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  • Anna1309
    Anna1309 (33)
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    13 Mai 2018
    #1

    Kein Mann begeistert mich

    Hallo,

    Mich beschäftigt schon länger die Tatsache, dass mir kein Mann so richtig gefällt. Was ich mit "so richtig" meine? Dass ich mich sexuell nicht hingezogen fühle und das geht schon seit über 7 Jahren so. In dieser Zeit gab es 3-4 Männer, die mich näher interessierten. Auch freundschaftliche Ratschläge ( du musst ihn näher kennenlernen usw ) haben nie etwas an der Tatsache ändern können. Langsam bin ich überfragt, warum mir das so selten passiert.

    Gibt es hier eventuell Langzeitsingles, sie an einem ähnlichen Problem litten und dies für sich überwinden konnten?
     
  • Damian
    Doctor How
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    14 Mai 2018
    #2
    Hi!

    Du hast doch bestimmt schon etwas intensiver darüber nachgedacht....
    Was sind denn deine Schlüsse dazu? Welche Thesen hast du aufgestellt und wieder verworfen? In welche Richtung könnte es gehen?
    Was genau gefällt dir denn ("leichtes Interesse" gab es ja...)?
    Was gefällt dir nicht?


    Was sind deine bisherigen Erlebnisse zu dem Thema?
    Mit wievielen Männern hattest du schon Sex?
    Hast du auch mal Frauen ausprobiert?
    Was hast du bisher erlebt und was willst du noch erleben?
    Gibt es eine oder mehrere Vorlieben oder gar ein Fetisch?
     
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  • User 135804
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    14 Mai 2018
    #3
    Ich finds ja nun völlig normal, dass man nicht öfter als alle paar Jahre jemanden kennenlernt, der amourös wirklich interessant für einen ist. Mir begegnet auch nur ca. alle 5 Jahre ein neuer Mann, der für mich interessant genug ist, um ihn daten zu wollen.
    Sehe daher hier kein wirkliches Problem, bei recht hohen Ansprüchen ists doch klar, dass man selten jemanden für sowas spannend genug findet.
     
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  • John_Sheppard
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    14 Mai 2018
    #4
    Kenne ich (Im Bezug auf Frauen)

    Was waren denn so deine bisherigen Erfahrungen?

    Wie nimmst du Männer wahr?
     
  • User 68775
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    14 Mai 2018
    #5
    Ich empfinde es nur sehr selten als Problem, aber ja, mir gehts auch so :zwinker: in 8 Jahren fand ich 3 Männer interessant, was jedoch nie auf Gegenseitigkeit beruhte.
    Die, die ich interessiert hätte, fand ich nie spannend - so ist es eben, wenn man ziemlich genau hinschaut, wem man sich öffnen möchte.
    Außerdem gab es noch 2 von rein sexuellem Interesse, also nur explodierende Biochemie, während ich genau wusste, wir haben viel zu wenig gemeinsam, als dass das passen könnte. Und ich baue tieferes Interesse niemals auf nur einer Schiene auf.

    Ich finde solche Ratschläge wie "du musst der Sache mehr Zeit geben" auch eher etwas nervig - entweder er interessiert mich, oder er tut es nicht. Wenn er es so gar nicht tut, ändert sich das weder nach dem siebten Date, noch nach 2 Monaten noch nach diversen gemeinsamen Nächten. Wenn es nicht funkt, funkt es nicht, wenn es nicht passt, passt es nicht.

    Ich finde das jetzt nicht so unnormal, dass man es als ein Problem bezeichnen könnte... wieso ist es für dich ein Problem?
     
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  • Anna1309
    Anna1309 (33)
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    15 Mai 2018
    #6
    Klar habe ich das schon intensivier reflektiert und von "vielleicht bist du gegenwärtig nicht bereit für was Festes" bis "vielleicht hast du zu hohe Ansprüche" war schon alles dabei . Aber so richtig stimmig fühlte sich keine Erklärung für mich an.

