• User 171185
    Sorgt für Gesprächsstoff
    20
    28
    4
    nicht angegeben
    7 April 2020
    #1

    Trennung verarbeiten Die Welt bricht über mich herein... mal wieder

    Vielleicht erinnert sich ja noch der ein oder andere an mich.

    Hatte hier schon einiges geschrieben, gerade 2018 in einer meiner dunkelsten Stunden. Ich habe dann diese "ausländische Frau" kennen und lieben gelernt.

    Wir waren bis gestern glücklich zusammen und wir lieben uns beide auch heute noch. Aber nun muss ich etwas ausholen:

    Wir haben uns im Januar 19 kennen gelernt, ab Anfang März waren wir zusammen. Ich hatte immer noch diese starken Schmerzen auf Grund meines Motorradunfalls und bis heute lege ich alles daran diese Schmerzen zu besiegen.

    Es hat mir auch Angst gemacht mein Leben zu ändern. Ich hatte Angst vor der Veränderung die eine Beziehung mit sich bringt. Außerdem stand eine weitere OP an meiner Wirbelsäule an. Ich habe gemerkt, ich kann ihr vielleicht nicht das bieten was sie sich wünscht und verdient (zeitnah wieder einen Job zu haben). Also habe ich schluss gemacht, während ich noch nur verliebt war und sie noch nicht geliebt habe.

    Nach 3 Wochen kamen wir aber wieder zusammen.

    Ich muss dazu sagen, dass sie 40km von mir entfernt wohnt. Ich konnte bislang das Auto meines Vaters, bei dem ich auf Grund meiner Situation wieder leben musste, nehmen. Somit war es kein Problem uns 2 - 3x die Woche zu sehen. Allerdings ab Juli, 1 Woche nachdem ich mit ihr auf der Hochzeit meines Cousins war, habe ich mich endgültig mit meinem Vater überworfen.

    Er ist ein herzensguter Mensch, aber er leert 2 - 3 Kästen Bier pro Woche und ist Kettenraucher trotz COPD. Sein ständiges Gehuste hatte mir den letzten Nerv geraubt und auf jeden Versuch von mir mit ihm zu reden wurde ich nur belogen.

    Somit konnte ich nicht mehr regelmäßig zu ihr fahren. Ein Freund hat mir zwar nochmal sein Motorrad geliehen, aber das ging auch nur noch den Sommer lang. Seit November muss ich mit dem Bus fahren. 2std einfach Fahrt, für die doppelten Kosten. Mein Problem ist, dass ich auf diesen Stühlen extreme Schmerzen bekomme und somit oft angeschlagen bei ihr ankam.

    Zusätzlich hat mein Vater mir im November die Untermiete gekündigt. Ich hatte also nur sehr wenig Zeit ohne Arbeit eine bezahlbare Wohnung zu finden. Es hat lang gedauert, aber am Ende bin ich fündig geworden.

    Weihnachten hat sie mit mir, meiner Mutter und Schwester gefeiert. Aber sie deutete immer öfter an das es ihr zu wenig ist. Sie will eine "normale" Beziehung. Mich also täglich sehen.

    Ich hatte gehofft mit meiner eigenen Wohnung würde es besser werden. Sie kann bei mir bleiben so lang sie möchte, sie hat sogar einen Schlüssel bekommen.

    Im Februar ist es aber nochmal eskaliert und wir haben fast Schluss gemacht, weil ich nicht wollte das es ihr tag täglich schlecht wegen mir geht, weil sie mich nicht sieht. Wir haben uns aber nochmal zusammengerissen, gerade weil ich am 01.03 meine Wohnung beziehen konnte.

    Sie war 2x hier. Es war wie immer. Mein Plan war: Den Umzug überstehen, im April auf meinen Termin beim Neurochirurg warten und hoffen er nimmt mir meine Schmerzen. Ich hatte schon einen Job in Aussicht. Er war nicht zu 100% sicher, aber doch sehr sicher. Gut bezahlt für ungelernte, in der Nähe und nicht zu schwer für meinen Rücken.

    Und dann kam Corona. Dafür kann ich leider nichts. Aber jetzt ist es natürlich umso schwerer für mich einen Job zu finden. Sie wollte immer von mir die Gewissheit haben, dass es besser wird. Aber ich konnte es ihr nie versprechen. Ich habe immer gesagt das ich alles dafür tue das es so sein wird, aber ich kann es nicht versprechen. Wie denn auch? Wie soll ich wissen wann das alles endet?

