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    22 Dezember 2017
    #1

    Film Der Synchrondeppen-Sammelfaden...

    Liebe PL-Gemeinde! :tongue:

    Weihnachten ist das Fest des Spielfilm-Dauerfeuers auf allen TV-Kanälen. Und wie im Rest des Jahres auch fallen denjenigen, die eine Fremdsprache beherrschen und vielleicht einem Film oder eine Serie im Original kennen, die teils haarsträubend falschen "Übersetzungen" in den deutschen Synchronfassungen auf.

    Also: Her mit den false friends, den vergurkten oder schlicht nicht kapierten Bedeutungen und Peinlichkeiten.

    Ich fang mal an: Diese Woche in der hunderttausendsten Wiederholung von "Im Angesicht des Todes": "Silikonchip" - gemeint war Silizium, das dummerweise in Englisch silicon heißt.

    Vor zwei Wochen in irgendeiner Folge von "Inspector Barnaby": "Sie hat keine Erdleitung!" Gemeint war ein Festnetzanschluß ("land line")

    Und da ich die DVD neulich mal wieder rauskramen mußte: Im immer noch geilen "American Beauty" überrascht Kevin Spaceys Figur deren Frau mit dem Liebhaber und sagt "This makes sense" - im Sinne von: "Dacht ich mir's" oder "Das paßt ja prima". Deutsche "Übersetzung": "Das ist sinnvoll." :kopfwand:

    Letztes Beispiel (stammt, wenn ich mich nicht irre, aus dieser Serie): Eine Person zeigt einer anderen Fotos. Reaktion: "You couldn't use them for mug shots." Also: "Die könnte man nicht mal als Fahndungsfoto verwenden." Deutsche "Übersetzung": "Die könnte man ja nicht mal auf 'ne Kaffeetasse drucken." - da ist der "Übersetzer" auf den "mug" reingefallen...

    Also: Her mit den Synchro-Pleiten - nicht nur aus der Weihnachtszeit!
     
    Zuletzt bearbeitet: 22 Dezember 2017
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    22 Dezember 2017
    #2
    Ach....sowas ärgert mich nur wenige Sekunden.
    Mich ärgern eher schlechte Set-Ausstatter, Prop-Leute und völlig absurde Actionszenen in denen dieBeschreibungen/Wirkungen von Waffen oder deren Handhabung völlig jenseits jeglichem Realismus gezeigt werden...also so gut wie jedem neueren Bond und Tom Cruise-Film.
    Darüber reg ich mich dann auf. Aber ich hab Glück...die meisten meiner Freunde (nur leider nicht immer deren Angehörige) verstehen das....
     
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    22 Dezember 2017
    #3
    Also, hat zwar nicht direkt was mit der Synchronisation zu tun, aber mich wundert noch heute, wie man "Once Upon A Time In The West" als "Spiel mir das Lied vom Tod" übersetzen konnte. Oder auch, wie "The Good, The Bad, and The Ugly" zu "Zwei Glorreiche Halunken" werden konnte.

    Aber das waren die 60er, da wussten sie es vielleicht noch nicht besser.
     
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    22 Dezember 2017
    #4
    Zu der Zeit hat man teilweise noch wirklich sattelfeste Schriftsteller und andere erfahrene Übersetzer geheuert - Unwissenheit war es wohl in diesen Fällen nicht.

    Wird wohl eher damit zu tun haben, daß beispielsweise Anspielungen nicht immer in der Übersetzung funktionieren oder die korrekte Übersetzung einfach holprig oder dröge klingt.

    Ich finde in Deinem Beispiel "Spiel mir das Lied vom Tod" schon spannender als "Es war einmal im (Wilden) Westen." Und "The Good, The Bad, and The Ugly"hat im Englischen eine schöne Satzmelodie - aber "Die Guten, die Bösen und die Häßlichen" klingt irgendwie nicht so prickelnd... Nebenbei: Der italienische Originaltitel lautet: "Il buono, il brutto, il cattivo", also, wenn ich es richtig sehe (Italiener vor!): "Die Guten, die Häßlichen (oder Widerwärtigen) und die Bösen" - der internationale Titel weicht also auch schon vom Original ab.