    Na ich werde hier jetzt sicherlich keine Zahl nennen. Aber es waren schon einige mehr - um es mal nett zu umschmeicheln. Ich war nie in Kind von Traurigkeit. Allerdings stand hierbei immer die sexuelle Erfahrung im Vordergrund und daher musste mir dafür kein Mann 100% gefallen.

    Nein, ich stehe nicht auf Frauen und das muss ich mir jetzt nicht bestätigen lassen, indem ich was mit einer Widerwillen anfange :zwinker:

    Erlebt habe ich auch schon einiges - von einer 11 jährigen Beziehung bis zu BDSM Clubs - die Palette ist da breit gefächert.

    Und daher verspüre ich nicht mehr so das Bedürfnis danach, noch mehr "erleben" zu wollen - zumindest nichts mehr, was aus der Sparte kommt.

    Vorlieben gibt es, klar und die engen den Kreis der potenziellen Partner auch stark ein.

    Vielleicht sind meine Erwartungen, was die "Trefferquote" angeht, auch wirklich unrealistisch. Gerade wenn ich höre, dass es anderen Frauen nicht zwingend anders geht....
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 15 Mai 2018 ---
    Ja, vielleicht mache ich hier etwas zu einem Problem, was schlussendlich keins ist. Bzw vielleicht steckt da auch ein wenig die Angst dahinter, dass man am Ende des Tages niemanden begegnet. Was sich dann aber wohl auch nicht verhindern lässt, wenn man keine faulen Kompromisse eingehen will. Ich sehe es ja an einer ex Romanze von mir. Er hat ein Mädel aus dem Freundeskreis zur Partnerin genommen und sich direkt nach ein paar Monaten verlobt - obwohl er ihr keinen einzigen Tag treu war. So will ich jetzt auch nicht enden - mit einem Doppelleben.
     
  • User 91095
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    15 Mai 2018
    #7
    Was muss "er" denn haben?
     
  • Anna1309
    Anna1309 (33)
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    15 Mai 2018
    #8
    Weltoffen, gebildet, ehrgeizig, humorvoll, sexuell erfahren, selbstbewusst....ich mag Männer, die über eine gewisse Ich-Stärke verfügen, was wohl daran liegt, dass ich selbst recht willensstark bin und mir etwas auf Augenhöhe wünsche.

    Ich habe eben auch mit einem Freund drüber gesprochen und ich glaube, dass ich mich momentan in so einer Art "Übergangsphase" befinde, wo ich aus diesen Spaß-Beziehungen rauswachse und mich das erste Mal bewusst damit auseinandersetze, was ich wirklich will...wohin sich mein Leben in den nächsten Jahren entwickeln soll - nicht nur in der Liebe.

    Ich bin halt gerne Single, nur merke ich langsam, dass ich nicht mein ganzes Leben so weiter machen will wie bisher.....aber eine Beziehung aus rationalen Gründen einzugehen ( wäre halt ein guter Partner und eine harmonische Beziehung ), kann ich mir halt ebenso nicht vorstellen.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 15 Mai 2018 ---
    Nein, ich habe mich noch nie zu einer Frau - im Gegensatz zu Männern - sexuell hingezogen gefühlt. Auch meine sexuelle Fantasien beziehen sich alle auf Männer. Was ja das sicherste Indiz für die eigene sexuelle Gesinnung ist. Ich bin heterosexuell und das ohne Zweifel.
     
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  • Damian
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    16 Mai 2018
    #9
    Jetzt kapiere ich deine Lage deutlich besser!

    Wenn du dich momentan intensiv mit dir selbst auseinander setzt, dann sind solche Ängste wirklich kein Wunder. Ich denke aber du findest was.
    Der Trick ist halt, dass man weder wahllos wird, noch der Meinung ist, dass alles zu 100% passen muss.
    Teilweise hat der "perfekte Partner" auch sehr viel mit der inneren Einstellung zu tun. Liebe ist ein Handwerk...man kann und sollte lieben lernen. Die Vorstellung, dass das vom Himmel fällt ist eine illusion. Entweder man lässt sich drauf ein oder eben nicht.
    Ich denke es ist nicht ganz unähnlich bei sexueller Anziehung.

