• User 179764
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    nicht angegeben
    26 Juli 2020
    #1

    Wie fändet ihr es, wenn euch eine schüchterne Person ansprechen würde?

    Die Frage klingt sehr widersprüchlich, aber schüchterne Menschen können natürlich auch mit Menschen reden, nur fällt es ihnen oft sehr schwer und die Unterhaltung kann schon mal sehr eigenartig werden, vorallem weil mit der Unsicherheit auch oft Überforderung einherkommt.

    Mich interessiert, wie ihr reagieren würdet, wenn eine schüchterne Person euch auf der Straße ansprechen würde. In diesem Fall wäre die Person schon sehr schüchtern und man merkt im Gespräch schon, dass sie mit der Situation etwas überfordert ist. Auch gerne mit Begründung warum ihr nun mal so reagiert, wie ihr geschrieben habt.

    Beispiele:
    "Ich würde die Person ablehnen, weil ich lieber selbstbewusste Menschen mag und es abturnend finde, wenn jemand schon bei einer solchen Situation überfordert ist."

    "Ich würde mich auf die Person einlassen, weil ich es total toll fände, dass die Person sich extra für mich selbst überwunden hätte."

    ...
     
    Zuletzt bearbeitet: 26 Juli 2020
  • User 38570
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    26 Juli 2020
    #2
    Ablehnen tue ich niemanden, nur weil er schüchtern ist. Ich kann mich gut auf die jeweilige Situation einstellen. Denkbar wäre, dass ich mit der Schüchternheit etwas spiele, aber im Regelfall wirkt das dann auch entkrampfend.

    Früher waren mich schüchterne und sehr introvertierte Menschen sogar lieber, inzwischen ist mir das aber egal. Ein k.o.-Kriterium ist es jedenfalls nicht.
     
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  • User 177622
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    nicht angegeben
    26 Juli 2020
    #3
    Mit Zwanzig hätte ich das ganz normal gefunden und mich wohl auch darauf eingelassen (ich gehe davon aus, dass du von "ansprechen" im Sinne von " ich finde dich attraktiv und möchte dich kennen lernen" sprichst).
    In der Zeit entwickelt man sich nunmal meist erst zum offenen und selbstbewussten Menschen.

    Würde mir heute jemand in meinem Alter begegnen, der sehr schüchtern wäre, würde ich ihn nicht sofort ablehnen, es würde aber nichts daraus. Ein schüchterner und zurückhaltender Mensch passt nicht zu mir und meinem Alltag. Und ich nicht zu ihm. Wir würden beide nicht glücklich miteinander.
     
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    26 Juli 2020
    #4
    Ich würde nicht direkt ablehnen, vielleicht wird was draus, vielleicht nicht. Man müsste sich ein paar mal treffen um das abschließend zu wissen.
     
  • User 172636
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    nicht angegeben
    26 Juli 2020
    #5
    Off-Topic:
    Eines vorweg:
    Wenn ich kein Interesse habe, hat das wirklich nur wahnsinnig wenig mit der Person zutun. Ja, manchmal bringt die Person vielleicht nichts mit, das mich verleitet, sie besser kennenlernen zu wollen — es ist aber nicht mit einer Ablehnung der Person gleichzusetzen!
    Das soll lediglich ein Denkanstoß sein, da man es gerade im Datingkontext immer wieder liest und es aus meiner Sicht vieles verkompliziert und auch viele Überreaktionen und Ängste triggert.


    Zuerst einmal: In 90% der Fälle freue ich mich, wenn ich angesprochen werde. Das ist etwas, das mich oftmals zum Lächeln bringt und mir eine Freude macht. Da ich in einer (monogamen) Beziehung lebe, ist viel mehr als ein kleiner Flirt bei mir aber nicht zu holen. Falls ich die Person also toll finde, stelle ich das klar und frage dann, ob sie Lust hätte, sich mit mir auf einen Kaffee zu treffen (in Eibe Freundschaft aufzubauen).
    Falls ich merke, dass die Person schon recht eingeschossen ist auf mögliches Dating, beendet ich die Unterhaltung irgendwann. Entweder weil die Zeit knapp ist und ich losmuss oder weil ich merke, dass es besser wäre, das nicht weiterzuführen (weil jemand mich bedrängen will, die Nummer rauszugeben).