    Sie hat ihre Arbeit in der anderen Stadt und kein Auto. Deswegen kam pendeln nicht in Frage. Und ich möchte nicht in ihre Stadt ziehen, weil diese mir zu klein ist und ich hier viel bessere Aussichten auf einen Job habe.

    Es wär aber generell kein Problem für mich zusammen zu ziehen. Sie wäre auch bereit gewesen hierher zu ziehen. Auf ihrer Arbeit hatte sie eine neue Stelle bekommen, womit sie sich später hätte auf deutlich mehr Stellen bewerben können. Auch hier in meiner Stadt.

    Aber nichtmal auf das wollte sie warten.

    Bis gestern hatten wir seit 1 Woche Funkstille, weil wir uns darauf geeinigt hatten eine Pause einzulegen in der sie überlegen soll, ob sie uns noch etwas Zeit geben kann.

    Gestern kam die Antwort: Sie liebt mich weiterhin wie nie jemals einen Menschen zuvor und trotzdem kann sie nicht mehr warten.

    Ich glaube ihr das sie mich liebt, sie hat mir das auch immer gezeigt. Aber ich verstehe es nicht, warum sie dann nicht bereit ist mit mir den Weg zu gehen.

    Sie war der Grund, dass ich wieder Licht am Ende meines Lebenstunnels gesehen habe. Das ich weiter kämpfen wollte, wieder arbeiten gehen für uns. Mein Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Und in diesen 11 Monaten bin ich mMn. sehr weit gekommen.

    Jetzt plagen mich nur völlige Hoffnungslosigkeit. Ohne sie, mit Corona und der Wirtschaft und mit Corona und meinen Vater. Um ihn mach ich mir auch starke Sorgen.

    Ich liege wieder im Keller. Nur auf dem Boden zu liegen langt mir anscheinend nicht mehr.

    Keine Kraft mehr, keine Motivation mehr mich nochmal hoch zu kämpfen. Ich habe jetzt tatsächlich aufgegeben.
     
  • Nicht die richtige Frage? Hier gibt es ähnliche Themen:
    1. Trennung verarbeiten Herzschmerz
    2. Trennung verarbeiten - Aufgegeben -
    3. Trennung verarbeiten Eine Welt bricht zusammen, was tun?
    4. Trennung verarbeiten Sie machte Schluss
    5. Trennung verarbeiten Es ist 'geschafft'?
  • User 177622
    Sorgt für Gesprächsstoff
    289
    28
    63
    nicht angegeben
    7 April 2020
    #2
    Nicht alle Menschen passen zueinander. Das ist zwar total doof, aber normal.
    Halt dich nicht an etwas fest, was nicht zusammen passt. Sie hat das gut erkannt: selbst mit Liebe ist ein gemeinsames Leben nicht möglich für sie. Weil es für sie nicht passt.

    Dieses Blabla "Ich mache Schluss, weil ihr ihr bestimmt zu viel bin und ihr nicht das bieten kann, was sie verdient." Sorry, du triffst da bei mir einen Punkt, aber: wie kann ein Mensch so selbstgerecht sein? Wie kann man über einen anderen Menschen so bestimmen in Belangen, die man absolut nicht selbst einschätzen kann? Das war total daneben, finde ich.
    Ich kann verstehen, dass sie das nicht ewig mitmacht.
    Sie wird auch eine Lebensplanung haben, ihr Leben in die Hand nehmen und aktiv angehen wollen. Wenn da dauerhaft ein Bremsklotz am Schlapp hängt, dann hat man irgendwann keine Lust mehr. Knapp anderthalb Jahre Beziehung, das ist nunmal eine Zeit, nach der man schonmal sagen kann "Nein, das passt für mich nicht für den Rest des Lebens".

    Was ist denn ansonsten das Problem? Dass du keinen Job hast? Der findet sich nach Corona schon wieder.
    Dass du wegen deiner Schmerzen nicht arbeiten kannst? Dafür gibt es Hilfen.

    Es gibt nichts, was du nicht angehen könntest. Gut, deine Beziehung ist gescheitert. Aber darüber kommt man auch weg. Trauere darum, verarbeite es und dann Hintern wieder hoch.
     
