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    25 Februar 2020
    #1

    Heiratsantrag "erzwingen" ?

    Neulich gab's im Bekanntenkreis eine Dame, die ihrem Freund ein Ultimatum gesetzt hat bis wann sie sich von ihm einen Heiratsantrag erwartet, sonst war's das mit der Beziehung.

    Was man so von außen sagen kann haben die beiden bis dato eine harmonische Beziehung geführt. So daß man eigentlich gesagt hat, daß es nur eine Frage der Zeit ist bis die beiden tatsächlich heiraten. Es wär mir auch nicht bekannt, daß er sich insgeheim davor drücken möchte.

    Allerdings kommt mir diese Aussage ihrerseits doch ganz schön krass und, ja auch etwas erpresserisch vor. Ich meine, wenn eine Frau so viel wert auf die Ehe legt dann bricht sie sich doch heutzutage keinen Zacken mehr aus der Krone wenn sie diesen Schritt macht oder wie seht ihr das ?

    (Und nein, liebes Dr. Sommer-Team, hier geht's wirklich nicht um mich. Doppelschwör !) :pfff: :zwinker:
     
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    25 Februar 2020
    #2
    Finde ich das krass? Jein.

    Ich habe einem Partner auch schon mal zu verstehen gegeben, dass ich auf dauerhaftes zielloses Rumeiern keine Lust habe. Hängt eben von der Planung ab.
     
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    25 Februar 2020
    #3
    Tja, will man wirklich geheiratet werden, weil man den Partner dazu gezwungen hat? Was ist es dann Wert?

    Und was hat sie jetzt davon? Einen tollen Partner verloren, der vielleicht in 8 Monaten freiwillig und in Liebe den Schritt gemacht hätte.

    Ich würd mich zu sowas auch nicht zwingen lassen
     
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    25 Februar 2020
    #4
    Um die Frage abschliessend zu beurteilen, fehlen mir ein paar Infos:
    Wie alt sind die beiden? Wie lange sind sie schon zusammen? Aber vorallem: War das Thema Hochzeit bei ihnen schon Thema und wenn ja: Wie war die bisherige Abmachung?

    Auf meine Beziehung: Hätte meine Frau mir ein Ultimatum gestellt, wärs wohl aus gewesen, ich hab nicht gerne Ultimaten. Ich wusste, dass sie mal heiraten möchte und allenfalls auch Kinder möchte. Kinderwunsch war aber zu dem Zeitpunkt noch nicht konkret bei ihr, bei mir eh nicht. Als ich ihr nach 2.5 Jahren Beziehung den Antrag machte wusste ich aber, dass dann nach der Hochzeit wohl auch ein Bastelversuch geben wird und das stimmte für micht.
    Sie hätte so früh nie mit einem Antrag gerechnet, nahm ihn aber sehr gerne an. Wir hatten das Thema aber auch immer wieder in groben Zügen, deshalb kannten wir die Meinungen von einander..
     
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    25 Februar 2020
    #5
    Zwingen is ja sowieso in der Beziehung in jeglicher Hinsicht eine schlechte Idee...

    Ich hab dem Gatten nach 9 Jahren auch zu verstehen geben das ich doch gern gefragt werden würde, auch im Hinblick wegen dem ungeborenen würde es den Papierkram vereinfachen...

    Aber ich ihn gefragt hätte ich ihn im Leben nich, never ever... dafür bin ich wohl dann doch zu altmodisch...
     
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    25 Februar 2020
    #6
    Und wenn sie jetzt den ersten Schritt machen würde, würde er nein sagen?
     
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    25 Februar 2020
    #7
    Ich habe meinem Mann angekündigt, dass ich ihm sonst irgendwann mal einen Antrag machen werde... :whistle: Ich wusste ja, dass ihm das furchtbar unangenehm wäre. Aber nein: mit Ultimatum und Trennung hätte ich nie gedroht, wenn er nicht will, muss man eben darüber reden und hinterfragen, ob beide die gleichen Ziele im Leben haben.
     
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    25 Februar 2020
    #8
    Geht gar nicht. Ja das ist reine Erpressung.
     
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    #9
    Kommt auf den Huntergrund drauf an. Ist er sowieso jemand der gerne alles aufschiebt? Gibt es erst Kinder, sobald sie verheiratet sind? Gibt es sonst irgendwelche Probleme?

    Ich hab mal meinem Exfreund ein Ultimatum gestellt, dass er zu mir ziehen soll. Seine Behausung war extreeeemst grottig, bei mir ist in der Zweier-WG gerade ein Zimmer freigeworden. Wäre er nicht zu mir gezogen, dann wäre das für mich ein Zeichen gewesen, dass er es nicht ernst meint und hätte es eben beendet. Ein Ultimatum ist ja nicht automatisch ein Erpressungsversuch, sondern vielleicht will sie halt einfach wirklich keinen Kerl, der nicht heiraten will und will einfach eine Entscheidung, damit sonst beide ihr Leben anderweitig ausrichten können.
     
