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    3 März 2019
    #1

    Wenn man den Absprung nicht schafft

    Hallo,

    wart ihr schon mal in der Situation, dass, rational gesehen, fast alles dafür gesprochen hat sich von einem Menschen zu trennen - ihr diesen Schritt lange Zeit aber doch nicht gehen konntet? Was hat euch geholfen dann doch den finalen Cut zu machen? Musste es erst "richtig schlimm" werden? Was habt ihr gegen die Hoffnung getan? Die Hoffnung, die einem ins Ohr flüstert, dass ja vielleicht doch noch alles gut werden kann? Vielleicht klappt es ja doch noch - wenn ihr ihm/ihr noch etwas Zeit gebt? Herz gegen Kopf - wie bezwingt man das Herz?
    Wie bezwingt man die Stimme, die Angst hat, dass man das endgültige Aus vielleicht bereuen könnte?

    Viele Grüße
    vry
     
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    3 März 2019
    #2
    Da kann ich nur sehr schlecht raten. Bin momentan in der selben Zwickmühle und weiß nicht wie ich mich entscheiden soll:depri:
    Grundsätzlich denke ich, wenn der Leidensdruck groß genug ist, ist man bereit eine Entscheidung zu treffen. Ich neige aber häufig dazu, über meine persönlichen Grenzen zu gehen und viel Leid in Kauf zu nehmen, obwohl ich weiß, dass es mir natürlich nicht gut tut.

    Ich hoffe, du wirst schneller für dich die richtige Entscheidung treffen, als es bei mir wahrscheinlich der Fall sein wird.:winkwink:
     
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    3 März 2019
    #3
    Ich habe mir meine Gedanken und Gefühle notiert. Schwarz auf Weiß. Ich habe mir aufgeschrieben wie mich sein Verhalten verletzt hat - vor allem wie oft. Ich habe ihm gesagt, wie schlecht sich sein Verhalten für mich anfühlt und was ich mir für unsere Beziehung wünsche.
    Da sich sein Verhalten über mehrere Monate kaum geändert hat und es mir im Schnitt jede zweite Woche schlecht ging wegen ihm, habe ich irgendwann genug Entscheidungsgrundlage gehabt um zu wissen, dass er definitiv nicht mehr mein Mann fürs Leben ist.
    Im Nachhinein konnte ich immer wieder nachlesen was die Gründe waren. Viele neigen nach einer Trennung dazu den Partner plötzlich doch als perfekt anzusehen und beginnen zu zweifeln. Dagegen half mir die Liste. Es klingt blöd, aber gerade dann, wenn das Herz und die Hoffnung immer wieder das rationale Denken ins Wanken bringen, dann hilft mir das.
     
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    3 März 2019
    #4
    Wie ich die Angst vor dem Absprung bezwinge? Indem ich springe.

    Ich erinnere mich, dass ich einfach immer unglücklicher und antriebsloser geworden bin und dann den Schlussstrich gezogen habe, einfach um so nicht mehr leben zu müssen.

    Ich kann meinen Kopf nicht ignorieren.
     
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    3 März 2019
    #5
    Ich habe einmal darauf vertraut, dass der Zeitpunkt kommt, an dem ich den Schritt wage. Das mag viel zu spät gewesen sein, aber scheinbar brauchte es einen Auslöser, der zur Trennung von meiner Ex geführt hat. Bei mir war es ein ehrliches Gespräch mit einem Freund, der sich "mein Gejammer" nicht mehr anhören wollte. Die Trennung fühlte sich dann auch befreiend an. Ich würde das "Absprung nicht schaffen" auch durchaus auf alle möglichen Situationen beziehen. Ich glaube nicht, dass man in der Liebe anders urteilt als bei anderen Entscheidungen.
     
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    4 März 2019
    #6
    Ich finde auch, wenn man schon x-mal darüber nachgegrübelt hat, ist es einfach besser es einfach auch zu tun - Springen (wie es oben Spiralnudel so schön sagte).

