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Glaubt ihr an geschlechtsspezifische Verhaltenstendenzen?

  1. Nein, ich glaube nicht daran

    2 Stimme(n)
    5,9%
  2. Falls es welche gibt, sind sie sind alle nur anerzogen

    9 Stimme(n)
    26,5%
  3. Ja, ich glaube daran, aber im Alltag spielen sie keine Rolle

    4 Stimme(n)
    11,8%
  4. Ja, ich glaube daran, und sie sind auch alltagsrelevant

    19 Stimme(n)
    55,9%
  • User 164526
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    23 April 2017
    #1

    Glaubt ihr an geschlechtsspezifische Verhaltenstendenzen?

    Hallo miteinander,

    glaubt ihr an geschlechtsspezifische Verhaltenstendenzen?

    Ich meine jetzt nicht nach dem Motto "alle Frauen machen x und alle Männer machen y", sondern eher nach dem Motto "mehr Frauen als Männer machen x" oder "Frauen machen eher x als Männer".

    Ich glaube z.B. daran, dass Männer im Durchschnitt ein höheres Aggressionspotenzial besitzen als Frauen.

    Was meint ihr?
     
  • User 136306
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    nicht angegeben
    23 April 2017
    #2
    Dass es solche geschlechtsspezifischen Verhaltenstendenzen gibt, ist empirisch gut belegt. Woher diese stammen, ist freilich offen.
     
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  • User 164526
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    23 April 2017
    #3
    Und worin siehst Du persönlich die Ursache?
     
  • User 95651
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    vergeben und glücklich
    23 April 2017
    #4
    Biologie der Geschlechter, aber ganz besonders Erziehung und Erwartungen der Gesellschaft.
     
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  • User 164526
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    23 April 2017
    #5
    Kannst Du das konkretisieren? Welche Unterschiede sind veranlagt und welche sind anerzogen?
     
  • User 20579
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    23 April 2017
    #6
    Ich glaube persönlich, dass die Varianz von Verhaltenstendenzen aller Männer und aller Frauen jeweils untereinander so groß ist, als dass es auf bestimmte Verhaltenstendenzen bei den jeweiligen Geschlechtern nicht mehr wirklich ankommt.

    Persönlich habe ich die Erfahrungen auch nicht gemacht, ich gehe immer eher nach den Menschen an sich, als nach ihrem Geschlecht - und fahre damit auch ganz gut.

    Mag aber auch sicherlich am Umfeld liegen, ich kenne durchaus auch Leute, bei denen starke geschlechtsbezogene Verhaltensmuster eine große Rolle spielen, so erwartet werden und auch in Gesprächen regelmäßig betont werden. Da mich sowas aber ermüdet oder nervt, widerspreche ich in solchen Fällen oder vertiefe den Kontakt zu solchen Leuten nicht weiter.

    Biologische Unterschiede (incl. Hormone) gibt es natürlich, aber das ist für mich etwas anderes.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23 April 2017
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  • User 108114
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    nicht angegeben
    23 April 2017
    #7
    Höheres Agressionspotenzial?
    Vorurteilsmodus An
    Dann fahr mal ans Mittelmeer ...
    Vorurteilsmodus Aus
     
  • User 102673
    Sehr bekannt hier
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    23 April 2017
    #8
    Willst Du etwa behaupten, Frauen mit Mittelmeeranrainerursprüngen (wer spielt mit mir ne Runde Scrabble?) sind aggressiver? :nope:
     
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  • User 164526
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    23 April 2017
    #9
    Wie erklärst Du Dir dann, dass 95% aller Gefängnisinsassen männlich und nur 5% weiblich sind?
     
  • User 108114
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    nicht angegeben
    23 April 2017
    #10
    Ich würde sagen etwas impulsiver aber auch hübscher :rose:
     
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  • User 20579
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    23 April 2017
    #11
    Da gibt es 1000 Gründe für. Mit Sicherheit spielen Biologie und Hormone aber auch eine große Rolle.

    Bei den geschlechtsspezifischen Verhaltenstendenzen denke ich eher an Aussagen wie: "Da waren nur Frauen, entsprechend viel Zickenkrieg!" oder "Dein Mann wickelt euer Kind? Den hast du aber gut erzogen!" Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.
     
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  • simon1986
    simon1986 (32)
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    23 April 2017
    #12
    Sie pflanzen sich fort durch die unterschiedlichen Erwartungen an die Geschlechter.

