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  • MrShelby
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    11 Juni 2009
    #1

    Wenn sie Shakira-Savanna heißt...oder er Kevin-Jeremy

    Was man heutzutage in Geburtsanzeigen lesen, oder im Alltag hören kann, ist wirklich nicht mehr schön. Gerade die Untersicht (oder ganz korrekt: "bildungsfern Schicht") scheint sehr dazu zu neigen, ihrem Nachwuchs mal ´nen ganz individuellen amerkanischen Designernamen mit auf den Weg geben zu wollen. Klingt ja immerhin ganz "intanäschenell", wenn der Jason und die Mandy in ´ner ostdeutschen Kleinstadt aufwachsen... :geknickt:

    Wie reagiert ihr eigentlich, wenn ihr mal solche Namen hört? Ich glaube ehrlich gesagt, dass ich loslachen würde, wenn mir "so eine/r" auf ´ner Party vorgestellt wird.

    Zum Glück arbeite ich auch nicht im Personalwesen oder als Lehrer. Wenn ich das Diktat von Kevin-Jeremy in Händen halte, denke ich echt sofort "Tja...wird wohl ´ne 4-...", da solche Namen eben eher nach "Supernanny" als nach "Kulturzeit" klingen.

    Falls jemand von euch einen sehr ähm...klischeehaften Namen haben sollte, würde mich auch interessieren, welche Erfahrungen ihr damit gemacht habt.

    Off-Topic:
    Jaja...natürlich können das trotzdem nette Menschen mit tollen inneren Werten sein. Is ja gut.
     
  • Lenny84
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    11 Juni 2009
    #2
    Warum tust Du Dich dann so schwer damit, dass das nicht auch Schüler/innen sein können, die gute Leistungen erbringen?
     
  • Riot
    Gast
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    11 Juni 2009
    #3
    Ich finde solche Namen auch nicht besonders schön, vor allem wenn sie dann in Verbindung mit "Müller" o.ä. auftreten.

    Was ich allerdings schade finde, ist die Tatsache, dass so ein Kind - wie du auch schon beschrieben hast - immer gleich einer gewissen Schicht zugeordnet wird und es dadurch sicherlich in gewisser Weise benachteiligt ist. Das Kind kann ja nix für seine Eltern bzw. eben für seinen Namen. :geknickt:
     
  • MrShelby
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    11 Juni 2009
    #4
    Das Problem sehe ich so: Manche Namen sind doch eher schichtspezifisch. Daneben wissen wir durch PISA und andere Studien, dass Bildungsarmut leider oftmals vererbt wird. Daher ist es unwahrscheinlich, dass die Leistung überdurchschnittlich gut ist...wobei vorurteilsbehaftete Namen das Problem noch verstärken.
     
  • Riot
    Gast
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    11 Juni 2009
    #5
    Man kann sich aber auch von den Vorurteilen lösen und Kinder WIRKLICH nach ihrer Leistung oder ihren Fähigkeiten bewerten.:engel:
     
  • MrShelby
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    11 Juni 2009
    #6
    Off-Topic:
    Wenn in einigen Jahren in Stockholm der erste Kevin-Jeremy den Nobelpreis entgegennimmt, werde ich an dich denken :zwinker:
     
  • User 49007
    User 49007 (30)
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    11 Juni 2009
    #7
    Ich kenne jemanden mit einem Speziellen Ami-Vornamen und einem absoluten Europäer Nachnahmen und das klingt schon sehr...hm eigen! Aber naja was will man da gross reagieren? ist nunmal so und basta
     
  • User 88899
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    11 Juni 2009
    #8
    Tja, ich kenne ein paar Exemplare. Die Tochter meines Freundes heißt Mandy Jacqueline und er hatte da kein Mitspracherecht (waren schon längst getrennt bei der Geburt). ;-) Glücklich ist er nicht damit, weil es schon nervig ist, wenn so viele Leute vielsagend die Augenbrauen heben und er oft den Drang hat, zu sagen, dass er die Namen nicht ausgesucht hat und andererseits natürlich weiß, dass das keinen was angeht. Man ist schon "stigmatisiert" mit einem solchen Klischeenamen und fast alle, die ich damit kenne, stammen auch tatsächlich aus nicht gerade gebildeten Umfeldern. Auch jene Ashley Müller. :engel:
    Die Ausnahme bildet eine Freundin namens Chantal Kimberly, die gerade ihren Doktor gemacht hat. ;-)
    Ich lache aber nicht los bei solchen Namen, ich versuchre da vorurteilsfrei ranzugehen - man sucht sich den Namen ja nicht selbst aus und selbst wenn die Eltern aus so einem speziellen Milieu stammen, heißt das nicht, dass man genauso wird.
     