    Also bei mir gab es auch schon solche Situationen, wo ich es dann eben auch genau so geschafft habe und ich habe es nie bereut. Ist der 1. Schritt erst einmal getan sieht man auf einmal viel klarer. Gut ist wohl nicht jeder so der Typ dazu, wo dann wenn er was begonnen hat auch letztendlich zu Ende bringt. Doch ich kann aus eigener Erfahrung nur dazu raten: Nicht stehenbleiben und zurückschauen.
    Wenn man gefestigt ist und wieder alleine alles im Griff hat, kann man den Blick zurück riskieren - mir brauchte er dann aber immer die Erkenntnis „es war richtig“.

    Es war aber schon auch bei mir so, man macht vorher viel mit und reflektiert viel (oder zu viel sogar) und oft im Stillen, sodass man an seine Grenze stößt und dann will man nur noch den Weg nach draußen. Es kostet Überwindung keine Frage. Doch dann ist es vollbracht und du siehst plötzlich wie an einer Kreuzung viele offene neue Wege, die dir plötzlich helfen, du suchst dir davon einen aus und gehst.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 4 März 2019 ---
    Keine Angst. Es ist auch wirklich sehr schön zu erkennen, was man geleistet hat, wie man den Ballast einfach von sich und seiner Seele abgeworfen hat.
     
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    4 März 2019
    #7
    Vorab: ich weiß nicht ob es dir wirklich hilft, aber ich kann dir sagen Wie es bei mir war...

    Ich hatte das mit meinem Ex. Ich denke wir wussten beide, dass eine Trennung eigentlich das beste wäre, weil wir uns viel zu oft gestritten haben und leider sind dabei auf beiden Seiten auch verletzende Worte gefallen. Aber nach fast 3 Jahren hofft man halt, dass es wieder besser wird.
    Ich kann nicht sicher sagen, was letztlich dazu geführt hat, dass ich einen Schlusstrich gezogen habe. Es wurde nicht schlimmer oder so, aber eben auch nicht besser. Die Initiative es zu beenden kam von mir, war aber im Einverständnis und friedlich, auch wenn mit reichlich Tränen bei mir, aber es war die einzig richtige Entscheidung. Es gibt zwar kaum irgendwie Kontakt, aber wenn dann ist er freundschaftlich und in Erinnerung ist eher die schöne Zeit geblieben.

    Ich kann dir nicht sagen wie man das Herz besiegt. Es hat sich über Wochen hingezogen, der Kampf mit meinem Herzen.
    Ich hatte ein sehr langes Gespräch mit ihm bei dem ich ihm u.a. gesagt habe, dass es gut wäre wenn wir uns eine weile nicht segen und jeder Zeit für sich hat um sich einiger Dinge klar zu werden. Dann haben wir uns auch erstmal nicht gesehen und nicht gesprochen und es war befreiend und hat bei der Entscheidung geholfen. Das hat letztlich denke ich dazu geführt meinem Kopf zu folgen.

    Weiß er was du denkst? Denkt er ähnlich? Warum glaubst du eine Trennung wäre besser?
    Das sind Dinge die helfen könnten dir vielleicht einen besseren Rat zu geben.
    Ein Gespräch mit ihm ist denke ich aber in jedem Fall richtig.
     
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    4 März 2019
    #8
    Oh ja, ich habe Jahre gebraucht um mich zu trennen. Also endgültig. Getrennt haben wir uns öfter. Und ja, es musste erst richtig schlimm werden.

    Mein Ex hat ein Doppelleben geführt. Ich habe Teile geahnt, Bruchstücke gekannt. Nach jahrelangen Drama kam durch einen mehr als dummen Zufall raus, dass mein Ex geheiratet hatte. Seine Affäre. Oder seine Freundin und ich war plötzlich die Affäre. Selbst sein engster Freundeskreis wusste (erstmal) nichts von der Hochzeit.
    An dem Tag bin ich gegangen. Endgültig. Jahrelanges Lügen, Geschichten erfinden und dann der Super-Gau. Da war Ende. Ich habe es nie bereut.

