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Wir würdest Du dich entscheiden?

  1. Ich akzeptiere mein Schicksal

    4 Stimme(n)
    14,8%
  2. Ich würde mich behandeln lassen

    23 Stimme(n)
    85,2%
  • Mr. Poldi
    Mr. Poldi (39)
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    Verwitwet
    6 Dezember 2018
    #1

    Wie würdest Du dich entscheiden?

    Angenommen Du wärst Anfang 40, Single und erfährst dass Du eine lebensbedrohliche Erkrankung hast.

    Zwar wäre eine Behandlung in gewissem Umfang möglich, eine Heilung könnte aber nicht garantiert werden und selbst wenn alles gut laufen würde, so müsstest Du mit massiven, lebenslangen Einschränkungen der Lebensqualität rechnen.
    Wenn Du dich nicht behandeln lassen würdest, so würdest Du innerhalb weniger Jahre sterben.

    Würdest Du dich, trotz ungewisser Aussichten, für eine Behandlung entscheiden oder die Situation so akzeptieren wie sie ist?
     
  • User 97853
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
    6 Dezember 2018
    #2
    Hm, da brauche ich noch mehr Information. Welche Einschränkungen? Welche Krankheit?
     
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  • Moppeltier
    Moppeltier (25)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    7 Dezember 2018
    #3
    Ich würde mich in jedem Fall behandeln lassen, auch wenn es nur eine minimale Chance gibt mein Leben zu verlängern oder sogar geheilt zu werden. Dafür hänge ich zu sehr am Leben und habe zu große Angst vor dem Tod. Selbst wenn ich schon weitaus älter bin als Anfang 40 würde ich das machen.
     
  • User 34612
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    vergeben und glücklich
    7 Dezember 2018
    #4
    Behandlung. Ganz klar.
     
  • Ladyyy
    Ladyyy (35)
    Ist noch neu hier
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    Verheiratet
    7 Dezember 2018
    #5
    Käme auf viele weitere Umstände drum herum an...
     
  • User 107106
    Planet-Liebe ist Startseite
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    Verheiratet
    7 Dezember 2018
    #6
    Behandeln.
    Sofern ein Leben mit der Krankheit möglich ist, notfalls eben mit Krücken, Rollstuhl, Frührente oder Lebenslangen Medis, definitiv, ja.
    Nein, wenn die Behandlung nicht nur aufwändig, sondern “schlimm“ wäre. Zb würde ich mir eine Chemo sehr überlegen, wenn die Wahrscheinlichkeit ein Jahr damit zu überleben unter 10% läge. Dann würde ich die verbleibende Zeit lieber mit leben und nicht mit Krankenhaus verbringen wollen.

    Off-Topic:
    Ich selbst habe eine Degenerative Erkrankung des Innenohrs und werde wahrscheinlich irgendwann einseitig schwerst schwerhörig oder sogar taub. Die Krankheit kann auch mein Gleichgewicht irgendwann so extrem Zerstören, dass ich evtl nicht mehr alleine vor die Tür kann, ich den Führerschein abgegeben muss. Ja, die Aussicht ist nicht prickelnd, aber man kann auch ein Leben genießen ohne Fahrradtouren, Bergsteigen oder ähnliches. Es ist für mich wirklich okay. Notfalls werde ich auf Haushaltshilfen angewiesen sein. Dann ist das halt so.
     
    • Lieb Lieb x 5
  • WomanInTheMirror
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    in einer Beziehung
    7 Dezember 2018
    #7
    Ich liebe Leben einfach viel zu sehr als dass Ich nicht alles daran setzen würde, es zu verlängern :smile:
     
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  • Demetra
    Demetra (36)
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    7 Dezember 2018
    #8
    Behandlung. Ich bin eh schon krank und komme damit klar. Die Kraft für einen weiteren Schlag finde ich wieder.
     
  • Inspektor Notauge
    Öfters im Forum
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    nicht angegeben
    7 Dezember 2018
    #9
    Schwierig zu beantworten, wenn man nicht unmittelbar betroffen ist - dann mag der Griff nach dem Strohhalm letztlich alles Rationale überwiegen.