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    #10
    Ich finde in der Tat auch, dass man da ohne Hintergrund nicht viel beurteilen kann. Wie lange ist das Ultimatum? Drei Monate, Vier Jahre? Wie lange sind sie ein Paar? Wie lange reden sie schon über das Thema? Wie ist der Typ sonst drauf, schiebt er viel auf, muss man ihn drängen? Würde er wollen, dass sie ihm einen Antrag macht oder sich dagegen verwehren? (Mein Mann war zB so einer, der hätte womöglich Nein gesagt, wenn ich ihn gefragt hätte - MIR war egal, wie wir uns verloben, ihm nicht.) Wie alt sind sie? Sind Kinder ein Thema?

    Bei einem 22jährigen Paar, das 2 Jahre zusammen ist und "normal" drauf würde ich sagen, absolut unnötig. Bei einem 38jährigen Paar, das erst nach der Hochzeit Kinder will, seit 10 Jahren zusammen ist und schon seit Jahren drüber redet, er einen Antrag machen WILL und nicht in die Puschen kommt, sieht es mMn anders aus.

    Schwer zu sagen :tentakel:
     
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    #11
    Ein Ultimatum ist vielleicht nicht unbedingt der geschickteste Weg, aber ich finde es gut, dass sie klarstellt, was sie will. Sie will heiraten und zwar nicht erst in zehn Jahren. Will er das nicht, dann soll er sie gehen lassen, damit sie jemanden finden kann, der das gleiche will wie sie.

    Dass sie den Antrag nicht selbst übernimmt, bedeutet vermutlich, dass sie auch einen aktiven Teil bei ihm sehen möchte.
     
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    25 Februar 2020
    #12
    Das finde ich auch. Was soll das denn bringen :what:
     
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    25 Februar 2020
    #13
    Ich verstehe solche Ansagen nicht.
    Ich war auch schon verheiratet und es ändert doch nichts an der Beziehung zu einem Menschen. Es ist ein Stück Papier, ein steuerlicher Vorteil. Aber nichts was wirklich „Wert“ hat. Bei Kindern sieht das schon etwas anders aus. Aber auch das lässt sich regeln
    Ich würde mich nicht erpressen lasse. Ich würde auch einen erpressten Antrag wollen.
     
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    25 Februar 2020
    #14
    Ich finde die Reaktionen hier seltsam.

    Wenn der TE eine bestehende Beziehung hat, wird oft genug geraten, wenn er dies oder das nicht bekommt und der Partner nicht auf Änderungswünsche eingeht, soll er alles hinschmeißen. Das wäre niemand wert und man hätte ein Recht auf das eigene Glück und würde es woanders finden usw. usf.

    Aber wenn eine Frau ehrlich mit konkreter Zeitangabe sagt, länger möchte sie keine Beziehung mehr ohne Heirat, dann macht sie sich frei für Neues, dann spricht man von "Ultimatum" und "Erpressung".

    Ich kann hier keine Erpressung sehen. Entweder möchte man das geben bzw. den Weg mitgehen, was der Partner als unverrückbares Bedürfnis / Ziel hat oder eben nicht, dann ist man genauso frei, zu gehen und sich zu befreien.

    Wer eigentlich nicht heiraten möchte, dann aber auf so etwas eingeht und sich bei Kumpels ausweint, er wäre "erpresst" worden, über den hab ich deutliche Gedanken, die ich hier aus political correctness nicht ausspreche.
     
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    25 Februar 2020
    #15
    Es wäre interessant, ob sie ihn wirklich verlässt oder das nur eine leere Drohung ist. Ich würd's auf jedenfall ausprobieren :smile:
     
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    25 Februar 2020
    #16
    Ich finde es nicht 100% passend, dass hier von Erzwingen die Rede ist. Da wird Druck aufgebaut, gar keine Frage. Trotzdem hat der Partner ja die Wahl, diesem Druck nicht nachzugeben. Ich finde es legitim, eine Beziehung zu verlassen, in der man nicht das bekommt, was man möchte.

    Ich kenne genug Geschichten von jungen Männern, die ihrer ebenso jungen Freundin ein Ultimatum bezüglich Sex gesetzt haben - wenn sie nicht innerhalb von x Monaten bereit war, mit ihnen zu schlafen, dann wars das mit der Beziehung. Joa, besonders nobel ist das nicht, aber von "zum Sex zwingen" würde ich da trotzdem nicht sprechen. Genauso wird meiner Meinung nach hier keine Hochzeit erzwungen.Ob ich so ein Ultimatum nachvollziehen kann oder nicht, hängt, wie Bria schon beschrieben hat, an den Umständen im Einzelfall.

