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  • User 46728
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    vergeben und glücklich
    3 August 2009
    #21
    Das ist der demographische Wandel. Ganz normal und ich würd nix gegen tun.
    In den nächsten 50 J sollte laut Prognose die Zahl der Erwerbspersonen auf unter 50% steigen!Der Durchschnittsbürger wird älter, die Durchschnittsanzahl an Kindern pro Frau geht unter 1,3% und wir landen wieder auf der Bevölkerungszahl von vor Jahren.
     
  • tiefighter
    tiefighter (36)
    Verbringt hier viel Zeit
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    3 August 2009
    #22
    man sollte mehr fuer die familien tun. Sprich mehr Geld fuer sozial schwache Familien und Familien mit Hartz 4 bereitstellen. Dazu gehoert, dass man das kindergeld nicht als Einkommen anrechnet und die Lernmittelfreiheit abschafft. Des Weiteren muss D generell kinderfreundlicher werden. D.h. motivierte und gut bezahlte Erzieher und Lehrkoerper, ein anderes Schulsystem (Gesammtschule; klappt ja in Finnland schon ganz gut) und vor allem muessen Alleinerziehende endlich mal als gleich berechtigte Familien angesehen werden. Denn es kann ja nicht sein, dass man hier in D nur eine Familie ist, wenn man aus Vater, Mutter, 2-3 Kindern, `nem Einfamilinhaus und dem Familienkoeter besteht. Aber solange die Konservativen an der Macht sind, aendert sich das leider nicht. Das ist auch der Grund, warum ich auswandern werde.
     
  • Neko-Neko
    Neko-Neko (33)
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    nicht angegeben
    4 August 2009
    #23
    eeehm.., gerade sozial schwache familien sind meist kinderreicher als gutverdienende paare.

    der knackpunkt in deutschland liegt doch da, dass gebildete oder akademiker keine kinder haben WOLLEN!
    die kinderlosigkeit ist gerade in diesen kreisen überduchschnittlich hoch!
     
  • donmartin
    Gast
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    4 August 2009
    #24
    Dagegen kann und wird keine Regierungetwas unternehmen können, bzw. Maßnahmen werden keine Wirkung zeigen.

    Schon 1982 hat ein gewisser AlGore in dem Buch "Die Globalisierungsfalle" auf die Risiken hingewiesen.

    Es werden in Zukunft von den Erwerbsfähigen oder anders, es werden nur noch knapp 20% der Menschen gebraucht um 80% der Bevölkerung zu ernähren.

    Es ist schlichtweg keine Arbeit da. Und ohne Arbeit ist es unmöglich irgendeinen Staat, egal ob Diktatur oder Demokratie am Leben zu halten.

    Zwar sind über lange Jahre die "billigen Arbeitskräfte" gelockt worden, aber die Firmen gehen heute in diese Länder und halten die Arbeitskräfte dort. Die sind billig. Und wenn ein Teil zu einem Wohlstand gekommen ist, wollen die nicht mehr in ein anderes Land. Sie wollen "mehr". Den Firmen werden sie zu teuer, also ab ins nächste Land.

    Es stehen bald ALLE Industriestaaten der westlichen Welt vor dem Problem, viele Alte zu haben und wenig Junge, sowie nicht genug Arbeit.

    Schon jetzt bekommt Polen, Russland usw Probleme, weil die ganzen abgeworbenen Arbeitskräfte nie in deren Kassen eingezahlt haben, und die Masse der Menschen als billige Arbeitskräfte kaum etwas einzahlen können.

    Die Politik kann sich abstrampeln wie sie will......die Wirtschaft bestimmt das Weltgeschehen - manipuliert die Politik, beutet aus und verdient sich dumm und dämlich...

    Schon jetzt beklagen sie sich, kaum Nachwuchs zu bekommen...was macht die Politik? Englisch im Kindergarten, Wirtschaft in der Krabbelgruppe, Schulzeit verkürzen usw....Damit immer schneller immer mehr Menschen durch die Fabrikhallen geschleust und verbraucht werden. Gut Qualifiziert, aber mit 30 zum alten Eisen gehörend.....

    Irgendwann platzt nicht nur die Blase der virtuellen Finanzwirtschaft......dann kommen harte Zeiten auf uns zu, auch wenn dann der Rest (80%) der Weltbevölkerung in die Staaten strömt, um etwas von dem Kuchen abzubekommen.

    Eine Lösung oder Ideen für eine Lösung hab ich als Otto-Normal-Mensch nicht. Wir schwimmen zusammen auf dem Abgrund zu. Die einzige Möglichkeit ist eben, kein Kind in die Welt zu setzen, und mir damit die letzte Chance auf ein paar Kröten in Rente zu berauben....
     
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  • Neko-Neko
    Neko-Neko (33)
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    4 August 2009
    #25
    heftig... :/ da wäre in deutschland die idee mit dem "grundgehalt vom staat" ja schon bald angebracht,
    wenn nur noch für einen bruchteil der bevölkerung arbeit vorhanden ist...

    entweder so, oder der großteil ist arbeitslos, lebt auf der straße oder verreckt elendig.
    und die wenigen, die arbeit haben werden von kriminalität bedroht
     
  • NonServiam
    NonServiam (38)
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    4 August 2009
    #26
    Da ist schon was dran, was donmartin da sagt. So funktioniert der Kapitalismus. Wachstum und Produktivitätssteigerung. Sprich die gleiche Leistung muss jedes Jahr von x % weniger Arbeitern erwirtschaftet werden, oder die gleiche Anzahl Arbeiter muss jedes Jahr x % mehr produzieren und verkaufen.

