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    20 Januar 2019
    #1

    Gefühlschaos Alter schützt vor Liebe nicht...

    Oh Mann. Es ist Ewigkeiten her, als ich das letzte Mal was in diesem Forum geschrieben habe. Naja, ich gehe auch nicht davon aus, dass mir hier jemand der ultimativen Tipp geben kann, aber vielleicht hilft mir das Schreiben beim Sortieren der ganzen wirren Gedanken...

    Im September letzten Jahres habe ich einen neuen Job angenommen: Gleiche Position, leitender Angestellter, kleinere Einrichtung, mehr Geld - wurde Zeit für eine Veränderung. Und zu dem Zeitpunkt schien alles perfekt: Nach einer sehr fordernden ersten Jahreshälfte ging es beruflich vorwärts, privat war alles stimmig, es gab nichts zu meckern.

    Ich bin in meinem neuen Job gut angekommen, die Mitarbeiter akzeptieren und respektieren mich, mit meiner Chefin habe ich einen guten Draht - läuft. Und dann am ersten Arbeitstag läuft er mir über den Weg: einer meiner neuer Mitarbeiter. 21 Jahre ist er erst alt, hat geistig aber die Reife eines 30ers. Beide merken wir, dass da eine Anziehung ist. Zunächst denke ich mir, der Reiz besteht für mich rein auf der sexuellen Ebene. Da habe habe ich ja nie etwas ausgelassen. Aber das war es nicht - mich hat gar nicht interessiert, wie der im Bett ist. Ich wollte ihn einfach näher kennenlernen und um mich rum haben. Er empfand blöderweise genau das Gleiche.

    Nun haben wir Mitte Januar. Seit viereinhalb Monaten habe ich nun meine langjährige Beziehung mit meinem Mann und eine Affaire mit einem Mann, der mein Sohn sein könnte. Ich habe im Oktober meinem Mann erzählt, dass ich mich in jemand anderen verliebt habe, er forderte daraufhin eine Entscheidung von mir. Diese Entscheidung konnte ich bis heute nicht treffen. Ich liebe meinen Mann, es gibt nichts, was ich an unserer Beziehung auszusetzen habe. Ich liebe auch meinen Kleinen - der auch auf eine Entscheidung wartet. Er möchte eine Beziehung, ich möchte das auch. Er hat Verständnis für mich, leidet aber darunter, nur die 2. Geige zu spielen. Mir tut es weh. Mein Mann tut mir leid, ich liebe ihn. Ich liebe zwei Menschen - sofern so etwas überhaupt möglich ist?

    Ich weiß nicht, was ich tun soll. Eine über 15-jährige intakte Beziehung beenden? Die Affaire beenden und ihn damit sehr verletzen? So weitermachen wie bisher? Beides beenden?

    Ich werde im April 42 Jahre alt und war mir sicher, dass ich die Wirrungen pubertären Verhaltens lange hinter mir gelassen hätte - und jetzt komme ich mir vor wie ein Schuljunge, der Schiss hat in die Schule zu gehen, weil er für eine anstehende Klausur nicht gelernt hat. Einfach scheiße...
     
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    20 Januar 2019
    #2
    Off-Topic:
    bevor ich etwas schreibe: lebt euer pflegesohn noch bei euch? Mit involvierten Kindern ist das ja immer noch etwas komplizierter.
     
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    20 Januar 2019
    #3
    Nein, der lebt nicht mehr bei uns.
     
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    20 Januar 2019
    #4
    willkommen im club.. du bist nicht allein.. :ninja:

    einen wirklich echten guten rat kann ich dir nicht geben.
    aber ja, ich denke, man kann 2 menschen gleich lieben .. jede mama (eltern) die mehr als ein kind hat, weiß das so ähnlich...:zwinker:
    hilft dir aber auch nicht..

    scheinbar ist für beide männer nicht denkbar, dich zu teilen. wobei, aktuell teilen sie dich, oder? sie wissen beide dass es noch einen anderen gibt? auch sexuell?

    ich glaube, da wird es keinen weg geben, der nicht mind. eine person verletzt:schuettel::depri:
     
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    20 Januar 2019
    #5
    Nein, beide können sich nicht vorstellen, zu teilen. Die Idee einer 3er-Beziehung ging mir auch durch den Kopf - sowas soll es ja auch geben.