    Aber klar: Manchmal fragt man sich schon, was die sich denken - oder eben nicht. Wenn aus "Airplane" "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug" wird, in Anlehnung daran (war von denselben Autoren) aus Ruthless People" "Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone" oder aus "And now for something completely different" "Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft" - da fällt einem nix mehr ein...

    Gibt aber auch den umgekehrten Fall, wo man besser für den deutschen Titel noch ein bißchen Hirnschmalz investiert hätte: Der erwähnte "American Beauty" hat diesen Titel ja auch im deutschen Markt. Ich habe jahrelang nicht gewußt, daß es eine Rose dieses Namens gibt, die bei Züchtern berühmt-berüchtigt ist, weil sie schön aussieht, ihre Wurzeln untendrunter aber gern weggammeln. Das ist natürlich eine Anspielung auf das im Film gezeigte Sittengemälde - und Annette Bening züchtet als Mama Burnham ja tüchtig Rosen...
     
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    22 Dezember 2017
    #5
    Mich regt der Redakteur auf, der aus "Remember the Titans" "Gegen jede Regel" gemacht hat. Der hat bestimmt Flicken auf den Ellbögen seines Jackets und denkt sich pfeiferauchend: "Ha, ein Schlag ins Gesicht der Konservativen, denn Neger sind auch Menschen". :kopfwand: Mich regt das deswegen auf, weil dieser Titel afrikanische Amerikaner auf rassistische Weise instrumentalisiert, ich es aber als gegen jede Regel empfinde, dass der schwarze Head Coach (und damit das Spiel) betrogen werden soll (der Film wird ja aber nicht aus der Sicht der Betrüger erzählt, also kann das damit nicht gemeint sein). Und im Anschluss an diese Erkenntnis auf dem Höhepunkt des Films callt der Assistenz-Coach eine Auszeit und hält die "Defense on me!"-Rede in deren Verlauf der Satz "Make them remember forever the night they played the Titans" fällt. :anbeten:

    Ansonsten die Klassiker:
    * Publizistik und Journalismus miteinander verwechselt,
    * "du willst die Zukunft wissen? Geh doch zum Psychiater (psychic)",
    * Eggnogg mit Eierpunsch verwechselt,
    * Milliarde mit Billion,
    * Dirt als Schmutz statt Humus übersetzt,
    * Swear mit Schwören statt Fluchen (Simpsons),
    * Sodomy mit Sodomie statt Analverkehr (Adam Sandler),
    * Raum-Zeit-Kontinent statt Kontinuum ("Sardor, Herrscher des Weltraums"), und am schlimmsten:
    * Howard Stern singt "Pinhead" in "Private Parts", auf deutsch wird daraus "Yabba-Dabba-Wee, Yabba-Dabba-Doo" (hat Fred Feuerstein so nie gesagt :schuettel:). Selbst wenn ich die Ramones nicht kennen sollte (wie kommt es dazu aber eigentlich? :pfff:), sollte ich im Filmbusiness schon mit Tod Brownings Film "Freaks" von 1932 vertraut sein. :winkwink:
     
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    23 Dezember 2017
    #6
    Off-Topic:
    Scheint zumindest nicht gänzlich abwegig...

    Es gibt sie als warme und kalte Varianten, wobei das Getränk ursprünglich nur im Winter heiß getrunken wurde und eher eine Variante des Eierpunschs ist.

    Sicher?

    Der "psychic" ist natürlich der Knaller...
     
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    23 Dezember 2017
    #7
    Wir sind ein große Fans der BBC-Kinderserie die im Original “Sarah and Duck“ heißt. Auf deutsch wird der Name des Mädchens deutsch ausgesprochen - soweit so logisch. Ihr Mitstreiter Duck, heißt aber weiterhin Duck. Aus “Särah and Duck“ wurde die Kinderserie “Sarah und Duck“. Finde ich noch immer etwas seltsam. Vor allem weil der Witz der Sendung ist, dass fast alle keine Namen haben (außer Sarah), sondern Brotmann, Tellermädchen, Flamingo oder Rollerjunge heißen.
    Aber egal, wir lieben Duck trotzdem.
    Sarah And Duck Episodes ♦ Sarah Duck Deutsch ✪: Sarah And Duck Episodes ♦ Sarah Duck Deutsch ✪ - YouTube
     
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    23 Dezember 2017
    #8
    Über die Temperatur kann man streiten (ich akzeptiere einen Tom and Jerry als Streitfall), aber Punches enthalten keine Milch und die ist Vorbedingung für einen Eggnog. Ich stelle den Wikipedia-Artikel deswegen in Frage. Auch was den Flip angeht: Bei einem Flip (Shortdrink statt Longdrink wie Eggnog) wird nämlich Sahne statt Milch verwendet.

