• goldstück
    goldstück (33)
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    8 März 2020
    #1

    Was kann man tun gegen innere Unruhe? Mit welchen Strategien habt ihr gute Erfahrungen gemacht?

    An sich ist mein Leben meistens einigermaßen entspannt und ich bin üblicherweise auch recht gelassen. Klar, stressige Phasen gab es immer mal wieder. Aber halt relativ zeitnah vorübergehend. Aktuell ändert sich aber bei mir beziehungsweise bei uns richtig viel. Jobwechsel, ernsthafte Schritte in Richtung Hausbau und innerfamiliäre Differenzen, Hochzeitsplanung und so weiter.

    Dass es mich nicht kalt lassen würde, war absehbar. Aber die innere Unruhe geht nur mehr selten ganz weg, dazu kommen auch noch Schlafstörungen. Und ich stehe vor der Frage, was hilft bei einer solchen Nervosität, die quasi ein ständiger Begleiter ist. Mit welchen Strategien, Entspannungsübungen, Tees oder was auch immer habt ihr diesbezüglich gute Erfahrungen gemacht?
     
  • WeBär
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    8 März 2020
    #2
    Ich kann dir nur sagen Sport oder andere Hobbys. Das hilft zum abschalten und auspowern. Alles was aus der Norm fällt oder nicht zu deinem Alltag zählt.
     
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  • User 174959
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    8 März 2020
    #3
    Ich hab mir rituale geschaffen...
    Tee trinken (eigentlich is dabei egal welcher),
    Etwas lesen und sei es nur im Magazin stöbern,
    Baden gehen, Ausflüge wenn wir Lust haben...
    Früher hab ich gehäkelt, dabei konnte ich meine Gedanken echt ausknipsen

    In der Therapie hab ich autogenes Training (Traumreise mit muskelentspannung) gelernt... das hilft mir in ganz schweren Zeiten beim einschlafen und hilft mir teilweise auch meine schlechten Träume ins positive zu bewegen...
     
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    8 März 2020
    #4
    Vielleicht informierst du dich mal über sogenannte Skills.
    Das sind Methoden, die dazu entwickelt wurden, Menschen zu helfen, Anspannung zu reduzieren, ohne selbst oder fremdschädigendes Verhalten zu zeigen. Es gibt auch spezielle Skills für weniger akute Situationen :smile:
     
  • User 164174
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    8 März 2020
    #5
    Zieh Turnschuhe an und mache 5 kurze Sprints draußen in der Natur. Gibt ein Feuerwerk der Hormone.
     
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  • sumsilein
    sumsilein (43)
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    8 März 2020
    #6
    ich kenne dein problem! hab immer wieder mal mit innerer unruhe zu kämpfen, das kann ganz schön an den kräften zehren! bei mir ist es dann so, dass ich wirklich den ganzen tag über total angespannt bin und ich bin in einem gedankenkarusell gefangen. zur ruhe finden und abzuschalten hat sich bei mir zeitweise als äußerst schwierig gestaltet... mittlerweile habe ich alles ganz gut in den griff bekommen. ich gehe regelmäßig zum sport, sorge für entspannende tage, teile mich mit (!!), also sorgen und probleme. hab früher immer mal gerne alles in mich hinein gefressen. um besser zu ruhe kommen hilft mir passionsblume, hab da ganz gute erfahrungen mit passedan tropfen gemacht, die sind mir mal in der apotheke empfohlen worden. wie fühlt sich deine innere unruhe denn an? bist du dann eher am abend im bett unruhig oder auch eher dann den ganzen tag. manchen hilft es, zu entspannen, andere müssen sich auspowern. ich bin so, dass ich von beiden ein bisschen was brauche. und ja, wie gesagt, reden hilft mir sehr.
     
  • User 138543
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    8 März 2020
    #7
    Mir hilft da auch Sport, Spazieren gehen, Lesen, Progressive Muskelentspannung, Mandalas, Meditation usw.
     
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  • User 164174
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    8 März 2020
    #8
    Gut ist auch Hanfblütentee mit Melisse.
     
  • goldstück
    goldstück (33)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    22 März 2020
    #9
    Handarbeiten wären eine Idee, meine Schwester hat früher eine Zeit lang gehäkelt. Vielleicht probiere ich es mal mit Stricken. Kann man das auch mit Youtube Tutorials lernen? Erinnerungen an damals, als ich es gelernt habe, habe ich nämlich absolut gar keine.


    Was Sport angeht: Normalerweise bin ich sehr viel mit dem Hund spazieren. Ist aber gerade auch keine Option, meine Gesundheit ist gerade auch körperlich etwas angeknackst. Wird wieder, aber das erste Quartal 2020 kann echt weg.

