
     
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    14 März 2019
    #11
    Ok, das finde ich aber komisch. Ehrlich gesagt, fände ich es nicht toll, wenn ich wüsste, dass mein Freund nicht so glücklich ist, wenn ich in Urlaub mit Freunden fahre. Wie soll ich den Urlaub dann unbeschwert genießen können. Auch wenn er sagt, dass es ok ist und er mich lässt, weil er es mir gönnt, GÖNNT er es mir ja nicht von Herzen, sonst müsste er darüber nicht traurig sein.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 14 März 2019 ---
    Beschreibst du hier nicht einfach nur sehr gute Freunde? :hmm: Wie sieht es denn aus, wenn die entsprechende Person männlich ist? Hast du auch mit Männern dieses Eifersuchtsproblem?
     
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    14 März 2019
    #12
    Hm interessanter Punkt. Ich brauch die Bestätigung da gar nicht, dass er rundum glücklich damit ist... bin ich auch nicht mit allem gewesen, hab das ehrlich angemerkt, und gesagt, dass ich da trotzdem nicht im Weg stehen will und viel Spaß wünsche. Und habe das auch so gemeint. Und mich nicht dauerhaft gegrämt oder gesorgt.

    Das gehört doch auch dazu, dass es bei allem gemischte Gefühle gibt? Ich hab meinem Freund damals auch gesagt, dass es uns nicht gut tun wird, wenn wir beide unsere Auslandsjahre einlegen, aber das sollte uns nicht daran hindern, es zu tun.

    Seit ich denken kann tu ich Dinge, mit denen meine Eltern nicht glücklich sind, was sie mir sagen udn dann sagen sie "aber deine Entscheidung" und gut ist. Damit lebe ich eigentlich ziemlich gut, weil ich es normal finde. Wie soll man jemandem etwas "rein und nur von Herzen" gönnen, wenn es einen aber stört?
    Dann sagt man, ich finds doof, aber ich würde dich nie davon abhalten, und der andere sagt, ich weiß dass dir dran liegt, aber es ist jetzt eben so... und fertig.

    Aber "neeeein, geh ruhig, ich find das super, ich freu mich voll für dich!" ähm, nein. NICHT in einer Beziehung. Da fühl ich mich null wert geschätzt.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 14 März 2019 ---
    Wenn dem besten Kumpel mehr Aufmerksamkeit zuteil wird als mir - im Sinne von für mich kann abc nicht verschoben werden, für ihn aber schon, und dann auch noch dauernd, und wenn lieber mit ihm als mit mir in Urlaub gefahren wird und ich hinter ihm zurück stehen muss.. dann ja. Dann bin ich auch darauf eifersüchtig, und finds einfach doof.
    Ich hindere niemanden daran, aber meinen Unmut drücke ich schon aus. Das will ich auch vom Gegenüber - weil es sonst wirkt als wäre ihm völlig unwichtig ob oder ob nicht ich Zeit mit ihm verbringe...
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 14 März 2019 ---
    :what: und den Schluss kapier ich einfach nicht, für mich hat das eine überhaupt nichts mit dem andern zu tun. Das eine ist FÜR IHN und das andere FÜR MICH.
    Für IHN freue ich mich, wenn es läuft, zum Beispiel das Auslandsjahr klappt. Ehrlich und von Herzen.
    Und gleichzeitig bin ich für MICH traurig. War ich auch, weil ich wusste, vermutlich wirds das gewesen sein.
    Man kann ja nun problemlos mehrere Dinge gleichzeitig fühlen... ohne dass die sich gegenseitig beeinflussen.
     
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    14 März 2019
    #13
    Also ich finde, das vermischt aber jetzt doch zwei Dinge, die nicht dasselbe sind. Ich kann mich tierisch daran stören, dass Exklusivität (oder welche Abmachung auch immer) nicht eingehalten wird und deswegen sogar die Beziehung beenden, aber doch trotzdem nicht eifersüchtig sein?
    Eifersucht ist doch ein Gefühl und keine Handlung. Man kann auch in einer offenen Beziehung ohne jede Konsequenz eifersüchtig sein.

    Was bedeutet überhaupt Eifersucht? Erstmal doch nicht mehr als eine schmerzhafte Reaktion auf Verlustängste, die sich oft weiter hochschaukelt.
     
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    14 März 2019
    #14
    Nichts ist gut an Eifersucht, aber sie ist trotzdem menschlich.

    Ich habe im Verlauf der Schwangerschaft kurzfristig ein wenig Eifersucht verspürt, weil die körperlichen Veränderungen mich verunsichert haben. Das hat sich allerdings wieder gelegt.