    In jedem Fall aber finde ich es eigentlich recht offen kommuniziert, wenn die Dame das sagt - ob ich diese Nachdrücklichkeit des Wunsches angesichts von Alter und Beziehungsdauer nun nachvollziehen kann oder nicht. Schließlich hat sie jedes Recht der Welt, den Mann auch ohne vorherige Ansage zu verlassen, wenn er nicht heiraten möchte. Genauso wie die jungen Männer aus meinem Beispiel nicht mit einer Frau zusammen sein müssen, die für Sex noch nicht bereit ist.

    Bei allem muss man sich aber die Frage gefallen lassen, ob es hier tatsächlich um Liebe geht. Aber auch das hängt an den Umständen des Einzelfalls. Wenn der 17-jährige seine 15-jährige Freundin nach drei Wochen verlässt, weil sie "immer noch nicht" mit ihm schlafen will, wird es mutmaßlich nicht die ganz große Liebe gewesen sein. Ähnlich, wenn die 22-jährige ihrem 23-jähirigem Freund nach einem Jahr Beziehung ohne guten Grund ein Hochzeitsultimatum stellt. Anders ist es aber vielleicht, wenn der inzwischen 19-jährige nach zwei Jahren Beziehung ohne Sex einfach nicht mehr kann - oder die 35-jährige Frau nach fünf Jahren Beziehung so ein Ultimatum stellt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 Februar 2020
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    25 Februar 2020
    #17
    Ich finde man kann einen Trauschein nicht mit einer Unart vergleichen.
    Er ändert ja nichts an einer Zwischenmenschlichen Beziehung.

    Was wäre denn ihr „Gewinn“. Was wäre ihr „Verlust“ nicht zu heiraten? Geht es hier um Gesellschaftliche Zwänge?

    Wenn ich meinem Partner sagen, er muss sich ändern, das Sexleben muss sich ändern, sonst macht die Beziehung keinen Sinn, dann lässt dich das doch nicht mit einem Stück Papier vergleichen.
     
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    25 Februar 2020
    #18
    Das kommt halt ganz auf die eigene Sichtweise drauf an. Es gibt sicher Leute, die meinen dass man doch den heiligen Bund der Ehe nicht mit Sex vergleichen kann - denen Sex nicht wichtig ist, Ehe dafür aber umso mehr.
     
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    25 Februar 2020
    #19
    Vielen ist der Ring einfach wichtig. Ob aus gefühlter "Sicherheit" oder Zusammengehörigkeit oder eine aktiv nachvollziehbaren Entscheidung für ein gemeinsames Lebens, aus dem man nicht mal "eben so easy" wieder rauskommt... gibt viele Gründe.

    Keine einzige meiner - inzwischen verheirateten :grin: - Freundinnen hätte auf Dauer auf den Ring verzichtet, egal wie gut es in der Beziehung sonst klappt. War jeder von ihnen einfach wichtig, weil sie es sich immer so vorgestellt hatten, weil sie finden das gehört so, weshalb auch immer.

    Off-Topic:
    ICH würde nur für viel Geld heiraten :grin: aber ich kann empathisch nachvollziehen, dass es jemandem emotional einfach so wichtig sein kann, dass man sich zurückgewiesen fühlt, wenn er nicht will. Da bricht dann einfach Vertrauen, wenn man dazu nicht die selbe Haltung hat.
     
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    25 Februar 2020
    #20
    Schwierige Sache, da ab dem Moment die Beziehung „angezählt“ ist. Abhängig von der Situation könnte ich es vielleicht verstehen... z.B. wenn sich der Partner immer um wichtige Entscheidungen „drückt“ oder z.B. sich nicht gegenüber seinen Eltern zu der Beziehung bekennt. Allerdings sind das für mich auch ohne die Heiratsfrage potentielle Trennungsgründe. Womöglich hängt an der Situation mehr dran und die Frau möchte es gegebenenfalls bewusst eskalieren lassen, um danach die Situation verlassen zu können/ für sich mit der Beziehung abschließen zu können.
    Mein Weg wäre es nicht, ich denke wie gesagt, dass es vorher schon entsprechende Hindernisse gibt, aber es könnte für einige Menschen ein durch den Zweck geheiligtes Mittel sein.

    Ich für mich werde wahrscheinlich irgendwann den Antrag machen, zumindest falls sich die Beziehung zu meinem Freund nicht verändert. Wir haben rumgewitzelt und ich hatte ohnehin eine mögliche Antragsidee und deswegen werde ich es bei Zeit ansprechen und wenn er dann Bereitschaft signalisiert auch durchführen :smile:
     
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