  • User 171185
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    20
    28
    4
    nicht angegeben
    7 April 2020
    #3
    Auch wenn ich bei dir damit einen Punkt getroffen habe: Aber es hat sich ja genau das bestätigt was ich damals dachte. Und ich weiß das es ein Fehler war. Ich war mit der Situation überfordert. Es war meine erste wirkliche Beziehung in diesem Leben.

    Wie dem auch sei, wir haben uns damals zusammengerauft und wir waren enger als jemals zuvor. Das war nicht der Grund warum wir heute dort stehen, wo wir eben stehen.

    Ich denke du kennst nicht meine ganze Geschichte. So leicht ist das mit den Schmerzen leider nicht wie du sagst. Aber ich würde es begrüßen wenn es so leicht wäre.

    Tut ziemlich Weh als Bremsklotz bezeichnet zu werden, aber das bin dann wohl. Ich habe mein bestes gegeben um ihr und mir die Zukunft wie wir sie wollten zu ermöglichen. Und bis vor Corona stand ich auch kurz davor alle Ziele zu erreichen.

    Und leider verstehe ich es wirklich nicht, wenn man jemanden so sehr liebt, wie sie sagt, nicht den Weg zusammen zu gehen wenn das Ziel in greifbarer realistischer Nähe ist/war.
     
  • User 177622
    Sorgt für Gesprächsstoff
    289
    28
    63
    nicht angegeben
    7 April 2020
    #4
    Ja, oder du hast genau das herbeigeredet, was du als unausweichlich befürchtet hattest :zwinker:
    Es reicht eben oft nicht, sein bestes zu geben.

    Ich denke nicht, dass du irgendwas hättest ändern können. Wlst du dich denn dein Leben lang verstellen und etwas sein, das du nicht bist, nur um eine Frau zu halten, die nicht zu dir passt?
    Du musst dich nicht passend machen. Du solltest jemanden finden, für den du dich nicht umbiegen musst.

    Es ist natürlich scheiße, wenn sie dir nicht genauer erläutert hat, warum sie nun sagt, dass sie nicht länger auf was auch immer warten möchte.
    Aber für sie war da ja scheinbar nichts greifbar. Und das nicht erst seit gestern, denn man überlegt sich ja nicht spontan "Ach, ich trenne mich mal" Ich glaube, ihre Version eurer Geschichte klingt ganz anders.
     
    • Zustimmung Zustimmung x 2
  • User 171185
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    20
    28
    4
    nicht angegeben
    7 April 2020
    #5
    Ich musste mich bei ihr nie verstellen. Sie wusste von Anfang an wer ich bin. Auch von meinen körperlichen Beschwerden. Und ich war auch immer ehrlich zu ihr.

    Sie war der Grund für mich mein Leben zu ändern, ins Gute. Mit ihr wollte ich alt werden, mit ihr wollte ich eine ganz normale Beziehung.

    Sie sagte immer: Sie kann nicht länger warten, sie braucht Gewissheit das wir eine normale Beziehung haben werden. Sie schrieb auch, dass sie weiß das ich alles dafür getan hätte das es so ist.

    Und nein, dass habe ich ja auch geschrieben, dass dieses Thema immer wieder aufkam. Ich habe ihr immer nur sagen können das ich eben alles dafür tue. Versprochen habe ich es nicht. Und ich denke das war mein Fehler.

    Ihre Geschichte wird sich vermutlich nicht viel anders anhören. Wir waren immer offen und ehrlich miteinander und ich habe keinen Grund hier etwas zu verschweigen um mich besser dastehen zu lassen.

    Das hilft mir bei meinem Problem nämlich nicht. Dieses Forum hat mir dadurch geholfen, dass es mir meine Fehler aufzeigt.
     
  • User 177622
    Sorgt für Gesprächsstoff
    289
    28
    63
    nicht angegeben
    7 April 2020
    #6
    Warum solltest du denn etwas versprechen, das du überhaupt nicht in der Hand hast?

    Sie war doch ehrlich und fair: sie hat euch anderthalb Jahre Zeit gegeben um passend zu machen, was nicht passte. Was an sich schonmal krass ist.
    Ich denke, der Fehler ist, es unbedingt passend pressen zu wollen. Das Viereck in ein quadratisches Loch quetschen zu wollen.
    Sich für einen anderen Menschen ändern und "das Leben in die Hand nehmen" zu wollen. Das klappt nicht.
     