    In der Humusfrage kann ich keinen Film als Quelle angeben, weil er mir entfällt. Aber in der deutschen Übersetzung von "Game-Players of Titan" von Philip K. Dick kommt dieser Übersetzungsfehler (durch den verstorbenen Tony Westermayr) ebenfalls vor im Sinne von: "je schwärzer der Dreck, desto fruchtbarer ist er" (zwei afrikanische Amerikaner unterhalten sich da über Hautfarbe).
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 23 Dezember 2017 ---
    Das bringt mich auf einen Zeichentrickfilm, der in einem Land der verrückten Wissenschaftler spielt! Einer der mad scientists heißt darin "Dr. Schadenfreud".

    Die Übersetzung? Festhalten, das wird vielleicht der Höhepunkt dieses Threads: Dr. Schadenfreude!!! :kopfwand:
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 23 Dezember 2017 ---
    "Igor" hieß der, im Original mit John Cusack, Jay Leno, John Cleese und Steve Buscemi.
     
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    23 Dezember 2017
    #9
    Ich würde ja sagen, man kann da unterscheiden zwischen echten Schnitzern (bei den Simpsons gibt's da leider einige Beispiele, ich liebe die Serie dennoch auch in ihrer Synchronisation, was vor allem an den Sprechern liegt) und Schönheitsfehlern der Kategorie hätte-man-vielleicht-besser-machen-können.
    Ich denk dabei an eine Szene aus Hannibal. "Ich muss Ihnen gestehen dass ich darüber nachdenke, Ihre Frau zu verspeisen." Aus meiner Sicht hätte man "eat your wife" um die sexuelle Doppeldeutigkeit einzubringen auch mit "Ihre Frau zu vernaschen" übersetzen können.

    In einem bin ich mir aber sicher, und das nicht erst seit lesen dieses Threads: Völlig egal wie gut die Übersetzung war, wieviel Mühe sich der Übersetzer nicht nur mit dem Inhalt, der sprachlichen Genauigkeit und auch noch der Lippensynchronität gegeben hat: Irgendein Klugscheißer wird sich immer finden, der alles kacke findet und dem Übersetzer bescheinigt was für ein Idiot er ist.
     
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    23 Dezember 2017
    #10
    Ah...ja...der deutschen (Synchronsprecher) liebstes Fettnäpfchen...Maßeinheiten.
    Wie oft schon in Filmen....leider aber auch hochwissenschaftlichen Dokumentationen die englisch/amerikanischen Kaliber mal eben einfach ins metrische System gewechselt wurden....
    Da wird aus einer .45 ACP mal eben eine 45 mm ("haben wollen!:whoot:...natürlich nur fürs Garten umgraben:whistle:"), aus des Profikillers Liebling .22 LR mal eben eine 22 mm (das wäre dann schon in der Größenordnung Flugabwehrgeschütz:rolleyes:) oder auch sehr beliebt bei Schrotflinten die Gauge-Bezeichnung, die nur indirekt den inneren Laufdurchmesser erkennen lässt einfach in Millimeter umzumünzen.

    Und echt ärgerlich, wenn man sich damit auskennt...einfach mal Munitionsbezeichnungen der dramatischen Wirkung halber auf nur-durch-der-ebenso-unwissenden-Presse-informierten Zuschauer zu tauschen...

    Da wird dann aus einer .45 ACP eine .45 Magnum (gibt es tatsächlich...aber nur für eine Handvoll sehr exotischer Pistolen, die nie in echten Konflikten ihren Platz haben, schon allein wegen des horrenden Munitionspreises), da wird aus Selbstladepistolen angeblich .44 Magnum-Kugeln verfeuert, die aber dem kurzen Blick eines halbwegs fähigen Zuschauers gleich als randlose Kugeln für Pistolen erkennbar sind...meist nur schnöde 9mm...nicht mal .45er.
    Fast so amüsant, wie die ach so dramatische Bad-Guy-5-m-durch den-Raum-und-mindestens-zwei-strategisch-drapierten-Glasscheiben-befördernde .357 Magnum....