    Mit meinem Mann habe ich seit Oktober nicht mehr wirklich darüber gesprochen, er geht davon aus, ich hätte die Sache mit dem anderen beendet. Aber ich bin mir sicher, dass er es ahnt, aber nicht wahrhaben will. Ich bin öfters mal weg, er wird sich seinen Teil denken müssen. Mein Mann hätte kein Problem, mich sexuell zu teilen, aber es geht ja um mehr.

    Meine Affaire weiß natürlich von meinem Mann und meiner Situation. Er möchte nicht teilen, ist sehr monogam veranlagt. Aber ihm bleibt nichts anderes übrig im Moment. Er wartet und hofft. In den Momenten, wo wir zusammen sind, kann er und ich alles andere vergessen, wenn ich mich dann wieder verabschieden muss, ist er traurig und ich auch. Es tut sehr weh.
     
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    20 Januar 2019
    #6
    für dich dann das optimale.. für die anderen beiden nicht vorstellbar,..
    aber eine entscheidung kannst du nicht treffen.. ich kann das leider gut verstehen..
    und, nein, es macht es nicht besser, dass man denkt, man wäre alt genug für sowas bzw. um sowas zu klären.. :kopfwand:

    erhoffst du dir, dass einer der beiden (wahrscheinlich der jüngere?) es für dich entscheidet? es beendet, weil du es nicht übers herz bringst? :confused:

    glaubst du denn, dass es mit dem jüngeren eine echte zukunft gibt? auch in bezug auf den altersunterschied?
    das wird nur nicht auf dauer funktionieren.. :schuettel:
     
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    20 Januar 2019
    #7
    Ja... ganz ehrlich habe ich darauf gehofft, dass einer der beiden mir die Entscheidung abnimmt. Aber sie tun es nicht.

    Ob es eine Zukunft mit dem jüngeren geben kann... Ich weiß es nicht, bzw. ist es sachlich betrachtet sehr unwahrscheinlich.
     
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    20 Januar 2019
    #8
    Ein gemeinsames Leben in einer Beziehung, die mich erfüllt, würde ich nicht für eine theoretische Möglichkeit aufs Spiel setzen und schon gar nicht wegwerfen. Was, wenn der Jüngling dich in ein paar Monaten sitzen ließe?

    Das du es überhaupt in Erwägung ziehst lässt in meinen Augen darauf schließen das dir entweder doch irgendwas an deiner Beziehung fehlt oder du schlicht polyamour empfindest - was aber mit den beiden Männern wohl nichts werden wird.

    An deiner Stelle würde ich die Zähne zusammenbeißen und die Affäre beenden.
     
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    in einer Beziehung
    20 Januar 2019
    #9
    Ich rechne sogar damit, dass eine Beziehung mit dem Jüngeren nicht lange halten würde. Trotzdem kann ich mich dem irgendwie nicht entziehen. Geht einfach nicht.

    Ich überlege seit 4 Monaten, was in meiner Beziehung nicht stimmt, denn wenn alles in Ordnung wäre, wäre ich ja nicht an diesem Punkt. Aber ich finde nichts. Genau das ist mein Problem. Mit welcher Begründung soll ich Schluss machen?
     
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    20 Januar 2019
    #10
    Mit gar keiner. Auch in intakten Beziehungen kann man sich mal fremdverlieben, wenn man polyamor veranlagt ist.

    Ich würde an deiner Stelle mir wohl einen neuen Arbeitsplatz suchen und, so weh es auch tut, den absoluten Kontaktabbruch zum Jüngeren vornehmen. Sofern du mit deinem Partner auch wirklich, wirklich glücklich bist.

    Mit einem Menschen, in den man sehr verliebt ist, kann man nur schwer abschließen, wenn man ihm am Arbeitsplatz ständig über den Weg läuft...

    Ich weiß, für dich ist es angenehmer, beide Männer um dich zu haben - und man muss dafür keine Entscheidung treffen. Aber vielleicht kannst du es aus einem anderen Blickwinkel betrachten: Du liebst beide Männer. Aktuell tust du aber beiden Männern mit deinem Verhalten weh.

    Wie kannst du den Schaden so klein wie möglich halten?