    • Zustimmung Zustimmung x 1
  • User 106548
    Team-Alumni
    5.511
    598
    6.672
    Single
    7 April 2020
    #7
    Nur zum Verstnändnis: Du wolltest Dich operieren lassen, als Ihr vor ~1 Jahr zusammen kamt, Du willst Dich jetzt, ein Jahr später immer noch operieren lassen und hast es anscheinend 1 ganzes Jahr nicht in Angriff genommen. Stimmt das so oder gibt es eine andere Geschichte dahinter?

    Wie alt ist sie? Möchte sie Kinder?

    Warum hast Du bei Deinem Vater gewohnt?

    Wieso bist Du ihr nicht mit dem Zusammenziehen entgegen gekommen? Du erwartest sehr sehr viel Rücksichtnahme und Sensibilität von ihr, aber bist nicht bereit, zumindest zeitweise, in eine andere Stadt zu ziehen? Meinst Du, das passt zusammen?
    Gibt es noch mehr Sachen, wo Du Wünsche von ihr mehr oder weniger ignoriert hast?
     
    • Zustimmung Zustimmung x 1
    • Interessant Interessant x 1
  • User 171185
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    20
    28
    4
    nicht angegeben
    7 April 2020
    #8
    Ich verstehe was du mir sagen willst, aber ich sehe das mit dem passend und nicht passend etwas anders.

    Wir hatten die selben Ansichten der Zukunft, der Hobbys, im Bett, kein Kinderwunsch etc pp.

    Es hat zwischen uns alles gepasst. Es stand nur zwischen uns, dass wir uns nicht jeden Tag sehen konnten. Oft nur 1x die Woche nachdem ich keine Auto mehr zu Verfügung hatte.

    Also ich sehe das jetzt nicht unbedingt das ich das Viereck durchs Quadrat stecken wollte, weil ich nur wie ein normaler Mensch wieder arbeiten wollte um die gemeinsame Zukunft zu ermöglichen.

    (Ich bin erwerbsunfähig, nur zur Info. Trotzdem will ich wieder arbeiten!)

    Ich verstehe das es ihr zu wenig war. Mir war es ja auch zu wenig. Aber ich habe es immer versucht von der positiven Seite zu sehen: Lieber nur 1 Tag in der Woche mit ihr als jeden ohne sie.

    /edit für Mark:

    Nein, ich wurde letztes Jahr im April nochmals operiert. Das hatte mich auch körperlich erstmal wieder weit zurück geworfen. Das hast du wohl falsch aufgefasst. Es steht und stand keine weitere OP als diese an. Nach 5 OPs langts mir aber auch.

    Sie ist 35 und wir haben beide keinen Kinderwunsch.

    Alle meine Ärzte sind in dieser Stadt. Ich habe keine Möglichkeit zu pendeln ohne Auto. Sie wohnt in einer Ferienregion, in der es kaum Jobs außer eben im Tourismus gibt. Es wäre für sie auch kein Problem gewesen hierher zu ziehen. Das hat sie gestern nochmal gesagt. Allerdings wäre das auch erst viel später von ihrer Seite aus möglich gewesen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7 April 2020
  • User 177622
    Sorgt für Gesprächsstoff
    289
    28
    63
    nicht angegeben
    7 April 2020
    #9
    Und wenn sie das anders gesehen hat, ist das doch (für sie) Grund genug um zu sagen "Nein, das ist es nicht für die nächsten xy Jahre".

    Und da wir euch nicht kennen und auch ihre Version nicht kennen - du ja auch nicht, wenn du denkst "Wie, NUR deswegen macht sie Schluss?" - wissen wir allesamt ja gar nicht, ob es für sie nicht noch andere Punkte gab.
     
  • User 171185
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    20
    28
    4
    nicht angegeben
    7 April 2020
    #10
    Ich sage nicht NUR. Ich verstehe das es für sie sehr schwer war!

    Ich verstehe nur nicht, wieso so knapp vorm Ziel trotz so starker Liebe nicht. Das ist es.