    Kommen wir jetzt auf den beschriebenen Fall: Wenn jemand verunsichertes auf mich zukommt und ich sehe, dass er sich überwunden hat (man sollte sich nie für jemanden überwinden, sondern vor allem für sich selbst :zwinker:), dann versuche ich, mit dieser Person sanfter umzugehen. Ich bedanke mich, lächle und gebe vielleicht noch zurück, dass ich es toll finde, dass er auf mich zukommt, mich sehr freue, aber bereits einen Freund habe, weshalb ich meine Nummer nicht herausgeben werde. Warum ist es hier anders? Zunächst einmal ist es ein für die meisten Menschen nachvollziehbarer Grund und er hat nichts mit der Person selbst zutun. Andererseits ist das Nein für mich eine klare Option, da ich ihn nicht „überfahren“ will mit platonischen Treffen oder gar den Eindruck erwecken wollen würde, dass es eine Chance gäbe und ich nur spielen würde.

    Prinzipiell gilt: Je lockerer (und das ist nicht gleichzusetzen mit wahllos oder ideenlos) jemand ist, desto eher flirte ich auch ein Stück weit mit — mein Ziel ist immer, dass beide möglichst viel Spaß haben, allerdings machen viele Menschen sich mehr vom „Flirterfolg“ abhängig, was das Flirten selbst belastet.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26 Juli 2020
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    26 Juli 2020
    #6
    Ich fände es cool, dass sie sich traut. Und würde ihr je nachdem auch helfen, ein bisschen aus der Reserve zu kommen oder die Gesprächsführung wenn nötig übernehmen.

    Der Witz ist, dass ich selbst ja anfänglich schüchtern bin. Aber sobald die erste "gefalle ich ihr?"-Hürde überwunden ist, was durch das Ansprechen ja quasi der Fall ist, brauche ich keine Scheu mehr haben. :grin:
     
  • moin98
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    26 Juli 2020
    #7
    Ich würde mich auch sehr freuen und mich geschmeichelt fühlen.
    Ich würde offen zu ihr sein und ihr das Gefühl geben wollen, dass die Schüchternheit hier nicht mehr nötig ist. Ich war früher selber sehr schüchtern und weiß wie sich das anfühlt. Deshalb würde ich einfach ein normales, kurzes Gespräch mit ihr führen (je nachdem wie viel Zeit ich habe) und bei Interesse meinerseits ihr auch meine Nummer geben.
     
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    26 Juli 2020
    #8
    Ich wäre hoch erfreut. Bin selbst sehr schüchtern und traue mich nicht, andere Menschen anzusprechen. Wenn also jemand sich überwindet, hat Er / Sie sich damit meine Hochachtung verdient.
     
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    26 Juli 2020
    #9
    Meine Reaktion im Sinne von annehmen oder ablehnen hängt nicht davon ab, ob er/sie schüchtern ist oder nicht. Eine schüchterne, vielleicht auch etwas unbeholfene Art kann sogar ganz süß sein.
    Es hängt vielmehr davon ab, ob er/sie mein Interesse weckt oder eben nicht. Und da spielen eben ganz viele Faktoren rein. Auch wenn ich grundsätzlich jeden mit dem Respekt begegne, den ich mir gegenüber auch erwarte, so gilt auch "wie es in den Wald hineinruft, so schallt es wieder hinaus". Wenn mich also jemand lieb anspricht, ich aber einfach kein Interesse habe, dann lehne ich auch genauso lieb ab. Eine Ablehnung ist natürlich immer doof, aber ich versuche dann schon es so zu machen, dass derjenige nicht mit einem schlechten Gefühl aus dem Gespräch geht.
    Aber wie gesagt, so würde ich jeden behandeln, schüchterne bilden da keine Ausnahme und nehmen weder im positiven, noch im negativen Sinn eine Sonderstellung ein.
     