    Mein persönlicher Favorit aber:
    Reisserische Nomenklatur-Schnitzer...die fast immer nur von Presseleuten so mit an absolut grenzender Wahrscheinlichkeit ganz bewusst falsch gewählt wurden...

    Da werden aus Submachine Guns mal eben Maschinengewehre gemacht (die technisch korrekte Bezeichnung im Deutschen wäre: Maschinenpistole...die überdies deutlich weniger Leistung als ein Maschinengewehr hat und "nur" Pistolenmunition verfeuert),
    Assault- und Battle-Rifles werden auch zu Maschinengewehren (korrekt wäre Sturmgewehr...wenn auch die beiden englischen Bezeichungen in der Anwendung unterschiedliche Typen bezeichnen) und wenn es nach Medienleuten geht werden auch gerne Softair-Pistole sofort zu Maschinengewehren (im Grunde wird bei denen sofort alles zu Maschinengewehren, wo vorne Kugeln herauskommen...könnten)...weil, dramatischere Wirkung auf die sowieso schon Hoplophobia-induzierten deutschen Durchschnitts-Glotzengucker:rolleyes:.


    Ah...noch eines, das speziell mich immer aufregt.
    Die im deutschen so dramatisierte Pumpgun.
    Der Durchschnittsdeutsche meint damit eine Vorderschaftrepetierflinte (klingt fürchterlich technisch, zugegeben), deren umgangssprachlich korrekte englische/amerikanische Bezeichnung "Pump action Shotgun" allerdings ist.
    Eine Pumpgun war (bzw. ist noch bis das Patent 2024 abläuft) einmal eine patentierte, experimentelle weniger-tödliche Waffe, die durch manuelles pumpen ein einzelnes flexibles Projektil aus Kunststoff verfeuern konnte.....aber keine Schrotflinte.
    Davon mal ab, sind die besagten Vorderschaftrepetierflinten bei weitem nicht so dramatisch. Es gibt schlimmeres....zum Beispiel halbautomatische, oder gar vollautomatische Flinten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23 Dezember 2017
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    23 Dezember 2017
    #11
    Erstmal: Es heißt Besserwisser und nicht Klugscheißer.
    Zweitens dürfte es überhaupt gar nicht zu einer Synchronisation kommen, da steht mir in jedem Fall eine Urteil zu.
    Und drittens finanziere ich mit meinen Fernsehgebühren zum Teil eine Synchronisationsindustrie, die es sonst nicht in diesem Umfang gäbe, da ist es sogar meine Pflicht, mich darüber lustig zu machen, insbesondere wenn die Angestellten dieser Industrie sprachlich inkompetent sind.
     
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    23 Dezember 2017
    #12
    Zumindest letzteres ist, weil man alle Italowestern krampfhaft auf Spencer/Hill Kommödien trimmen wollte.
    Darum haben viele Italowestern auch so eine Bescheuerte Synchro und Idiotentitel wie "Der Dicke und sein Warzenschwein". Oder so in der Art. Meistens war für die Synchro Rainer Brandt verantwortlich.
    Rainer Brandt (Schauspieler) – Wikipedia
     
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    #13
    Mein Leben lang wunderte ich mich etwas ueber Astrid Lindgrens leicht morbide Fantasie, die Tommy, Annika, und Pippi Langstrumpf in einer Kiste diversen Kram und ein Glasauge (!) finden liess.

    Bis ich dann zwanzig Jahre spaeter schwedisch lernte und mir das schwedische Wort fuer eine Brille begegnete: Glasögon, was wörtlich durchaus als "Glasaugen" uebersetzt werden könnte - wenn es denn nicht schon "Brille" bedeuten wuerde.

    Meep. Da hatte wohl ein Uebersetzer gemurkst. Und so wuchsen Millionen deutscher Kinder mit einer duestereren Note auf als unbedingt nötig.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23 Dezember 2017
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    #14
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    Aha.
    Aber witzig, dass Du Dich angesprochen fühltest bei "Klugscheißer". :whistle:
     
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    #15
    Ebenfalls schrecklich: Deutsche Dialekte in amerikanischen Filmen werden ins Sächsische übersetzt.
    Schlimmes Beispiel: Die Gehilfin von Dr. Evil in Austin Powers.
     
