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    30 Juli 2013
    #1

    Wie verändert sich die Beziehung nach dem 1. Kind?

    Hallihallo,

    zwar ist das erste Baby bei mir noch ziemlich weit entfernt, bin ich doch neugierig.

    Wie verändert sich die Beziehung nach dem 1. Kind?

    Was wird "besser"?
    Was wird "schlechter"?

    Haben sich eure Gefühle zum Partner verändert? Sind sie intensiver/schwächer geworden?

    Wie sieht es mit dem Sexleben aus?

    Vermisst ihr etwas von "früher"?

    Wer mag, kann einfach mal drauf los plappern. Die Fragen dienen als Leitlinie. Gern kann man auch mehr erzählen.

    Liebe Grüße
    vry
     
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    30 Juli 2013
    #2
    Off-Topic:
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    30 Juli 2013
    #3
    Uff, schwere Frage, lange Antwort :zwinker:
    Bsp. aus der Praxis. Gestern wurde unsere Maus geimpft (3,5 Monate alt). Darauf reagiert sie mit kränklich sein, viel Genörgel und anhänglich sein. Zusätzlich brüllt sie am Abend locker mal ne halbe bis ganze Stunde am Stück. Nach so einem Tag will ich nichts sehen, nichts hören und auch nicht angefasst werden. Den ganzen Tag hatte ich mein Kind auf dem Arm, oder im Tragetuch. Das war genug "Körper hergeben" für mich. Jetzt gerade habe ich meinen Mann samt Baby aus dem Raum geworfen: ich möchte mal eine halbe Std nur für mich haben. Passiert sowas öfters in einer Woche, dann ist Stress und Streit irgendwann vorprogrammiert.

    Also ja die Beziehung verändert sich und zwar extrem wie ich finde. Eigentlich fängt das aber schon in der Schwangerschaft an. Die Lust verändert sich und egal in welche Richtung hat das unglaubliche Ausmaße auf die Beziehung. Das Körpergefühl ändert sich. Vlt. nimmt der Mann einen gar nicht mehr als einzelnen Menschen wahr, vlt. tut man es selbst nicht. Ich habe mir zB irgendwann angewöhnt statt von "meinem Tag" von "unserem Tag" zu reden. Zuerst bekommt der Bauch zur Begrüßung ein Küsschen, dann man selbst. Das hat natürlich ebenfalls Auswikrung aufs Liebesleben.

    Ich habe mich auch einfach so in der Schwangerschaft verändert: Wurde weinerlicher, ängstlicher, nörgeliger, schneller müde. Auch darauf muss ma(n)n sich einstellen.
    Die Geburt ist mMn etwas was 2 Sachen mit sich bringt: Ein unglaubliches Ereignis, dass einen zusammenschweißt, aber auch ein körperliches ganz persönliches Erlebnis. Ich habe von jetzt auf gleich etwa 7 Kg verloren. Trotzdem fand ich meinen noch schwabbeligen und aufgedunsenen Bauch einfach ekelig. Die taube Narbe machte mir Angst, ich konnte mich nicht im Spiegel nackt ansehen, weil ich es so schrecklich fand. In die Brüste schießt Milch ein und ich habe immerzu getropft. Das fand ich ebenso widerlich und fühlte mich von meinem Körper irgendwie verarscht. Dazu noch der Wochenfluss... Berührungen meines Mannes habe ich in den ersten 2 Wochen nur sehr spärlich über mich ergehen lassen.

    An das erste mal Sex war für mich erst zu denken, als es sich alles wieder etwas beruhigte: Als die Klebereste an der Narbe eeendlich weg waren, der Bauch wieder dünner war, die Wassereinlagerungen ausgeschieden und so weiter. Das war für unsere Beziehung eine Belastungsprobe, denn die letztem Wochen in der Schwangerschaft hatten wir wegen meinen starken Schmerzen auch keinen Sex mehr. Mein Mann saß ziemlich auf den Trockenem, ich fühlte mich unter Druck gesetzt, obwohl er mir gegenüber nie Druck ausgeübt hatte. Nach dem ersten mal danach waren wir beide sichtlich entspannter. ("Oh ihr seht so glücklich aus als junge Familie" durften wir uns am nächsten Tag anhören :zwinker: )

    Die ganze Beziehungsdynamik verändert sich ungemein. Man war früher nur zu 2. Nun ist nicht nur eine weitere Person mit dabei, an die man denken muss, sondern sie ist aufeinmal die absolute Nummer 1. Ich glaube, dass gerade Männer die immer viel Aufmerksamkeit bekommen haben, sehr darunter leiden, wenn da nun jemand ist, der die ganze Liebe, Zuneigung und eben Aufmerksamkeit der Frau bekommt.
    Spontanität gibt es nicht mehr. Weder im Sexleben, noch im sonstigen Alltag. Ausflüge, Einkaufen und längere Autofahrten werden an "Fütterungszeiten" gekoppelt. Den früheren Abendspaziergang kann man evtl nicht mehr machen, oder muss ich auf früher verschieben. Abende in Restaurants sind mit den meisten Babys nicht möglich (unseres weint Abends einfach immer viel), Bars, Kneipen und Kino geht sowieso nicht. Ich vermisse das. Gemeinsames Ausgehen tat uns immer gut. Etwas miteinander schäkern, ein Glas Weißwein... Ich freue mich, wenn wir unsere Tochter das erste mal an die Großeltern über Nacht abgeben können. Einen Abend unbeschwert genießen, einen Spaziergang durch die nächtliche Großstadt machen und reden...