  • simon1986
    simon1986 (32)
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    11 Juni 2009
    #9
    Der Jason war ja immerhin ein alter Grieche (also nicht gerade kultur-fern). Ob er ein "Jason" oder (wie du fürchtest) ein "Dscheisen" ist sieht man dem Namen nicht an :grin: Ich werde von übereifrigen Leuten auch manchmal "Saimen" genannt.....

    Ich ertrage es, obschon ich auch nicht alle Namen gleich schön finde. Die Kinder können nichts für ihren Namen.

    Es stimmt, der Vorame sollte zum Familiennamen passen, aber das hat mehr mit dem Rhythmus und mit dem Klang zu tun als mit der Sprache.

    Es hat immer Modenamen gegeben. Vor 300 Jahren nannte man einen Buben z.B. Gotthold Ephraim, oder Wolfgang Amadeus. Also kein Grund zur Aufregung!
     
  • squarepusher
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    11 Juni 2009
    #10
    wenn du im charakterisieren der kinder so ein unerträgliches schicht- und kasteldenken hast, muss ich sagen: gut, dass du kein lehrer bist, wäre ein reinfall. die können weder etwas für ihre herkunft, noch für ihren vornamen, und ein indikator für ihre intelligenz ist es schon lange nicht.

    während ich also dein blah drum herum für unsinn halte, ist diese vornamengebung für mich jedenfalls etwas lächerliches. da muss man schon ein ordentlich zerfahrenes schönheitsbewusstsein haben, um bei solchen namen nicht die krätze zu kriegen. vielleicht kommen diese namen irgendwo aus einem bereich, der ästhetisch wirklich originell und gut ist. aber daweil hab ich ihn noch nicht gefunden.
     
  • Theresamaus
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    11 Juni 2009
    #11
    Ich finde es erstaunlich, dass gerade in der DDR englische Namen wie Jennifer, Mandy oder Harriet so beliebt waren bzw. sind. Warum nicht Wladimir, Olga oder Iwan? :grin:
     
  • Grottenolmin
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    11 Juni 2009
    #12
    Ich finde solche Namen auch schrecklich und es drängen sich gewisse Assoziationen auf.

    Nur - die Kinder können am allerwenigsten dafür. Und wäre ich Lehrerin, dann würde ich natürlich NICHT ein Kind mit einem solchen Namen von vornherein schlechter bewerten.

    Denn es ist auch nicht jede "Clara Josephine" oder jeder "Ludwig Maximilian" ein kleines Genie, nur weil die Eltern Akademiker sind und ihr Kind mit Nachhilfe-, Geigen- und Klavierunterricht zu schulischen und außerschulischen Höchstleistungen antreiben wollen.
     
  • User 85637
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    11 Juni 2009
    #13
    Ich würde aber unweigerlich am Verstand und dem ästhetischen Verständnis der Eltern zweifeln. :grin:
     
  • Guzi
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    11 Juni 2009
    #14
    Es gibt solche und solche. Meine Mutter hatte mal einen Schüler, der Jonathan hieß und der Name wurde auch ganz normal deutsch ausgesprochen. Aber weil es sich auf Englisch doch viel besser anhört, hat er bei einem Diktat seinen Namen auf "Englisch" hingeschrieben. Das Resultat war: Jonäsen. :ROFLMAO:
    Meine Mutter musste sich schon sehr zurückhalten nicht loszulachen, als er ihr erklärte, warum er seinen Namen so geschrieben hatte. Er war insgesamt übrigens ein eher unterdurchschnittlicher Schüler (der aber der Meinung war, er könne alles und somit auch besser).

    Ich kenn auch eine Mandy, die macht gerade Abitur. Faszinierenderweise hab ich daran gedacht, dass ihr Name ja eigentlich auch englisch ist ... naja, DDR-Kind halt. :-D

    Mein Schatz hat auch schon eine Vorstellung, wie denn unser Sohn später heißen könnte (noch ist ja nicht mal eine Schwangerschaft geplant, also kann sich das ja noch ändern). Bisher würde unser Sohn Dexter heißen. Den Namen kenn ich vorrangig aus dem englischen Fernsehen, aber immerhin wird er ja im deutschen auch so ausgesprochen wie im englischen. Für eine Tochter hätte ich zwar auch schon einen Namen, aber der würde nur gehen, wenn wir in einem englisch-sprachigen Land wohnen würden. Das müssen wir dann eben noch abwarten. :zwinker:

    Insgesamt geb ich dir aber recht: Dieses extrem darauf erpicht sein, seinem Kind einen total ausgefallenen Namen zu geben, ist wirklich schlimm geworden.
     