    Heute? Karma. Mein Ex ist letztes Jahr an Krebs gestorben. Zufällig erfahren, es bestand keinerlei Kontakt mehr. Ich war traurig. Aber viel mehr darüber, dass er in diesen zwei Jahren Erkrankung keinen „reinen Tisch“ gemacht hat, sich entschuldigt oder so etwas.
     
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    4 März 2019
    #9
    Mir hat es geholfen, dass wir sexuell nicht mehr kompatibel waren. Ich hab einfach für mich gemerkt, dass ich meine eigene Sexualität nicht mehr ignorieren oder unterdrücken kann, bzw. nur bei der SB auslebe.

    Ich habe heraus gefunden, auch durch unsere unterschiedlichen Vorstellungen von Sex, dass er nie richtig offen und ehrlich zu mir war. Kurz vor der Trennung hatten wir noch mal ein sehr langes und intensives Gespräch, da kamen Dinge hoch, dass hätte ich bei ihm niemals erwartet.

    Zusätzlich einfach auch die Erkenntnis, dass Monogamie einfach nicht mein Lebenskonzept ist.

    Schlussendlich war es aber nicht nur der Sex, sondern der Umstand, dass ich mehr wollte vom Leben und das Gefühl hatte, ihn nur mitzuziehen. Er war wenig ehrgeizig und sehr genügsam, seine Suchtabhängigkeit kam dazu.

    Eigentlich hat sich das ganze ca. 1 Jahr gezogen, bis ich die Entscheidung getroffen habe. Aber an den Tag erinnere ich mich noch sehr genau, da waren keine Zweifel mehr da - wie ein Schalter, den ich umlegte.

    Nach der Trennung stand ich heulend in der Dusche und dachte schon, dass es bedeutet, ich bereue den Schritt - bis ich merkte, dass es Tränen der Erleichterung waren. Ich war froh, dass es vorbei war und hab mich wieder frei gefühlt.

    Das ist auch das Gefühl, welches bei mir hängen geblieben ist. Sobald ich das Gefühl habe, ich bin in meiner Freiheit eingeschränkt und möchte fliehen, ist die Beziehung zu Ende.

    Für meine Verhältnisse ist ein Jahr Bedenken schon ziemlich viel, wenn man bedenkt, wie konsequent und radikal ich sein kann. Aber ich brauchte die Zeit und bereut habe ich sie nicht. Das sind für mich wichtige Erfahrungen, die mich mehr an mein Ich gebracht haben. Dafür bin ich sehr dankbar.
     
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    4 März 2019
    #10
    Mmmhh, also das letzte Mal, dass ich mcih getrennt habe.... ist schon länger her, aber damals hab ich 1x das Gespräch gesucht und ein 2. Mal das Gespräch gesucht und als klar war, wir drehen uns im Kreis und eigentlich bin ich aus der Beziehung rausgewachsen bin ich gegangen.
    ich muss aber sagen, ich bin gerne in einer Beziehung, aber ich bin auch gerne alleine..... und darum hab ich nicht so Angst davor.
    Aber wenn eine Beziehung mich mehrheitlich betrübt, verstimmt oder gar traurig macht, dann ist es Zeit zur gehen. (Ich schliesse jetzt mal grosse Krankheiten oder Schicksalsschläge aus)....
     
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    4 März 2019
    #11
    Ja, bei mir musste es erst richtig schlimm werden.

    Ich wusste schon lange, dass das keine Zukunft hat, aber da die äußeren Umstände auch echt blöd waren damals und diese "Beziehung" mir wenigstens ein bisschen Halt gegeben hat, hab ich es ewig nicht geschafft, es zu beenden.

    Wir waren 3 Jahre normal und glücklich zusammen inkl. gemeinsamer Wohnung, danach folgten dann nochmal fast 3 furchtbare Jahre On Off. :rolleyes:

    An einem Tag kamen dann mehrere Dinge zusammen, die das Fass zum überlaufen brachten.
    Ich bin da auch zum ersten und einzigen Mal wirklich ausgeflippt, hab geschrien, ihn beleidigt, meinen Schlüssel auf den Boden geschleudert - und dann bin ich gegangen.
    Es war so befreiend, dass ich nie mehr zurück geblickt habe.
     