    Vielleicht wirst du eine Partnerschaft haben, die ebenfalls nochmal ein bisschen Lehrgeld einfordert...vielleicht findest du aber was passendes. Mir hat es geholfen über mich selbst viel nachzudenken, so wie du das aktuell machst, und ein bisschen geduldig zu sein. Einfach mit Leuten quatschen und schauen, was mich daran reizt und was nicht. :smile:
     
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  • Anna1309
    Anna1309 (33)
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    16 Mai 2018
    #10
    Interessant, weil dem wirklich so ist ...wenn ich jemanden kennenlerne, dann kann ich mittlerweile recht schnell benennen, was mir gefiel und warum', oder eben nicht. Es läuft also viel bewusster ab, als noch letztes Jahr.

    Kannst du das mit der "Lehrgeld-Beziehung" und der damit zusammenhängenden inneren Einstellung näher erörtern? Ich habe eine Idee, was du meinen könntest...
     
  • Damian
    Doctor How
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    17 Mai 2018
    #11
    Ich will es nicht unbedingt "Lehrgeld-Beziehung" nennen...es ist ja nicht alles schwarz oder weiß. Ich hatte Beziehungen, die zwar schön waren, so aber keinen Bestand haben konnten. Sie sind an bestimmten Dingen zerbrochen.

    Ich glaube das hängt damit zusammen, dass man Dinge will und Dinge braucht und der Trick ist, diese beiden Schnittmengen komplett übereinander zu legen. Es reicht also nicht zusagen "ich stehe auf lange Haare", wenn man lange Haare nicht unbedingt braucht. Sie können ein nettes Feature sein. Im Fall von langen Haaren ist das offensichtlich, bei einigen anderen Dingen sind die Anforderungen vielleicht falsch und vielleicht einfach nicht genau genug formuliert.
    Irgendwann fällt man unweigerlich mal auf die Nase...das ist aber nicht schlimm, wenn man draus etwas lernt und den gleichen Fehler nicht nochmals macht.

    Am Meisten kann man sich selbst aber im Weg stehen, wenn man unentspannt in Situationen mit anderen Menschen geht. Man zeigt sich nicht, wie man ist und man zweifelt alles und jeden an. Ich finde man sollte alles auf sich wirken lassen, spaß haben an der Situation und handeln, wenn man das Gefühl hat, dass man mehr von einer Person haben könnte und sollte.
     
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  • Anna1309
    Anna1309 (33)
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    17 Mai 2018
    #12
    Du bist gut :smile: man merkt dir an, dass du das Thema für dich ausführlich reflektiert hast.

    Gerade was du da über die Schnittmenge von Brauchen und Wollen schreibst. Ich bin heute zu der Erkenntnis gekommen, dass man sich wohl vom Kopf her ein Bild macht, was die "ideale Beziehung und den idealen Partner" angeht und dies manchmal im Widerspruch stehen kann, zu dem, was man eventuell wirklich braucht.

    Metaphorisch gesprochen würde ich sagen, dass es sich anfühlt, als ob ich zwei Dinge in mir nicht in Harmonie bekomme, die für die Beziehung, die ich führen wollen würde, aber notwendig wären.

    Auf der einen Seite gibt es diese super lieben Typen, wo du null Zweifel hast, dass sie treu und Co sind und auf der anderen Seite hast du die spanenden Charaktere, wo ich mich sehr hingezogen fühle, aber mein Kopf sagt: ne ne, ganz schlechte Idee. Der war in den vorangegangenen Beziehungen nicht treu. Warum sollte er es jetzt sein ?
    Lustigerweise hatte ich genau heute eine sehr interessante Unterhaltung mit einer Arbeitskollegin, die genau so einen Mann geheiratet hat - und alles ist gut gegangen. Das hat mich zum nachdenken gebracht, ob ich da nicht zu viele Ängste hege....