    Vielleicht würde sie noch mehr dazu sagen, ich kann euch nur das wiedergeben was sie mir immer gesagt und gestern auch nochmal geschrieben hat.

    Und ja, du hast Recht. Sie hat gesagt sie kann es nicht so sehen wie ich. Für mich war es auch kein Dauerzustand und so sollte es ja auch nicht bleiben. Aber es war eben wie gesagt besser als gar nicht und ich hatte das Ende vom Weg ja schon fest im Blick.
     
  • User 177622
    Sorgt für Gesprächsstoff
    289
    28
    63
    nicht angegeben
    7 April 2020
    #11
    Besser als gar nicht ist eben nicht für jeden Menschen genug.
    Genau so wie Liebe allein für das Aufrechterhalten einer Beziehung nicht ausreicht. Ganz im Gegenteil. Das kann einen auch böse blockieren.
     
  • User 171185
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    20
    28
    4
    nicht angegeben
    7 April 2020
    #12
    Das verstehe ich ja auch. Es sollte ja auch nie ein Dauerzustand sein. Ich habe nur so versucht für mich die Zeit zu "überbrücken" bis wir endlich die gewünschte normale Beziehung haben.

    Es war mir schon klar das ihr das nicht langt. Das hat sie ja auch deutlich gesagt.

    Und für mich war der wichtigste Grund immer die Liebe in der Beziehung. Wenn man sich aufrichtig liebt, dann schafft man alles, so denke ich das. Das es wohl nicht so ist, muss ich jetzt schmerzhaft erfahren.

    Ich hätte nicht gedacht, dass es so offensichtlich für andere ist, dass es nicht passt.

    Ich hatte da wohl ein ganz anderes Bild von einer Beziehung, in der man auch zusammen durch schwere Zeiten geht.
     
    • Lieb Lieb x 1
  • User 177622
    Sorgt für Gesprächsstoff
    289
    28
    63
    nicht angegeben
    7 April 2020
    #13
    Nein, das ist nicht so. Das ist eine gute Grundlage. Aber mehr auch nicht.
    Nach vielen Jahren, mit Haus, Kindern etc. ist da eine ganz andere Grundlage da.
    Aber ihr seid ja locker noch in der Zeit gewesen, in der man halt guckt, ob die Beziehung Zukunft hat.
     
  • User 171185
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    20
    28
    4
    nicht angegeben
    7 April 2020
    #14
    Ich kann da nicht ganz zustimmen. Für mich ist Liebe, Liebe. Egal ob man Kinder oder Haus hat. Wenn man sich liebt schafft man alles, egal wie die Grundlage ist.

    Aber zu realisieren das ich akzeptieren muss, dass es wirklich vorbei ist, tut genauso weh wie das Schluss machen gestern.

    Irgendwie schreibt man ja auch in der Hoffnung, dass einem die Leute noch einen Rat geben wie man das wieder gerade biegt. Einem gesagt wird, alles wird wieder gut werden. Das ihr glücklich bis zum Lebensende miteinander lebt.

    Im Nachhinein sind es aber die realistischen Antworten die einem mehr helfen.

    Auch wenn ich mir damit aktuell gerade sehr schwer tue, vor allem sehr schwer das es vorbei ist wenn noch so viele Gefühle im Spiel sind. Es wäre mir fast lieber wir wären im Streit auseinander gegangen.

    So habe ich irgendwie noch zu viel Hoffnung auf ein Wunder :frown:
     
    Zuletzt bearbeitet: 7 April 2020
  • User 106548
    Team-Alumni
    5.511
    598
    6.672
    Single
    7 April 2020
    #15
    Weil es sein kann, dass Du das ganze vergangene Jahr immer erzählt hast, dass Du knapp vor dem Ziel bist. Und es ihr irgendwann reichte, sie es Dir nicht mehr abnahm.

    Niemand ist hier im Forum gezwungen, alle Fragen zu beantworten, nur ist es natürlich auffällig. Vor Allem, was Du nicht beantwortet hast. :zwinker:


    Nein. Wenn man liebt und glücklich ist, dann kann man Alles schaffen. Oder, wenn man zumindest weiß, wie sich Glück anfühlt und wenn es eine Perspektive gibt, wieder glücklich zu werden. Dies Alles ist aber mit Dir nicht gegeben. Auch wenn Du das anders siehst: sie hat jetzt über ein Jahr auf gemeinsames Glück mit Dir gewartet und für sie ist es wohl schlicht nicht mehr glaubhaft, dass es irgendwann kommen wird.