    Ein Baby ist natürlich auch häufig Reibungspunkt: Erziehungsfragen, Produkte, Schlafenszeiten, Rituale und der tägliche Umgang mit dem Baby werden heiß diskutiert und Besuche bei den Großeltern "versauen" nun das Wochenende. Das haut bei uns manchmal ganz schön rein.

    Ja die Gefühle haben sich verändert. Vor einem Jahr hätte ich auf die Frage "Wer ist der wichtigste Mensch in deinem Leben?" ohne zu zögern "mein Mann" geantwortet. Heute ist es "meine Tochter". Ich liebe ihn weiterhin und kann mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen, aber er ist nur noch die Nummer 2. Für meine Tochter würde ich ohne zu zögern aus dem Fenster springen, oder durch ein Feuer rennen. Für meinen Mann würde ich das blindlinks so einfach nicht tun.

    Mir fehlen außerdem ein Stückweit die gemeinsamen Abende. Langsam wird es wieder besser. Aber gerade als sie noch so klein wahr, sind wir immer sehr früh ins Bett gegangen. Und gerade am Abend haben wir immer sehr viel geredet und diskutiert. Das ist etwas was nun seltener wird und immer mit Blick auf die Uhr.

    Das Sexleben hat sich bei uns in Qualität und Quantität nicht verändert, nachdem wir uns wieder etwas eingespielt haben.

    Besser wird die Beziehung in sofern, dass man eine definitive Entscheidung gefällt hat: Dies ist der Mann, der meinen Kindern der Vater ist. Ein Leben ohne ihn ist nicht mehr möglich. Kein Ehering kann einen so zusammenschweißen, wie ein gemeinsames Kind. Und das macht das ganze zuetwas ganz besonderem, wie ich finde.
     
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    30 Juli 2013
    #4
    Das ist einfach so wunderschön ehrlich geschrieben! :ashamed:
    Da möchte man mehrmals auf den Danke-Button klicken
    *danke*
     
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    30 Juli 2013
    #5
    Off-Topic:
    *Danke* für die Frage und für die erste interessante und lange Antwort.
     
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    30 Juli 2013
    #6
    Möchte mich auch bedanken! :smile: Danke für deine ehrliche und ausführliche Antwort, Lulu!
     
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    30 Juli 2013
    #7
    es bleibt genauso, nur dass man keinen sex mehr hat :tongue:.
     
  • User 110436
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    30 Juli 2013
    #8
    Wenn ich das so lese, bekomm ich ja fast Panik, überhaupt ein Kind zu zeugen :what:
    "Das wenigste ist noch gut, aber wenigstens geht es beiden gleich schlecht, das verbindet"

    Sagt mir bitte, dass ich mich irre :unsure:
     
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    30 Juli 2013
    #9
    Ich glaube, Du irrst Dich :grin:

    Ich lese aus Lulus Text hauptsächlich heraus, dass ein Kind das ganze Leben umkrempelt - dass man auf einmal wahnsinnig viel Stress und wahnsinnig viel Liebe gleichzeitig erfährt und sich damit erstmal arrangieren muss.

    Und den Grund dafür, warum die Partnerschaft vor dem ersten Kind seeeeehr gefestigt sein sollte. Ich glaube, wenn man da kein gut eingespieltes Team ist oder nur wenig Verständnis für den anderen hat, wird es schwierig. Meine Mutter hat mir auch irgendwann mal gesagt, dass es in ihren Augen kaum etwas Dümmeres gibt, als ein Kind zu zeugen, um die Beziehung zu festigen. Sie meinte, ein Kind stelle die Beziehung erst so richtig auf die Probe.

    Aber wäre das eine Probe, an der alle Partnerschaften zerbrechen, gäbe es keine glücklichen Familien.
     
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    31 Juli 2013
    #10
    Absolute Zustimmung!!