    Und die Antwort auf diese Frage ist wohl auch die Vorgangsweise, mit der du am besten aus dieser blöden Situation rauskommst.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 Januar 2019
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    Klickt sich gerne rein
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    20 Januar 2019
    #11
    Puh, das ist ja ne blöde Situation....und ein sinnvoller Rat scheint fast unmöglich.

    Ich vermute, dass die Affäre keine Zukunft haben wird. Ihr kennt euch noch zu wenig, habt noch keine gemeinsame Basis. Du kennst deinen Mann, es läuft seit Jahren, du liebst ihn (und er dich?!).

    Eins steht fest, du solltest dich bald entscheiden, sonst bist du am Ende beide los.

    Ich wünsche dir, dass du die für dich richtige Entscheidung triffst!
     
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    21 Januar 2019
    #12
    Es ist nicht immer so, dass etwas in der Beziehung nicht stimmen muss. Wenn du nichts gefunden hast, liegt es nicht daran und die Frage führt dich in die Sackgasse. Ich empfinde selbst polyamor und hatte Beziehungen, in denen ich mich entscheiden musste. Bei mir war es so, dass ich immer wieder in solche Situationen kam. Letztendlich konnte ich nur mit Menschen glücklich werden, die meine Art zu lieben respektieren oder teilen... Wohlmöglich würde ich nochmal versuchen, mit meinem Partner zu reden, aber wahrscheinlich mich letztendlich von beiden trennen... (Ist aber auch nichts, was ich leichtfertig raten würde, eher eine Vermutung, wohin es langfristig führt...)
    Solche Entscheidungen sind grausam...

    Off-Topic:
    Schön, dass du wieder da bist. :rose:
     
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    21 Januar 2019
    #13
    Das ist natürlich ein Dilemma und wird auch nicht besser werden, wenn Zeit vergeht. Bzw. denke ich schon, dass Zeit helfen würde klar zu sehen, aber die wird dir keiner geben. Ich kann verstehen, dass beide Männer schnell eine Entscheidung wollen.

    Was mir in solchen Situationen hilft oder eher geholfen hat, war, dass ich das Thema rationalisiert habe. Es bringt einfach nichts, eine Entscheidung nur auf den Gefühlen zu treffen. Wenn man frisch verliebt ist, ist dieses Gefühl enorm stark, man ist wie auf Droge, es nimmt ein völlig ein - das ist für mich kein guter Zustand eine Entscheidung zu treffen.

    Was passiert mit dem jungen Mann, wenn 10 Jahre ins Land ziehen und ihr noch zusammen seid? Meinst du, du bist dann noch genau so verschossen wie jetzt? Oder ist es einfach so, dass nach 15 Jahren mit deinem Partner einfach der Kick des neu Verliebens fehlt und auch nie wieder kommen wird?
    Nach 10 Jahren wärst du 52, er 31, könnte klappen, aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit sich mit 21 Jahren schon dauerhaft langfristig zu binden? Wie viel Beziehungserfahrung hat er, dass er weiß, er wird immer monogam leben wollen? Und kannst du das überhaupt? Meines Wissens kannst und willst du nicht monogam leben, dein Partner akzeptiert das, könnte es der junge Mann auch?

    Weißt du, für mich ist das wichtigste an einer Partnerschaft nicht die Gefühle zueinander. Die schwanken, sind mal sehr stark, mal wieder schwächer, wenn man länger zusammen ist, liebt man sich zwar, aber richtige Funken gibt's eventuell nur noch selten. Das ist mir persönlich einfach zu wenig. Was mir wichtig ist, ist eine gleiche Weltansicht, Geborgenheit, Vertrauen, ein Beziehungsnmodell, wo beide Partner hinter stehen und für mich mitunter am wichtigsten: Loyalität. Uneingeschränkte Loyalität.

    Dein Mann ist seit 15 Jahren an deiner Seite, er akzeptiert dich so wie du bist, ja, er verzeiht dir so gar, dass du dich neu verliebt hast, wo um Himmels Willen findet man so einen loyalen Menschen? Dieser Mensch teilt sein Leben mit dir, verzeiht dir, nimmt dich so an wie du bist - das ist doch das größte Glück auf Erden?

    Dem gegenüber steht ein junger Mann, der wohl kaum Beziehungserfahrung hat, der monogam leben möchte, den du 4 oder 5 Monate kennst. Bei der größten Verliebtheit - meine Entscheidung würde mir zwar schwer fallen, weil ich weiß, wie fies Hormone und diese Glücksgefühle des Verliebens sind, aber sie wäre klar: ich würde mich für meinen Mann entscheiden.