    Auch wenn es nicht so klingt bisher: ich würde Dir das auch gerne sagen. Ich würde mich für Dich freuen, wenn es doch noch eine Chance gäbe. Ich glaube nur nicht daran. Und ich glaube, dass im letzten Jahr mehr kaputt gegangen ist, als Du wahrhaben möchtest.
    Wenn es noch eine kleine Chance geben soll, dann musst Du in Vorleistung gehen. Du musst Dein Leben so auf die Kette bekommen, dass sie sehen kann, dass sich etwas grundlegend geändert hat. Ob dann noch genug Liebe da ist, weiß niemand, aber ohne, dass Du einen gewaltigen Schritt nach vorne machst, wird da keine Chance mehr sein.
    Und denke mal über die Fragen nach, die Du nicht beantwortet hast. Die gehen auch sie sehr stark etwas an und haben sie evtl. in ihrer Meinung beeinflusst.
     
  • User 171185
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    20
    28
    4
    nicht angegeben
    8 April 2020
    #16
    Ich habe nicht bewusst was unbeantwortet lassen. Wohl unterm Schreiben einfach nicht mehr an jede Frage erinnert.

    Es ist relativ leicht zu erklären warum ich wieder bei meinem Vater gewohnt hab: Ich hab in der Dachgeschosswohnung des Familienhauses gewohnt. Nachdem mein Opa gestorben ist und meine Oma ins Altersheim kam, musste ich kurzfristig ausziehen weil das Haus sehr schnell verkauft wurde.

    Der Wohnungsmarkt war schlecht, so bin ich übergangsweise zu meinem Vater gezogen und kurz danach kam mein Unfall.

    Und nein, es gab keine anderen Wünsche von ihr, außer das wir uns eben öfter sehen und eine normale Beziehung haben. Ja, für die Zukunft gab es noch mehr Wünsche, aber das wäre ja alles mit einem Job gekommen.

    Ich würde gerne einen riesen Schritt nach vorne machen. Und ich war doch auch kurz davor. Ist jetzt leicht alles auf Corona zu schieben, aber das ist wirklich so. In der Firma in der ich anfangen wollte, arbeiten auch mein Cousin und Stiefvater. Seit der Krise stellen die niemanden mehr ein und haben alle Kurzarbeit.

    Und viel besser in anderen Jobs sieht es auch nicht aus.

    Außer meiner militärischen Ausbildung, die im zivilen Leben nichts wert ist, habe ich keine Berufsausbildung. Somit nur Stellen für ungelernte Kräfte.

    Es ging doch voran. Es war alles absehbar. Nur durch diesen schei* Virus hat sich das alles geändert.

    Es ist doch auch nicht zu weit hergeholt, das ich versucht habe zuerst gesund zu werden, bzw meinen Gesundheitszustand so zu stabilisieren das ich überhaupt arbeiten kann. Das war letztes Jahr bis September noch überhaupt nicht gegeben.

    Ihre Andeutungen das es nicht genug ist, fingen auch erst im November an, als mir die Geschichte mit meinem Vater um die Ohren flog. (Ja, ich hätte mir da schon denken können das sie mit der Situation nicht glücklich ist) Gleichzeitig gab es die Überweisung zum Neurochirurgen, mit der Aussicht etwas gegen meine Schmerzen machen zu können. Das wollte ich abwarten, vor allem weil der Job auch erst Anfang Mai gestanden hätte.

    Ja, ich hätte wohl schon im Januar mir irgendwas suchen können, aber ich wollte etwas festes haben. Einen Job für die Zukunft und nicht nur irgendetwas.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 8 April 2020 ---
    Ich habe mir nochmal alles durch den Kopf gehen lassen.

    Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, dann habe ich es wohl auch zu sehr schleifen lassen und war mir ihrer zu sicher. Ich hätte mehr tun können, mehr auf ihre Angst eingehen, aktiver werden und ihr deutlicher machen müssen das ich wirklich mit ihr alt werden will.

    Ich nehme jetzt nichts mehr zum Anlass irgendetwas zu verzögern.