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    4 März 2019
    #12
    bei mir kommt sowas nach langer zeit des hin/her immer fast über nacht..
    als würde sich ein schalter umlegen,.. man plötzlich klar sehen..
    und dann wars auch immer entschieden. auch wenn es vorher ein kopf/herz/bauch drama war..

    ich schiebe es immer auf mein sternzeichen (waage) .. ich überlege oft lange hin und her. und dann kommt der zeitpunkt in dem die entscheidung so klar ist..

    bei meinem exmann war es die erkenntnis dass es einfach so auch wegen der kinder nicht weitergehen kann und ich JETZT springen muss in das leben als alleinerziehende..

    bei meiner exaffäre war es (etwas bizarr, ich weiß und kaum für dich übertragbar..) ein paartausch und das wirkliche "sehen" wie er mit mir umgeht (bzw. mit der anderen frau umgegangen ist)
    in diesem moment war mir dann klar, dass ich schluss machen muss und er mich nicht zum 10. mal bequatschen wird.. (das konnte er gut)

    ich glaube, der leidensdruck muss nur hoch genug sein, dann weiß man es und beendet es.

    ich kann mir denken warum du fragst.. und ich weiß, dass du weißt, dass ein schlusspunkt naht:knuddel:
     
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    4 März 2019
    #13
    Jaein... Also eigentlich ging es am Ende doch recht schnell. Nur beim ersten Trennungsgespräch ist er zusammengebrochen und hat geweint wie ein Schlosshund und mir plötzlich bei allem zugestimmt. Mit der Reaktion hatte ich im Leben nicht gerechnet. Ich war sprachlos und traurig ihn so zu sehen. Er flehte mich an, mir das alles nochmal zu überlegen und dass wir es nochmal versuchen könnten, etc. Einerseits war ich so :unsure: und andererseits hab ich dann natürlich wieder etwas Hoffnung geschöpft.

    Naja und zwei Wochen später habe ich mich dann endgültig getrennt. Wo er mir am Anfang bei all meinen Anliegen recht gegeben hatte, schlichen sich ziemlich schnell wieder die gleichen Sprüche und die gleiche Haltung ein. Für mich ergab das dann alles keinen Sinn mehr.

    Ich wollte meine Gefühle zu ihm nicht erkalten lassen und mich erst dann trennen. Dafür war unsere gemeinsame Zeit und Beziehung zu schön. Trotz der Dinge, die letztendlich doch zur Trennung geführt haben.

    Und heute weiß ich: Es war die absolut richtige Entscheidung.
     
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    4 März 2019
    #14
    Die Tatsache, dass ich wenig Drang habe, mich je wieder auf eine Beziehung einzulassen, kommt wohl aus verschiedenen Hintergründen - einer davon ist, dass ich vor Jahren den Absprung eben nicht geschafft habe. So viel hat für mich gestimmt, aber eben auch vieles nicht und ich habs nicht gesehen, weil ich es nicht sehen wollte. Weil ich so trotzig war, und dachte, das kann nicht sein, ich muss das hin bekommen.
    Dass man nichts alleine hin bekommen kann, an dem zwei beteiligt sind, habe ich mich lange geweigert einzusehen.

    Dass er mich dann mit etwas ersetzt hat, dass neu, spannend und endlich wieder mit den Verliebtheitszeichen verbunden war, die er für das einzig richtige Gefühl auf ewig hielt, hats dann beendet - sprich ER hat es beendet. Ich hab mir immer noch nicht vollständig verziehen, dass ich mich so habe verletzten lassen.

    Ob er sich ohne die andere getrennt hätte, keine Ahnung... aber er war schon immer ein Typ, der die andere Frau braucht, um sich klar zu werden, dass ihm langweilig ist. Damals dachte ich, seine verquer dramatische Einstellung zu Emotionen war Schuld, heute weiß ich, die Entfernung hat uns gekillt.
    Was ich heute auch weiß, ist dass ich nie mehr so einen "Kampf" veranstalten werde. Beim ersten Anzeichen von "ich glaube ich will nicht mehr" bin ich weg. Dieses Jahr Drama hat mich nachhaltig zerbrochen auf so vielen Ebenen, dass ich völlig die Übersicht über die Teile verloren habe. Einige habe ich nach 10 Jahren noch nicht wieder gefunden.