    Ich habe ja beide Erfahrungen gemacht: 2 Kinder sehr früh mit dem falschen Mann. Da war die Beziehung tatsächlich nicht intakt und als die Kinder bzw der erste da war, krachte es richtig doll und ich habe ihn dann irgendwann verlassen.
    Die beiden kleinen entstammen einer wirklich harmonischen Beziehung. Mein Mann und ich sind uns ziemlich ähnlich, streiten generell eher selten (aber wenn dann richtig *gg*) und haben gleiche Vorstellungen vom Leben.
    Das klappt dann auch wunderbar, wobei man sich auch hier erstmal neu orientieren musste.
    Daher kann ich immer nur dafür plädieren: Kinder gehören in eine richtig gute, gefestigte Beziehung. Die Partner müssen bereit sein ihr Leben beide umzukrempeln, Kompromisse einzugehen und viiiiiiiiiiiiiiel reden!
    Dann wird es wunderschön und es kommt ja auch so viel von den Kindern zurück. Ich hätte nicht 4 Kinder wenn es so schlimm wäre und Kinder generell die Beziehung killen :zwinker:

    Mein allergrößter und wichtigster Tipp an alle die Kinder planen: redet!! Immer und überall, über alles: Kleinigkeiten, den Alltag, das nächste Wochenende, vergangene Dinge, die Zukunft, über Freunde, über alles was so in der Welt geschieht!
    Hört sich lapidar an, aber das ist sooooo wichtig. Ein Paar das das nicht gelernt hat wird Dinge eher in sich reinfressen bis dann die Bombe platzt!
    Genauso wichtig ist es aber immer wieder auf den anderen einzugehen, zuzuhören und seine/ihre (auch noch so kleinen) Probleme ernst zu nehmen und immer wieder nach Lösungen zu suchen damit es beiden gut geht.
    Beziehung ist eben Arbeit-aber schöne :smile:

    Bei uns war es ja so das ich schon zwei Kinder hatte ales ich meinen jetzigen Mann kennenlernte.
    Ich hatte einen Job, meine Wohnung, ein eingespieltes Leben und auch viel Freiraum mit meinem Mann da die beiden Kinder alle 14 Tage das Wochenende bei ihrem Vater verbringen.
    Somit war es natürlich eine große Umstellung als unser gemeinsamer Sohn zur Welt kam.
    Ich hatte jedoch nicht das Problem mich unwohl in meiner Haut zu fühlen, so wie Lulu. Das ist von Frau zu Frau unterschiedlich und ich kannte das ja auch schon.
    Geändert hat sich nach der Geburt erstmal alles: er ist Alleinverdiener, ich bin zu Hause. Wir haben das gemeinsam so beschlossen und fühlen uns beide sehr wohl in der Rolle.
    Mein Mann ist jedoch einer der immer mit anpackt, er behandelt mich nicht wie ein Hausmütterchen sondern sieht mich weiterhin als gleichwertigen Partner an und zeigt mit auch ständig das er großen Respekt davor hat, was ich hier leiste!
    Ich habe an meinem Mann ganz neue Seiten entdeckt seitdem wir gemeinsame Kinder haben. Er ist viel sensibler, gefühlvoller und noch familiärer geworden. Wir stehen an 1. Stelle und für uns lässt er alles stehen uns liegen.
    Das liebe ich sehr an ihm. Die Gefühle sind von beiden Seiten stärker geworden, weil wir zu schätzen wissen was wir für tolle Partner haben, weil wir uns beide in unseren Kindern wieder finden und weil wir es trotz 4 Kindern schaffen immer wieder kleine Freiräume für uns zu finden.
    Auch das ist sehr wichtig.
    Ich habe das Glück, das seine Eltern fast neben uns wohnen. Wir verstehen uns blendend und die beiden sind mit Leib und Seele Oma und Opa. Ich sehe darin meinen bzw unseren Vorteil auch mal was alleine machen zu können.
    Unser 2 1/2 jähriger darf wann immer er will zu Oma und Opa und übernachtet dort auch sehr oft.
    Das tut allen immer sehr gut.
    Ich weiß noch nicht wann unsere Tochter (3 Monate) das erste Mal dort übernachten wird, das traue ich mich noch nicht. Tagsüber ist sie auch schon mal 1-2 Stunden dort gewesen (ohne uns) wenn ich Termine hatte.
    Am Wochenende wollen wir das erste Mal wieder zusammen ausgehen, aber ich denke das wir die Oma dann zu uns kommen lassen damit die Maus wie gewohnt in ihrem Bettchen schlafen kann.
    Mir ist es wichtig das wir immer wieder Zeit nur für uns haben und da reicht es mir auch schon aus wenn alle Kinder schlafen und wir abends auf der Terrasse mit einem Glas Wein lange quatschen können. Man genießt halt die freie Zeit immer, egal was man tut.
    Bei mir stehen die Kinder auch nicht an 1. Stelle, so wie es bei vielen Frauen (leider) ist.
    Mein Mann ist mir mindestens genauso wichtig! Ich liebe ihn nicht mehr oder weniger als die Kinder, eben anders.