    Was das entspannt sein angeht, kann ich dir nur zustimmen. Ich lasse mich dahingehend auch erstmal von meinen Gefühlen treiben und bin in den ersten Monaten auch gar nicht viel am überlegen, was explizit daraus werden soll. Das sind dann meistens die Männer, die in der Vergangenheit angefangen haben , Druck auszuüben und alles schnell "unter Sack und Pack" haben wollten. Daran ist es dann auch meistens gescheitert, weil es mir eben zu schnell ging und sie mir vorgehalten haben, dass ich es nicht ernst meine.

    Nur ist das eben so, dass mich seit einem guten Jahr keiner mehr soweit interessiert, dass ich mich auf ihn einlassen wollen würde in irgendeiner Form. Da ist dann einfach kein Bedürfnis meinerseits vorhanden. Und wie gesagt: zwingen will ich mich da auch nicht, nur um irgendwas zu haben. Entweder fasziniert mich jemand, oder eben nicht. Die Jahre davor habe ich oft Männer gedatet, wo es "okay" war. Und das ist mir zu wenig ....
     
  • Damian
    Doctor How
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    18 Mai 2018
    #13
    Dankeschön :zwinker:

    Zu 2 Punkten in deinem Beitrag fällt mir noch etwas ein:
    1.) Thema "zu schnell"
    "Zu schnell" ist es nur, wenn es zu dem Zeitpunkt noch nicht passt. Es kann aber auch schnell passen und dann ist es nicht "zu schnell" :zwinker:
    Also da aufs Gefühl hören, aber auch nicht zu sehr auf die Angst. Angst ist kein guter Ratgeber.

    2.) der Widerspruch in deinem Fall
    Vielleicht solltest du dir überlegen WAS dich genau an den Männern gereizt hat, die fremdgegangen sind. Das Fremdgehen was es nicht. Und ich möchte Wetten, dass es auch nicht zwangsweise ein Charakterzug war, der unweigerlich in einem Seitensprung enden muss.
    vielleicht sind diese beiden Eigenschaft mehr zu vereinbaren, als du gerade glaubst. :zwinker:
     
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  • Anna1309
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    18 Mai 2018
    #14
    Ne ne, das ist Quark. Ich bin 33 und keine 16 mehr. Niemand kann nach 3-4 Wochen sagen, ob es für eine Beziehung reicht. Dafür kennt man sich zu wenig. An diesem Punkt würde ich ein Versprechen geben, das ich mitunter kurze Zeit darauf wieder brechen müsste. Zumal ich Mutter von zwei Töchter bin und die keinen psychische Schaden davontragen sollen, weil sie jedes Jahr jemand anderes kennenlernen müssen. Unter sechs Monate schöne gemeinsame Zeit, gibt es keine Beziehung und kein festes Einbinden in mein Leben - egal wie verliebt ich bin. Wer sich damit schwer tut, passt dann auch wirklich nicht zu mir.

    Ich würde schon sagen, dass das viel über die Männer aussagt. Denn sie wollen halt keine Kompromisse eingehen, was ihre Bedürfnisse angeht. Was ja auch gut ist. Aber eben nicht auf Kosten anderer Menschen - in dem Fall halt ihrer Partner. Denn dann ist das purer Egoismus, der dich selbst einfach zu einem potenziell schlechten Partner macht. Wer will schon mit jemandem zusammen sein, der seine eigenen Bedürfnisse wichtiger nimmt, als die seines Partners ? Maximal eine Person mit wenig Selbstachtung. Das sehe ich im Bekanntenkreis.

    Ich glaube hier gehts vielmehr um das Erkennen des Unterschiedes zwischen einem aufgeblasenen Ego, was Minderwertigkeitskomplexe kaschieren soll und einem authentischen Selbstbewusstsein.
     