    Meine Lehre war, abgesehen davon, niemandem mehr zu erlauben mich so zu zerbrechen, dass ich viel schneller weg bin, wenn irgendeine Form von Herumeiern am Horizont erscheint.

    Off-Topic:
    ...vielleicht heile ich gerade ein bisschen mehr, weil wir wieder angefangen uns zu treffen - das Leben hat uns wieder in größere Nähe gespült, wir sind beide älter geworden und ich erinnere mich ganz langsam wieder, was schön war. Und dass er trotz allem eben die eine einzige echte Verliebheit für mich war. Der, mit dem ich immer anders reden konnte, als mit allen anderen. Biochemisches Feuerwerk ist leicht zu finden, aber jemanden bei dem es mir gut ging, obwohl ich offen mit ihm war, gab es vor ihm nicht, und nach ihm nicht.
     
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    4 März 2019
    #15
    Sind den die Gefühle nun erkaltet, bzw. hast du noch Kontakt?

    Gibt es nur den Einen "aber jemanden bei dem es mir gut ging, obwohl ich offen mit ihm war, gab es vor ihm nicht, und nach ihm nicht." den man so lieben kann? Was erwartest du zukünftig denn da noch?

    Ja ich bin gerade in dieser Situation, was heißt schon rational gesehen? Rational gesehen könnte es auch so ewig weiter gehen, es gab nie den großen Leidensdruck! Nicht den berühmt Streit, etwas was wir nicht verzeihen konnten etc., sondern nur der Fakt, das die Gefühle von Ihr erloschen sind.
    Dadurch hat sie Sachen gemacht die mich verletzt haben, aber vielleicht bin ich sehr leidensfähig oder aber ich kann gut verzeihen. Jedenfalls hat mir das gezeigt das sie nicht mehr was für mich empfindet, denn sie hat diese Verletzungen nicht wahrgenommen, nur im nachhinein bei späterer rational Betrachtungsweise eingesehen. Somit wusste ich es eigentlich viel eher, als Sie mir es wirklich richtig sagen konnte, das die Liebe weg ist.

    Was macht man da? Sich trennen, nicht weil gar keine Gefühl da sind, die Vertrautheit, das Offene anvertrauen alle das und viele schöne Erinnerungen sind geblieben. Einfach und allein weil man es dann keine Partnerschaft mehr nennen kann, wenn einer der beiden unbewusst rücksichtslos geworden ist.

    Wenn man jemanden Liebt dann entscheidet man sich dafür wer einen verletzen darf und wer nicht. Und dann muss man auch schweren Herzens ihn gehen lassen können, egal wie sehr das schmerzt. Nicht weil es gewollt ist, auch nicht weil man damit evtl. verhindern könnte weiter verletzt zu werden (das geht eh nicht), sondern einfach und allein deswegen, weil Gefühle nicht erzwungen werden können. Und das würde man versuchen bzw. erhoffen, wenn man sich nie trennt. Ich weis nur nicht wie weit (weg) ich gehen muss?

    Das ist genau der Punkt, die Hoffnung, was kann man gegen Sie machen? Wie weit weg muss man gehen um die Hoffnung zu beenden, aber weiterhin eine Freundschaft führen zu können? Ist das überhaupt möglich und hilft die Distanz und die zeitliche Entfremdung wirklich und wie weit muss man gehen ohne ein endgültiges Aus? Denn ein endgültiges Aus würden wir beide sehr bereuen!

    Wer mir darauf eine richtige Antwort geben könnte, dem wäre ich sehr dankbar...
     
    Zuletzt bearbeitet: 4 März 2019
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    4 März 2019
    #16
    Ich liebe ihn nicht mehr, falls du das meinst. Aber ich meinte eher, dass ich mich nicht erst dann trennen wollte, wenn ich schon aufgehört hab, ihn zu lieben. Das ist ja etwas, was einige machen, die sich nicht trennen können. Sie lassen die Beziehung einfach irgendwie weiterlaufen, bis beide sich eventuell immer mehr voneinander entfernen und keine Gefühle mehr involviert sind. Und das wollte ich nicht.

