• mira566
    mira566 (32)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    12 April 2014
    #1

    Grundlagen bzw. Voraussetzungen für eine Beziehung

    Hallo,
    mich interessiert eine bestimmte Thematik:

    Was sind für euch Voraussetzungen, damit ihr mit einem potentiellen Partner eine Beziehung eingehen wollt?

    Ich frage das aus einem speziellen Anlass. Ich bin jetzt schon seit Längerem (ein dreiviertel Jahr) in einer "Freundschaft-Plus". Wir schreiben täglich, eigentlich sogar rund um die Uhr, miteinander. Sehen tun wir uns nicht allzu oft, da wir in unterschiedlichen Städten wohnen, wenns hochkommt einmal im Monat. Ich übernachte dann auch immer gleich ein paar Tage bei ihm (damit sichs lohnt). Während dieser Zeit gehen wir gemeinsam ins Kino, oder mit gemeinsamen Freunden weg, kochen zusammen, schauen irgendwelche Serien. Sex haben wir natürlich auch ;-) also schon relativ Pärchenmäßig.

    In letzter Zeit werden wir jedoch immer öfter gefragt, wieso wir denn eigentlich kein Paar sind. Dazu muss ich sagen, dass wir uns in der Öffentlichkeit nicht als "Paar" zeigen: es wird kein Händchen gehalten oder geküsst oder umarmt oder sowas.

    Wieso wir ursprünglich kein Paar wurden liegt daran, dass ich mich zu dem Zeitpunkt erst von meinem langjährigen Freund getrennt hatte und absolut keine neue Beziehung wollte. Und so ist das jetzt eigentlich immer noch. Bei dem Gedanken an eine Beziehung fühl ich mich momentan sofort eingeengt und unwohl.

    Außerdem bin ich nicht wirklich verliebt in meine Freundschaft Plus. Jetzt werden einige bestimmt sagen "Vergiss das Verliebtsein, das verschwindet sowieso irgendwann", zumal wir ja nun auch schon bald 1 Jahr in dieser Situation sind. Und ich frage mich eben, was alle anderen in uns sehen, das ich nicht sehe? Ich würde ihn als mein besten Freund bezeichnen zu dem ich mich auch sexuell hingezogen fühle. Ist das nicht ausreichend um eine Beziehung zu jemand zu wollen? Theoretisch ist das alles, was ich damals auch bei meinem Exfreund hatte, nur dass ich bei bei meinem Ex zusätzlich noch dieses "Kawuuuum"-Gefühl hatte.

    Mir fehlt einfach dieses Gefühl keine Sekunde ohne den anderen sein zu wollen, so dass es einem quasi schmerzt wenn man doch getrennt ist, das Verlangen immer bei ihm zu sein zu wollen, die Sehnsucht nach ihm, die rosarote Brille, das Gefühl den Partner fürs Leben gefunden zu haben (auch wenn es vielleicht nicht so ist). Versteht ihr was ich meine? Klar verfliegt diese Verliebtheits-Euphorie irgendwann und was übrig bleibt ist im besten Fall genau das, was ich jetzt mit meiner F+ habe. Aber eine Beziehung ohne diese Phase einzugehen fühlt sich für mich irgendwie nicht richtig an.

    Welche Voraussetzungen braucht ihr um eine Beziehung einzugehen? Ist das Verliebtheitsgefühl ein "Muss" oder geht es bei euch auch ohne? Ich bin schon gespannt auf eure Antworten!
     
  • User 140660
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    12 April 2014
    #2
    Verliebtheit äußert sich wohl bei jedem anders, wobei die Symptome bei mir auch noch mal von der jeweiligen Situation abhingen. Auf bestimmte Signale wie Schmetterlinge etc. würde ich also nicht unbedingt warten, wenn ich mich ansonsten stark hingezogen fühle.
    Aus deinem Text lese ich Freundschaft; aber keine (Vor-)Stufe von Liebe. Daher kann ich zwar nachvollziehen, dass du dir ob der Länge deiner Freundschaft+ weiterführende Gedanken machst, aber... nee, mir würde die Basis wohl nicht reichen. Wie sieht's damit bei dir aus? Am Ende geht's doch "nur" darum, dass du mit der Situation glücklich bist und niemanden verarschst. Wenn du dich ohnehin eher vor einer Beziehung gruselst, dann lass es doch einfach locker weiterlaufen? Oder wünscht deine Affaire sich klare(re) Verhältnisse?
     