    Das von Dir geschilderte Beispiel würde z.B. zu einem Astrozytom passen, einem aktuell noch gutartigen Hirntumor, der aber mit sehr hoher Wahrscheinlchkeit entartet. Je radikaler man diesen Tumor entfernt, desto geringer ist die Rezidivwahrscheinlichkeit bzw. umso länger die Rezidivfreiheit.

    "Radikal entfernen" zugunsten einer Lebensverlängerung kann hier je nach Lage des Tumors heißen: halbseitige Lähmung, Erblindung, Sprachverlust oder dauerhaftes Wachkoma.

    Speiseröhrenentfernungen bei Krebs oder Lebertransplantationen als weiteres Beispiel: ich kann die Menschen nicht mehr zählen, die ich auf der Intensivstation über Monate hinweg habe regelrecht verrotten sehen - frei nach dem Motto: "Wir sind Universitätsklinik. Hier wird geheilt und nicht gestorben".

    Statt 4 Monate - und irgendwann sogar ohne Therapieziel - auf einer Intensivstation dahinzuvegetieren, hätte man diese Menschen besser nach Hause geschickt, wo sie zwar schon nach 3 Monaten, aber mit weitgehend akzeptabler Lebensqualität friedlich gestorben wären.

    Ich würde die Aufklärungsgespräche mit Patienten vor solchen Operationen oder Behandlungen deswegen nicht in der teakholzgetäfelten Privatambulanz führen, sondern auf der Intensivstation im Patientenzimmer mit der klaren Bitte, sich auch Gedanken darüber zu machen, was man für sich möchte, wenn das Ganze in die Hose geht und man sich plötzlich wiederfindet wie der Patient in Zimmer 7, der quietschgelb leuchtet, mindestens drei Organfunktionen maschinell ersetzt bekommt und seit 4 Wochen mit weit aufgerissenen Augen, aber leerem Blick in die Neonröhren an der Decke starrt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7 Dezember 2018
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  • User 114048
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    nicht angegeben
    7 Dezember 2018
    #10
    Ohne genauere Infos, kann ich nicht angeben, wie ich mich entscheiden würde.

    Aber was ich mit Sicherheit tun würde ist, mir eine ärztliche Zweitmeinung einzuholen.
     
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  • User 44981
    User 44981 (31)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    7 Dezember 2018
    #11
    Hm... ich glaube kaum, dass ich als Single mit Anfang 40 sonderlich stark an meinem Leben hängen würde, da ich wohl kurz zuvor meinen Traum vom Familienleben endgültig begraben hätte und nun ohne Sinn und Ziel durchs Leben stolpern würde.

    Ob ich mir da eine anstrengende Therapie antun würde, die mir nicht mal die Chance bietet, danach wieder die volle Lebensqualität genießen zu können, weiß ich echt nicht. Ich glaube, da würde ich das sozialverträgliche Frühableben zumindest ernsthaft in Erwägung ziehen und mir dann möglicherweise sogar einen Weg suchen, um ohne langes Leiden in Würde zu sterben - auch wenn das bei der deutschen Rechtslage leider ziemlich schwierig ist.
     
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  • User 171204
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    7 Dezember 2018
    #12
    Die Frage kann man wohl kaum beantworten, wenn man nicht selber betroffen ist.

    Derzeit denke ich zum Beispiel, dass ich keinesfalls eine Chemotherapie machen würde. Ich kenne einfach so viele Menschen, denen es während dieser Zeit (oft Jahre) richtig schlecht ging und die letztendlich doch verstorben sind (am Krebs selber oder an den krassen Nebenwirkungen der Chemo).
    Da denke ich mir, würde ich die bleibende Zeit lieber mit meiner Familie oder Freunden und meinem Hund verbringen, reisen, mein Geld auf den Kopf hauen oder irgendwelche Dinge erleben, die ich eben schon immer erleben wollte.