  • User 91095
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    26 Juli 2020
    #10
    Ich hab mal ein Spendenabo bei einer Hilfsorganisation abgeschlossen, nur weil der junge Mann, der offensichtlich von seinem Verein genötigt wurde, Leute dafür anzusprechen, mir so leid tat (weil er sehr unsicher und schüchtern war, rot geworden ist und gestammelt hat).

    Mein Reflex ist in so einem Fall immer, dem anderen Sicherheit geben zu wollen und Wohlwollen zu zeigen. Bin da also meistens sogar offener als wenn mich jemand sehr selbstbewusst ansprechen würde.

    Allerdings würde ich so oder so mich wohl kaum auf eine Person einlassen, die ich auf der Straße kennenlerne. Wenn es also um romantisches Interesse geht, wär da bei mir keiner erfolgreich.
     
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    nicht angegeben
    27 Juli 2020
    #11
    Wenn mich eine fremde Person auf der Straße anspricht, bin ich generell misstrauisch bis höchst alarmiert. Wenn die fremde Person mich dann noch im Kontext "ich will was mit dir anfangen" anspricht dann vermute ich irgendwas Schlimmes, einen möglichen Betrüger oder Vergewaltiger und renne weg. Ohne Witz, das ist mir schon passiert und es ist so gruselig.

    Da ist es egal, wie überfordert die Person zu sein scheint.

    Ich finde, man spricht fremde Leute auf der Straße nicht einfach so an, außer man muss es im Rahmen seines Berufs/seiner Berufung tun (Journalisten, Aktivisten etc. - kann auch nerven ist aber weniger gruselig.)
     
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    27 Juli 2020
    #12
    Poser, Player und Protzer mag ich nicht, darum ziehen mich (leicht) schüchterne Männer durchaus mehr an. Ich wäre also erfreut und wenn mir der Mann zusagen würde (und ich single wäre), würde ich ihn gerne kennenlernen. Ansonsten bin ich zu schüchternen Männern durchaus auch netter, wenn ich einen Korb verteile, weil sie meist höflicher sind.
     
  • Moppeltier
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    27 Juli 2020
    #13
    Wenn mich jemand auf der Straße anspricht mit der Absicht mich kennen zu lernen würde ich unabhängig von der Persönlichkeit des Gegenübers grundsätzlich eher ablehnend sein. Ich mag es nicht aus dem Nichts angesprochen zu werden, sofern es nicht darum geht mich um Hilfe zu bitten oder sich aus der Situation heraus ein nettes Gespräch ergibt, aber nicht so aufgezwungen. Ich würde dir raten, wenn du jemanden kennen lernen möchtest, das zu machen, wenn ihr sowieso gerade miteinander zu tun habt sei es bei der Arbeit, in der Uni, in einem Verein oder weil ihr gemeinsam an irgendwas teilnehmt.
     
  • User 68775
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    27 Juli 2020
    #14
    Ein bisschen schlägt dann der Schutzreflex durch, schätze ich, und ich versuche besonders nett zu sein.
    Aber es wird generell keine Zukunft haben, mich auf der Straße anzusprechen, weil ich so oder so jeden dabei abwimmle :zwinker:

    Bei offensichtlich mit sich hadernden Personen würde ich aber ein bisschen umsichtiger und netter abwimmeln.
     