    Ich wüsste jetzt auch nicht, warum ich meinem Partner misstrauen sollte. Das führt ja ohnehin zu nichts. Ich kann doch meinen Partner nicht durch Eifersucht, Argwohn und Kontrolle an mich binden. :unsure: Damit treibt man doch einen Menschen eher von sich.
     
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    14 März 2019
    #15
    Gefühle sind einfach weder gut noch schlecht. Schlecht ist höchstens, wenn man sich zu sehr von manchen Gefühlen mitreißen lässt und sein Handeln danach ausrichtet.

    Gibt doch einfach Situationen, in denen viele Eifersucht empfinden würden. Ist nichts schlimmes dran. Wenn man deswegen anfängt, im Handy des Partners rumzuschnüffeln sieht es wieder ganz anders aus :grin:
    Das schlimme sind immer die Handlungen und nicht die Gefühle.
     
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    14 März 2019
    #16
    Hm ja gut, da kann man das Gefühl wohl diskutieren, dass was ich da spüre ist für mich immer das selbe und ich nannte es bisher Eifersucht :zwinker: weil es nicht dann auftritt, wenn ich zu wenig Aufmerksamkeit bekomme, sondern nur wenn statt dessen jemand anders sie bekommt :zwinker:
    allerdings bestehe ich nicht darauf, dass das die Defintion von Eifersucht ist... ich persönlich benenne damit schon das Gefühl, das ICH dabei habe, nicht die Handlung des andern, der sich nicht kümmert...
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 14 März 2019 ---
    Eben, man kann ja jedes Gefühl erstmal beobachten, überdenken und bewerten, und dann entscheiden, wieviel Macht man ihm gibt.
    Darum kann ich einfach auch für MICH ganz allein traurig oder besorgt sein, ohne dass ich deswegen dem andern was nicht gönne.
    Es ist da und so fühlt es sich an, aber es ist erstmal meine Sache. Erst fühlen, dann denken, dann reden/handeln. Mach ich eigentlich nie anders...
     
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    14 März 2019
    #17
    Obschon ich verstehe, wie Eifersucht zustande kommt, stelle ich für mich fest, dass ich stark eifersüchtige Menschen wirklich anstrengend finde.

    Off-Topic:
    Der Freund einer guten alten Freundin von mir, ist dermaßen eifersüchtig, dass es sogar für mich schon lästig ist. Ich habe teilweise echt schon keinen Bock mehr mich mit ihr und ihm zusammen zu treffen. Erstens mag ich diese verkrampfte, aufseherische Art nicht, die er an den Tag legt und zweitens gibt sie sich, da sie ja um die Befindlichkeit ihres Freundes weiß, ziemlich befangen und verhalten.
    Drittens mag ich diese heraufbeschworene Rivalität seinerseits nicht, die häufig in Frotzelei mündet.
     
  • User 140332
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    vergeben und glücklich
    14 März 2019
    #18
    Ich finde Eifersucht jetzt nicht gut, aber unbedingt schlecht finde ich sie auch nicht, so lange sie in einem bestimmten Rahmen bleibt.

    Bestimmte Gefühle gehören einfach zum Leben und zum Menschen dazu und so lange sie sein Handeln nicht komplett bestimmen, finde ich daran auch nichts dramatisch. Vor allem nicht, wenn sie mich als Person nicht einengen.

    Ich würde mich schon als einen Menschen sehen, der schwer eifersüchtig wird, aber auch ich hatte schon Momente im Leben, bei denen es mir so erging. Die häufigsten Situationen waren, wenn ich mir der Gefühle für einen Menschen nicht sicher war, meistens dann, wenn ich verliebt war und nicht in einer Partnerschaft war. Da habe ich schon krasse Eifersucht verspürt (das war bisher auch eines von den stärksten Gefühlen, die ich je hatte - mein Username kommt mitunter auch daher).

    Ich kenne diese Gefühle also und weiß, woher sie kommen. Deshalb bin ich da wohl auch nachsichtig, wenn mein Mann eifersüchtig wird. Mich stört es nicht und meistens sind seine Eifersüchteleien auch eher süß, denn nervig. Er schafft es, dass dieses Gefühl ihn nicht übermannt, er kann es gut kanalisieren - mit Humor.
    Das finde ich eine tolle Leistung und würde nie verlangen, dass er diese Eifersucht komplett ablegt. Ich kenne die Gründe dafür, wir haben da oft drüber gesprochen und es ist okay so. :smile:

    Jetzt durch die Schwangerschaft habe ich aber tatsächlich eifersüchtige Gefühle in mir entdeckt, ich hätte wohl arge Probleme, wenn er jetzt mit anderen Frauen Sex hätte. Nicht aus Verlustangst oder weil eine andere Frau besser zu ihm passen könnte, sondern ich gönne es ihm einfach nicht. Ich werde auch kaum gefickt, wegen meiner körperlichen Umstände und muss verzichten, da darf der sich auch nicht anderweitig bespaßen. Ich bin schließlich in dieser Lage mitunter wegen ihm, da sitze ich doch nicht zu Hause und lasse mein Geschlechtsteil durch SB glühen, während er den echten Spaß woanders hat. Ne, ist nicht fair. :grin:
    Da bin ich dann wirklich eifersüchtig, die wenige Freizeit ist er dann nicht bei mir, sondern bei anderen Damen und ich sitze Zuhause und brüte das Kind aus oder wie? Scheiße nein. :nope:
    Deswegen kann ich da auch caotica verstehen, ich will oberste Priorität sein, ich will die meiste Aufmerksamkeit genießen.

    Verlustangst und dergleichen habe ich eigentlich nicht, obwohl ich zurzeit wirklich unsicher in meinem Körper bin. Ich fühle mich nicht wie ich, sondern eben wie 2 Menschen, das Baby in mir irritiert mein Altes Ich.

    Aber Angst meinen Mann zu verlieren habe ich noch nie gehabt, dafür ist mein Ego auch echt zu groß und meine Einstellung, dass ich eh nicht verhindern kann, wenn er sich fremdverlieben würde. Deswegen könnte ich auch nie klammern oder dergleichen, mal abgesehen davon, dass ich dafür zu stolz bin und zu viel Selbstrespekt hätte.

    Bei mir ist es gerade ein ganz klares: ich gönne es ihm nicht. Was ich nicht haben kann, darf er auch nicht haben. :ninja:
     
    Zuletzt bearbeitet: 14 März 2019
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    14 März 2019
    #19
    Um die Frage ganz platt zu beantworten: für mich ist daran gar nichts gut. Ich war auch noch nie eifersüchtig in einer Partnerschaft und mit eifersüchtigen Partnern halte ich es nicht lange aus.

    Ich stimme da auch ziemlich mit Deinen Aussagen überein.

    Was nicht heißt, dass es mir egal wäre, wenn ein Partner sich nicht an die gemeinsamen Spielregeln der Beziehung hält.
    Dann wäre der Vertrauensbruch ja da und Eifersucht nicht unbegründet.
    Aber unbegründete Eifersucht als Anzeichen irgendeiner Wertigkeit oder Wichtigkeit beim Partner zu sehen, ist mir völlig fremd.
    Das Gefühl und das Wissen, dass ich ihm wichtig bin, ziehe ich nicht aus seiner Angst, er könnte mich verlieren.
    Das ziehe ich gerade aus dem sicheren Gefühl, dass wir zusammengehören und aus all dem, was er sagt und tut.

    Bräuchte ich dazu Eifersucht, weil mir dieses Gefühl sonst fehlt, würde für mich in der Beziehung etwas ganz arg nicht stimmen.
     
  • User 172046
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    14 März 2019
    #20
    Naja, wie definiert man Eifersucht eigentlich? Den psychologischen Gedanken dahinter verstehe ich schon, aber irgendwie auch nicht.
    Wenn Eifersucht ist: "Ich finde es nicht gut, dass du mit nem Kerl im selben Zimmer Urlaub machst, weil ich dem Kerl nicht traue, dass er nichts macht." ist das ja eine Sache. Aber Eifersucht ist dann doch eigentlich eher '"Ich finde es nicht gut, dass du mit nem Kerl im selben Zimmer Urlaub machst, weil ich euch beiden nicht traue und dich nicht verlieren will" und was sollte daran gut sein?
    Ich habe damals gelernt, dass es bestimmte Dinge gibt, die man nicht tut, wenn man in einer Beziehung ist. Heutzutage definiert das ja jedes Paar für sich selbst, aber auch da gibt es Grenzen. Wenn Eifersucht nun also beschrieben wird als die Angst, dass diese Grenzen (z.B.Exklusivität in jegweder Form) überschritten werden....worauf baut denn dann diese Beziehung überhaupt noch auf? Die hat dann doch gar keinen Rahmen mehr.
    Für mich wäre das super schwierig und ich wäre wahrscheinlich sehr, sehr eifersüchtig, weil ich sehr Probleme mit mir selbst habe, das merke ich auch jetzt schon immer wieder, und es ist so anstrengend.
    Sorge und Anteilnahme gerne, aber Eifersucht ist dann so das negative Gegenstück der Medaille und macht keinen der Beteiligten glücklich.
     
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