  • Sheilyn
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    11 Juni 2009
    #15
    klar sind solche namen schrecklich, erst recht, wennn dann noch voll der normale "meier", oder "müller" als nachname vorhanden ist.

    jedoch können ja die kinder nix dafür!

    ich finde das hat absolut nichts mit der sozialen schicht zu tun. das klingt für mich evrdammt stark an den haaren herbeigezogen, also ICH sehe da keinen zusammenhang. das wurde in einer studie tatsächlich herausgefunden???
    naja, man merkt wohl wie viel ich von studien halte :tongue: :engel:


    ich muss noch hinzufügen, dass ich auch einen speziellen (teils englisch, teils muslimischen oder hindu, mit vielen bedeutungen) aber sehr schönen namen (sheila NICHT schiila, sondern wie geschrieben scheila) habe und ich möchte keinen anderen! also es kommt schon drauf an!
    und er passt sogar PERFEKT zum adeligen deutsch/schweizer/österreichischen nachnamen!!! :smile:

    ich ernte immer nur komplimente wegen meinem namen, dabei kann ich ja nix dafür! :hmm: ...was ich den leuten auch unter die nase reibe :zwinker:...
     
  • Subway
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    11 Juni 2009
    #16
    Wenn ich so einen Namen höre, dann denke ich mir eigentlich nur: Das arme Kind, die blöden Eltern!
     
  • Dr.evil
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    11 Juni 2009
    #17
    Tja, kann man nix machen. Ich würde mein Kind auch nie so nennen (meine Kinder kriegen deutsche Namen, oder eben aus dem griechischen oder lateinischen abgeleitete) aber da ich Lehrer werde, darf ich nicht lachen und denke einfach das selbe wie Subway.
     
  • Grottenolmin
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    nicht angegeben
    11 Juni 2009
    #18
    Da bin ich mir ziemlich sicher, dass es diesen Zusammenhang gibt und dass bestimmte Namen typischerweise von bestimmten Schichten gewählt werden (das gilt nicht nur für die Unterschicht, sondern ebenso in die andere Richtung :zwinker: ).

    Natürlich. Die Kinder können ja aber trotzdem nichts dafür.
     
  • many--
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    11 Juni 2009
    #19
    Ich bin da hin- und hergerissen. Natürlich kann ich dir als Historiker mit Brief und Siegel bestätigen: Modenamen aus als "schick" empfundenen Sprachen hat es immer gegeben, schon der alte, deutsche Fritz hat sich selber als Frederique geschrieben, und der Wolfgang Gottlieb war ja bekanntlich in seinen Briefen auch Amadè. In der frühen Neuzeit war es für die Gebildeten usus, ihre Namen zu latinisieren (da wurde aus einem Herrn Keller der Magister Cellarius) oder zu gräzisieren (sonst würden wir den Reformator Melanchthon schlicht als Herrn Schwarzerde kennen). In Zeiten der französischen Kulturdominanz nannten dann Adelige, die den Internationalen raushängen lassen wollten, ihre Kinder Louise Henriette, und der Bildungsbürger des 19./20. Jahrhunderts war gelegentlich von der Kultur des Empires so begeistert, dass er männliche Nachkommen Percy Ernst nannte.
    Also: Dschastin und Schantalle haben jede Menge berühmter Vorfahren.

    Aber: das alles zu wissen, hindert mich nicht daran, zu jaulen und wehzuklagen, wenn ich Mändy Schmitz oder Käwin-Prince Schneider oder Cässidy Schutz oder Dast`n Weber lese, sehe oder höre. Gut, das liegt an meinem persönlichen Geschmack, ich tendiere eher zu antikisierenden Namen... aber mal ganz objektiv und ehrlich, es passt einfach zu oft: Eltern projezieren ihre RTL-II-Lebenswelt auf ihre Kinder, so dass dann die lächerlisten Prominamenträger dabei heraus kommen. Und es ist nunmal so, dass dieser Kevinismus/Chatalismus ein Unterschichtenphänomen ist, ebenso, wie der Emilismus eher in den Oberschichten grassiert. Da das so wahrgenommen wird, erfolgt damit eine Stigmatisierung der Kinder, ob das die Beteiligten wollen oder nicht.

    Muss schon hart sein für so ein kleine Nudel, durch den Namen, für den sie nix kann, für`s Leben gezeichnet zu sein und vielleicht wirklich in eine Schublade gesteckt zu werden. Ich persönlich werde für mich die Konsequenz aus diesen Tendenzen ziehen und meinem Kind einen relativ neutralen Namen geben, denn weder mit einem Dschastin, noch mit einem Theodor Emmanuel oder gar einem Ulf-Dieter wäre einem jungen Menschen gedient. Finde ich.
     
  • chubbymuc
    Gast
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    11 Juni 2009
    #20
    wenn man mal ausschnitte vom BRITT (einer Talksendung auf sat1) sieht, dann kann man schon den eindruck gewinnen, je trostloser und perspektivloser das eigene leben ist, desto fantasiereicher werden die vornammen der kinder :kopfschue

    gott sei dank sind kinder erfinderisch und können dann auch mit einem spitznamen, den sie durch freunde bekommen haben, durchs leben gehen :zwinker:
     

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