    Und wie oft in solchen Fällen ebbt die Verliebtheit ab, je länger man zusammen ist und dann stehst du da, mit deinem Jungspund, der sich dann mit 23 fragt, warum er mit einem 44 Jährigen zusammen ist, obwohl es da noch genug Auswahl (im gleichen Alte) gäbe.

    Ja, könnte alles gut gehen, dass rät uns unser Verliebtheitsgefühl, dieses "Das Gefühl ist so stark und anders, das wird die Liebe meines Lebens" - die Ernüchterung kommt dann zu spät. Für Alle.

    Damit will ich gar nicht sagen, dass du nicht doch polyamor empfindest, aber ich gebe zu Bedenken, dass du nun 42 wirst und sich ein junger Mann unsterblich in dich verknallt hat. Das beflügelt das Ego und auch das Verlieben beflügelt, der Boden der Realität und Ernüchterung wartet aber. Und das wird ein fieser Fall, wenn keiner da ist, um dich aufzufangen.
    Noch hast du jemanden, der da steht und die Hände aufhält. Seit 15 Jahren steht er da.
     
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    21 Januar 2019
    #14
    Dem ist nichts hinzuzufügen.
     
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    21 Januar 2019
    #15
    Off-Topic:
    Ich freu mich auch total, dich wieder hier zu lesen.:smile::bussi:

    Ansonsten schließe ich mich Mrs. Brightside s Worten voll an.:zwinker:
     
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    21 Januar 2019
    #16
    Dito.
    Also beides:zwinker:
    Sehe das absolut genauso wie Mrs. Brightside
     
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  • User 11466
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    21 Januar 2019
    #17
    Wenn einen die Liebe erwischt, haut das immer tüchtig rein - ist halt blöd, wenn's zur Unzeit funkt.
    Mußt Du aber - alles andere wäre gleich zwei Leuten gegenüber unfair und könnte damit enden, daß Du schlußendlich ganz ohne Kerl dasitzt...

    Ich kann mich grundsätzlich den Überlegungen von Mrs. Brightside nur anschließen - aber Du bist der Einzige, der beide Kerle kennt und letztlich einschätzen kann, ob und was das mit einem von beiden werden könnte.
     
  • User 38570
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    21 Januar 2019
    #18
    Ja okay, aber mein Mann wird ja eine Begründung wollen bzw. muss es doch einen Grund geben, warum man sich überhaupt in jemanden anderes verliebt, obwohl alles in Ordnung ist?!

    Mit einem neuen Arbeitsplatz hätte ich kein Problem. Beim Gedanken, GAR KEINEN Kontakt mehr zu ihm zu haben, fühlt sich das wie Sterben an.

    Ich finde keine Antwort auf diese Frage.

    Ja, ich liebe ihn. Aber ich liebe auch meine Affaire. Zukunft... Was stellt man sich darunter vor? Monate? Jahre? Hochzeit?

    Ich habe zunehmend das Gefühl, dass es wohl darauf hinauslaufen wird.

    Aber kommt sowas von heute auf morgen? Ich hatte doch bisher nie Probleme zu sagen, wen ich will und wen ich liebe. Ist halt einfach so: Gestern war noch alles in Ordnung und plötzlich ist alles anders?

    Ja ich weiß. Aber was soll ich ihm denn sagen? Wenn ich versuche, ihm mein Gedankenchaos zu skizzieren, tue ich ich nur weh. Verstehen kann er mich nicht, er sucht dann den Fehler bei sich.

    Rational betrachtet ist die Entscheidung klar - aber ich kann sie nicht umsetzen. Ich habe auch lange überlegt, was das ist: Interesse? Schwärmerei? Verliebtheit? Liebe? Eher Letzteres...

    Er hat nur wenig Beziehungserfahrung und gar keine, mit langjährigen Beziehungen. Grundsätzlich erwarte ich auch keine langfristige Beziehung, ich kann nicht in die Zukunft schauen. Ich freue mich, wenn sich was langfristiges entwickelt, wenn nicht, dann nicht.

    Nein, das könnte er nicht. Ich müsste mich in Monogamie üben oder ihn sexuell betrügen.