  • mira566
    mira566 (32)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    nicht angegeben
    12 April 2014
    #3
    Nein für uns beide ist es im Moment so wie es ist, in Ordnung. Ich hab mir nur drüber Gedanken gemacht, weil wir letztes Wochenende eben von mehreren Personen gefragt wurden. Und da dachte ich eben, dass vielleicht ich nur zu anspruchsvoll bin und die meisten würden bei solchen Voraussetzungen schon längt eine Beziehung zum Anderen haben (ich kenne nämlich durchaus Leute, bei denen das so wäre).
     
  • User 129455
    Meistens hier zu finden
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    Single
    12 April 2014
    #4
    Das ist eine schwierige Frage. Ich denke, man weis einfach, ob man zusammen sein möchte oder nicht. Wenn deine Gefühle nur freundschaftlich sind und seine auch, dann seid ihr kein Paar, auch wenn ihr euch privat annähernd so verhaltet. Ich hatte auch mal eine Freundschaft Plus und in den 4 Wänden haben wir uns auch pärchenmäßig verhalten - das ist ja auch viel schöner und vertrauter, als nur Sex zu haben und danach sofort auf Distanz zu gehen. Sowas ginge meiner Meinung nach garnicht.
    Ich brauche für eine Beziehung nicht dieses Wahnsinns-Verliebtheitsgefühl. Die Vorraussetzung ist bei mir, dass ich einfach das innere Gefühl habe, dass dieser Mann mein Mann und mein fester Freund ist, mit dem ich zusammen sein will.
     
  • Sit|it|ojo
    Gast
    0
    12 April 2014
    #5
    Erst ist es die Schwärmerei, die langsam vom verliebt sein abgelöst wird und dann ist es irgendwann eine unterbewusste "Stimme" die mir sagt, lass die Frau nicht mehr gehen. Dafür müssen alle Faktoren passen. Ich darf gerne mal etwas an der Person auszusetzen haben, etwas was mir nicht gefällt oder sauer aufstößt. Wenn ich sie aber dennoch nicht mehr aus dem Kopf bekomme, dann ist das vermutlich der Zeitpunkt wo ich erkenne, dass es für eine Zukunft ausreicht.

    Denn, wenn am Ende nur sehr wenig das "Bündnis" erschüttern kann, dann denke ich hat man eine gute Grundlage für eine Zukunftsperspektive. "Verliebt sein" kann sich ja sehr unterschiedlich zeigen und muss eben nicht immer mit der rosaroten Brille einhergehen. Grundsätzlich muss mir dafür aber das Herz schon aus der Brust schlagen. Ich verhalte mich dann auch weniger "rational" und mehr "emotional". Das tue ich aber auch grundsätzlich, wenn ich eine Person angefangen habe zu mögen.
     
  • User 135804
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verliebt
    13 April 2014
    #6
    da gibt es etliche,es muss eben alles stimmen:gleiche ethische ansichten,gleiche/ähnliche vorstellungen von der beziehung,gemeinsame interessen/hobbies,sehr guter sex,vertrauen und vieles mehr.

    natürlich denke ich nicht mal an eine feste beziehung mit jemandem,wenn ich nicht mal in ihn verliebt bin.es muss eben alles wichtige passen,damit ich überhaupt an was festes denke-somit eben auch das gefühl ihm gegenüber.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 13 April 2014 ---
    also für mich nicht,nein.und ich hatte auch schon was mit guten freunden.nur weil ich demjenigen vollstens vertraue und ihn sexuell anziehend finde (und darum halt sex mit ihm habe),will ich ihn doch noch lang nicht als festen partner haben...dazu brauchts schon sehr viel mehr.
     
  • VioletBlue
    VioletBlue (27)
    Benutzer gesperrt
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    in einer Beziehung
    13 April 2014
    #7
    Ich hatte lange Zeit einen Freund, mit dem es ein ewiges Hin & Her war. Wir waren voneinander angezogen, wir waren die besten Freunde und gleichzeitig habe ich mich mit niemandem jemals so viel gestritten, wie mit ihm. Es war eine Mischung aus Drama, Erotik, Freundschaft und etappenweise auch leichter Hass. Aber er war mir so unglaublich wichtig geworden, weil er in den wichtigsten Momenten meines Lebens da war, mich unterstützt hat und wir auch unglaublich viele besondere Situationen hatten, die uns zusammen geschweißt haben.

    Es irgendwann so, dass ich ihn geliebt habe, aber nicht in ihn verliebt war. Das klingt beim ersten Lesen total komisch, aber wenn man länger darüber nachdenkt, versteht man es vielleicht.
     

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