    Sex hat sich kaum verändert.
    Natürlich hat man nicht die Möglichkeit wann immer man will überall übereinander herzufallen :grin:
    Aber auch hier kann sich das positiv auswirken: man wird spontaner und kreativ.
    Lust aufeinander haben wir beide wie früher. Manchmal muss man tatsächlich drauf verzichten weil gerade ein Kind kränkelt oder man plötzlich Bettbesuch bekommt, aber alles in allem kann ich mich wirklich nicht beklagen.
    Wir hatten auch diesmal sehr früh nach der Geburt wieder Sex (nach 3 Wochen).

    Ansonsten vermissen wir beide nichts von früher.
    Mein Mann wundert sich immer wieder über sich selbst und darüber wie sehr sich sein Leben verändert hat. Wo früher Fussball spielen an 1. Stelle stand, da stehen jetzt wir.
    Er hat den Ball an den Nagel gehängt, nicht weil ich es wollte. Er wollte einfach nicht mehr. Mein Mann verbringt seine Zeit lieber mit uns und möchte gar nicht mehr spielen :smile:
    Wir verbringen unsere Zeit am allerliebsten mit den Kindern aber auch sehr gerne zu zweit.
    Nach dem Urlaub wollen wir uns ein gemeinsames Hobby suchen-ich denke da eher an tanzen, mein Mann an Tennis. Wir haben beschlossen beides mal auszuprobieren und mal schaun wo wir hängen bleiben.
    Das war meine Idee weil ich gerne Zeit mit ihm alleine verbringe und denke das es uns gut tun wird, bei all dem Trubel hier, auch ein gemeinsames Hobby zu haben.
    Auf die Kinder werden dann Oma und Opa aufpassen, die machen es gerne und ich frage sie auch gerne. Auch das muss man erst lernen: nach Hilfe zu fragen.

    Uns haben die beiden kleinen nochmal sehr verändert aber auch wieder ein Stück näher zusammen gebracht, aber auch NUR weil wir immer an uns arbeiten und Streit und Probleme nicht einfach so hinnehmen und abhaken.
     
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    31 Juli 2013
    #11
    Puh, also eines ist das Leben danach nie wieder: Langweilig!

    Die Schwangerschaft war bei uns unerwartet, aber wir freuten uns von Anfang an. Klar wir hatten Angst, es war etwas neues, aber dennoch war es ein wundervolles Gefühl. Aus Liebe wurde leben, einfach nur unbeschreiblich.
    Solange bis das Kotzen, die Wassereinlagerungen, die Kurzatmigkeit, die Rückenschmerzen und die Stimmungsschwankungen losgingen.
    Hachja, mein Mann tat mir schon leid, ich war ein ekel. Aber er war immer da, er hat vieles erduldet, hat auch seine Scherze gemacht, aber immer wenn wir unser Wurm im Ultraschall gesehen haben, war alles vergessen.
    Zumal, wie er sagt, der Sex in der Schwangerschaft hat vieles wieder Ausgeglichen.
    Er meinte zwar anfangs, ab dem 5 Monat wollte er nicht mehr, aber wir hatten noch ein Tag vor der Entbindung Sex, ich war einfach dauerrallig und er musste ran. Zumal meine Hebamme meinte, so leitet man natürlich ein.
    Auch wenn Sex mit einer Monsterkugel nicht einfach war - immerhin hatte ich ein 8 Pfünder im Bauch.

    Die Geburt, ich habe mich meinem Mann nie näher gefühlt, wir haben zusammen geartmet, er hat mich die ganze Zeit angefeuert und gelobt wie toll ich das mache, erhatte soviel Ruhe ausgestrahlt, es war schön.
    Als unser Sohn dawar, waren wir eine Familie, wir haben viel gekuschelt, mein Mann hat geweint, ich habe geweint, der Kleine hat geschlafen. alles toll.
    Die Veränderung kam dann erst als wir zu Hause waren.
    Der kleine hatte 3 Monatskoliken, ergo nur tragen. Gut, ich bin eine Tragemami, aber manchmal hatte man die Schnauze voll, den kleinen Scheißer imer zu tragen, Bauch zu massieren, zu stillen.Ha - Stillen. Was ein Graus zu anfang.
    Es tat weh, und mein Mann wurde beim Anblick meiner Brüste, wo der Begriff Volumen absolut neue Dimensionen annahm immer geiler.
    Und ich war gestresst. Ich hasste das Stillen Anfangs, aber auch das nur eine Gewöhnung.
    Mein Mann fühlte sich dann oft vernachlässigt und wir stritten oft.
    Dann gab es eine kurze Trennung.
    Was nicht mit unserem Nachwuchs zu tun hatte, sondern eher mit meiner Familie, ist also ein anderes Thema.
    Jedoch rauften wir uns wieder zusammen.