    Naja, tagsüber fühle ich mich innerlich wie getrieben und bringe aber gleichzeitig nicht so viel voran, wie ich sollte, weil ich mich nicht konzentrieren kann. Und abends plagt mich meine mentale To-do-Liste, die gefühlt immer länger wird. Übermüdung macht den Gesamtzustand halt auch nicht besser.

    Da klingt das mit dem Hanfblütentee mit Melisse und den Tropfen mit Passionsblume ganz vielversprechend. Bekommt man beides in der Apotheke?

    Selbst- oder fremdschädigend bin ich nicht unterwegs. Anspannung reduzieren klingt aber gut, ich informiere mich da mal!
     
  • ProxySurfer
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    22 März 2020
    #10
    Ist nicht egal. Schwarzer Tee und Mate-Tee z.B. putschen auf wie Kaffee. Vor allem abends nicht zu empfehlen.
     
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  • User 172046
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    22 März 2020
    #11
    Was mir manchmal hilft, ist eine Meditationstechnik, bei der du dir vorstellst, dein Körper wird nach und nach mit Wärme und Licht durchflutet.
    Atme erstmal ein wenig durch und konzentriere dich erst auf den Raum, dann auf deinen Körper. Dann fange bei den Füßen an stelle dir vor, wie das Licht von dort aus höher wandert, bis dein ganzer Körper davon ausgefüllt ist.

    Und singen. Ich singe gefühlt 90% der Zeit, die ich wach bin, etwas besseres gibt es für mich nicht.
     
  • User 171033
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    23 März 2020
    #12
    Meditieren gelingt mir nur, wenn ich dabei eine repetitive Rückenmark gesteuerte Bewegung mache. Also sowas wie Wandern, Joggen, Rad Fahren. Dann bringt mir das aber unfassbar viel an Schaffenskraft und Energie zurück... Womit wir also wieder beim Sport wären.

    Ansonsten habe ich mir eine ganze Menge an Zeitmanagement-Skills aus dem Beruflichen mit ins Private genommen.

    Mein Tag ist gerade in so angespannten Phasen ziemlich durchstrukturiert:
    Zu einer einigermaßen festen Zeit aufstehen, auch am Wochenende, nicht unbedingt nach Wecker, sondern möglichst nach innerer Uhr (, die sich jedoch dem Wecker gut anpasst),

    ich ordne (sowohl in haptischer Ablage, als auch gedanklich) meine Priorisierung der Aufgaben nach "dringend und wichtig" (wird täglich bearbeitet), "dringend" (wird gleich mit gemacht, wenn die Zeit genügt, sonst auf jeden Fall innerhalb der laufenden Woche), "wichtig" (kommt mit hoher Priorität und fester Deadline, ggf. mit vorheriger Erinnerung, in die Planung), und "Sonstiges" (landet meist gleich im Altpapier bzw. wird delegiert).

    Ich ordne in Zeiten vieler paralleler Aufgaben dazu meine Aufgaben an einer haptischen Tafel schriftlich durch.
    Tafel klappt bei mir besser als Mobiltelefon oder Kalenderbuch.
    Dazu nutze ich Kan-Ban: To do, work in progress, done.
    Das "done" finde ich für mich psychologisch wichtig, weil ich mir dann selbst auf die Schulter klopfen kann, was ich alles geschafft habe.
    Die Kan-Ban-Tafel schützt mich vor Prokrastination, genauso wie vorm Verzetteln.
    Und man kann diese Methode auch mit anderen gemeinsam gut nutzen, um Aufgaben zu gewichten, zu priorisieren, zu deligieren. Das geht übersichtlich z.B., wenn jeder beteiligten Person (also z.B. deinem Partner und dir) eine Farbe zugeordnet ist. Oder jedem Aufgabenfeld (also z.B. Hausbau, Hochzeit...)

    Ich verplane für Aufgaben, ganz nach Pareto, maximal 80 % des mir zur Verfügung stehenden Zeitkontingents. Unerwartetes kommt immer hinzu.

    Diese Strukturen verschaffen mir innere Ruhe, weil mir niemand so schnell die Fäden aus der Hand nehmen kann,
    und ich alles im Überblick behalte.

    Ich schaffe mir in meinem Tagesplan nach meinen Bedürfnissen mindestens 20 Minuten Insel, die nur mir gehört. Nicht dem Mann, nicht dem Kind, nicht irgendwelchen Anrufern, nicht dem TV. Nur mir und meinen Bedürfnissen.
    Diese 20 min sind ein unfassbarer Akku-lade-Booster. In der Zeit trinke ich vielleicht einen Wein oder Whisky ganz bewusst, ich lese, ich zeichne, ich häkle... was auch immer. Ich halte in der Zeit aber ganz bestimmt Abstad von Monitoren und digitalen Medien.
     