    In der Autoindustrie ist das sehr anschaulich um jedes Jahr effektiver zu arbeiten kann man bei gleich bleibender Autoproduktion 5% der Arbeiter entlassen. Da kannst du dir ausrechnen wie lange man das betreiben kann, bis kein Unternehmen mehr da ist. Oder man produziert jedes Jahr 5% mehr Autos, die man aber auch verkaufen muss. Irgendwann muss man dann alle zwei Wochen ein neues Auto kaufen um die Wirtschaft am Laufen zu halten.

    Es liegt aber nicht in der Natur des Menschen ein Problem zu erkennen bevor es akut ist und zeitig eine Lösung zu finden. Erst im Angesicht der totalen Katastrophe überdenkt der Mensch seine Maxime. Anders gesagt, es muss erst noch schlimmer werden, bevor es besser werden kann.
     
  • Nevery
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    4 August 2009
    #27
    ich find den bevölkerungsrückgang ehrlich gesagt garnicht so schlecht...
    das funzt nicht unbegrenzt lange, dass die menschen immer mehr und mehr werden.
     
  • User 77547
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    4 August 2009
    #28
    Ich denke erstmal müsste jemand herausfinden, WESHALB in Deutschland so wenige Kinder geboren werden. Das scheint mir nicht wirklich geklärt. Übrigens: Gestern habe ich den Nachrichten gesehen, dass Deutschland das einzige Land in der EU ist, in dem die Geburtenrate im letzten Jahr gesunken ist.

    Wahrscheinlich hat die geringe Geburtenrate mehrere Gründe:

    - Miese Kinderbetreuungssituation. Frauen wird erschwert, Kinder und Beruf unter einen Hut zu bekommen.

    - Rabenmutter-Ideologie: Auch wenn wir die gleichen Betreuungsbedingungen wie z.B. Frankreich hätten, würde das wahrscheinlich nichts helfen, da ja jede Mutter, die vor dem 3. Lebensjahr das Kind in eine Betreuungseinrichtung gibt, um selbst zu arbeiten, als "Rabenmutter" abgestempelt wird. So was gibts z.B. in Frankreich oder Skandinavien nicht. Dann geistern irgendwelche Supermammis durchs TV, die neueste Studien zitieren, dass alle Kinder, die vor dem 3. Jahr in Kitas waren, schwer gestört sind. Komisch nur: In Frankreich gibts auch nicht mehr gestörte Gören als in D.

    - Ich hab mal eine Studie gelesen, dass einer der Hauptgründe, weshalb Frauen weniger Kinder bekommen, gar nicht so sehr das Problem Kinder/Arbeit ist, sondern, dass viele einfach glauben noch nicht den richtigen Mann gefunden zu haben, mit dem sie Kinder haben wollen. Außerdem berichten viele, dass sie sich schon vorstellen könnten, in nächster Zeit ein Kind in die Welt zu setzen, ihre Partner das aber ablehnen.
    Also: Nicht nur auf die Frauen konzentrieren, sondern auch auf die Männer. Die scheinen ebenso ein Problem damit zu haben.

    - Der Hauptgrund ist nach meiner Auffassung, dass Kinder von vielen als Kostenfaktor gesehen werden und als Hemmnis für die eigene hedonistische Selbstverwirklichung. Da "Selbstverwirklichung" bei vielen gleichzusetzen ist mit "Konsumieren", sind die beiden Gründe natürlich untrennbar miteinander verkoppelt.

    Wahrscheinlich gibts noch ein paar Gründe mehr.....ich sehe also schwarz mit der Steigerung der Geburtenrate in D.


    Ich finds jedenfalls schade. Eine vergreiste Gesellschaft ist doch öde. Kinder machen und bringen ACTION!
     
  • NonServiam
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    4 August 2009
    #29
    Na wer weiß, da brennen aber auch die Vorstädte.

    Ich finde ja schon lange, dass der Staat Erziehungszentren gründen sollte. Da kommen alle Kinder nach der Geburt hin, und jeder kann sich weiter verwirklichen und sich trotzdem auf die Fahne schreiben, was für eine tolle Mutter oder Vater man ist. Der Staat weiß genau was für Leute gebraucht werden und kann ihnen genau die Bildung angedeihen lassen, die unsere Gesellschaft braucht.
     
  • Schmusekatze05
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    4 August 2009
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    Andersrum gibt es das Problem aber auch. Wer sich als Frau dafür entscheidet Vollzeitmutter zu werden wird hier in Deutschland von den Müttern die für arbeiten und Ganztagskinderbetreuung sind auch extrem angegriffen ala "Die ist ja nur zu faul zum arbeiten".
    Ich denke, dass da auf beiden Seiten wesentlich mehr Toleranz von Nöten wäre.
     
  • NonServiam
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    4 August 2009
    #31
    Da sprichst du ein großes Wort gelassen aus.
     
  • BrooklynBridge
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    4 August 2009
    #32
    Ob man's glaubt oder nicht: Die Anzahl der Arbeitsplätze in Deutschland ist im Verlauf der letzten 10-20 Jahre kontinuierlich (von Konjunktureinbrüchen abgesehen) gestiegen! Die Arbeitslosigkeit steigt trotzdem, da trotz Bevölkerungsrückgang immer mehr Menschen arbeiten wollen, v.a. Frauen drängen immer mehr ins Berufsleben.
     
  • NonServiam
    NonServiam (38)
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    5 August 2009
    #33
    Allerdings, ich bin schon lange zu der Überzeugung gekommen, dass die theoretische Verdopplung der Arbeitnehmer katastrophale Folgen für die Lohnentwicklung hat. Steigende Produktivität + mehr willige Arbeiter ohne Konzept wie man das lösen kann, führen zu sinkenden und stagnierenden Löhnen.
     

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