    Es hat bestimmt ein Jahr gedauert bis ich über die Trennung hinweggekommen bin. Aber heute geht es mir mehr als gut, ich habe einen neuen, wirklich tollen Partner, und meinen Ex treffe ich auch hin und wieder mal. Wir können uns immer noch sehr gut leiden, was mich sehr freut :smile:

    Off-Topic:
    Q-Fireball Bei dir klingt das wirklich nicht mehr danach, dass es noch großen Sinn ergibt die Beziehung weiterzuführen, oder? Ich meine, sie liebt dich nicht mehr, du bist verletzt... Das musst du nicht mitmachen. Ob ihr beide befreundet bleibt, könnt ihr nicht wissen, sollte aber auch aktuell nicht der Fokus sein. Erstmal ein wenig Zeit verstreichen lassen, und dann mal schauen, ob es gut geht, wenn ihr wieder Kontakt zueinander habt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4 März 2019
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    4 März 2019
    #17
    Off-Topic:
    Gar nichts, warum sollte ich etwas erwarten? Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung was Liebe ist. Ich weiß sehr gut, wie Verliebtheit sich anfühlt, oder auch Vertrautheit, Nähe, Freundschaft, Wichtigkeit. Aber Liebe? Setzt man darin nicht andauernd irgendwelche überhöhten Erwartungen?
    Vor nicht allzulangem habe ich mit meinem Ex genau darüber geredet. Er hat es damals beendet, weil er "mich nicht mehr liebt" und ich hab ihm an den Kopf geworfen, dass er doch sowieso keine Ahnung hat, was das ist. Und heute sagt er mir, ich hatte recht. Weil er immer nur von Verliebtheit ausgegangen ist, und er weiß immer noch nicht, was von Liebe erwartet werden darf. Und er hat gesagt, dass er in mich so sehr verliebt war, dass es es ihm so gefehlt hat, als es abklang, dass er das Gefühl hatte, das was bleibt ist nicht genug. Er hat keine Ahnung, ob das richtig war.
    Ich war nie derart fixiert auf überhöhte Gefühle, ich will dieses Zuhause Gefühl, und die Nähe genießen. Ich will mit demjenigen so entspannt sein können, wie ich es allein bin. Es gibt nicht viele Menschen, bei denen das so ist, für mich zumindest, darum ist das mein Anspruch.
    Ich habe die Theorie, dass das mit der Liebe nicht funktioniert, wenn man zu viel denkt. Wenn man es aufdröseln will, dann geht es immer, es ist immer ein Zusammenspiel verschiedener Vertrautheiten, und die eine einzige echte Liebe gibt es sowieso nicht - zumindest meiner Ansicht nach.

    Ich weiß sehr genau, welche Stufen an Feuerwerk und Schmetterlingen ich kann, aber was dann kommen sollte? Keine Ahnung. Ich kann Offenheit nicht ausstehen - also meine. Jemand, der mit gut tut, obwohl er meine Schwächen kennt, ist etwas besonderes, das gibt es üblicherweise nicht. Ich hatte vergessen, wie seine Nähe auf mich wirkt. Aber ich ill das eigentlich nicht mehr bei jemand anderem, weil ich nicht ertrage, es nochmal zu verlieren. Mit großem Glück kommt großer Schmerz, und ich verzichte auf so etwas lieber. Es ist mir also ehrlich gesagt egal, ob es das allgemein öfter gibt oder nicht, für mich gibt es das absichtlich nie mehr wieder.
     
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    4 März 2019
    #18
    Off-Topic:

    Dann machst du aber nicht nur mit Ihm Schluss, sondern auch mit Dir! "Jemand, der mit gut tut, obwohl er meine Schwächen kennt, ist etwas besonderes, das gibt es üblicherweise nicht." Ja und nennt man das nicht Liebe? "Mit großem Glück kommt großer Schmerz" ja, aber das nennt sich Leben. Wenn du nicht mehr das Glück spüren willst, weil du vor dem Schmerz zu viel Angst hast, was gibt dir dein Leben dann noch? Liebe gibt dir die Sicherheit im Leben, aber Mut zum Leben musst du schon selber haben.