    Morgen lasse ich ich Fotos für die Bewerbungen machen. Ich habe gestern schon nach Jobs geschaut und mir die Seiten gespeichert. Auch heute werde ich noch weiter suchen.

    Ich werde mich auf alles bewerben und annehmen was ich bekomme. Später kann ich mich immer noch umorientieren.

    Aber ich möchte um sie kämpfen. Ich möchte es nicht so enden lassen. Ich will ihr zeigen das ich es wirklich ernst meine.

    Am Freitag werde ich ihr nochmal schreiben, ob wir von Angesicht zu Angesicht nochmal miteinander sprechen können. Nicht über WhatsApp und nicht per Telefonie.

    Ich möchte diesen letzten Versuch noch starten. Ich würde mir sonst ewig vorwerfen nicht wirklich alles versucht zu haben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 April 2020
  • User 172636
    Sehr bekannt hier
    975
    168
    1.663
    nicht angegeben
    8 April 2020
    #17
    Hallo Dystopie,
    ich habe mir deinen Faden durchgelesen und auch die Antworten und denke, es liegt etwas mehr vor, also du so einfach beheben kannst. Das soll dich nicht entmutigen, lediglich etwas aufzeigen, was du daraus machst, bleibt natürlich dir selbst überlassen.
    Hier ist der Punkt, an dem ich gerne einhaken würde, da ich das komplett anders sehe und vermute, dass es bei ihr ähnlich ist. Fangen wir bei Liebe an: Ja, es gibt verschiedene Arten von Liebe. Viele davon sind echt, manche langlebiger und „ausdauernder“ als andere. Eure Beziehung war gerade dabei, wirklich ernsthaft zu werden, ihr hattet Gefühle füreinander, aber sie war nicht stabil genug, um die Belastungen auszuhalten. Dafür war es einfach zu viel „Feuer“, aber zu wenig „Basis“. Wenn du dir anschaust, wie wenig Alltag ihr miteinander erlebt habt und dass die Beziehung hauptsächlich von der Fahrtproblematik geprägt war, dann siehst du auch, dass der Kern kein gemeinsam kämpfen sondern miteinander Zeit verbringen und das genießen war.
    Davon abgesehen: ihr wart nicht „kurz vorm Ziel“. Ihr wart meilenweit davon entfernt. Warum? Weil das komplette Setting nicht funktioniert hat. Ihr seid sozusagen an der ersten größeren Herausforderung als Paar an eure Grenzen gestoßen. Das passiert, tut weh, aber zeigt eben auch, dass mehr dazugehört als „Wir sind zusammen, wir stehen das durch“. Dazu gehört Durchhaltevermögen und das wollte sie anscheinend nicht (mehr) aufbringen. Zumal auch nicht plötzlich alle Probleme gelöst wären. Deine Schmerzen stünden wahrscheinlich immer wieder im Raum, Sicherheit kannst du wahrscheinlich nur begrenzt bieten und wenn sie erwartet, dass du diese lieferst (überlege dir auch hier, ob du das wirklich willst), dann wird das ein dauerhafter Stressfaktor sein.

    Behalte den Blick darauf. Es gibt viele Baustellen, dein Rücken und die Schmerzen, eventuell noch eine weitere Ausbildung und dadurch auch finanzielle und berufliche Unabhängigkeit.

    Und was wäre, wenn der Job wieder weg wäre? In Krisen sind die letzten, die gekommen sind, oft die ersten, die gehen und gerade als ungelernte Kraft kommt man selten an unbefristete Arbeitsverträge. Würde sie dich dann wieder verlassen?
    Davon ab: Wie „groß“ wären diese Wünsche und inwiefern würde sie diese mitfinanzieren wollen/können? Was wäre, wenn du wieder arbeitsunfähig werden würdest und ihr ein eher bescheidenes Leben führen würdet? Wäre sie damit glücklich?
    Ich könnte mir vorstellen, dass das für sie tatsächlich ein Faktor gewesen ist - so traurig das jetzt auch sein mag.

    Das ist wieder Unsicherheit... du verstehst, worauf ich hinauswill.

    Und hier wurde ihr wahrscheinlich bewusst, wie fragil das Gerüst um dich herum ist und wie schnell das wegbrechen kann. Dass es sich nicht einfach auffangen lässt und wie unsicher deine eigentliche Lage ist. Womöglich war ihr das vorher gar nicht bewusst, weil es einigermaßen lief, aber so wurde sie damit direkt konfrontiert, dass es auch Auswirkungen auf eure Beziehung hat.