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    #16
    Beim Lied von Eis und Feuer finde ich die Eindeutschungen der Namen teils sehr merkwürdig.

    "Jon Schnee", "der Hund" oder "Casterlystein" z.B. klingen nur halb so cool, und wie aus "Lannisport" "Lennishort" werden konnte geht mir auch nicht in den Sinn.

    Davon abgesehen finde ich es etwas schade, dass die Serie nicht wie die Buchreihe benannt wurde. Der Titel war viel poetischer.
     
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    #17
    Mich stört so was kaum. Höchstens, wenn der Sinn nicht mehr gegeben oder völlig entstellt ist.
    Im Vergleich zu anderen Synchronisationen, sind deutsche sogar im Allgemeinen ziemlich gut. Ich kann mir keine italienisch synchronisierten Sachen ansehen, weil das alles furchtbar künstlich klingt - von der nicht vorhandenen Nähe zum Original ganz zu schweigen. Lippensynchronität? Nicht so wichtig :grin:. Das machen deutsche Synchronstudios besser.

    Richtig schade finde ich aber, wie beispielsweise "Let it go" aus dem Disney-Film "Frozen" übersetzt wurde. Es klingt einfach wie ein Schlager :hilfe:.
    Sieht der Herr hier ähnlich (Achtung, der Typ ist mega-anstrengend :grin:. Aber inhaltlich finde ich es nicht so schlecht, was er da von sich gibt, auch wenn ich seine volle Kritik nicht teile).
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    #18
    Man kann sich schon fragen, warum man für 'ne Synchronisation Zeit und Geld verschwendet, die nur schlechter sein kann als das Original.
    Bei englischen Filmen kann ich teilweise an den Lippen ablesen, was die gerade sagen, während eine - mehr oder weniger passende - deutsche Stimme gerade ganz was anderes aus dem Lautsprecher quakt. Ich find Untertitel wesentlich angenehmer.

    Nebenbei: Da öffentlich-rechtliche wie Privat-TV-Kanäle ja gern irgendwelche 30, 40 Jahre alten Serien in den Randzeiten abnudeln: Wenn man beim Zappen hängenbleibt, erschrickt man, wieviele Leute dieselbe deutsche Stimme haben - das nervt!
    Das hat einen ganz einfachen Grund: Im Original sprechen die Englisch mit stark deutschem Einschlag - oder etwas, was man für Deutsch hält. (In "Die Hard" isses schrill: Im Original faseln die von "German Volksfrei Movement" oder sagen Sachen wie "Schieß dem Fenster.")
    Im Southpark-Film hat man aus diesem Grund Deutsch gegen Englisch getauscht: Im Original schauen die Kinder German Scheiße Videos, in der deutschen Synchronfassung sind's englische Ekelfilmchen...

    Schon der Titel des Films zeigt übrigens die Grenzen der Übersetzbarkeit - der heißt nämlich: South Park: Bigger, Longer & Uncut. Uncut heißt sowohl unzensiert/ungekürzt - aber auch unbeschnitten... Im deutschen Titel hat man noch einigermaßen die Kurve gekriegt: Da steht "ungeschnitten"; das "ge" ist durchgestrichen und durch ein "be" ersetzt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24 Dezember 2017
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    23 Dezember 2017
    #19
    Off-Topic:
    Eine Freundin hat mal in den USA an einem Theaterstück mitgewirkt, und man fand wohl die Idee cool, dass sie auf der Bühne was Deutsches sagt. Dabei wurden ihr sehr konkrete und sehr absurde Aussprachevorschriften gemacht - sonst erkennt ja niemand dass sie Deutsch spricht. :kopfwand:
     
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    23 Dezember 2017
    #20
    Jawohl, mein Herr! Sitzen Sie!

    Auf Youtube finden sich in einigermaßen erträglicher Qualität die Originalfassungen von "Ein Käfig voller Helden" (auch wieder so 'n schlimmer deutscher Titel...)

    Schultz und Klink streuen auch permanent deutsche Brocken in ihre Texte - immerhin: Die können Deutsch...
     

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