    Sex? Naja, der klappt nach wie vor nicht. Unser Sohn ist 9 Mon. alt, aber Sexist immernnoch ein Problöem. Ich werde nicht mehr feucht. Auch bei orale Spielchen niht und Gleitgel zieht auch sofort ein. Meine Ärztin meinte, das dauert manchmal ein bisschen, bis der Körper sich komplett erholt hat, also warten wir.
    Bis dahin haben wir andere schöne Dinge entdeckt. Man kann trotzdem sehr viel Spaß haben.

    Es gibtt viele Hochs und viele Tiefs - ich bereue nichts, Ich finde wir sind ein tolle Familie.
    Was vorher war, war nur der prolog - jetzt sind wir im Großen und Ganzen schon sehr Glücklich - allerdings sind wir noch nicht komplett !
    Das Geschwisterchen ist schon in Planung!
     
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  • User 133671
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    31 Juli 2013
    #12
    Off-Topic:
    bei den Geschichten hier, freu ich mich schon richtig darauf, irgendwann mal Mama zu werden.. :smile:
     
  • Piratin
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    31 Juli 2013
    #13
    Ich habe viel an mir arbeiten müssen. Man lernt - muss lernen - zurück zu stecken, sich selber auch mal, äh, eigentlich immer, hintanzustellen. Zu verzichten. Ich finde, ich bin reifer geworden, habe mich weiterentwickelt, bin an Gremnzen gestoßen und habe sie überwunden.
    Mittlerweile kann ich über meine Luxusprobleme von früher nur noch lachen - für soetwas hätte ich heute keine Zeit mehr.
    Man muss unglaublich viel arbeiten - zumindest, wenn man sich derart reichlich an der Babykelle bedient wie wir es getan haben, und den Anspruch hat, die Kinder nicht ständig zur Oma abzuschieben. Ginge bei uns auch nicht - meine Eltern ziehen ihren Jetset Lifestyle vor und meine Schwiegereltern haben nach 5 Enkeln auch nicht mehr sooo Lust, ständig einzuspringen und ganze Wochenenden auf die Kinder aufzupassen. Ich möchte das auch nicht, kenne genug "Omakinder", und ich möchte das für meine Kinder nicht.
    Mir macht es aber viel Freude, mit meinen Kindern zu spielen und sie zu umsorgen. Man gewinnt auch selber ein Stück Kindheit für sich zurück, sieht die Welt wieder mit Kinderaugen.

    Man muss lernen, weniger Geld für mehr Leute einzuteilen, und das ist weniger einfach, als es sich anhört.

    Ich persönlich bin eigentlich nicht der Typ, der für Kinder sein komplettes Leben aufgibt. Aber so lange sie klein sind, und man mehrere davon hat, geht es eigentlich kaum anders. Dafür bekommt man unglaublich viel zurück, mehr als man je investiert.:herz:
    Die Beziehung schweisst es unglaublich zusammen, auch und gerade weil man gemeinsame Ziele hat und die Gedanken nicht nur um sich selbst und die eigenen Befindlichkeiten kreisen. Eine "Familie" zu sein ist ein großartiges Gefühl, auch die Beziehung reift dadurch. Man hat öfter das Gefühl "Ich mach alles und der andere viel weniger" - das haben wohl alle von Zeit zu Zeit - da muss man dann offen und ehrlich drüber reden.

    Erziehungstechnisch sollte man an einem Strang ziehen, sonst zerfleischt man sich irgendwann gegenseitig.
    Zu wenig Geld ist ein Beziehungskillerfaktor. Das sollte man sich vorher unbedingt überlegen, wie man das macht. "Irgendwie" geht gar nichts, und Kinder kosten unglaublich viel. Nicht unbedingt die drei Bodies, aber es kommen ein Haufen "Nebenkosten", die man meist auch erst bemerkt, wenn es soweit ist.
    Ich habe nach 2,5 Jahren zu Hause deutlich gemerkt, wie wenig mir die klassische Rollenteilung bekommt, ich habe das Gefühl, ich verhungere geistig. Nicht nur aus diesem Grund bin ich froh, dass ich mich dazu entschieden habe, eine working mum zu sein. Der Anspruch, genug Zeit für die Kinder zu haben, selber wieder mitten im Leben zu stehen, genug Geld zur Verfügung zu haben und dass auch alles sich zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügt, ist schon ein großer Organisations- und Balanceaufwand. Man könnte es sicher einfacher haben, aber ich wollte es nie "einfach", ich wollte immer alles! *gg*

    Der Sex hat sich bei uns nicht verändert.

    Meinen Mann und die Kinder liebe ich gleichermaßen, da gibt es keine ersten und zweiten Plätze.

    Ich vermisse durchaus mein altes Leben - hübsche Klamotten, Parties, unbeschwerter Spaß, Spontanität, und vor allen Dingen: Ruhe und Zeit für sich selbst. Das hole ich mir aber an ausgewählten Wes, an denen ich "frei" habe und mein Mann auf die Kinder aufpasst, dafür hat er ein anderes Mal "frei". Ich habe weiterhin mein Hobby und gehe dreimal die Woche reiten.