    Was ich sagen will ist, dass nur nach der Verliebtheit die Liebe finden kann. Das ist genau das was du beschreibst. Jemand mit dem du so vertraut bist, dass du dich ganz ihm offen zeigen kannst und er dir dabei noch gut tut. Dich nicht wägen deinen schwächen verurteilt oder dich willentlich verletzen möchte. Aber ohne Verletzungen oder die Angst davor, kann man keine Gefühle mehr zulassen. Denn dein Satz kann man auch so umschreiben: "Nach großen Schmerz, kann nur großes Glück kommen."

    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 4 März 2019 ---

    Und genau das wollte ich wissen, danke! :zwinker:

    Off-Topic:

    Nun, darum habe wir uns ja getrennt, aber wann hat man die Beziehung wirklich beendet? Wenn man nicht mehr zusammen Wohnt? Wenn man sich nicht mehr trifft? Wenn man miteinander nicht mehr spricht? Oder wenn man sich wirklich im wahrsten Sinne nicht mehr sieht? Und wie viel Zeit lässt man verstreichen? Und wie will man danach noch Kontakt zueinander aufbauen? Ist letzteres nicht einfach hole tröstende Worte?
     
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    4 März 2019
    #19
    Ich war bereits ein Jahr unglücklich, wir haben viele Male über alles mögliche gesprochen und überlegt was wir machen können.. Es gab dazwischen wieder glückliche Tage und die haben die letzten 20 unglücklichen Tage dann in den Schatten gestellt. Es ist bei mir keine schlimme Geschichte dahinter, aber der Punkt an dem ich gegangen bin war der an dem ich anfing mir selbst zu schade zu sein. Ich bin viel zu jung für eine unglückliche Beziehung und ich hatte es ihm mehrfach gesagt, auch woran es lag und habe auch mit allen Mitteln versucht etwas dagegen zu tun, von ihm kam aber nie viel und irgendwann war das Gefühl "ihm egal zu sein" für mich bestätigt.

    Dass er es solange und immer wieder mit angesehen hatte wie ich unzufrieden und unglücklich war ohne sich dafür zu interessieren oder irgendetwas dagegen zu unternehmen hat mich so wütend gemacht, dass ich erstmal für eine Woche gegangen bin. In dieser Woche kam auch recht wenig von ihm kein Wille um die Beziehung zu kämpfen also hat er es mir sehr leicht gemacht. Ich habe es nicht bereut! Keine Sekunde lang!

    Ich kann mir vorstellen, dass dir evtl. ein Tagebuch helfen könnte. Klingt vielleicht kindisch, aber wenn du dir jeden Tag notierst wie du dich fühlst, was er heute nettes für dich getan hat oder womit er dich heute wieder verletzt hat und du nach zB einem oder ein paar Monaten mal nachliest wird es dir recht deutlich..
    Da reicht auch schon ein + oder - im Kalender für gute und schlechte Tage..
     
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    #20
    Off-Topic:
    Q-Fireball ach ich bin ziemlich zufrieden ohne dramatische Gefühle. Ich freue mich lieber an Dingen, die mir nicht weh tun können :zwinker: da schlagen die Emotionen vielleicht weniger aus, aber dafür kann ich das ehrlich genießen, weil ich weiß, dass nicht irgendwann unausweichlich das böse Erwachen kommt.
    Das ist schon ok so - was war, ist lange her, wirklich lange. Ich hab für mich daraus gelernt, und meinen Frieden damit gemacht. Das heißt nicht, dass ich sowas wiederholen muss. Ich habe kein Bedürfnis danach, zu jemandem derart offen zu sein, und den Preis dafür zu zahlen. Da bleibe ich lieber im Gleichgewicht verzichte ich auf diese Form der Nähe mit all der Zerstörung, die mit ihr mit kommt :smile:
     
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