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    18 Mai 2018
    #15
    Das sehe ich völlig anders. Das eigene Wohlbefinden hängt ja nun mal maßgeblich damit zusammen, dass die eigenen Bedürfnisse gestillt werden (z. B. das nach Ruhe, Freiheit etc). Und das geht nicht zu lasten anderer Menschen wie dem Partner, wenn man nur mit Personen eine Beziehung beginnt, die mit den eigenen Bedürfnissen und den daraus folgendem Lebensstil und Vorstellungen von einer Partnerschaft vollkommen zurecht kommt und recht ähnlich tickt.
    Ich käme z. B. nie mit jemandem zusammen, der mich jede Woche sehen will und häufigen Kontakt - passt nicht zu mir und meinem Leben, hat keinen Sinn. Meine Männer aber haben kein Problem damit - und nur deshalb sind sie meine Männer.
    Und generell kann ich sagen, dass ich es nur vernünftig finde, dass die eigenen Bedürfnisse natürlich an erster Stelle stehen - wessen denn sonst, man selbst ist doch die Hauptperson im eigenen Leben und handelt man gegen seine Bedürfnisse, macht man sich selbst unnötig schlimmstenfalls massive Probleme.
    Ich! Für mich ist es sehr wichtig, dass auch meine Männer in erster Linie auf sich selbst und ihre Bedürfnisse achten - denn dafür ist nun mal jeder selbst zuständig. Und Menschen, die auf diese Art auf sich achten, schätze ich sehr, weil sie eben verstanden haben, dass sie selbst dafür sorgen müssen, das Leben zu leben, das sie brauchen und wünschen. So wie ich eben auch.
    Und das schadet niemandem im Geringsten, im Gegenteil: So sind alle zufrieden, weil niemand irgend etwas tun muss, was ihm gegen den Strich geht.
    Funktioniert aber eben auch nur mit Partnern, die sehr gut zu einem passen - daher ja mein Hinweis darauf, dass man eben schauen sollte, ob potenzielle Partner auch wirklich zu einem passen. Dann fühlt sich auch niemand zurückgesetzt, schlecht behandelt, vernachlässigt oder sonstwas.
     
  • Anna1309
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    19 Mai 2018
    #16

    Mir ist es sehr gleich, wie du das siehst, weil das hier um mich geht und um meine Vorstellung von einer guten Beziehung. Wenn du so in einer erfüllenden Partnerschaft lebst - go for it. Glück und Erfolg ist etwas sehr individuelles. Der Leitsatz für meine gesunde Beziehung lautet: meine Bedürfnisse sind genauso wichtig, wie deine. Ich mag Augenhöhe und stehe auf Gleichberechtigung. Wenn ich mich nur um meine kümmere und mir die meines Partners gleich sind, dann stehe ich nicht in Beziehung zu ihm/ihr. Was man dann ja an Menschen siehst, die illoyal dem "Partner" gegenüber sind und sein Bedürfnis nach Sicherheit ( Ehrlichkeit, Treue ) mit Füßen treten. Das ist gelebter mangelnder Respekt. Und Respekt stellt die Grundlage für Liebe dar.

    Und ich spreche da aus Erfahrung. Ich war selbst immer recht narzisstisch unterwegs und habe mich selbst oft an erste Stelle gesetzt ( bei meinen Kindern ausgenommen ). Die Partner, die du damit anziehst, sind nicht gerade ein Traum - kaum Selbstachtung und wenig Selbstwertgefühl vorhanden.

    Auf der anderen Seite gab es dann wieder Männer, die selbst sehr narzisstisch waren und wo die sexuelle Anziehung entsprechend hoch zwischen uns war. Nur da kam es dann schnell zu Machtkämpfen, was mir zu anstrengend wurde mit der Zeit.

    Der Vorredner hat eben sehr Recht damit, wenn er von dem inneren Bild des "Traumpartners" spricht und dessen Bedeutung in Hinblick darauf, was wir als anziehend empfinden. Eine Theorie, die man auch aus der analytischen Psychologie kennt.