    Ich möchte mein Leben nicht tauschen und will mir auch gar nicht vorstellen, wie ich mich fühlen würde, hätte ich keine Kinder kriegen können und dieses quietschebunte Universum wäre mir für immer verschlossen geblieben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 31 Juli 2013
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    31 Juli 2013
    #14
    Off-Topic:
    Ich glaub, ein Kind ist doch nix für mich :ratlos: Ich sollte meine Zukunftspläne vielleicht noch mal überdenken...
     
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    #15
    "Das wenigste ist noch gut, aber wenigstens geht es beiden gleich schlecht, das verbindet"
    Nein, nein :grin: Es ist einfach ganz, ganz anders. Man muss für die Beziehung kämpfen, da sie sich so stark verändert, sonst ist die Katastrophe vorprogrammiert: Da hilft ganz viel über die Gefühle reden, spazieren gehen (das geht auch mit Baby im Tragetuch oder Kinderwagen) und Dinge gemeinsam, aber auch einzeln erleben. Wir mussten eben davon Abstand nehmen, dass wir nach Sonnenuntergang noch eine Runde drehen. Das geht jetzt halt nicht mehr, obwohl wir das immer sehr genossen haben. Tja: dann gehen wir jetzt halt am Nachmittag, oder nach dem 18.00 Uhr Fläschchen. Ich lade nicht mehr so gerne Freunde ein, dafür fehlt mir die Energie. Wir lassen uns also einladen (dann kann man zur Not flüchten, sollte die kleine schreien und man muss zu Hause das ganze Windel-Schnuller-Flaschen.-Chaos nicht beseitigen.) Das muss man dann aber auch sich gegenseitig zugeben.
    Noch trauen sich Freunde von uns nicht auf dieses ach so winzig kleine Baby aufzupassen. Das wird aber bald kommen und dann sind Abende auch nur zu 2. möglich. Dann können wir sie sogar noch ins Bett bringen und der Babysitter sitzt nur im Wohnzimmer während sie schläft.
    Eine Beziehung ohne Kind kann einfach so daherplätschern. Meistens funktioniert das. Mit einem Kind hat man dreifache Arbeit: das Kind, der enorme Haushalt (unglaublich was sich da anhäuft!) und eben die Paarbeziehung.
    Aber: Ich kann nur sagen, dass es sich lohnt! Gemeinsame Kuschelstunden in unserem Bett, ein strahlendes Kind was einem vom Wickeltisch anlacht und die Ärmchen reckt, weil es auf meinem Arm möchte - und die gegenseitige, absolut ehrliche Beteuerung, dass es nichts auf der Welt gibt, wogegen man dieses größte Glück der Welt eintauschen möchte :smile:



    Nö, wie du aus (fast) allen Texten hier und auch sonst im Forum lesen kannst, ist es mit etwas Flexibilität kein Problem sein Sexleben weiterhin gut auszuleben. Klar fällt man nicht mehr beim Mittagessen übereinander her, aber wer sich Freiräume sucht, der findet sie: Kinder schlafen ja auch :zwinker: Wir hatten nach ca 5 Wochen das erste mal wieder Sex, nach dem die Verhütungsfrage endgültig geklärt war und ich wusste das Sex nach dem Kaiserschnitt wirklich nicht weh tut, war bei uns alles wieder wie früher.
     
  • User 83901
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    31 Juli 2013
    #16
    Interessante und tolle Berichte, die mich tatsächlich zum Nachdenken gebracht haben.
    Für mich ist nach der Lektüre und der etwas intensiveren Beschäftigung mit der Fragestellung zumindest klar, dass ich vorerst noch keine Kinder möchte. Ich bin einfach noch nicht bereit dazu, all meine Freiheiten aufzugeben. Vielleicht bin ich das auch dann noch nicht, wenn ich dann wirklich einmal schwanger bin, aber neun Monate sind auch eine beträchtliche Zeit, um sich darauf einzustellen, dass sich vieles ändern wird.

    Was mir hier sehr zu denken gegeben hat, ist einerseits die Bedeutung der Paar-Beziehung und andererseits die Rolle des Mannes.

    Ich möchte nicht, dass mein Partner erst meinen Bauch begrüßt und dann mich. Er sagt, das käme ihm niemals in den Sinn - aber weiß man das? Oder vielleicht will ich es dann ja doch? Meine Mutter hat schon oft gesagt, dass sie den Eindruck hat, heute mutieren viele Menschen sofort zu Elterntieren und vergessen, dass sie noch ein Liebespaar sind. Anfänglich hat sie mich wohl auch über alles gestellt, aber dann hat mein Papa gemotzt und das Wochenbett hatte ein Ende. :zwinker: Ab dem Zeitpunkt rückten meine Eltern als Paar wieder mehr in den Fokus. Welche Erfahrungen habt ihr da gemacht?

