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    3 Januar 2018
    #1

    Wie mich eine Fernsehserie dazu bringt, über mein Leben nachzudenken

    how_i_met_your_mother-3.jpg Nachdem ich mal wieder angefangen habe, etliche Staffeln How I Met Your Mother (diese Serie stimmt mich, ob ich will oder nicht, immer nachdenklich) zu schauen, sind mir ein paar Gedanken gekommen.

    Tatsächlich kann ich einige Parallelen zwischen der fiktiven Person Ted Mosby (sie soll ja einem der Regisseure nachempfunden sein) und mir erkennen. Erstaunlicherweise werden es, je öfter und je gezielter ich darauf achte, immer mehr. Ich rede dabei nicht etwa von der jahrelangen erfolglosen Suche nach der "Einen" (das kann ich in meinem "zarten" Alter noch nicht behaupten), sondern eher von meinen Charaktereigenschaften. Ich bin nun mal niemand, mit dem man über die technische Zusammensetzung eines Motors quatschen kann oder der zu großen handwerklichen Tätigkeiten fähig ist, niemand, der gerne und oft feiern geht, niemand, der den neusten technischen und modischen Trends folgt.

    Nein, ich bin jemand, mit dem man in einer lauen Sommernacht unter dem Sternenhimmel picknickt und dabei über den Sinn des Lebens philosophiert, jemand, mit dem man sich in einer kalten Winternacht vor den Kamin kuschelt und ein gutes Buch liest, jemand, mit dem man ausgedehnte Spaziergänge macht - oder kurz: Ich bin ein (hoffnungsloser) Romantiker.

    Ich denke, um wieder auf die Serie zu sprechen zu kommen, den Weg, den Ted gegangen ist, um die Mutter seiner Kinder zu finden, hat nicht nur sich selbst, sondern auch seine Ziele im Leben geändert. Auch ich habe mir diese Frage nach meinen Zielen im Leben gestellt: Natürlich will ich irgendwo etwas hinterlassen, woran sich erinnert wird, einem Beruf nachgehen, der mich erfüllt, ein glückliches und gesundes Leben führen, Hobbies nachgehen, die mir Freude bereiten, Erinnerungen mit tollen Menschen kreieren, usw.

    Eines steht aber über dem Ganzen: Eine Person finden, die ich über alles liebe, mit der ich meine Kinder großziehe, ein eigenes Haus habe, mein Leben bzw. meine Erinnerungen mit ihr teile. Eine Person, wie sie Ted in Tracy gefunden hat. Zu der ich sagen könnte " I love you. I’m always gonna love you, til the end of my days and beyond.", auf die mein Avatar passt. Ich denke, das ist - neben den oben aufgelisteten Dingen - der Sinn des Lebens. Ich denke auch, irgendwo und irgendwann wird jeder so eine Person für sich finden, denn es gibt nichts schöneres auf der Welt, als von ganzem Herzen zu lieben und geliebt zu werden.

    (Nur die ganz naive Sicht eines 19-Jährigen.:ashamed: Ich weiß, das Leben ist nicht Hollywood und manchmal furchtbar ungerecht, aber der Glaube an ein Happy End ist einfach viel zu schön, um ihn loszulassen. :zwinker: )

    Edit beim nochmaligen Lesen: Sorry für so viel Kitsch. :ashamed:
     
    Zuletzt bearbeitet: 3 Januar 2018
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  • Zerogravity
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    3 Januar 2018
    #2
    Hay, ich bin zwar auch nicht viel älter (23) aber ich muss sagen, freu dich einach auf die schönen Erlebnisse die du auf deinem Weg zu der "einen" erleben wirst, es gibt so viel zu erleben und zu entdecken ob auf emotionaler oder auch sexueller Ebene.
    Ich glaube der Trick ist nicht ewig danach zu suchen, sondern es einfach auf sich zukommen zu lassen.

    Ich wünsche dir jedenfalls viel Glück auf deinem Weg und das du bis das du sie gefunden hast jede menge sinnliche Erlebnisse erfahren darfst:smile:
     
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  • xxxmaxxx
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    3 Januar 2018
    #3
    Wow ein schöner Text zum Nachdenken.
    Ich kann mich Zerogravity anschließen:
    Man sollte die Dinge auf sich zu kommen lassen und den Weg zum Ziel genießen.
     