    Mache das, wenn du dir sicher bist, dass du wirklich eine Frau an deiner Seite haben willst, die dir eigentlich mehr abverlangt, als du ihr im Moment und in nächster Zeit wahrscheinlich bieten können wirst. Das ist eine Belastung und auf Dauer wird dich das wahrscheinlich wieder an deine Schmerzgrenze bringen. Überlege dir, ob es dir das wert ist oder ob du dir nicht lieber jemanden suchst, der zu dir steht und den Weg auch mit dir geht, wenn es mal nicht läuft und der sich gegebenenfalls selbst seine Wünsche erfüllt und nicht erwartet, dass du das alles lieferst.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 April 2020
    • Hilfreich Hilfreich x 3
  • User 171185
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    20
    28
    4
    nicht angegeben
    8 April 2020
    #18
    Das öffnet mir schon die Augen. Aus diesem Winkel hab ich die einzelnen Ereignisse nicht betrachtet. Ich dachte z. B. nicht das die Sache mit meinem Vater auch indirekt auf sie sich auswirkt.

    Die Wünsche von ihr waren anderer Natur. Einfach nur kleine Sachen, wie essen gehen oder ins Schwimmbad. Einfach Zeit miteinander verbringen. Sie wusste von Anfang an das ich wenig Geld habe, aber das war ihr auch nie wichtig. Sie möchte nicht das ich wegen dem Geld arbeite, sondern für sie ist es die Grundlage damit wir zusammen leben können. Gemeinsame Wohnung.

    Sie wollte auch öfter mit mir essen gehen und mich einladen, aber ich war immer zu stolz und ich will nichts geschenkt. Auch das habe ich dann völlig falsch interpretiert. Sie wollte nur was mit mir unternehmen und das Geld war ihr nicht wichtig. Aber ich habe das Geld in den Vordergrund gestellt.

    Als wir vor dem Timeout miteinander geredet haben, habe ich sie auch gefragt: Was ist wenn ich wieder krank werde und nicht mehr arbeiten kann?

    Ihre Antwort: So lange wir zusammen leben stört sie das nicht. Aber jetzt, mit der räumlichen Trennung würde sie dann die Beziehung nicht weiter aufrecht erhalten wollen.

    Ich will doch selbst wieder arbeiten und ja, meine Schmerzen behindern mich. Aber ich habe Hoffnung und ich will nicht mein Leben von den Schmerzen abhängig machen.
     
  • User 106548
    Team-Alumni
    5.511
    598
    6.672
    Single
    8 April 2020
    #19
    Nein. Du hast es immer noch nicht verstanden.
    Du hast nur sekundär das Geld in den Vordergrund gestellt. Primär hast Du Dich in den Vordergrund gestellt. So wie mit dem Kleben an Deinem Wohnort, das auch nur eine Wohlfühl-Entscheidung von Dir für Dich war.
    Sie wollte einfach nur essen gehen. Etwas unternehmen. Mal raus, mal unter die Leute. Sich wohl fühlen. Sich verwöhnen lassen. Am "normalen" Leben teilnehmen. Dazu gehörst auch Du als ihr Partner dazu.
    Du aber hast ihr das genommen. Weil Du es anders wolltest, weil es Dir egal war, was sie wollte. Es ging ihr nicht um das Geld, es ging ihr nicht um das Essen. Es ging ihr darum, ein ganz "normales" Leben zu führen und sich wohl zu fühlen.
     
  • User 171185
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    20
    28
    4
    nicht angegeben
    8 April 2020
    #20
    Mir war es nicht egal was sie wollte. Ich dachte nur: Zeit zusammen haben wir auch wenn wir nicht essen gehen und ich will nicht das sie mich finanziell aushalten muss. Ich will doch auch diese Sachen machen, ich möchte nur nicht das sie alles zahlen muss.

    Aber ja, sie wollte einfach nur ein normales Leben.

    Mit dem Wohnort bin ich aber anderer Meinung. Das ist keine Wohlfühlentscheidung, sondern eine der Logik für mich. Ohne Auto ist ihre Stadt keine Option.
     

  • jetzt kostenlos registrieren und hier antworten