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  • Elfenstern
    Elfenstern (40)
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    23 März 2020
    #13
    Ich leide auch unter innerer Unruhe und bekomme leicht nervöse Tics.

    Mir tut sportliche Belastung gut. Aber nicht der kleine Abendlauf unter der Woche, sondern richtiges Auspowern am Wochenende.

    Und mir tun Sachen gut, die mich vom Alltag und der Arbeit ablenken. Z.b Ausgehen mit Freundinnen
     
  • fluffypenguin1
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    23 März 2020
    #14
    Ich leide unter einer Angststörung, daher extreme Unruhe nur dauerhaft eben und in extremen Maße.

    Was mir immer geholfen hat war mir eine Routine morgens und abends vor dem Schlafengehen zu schaffen.

    morgens nach dem Aufstehen ein kurzes aber intensives HIIT Training, danach Meditation (nur auf Atmung konzentrieren ( Bauchatmung)) und generell genug Zeit für alles notwendige schaffen um sich auf den Tag vorzubereiten.

    Abends kurze Dehnübungen aller Muskeln um Verspannungen zu lösen und progeressive Muskelentspannung und sich auch nen Überblick zu haben was den nächsten Tag schaffen will oder welche Ziele man sich die Woche gesetzt hat helfen sehr gut.

    Bei allem gilt es regelmäßig zu tun, dann bringt das wirklich viel. Habe dadurch teilweise gelernt mit Stress besser umzugehen, auch wenn es an der Angststörung nichts ändert.
     
  • sumsilein
    sumsilein (43)
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    28 März 2020
    #15
    ich finde es eine gute idee mit dem stricken! das ist wirklich sehr entspannend! habe das auch vor jahren mal angefangen und konnte mich stundenlang damit beschäftigen. mittlerweile wüsste ich auch nichtmehr genau wie es geht, aber im internet gibts da sicher gute anleitungen! :smile: wenn ich mich tagsüber nicht wohl fühle, nehme ich schon auch immer pflanzliche tropfen, damit gehts mir dann einfach besser. die passedan mit passionsblume gibts in Ö in der Apotheke. in deutschland kann man sie einfach online bestellen, das weiß ich von meiner schwägerin. was dir sicherlich jetzt dann auch helfen könnte ist, dass das wetter endlich wieder ganz schön wird. sonne erhellt ja das gemüt :smile:
     
  • goldstück
    goldstück (33)
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    31 März 2020
    #16
    Die Meditationstechniken klingen vielversprechend, damit beschäftige ich mich nochmal näher!

    Spannend, so habe ich das noch gar nicht gesehen. Ich kenne das Prinzip, aber eigentlich eher wenn es um Verteilung von Energie auf angestrebte Resultate angeht. Denke, das könnte mir beim Zeitmanagement auch was bringen!

    Irgendwelche Dehnübungen oder ganz bestimmte? Ich gehe tatsächlich oft mit einem verspannten Gefühl schlafen, was sich wahrscheinlich nicht nur auf den Körper, sondern auch auf die Psyche auswirken könnte.

    Du steuerst also schon gegen, bevor die innere Unruhe zu viel wird? Ist sicher vernünftig, von Kopfschmerzen kenne ich es auch so, dass es meistens am besten ist schon gegenzusteuern, bevor der Schmerz zu intensiv wird.
     
  • User 136760
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    31 März 2020
    #17
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  • Fredi90
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    1 April 2020
    #18
    Ich habe mir aus der Apotheke (Rezeptfrei) Passionsblumenkraut besorgt. Das hat mich schon nach der ersten Kapsel entspannt (vielleicht auch Einbidlung). Nehme sie gerade regelmäßig, um etwas "runterzukommen" und vertrage sie sehr sehr gut.

    Außerdem, aber ein etwas langwierigerer Prozess, hat mir Yoga gut geholfen. Da merkt man die Entspannung aber nicht beim ersten Mal...
     
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  • MelliH
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    3 April 2020
    #19
    Autogenes Training habe ich auch eine zeitlang probiert, aber ich habe es nie so konsequent durchhalten können, dass es bei mir einen Effekt gehabt hätte

    goldstück
    Ich habe es mit Sport halbwegs in den Griff bekommen. Aber mir hilft es nur wenn ich mich beim Sport so richtig verausgabe. Gemütlicher Freizeitsport hat bei mir nichts gebracht
     
  • Lycra_st180
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    8 April 2020
    #20
    Puhh das mit der inneren Unruhe kenn ich nur zu gut, meist hilft nur sport wie laufen oder Radfahren dagegen. Oder einfach mal sich hinlegen Kopfhörer in die Ohren stecken und die augenschließen und einfach Nur abschalten. leider hilft dies bei bei mir momentan relativ selten was, und die Unruhe ist bei mir wieder ganz schnell da.
     

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