  • montagfreitag
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    3 Januar 2018
    #4
    Jup, du hast Recht. Mit Sicherheit ist die "Eine" nur die berühmte Kirsche auf der Sahnetorte. Mit anderen Worten: Ein glückliches und erfüllendes Leben kann man auch so führen - der Rest kommt von ganz allein.
    Und vielen Dank! :smile:

    Absolut. Nur sollte man sich von Zeit zu Zeit auch mal Gedanken über seine "großen" Ziele im Leben machen (auch, wenn es bis dahin noch "a little way down the road" ist :zwinker: ). Tja, gestern war so ein Tag. :grin:
     
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    8 Januar 2018
    #5
    Mir sind noch ein paar Dinge klar geworden:
    Wenn ich mich wirklich für eine Sache interessiere, dann kann ich mich damit, je nachdem, um welches es sich genau handelt, Stunden, Tage oder sogar Wochen beschäftigen. Sei es nun ein geschichtliches Thema oder so wie jetzt, meine eigene Person. Am liebsten würde ich dann auch den ganzen Tag nur darüber philosophieren (ich erinnere an Ted, als er die Biografie von Teddy Roosevelt gelesen hat :grin: ).
    Ich bin nicht unbedingt eine kreative Person, zumindest was das Geschichten/Gedichte schreiben, das Singen oder das Schauspielen angeht. Wenn mir dann aber doch mal gute Ideen für meinen Blog oder für Beiträge hier im Forum kommen, dann meist nachts. Was blackpearl_ so schön mit "midnightwriter" ausgedrückt hat, möchte ich noch um "midnightideas" ergänzen. :zwinker:
    Früher habe ich oftmals gedacht, wenn ein bestimmter Zustand ("damals" war es, meine Akne besiegt zu habe) erreicht ist, wird automatisch alles besser. Wurde es natürlich nicht. Danach glaubte ich, dies geschieht, wenn ich eine Freundin finde. Aber auch das ist natürlich vollkommener Quatsch. "Bevor du andere lieben kannst, liebe erstmal dich", heißt es in einem Lied. Auch, wenn diese Erkenntnis relativ spät kommt, so weiß ich heute, dass für ein glückliches Leben keine besiegte Akne und auch keine Freundin (bereichernd ist eine Beziehung natürlich trotzdem - menschlich als auch sexuell) verantwortlich ist, sondern ausschließlich ich selber.
    Leben heißt, sich immer weiter zu entwickeln. Bestimmte Ziele im Leben sind gut, am wichtigsten ist aber, mit sich selbst im Reinen zu sein.
     
  • Tahini
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    8 Januar 2018
    #6
    Ich werde immer nachdenklich, wenn ich Knightrider sehe.
    Dann denke ich mir, "wieso hat der Mann eine Lederjacke an, und nix drunter?"
    Und dann probiere ich das auch. Aber es bleibt einfach seltsam.
     
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    14 Januar 2018
    #7
    Und genau das ist, was ich letztes Jahr zum ersten mal erfahren habe.

    In einer Zeit, in der ich mich eigentlich am wenigsten nach einer Freundin oder dergleichen gesehnt habe, hat sich etwas entwickelt.
    Meine These: Ich war so mit mir zufrieden und weitgehend erfüllt, dass ich das auch ausstrahlen konnte.

    Mit dem Abitur hatte ich da meinen ersten quasi selbst erkämpften Meilenstein in der Tasche, und das Gefühl, vorerst mal frei zu sein.
    Von allem!

    Ich glaube, das ist eigentlich der Zustand, den man im Leben erreichen will und anstreben sollte. Denn wenn ich selbst mit mir nicht richtig zufrieden bin, kann ich noch so viele schöne Dinge erleben. Die geraten dann aber in Vergessenheit.
    Während das was man erlebt, wenn man von und mit sich selbst erfüllt ist sehr lange und genau in Erinnerung bleibt. Schönes sowie trauriges.

    Zur Serie: Ich habe HIMYM schon länger nicht gesehen. Aber durch die Perspektive, aus der erzählt wird, wirkt Ted auch in der Gruppe aus Freunden stets irgendwie allein.
    Da kann ich mich auch ein Stück weit damit identifizieren. Auch unter Menschen scheint er oft allein zu sein.
     
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