    Ich war letztes Jahr mit meinem "Traumpartner" zusammen und es war schrecklich. Er hatte alles, was ich wollte, aber wenig von dem, was ich brauchte. Selbstbehauptung ist großartig, wenn ich Karriere machen will. Aber in einer Liebesbeziehung braucht es eben noch eine weitere Qualität. Daher kann ich mich auch hier nur dem Vorredner anschließen: es geht um die richtige Schnittmenge von brauchen und wollen.
     
  • Damian
    Doctor How
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    21 Mai 2018
    #17
    Eben!
    Das hat so viele Facetten, dass man es nicht darauf alleine zurückführen kann. Darauf wollte ich hinaus. Was wars genau?
     
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  • Anna1309
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    22 Mai 2018
    #18
    Ich habe nochmal über deinen eingebrachten Impuls nachgedacht und meine zu wissen, warum es mich wohl eher zu solchen "Charakteren" hinzieht. Sie wissen anscheinend selbst nicht so wirklich, was sie wollen bzw irgendwas passt in ihren momentanen Beziehungen nicht.

    Man geht halt meistens von sich selbst aus und ich persönlich würde mich halt nicht auf was Festes einlassen, wenn ich mir nicht 100%ig sicher wäre - was ja der Grund für meine lange Single-Phase ist.

    Wahrscheinlich hat das viel mit der erwähnten Schnittmenge von wollen und brauchen zu tun. Die Männer, die dir die Bedürfnisse von den Augen ablesen tun wirklich gut. Aber irgendwas fehlt mir da ja auch. Ich glaube ich bin nicht der Typ, der mit zu viel Harmonie dauerhaft kann ...irgendwann wird's langweilig.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 22 Mai 2018 ---
    Mich würde mal interessieren, was du zu folgendem denkst: es fiel ja der Satz "optimal Schnittmenge zwischen Wollen und Brauchen" - was für Auswirkungen kann eine ausgeprägte Willensstärke auf diese Schnittmenge haben ?

    Gestern ein Date gehabt und er ist wirklich sehr sympathisch und humorvoll - aber ich weiß schon jetzt, dass ich nichts Langfristiges von ihm möchte. Er ist mir dafür einfach "zu nett" - übersetzt halt zu angepasst und zu sehr auf Harmonie aus. Also nicht wirklich durchsetzungsstark ...es ist so wahnsinnig schwer jemanden zu finden, der beides in sich ausgeprägt hat.
     
  • Damian
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    22 Mai 2018
    #19
    Also jemand, der dir automatisch auch nicht zu nahe kommt...

    Naja...100% Sicherheit gibt es auch nach vielen Jahren nicht. Da sucht man sich wohl besser ein paar Eigenschaften aus, die die Grundlage bilden und die vergleichsweise einfach herauszufinden sind. Ich gehe aber davon aus, dass du das schon tust. :zwinker:

    Das sehe ich als einen Fehler an.
    Harmonie wird nicht langweilig. Wenn die Beziehung an sich langweilig wird, dann hat das andere Gründe.
    Wenn man Harmonie als eine Art Feind ansieht, tendiert man schnell dazu, diese in einer Beziehung anzugreifen, um damit dann die Beziehung ins Wanken und schließlich zu Fall zu bringen.
    Ich möchte behaupten, dass meine Beziehung alles andere als langweilig ist und trotzdem ist sie sehr harmonisch.

    Was verstehst du unter "ausgeprägte Willensstärke"?
    Das steht ja erstmal nicht im Gegensatz zu Fähigkeiten wie "Kompromissbereitschaft".

    Wann immer jemand "zu nett" sagt, meint er fast immer etwas anderes.
    Wenn ein Herr "zu sehr auf Harmonie aus" ist, dann gibt er nach, verbiegt sich, hat wenig Selbstbewusstsein und wird damit irgendwie durchsichtig und langweilig. Ein bisschen wie ein Hündchen, nur ohne den Niedlichkeitsfaktor und ohne auf den Teppich zu kotzen...naja..meistens... :tongue:

    Echtes Selbstbewusstsein ist halt nicht so häufig zu finden, fällt aber mit ein bisschen Übung schnell auf.
    Meintest du das mit "willensstark"?
     
