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  • Theresamaus
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    6 Februar 2008
    #1

    Welchen Sinn hat „darunter viele Frauen und Kinder“?

    In den Nachrichten hört man bei Unfall- oder Katastrophenmeldungen immer wieder den Ausdruck „darunter viele Frauen und Kinder“. Was soll diese Aussage überhaupt bezwecken? Wenn man annimmt, dass jeder zweite Mensch eine Frau ist, ist doch klar, dass jedes zweite Opfer auch eine Frau sein kann. Genauso ist es doch mit Kindern. Habt ihr eine triftige Erklärung dafür oder ist das eine sinnlose Aussage?
     
  • Ickebins
    Ickebins (40)
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    6 Februar 2008
    #2
    fine es diskriminierend, denn dadurch wird ausgedrückt, daß ein Frauenleben mehr wert ist als ein Männerleben.
    Ein toter Mensch ist ein toter Mensch und gleich grausam und traurig, ob Mann oder Frau...
     
  • Schmusekatze05
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    6 Februar 2008
    #3
    Ich denke, dass das immer noch daher rührt, dass man denkt, dass Frauen und Kindern schwächer sind als Männer. Ich find das aber auch nicht weiter schlimm.
     
  • Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    6 Februar 2008
    #4
    Aber ich denke, jedes Menschenleben ist wertvoll. Da darf man doch nicht den Eindruck erwecken, als wäre es erträglicher, wenn mehr Männer sterben als Frauen.
     
  • brainforce
    brainforce (35)
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    6 Februar 2008
    #5
    Ich halte diesen Zusatz für eine "Phrase" eben ein Standardsatz wenn Frauen/Kinder unter den Toten waren...

    Hat für mich immer ein wenig mit Theatralik zu tun - ich denke aber der Ausspruch geschieht vielfach unterbewusst ohne groß darüber nachzudenken.

    Würde man den Spruch „darunter viele Frauen und Kinder“ hinterfragen muss man zwangsläufig darauf kommen das er absolut schwachsinnig ist.
     
  • Theresamaus
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    6 Februar 2008
    #6
    Genau :smile:
     
  • BABY_TARZAN_90
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    6 Februar 2008
    #7
    Es hat damit zu tun, dass vordergründig immer noch die Männer die Politik machen bzw. die Waffen bedienen.

    Die Formulierung taucht ja in der Regel bei Bürgerkriegen und Attentaten auf, nicht bei Naturkatastrophen.
     
  • Theresamaus
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    6 Februar 2008
    #8
    Und was sagen Feministinnen dazu? Erstaunlicherweise gar nicht :cry:
     
  • Luc
    Luc (31)
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    6 Februar 2008
    #9
    Also ich weiss nicht was ankreuzen.

    Wenn Männer sterben empfinden wir es als weniger schlimm als das Frauen und Kinder sterben, zumindest wenn wir es in der Zeitung der so lesen. Ich denke der Grund ist, dass Frauen und Kinder einfach wehrloser sind und in schlimmen Situationen mehr die kontrolle verlieren oder mehr leiden, as das Männer es zeigen.

    Wir Menschen schlachten ja Schweine, damit mir etwas mehr essen können. Wenn der Mensch aber in die Arktis geht und kleine Robbenbabies niederschläg empfinden wir das ja als grausam, wahscheinlich weil wir kleine Robben einfach süss finden. Genau so ist es halt ein bisschen mit dem Mann und den "Frauen und Kinder".
     
  • Theresamaus
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    6 Februar 2008
    #10
    Das ist vielleicht auch der Grund, warum es in Deutschland Wehrdienst für Männer gibt, jedoch nicht für Frauen. Nicht, dass ich Wehrdienst für Frauen gut fände, aber von Gleichheit ist Deutschland doch entfernt.
     
  • QuendaX
    QuendaX (33)
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    6 Februar 2008
    #11
    Eigentlich ist es auch so, solange kein Weg gefunden wird, dass Männer schwanger werden können.

    Wenn in den Nachrichten so eine Formulierung auftaucht, soll ja eigentlich nur unterstrichen werden, dass eine Tat auch ganz schwache Menschen getroffen hat, die mit der politischen oder kulturellen Lage nicht direkt in Verbindung standen bzw. daran Schuld haben.
     
  • simon1986
    simon1986 (32)
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    6 Februar 2008
    #12
    Ich kann zwar keine Statistik vorweisen, aber ich höre dieses Satz eigentlich nie bei Katastrophenmeldungen, sondern bei kriegerischen Auseinandersetzungen, wenn wild gewordene Männer herum wüten.
    Aber auch dann höre ich viel mehr den Ausdruck ("Zivilisten". Da wäre der Hinweis auf Frauen und Kinder berechtigt.

    Heute Abend in den Nachrichten über die Stürme im Süden der USA war von "Menschen" die Rede, nicht von "Frauen und Kindern". Und in den Meldungen aus Kenia von "Zivilisten".
    "Frauen und Kinder" werden vor allem im Zusammenhang mit Palästinensern und Israelis genannt, das ist dann wohl die Sprachregelung der direkt Beteiligten und soll die Verursacher disqualifizieren.

    Zudem galt früher zur See eine alte Regel: "Frauen und Kinder zuerst"(in die Rettungsboote). Aber dieser Grundsatz wurde schon beim Untergang der Titanic nicht eingehalten.
     
  • Schweinebacke
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    8 Februar 2008
    #13
    Es soll wohl nur andeuten, das Frauen und Kinder körperlich verwundbarer als Männer sind, was wohl auch im Normalfall keiner abstreiten kann.

    Ich denke mal, das ganze kommt auch sehr stark aus der Berichterstattung von Kriegen, wo nunmal in der Vergangenheit hauptsächlich Männer die kämpfenden Truppen gestellt haben.

    Aber ganz ehrlich, so wirklich oft hört man das doch auch nicht mehr heute, zumindest nicht im Bezug auf Frauen, es wird eher von zivilen Opfern oder halt Kindern gesprochen.
     
  • User 40300
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    8 Februar 2008
    #14
    Sicher wird mit dieser Redewendung dargestellt, dass es sich um ein ganz besonders schlimmes Unglück handelt. Aber ich frage mich schon, ob es weniger schlimm ist, wenn Männer durch Unglücke oder sonstiges ums Leben kommen.
    Ich habe immer den Eindruck, als würde man den Tod von Männern einfach so in Kauf nehmen. Woher kommt das nur?
    Ich kann mich an eine Nachricht erinnern in der es sinngemäß hieß: "Pilot kam ums Leben, Menschen kamen nicht zu Schaden".
     
  • Theresamaus
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    8 Februar 2008
    #15
    Wenn ein Reisebus umkippt uns Menschen sterben, höre ich immer "darunter auch Frauen und Kinder". Man hätte auch genauso sagen können, "darunter auch Singles und Arbeitslose" und dann wäre das jedem aufgefallen.
     
  • der gute König
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    12 Februar 2008
    #16
    Wie sagte Volker Pispers so schön:

    :tongue:
     

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