  • User 158678
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    27 Juli 2020
    #15
    genau und man kann die Person so ein wenig an die "Hand nehmen" und aus der Schüchternheit etwas befreien, man muss einfach in der Linguistik den Spalt in der Tür zu fassen kriegen
     
  • Damian
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    27 Juli 2020
    #16
    Ich finde es großartig, wenn Menschen ihre Komfortzone verlassen. Das imponiert mir. Wie ich den Menschen dann generell finde, ist eine andere Sache. Kann "Material" für ne Freundschaft sein, oder Beziehung oder Bekanntschaft oder nix und alles dazwischen. Das hat damit nix zu tun.
    Generell bin ich ein eher extrovertierter Mensch. In einer Beziehung brauche ich jemanden, der nicht zu introvertiert ist, sonst geht das schief..aber auch andere Qualitäten haben eine hohe priorität. Keine Eigenschaft ist dabei digital (0 oder 1)...Life ain't simple :tongue:
     
  • montagfreitag
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    27 Juli 2020
    #17
    Ich kann dir von den Erfahrungen aus der anderen Richtung erzählen (also als schüchterner (wobei ich in meinem Fall introvertiert als passender erachte) Mann, der Frauen angesprochen hat). Bisher allerdings auch nur drei Mal und nie "auf der Straße", in zwei von drei Fällen war die Rückmeldung positiv.

    1) Letztes Jahr im Juli in einer Dorfdisco. Ich weiß noch, dass ich an dem Abend eigentlich gar nicht so wirklich Lust hatte und nachdem wir den Eintritt bezahlt und gemerkt haben, dass nicht so viel los ist, bin ich auch erstmal wieder nach draußen und über das Gelände (draußen gab es auch noch irgendwelche Stände) gelaufen. Dann bin ich wieder rein und wollte meine Freunde eigentlich fragen, ob wir nicht noch woanders hinwollen. Die haben sich aber gerade über ein Mädel unterhalten - ich hatte aber nur Augen für ihre Freundin (vor allem für ihr Lächeln... Das habe ich ihr letztens auch gesagt. Sie muss mich nur anlächeln und der Tag ist gerettet :love:). Ich weiß bis heute nicht, warum ich mich da überwinden konnte (war ja nicht so, dass ich vorher keine attraktiven Frauen gesehen habe und mich getraut habe, sie anzusprechen). Tatsache ist, dass sie irgendwann kurzzeitig alleine auf der Tanzfläche stand und ich sie dann angesprochen habe. Vor lauter Aufregung ihren Namen sofort wieder vergessen, aber das Gespräch war super angenehm, weil wir ziemlich schnell eine Gemeinsamkeit gefunden haben. Es gab dann einige Umwege (Ausland, Corona) bis wir uns wiedergesehen haben und uns näher gekommen sind.

    2) In einem Museum in London. Sie hat Aufgaben zu einer interessanten Ausstellung bearbeitet und ich habe sie darauf angesprochen. Hat sich rausgestellt, dass sie Austauschstudentin war und das gleiche studiert, wie ich. War ein nettes Gespräch, aber ich habe mir vorher leider nicht so ganz überlegt, worauf ich da eigentlich hinauswill. Also habe ich ihr irgendwann noch viel Glück bei ihren Aufgaben und im Studium gewünscht und bin gegangen.

    3) Auf einer Geburtstagsfeier. Das war eigentlich von vornherein zum Scheitern verurteilt :grin: Ich war ziemlich angetrunken und man hat gemerkt, dass sie Interesse an einer anderen Person auf der Party hatte. Ich hab sie trotzdem angesprochen (dem Alkohol geschuldet auch nicht ganz so elegant), sie hat mich nach ein paar Sätzen abblitzen lassen.

    Was deutlich häufiger als das Ansprechen von einer Seite vorgekommen ist: Wenn man irgendwie (Freundeskreis, Verein, beim Feiern) zufälligerweise in Kontakt gekommen ist.
     
  • albiorix
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    Single
    27 Juli 2020
    #18
    Es kommt natürlich ein bisschen auf die Situation an. Bin selber schüchtern und würde mich meistens darüber freuen und versuchen, mich auf die Person einzulassen. Ich kann mir sogar vorstellen, dass ich mich selbst weniger unter Druck setze und etwas entspannter werde. Und vllt. merkt die andere Person, dass sie gerade jemand anderen Süchternen in einen angenehmen Zustand holt und entspannt sich selbst ein Stück weit :grin: Wäre mal eine interessante Erfahrung, ich kann mich nicht daran erinnern, dass mir das mal so herum passiert ist.
     

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