• Walter Joseph Kovacs
    Ist noch neu hier
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    Single
    21 Februar 2016
    #1

    Was tun ?

    Hallo Community, ich heiße "Walter" und bin 19 Jahre jung.
    Mein Problem ist, dass ich seid mehreren Jahren schon sehr depressiv bin. Seit dem ich 6 Jahre alt bin habe ich oft schlechte Gedanken in meinem Kopf. Besonders jetzt wo ich mit meiner Freundin aus diversen Gründen schluss gemacht habe. Ich bin dauerhaft Lustlos irgendwas zu machen, kann mich auf der Arbeit nur schlecht konzentrieren und ich will einfach nicht mehr weiter machen. Mein Problem ist allerdings meine Familie..
    Ich würde mit einer freuden Träne auf der Wange gegen den nästen Baum fahren wenn
    sie nicht wäre. Allerdings kann ich es einfach nicht weil ich meiner Familie diesen Schmerz des Traues nicht antun will. Ich leben von Tag zu Tag nur um meiner Familie den Schmerz zu ersparen. Manchmal kommt mir der Gedanke, dass ich es ja eh nicht mit bekommen würde aber dann denke ich nochmal drüber nach und finde das es sehr egoistisch wäre. Ich habe auch schon über einer Stationären Therapie nach gedacht aber ich möchte nicht das meine Eltern etwas davon wissen. Außerdem wäre es dann schwer für mich einen neuen Job zu finden und dann würden noch mehr schlimme Gedanken kommen. Ich weiß einfach nicht mehr weiter ...


    Morgen wollte ich mal zum Arzt fahren und fragen ob er mir Antidepressiva verschreiben kann, allerdings ist das keine dauerhafte Lösung für mein Problem.
     
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    21 Februar 2016
    #2
    Hallo Walter,

    ich war selber auch über zehn Jahre depressiv. Irgendeinmal konnte ich nichtmehr und bin zu meinem Arzt und hab ihm unter Tränen erzählt, wie schlecht es mir geht. Er hat mir ein Medikament und Sitzungen beim Psychologen verschrieben. Jetzt, etwas mehr als zwei Jahre später geht es mir super. Zum Ersten mal seit meine Eltern sich getrennt haben.

    Du hast gemerkt, dass es für dich so nicht weitergeht und dass du Hilfe brauchst. Es ist super, dass du zum Arzt gehst. Trau dich ihm an und hab keine Scham, wenn du dabei weinen musst. Er wird dich ganz bestimmt ernst nehmen.
    Du kannst an dir Arbeiten und es wird dir bald wieder besser gehen, weil du weisst, wie es dir geht und dich selber und deine Krankheit ernst nimmst.
    Gib jetzt einfach nicht auf, denn man kann es schaffen.:thumbsup:
    :knuddel:
     
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    21 Februar 2016
    #3
    Hallo Walter!
    Erstmal herzlich willkommen bei uns!

    Ich schließe mich @stinesch an: mach das bitte auf jeden Fall morgen. Rede mit Deinem Arzt, schildere ihm so viel, wie es Dir in dem Moment nötig ist. Es kann gut sein, dass der Arzt weiter denkt und Dir nicht "einfach nur" Medikamente verschreibt. Es kann auch sein, dass Ihr über eine mögliche Therapie redet. Versperr Dich dem bitte nicht. Die Chance, dass Dir eine Therapie helfen wird, ist recht groß. Die Chance, dass es Dir ohne Therapie langfristig immer schlechter gehen wird, ist weit größer :zwinker:.
    Und, ganz wichtig: eine Therapie muss überhaupt nicht stationär sein. Es gibt massenhaft Möglichkeiten, ambulant oder mit normalen Sitzungsterminen (z.B. nach Deinem Feierabend) eine Therapie zu machen, da wird Dein Arbeitgeber überhaupt nicht die Nase d'ran bekommen. Frag' Deinen Arzt mal darüber aus!
     
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    22 Februar 2016
    #4
    Hey!

    Der Gang zum Arzt ist auf jeden Fall ein wichtiger erster Schritt. Ich weiß nicht, ob Dein Hausarzt Dir sofort Medikamente verschreiben wird, vermutlich wird er Dich eher an einen Psychiater überweisen und das ist auch gut so, da ein Facharzt Dich in der Regel bei Antidepressiva wesentlich besser und individueller betreuen kann und auch mehr Erfahrungswerte hat. Ich war seinerzeit auch bei einem Psychiater in Behandlung, und es war ganz gut sich in kompetenten Händen zu wissen.

    An sich hast Du recht, daß Medikamente keine nachhaltige Lösung sind, trotzdem kann ich Dir aus eigener Erfahrung nur raten, da vorurteilsfrei ranzugehen. Antidepressiva können Dir einfach helfen, erstmal ein Stück weit zurück ins Leben und raus aus dem Teufelskreis der Antriebslosigkeit zu kommen und Dir letztlich die Kraft geben, den langfristigen Weg der Therapie anzugehen. Wie schon erwähnt wurde, solltest Du Dich da nicht von irgendwelchen Schauervorstellungen abschrecken lassen, es gibt eben auf jeden Fall Therapieformen, die sich in einen üblichen Arbeitsalltag einigermaßen integrieren lassen. Ich weiß nicht wo Du wohnst - aber hier in Berlin gibt es jedenfalls eine Anlaufstelle, die einem hilft, passende Therapeuten zu finden und auch direkt vermittelt. Irgendwo bei Dir in der Nähe wird es sicher auch etwas vergleichbares geben.

    Alles Gute,

    Dominik
     
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    22 Februar 2016
    #5
    Zum Teil kann ich deine Lage nachvollziehen, ich war vor einiger Zeit in einer ähnlichen Lage das ich in allem nur noch schlechtes gesehen habe und das Leben satt hatte.

    Durch diverse Umstände in meiner damaligen Dienstzeit der Feuerwehr hatte ich arg zu kämpfen gehabt.Mir ging es von Tag zu Tag schlechter. Mir hat zu dieser Zeit unsere Beauftragter für Notfallseelsorge sehr geholfen (durch die vielen langen und intensiven Gespräche und die Tatsache das jemand da ist und einem einfach nur zuhört) hat sich vieles für mich geändert.
    Dadurch ist mir erstmal bewusst geworden was ich Jahrelang an schlimmen Ereignissen in mich hereingefressen haben.


    Wie sich das mit Antidepressiva verhält kann ich leider nicht sagen da hier meine Erfahrungen gen null gehen. Aber ich würde mir aufjeden Fall Hilfe in Form eines Psychologen oder Seelsorgers holen.
     

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