    Wie es letztendlich wäre, wäre ich in der Situation, weiß ich nicht. Es ist ja auch für die Angehörigen belastend, wenn man nicht kämpfen will und sich quasi seinem Schicksal ergibt. Vermutlich fühlt man sich auch schuldig, weil man es nicht mal versucht. Könnte ich es mir aussuchen, würde ich aber lieber einigermaßen würdevoll sterben, als jahrelang qualvoll zu kämpfen, selbst wenn es mir ein paar Jahre mehr Lebenszeit bringen würde - mir kommt es da eher auf die Lebensqualität an als auf die reine Dauer.

    Wenn man Kinder hat, sieht es aber sicherlich nochmal anders aus.
     
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  • Ironheart74
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    7 Dezember 2018
    #13
    Ich stand defakto genau vor dieser Entscheidung und genau auch in diesem Alter. Und ich habe mich für die Behandlung entschieden und lebe mit der Einschränkung meiner Lebensqualität dadurch. Wenn man die Wahl zwischen Pest und Cholera hat, dann wählt man eben die......
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 7 Dezember 2018 ---
    Meine Mutter hatte mehrfach Krebs (Lymphdrüsenkrebs, Brustkrebs und ein Nierenkarzinom. Sie lag zwischendurch sogar schon im Sterbezimmer. Nur um zu veranschaulichen, wie ernst ihr Zustand war), sie hatte Chemo und Bestrahlungen. Das war zu Beginn der 80er Jahre als die Krebstherapie noch ärgere Keulen waren als sie es nun sind. Meine Mutter lebt immer noch und laut Aussage ihres damals behandelnden Onkologen ist sie seine am längsten überlebende Patientin.
     
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  • User 171204
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    7 Dezember 2018
    #14
    Off-Topic:
    Was meine Aussage ja untermauert.
    Natürlich schlägt die Chemo auch bei einigen an, nichtsdestotrotz ändert deine persönliche Erfahrung nichts daran, dass ich einige Menschen kenne, bei denen die Chemo furchtbar war und sich leider auch nicht gelohnt hat.
     
  • User 83901
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    7 Dezember 2018
    #15
    Ich habe nur dieses eine Leben. Ich würde darum kämpfen. Daher Behandlung.
     
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  • Ironheart74
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    7 Dezember 2018
    #16
    Off-Topic:
    Ich kenne die Statistiken nicht, aber ich denke, dass die Chance mit Chemo in Abwägung mit den Nebenwirkungen durchaus meist pro Chemo sprechen. Wenn es eine reale Chance gibt, dann würde ich kämpfen wollen.
     
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  • Sun am See
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    offene Beziehung
    7 Dezember 2018
    #17
    Ich hänge nicht so sehr an meinem Leben. Also vermutlicher würde ich lieber mehr Lebensqualität wählen, sprich keine Behandlung, und dafür früher sterben.
     
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  • ProxySurfer
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    7 Dezember 2018
    #18
    Natürlich würde ich mich behandeln lassen. Es kann doch sein, dass durch neuartige Methoden Besserung eintritt.

    Ich habe vor vielen Jahren einen alten dt. Schwarzweissfilm gesehen. Darin sagte ein Arzt einem Mann, er habe nur noch 1 Jahr zu leben. Der entsetzte Mann versuchte im ganzen Film daraufhin, so viel wie möglich noch zu erleben, immer mit dem Tod-Hintergedanken. Nach 1 Jahr war er noch immer gesund. Er ging zum Arzt, der schaute sich noch noch einmal die Röntgenbilder an und stellte entsetzt fest, dass die Bilder versehentlich vertauscht worden waren. Das Röntgenbild des Mannes war ok, er war gesund. Der Mann tanzte vor Glück aus der Praxis und über die Straße und wurde dort von einem Auto überfahren. Tot. :eek:
     
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  • User 131884
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    7 Dezember 2018
    #19
    Ich verstehe die Intension dieser Umfrage nicht.
     
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  • Mr. Poldi
    Mr. Poldi (39)
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    8 Dezember 2018
    #20
    Denk dir was "spaßiges" aus.

    Zum Beispiel wie schon genannt Speise- oder Luftröhrenkrebs und bedingt dadurch dann Ernährung mit Magensonde etc.
     

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