    Ich habe aber die Erffahrung gemacht dass sich die Verhaltensweisen überschneiden. Sie sind auf jeden Fall ungeeignet um das Geschlecht zu bestimmen :grin:
     
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  • User 95651
    User 95651 (32)
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    vergeben und glücklich
    23 April 2017
    #13
    Bei der Aggression soll es doch z.B. angeblich auch am Testosteron liegen.
    Natürlich gibt es aber auch noch mehr Faktoren.
    (Frauen sind klüger und lassen sich beim Verbrechen nicht erwischen :ninja::tongue:)

    Oder das Verhalten, dass viele Frauen niemals einen Mann ansprechen würde, weil sie erobert werden wollen oder eben andersherum, dass Männer erobern wollen. Für mich ein Verhalten, was auch durch Erziehung und Gesellschaft "erwartet" wird.
    Für sowas gibt es doch unzählige Beispiele.
    Vieles ist natürlich heute nicht mehr so stark vorhanden, aber doch bemerkbar.
     
  • User 164526
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    23 April 2017
    #14
    Ja, genau. Und Frauen sollen ja im Durchschnitt empathischer sein wegen des Oxytocins.

    Ich habe aber auch den Eindruck, dass Männer stärker zu Extremen tendieren als Frauen. Nachgewiesen ist zum Beispiel, dass die Varianz des Intelligenzquotienten bei Männern größer als bei Frauen ist. Es gibt mehr Männer mit extrem hohem IQ, aber andererseits auch mehr Männer mit extrem niedrigem IQ.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23 April 2017
  • 23 April 2017
    #15
    Off-Topic:

    Beim Scrabble sind kurze Worte besser, weil Du die Buchstaben, besonders die mit den hohen Punktzahlen, so besser mehrfach (also waagrecht und senkrecht) benutzen kannst, gibt mehr Punkte :smile:
     
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  • ganode
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    Es ist kompliziert
    23 April 2017
    #16
    Ich glaube eigentlich nicht daran, dass es geschlechtsspezifische Verhaltenstendenzen gibt, wohl aber genderspezifische — leider, und immer noch. Und in diesem wesentlichen Unterschied sehe ich auch den Ursprungsknackpunkt dieses Threads. Dass Männer ein höheres Aggressionspotential hätten, weil das so »von der Natur gegeben« oder »hormonbestimmt« ist, mag ja gut empirisch belegbar sein, liegt aber dennoch allein daran, dass Geschlechterrollen und deren typischen Verhaltensweisen deshalb auffallen, weil sie rein kulturell vermittelt und weitergegeben werden. Mit der Biologie dürfte das das rein gar nichts zu tun haben. Von Natur aus sind sie alle Weicheier, Frauen wie Männer, aggressiv und Gefahrensucher, ob mit Uterus oder Hoden. in dieser Sache verhält es sich ungefähr wie in der Beziehung von Physiognomie zur Rassenlehre, einer ähnlichen Pseudowissenschaft, die jedoch schon lange aus logischen Gründen aufgegeben wurde. Die Erforschung der geschlechtsspezifischen Unterschiede hält sich nur ungleich hartnäckiger — aber mit Behauptungen à la »Schuhe kaufen wollen versus Einparken können« kann man leider immer noch erhebliches Geld generieren, eben nur weil das Gendercliché so tief verwurzelt ist und sich immer wieder selbst generiert.
     
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  • User 164526
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    23 April 2017
    #17
    Dem widerspricht die Tatsache, dass sich entsprechende Verhaltensweisen auch expermintell hervorrufen lassen, indem man Probanden Testosteron spritzt. In Verbindung mit der Tatsache, dass Männer im Durchschnitt einen höheren Testosteronspiegel besitzen, deutet dies doch recht stark auf eine veranlagte Komponente hin.
     
  • simon1986
    simon1986 (32)
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    24 April 2017
    #18
    oder ein Placebo.... :zwinker:
     
  • User 164526
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    24 April 2017
    #19
    Die Placebo-Wirkung existiert zwar, ist aber signifikant geringer.

    Dass Hormone das Verhalten beeinflussen ist schon gut belegt. Aggressivität gehört ja auch zu den Nebenwirkungen anabole Steroide. Und das basiert sicherlich nicht nur auf Einbildung.
     
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  • Schweinebacke
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    nicht angegeben
    24 April 2017
    #20
    Diese Wirkung erzielt man aber doch auch nur im Mittel. Es reagiert nicht jeder gleich darauf.
    Und da wären wir wieder beim Punkt: Aus den Mittelwerten kann man wohl relativ klar ein paar geschlechtsspezifische Verhaltenstendenzen herauslesen, die sich auch rein biochemisch erklären lassen.
    Für den Einzelfall heißt dies trotzdem relativ wenig.
     
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