    Und dann ist da noch der Partner. Ich habe Angst, dass ich ihn vernachlässige - zumal mein Liebster auch ein Mensch ist, der sich eben oft nicht beschwert, sondern Sachen herunterschluckt. Ich hätte Angst davor, ihm wiederholt vor den Kopf zu stoßen ohne es überhaupt zu merken. Natürlich ist Reden das Zauberwort, aber alle Freundinnen und Bekannte von mir, die bereits Mutter sind, sagten, dass sich anfangs eben wirklich alles nur um den kleinen Wurm dreht (verständlich, natürlich), und dass sie ihre Männer teilweise kaum wahrgenommen haben oder von ihnen genervt waren. Das finde ich ziemlich furchtbar. :unsure: Wie war das nun konkret bei euch? LULU und Piratin haben da ja recht unterschiedliche Aussagen gemacht. Und wie sind die Männer damit umgegangen, falls sie zurückstecken mussten? Kann eine Frau einfach darauf vertrauen, dass ihr Mann das schon verstehen wird?

    Ich sehe, so ganz einfach ist das eben doch nicht, alles noch unter einen Hut zu bekommen. Das heißt aber nicht, dass ich das jetzt alles ganz schlimm und negativ finde. Es ist vielmehr so, dass ich immer nur daran gedacht habe, wie schön es sein muss, eine eigene Familie zu haben. Über Details habe ich mir nie Gedanken gemacht. Dennoch wird mich das nicht davon abbringen, selbst eine Familie zu gründen, wenn denn alles so weit passt.
     
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    31 Juli 2013
    #17
    Vielleicht liegt`s bei uns daran, dass der Sohn meines Mannes ja schon seit Jahren bei uns wohnt. Wir waren es also gewöhnt, ein Kind um uns zu haben, praktisch von Anfang an.

    Erstens das - schon in den 9 Monaten kann man ja nicht mehr machen, was man will, wenn man wie ich gern schmökt und Cocktails schlürft *gg* - und zweitens geben einem die Hormone dann den Rest. :grin: Es gibt wenige Mütter, die ihr Baby nicht für das schönste, beste, lieblichste und süßeste Geschöpf auf der ganzen weiten Welt halten, das sie beständig abschmusen müssen. :love:

    Dann die Frage, wie Männer mit ihrer eingeschränkten Aufmerksamkeit umgehen. Erstens sind es ja nicht nur die Männer, auch die Frauen müssen viel - allerdings eher körperlich - wegstecken in der ersten Zeit. Die Geburt ist anstrengend, der Hormonhaushalt am Umkippen, Stillen, schlaflose Nächte, das zehrt alles ungemein. Umso schöner, wenn der Mann dann nicht in der Ecke sitzt und schmollt sondern man zu dritt im Ehebett liegt, der kleine Wurm endlich zur Ruhe gekommen auf Papas breiter Brust mit dem Köpfchen auf seinem Herzen. Das ist vielleicht auch noch gar nicht richtig zur Sprache gekommen, der Stolz, den einen als Paar verbindet, dieses neue Wesen geschaffen zu haben. Das Abenteuer miteinander zu erleben, es wachsen zu sehen. Das Projekt "Familie" gemeinsam zu stemmen - man hat das Gefühl, dass alles richtig Sinn macht.

    Das "Ich" für das "Wir" zurückzustellen ist auch irgendwie eine Reifung für die Seele, gerade wenn man, wie in unserer Gesellschaft derzeit üblich, fast ausschließlich für das "Ich" gelebt hat. Manchmal denke ich (und namhafte Psychologen sind auf meiner Seite), dass der enorme Anstieg an psychischen Krankheiten zuweilen auch mit dieser jahrzehntelangen Beschäftigung ausschließlich mit sich selbst, der ständigen Introspektive, des ewigen Kreisens um sich selbst zu tun hat.

    Die anstrengenden ersten 3 Monate sind auch irgendwann vorbei, und beglückt stellt man irgendwann fest, dass das Kind um 20 Uhr schlafend in seinem Bett liegt und man den ganzen Abend zusammen Zeit hat. Dann kann man dann in Ruhe den Haushalt machen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 31 Juli 2013
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    31 Juli 2013
    #18
    Ich kann das nur als Kindersicht beantworten, aber meine Eltern haben sich immer viel Zeit für sich als Paar genommen, das war für mich selbstverständlich.

    Je älter ich wurde, desto besser ging das natürlich; irgendwann war ich einfach lieber den ganzen Tag draußen mit Freunden unterwegs und meine Eltern hatten sturmfrei. Ich habe auch ständig woanders übernachtet, seltener bei Oma, häufig bei Freunden und Freundinnen.