    Ja schon. Aber mal ehrlich: Ich finde seine Reaktion nicht normal. Warum verzeiht er mir das? Er bekommt einen Arschtritt mit Anlauf und küsst mir dafür noch die Füße? Ich weiß gar nicht, ob ich darüber glücklich sein soll.

    Aber wenn ich nur verliebt wäre - seit über 4 Monaten?

    Über den Altersunterschied haben wir oft gesprochen. Er hatte kurze Beziehungen mit Gleichaltrigen und auch mit Älteren. Da ist er offenbar nicht festgelegt.

    Da hast Du Recht. Und eine Beziehung mit einem Jüngeren war für mich immer undenkbar. Aber wenn man sich mit ihm unterhält... es ist wirklich beängstigend, mit welcher Reife er einem begegnet, völlig altersuntypisch. Ich kenne viele jüngere Menschen, beruflich wie privat. Aber so etwas habe ich noch nicht erlebt. Fast beängstigend. Sein Freundeskreis besteht auch überwiegend aus Leuten zwischen Mitte 30 und Mitte 50.

    Ja. Eigentlich nicht. Wenn ich das halt so nüchtern betrachten könnte. Ich verstehe mich selbst nicht mehr.

    Dankeschön :smile:

    Dankeschön :smile:

    Vielleicht ist mein größeres Problem, dass ich mich selbst nicht wiedererkenne... :-(

    P.S.: Ich hatte heute Nachmittag ein längeres Gespräch mit dem Jüngeren. Er braucht eine Entscheidung, die Situation quält ihn, er zerbricht daran. Und ich irgendwie auch. Irgendwie habe ich gar nicht mal Angst davor, die falsche Entscheidung zu treffen, sondern dass ich überhaupt eine treffen muss.
     
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    vergeben und glücklich
    21 Januar 2019
    #19
    Man kann auch über Jahre jemanden lieben, obwohl es aussichtslos ist. Habe ich gemacht. Und das Entlieben tat wahnsinnig weh.

    Naja, wenn ich mich richtig entsinne, lässt er dich doch auch andere vögeln, ohne dass du ihm selbiges zugestehst, oder? Ich glaube, dass es in deiner Ehe (?) auch ein ganz klares Machtgefälle gibt, in der du oben stehst, das Alphamännchen bist, und er eher "der Schwache". Das ist nicht negativ gemeint, ich will damit ausdrücken, dass du eher der Ton angebende bist und er eher der, der es dir recht machen will.

    Und warum verzeiht er das? Weil er dich abgöttisch liebt und verzeihen gelernt hat. Weil er, so wirkt er aufgrund deiner Schilderungen auf mich, ein hoch einfühlsamer Mensch ist, der vielem mit Verständnis begegnet und wenig auf sich selbst bezieht.

    Vielleicht hast du das Gefühl, dass du deinen Mann gar nicht verdient hast, weil er so verzeihend, verständnisvoll, rücksichtsvoll ist (und du dich selbst möglicherweise nicht so rücksichtsvoll etc. wahrnimmst)?

    Ja, es kann Momente geben, da geht es Schlag auf Schlag. Da zieht einem ein Mensch den Boden unter den Füßen weg.

    Bis zum Tod. Das wäre meine Antwort.


    Was mich in diesem ganzen Zusammenhang noch interessieren würde, wäre, wie alt dein Mann ist?
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 21 Januar 2019 ---
    Frag dich das immer wieder, bis du eine Antwort findest... Es wäre auch ziemlich viel verlangt, da sofort eine Antwort drauf zu wissen...
     
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    21 Januar 2019
    #20
    Dann habe ich offensichtlich noch nie jemanden wirklich geliebt. Man darf sich selbst doch nicht für andere aufgeben?!

    Ja, das Gefühl habe ich.

    Damit hatte ich irgendwie schon immer Probleme - so etwas kann ich nicht versprechen. Alles hat seine Zeit, ich weiß doch nicht, was in 5 Jahren ist...

    Er ist 35 und wird im Juni 36.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 21 Januar 2019 ---
    Mal noch so nebenbei: Auch wenn ich diese Affaire beende - wie kann ich dann trotzdem die Beziehung zu meinem Mann weiterführen? Für mich erscheint das unmöglich. Nach allem was war...
     

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