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  • Anna1309
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    22 Mai 2018
    #20
    Zum 1. Punkt: keine Ahnung ob das wirklich was mit Nähe zu tun hat. Ich kann mich durchaus emotional verletzlich machen, wenn mir jemand etwas bedeutet. Das macht mir keine Probleme. Aber ich mag es, wenn jemand unabhängig von mir agieren kann und nicht gleich die Verbindlichkeit sucht. Meiner Erfahrung nach sind das Männer, die gerne Verantwortung für ihre Bedürfnisse abgeben und darauf habe ich keine Lust. Davon habe ich schon genug ....

    Zum 3. Punkt: das ist Wissenschaft und keine gefühlte Wahrheit :zwinker: zu viel Gleichklang zerstört die sexuelle Anziehung - wenn dem nicht so wäre, würdest du deine Geschwister vögeln wollen irgendwann. Deswegen stirbt in so vielen Beziehungen irgendwann die Leidenschaft - weil man sich einfach schon zu gut kennt und sich zu gut aufeinander eingespielt hat. Und da mir Sex sehr wichtig ist, stehe ich halt auf "Wilde Kerle" und nicht auf die "Beziehungsbärchen" . Ein Mann muss sein Ding weiterhin durchziehen - Beziehung hin oder her. Sonst verliert er schnell an Attraktivität für mich.

    Und was man jetzt als langweilig oder spannend empfindet - Joa, schon sehr subjektiv. Da macht es wenig Sinn drüber zu diskutieren :smile:

    Und mit Willensstärke meine ich Willensstärke :grin: sich Ziele setzen und solange dran arbeiten, bis sie erreicht sind - Ehrgeiz entspringt daraus. Aber eben auch Selbstbehauptung - für seine Überzeugungen einstehen zB. Also auch gerne politisch aktiv sein....

    Kompromissbereitschaft kann man an Stellen an den Tag legen, wo es einem nicht so wichtig ist, was dabei rumkommt. Ob wir jetzt italienisch oder Vietnamesisch essen gehen, ist mir gleich - ich mag beides gerne - das kann dann mein Gegenüber entscheiden. Aber ob ich jetzt meinen Sport ausfallen lassen soll, weil er da nur Zeit hat, da würde ich keine Zusprüche machen. Dann muss man sich halt ein andermal sehen. Ich würde auch keine berufliche Möglichkeit in den Wind schlagen, wenn mein Partner etwas dagegen hätte. Umgekehrt würde ich sowas auch nie erwarten. Wäre schon arg egoistisch. Außerdem bereichert es ja auch das eigene Leben, wenn der Partner zB für ein Jahr ins Ausland muss. Also faule Kompromisse muss keiner machen. Ich wünsche mir Freiheit und gebe sie auch meinem Partner.

    Deswegen passen viele Männer für mich nicht, was dieses Nähe-Distanz-Ding betrifft :/
    Wobei Nähe/Distanz in diesem Kontext auch nicht wirklich passt. Ich kenne Paare, die 24/7 aufeinander hocken und trotzdem eine sehr oberflächliche Beziehung führen. Qualität hat halt wenig mit Quantität zu tun. Ich kann meinen Partner 2x im Monat sehen und ihm wesentlich näher stehen, als jemanden, den ich 3x die Woche sehe. Hier ist es ja von Bedeutung, wie und was ich jemanden von mir zeige. Das schafft am Schluss Intimität.

    Ja, mit dem Selbstbewusstsein gebe ich dir vollkommen Recht. Wobei das eben wieder subjektiv wahrgenommen wird. Wenig mir klarer darüber bin, wer ich bin, was ich und wohin ich noch will, als der Mann, dann bin ich wieder automatisch "stärker" als er. Etwas das ihm bei der Nächsten dann wieder nicht passiert....
     
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