    Meine Eltern waren vor meiner Geburt definitiv schon ein ganz fest zusammengeschweißtes Team (14 Jahre zusammen, davon sechs verheiratet), das sich vor mir viel Zeit für gemeinsame Aktivitäten genommen hat und daher weniger Angst haben musste, durch das Kind "etwas zu verpassen".
    Meine Mutter meinte irgendwann mal zu mir, meine Ankunft hätte trotzdem erstmal alles durcheinander geworfen und es gab mehrere Auseinandersetzungen zwischen ihr und meinem Vater - hauptsächlicher Reibungspunkt waren wohl Erziehungsfragen und die Tatsache, dass meine Mutter allein mit Kind und Haushalt nicht ausgelastet war. Als ich vier Monate alt war, hat mein Vater die Betreuung übernommen und sie ging wieder arbeiten, weil ihr Zuhause die Decke auf den Kopf fiel.

    Für mich als Kind war es immer ein sehr sicheres und angenehmes Gefühl, dass meine Eltern trotz Elternschaft noch ein Liebespaar waren - ich hatte nie die Befürchtung, sie wären nur wegen mir noch zusammen und würden sich trennen, sollte ich ausziehen. Ich habe viele Kinder und Jugendliche erlebt, die unter genau dieser Verantwortung ganz fürchterlich litten und sich deswegen schwer taten, das Elternhaus zu verlassen.
    Ich hatte immer das Gefühl, dass meine Mutter meinen Vater und mich gleichermaßen liebt; zwar auf eine gänzlich andere Art und Weise aber äquivalent von der "Qualität". Das gleiche gilt für meinen Vater.

    Ich bin mit 19 ausgezogen und nachdem vor allem mein Vater sich damit anfänglich schwergetan hat ("Du machst doch auch im Winter die Heizung an, oder? Ich will nicht, dass Du frierst!"), sein kleines Mädchen aus dem Haus zu geben, scheinen sie doch ganz froh zu sein, das Haus jetzt wieder für sich zu haben.
    Die beiden machen einfach genau da weiter, wo sie vor mir aufgehört haben: unternehmen sehr viel miteinander, treffen regelmäßig ihre zahlreichen Freunde, fahren häufiger gemeinsam in Urlaub und - das kann ich definitiv sagen - lieben sich als Paar nach wie vor. Manchmal glaube ich, meine Eltern sind nach 30 Jahren Ehe wie zwei Papageien: der eine kann nicht ohne den anderen. Aber auch ihr Geheimrezept war reden, reden, reden. Und dem anderen seine kleinen Macken lassen.

    Ich hoffe sehr, dass es mir irgendwann genauso geht mit Partner und Kind(ern).
     
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    #19
    Bei uns hat sich NIE alles nur um die Kinder gedreht, das haben wir von Anfang an versucht zu vermeiden.
    Die Kinder sind wichtig, verdammt wichtig und brauchen uns vor allem wenn sie so klein sind ganz viel. Aber ich habe von vornerein nie das Baby über allem gestellt.
    Mir war kuscheln mit meinem Mann immer ganz wichtig. Auch wenn grad nichts anderes geht, aber sich mal feste in den Arm nehmen, mal kurz auf dem Sofa kuscheln-das geht immer auch wenn das Baby grad neben einem liegt.
    Vielleicht bin ich da auch etwas anders weil ich schon große Kinder habe und schon erfahren musste wie schnell eine Beziehung zerbrechen kann.

    Ich hab mal einen Spruch gehört, den ich ganz treffend finde "Kinder sind Besucher auf Zeit" .
    Zuerst ist man Paar, dann Familie und irgendwann wieder Paar (zumindest räumlich). Die Kinder sind irgendwann groß und dann steht das Paar oft voreinander und hat sich nichts mehr zu sagen weil sich jahrelang alles nur um die Kinder drehte und man sich als Paar komplett aus den Augen verloren hat...es gibt viele Paare die sich dann erst scheiden lassen.
    Daher sollte man es echt vermeiden das Kind auf den goldenen Thron zu heben und seinen Partner hinten an stehen zu lassen. Und das geht auch wenn das Kind noch ein Baby ist.
    Viele Frauen trauen ihren Männern auch zu wenig zu, wollen alles übernehmen und beklagen sich dann wenn der Mann sich zurück zieht.
     
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    #20
    Off-Topic:
    So geht's mir auch wenn ich das lese... bis vor kurzem war mein Kinderwunsch noch relativ stark, aber seit meine Nichte da ist und ich aus nächster Nähe alles mitbekomme (und das ist ein echt unkompliziertes Kind), kann ich mir kaum vorstellen, in den nächsten 10 Jahren ein Kind zu bekommen - ich glaube, meine Vorstellung eines erfüllten Lebens ist damit einfach nicht kompatibel :ratlos:
     

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